Die Stellplatzsatzung – Eine Rezension eines Juristen-Romans

Die Stellplatzsatzung – Eine Rezension eines Juristen-Romans

Kelkheim-Fischbach, 25.02.18

Liebe Literaturfreunde,

im Amtsblatt dieser Woche erschien ein besonders interessanter Artikel (neben vielen anderen) der meine Aufmerksamkeit beanspruchte. Es ist die neue Stellplatzsatzung, die auf vielen Seiten die neuen Regeln bekanntmachte.

Foto: Petra Krenzer

Ich bin beeindruckt von der Klarheit und Einfachheit dieser neuen Regeln. Leicht verständlich erklärt sie dem mündigen Bürger, was er künftig zu lassen, vor allem zu unterlassen hat, wenn er sein Auto oder andere Fahrzeuge in freier Wildbahn abstellen will.

Foto: Gerd Taron

In insgesamt 9 Paragrafen (beispielsweise von der Herstellungspflicht, der Beschaffenheit und Gestaltung oder Größe und Zahl) wird der Bürger darüber aufgeklärt,, wie er sich einen Stellplatz oder mehrere Stellplätze ordnungsgemäß vorzustellen hat.

Besonders spannend wird es dann in der weiteren Anlage 2 zur Stellplatzsatzung.

Ordnungsgemäß – Foto: Gerd Taron

Hier wird in Einzelheiten die Verkehrsquelle, die Zahl der Stellplätze für Kraftfahrzeuge, der Anteil der Besucher in Prozent und die Zahl der Abstellplätze für Fahrräder beschrieben.

Interessant ist unter anderem unter Punkt 1.4 „Wohngebäude“ – Gebäude mit Altenwohnungen, Seniorenresidenzen. Hier sind ein Stellplatz je Wohnung mit einem Besucheranteil von 10 % vorgesehen sowie 0,2 Abstellplätze je Wohnung für Fahrräder vorgesehen. Leider ist nicht erwähnt, ab welchem Alter Mann/Frau unter dieser Rubrik betroffen ist.

Es ist eine Lektüre, die für alle, die Juristen-Romane in ihrer besonderen Beschaffenheit lieben, sehr lesenswert ist. Bedauerlicherw3eise erfährt man nichts Näheres über den Autor bzw. die Autoren.

Gerd Taron

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Traubenglück – Jobst und Inga – Ein Roman von Elisa Maria Brock – Eine Rezension

Traubenglück – Jobst und Inga – Ein Roman von Elisa Maria Brock – Eine Rezension

Die Seilbahn von Rüdesheim zum Niederwalddenkmal – Foto: Gerd Taron

Kelkheim-Fischbach, 13.02.2018

Können Trauben Glück bringen und eignen sie sich als Glücksbringer?

Diese Frage stellt sich beim Lesen dieses Buches, einem Roman der ans Herz geht. Nicht nur weil er ein Liebesroman ist, sondern weil er die mir bekannten Stätten in Rüdesheim und im Rheingau so liebevoll beschreibt.

Es ist eine Geschichte von 2 Paaren: Der Winzer, Adeliger und Schlossbesitzer, dem Weinschlösschen von Hallberg (Hallgarten?) ist mit der Winzerin Rebecca Riefenstahl, eine ehemalige Weinkönigin und heute angesehene Geschäftsfrau verlobt,

Inga Gutmann ist mit dem Anwalt Henning Baumgartner liiert. Beide planen ihre Hochzeit. Inga ist Grundschullehrerein in einer Schule am Niederrhein und lebt in Düsseldorf gemeinsam mit ihrem künftigen Ehemann.

Jobst von Hallberg und Inga Gutmann verbindet seit gemeinsam verbrachter Kindheit in Rüdesheim eine besondere Freundschaft. Er hilft ihr sogar beim Aussuchen des Hochzeitskleides.

Daraus ergeben sich spannend zu lesende 320 Seiten über Beziehungen und Schicksale. Es ist alles andere als ein Kitschroman der üblichen Sorte, den die Autorin Elisa Maria Brock da zu Papier bringt. Im Gegenteil: Als Leser fühlt man sich in das jeweilige Geschehen mit hineingenommen.

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Hildegardis Ruh – Foto: Gerd Taron

Abtei St. Hildegard – Foto: Gerd Taron

Der Wein, der schöne Rheingau und Pferde bilden eine wunderbare Kulisse für die Handlungen. Wer die Orte persönlich kennt, wie zum Beispiel „Hildegardis Ruh“, den Klosterladen der Abtei St. Hildegard bzw. die Abtei selbst und andere Schauplätze lässt sich von der Atmosphäre verzaubern.

Leider führt die erwähnte Zahnradbahn schon lange nicht mehr zum Niederwalddenkmal. Viele Rüdesheimer oder Rheingauer würden sich sicher wünschen, dass es sie eines fernen Tages wieder gibt. Aber mit der Seilbahn hochzufahren ist immer ein Erlebnis.

Diesen Roman habe ich zu Weihnachten an einem Tag „verschlungen“, da die Geschichten so spannend geschrieben sind.

Das hat mich dazu veranlasst, mich weiteren Werken von Elisa Maria Brock zu widmen.

Interessant wäre noch zu erwähnen, wie ich zu diesem Buch gekommen bin. Den sozialen Medien sei Dank, in meinem Fall „facebook“. Dort gibt es unter anderem die Gruppe „Der Rheingau – Unsere Region“. Es haben sich einige persönliche Kontakte ergeben. Bekanntlich verbinden gemeinsame Interessen.

Bei meinem Besuch demnächst in Rüdesheim weiß ich, wem ich unbedingt „Hildegards Ruh“ zeigen muss …

Ich wünsche dem Buch eine große Leserschaft. Es macht Lust auf Lesen.

Gerd Taron

Informationen zum Buch:

Verlag: Twentysix – broschiert – 320 Seiten
ISBN-13: 9783740732424
Preis: 12,95 Euro

Eine Leseprobe gibt es hier.

https://www.buecher.de/shop/pferde/traubenglueck-jobst-und-inga/brock-elisa-maria/products_products/detail/prod_id/49372292/

Die Autorin Elisa Maria Brock ist auch auf facebook zu finden:

Glueckskind – Der neue Roman von Anne Zegelman – Eine Rezension

Glueckskind – Der neue Roman von Anne Zegelman – Eine Rezension

Kelkheim-Fischbach, 06.02.18

Es war eine gelungene Premierenlesung des neuen Romans von Anne Zegelman am 21.01.18 in der Alten Kirche von Kelkheim-Hornau.

Daher war ich sehr gespannt auf das Buch, wenn ich es selbst lese und welche Eindrücke es bei mir hinterlässt.

Um es vorwegzunehmen: Es hat Spuren hinterlassen, so wie das Leben selbst mit allen Höhen und Tiefen.

In sehr eindrücklicher und einfühlsamer Weise erzählt Anne Zegelman die Geschichte von drei Generationen, von der Nachkriegszeit über die 68er bis in die heutige Zeit.

Es beginnt mit einer Fronleichnamsprozession, bei der der „junge“ Großvater kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges in einem kleinen Ort eine Flagge an seinem Hause hisst. Die vorbeiziehenden Gläubigen reagieren verstört und entsetzt über diese Flagge. Es ist die Fahne der Tschechoslowakei, die so gar nicht zum Anlass passt.

Anne Zegelman erzählt dann im weiteren Verlauf über das Leben der Familie in dieser Kleinstadt – über die Tochter Tessa und später deren Enkelin Marie.

Es sind oft rührende Szenen, die sie beschreibt, wie die große Bücherfreundin Tessa eine Hippie-Freundin namens Eva kennen lernt und später mit ihr die Welt bereist

Sie kommt nach Jahren wieder zurück in ihren Heimatort. Dort kommt unter tragischen Umständen Marie zur Welt. Auch sie führt dann ein sehr bewegtes Leben. Beim Auffinden des Tagesbuches mehr über das Leben ihrer Mutter Tessa erfährt.

Sie besucht Eva, die engste Freundin ihrer Mutter Tessa, in den USA. Dort lernt Marie ihre große Liebe kennen. Es ist eine rührende Liebesgeschichte und es folgen glückliche und ereignisreiche Jahre, bis ein Schicksalsschlag diesem ein Ende macht.

Der Leser gewinnt den Eindruck, als ob Anne Zegelman bei all diesen verschiedenen Leben von der Großmutter und Großvater, von der Mutter und der Enkelin persönlich dabei war. Dabei ist angeblich, so Anne Zegelman, alles frei erfunden. Wirklich?

Was mich an diesem Buch beeindruckt, ist die einfühlsame Beschreibung der Charaktere und der gesamte Sprachstil.

Für alle, die selbst ein bewegtes Leben und Schicksalsschläge ertragen mussten, ist es ein mutmachendes Buch. Wer nicht aufgibt in schwierigen Situationen ist ein „Glückskind“

Ein für mich sehr wichtiger Satz in diesem Buch, der mir im Gedächtnis bleiben wird, lautet:

„Wir nehmen uns zu selten Zeit, unserem Leben zuzuhören.“

Dieser Roman hat eine Fortsetzung verdient. Wenn nicht, darf sich der Leser gerne in seiner Fantasie darüber nachdenken, wie es denn weitergehen könnte.

Gerd Taron

Mehr über die Autorin

https://www.anne-zegelman.de/

https://dezembra.blog/

Informationen zum Buch:

Geest-Verlag 2017
ISBN 978-3-86685-629-5
202 Seiten
12 Euro

Bericht über die Premierenlesung am 21.01.18 in der Alten Kirche Kelkheim-Hornau

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2018/01/23/glueckskind-anne-zegelman-und-ihre-premierenlesung-in-der-alten-kirche-hornau/