Vom Single-Dasein

Vom Single-Dasein

Kelkheim-Fischbach an einem Herbst-Sonntag 2017

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Es wird Zeit, mich zu bekennen. Im Neuhochdeutschen-Denglisch heißt das „Outen“. Ja, ich bin in Single, also ohne feste Partnerin und in keiner festen Beziehung lebend.

Wenn ich mir die Medien so durchlese, scheint das in diesen Zeiten ein größeres Problem zu sein. Es gibt unzählige Foren und Seiten im Internet dazu und selbst die FAZ hat dies in verschiedenen Artikeln thematisiert.

Demnach scheinen viele Männer und Frauen auf der Suche nach dem Traumpartner zu sein, unabhängig vom Alter. Ich kann es nicht so richtig deuten, ob es daran liegt, dass es im Gegensatz zu früheren Zeiten keine festen familiären Strukturen mehr gibt. Alles ist unverbindlicher geworden. Aber die Sehnsucht nach verlässlichen Beziehungen ist wohl sehr groß.

Liegt das Heil wirklich in einem anderen Menschen? In meinem wöchentlichen erscheinenden literarischen Wochenendgruß vom 17.03.17 „Das Heil in einem anderen Menschen suchen“
(https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2017/03/17/das-heil-in-einem-menschen-suchen-literarischer-wochenendgruss-vom-17-03-17/ ) habe ich dies thematisiert. Ich halte es für nicht gut, sein Lebensglück auf einen anderen Menschen zu fokussieren.
Durch meine beruflichen Aktivitäten im Kulturbereich (Literatur, Kunst, Kleinkunst) habe ich viele Kontakte zum anderen Geschlecht und habe genügend anderen Alternativen. So ist es mir vor einigen Wochen bei einer Lesung ergangen, dass ich von 28 Besuchern einer von 3 männlichen Zuhörern war.

Im normalen Alltag wurde ein Tür aufhalten, ein Lächeln, von mir bereits als „Anmache“ vom weiblichen Gegenüber empfunden.
Zur Klarstellung: Ich bin neugierig auf Menschen, egal ob weiblich oder männlich. Beim ersten Kontakt, sei es im realen oder virtuellen Leben, frage ich nicht nach dem Beziehungsstatus. Mir ist es nicht wichtig.

Ich empfinde es als großes Glück auch mit Frauen, die ein harmonisches Beziehungsleben haben, eine sehr herzliche Freundschaft zu pflegen.

Die jeweiligen Partner wissen, dass sie keinerlei „Angst“ vor einer männlichen Konkurrenz haben müssen.

Der Schweizer Chansonnier Stephan Sulke hat in seinem Lied „Der Typ von nebenan – ich bin kein besonderer Mann“ es wunderbar formuliert.
Wir Rheinländer haben einen schönen Spruch: „Et kütt, wie et kütt“ – Es kommt, wie es kommt. So ist das Leben.

Ich bin nicht auf der verzweifelten Suche nach einer Partnerin, wie viele meiner männlichen Artgenossen. Aber ich laufe nicht mit verbundenen Augen durch das Leben. Daher werde ich trotz so mancher negativen Erfahrung in der Vergangenheit nichts ausschließen wollen.
In diesem Sinne wünsche ich allen Singles ein glückliches Leben, sei es mit oder ohne Wunsch-Partner.

Ihr/Euer
Gerd Taron

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