Hauptsache ich – Literarischer Wochenendgruß vom 27.05.16

Hauptsache ich – Literarischer Wochenendgruß vom 27.05.16

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

wie bereits vielen bekannt und mitgeteilt erschien heute vor genau vor 5 Jahren zum ersten Mal der literarische Wochenendgruß („Literarischer Rundbrief“). Mit zwei Zitaten, unter anderem von Astrid Lindgren, begann eine wöchentliche Reihe, die nicht nur Literaturfreunde interessant sein sollte.

Das wichtigste Zitat des ersten Wochenendgrußes stammt von meiner Lieblingsautorin Astrid Lindgren:
„Denn ohne Freiheit welkt die Blume der Poesie, wo immer sie auch blühen mag.“

Der Wochenendgruß entstand in einer persönlichen schwierigen Situation und sollte anderen Mut machen. Dies soll auch weiterhin so sein. Der Wochenendgruß nimmt aktuelle Themen aus meinem engeren Umfeld bzw. auf meine persönlichen Beobachtungen auf.

In dieser Woche hat mich das Thema Egoismus besonders beschäftigt. Warum muss zum Beispiel ein gut situierter Fahrer einer bekannten Automarke ausgerechnet seinen Wagen etwas verkehrsbehindernd vor seiner Bank parken, obwohl dieser offensichtlich nicht gehbehindert ist und es auf dem Gelände ausgewiesene Parkplätze für Kunden gibt? Warum wird jemand, der sich für einen Menschen immer wieder engagiert, einfach ignoriert, nach dem Motto „Hauptsache ich“?

Dankenswerter erlebe ich in meinem Umfeld, dass es auch anders geht. Es gibt sie – die Menschen, die nicht nach dem Nutzen für sich fragen, sondern ehrlich und aufrichtig sind und am Wohl des anderen wirklich interessiert sind.

In meinem Leben ist für Egoisten kein Platz. Und es gibt Situationen und Anlässe, wo es dann besser ist, von solchen Menschen Abstand zu nehmen.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die letzte und beste Frucht, die spät in einer immer warmen Seele zeitigt, ist Weichheit gegen den Harten, – Toleranz gegen den Intoleranten, – Wärme gegen den Egoisten, und Menschenfreundschaft gegen den Menschenfeind.

Jean Paul

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Das kleine Ego

Es war einmal ein kleines EGO, das fragte sein SELBST in einem ruhigen Moment, was
ziemlich selten vorkam: Sag mein SELBST, warum bin ich immer so in Eile und habe nie
Zeit für mich ? Das Selbst antwortete liebevoll. ”Weil Du Angst hast, Du könntest in Deiner Langeweile Dein Wahres Ich entdecken.”
Sag mein SELBST, warum bin ich oft unzufrieden, und will so viele Dinge haben, die ich nicht mal immer gebrauchen kann? Das SELBST antwortete liebevoll: “Weil Dir Dein SELBST nicht genug ist”

Sag mein SELBST, wie kommt es, dass ich auf andere eifersüchtig oder neidisch bin? Das Selbst antwortete liebevoll: ”Weil Du mich nicht wert genug schätzt.”
Sag mein SELBST, wie kommt es, dass ich in gewissen Situationen arrogant oder sogar hochnäsig werde? Das Selbst antwortete
liebevoll: “Weil Du Deinem SELBST, nämlich mir, nicht genug vertraust.
Sag mein SELBST, warum bin manchmal Beleidigt und verschließe mein Herz?
Das SELBST antwortete liebevoll: “Weil Du Liebe mit Macht verwechselst und Dich kränkst anstatt ehrlich zu sagen, was Du möchtest.”
Sag mein SELBST, warum kann ich Wut aufbauen und lasse sie andere Menschen spüren oder fresse sie gar in mich hinein?
Das Selbst antwortete liebevoll: “Weil Du fälschlicherweise annimmst, dass Liebe nicht NEIN sagt.”

Sag mein SELBST, warum renne ich der Anerkennung von anderen Menschen hinterher?
Das SELBST antwortete liebevoll: ”Weil Du glaubst, Du brauchst sie, um Dich zu loben und gut zu finden.”
Sag mein SELBST, gibt es den Himmel auf Erden? Das SELBST antwortete liebevoll: “ Oh ,ja!. Er liegt in Dir. In dem Du mich, Dein SELBST liebst und anerkennst, brauchst Du
nicht mehr im Außen zu suchen. Es wird Dir möglich alle Menschen auf Grund ihres Daseins zu lieben, da sie den gleichen Ursprung haben wie Du.
Du wirst erkennen, dass auch sie nur ihr EGO von ihrem SELBST abgespalten haben und deshalb leiden. Halte dich dadurch nicht ab Deinen Weg in Frieden zu gehen. Dann wirst Du wieder EINS sein mit Dir und mit allem. Dann hast Du die Trennung, die Du vorher noch kanntest und die Dein Herz vor lauter Trauer darüber kalt und unnahbar gemacht hat, überwunden.

So wird es Dir möglich die Liebe zu spüren, die Du bist.”

Als das EGO das alles hörte, begann es zu verstehen. Es weinte , weil ihm plötzlich so viele Dinge leid taten und weil er seine Unehrlichkeit erkannte, die ihn darin hinderte mit seinem geliebten SELBST in Frieden zu leben.
Das SELBST tröstete das EGO mit all seiner
Liebe, denn es versteht immer…

Autor unbekannt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

VERBINDLICHKEIT
Die Zeit scheint immer schneller zu vergehen,
unser Kopf scheint immer voller,
von all den Gedanken,
von all den Aktivitäten,
von all der Hetze,
tagein – tagaus,
eben waren meine Gedanken
noch bei dem, was ich tue,
dann piepst mein Handy,
ich schreibe eine Nachricht auf Whats App,
ach nee,… doch nicht,
lieber eine Sprachnachricht,
geht schneller…….
und wobei war ich gerade?
Ach ja, ich wollte eigentlich…..
Und ich muss dieses noch,
und ich muss jenes noch,
abends falle ich mehr als müde ins Bett,
will noch kurz den Tag Revue passieren lassen,
aber ich weiß nicht mehr so recht,
was alles so war,
was ich alles so gemacht habe.
So, oder ähnlich sehen heute unsere Tage aus.
In der spirituellen Szene höre ich viel von
Verbundenheit,
schreibe selbst darüber.
Schaue ich mich aber um,
besonders zurzeit,
sehe und fühle ich kaum
Verbundenheit.
Im Gegenteil.
Es wird projiziert,
kommentiert,
beurteilt,
verurteilt,
gehetzt,
und
diffamiert.
Für mich heißt
VERBUNDENHEIT
auch
VERBINDLIHKEIT.
Egal,
mit wem ich es zu tun habe,
egal,
wie sich der oder die geben,
egal,
ob ich mir etwas oder jemanden
anders vorgestellt habe,
wir sind und bleiben verbunden,
Verbunden sein,
ergibt
Verbindlichkeit.
Auf dem Boden der Verbindlichkeit
gibt es Vertrauen,
können Versprechen gehalten werden,
darf ich Respekt und Achtung haben,
kann Liebe wachsen und fließen.
Meinem Ego zu folgen
war gestern.
Wenn DU Dir morgens
die Frage stellst:
Was kann ICH heute
für jemand anderen tun?
zündest DU nicht nur ein Licht
in DIR an,
Nein
dieses Licht ist meilenweit zu sehen!

Ortrud Püttmann

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Foto: Gerd Taron – St. Stephan in Mainz

An der Wand einer kleinen Kirche in den Pyrenäen steht geschrieben: »Herr, möge diese Kerze, die ich eben angezündet habe, Licht verbreiten und mich in meinen Entscheidungen und Schwierigkeiten erleuchten. Möge sie das Feuer sein, mit dem Du in mir Egoismus, Stolz und Unreinheiten verbrennst. Möge sie die Flamme sein, mit der Du mein Herz erwärmst und mich lieben lehrst. Hilf mir, mein Gebet auf mein Handeln an diesem Tag auszudehnen. Amen.«

Paulo Coelho

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Foto: Gerd Taron

Manche Leute sind unvernünftig, unlogisch und egozentrisch; vergib ihnen trotzdem.

Wenn du freundlich bist, werden Leute dir selbstsüchtige und versteckte Motive vorwerfen; sei trotzdem freundlich.

Wenn du erfolgreich bist, wirst du einige falsche Freunde und einige wahre Feinde gewinnen; sei trotzdem erfolgreich.

Wenn du offen und ehrlich bist, wird es wahrscheinlich Leute geben, die dich betrügen; sei trotzdem offen und ehrlich.

Wenn du froh und heiter bist, wird es wahrscheinlich Leute geben, die neidisch und eifersüchtig sind; sei trotzdem fröhlich.

Was du in Jahren aufbaust, könnte jemand in einer Nacht zerstören; baue trotzdem.

Das was du heute Gutes tust, mögen die Leute morgen schon wieder vergessen haben; tue trotzdem Gutes.

Gib der Welt das Beste, was du hast – und wenn es auch nie genug ist; gib der Welt trotzdem das Beste, was du hast.

Siehst du, in der Endsumme ist alles zwischen dir und Gott; es ging eigentlich auch nie um dich und sie.

Mutter Teresa

Ich wünsche Ihnen allen ein friedvolles Wochenende mit vielen schönen Begegnungen.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Zwei Veranstaltungshinweise:

Literarischer Abend-Spaziergang in Kelkheim-Fischbach
Geschichten und Gedichte an besonderen Schauplätzen
Freitag, 27.05.2016- Beginn 18 Uhr
An von mir an ausgewählten Stätten werden Geschichten und Gedichte präsentiert.
Treffpunkt: Hanseklinger-Brunnen – Fischbach, Ortsmitte – Langstraße
Festes Schuhwerk wird empfohlen – Kostenbeitrag: 5 Euro
Er führt an die Orte des ersten literarischen Spaziergangs am 30.08.2013:
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2013/09/01/vom-wasser-vom-herbst-und-vom-brot-ein-literarischer-abendspaziergang/

Sonntag, 05.06.16 – 15:00 Uhr
Zum fröhlichen Landmann, Kelkheim-Fischbach, Rettershof
Hans Joerg Kampfenkel, der den literarischen Wochenendgruß seit Jahren fotografisch begleitet, stellt eine kleine Auswahl seiner Fotos persönlich vor.
Außerdem gibt es einen Rückblick auf 5 Jahre literarischer Wochenendgruß mit ausgesuchten Texten.

Kontakt:
Gerd Taron, Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Ein kleines Jubiläum – 5 Jahre literarischer Wochenendgruß

Ein kleines Jubiläum – 5 Jahre literarischer Wochenendgruß

Am Freitag, 27.05.2011 erschien er zum ersten Mal: der literarische Rundbrief. So hieß der literarische Wochenendgruß zu jenem Zeitpunkt. Er wurde per Mail an einen kleinen Empfängerkreis von etwa 25 Personen versandt.
„Denn ohne Freiheit welkt die Blume der Poesie, wo immer sie auch blühen mag.“
Aus dem Kapitel „Kleines Zwiegespräch mit einem künftigen Kinderbuchautor“ von Astrid Lindgren
Dieses Zitat war das erste von zwei. Es trifft sehr gut auf meine eigene Lebenseinstellung zu, die hier so vortrefflich formuliert ist.
Das zweite Zitat lautete:
Das wirklich Schöne im Leben liegt meist im Einfachen, im ganz und gar Einfachen. Die komplizierten und scheinbar großartigen Dinge machen das Leben schwierig! Nur haben wir es verlernt, nach dem Einfachen zu leben. Die Erfüllung der kleinen Dinge machen im Leben die große Liebe und das tiefe Glück aus.
Roland Grieser in „Entdeckungen“

Ab Oktober 2012 wurde der literarische Wochenendgruß durch Fotos insbesondere von Hans Joerg Kampfenkel und Marina Rupprecht optisch verschönert und ergänzt.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel – Es gehört zu seinen Lieblingsfotos

Die berührende Geschichte („Und plötzlich war alles anders“) von Hans Joerg Kampfenkel können Sie hier nachlesen:
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2014/01/10/und-plotzlich-war-alles-anders/

Der Wochenendgruß entstand in einer persönlichen schwierigen Situation und sollte anderen Mut machen. Mittlerweile gibt es mehr als 250 Abonnenten, die jeden Freitagvormittag diesen Gruß zu einem bestimmten Thema erhalten. Über meine WordPress-Seite und per Facebook findet er weitere Verbreitung. Immer wieder erreichen mich sehr berührende Rückmeldungen. Dies erfreut mich sehr und zeigt, dass der “Wochenendgruß“ wichtige Impulse geben kann.

Aus diesem Anlass gibt es 2 Jubiläumsveranstaltungen:

Literarischer Abend-Spaziergang in Kelkheim-Fischbach
Geschichten und Gedichte an besonderen Schauplätzen

Freitag, 27.05.2016 – Beginn 18 Uhr

An von mir ausgewählten Stätten werden Geschichten und Gedichte präsentiert.
Treffpunkt: Hanseklinger-Brunnen – Fischbach, Ortsmitte – Langstraße
Festes Schuhwerk wird empfohlen – Kostenbeitrag: 5 Euro
Er führt an die Orte des ersten literarischen Spaziergangs am 30.08.2013:
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2013/09/01/vom-wasser-vom-herbst-und-vom-brot-ein-literarischer-abendspaziergang/

Sonntag, 05.06.16 – 15:00 Uhr

Zum fröhlichen Landmann, Kelkheim-Fischbach, Rettershof
Hans Joerg Kampfenkel, der den literarischen Wochenendgruß seit Jahren fotografisch begleitet, stellt eine kleine Auswahl seiner Fotos persönlich vor.

Außerdem gibt es einen Rückblick auf 5 Jahre literarischer Wochenendgruß mit ausgesuchten Texten.

Ich wünsche allen eine Woche mit vielen schönen Momenten.

Ihr/Euer
Gerd Taron

PS: Die literarischen Wochenendgrüße können Sie hier nachlesen:
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/category/literarischer-wochenendgrus/

Was ist der Mensch wert? Literarischer Wochenendgruß vom 20.05.16

Was ist der Mensch wert? Literarischer Wochenendgruß vom 20.05.16

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

ein Artikel in der Samstagsausgabe der FAZ vom vergangenen Wochenende hat mich zu dem Thema „Was ist der Mensch wert?“ geführt.
Dort heißt es über die schwedische Flüchtlingspolitik: „Schätzungen zufolge sind bei den Nordeuropäern nur noch 5 Prozent der Tätigkeiten für Geringqualifizierte überhaupt erreichbar.“

Demnach gibt es für viele keine geeignete Arbeit mehr, weil sie „geringqualifiziert“ seien. Ich empfinde dieses Wort als abwertend. Definiert sich der Wert eines Menschen an seiner Bildung, an seiner beruflichen Stellung, am Besitz, am Bankkonto, an Statussymbolen? In unserer technisierten Welt werden immer mehr Menschen, unabhängig von ihrem Hintergrund, ausgegrenzt. Das bereitet mir großes Unbehagen. So viele Menschen engagieren sich mit ihren Begabungen und Talenten für andere. Sie sind ein Lichtblick in unserer oft egoistischen Welt und geben mir andererseits Hoffnung, dass noch nicht alles verloren ist.

Die nachfolgenden Texte und die einfühlsamen Fotos mögen uns neu bewusst werden, dass jeder Mensch ein besonderes Geschöpf ist.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wir haben alle an der Schöpfung teil,
Wir alle sind Könige, Dichter, Musiker…
Man braucht uns nur wie Lotosblumen zu öffnen,
um zu entdecken, was in uns liegt

Henry Miller

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Je reicher die Menschen sind,
desto eher betrachten sie ihre Privilegien und Vorzüge
als eine Selbstverständlichkeit.

Wenn wir uns bester Gesundheit erfreuen
und das Leben uns zudem mit vielen günstigen
Gelegenheiten beschenkt,
nehmen wir diese wahrscheinlich ebenfalls für selbstverständlich,
was nicht gerade unsere Zufriedenheit mehrt.

Zufriedenheit wächst vielmehr aus der Dankbarkeit,
die wir für alle positiven Lebensumstände fühlen.

Wir können nirgendwo zu Hause sein,
wenn wir uns nicht selbst Zuflucht und Heimat sein können,
wenn wir uns nicht entspannen, in uns keine Ruhe finden.

Wo unser Herz ist, fühlen wir uns zu Hause,
nicht wo unser Körper ist.

Deswegen sind wir endlich zu Hause angekommen,
sobald wir unser Herz öffnen,
sobald wir ein Gefühl liebevoller Wertschätzung spüren,
sobald wir dankbar, zufrieden, erleichtert und sorglos sind.

Wenn wir uns so fühlen,
sind wir überall auf diesem Erdball,
ja im ganzen weiten Universum zu Hause.

~Ayya Khema~

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Die Leistungen und Talente anderer anerkennen,
ist die Wertschätzung, die man jedem Menschen entgegenbringen sollte,
auch sich selbst.
Elke Bischofs

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Zum Nachdenken

Wir leben in einer Welt, in der kaum noch jemand
an den anderen denkt.

Jeder denkt an sich und versucht,
das meiste für sich rauszuholen.
Es wird mit Gefühlen gespielt und der Mensch
ist zu einer Ware geworden.
Erfüllt er seinen Zweck nicht mehr,
wird er abgelegt oder ausgetauscht oder belogen.

Kaum einer denkt noch daran, dass es auch Gefühle gibt
und eine Seele, die in jedem von uns lebt.

Jeder sollte sich mal einen Moment Zeit nehmen
und sich fragen, ist da vielleicht jemand,
der mich gerade braucht oder vermisst oder gar liebt?

Oder gibt es vielleicht jemanden,
der gerade traurig ist oder in Not,
dem du jetzt helfen könntest?
Mitgefühl bedeutet nicht,
das Leid des anderen auf sich zu nehmen,
sondern die Welt durch die Augen des anderen zu sehen
und mit seinem Herzen zu fühlen.

Kennst Du das Gefühl
zu geben ohne zu erwarten?
Etwas zu tun, nur, um den anderen
wieder lächeln zu sehen?

Solltest du so einem Menschen begegnen,
danke dem Schicksal, denn er ist mehr wert
als aller Reichtum der Welt.

Jeder sollte mal in sein Herz schauen und sich fragen,
ob es richtig ist, wie man lebt und wie man
mit Gefühlen anderer Menschen umgeht.

Der eine oder andere wird sicher feststellen,
dass es nicht immer gut war, was er tat.

Überlege dir gut, was du tust und denk mal nach,
wie es wäre, wenn alle Menschen ehrlich
und gefühlvoll miteinander umgingen!

Spiel niemals mit den Gefühlen anderer,
denn irgendwann könnte es dich treffen
und dann wirst du merken,
wie weh das tut!

Autor unbekannt

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Was wir sein werden

Die neuen Menschen sind schon unter uns.
Mit ihrem Leben arbeiten sie an einer neuen Wirklichkeit
und wollen sie mit uns teilen.
Der neue Mann und die neue Frau
werden nicht das Bedürfnis haben, gebraucht zu werden,
und doch wird die Welt sie brauchen, um zu überleben.
Sie werden gelernt haben, in sich vollständig zu sein.
Da wird keine Rede von der besseren Hälfte sein,
und kein Wunsch, jemandem oder etwas zu gehören,
um wertvoll zu sein.
Sie werden der Konkurrenz absagen, großzügig sein
und Situationen schaffen, in denen alle gewinnen.
Sie werden in der sichtbaren Welt zu Hause sein,
sowie in der Welt, die nur mit Augen der Hoffnung zu sehen ist.
Sie werden allem, das Leben fördert, verbunden sein.
Sie werden wissen, dass die Zeit kostbar ist,
und trotzdem nicht unruhig und ungeduldig werden.
Sie werden realistisch sein
und doch die Hoffnung nicht verlieren.
Sie sind Menschen der Wahl und der Selbstbestimmung.
Sie lassen sich nicht von anderen leben
und leben nicht das Leben anderer.
Sie haben ihr Leben gewählt.
Sie haben sich für Werte entschieden und sie nicht nur geerbt.
Sie haben ihre Sorge für den Einzelnen
mit ihrer Sorge für die Welt verbunden
und opfern die eine nicht für die andere.
Sie werden die Hilflosen ehren und den Leidenden helfen.
Sie werden mit ihrem Wesen wissen,
dass wir eine unzertrennliche Familie sind.
Sie wissen, dass alle wahre Veränderung
die Veränderung des Herzens ist
und lassen sich so nicht mit Sprüchen und Lobreden fangen.
Ihr Leben ist ausgewogen,
aber nicht ohne Leidenschaft,
und doch nicht nur ihren Gefühlen unterworfen

Ulrich Schaffer

Die Wetteraussichten für dieses Wochenende sind sommerlich. Genießen Sie diese Zeit, für viele Stunden der Muße. Lassen Sie es sich gut gehen im Kreise von lieben Menschen.

Ihr/Euer
Gerd Taron

PS: Am Sonntag findet wieder der Kelkheimer Stadtmarkt statt. Am Stand vor Viola’s Bücherwurm können Sie mich treffen, sei es ein Wiedersehen oder ein Kennenlernen. Viele liebe Freunde, wie z. B. die Autorin Brina Stein (www.brina-stein.de ) sind ebenfalls präsent.
Birgit Gröger lädt ab 14:30 Uhr zu Ihrer Premierenlesung „Alima, das Mädchen aus Aleppo“ ein.

Kontakt:
Gerd Taron, Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. +49 (0)6195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquairat@gmx.de

Früher war alles besser … ? Ein literarisch-musikalischer Abend aus alten Zeiten

Früher war alles besser … ?
Ein literarisch-musikalischer Abend aus alten Zeiten, wo angeblich alles besser war, oder doch nicht?

Kelkheim-Fischbach, 13. Mai 2016

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Eine „neuzeitliche“ Küche aus den 1930er Jahren … – Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Wie war es doch so schön … – damals, als die Welt noch in Ordnung war, oder vielleicht doch nicht?

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Reiterstübchen „Zum fröhlichen Landmann“

Claudia Hillebrand und ihr Team vom Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“ hatten alles bestens vorbereitet.

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Christina Eretier (Gesang) und Paul Pfeffer (Gitarre)

Es war eine besondere Freude Paul Pfeffer und Christina Eretier als musikalische Gäste begrüßen zu dürfen. Mit ihren Liedern aus alten Zeiten, zum Beispiel Marlene Dietrich „Ich bin von Kopf bis Fuß …“ – passend zum Programm – konnten die Besucher in alten Zeiten „schwelgen“

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Bücher aus alten Zeiten – aus der Schatzkiste von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr

Das Programm reichte von der Mode und der Kultur aus den 1930er Jahren bis zu Reisen in den 1950er Jahren und der Liebe, als es noch romantisch zuging.

Viele berührte die Geschichte einer Dame Ende der 1940er/Anfang der 1950er Jahre, die in ihrem persönlichen „Almanach der Dame“ aus dem Jahre 1953 ihre besonderen Spuren hinterließ. Als „Beilagen“ fanden sich in diesem Buch unter anderem Kinokarten aus jener Zeit und eine Getränke- und Speisekarte (auf einer Tapete!) einer Künstlerbar namens „tabu“ aus Köln. Stolze Preise anno ca. 1948, als ein „mumm extra dry“ 27 DM kostete …

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Die Autorin Brina Stein im Gespräch mit Paul Pfeffer
Der Dank gilt auch für die „Empfangsdame“ Brina Stein (www.brina-stein.de ), die normalerweise eher als Autorin für Kreuzfahrtgeschichten und anderes rund um das Meer zuständig ist. Die Fotos, die trotz technischer Probleme die Stimmung des Abends sehr schön wiedergeben, stammen von Marina Rupprecht.
Das Programm „Früher war alles besser … ?“ wird fortgeführt. Wann und wo wird rechtzeitig mitgeteilt.

Gerd Taron

Wer Paul Pfeffer, Christina Eretier und Brina Stein in Kürze wieder persönlich erleben möchte. Paul Pfeffer und Christina Eretier präsentieren unter anderem ihren Verlag „Edition Pauer.( http://www.editionpauer.com/ “beim Kelkheimer Stadtmarkt am Sonntag, 22.05. auf der Bahnstraße, neben der VKS (Vereinigung Kelkheimer Selbstständiger)
Musikalisch sind die beiden am Dienstag, 24.05. ab 20:45 Uhr in der Frankfurt Art Bar in Frankfurt-Sachsenhausen, Ziegelhüttenweg 221, zusammen mit Thomas Schilling live zu hören und zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Brina Stein (www.brina-stein.de) wird Ihre Bücher ebenfalls beim Kelkheimer Stadtmarkt bei Viola’s Bücherwurm präsentieren. Am 08.07., das sei schon mal verraten, findet dort auch eine Lesung statt.

Von der Wahrnehmung – Literarischer Wochenendgruß vom 13.05.16

Von der Wahrnehmung – Literarischer Wochenendgruß vom 13.05.16

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

eine zufällige Begegnung mit einem Menschen in der vergangenen Woche – ein „Mauerblümchen-Foto“: Dies hat mich inspiriert, über die eigene Wahrnehmung nachzudenken. Wir nehmen einen Menschen wahr, zum Beispiel durch sein Äußeres und sind dann manchmal überrascht, dass das eigene Urteil dann nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Dies kann positiv oder gelegentlich, und hoffentlich nicht allzu oft, negativ sein.

Menschen, die zum Beispiel gerne fotografieren, nehmen Ihre Umgebung mit ihren eigenen Augen wahr. Sie haben einen „anderen Blick“. Es ist wie mit einem Kunstwerk. Jeder hat seinen eigenen „Blickwinkel“ und nimmt seine eigene Wirklichkeit wahr.
Wie nehmen wir uns selbst, unsere Mitmenschen, unsere Umgebung wahr? Welche Sinne werden angesprochen: die Augen, die Nase, die Ohren, der Gaumen, die Hände?

Sind wir offen für unsere Sinne? Lassen wir uns darauf ein?
Hans Joerg Kampfenkel und Marina Rupprecht prägen als ambitionierte Hobbyfotografen mit ihren Fotos immer wieder optisch den Wochenendgruß. Sie haben ihre eigene persönliche Wahrnehmung, wie die Fotos auch diesmal zeigen.

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Schönheit ist ein sanftes Flüstern, das wir in unserem Geiste hören. Schönheit ist ein Bild, was wir mit geschlossenen Augen wahrnehmen & ein Lied welches wir mit geschlossenen Ohren hören.

Khalil Gibran

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Nicht müde werden,
sondern dem Wunder leise wie einem Vogel
die Hand hinhalten.
Ich wünsche dir die Fähigkeit, kleine Dinge im Leben wahrzunehmen und dich darüber zu freuen.

(Hilde Domin)

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Die Geschichte einer alten weisen Frau und die Glücksbohnen
Eine sehr alte, weise Frau verließ ihr Haus nie, ohne vorher eine Handvoll Bohnen einzustecken.
Sie tat dies nicht, um unterwegs die Bohnen zu kauen.
Nein, sie nahm die Bohnen mit, um so die schönen Momente des Lebens besser zählen zu können.
Für jede Kleinigkeit, die sie tagsüber erlebte – zum Beispiel einen fröhlichen Schwatz auf der Straße, ein köstlich duftendes Brot, einen Moment der Stille, das Lachen eines Menschen, eine Berührung des Herzens, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, das Zwitschern eines Vogels – für alles, was die Sinne und das Herz erfreut, ließ sie eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern.
Manchmal waren es auch zwei oder drei Bohnen, die auf einmal den Platz wechselten.
Abends saß die weise Frau zu Hause am Kamin und zählte die Glücksbohnen aus der linken Jackentasche. Sie zelebrierte diese Minuten. So führte sie sich vor Augen, wie viel Schönes ihr an diesem Tag widerfahren war, und freute sich darüber.
Sogar an den Abenden, an denen sie nur eine einzige Bohne zählte, war jeder Tag für sie ein glücklicher Tag – es hatte sich gelohnt, ihn zu leben.
Verfasser unbekannt

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Wenn wir einem Menschen
wirklich begegnen wollen,
dann müssen wir ihm
zuhören.
Im bewussten Hören
und
Wahrnehmen dessen,
was diesen Menschen
prägt, fordert und weitet
liegt ein großer
Schlüssel wahrer
Liebe und bedingungsloser Annahme.
Hör zu.
Nimm wahr.
Liebe.

Anja Schindler

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Es dämmert schon, der Morgen graut,
den Geräuschen des Waldes lauschen.
Mit leichtem Schritt, vernehm kein Laut,
nur den Wind durch die Blätter rauschen.
Zaghafte Strahlen des Sonnenlichts,
bahnen sich den Weg durch die Zweige.
Zeigt die Natur ihr schönstes Gesicht,
bezaubernder Anblick – ich schweige.
Mit allen Sinnen wahrnehmen pur,
nackte Füße den Boden berühren.
Auf einem Moosteppich in der Natur,
Ruhe genießen das Ich spüren.
Der Morgen erwacht – Vögel singen,
ein Orchester beginnt zu musizieren,
Nicht schöner kann ein Tag beginnen,
weiter durch Feld und Flur spazieren.
Waldeinsamkeit du gibst mir die Kraft,
das Leben zu lieben und zu schätzen.
Mit Wärme und Regen zeigst du meisterhaft,
dich den Stürmen der Natur zu widersetzen “
Karin Thießen (*1958), Hobbypoetin und Aphorismenautorin

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Das Paradies lebt in Dir. Du kannst es mit den Augen sehen, mit den Sinnen wahrnehmen und mit dem Herzen leben.“
Text: © Monika Heckh

Ich wünsche Ihnen an diesem Pfingstwochenende, dass Sie Ihr kleines Paradies auf Erden entdecken.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron, Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Auf der Suche nach … – Literarischer Wochenendgruß vom 06.05.16

Auf der Suche nach … – Literarischer Wochenendgruß vom 06.05.16

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in den vergangenen Tagen sind mir einige Schlagzeilen in hiesigen Zeitschriften und Zeitungen aufgefallen: „Happiness in Frankfurt“ hieß es zum Beispiel in der vorletzten Ausgabe von „Journal Frankfurt“. Eine andere Schlagzeile in der FAZ in „Leben in Rhein-Main“ lautete „Das Glück ist wie ein Omnibus … -Wir gehen auf Glückssuche in der Kunst in der Region.“

Auf welcher Suche sind Sie? Nach dem Glück, nach Reichtum, nach einem Partner, nach Gesundheit, nach mehr Zeit, nach Zufriedenheit, nach … ?

Manchmal suche ich etwas und ich finde plötzlich mehr als ich es erwartet habe.

Und so gehe ich in jeden neuen Tag hinein: Ich finde fast immer etwas, was mein Leben bereichert, obwohl ich gar nicht gesucht habe. Das können besondere Begegnungen mit Menschen sein oder besondere Momente in der Natur oder anderes. Jeder neue Tag will entdeckt werden mit seinen vielfältigen Möglichkeiten. Das macht das Leben spannend und wertvoll.

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Frühjahrsputz

Das Sofa verlassen
Die Trägheit wegräumen
Gedanken ausschütteln
Zerbrochene Gefühle ausmisten
Die Ansprüche entrümpeln
Verblasste Träume einfärben
Verlorene Freude wieder finden
Lächeln neu lackieren
Den Antrieb umtopfen
Das Ende zum Anfang kehren
Alles gegen den Strich bürsten
Die Zukunft rein waschen
Alte Rituale einmotten
Mein Menschlein abstauben
Neue Worte suchen

(Hermine Geissler)

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Wir leben in Zeiten größer Veränderungen,
zunehmend Menschen begeben sich neu auf die Suche.
Sie lesen Bücher, gehen auf Vorträge, besuchen Kurse –
nicht wenige folgen dem, was gerade »in« ist,
hören auf die, die augenscheinlich Wissen besitzen.
Doch wie finden wir unseren »ureigenen Weg«?
Dem Weg anderer zu folgen führt nirgendwohin.
Es beginnt, indem wir in uns hineinspüren,
in uns hineinhorchen: Fühle ich mich angesprochen?
Fühle ich mich berührt? Ist mein Innerstes berührt?
Leitet mich meine Angst – alte Kindheitsprägungen:
mich möglichst anzupassen, an mein Umfeld…
– alte religiöse Prägungen: Gott könne doch
ein „strafender Gott“ sein? Leitet mich mein Protest
gegen den „Gott“, mit dem ich aufgewachsen bin?
Oder leitet mich meine Liebe – lasse ich mich
von dem leiten, was mein Herz zum Klingen bringt?
Von dem – was mich meine Seele spüren lässt?
Nur dort, wo wir den Ruf unserer Seele hören,
öffnet sich die Tür unseres spirituellen Weges.
Auf dem Weg unseres Herzens – der den Verstand
nicht ausklammert, doch ihm nicht die Oberhand überlässt …
der unsere Ängste und Prägungen mit einbezieht,
doch ihnen nicht die Führung überlässt …
finden wir den Pfad zum AllEinsSein. Nicht im Außen “

Autor unbekannt

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Dein Glück suchen, aber nicht jagen.
Dein Glück finden, in Dir und der Liebe.
Dein Glück halten, aber nicht erdrücken.
Dein Glück frei sein lassen, aber auch auf Dich
zukommen lassen.
Dein Glück nicht bekämpfen, aber wenn nötig dafür kämpfen.
Dein Glück nicht treten mit Füssen,
aber es fassen mit beiden Händen.
Dein Glück in dein Herz und Dich darauf einlassen.
Dein Glück teilen, damit es sich verdoppeln kann.
(L.S. Armand)

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Ich freue mich des Lebens, suche keine Dornen, hasche die kleinen Freuden
. Sind die Türen niedrig, so bücke ich mich.
Kann ich den Stein aus dem Weg räumen,
so tue ich es; ist er zu schwer,
so gehe ich um ihn herum – und so finde ich alle Tage etwas, das mich freut.

Teilzitat
Catharina Elisabeth »Aja« Goethe

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Seit ich nicht mehr suche, finde ich.
Seit ich nicht mehr warte, werde ich gefunden.
Seit ich nicht mehr eile, ist die Zeit auf meiner Seite.
Seit ich nicht mehr kämpfe, gewinne ich.

(unbekannt)

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Foto: Marina Rupprecht Fotografie

Vom Suchen und Finden

Wenn jemand sucht,
dann geschieht es leicht,
dass sein Auge nur noch das Ding sieht,
das er sucht,
dass er nichts zu finden,
nichts in sich einzulassen vermag,
weil er nur an das Gesuchte denkt,
weil er ein Ziel hat,
weil er vom Ziel besessen ist.

Finden aber heißt:
frei sein, offen stehen,
kein Ziel haben.

Hermann Hesse

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ich suche nach Momenten,
die mich so in der Tiefe berühren,
dass ich die Zeit anhalten möchte.
Momente,
die mich befreien
aus der Gefangenschaft in meinem Kopf.
Momente,
die mich mit sich fortreißen,
sodass ich mich vergessen kann
und durchdrungen bin
vom Puls des Lebens.
Momente,
in denen jede Zelle meines Körpers
ihr ganz eigenes Leben spürt.
Momente,
in denen alle Fragen aufhören
und ich nur noch bin.
Betroffen und glücklich.

Ulrich Schaffer

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Segen sei mit dir,
der Segen strahlenden Lichtes,
Licht um dich her
und innen in deinem Herzen,
Sonnenschein leuchte dir
und erwärme dein Herz,
bis es zu blühen beginnt
wie ein großes Torffeuer,
und der Fremde tritt näher,
um sich daran zu wärmen.
Aus deinen Augen strahle
gesegnetes Licht,
wie zwei Kerzen
in den Fenstern eines Hauses,
die den Wanderer locken,
Schutz zu suchen dort drinnen
vor der stürmischen Nacht.
Wen du auch triffst,
wenn du über die Straße gehst,
ein freundlicher Blick von dir
möge ihn treffen.

Altirischer Segenswunsch

Ich wünsche Ihnen, dass Sie bei Ihrer Suche vieles Schöne entdecken. Einige Anregungen möge Ihnen dieser Wochenendgruß gegeben haben.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Hinweis:
Wenn Sie im Rhein-Main-Gebiet wohnen, können Sie heute am Freitag, 06.05 von 14 – 17 Uhr auf dem Wochenmarkt in Eppstein im Taunus vieles finden. Neben kulinarischen Köstlichkeiten gibt es diesmal auch einen Büchermarkt, wo sich Autorinnen und Autoren und Verlage aus der Region präsentieren. Also auch für geistige Nahrung ist gesorgt. Wer mag, kann dann bei einem literarischen Spaziergang ab 17:30 Uhr rund um die Burg Eppstein unter dem Motto „Der Mai ist gekommen“ Geschichten und Gedichte, von mir präsentiert, erleben.

Kontakt:
Gerd Taron, Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariar@gmx.de