Kerzenlicht – Literarischer Wochenendgruß vom 15.12.17

Kerzenlicht – Literarischer Wochenendgruß vom 15.12.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in unserer Weihnachtszeit kommt der Kerze eine besondere Bedeutung zu. Ihr Schein erfreut unser Herz und wärmt unsere Seelen. Sie gibt eine besondere Atmosphäre.in der kalten Jahreszeit.

Die Kerze

Jetzt habt ihr mich entzündet und schaut in mein Licht. Ihr freut euch an meiner Helligkeit, an der Wärme, die ich spende. Und ich freue mich, dass ich für euch brennen darf. Wäre dem nicht so, läge ich vielleicht irgendwo in einem alten Karton – sinnlos, nutzlos. Sinn bekomme ich erst dadurch, dass ich brenne.
Aber je länger ich brenne, desto kürzer werde ich. Ich weiß, es gibt immer beide Möglichkeiten für mich: Entweder bleibe ich im Karton – unangerührt, vergessen, im Dunkeln – oder aber ich brenne, werde kürzer, gebe alles her, was ich habe, zugunsten des Lichtes und der Wärme. Somit führe ich mein eigenes Ende herbei.

Und doch, ich finde es schöner und sinnvoller, etwas herzugeben zu dürfen, als kalt zu bleiben und im düsteren Karton zu liegen….
Schaut, so ist es auch mit euch Menschen!

Entweder ihr zieht euch zurück, bleibt für euch – und es bleibt kalt und leer-, oder ihr geht auf die Menschen zu und schenkt ihnen von eurer Wärme und Liebe, dann erhält euer Leben Sinn. Aber dafür müsst ihr etwas in euch selbst hergeben, etwas von eurer Freude, von eurer Herzlichkeit, von eurem Lachen, vielleicht auch von eurer Traurigkeit.

Ich meine, nur wer sich verschenkt, wird reicher. Nur wer andere froh macht, wird selbst froh. Je mehr ihr für andere brennt, um so heller wird es in euch selbst. Ich glaube, bei vielen Menschen ist es nur deswegen düster, weil sie sich scheuen, anderen ein Licht zu sein. Ein einziges Licht, das brennt, ist mehr wert als alle Dunkelheit der Welt.

Also, lasst euch ein wenig Mut machen von mir, einer winzigen, kleinen Kerze.»

Autor unbekannt

Jedes Lächeln ist wie ein Kerzenlicht:
Es kann viele Kerzen entzünden,
ohne dass sein eigenes Licht schwächer wird.
Möge dir jeder ein Lächeln schenken,
denn das Lächeln ist der Funke,
der in uns die Flamme
der Lebensfreude entzünden kann

[© Christina Welker]

An der Wand einer kleinen Kirche in den Pyrenäen steht geschrieben: »Herr, möge diese Kerze, die ich eben angezündet habe, Licht verbreiten und mich in meinen Entscheidungen und Schwierigkeiten erleuchten. Möge sie das Feuer sein, mit dem Du in mir Egoismus, Stolz und Unreinheiten verbrennst. Möge sie die Flamme sein, mit der Du mein Herz erwärmst und mich lieben lehrst. Hilf mir, mein Gebet auf mein Handeln an diesem Tag auszudehnen. Amen.« “

Paulo Coelho

Foto: Gabi Schmitt

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht
ausreicht, so, wie er war: „Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach“,
sagte er sich, „und für einen Pullover zu kurz.
An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei
eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos.Ja, wenn ich
aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid.
Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand
mag mich – und ich mich selbst am wenigsten.“
So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich
ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.
Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte: „Lass dich doch nicht
so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab‘ da so eine Idee: Wir beide tun uns
zusammen. Für eine Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab‘
dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist
doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die
Dunkelheit zu jammern!“
Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen
Wachs zusammen und sagte: „Nun hat mein Dasein doch einen Sinn.“
Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden
und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu
leuchten?!

Autor unbekannt

So ist das Wesentliche einer Kerze nicht das Wachs,
das seine Spuren hinterläßt, sondern das Licht…

– Antoine de Saint-Exupéry, Die Stadt in der Wüste

Foto: Patricia Joyner

Ich möchte lernen,
wie es einer Kerze gelingt,
mit einer kleinen Flamme
die abgrundtiefe Finsternis
eines Raumes zu durchbrechen

wie es ein Lachen anstellt,
mit einem einzigen Ton
die meterdicke Mauer
des Schweigens zu überwinden

wie es ein Windhauch schafft,
mit einem winzigen Stoß
das Blatt zu wenden

wie es das Feuer anfängt,
mit einem glimmenden Funken
ein Pulverfass zu entzünden

wie es ein Glas bewirkt,
mit einer farbigen Scherbe
die Welt zu verzaubern

Ich möchte lernen,
wie wirksam und wie wertvoll
die unbeachteten und unscheinbaren Dinge meines Lebens sind,
und möchte gern ihr Schüler werden.

Detlef und Jürgen Kuhn-

Foto: Beate Loraine Bauer

Es gibt immer irgendwo einen Menschen,
der im Dunkeln geht und ein Licht sucht.
Trag also ein Licht in deinen Händen,
auch wenn du dich vielleicht verzehrst dabei.

Es ist besser
als eine Kerze zu sein,
die niemals gebrannt hat.

Trude Attwenger

Foto: Angelika Quast-Fischer

Segen sei mit dir,
der Segen strahlenden Lichtes,
Licht um dich her
und innen in deinem Herzen,
Sonnenschein leuchte dir
und erwärme dein Herz,
bis es zu blühen beginnt
wie ein großes Torffeuer,
und der Fremde tritt näher,
um sich daran zu wärmen.
Aus deinen Augen strahle
gesegnetes Licht,
wie zwei Kerzen
in den Fenstern eines Hauses,
die den Wanderer locken,
Schutz zu suchen dort drinnen
vor der stürmischen Nacht.
Wen du auch triffst,
wenn du über die Straße gehst,
ein freundlicher Blick von dir
möge ihn treffen.

Altirischer Segenswunsch

Möge die Kerze Ihnen und Ihren Mitmenschen an diesem 3. Adventwochenende das Herz erhellen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

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Einer wird gewinnen – Literarischer Wochenendgruß vom 08.12.17

Einer wird gewinnen – Literarischer Wochenendgruß vom 08.12.17

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

einige kennen sicher noch die Kult-Fernsehsendung „Einer wird gewinnen“ mit Hans-Joachim Kulenkampff. Daran wurde ich erinnert, wenn ich in dieser Adventszeit die Medien betrachte. Wenn ich die Zeitung aufschlage, meine E-Mails abrufe, in den sozialen Medien unterwegs bin – überall „locken“ mich Gewinnspiele jeder Art. Von Traumreisen, Autos oder in etwas in kleinerem Rahmen Bücher von bekannten oder unbekannteren Autoren: Ich kann gewinnen. Kann ich das wirklich? Warum ist das „Gewinnen-wollen“ in der Weihnachtszeit besonders begehrt?

Ich nehme mit besonderen Ausnahmen bei wohltätigen Zwecken an keinem Gewinnspiel teil. Möglicherweise bin ich kein Spieler, weil das Leben mir als Spiel ausreicht. Man weiß nie, was einem im nächsten Moment erwartet.

Es sind etwas ungewöhnliche Gedanken in dieser Adventszeit, die mich in den letzten Tagen zu diesem Wochenendgruß anregten.

Foto: K.-H. Fischer

Es ist eine große Torheit, um «nach außen» zu gewinnen, «nach innen» zu verlieren, das heißt für Glanz, Prunk, Titel und Ehre, seine Ruhe, Muße und Unabhängigkeit ganz oder großenteils hinzugeben…..

Arthur Schopenhauer

Foto: Gerd Taron

Es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt;
es ist alles nur geliehen,
aller Reichtum, alles Geld;
es ist alles nur geliehen,
jede Stunde voller Glück,
musst Du eines Tages gehen,
lässt Du alles hier zurück.
Man sieht tausend schöne Dinge,
und man wünscht sich dies und das;
nur was gut ist und was teuer
macht den Menschen sehr oft Spaß.
Jeder möchte mehr besitzen,
zahlt er auch sehr viel dafür,
keinem kann es etwas nützen;
es bleibt alles einmal hier.
Jeder hat oft das Bestreben,
etwas Besseres zu sein,
schafft und rafft das ganze Leben,
doch was bringt es ihm schon ein?
Alle Güter dieser Erde,
die das Schicksal Dir verehrt,
sind Dir nur auf Zeit gegeben
und auf Dauer gar nichts wert.
Darum lebt doch Euer Leben,
freut Euch neu auf jeden Tag,
wer weiß auf unsrer Erdenkugel,
was der Morgen bringen mag?
Freut Euch auch an kleinen Dingen,
nicht nur an Besitz und Geld,
es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt.

(Max Feigenwinter)

Foto: Gerd Taron

Wahrer Reichtum liegt nicht in den Dingen, die ich besitze, sondern in den Momenten, die mich berühren.
(Roswitha Bloch)

Foto: Gerd Taron

Wenn…

Wenn wir ihn nicht mehr seh´n,
den Reichtum dieser Welt,
die Blume auf der Wiese,
den Stern am Himmelszelt,
wenn Reichtum nur noch Geld heisst,
nur Haben und nur Macht,
wenn Kinderaugenlachen uns nicht mehr
glücklich macht,
wenn Glaube – Hoffnung – Liebe
für uns nur Worte sind,
wenn wir das Herz verschliessen
und sind für vieles blind,
dann hat die Zeit begonnen,
wir haben verlernt zu lachen,
dann müssen unsre Engel
wohl Überstunden machen!

© Maria Kindermann

Foto: Gerd Taron – Ein kleiner Junge beim Schneemann-Bauen beim Fischbacher Weihnachtsmarkt am vergangenen Sonntag – unbeschwert und fröhlich bei seinem Tun

In letzter Konsequenz
Menschen sind oft unvernünftig, unlogisch und ichbezogen.
Vergeben Sie ihnen trotzdem.
Wenn Sie freundlich sind, kann es sein, dass andere Ihnen eigennützige
Motive und Hintergedanken vorwerfen.
Seien Sie trotzdem freundlich.
Wenn Sie erfolgreich sind, gewinnen Sie vielleicht ein paar falsche Freunde
und ein paar echte Feinde.
Seien Sie trotzdem erfolgreich.
Wenn Sie ehrlich und offen sind, kann es sein, dass man Sie übers Ohr haut.
Seien Sie trotzdem offen und ehrlich.
Was Sie jahrelang aufgebaut haben, kann ein anderer über Nacht zerstören.
Bauen Sie es trotzdem auf.
Wenn Sie gelassen und glücklich sind, kann es sein, dass andere
eifersüchtig sind.
Seien Sie trotzdem glücklich.
Das Gute, das Sie heute tun, werden die Leute morgen oft vergessen haben.
Tun Sie trotzdem Gutes.
Geben Sie der Welt das Beste, das Sie haben, auch wenn es nie genug sein wird.
Geben Sie der Welt trotzdem ihr Bestes.
Letztendlich ist dann alles eine Angelegenheit zwischen Ihnen und Gott.
Sowieso war es nie eine Angelegenheit zwischen Ihnen und den Anderen.

Mutter Theresa

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie einen ruhigen und entspannten 2. Advent.

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Beim nächsten literarischen Wochenendgruß wird die Kerze im Mittelpunkt stehen. Wer schöne Kerzen-Fotos hat, möge sie mir zusenden.

Licht in meinem Leben – Literarischer Wochenendgruß vom 01.12.17

Licht in meinem Leben – Literarischer Wochenendgruß vom 01.12.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

am kommenden Wochenende feiern wir den 1. Advent. Überall in den Orten, in den Häusern und in den Gärten und anderswo erstrahlen die vielfältigen Lichter. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Was bringt Licht in Ihrem Leben? Sind es die Familie, liebe Freunde, Nachbarn oder andre liebe Mitmenschen? Haben Sie trotz aller Hektik, die jetzt anbricht, Zeit die kleinen Lichter in Ihrem Leben zu sehen? Was bedeutet für Sie persönlich Advent?

Ich freue mich auf viele lichtvolle Begegnungen, nicht nur beim kommenden Fischbache Weihnachtsmarkt, sondern und vor allem in der Zeit danach. Und Sie?

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Foto: Gerd Taron

Wann fängt Weihnachten an?
Wenn der Schwache
dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke
die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas
mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute
bei dem Stummen verweilt
und begreift,
was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise
laut wird
und das Laute
still,
wenn das Bedeutungsvolle
bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige
wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel
ein winziges Licht
Geborgenheit,
helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht,
sondern du
gehst,
so wie du bist,
drauf zu,
dann,
ja, dann
fängt Weihnachten an.

(Rolf Krenzer)

Foto: Gerd Taron
Manchmal
ein helles Wort,
das die Müdigkeit
vertreibt,
manchmal
eine helfende Hand,
die den Himmel
erschließt,
manchmal
ein Licht,
das ins Herz fällt.
Es ist allein die Liebe,
die das Leben
verwandelt.

(Christa Spilling-Nöker)

Touching Light – Bild: Lissy Theissen

Menschen, die uns lieben, werden für uns zu einem Licht. Licht bedeutet Leben, Heil, Glück, Hoffnung, strahlender Schönheit. Es vertreibt Finsternis, die Angst machen kann, und ordnet das Chaos, das wir mit dem Dunkel verbinden.

Anselm Grün

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Foto: Gerd Taron

Und manchmal sehe ich Menschen
mit jenem sanften Leuchten im Gesicht.
Sie strahlen eine Ruhe aus, die nicht von dieser Welt
und zugleich völlig geerdet ist.
Es ist, als hätte das Leben sie so sehr geschliffen,
dass ihre pure Essenz, ihr wahres Sein
sich in ihrem Ausdruck zeigen darf.
Es sind Menschen, die um tiefes Leid wissen
und in ihrer Hingabe an das, was ist
eine Stille finden, die noch viel tiefer reicht.
Eine Stille, die als lebendiges Licht
aus ihrem Innersten erstrahlt.

Worte: © Béatrice Tanner

Foto: Christina Eretier

Menschen führen Menschen zum Licht, zu einem neuen Lebensstil: Menschen, die sich befreien lassen von Habsucht und Hass. Menschen, die nicht länger an Gewehrläufe glauben. Menschen, die mit wenig zufrieden sind und Zeit für Dinge haben, die kein Geld bringen. Menschen, die keinen Palast brauchen, um prächtig zu leben, und kein dickes Portemonnaie, um gemeinsam Feste zu feiern. Menschen, die Blumen sehen, die Vögel zwitschern hören, die wie ein Kind spielen und in einem Sessel einschlafen können. Liebe Menschen mit viel Licht in Häusern, in Dörfern und Städten.

© Phil Bosmans (1922 – 2012),
belgischer Ordenspriester,
Telefonseelsorger und Schriftsteller,
›der moderne Franziskus

Foto: Gerd Taron

Heute möge dir ein Lichtblick
des Himmels so tief in die
Abgründe deines Herzens
fallen, dass es darin heller,
freundlicher und wärmer wird.
Heute möge dir der Augenblick
eines einzigen freundlichen
Lächelns so gut tun in der Seele,
dass ihr dadurch Flügel wachsen,
die dir neue Spannkraft verleihen.
Heute möge dir ein herzlicher Gruß
so wohltuend in den Ohren klingen,
dass er die Schwere in dir auflöst
und dich staunen lässt über so viel
Wunderbares in deinem Leben.

Paul Weismantel

Foto: Gerd Taron

Mögest du dich berühren lassen von der Schönheit,
die dich umgibt, und den Mut haben,
deiner inneren Stimme zu folgen.
Mögest du beschützt sein auf deinem Weg,
und mit offenem Herzen die Momente des Glücks erkennen,
die das Leben dir schenkt.
Möge Dankbarkeit ein innerer Zustand werden
und das Staunen über das Wunder des Lebens
dein Begleiter sein – kindliche Neugier,
verspielte Leichtigkeit und warmes Lachen.
Mögest du innehalten, dann und wann,
und dich freuen an den Bergen die du erklommen hast,
den Tälern, durch die du gewandelt bist, im Wissen,
wie gross deine innere Kraft ist.
Mögest du die Macht und das Wunder der Hingabe erleben,
und dir deiner Würde bewusst sein, immer mehr.
Möge Licht dich begleiten und Menschen, die dir die Hand reichen,
wenn die Schatten dich besuchen.
Mögest du die Liebe fühlen, die du bist.

Béatrice Tanner

Ich wünsche Ihnen ein erstes Adventwochenende mit vielen wundervollen Lichtern.

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Vielleicht begegnen wir uns am Wochenende an meiner literarischen Weihnachtshütte beim Fischbacher Weihnachtsmarkt, am Samstag, 02.12. von 15 – 22 Uhr, am Sonntag von 11 – 21 Uhr.

Vorweihnachtliche Neuigkeiten von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr – Fischbacher Weihnachtsmarkt am Samstag,02.12. und Sonntag, 03.12. (1. Advent)

Vorweihnachtliche Neuigkeiten von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr – Fischbacher Weihnachtsmarkt am Samstag,02.12. und Sonntag, 03.12.
(1. Advent)

Licht

Licht breitet sich aus

Eine Kerze
Entzündet in der Dunkelheit
Gibt Licht
Sie erleuchtet
Läßt erkennen
Gibt Hoffnung

Eine Kerze

Auch Du
Kannst
So eine Kerze sein

Es ist Advent

(Gudrun Kropp)

Liebe Interessierte und Freunde von Taron-Antiquariat,

mit diesen Versen möchte ich Sie herzlich zum 24. Fischbacher Weihnachtsmarkt am 1. Adventwochenende (Samstag, 02.12. von 15 – 22 Uhr/ Sonntag, 03.12. von 11 – 21 Uhr) einladen. Mehr als 60 Weihnachtshütten und Stände heißen Sie willkommen einen der romantischsten und idyllischsten Weihnachtsmärkte im Taunus zu erleben.

Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.kerbevereinfischbach.de/fischbacher-weihnachtsmarkt/

Auch in diesem Jahr finden Sie an der gewohnten Stelle meine literarische Weihnachtshütte.

Gemeinsam mit Paul Pfeffer und Christina Eretier von der Edition Pauer gibt es ein Stelldichein von Autoren und Künstlern rund um meine literarische Weihnachtshütte.

Als Einstimmung hier die Programm-Übersicht

Samstag, 02.12.

Thomas Berger, Lyriker (http://www.autor-thomas-berger.de/ ) von 15 bis 16 Uhr

Brina Stein, Autorin für maritime Geschichten und Kreuzfahrten (www.brina-stein.de) und Karin Seemayer, Autorin für historische Romane ( http://www.karin-seemayer.de/ von 15 – 17 Uhr

Ananta Corte http://www.erzählmirliebe.de

Birgit Gröger, Kinderbuchautorin, http://www.lekowa.de/ – von 17 – 18 Uhr

Andreina Bonanni (www.espressione-duo.com ) wird beim Weihnachtsmarkt mit Jürgen Haller (rechts im Bild) die literarische Weihnachtshütte musikalisch mit Flöten begleiten.

Sonntag, 03.12.

Michaela Aragonés, Frauenliteratur (www.fempressmedia.com )

Franziska Franz, Autorin, https://franziskafranz.wordpress.com/

Birgit Gröger, Kinderbuchautorin http://www.lekowa.de/ ab 15 Uhr

Uta Franck http://www.uta-franck.de/

Connie Albers, Künstlerin (http://www.connie-albers.de/ 14 – 16 Uhr

Ich freue mich auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
E-Mail: taron-antiquariat@gmx.de
Internet: https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

In der Stille – Literarischer Wochenendgruß vom 24.11.17

In der Stille – Literarischer Wochenendgruß vom 24.11.17

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

am Sonntag begehen die christlichen Kirchen den Ewigkeitssonntag oder auch Totensonntag genannt.

Es ist ein Tag, in dem wir in die Stille gehen und an liebe Menschen gedenken, die unseren Lebensweg begleitet haben. Dies ist aber auch ein Tag, an dem wir in dem Trubel unserer Zeit kurz zur Besinnung kommen sollten.

Mögen die Texte und die Fotos Ihnen dazu beitragen, sich selbst eine Ruhepause zu gönnen.

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Foto: Gerd Taron

Stille

Es gibt eine Stille,
in der man meint,
man müsse die einzelnen Minuten hören,
wie sie in den Ozean der Ewigkeit hinunter tropfen.

Adalbert Stifter

Foto: Kathi Widera

Ein Traum

Mutter Erde
Öffnet ihre Arme
wiegt mich auf ihrem Schoß

Ich schlafe schlafe schlafe
langsam löse ich mich auf
und werde Erde
Muttererde
auf der Brenn-Nesseln Johanniskraut
und eine Weide wachsen

Ein Kiebitz fliegt auf
Er ruft: Kiwitt kiwitt
Komm mit

Uta Franck, Januar 2017

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Foto: Gerd Taron

Tage der Stille

Es gibt Tage von einer solchen Stille,
an denen meine Stimme
eine Zumutung für den nachdenklichen Planeten ist.
Einen Moment lang hat nichts Stimmbänder.
Die Schnecke, die offenen Boden überquert,
braucht keine Erklärung der Welt.
Mit den Spitzen ihrer weißen Flügel
verlängert die Möwe das Blau des Himmels
bis hinein in die Stille der leeren Räume dahinter.
Der dämmrige Wald hört meine Fragen –
in der Dunkelheit liegt ein unaussprechlicher Trost.
Ich werde nicht in diese Stille gezwungen,
ich wähle sie, wie man ein Land wählt,
in dem man seine Ferien verbringen möchte.
In dieser Stille begebe ich mich in den Raum,
aus dem die Wahrheit wie ein Fluss fließt,
ohne Worte.
Ich erlaube es, durchsetzt zu werden
von der Energie der natürlichen Dinge:
von einer Felswand mit ihrem steinernen Lächeln,
von der Erhabenheit des Meeres,
die mich zu einem Wanderer des Geistes macht,
oder von der weiten Ebene trockenen Präriegrases,
wo mir Hufe wachsen,
um mit den Büffeln umherzustreifen
in den goldenen Gräsern der Weite.
Es ist in der Stille,
dass ich mich der Größe der Welt nähere

Ulrich Schaffer

Foto: Gisela Michaelis

Stille
Werde still
und finde heim
zu dir selbst.
Verzehre deine Kräfte nicht
im Lärm der Welt.
Es ist gut,
wenn du deine Arbeit tust,
deine Aufgaben und Pflichten erfüllst –
und es ist wichtig,
dass du das gern tust.
Aber gehe nicht auf in dem,
was draußen ist,
sondern nimm dich immer wieder zurück.
Sammle deine Gedanken,
versenke dich in deine eigene Tiefe
und suche nach der Mitte deines Wesens
und deines Lebens.
Von dieser Mitte her
wirst du den Maßstab finden
für das, was wirklich wichtig ist
für die Erfüllung,
für die Ganzheit deines Lebens.
~Christa Spilling-Nöker~

Foto: Marita Henriette

Es liegt im Stillesein eine
wunderbare Macht der Klärung,
der Reinigung, der Sammlung
auf das Wesentliche.

Dietrich Bonhoeffer

Foto: Petra Krenzer

Die Tage der Stille, der Dunkelheit, des Leidens
sind vorüber.
Es ist überstanden.
Beim ersten Glockenklang atmen wir auf
und begrüßen die auferstandene Hoffnung,
die Zuversicht,
dass nichts vergebens ist,
und dass am Ende immer die Erlösung steht.

(C) A.M. Pützer

Ich wünsche Ihnen ein stilles und besinnliches Wochenende.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Eine Kreuzfahrt um die Welt – Eine Reise in Bildern mit Brina Stein

Eine Kreuzfahrt um die Welt – Eine Reise in Bildern mit Brina Stein

Rettershof im Taunus, 19.11.17

Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“ http://www.zum-froehlichen-landmann.de/ – Reiterstübchen

Im Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“ am Rettershof präsentierte die Kreuzfahrtautorin Brina Stein (www.brina-stein.de ) ihr neuestes Werk, den Bildband „Eine Kreuzfahrt um die Welt – 115 Tage unterwegs auf allen Meeren“, am 13.11.17 erschienen im Stürtz-Verlag Würzburg. Weitere Informationen finden Sie am Ende dieses Berichtes.

Einer der Traumfotos, die Brina Stein an diesem Nachmittag präsentierte.

Auf deiner Reise
zu deinen Träumen
wirst du auf Wüsten
wie auf Oasen stoßen.
In beiden Fällen darfst du
nicht aufhören.
Paulo Coelho

Ganz frisch und neu – der Bildband über die Kreuzfahrt von Brina vor 2 Jahren.

Anhand des Globus zeigte Brina die Stationen ihrer Kreuzfahrt.

Diese Kokusnuss schmeckt besonders gut …

Die Heimat für 115 Tage: Das Kreuzfahrtschiff „Costa Deliziosa“

Eine Gala auf dem Traumschiff – Brina Stein (alias Sabrina Reulecke) mit ihrem Ehemann Dirk (Bildmitte)

Brina Stein und ihr Ehemann am Kap der Guten Hoffnung

Landschaftliche Eindrücke

Und die Robben schauten auch zu …

Und es gab sogar eine Lesung von Brina Stein auf dem Schiff vor vielen interessierten Zuhörern. Der Anfang für viele weitere Lesungen auf Land war gemacht.

Sonnenuntergang an Bord

Mit großer Begeisterung und Interesse der Zuhörerinnen und Zuhörer endete der Nachmittag.

Die Multivisionsshow mit den vielen eindrucksvollen Fotos, die hier nur in Kürze wiedergegeben werden können, findet sicher im nächsten Jahr eine Wiederholung.

Gerd Taron

Weitere Informationen zum Bildband finden Sie hier:

Eine Kreuzfahrt um die Welt – 115 Tage unterwegs auf allen Meeren

am 13. November 2017 im Stürtz-Verlag erschienen, 128 Seiten, mehr als 200 Abbildungen, Preis: 19,95 EUR, ISBN: 978-3-8003-4628-8.
Ab sofort bei mir per Mail vorbestellbar: 4,50 EUR Versandkosten innerhalb von Deutschland, natürlich mit persönlicher Widmung: brina-stein@email.de.

Zwischen den Zeiten – Literarischer Wochenendgruß vom 17.11.17

Zwischen den Zeiten – Literarischer Wochenendgruß vom 17.11.17

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

es ist November – ein Monat, in dem der Herbst sich dem Ende neigt und der Winter noch nicht begonnen hat. Für viele verbindet sich damit Traurigkeit. Aber es ist auch eine Zeit zum Innehalten. Die Natur begibt sich zur Ruhe und bereitet ihren Winterschlaf vor, um dann im Frühling neu zu erwachen.

Die folgenden Texte und Fotos mögen dazu beitragen, dass für Sie der November keine tristen Tage bereithält.

Foto: Gerd Taron

November

Blätterfell fällt
nackt nun die Zweige
schlaflos der Fuchs
und der Mond auf der Geige

spielt sein Lied
schwarz die Nacht
lässt die Nebelfrau tanzen
und Häwelmann lacht

Uta Franck

Foto: Gerd Taron

Vor einem Winter

Ich mach ein Lied aus Stille
und aus Septemberlicht.
Das Schweigen einer Grille
geht ein in mein Gedicht.
Der See und die Libelle.
Das Vogelbeerenrot.
Die Arbeit einer Quelle.
Der Herbstgeruch von Brot.
Der Bäume Tod und Träne.
Der schwarze Rabenschrei.
Der Orgelflug der Schwäne.
Was es auch immer sei,
Das über uns die Räume
Aufreißt und riesig macht
Und fällt in unsre Träume
in einer finstren Nacht.
Ich mach ein Lied aus Stille.
Ich mach ein Lied aus Licht.
So geh ich in den Winter.
Und so vergeh ich nicht.

Eva Strittmatter

Auf dem Weg zum Staufen – Kelkheim – Foto: Gerd Taron

Die Zeit, die sich ausbreitet,
ist die Zeit der Geschichte.
Die Zeit, die hinzufügt,
ist die Zeit des Lebens.
Und die beiden haben nichts gemeinsam,
aber man muß die eine nutzen können
wie die andere.

(Antoine Saint-Exupéry)

Am Gimbacher Hof Kelkheim – Foto: Gerd Taron

Die Zeit und ich
(für Siegfried P.)

„Was machst du?“, frage ich die Zeit.
„Verrinnen“, sagt sie und errötet.
Im Stillen aber grinst sie breit.
Schon hat sie mir den Nerv getötet.
„Verrinnen werd ich wohl noch dürfen“,
sagt sie und hebt ihr Stundenglas.
Nachher wird sie ein Weinchen schlürfen.
Ich kenn sie nämlich, dieses Aas!
Kaum brüt ich aus gedankenschwer
was wirklich Neues, Großes halt,
schon macht die Zeit sich drüber her,
und binnen kurzem ist es alt.
Sie macht die Runzeln und die Falten,
sie macht, dass mir die Milch verdirbt.
Die Jungen macht sie flugs zu Alten,
und schließlich macht sie, dass man stirbt.
„Kannst du was anderes als verrinnen?“,
frag ich die Zeit. Sie kichert blöde.
„Ja, doch, ich kann auch manchmal spinnen.“
Ich hab’s geahnt, die Zeit ist öde.
Sie rinnt und spinnt und pichelt Wein
und wird die ganze Welt vernichten.
Ich sag ihr: „Du bist hundsgemein.
Auf dich kann ich ganz gut verzichten“.
Drauf grinst sie breit und immer breiter.
„Mein lieber Freund, du bist nicht weise.
Das Leben geht halt immer weiter.“
Ich nicke und verdrück mich leise.

Paul Pfeffer

Im Woogtal – Königstein im Taunus – Foto: Gerd Taron

November

graue Tage
Nebel steigen
der Winter
steht vor der Tür

Melancholie singt ihr Lied
du singst müde mit

November

heißer Tee
Kerzenschein
ein guter Film
Musik für’s Herz

Freude singt ihr Lied
und du singst leise mit

November ist
was man daraus macht

© Engelbert Schinkel

Am Gimbacher Hof Kelkheim – Foto: Gerd Taron

November – Zeit der Stille und Gelegenheit zur Begegnung. Ein Monat, der durch alle Stimmungen der Natur die hellen und dunklen Seiten unserer Seele anspricht und sie verwandelt. Beide Seiten gehören zu uns, sie gehören zum Leben.

Anselm Grün

Ich wünsche Ihnen für dieses Wochenende, dass Sie die Zeit finden, zur Ruhe zu kommen und innerzuhalten

Ihr/Euer

Gerd Taron