Das Duo Nick & June zu Gast im Café Lounge Jasmin

 Fechenheim, 23.11.13

Am Freitag hatte das Café Lounge Jasmin wieder ein musikalisches Duo zu Gast. Elke Dippel und Jasmin Ehrlich konnten zwei sehr begabte junge Künstler aus Nürnberg begrüßen: Nick & June.

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Mit ihren gefühlvollen Liedern nahmen sie die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf ihre vielfältige musikalische Reise. Ob auf der Okulele, Mandoline, Gitarre, auf der Tamborine, auf dem Basedrum, auf einem Glockenspiel, auf der Melodica, auf dem Kazoo, auf der Mundharmonika oder oder … – immer klang die Harmonie in Ihren Liedern durch. Dazu zwei ausdrucksstarke Stimmen – ein musikalischer Genuss, der allen einen entspannten Abend bescherte.

 

Auf einem alten Kinder-Keyboard verabschiedeten sich Nick & June von ihrem Publikum.

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Und das Schöne ist: Wir sehen sie wieder – beim nächsten Fechenheimer Literaturfestival im nächsten Jahr am 27.09.2014!

Ich, Elke Dippel, Jasmin Ehrlich und alle anderen freuen sich schon jetzt darauf.

Gerd Taron

 

Alle Fotos: Gerd Taron

 

 

Wer mehr über die beiden erfahren möchte:

 

http://nickandjune.com/?cat=1

 

 

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Die Geschichte eines Klebezettels – ein besonderes Andenken von Wilhelm Gemmer

Familie Wanke und Gerd Taron auf Spurensuche

Kelkheim, Königstein im Taunus, 19.11.2013

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Viola’s Bücherwurm in Kelkheim im Taunus, Bahnstraße 13

Es ist ein warmer Spät-Sommertag Ende August: Samstag kurz vor 14 Uhr. In wenigen Minuten schließt die Buchhandlung Viola’s Bücherwurm in der Bahnstraße in Kelkheim im Taunus  Ein Mann mittleren Alters kommt zur Tür herein. Im Schaufenster hat er antiquarische Bücher entdeckt. Das weckte sein besonderes Interesse. Er fragt Maren von Hoerschelmann, die sich bereits auf das Wochenende freut, wegen diesen Büchern. Er hätte da noch einige regionale Bücher, die er gerne abgeben möchte. Ob sie ihm denn weiter helfen könne? Kein Problem für Maren von Hoerschelmann, denn sie und die Inhaberin Viola Christ-Ritzer sind mit mir, dem Antiquar Gerd Taron, eng befreundet.

Kurz entschlossen nimmt sie das Telefon und ruft bei mir an. Zwischen Dietrich Wanke, so heißt der späte Kunde, und mir wird kurzfristig ein Termin für Montagvormittag vereinbart.

Es kommt zu einer besonderen Begegnung an jenem Montagvormittag zwischen mir und Herrn Wanke. Die abzugebenden Bücher liegen bereits mitnahmefertig auf einem Schreibtisch.. Es sollte nicht bei den Büchern bleiben.  Ein reges Gespräch entwickelt sich zwischen uns.  Mit Freude zeigt Herr Wanke mir weitere Bücher in den anderen Räumen. „Darf ich Ihnen bei der Arbeit zusehen? fragte mich interessiert Herr Wanke. Natürlich gerne – kein Problem.

Am nächsten Tag kommt es zu einem weiteren Treffen. Dabei erzählte mir Herr Wanke beiläufig eine ungewöhnliche Geschichte: Im Nachlass seines verstorbenen Vaters entdeckte er und sein Bruder Karsten Wanke in einem Aquarienbuch einen Klebezettel – ähnlich einem Ex libris – mit folgendem Text:

Zum treuen Gedenken

 

an meine liebe Frau

 

LOUISE GEMMER

 

geb. Henlein

geb. zu Königstein am 18.6.1869

gest,. zu Theresienstadt

am 11.09.1942

 

an meine liebe Tochter

 

GERTRUDE GEMMER

 

geb. zu Königstein am 2.9.1904

gest. zu Auschwitz

am 29.1,1943

 

Ehre ihrem Andenken!

 

Darunter befand sich ein Monogramm von Herrn Wilhelm Gemmer, dem Ehemann und Vater mit Datum

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Der Verfasser dieser Zeilen, Herr Wilhelm Gemmer, war der Ehemann bzw. Vater von Louise und Gertrud Gemmer. Beide wurden Opfer des Nationalsozialismus. Um ihnen ein Andenken auch weit nach ihrem Tod zu bewahren, kam er auf eine ungewöhnliche Idee:  Bücher die er verschenkte, sollten diese Widmung bekommen.

Dietrich Wanke und sein Bruder Karsten begaben sich auf Spurensuche. Sie konnten herausfinden, dass Wilhelm Gemmer,  eine Haushälterin hatte. Die Tochter der Haushälterin, Elisabeth Kurz, lebt noch heute in dem Haus in der Kirchstraße 12 in Königstein im Taunus.

Im Sommer dieses Jahres kam es zu einer bewegenden Begegnung zwischen den beiden Brüdern und Frau Kurz.

Da beide nicht im Taunus leben, bat mich Dietrich Wanke, ob ich bereit sei, an der Aufarbeitung der Geschichte der jüdischen Familie Gemmer mitzuwirken. Diesem Wunsch bin ich sehr gerne nachgekommen.

Von Dietrich Wanke erhielt ich die Telefonnummer von Frau Elisabeth Kurz. Ich konnte mit ihr kurzfristig einen Termin Anfang November vereinbaren. Das Gespräch dauerte drei Stunden. Es wird mir eindrücklich in Erinnerung bleiben. Die Lebensgeschichte einer Familie so anschaulich erzählt zu bekommen und das mit dem besonderen tragischen Hintergrund ist berührend und aufwühlend. Es ist eine Geschichte von Menschen, deren Leben auf grauenvolle Weise zerstört wurde.

Wie sich herausstellte, begannen Frau Angelika Rieder, Heimatforscherin aus Oberursel und Frau Kurz unabhängig voneinander die Geschichte der Familie Gemmer aufzuarbeiten.

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                                         Gunter Demnig

Am 18.11. 13 wurden von dem Aktionskünstler Gunter Demnig 18 Stolpersteine in Königstein im Taunus für die jüdischen Opfer verlegt, darunter drei für die Familie Gemmer vor ihrem Haus in der Kirchstraße 12 in Königstein im Taunus

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Das Haus der Familie Gemmer heute und vor dem 2. Weltkrieg

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Stolpersteine für Familie Gemmer

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An diesem Tag trafen sich alle Beteiligten, Angelika Rieber, Elisabeth Kurz, die Brüder Dietrich und Karsten Wanke und ich zum ersten Mal gemeinsam anlässlich dieses Ereignisses.

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Von links nach rechts: Dietrich Wanke, Karsten Wanke mit Tochter, Elisabeth Kurz (Mitte), Gerd Taron, Angelika Rieber

Es ist unser Bestreben, dass die Geschichte der Familie Gemmer weitere Konturen bekommt. Wir beabsichtigen die Lebensgeschichte im Gesamtkontext zu veröffentlichen. Dazu sind weitere Recherchearbeiten notwendig.

Wir freuen uns über jeden Hinweis. Bitte helfen Sie uns Spuren der Familie Gemmer zu finden, sei es durch Fotos, Informationen, Gegenstände aus dem Nachlass oder dem Klebezettel, der sich in den zahlreichen Büchern befindet, die Herr Gemmer verschenkte.

Gerd Taron

Weitere Informationen zu den Stolpersteinen in Königstein unter:

http://www.stolpersteine-koenigstein.de/

über Angelika Rieber:

http://www.ursella.info/Heimatforscher_OBU/Heimat_Rieber/Heimatfor_Pers_ARieber.htm

Alle Fotos: Maren von Hoerschelmann – Genehmigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet.

Es blieb keine Lücke offen

Die Lückentest-Show mit Micheal Meyer, Rainer Wüst und als Gast Ursula Schweiss

 Fechenheim, Café Lounge Jasmin, 10.11.13

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Am Sonntagnachmittag erwartete das Café Lounge Jasmin in Fechenheim besonderen Besuch: Aus dem fernen Ruhrgebiet kamen die Comedy- und Poetry-Slam-Künstler Michael Meyer und Rainer Wüst angereist. Als Gast war die weit über die Grenzen von Fechenheim bekannte Autorin Ursula Schweiss zugegen.

Alle Stühle und Bänke im Café waren besetzt. Eine ungewöhnliche Show unter Einbeziehung der Besucherinnen und Besucher mit Slapstick, Improvisation, Pantomime und viel Wortwitz bescherten allen einen sehr unterhaltsamen Nachmittag.

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Ursula Schweiss hatte die besondere Aufgabe übernommen, die beiden Ruhrpott-Künstler zu unterstützen. Ob in der Rolle der über achtzigjährigen Martha, die an diesem Nachmittag in Frankfurter Mundart über Malte Fegus und Fechenheim informiert (Malte Fegus: Protagonist des bereits erschienen Buches von Ursula Schweiss „Der unverbesserliche Malte Fegus“), als Romanschreiberin, als Interviewpartnerin – immer machte Ursula Schweiss dabei eine gute Figur.

Mit ihrem Schrottwichtelgeschenk „Hugo mit dem roten Schuh“ brachte sie die beiden sonst so wortgewandten Künstler etwas in Verlegenheit, sollten sie doch daraus einen Text zaubern.

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Mit viel Wortakrobatik und unverhofften Einfällen und Einlagen strapazierten Michael Meyer und Rainer Wüst immer wieder die Lachmuskeln der Besucher.

Beim nächsten Fechenheimer Literaturfestival im nächsten Jahr am 27.09.2014 werden wir die beiden wieder sehen. Unter anderem werden sie uns eine selbstverfasste Geschichte präsentieren, die das Publikum vorgab.

Aus den zahlreichen Vorschlägen aus dem Publikum wurde das Thema „Spielbank“ ausgelost. Dabei müssen die Wörter Abhöranlage, rosa Tasche und Guckloch verwendet werden.

Wir alle sind sehr gespannt, was Michael Meyer und Rainer Wüst uns am 27.09.2014 erzählen werden.

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Ursula Schweiss wird ebenfalls beim nächsten Fechenheimer Literaturfestival mit ihrem dann gerade erschienen Roman „Ca-pri-zi-si“ vertreten sein. Weronika Muran wird sie bei dieser Lesung im Jahr 2014 mit ihrem hervorragenden Violinenspiel begleiten.

Gerd Taron

Alle Fotos: Gerd Taron

Von Lichtern und Stolpersteinen – Neuigkeiten von Taron-Antiquariat

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

am kommenden Samstag, 16.11. darf ich Sie ab 17:00 Uhr zu einer besonderen Veranstaltung in der Reihe „Oasen der Stille“ einladen.

Unter dem Thema „Lichter“ werde ich im Gottesdienst-Raum der evangelischen St. Johannes-Gemeinde in Kelkheim-Fischbach ausgewählte Texte lesen. Dabei dürfen ihre Gedanken „wandern“ und sie mit einem Licht begleiten.

Es ist mein Wunsch, dass Sie sich etwa eine Stunde Zeit für sich persönlich nehmen, um in der Hektik des Alltags ein wenig Ruhe zu finden.

Wir treffen uns um 17:00 Uhr an der Fahrschule T 8 in der Langstraße 17 in Kelkheim-Fischbach und gehen von dort gemeinsam zur Kirche, die in etwa 10 Geh-Minuten vom Treffpunkt entfernt liegt.

Es wird um einen Kostenbeitrag von 5 Euro gebeten.

Der Wochenendgruß vom vergangenen Freitag unter dem Thema „Der 9. November“ hat viele Emotionen ausgelöst.

Sie können ihn gerne hier noch einmal nachlesen.

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2013/11/08/der-9-november-literarischer-wochenendgrus-vom-08-11-13/

Anlässlich des 9. Novembers hat die Stadt Königstein besondere Veranstaltungen vorgesehen:

Sonntag, 17.11.13 um 19:30 Uhr

Im Kidscamp  Lounge im Haus der Begegnung in Königstein im Taunus

Vortrag mit Gunter Demnig: „Stolpersteine – Spuren und Wege“

Montag, 18.11.13 um 09:00 Uhr

Altes Rathaus Königstein im Taunus, Hauptstraße

Führung in Anwesenheit des Künstlers und Initiators Gunter Demnig

Es werden die ersten Stolpersteine zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus  an mehreren Stellen in Königstein verlegt.

Gerd Taron

Oasen der Stille – Lichter: Literarische Begegnungen im Lichte des Novembers

Liebe Literatur- und Kulturfreunde,

ich darf Sie gerne zu einer besonderen Veranstaltung

einladen:

Oasen der Stille – Lichter

Literarische Begegnungen im

Lichte des Novembers

Samstag, 16.11.2013 von 17:00 Uhr bis

ca. 18:30 Uhr

 

Treffpunkt: Fahrschule t 8, Kelkheim-Fischbach,

Langstraße 17

 Kostenbeitrag: 5 Euro

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEvangelische St. Johannes-Gemeinde Kelkheim-Fischbach

Wir begeben uns nach einem kurzen Gang vom Treffpunkt

zur St. Johannes-Gemeinde in Kelkheim-Fischbach und

betrachten Texte zum Thema „Lichter“

 

Ab 20:00 Uhr besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an

der Erlebnis-Lesung von Karin Schmitt „Die

unverstandenen Geschenke des

Lebens“ in der Fahrschule t 8 in

Kelkheim-Fischbach, Langstraße 17.

http://www.karin-schmitt.eu/erlebnis-lesungen/

              

Gerd Taron

Taron-Antiquariat

Langstraße 30

65779 Kelkheim-Fischbach

Tel. 06195-676695

Mobil: 0175-1430272

E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de

Internet: www.gerdtaronantiquariat.wordpress.com

Klassische und moderne Lyrik – Vortrag von Thomas Berger

Gehalten am 19.10.2013 auf dem Symposion des Freien Deutschen Autorenverbandes Landesverband Hessen e. V. in Kronberg-Oberhöchstadt.

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Kann man über ein so „trockenes“ Thema wie Lyrik einen kurzweiligen Vortrag halten? Um es vorwegzunehmen: Ja, man kann, besser gesagt – Thomas Berger konnte es. Auf dem Symposion des Freien Deutschen Autorenverbandes durften die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer es erleben.

Es ist nicht einfach für mich als Rezensent, die wesentlichen Höhepunkte dieses Vortrages herauszustellen. Aber ein Versuch ist es wert.

Einen weiten Bogen spannte der Referent von der klassischen bis zur modernen Lyrik mit all ihren Facetten.

Worin liegen die Unterschiede zwischen klassischer und moderner Lyrik? Thomas Berger wählte aus der Klassischen Lyrik die italienische Renaissance, besonders durch den italienischen Dichter Francesco Petrarca (1304 – 1374) vertreten, die Weimarer Klassik und die staufische Klassik aus.

Die Weimarer Klassik reicht von Johann Wolfgang von Goethes 1. Italien-Reise bis zu Friedrich Schillers Tod im Jahre 1805.

Die Zeit der Weimarer Klassik gilt als der Höhepunkt der deutschen Nationalliteratur.

Als Beispiel trug Thomas Berger Goethes Ballade „Der Fischer“ vor.

Die staufische Klassik ist die Zeit der mittelhochdeutschen Dichtung zwischen 1183 und 1254. Merkmal ist die ritterlich-höfische Literatur dieser Epoche, insbesondere der Minnesang.

Das Thema ist hier oft die unerfüllte Liebe der Ritter zu den Damen des Hofes, gezeigt am Beispiel des „Lügenliedes“ von Bernger von Horheim.

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Als ein sehr wichtiger Vertreter der modernen Lyrik gilt Arno Holz (1863-1928), ein deutscher Dichter und Dramatiker des Naturalismus und Impressionismus.

Thomas Berger las das Gedicht von Arno Holz „ACHTUNG! ACHTUNG!! ACHTUNG!!!“  Ein weiteres Beispiel war ein Gedicht von Paul Celan, aus dem er die Verse „ An den Tischen der Zeit / Zechen die Krüge Gottes“ auswählte, um sogenannte absolute Metaphern der Moderne zu verdeutlichen.

Christoph Lichtenberg sagte über die Metapher, dass sie „weit klüger sei als ihr Verfasser“.

Die Chiffre ist neben den Metaphern eine Form der Verfremdung, wie dies beispielhaft in den Gedichten von Georg Trakl deutlich wird.

Hugo Friedrich (1904 – 1978), ein deutscher Romanist, beschreibt in seiner Strukturanalyse moderner Lyrik“ diese folgendermaßen: „Moderne Lyrik nötigt die Sprache zu der paradoxen Aufgabe, einen Sinn gleichzeitig auszusagen wie zu verbergen. Dunkelheit ist zum vorherrschenden ästhetischen Prinzip geworden.“

Als Vertreter der modernen Lyrik  sind  unter anderem Friedrich Hölderlin, aber auch Ingeborg Bachmann, Günter Eich und Rose Ausländer zu nennen.

Welche Strömungen sind in der gegenwärtigen Lyrik, vor allem nach Ende des 2. Weltkrieges, zu erkennen?

Ein wunderbares Beispiel zitierte Thomas Berger mit einem Computer-Gedicht aus dem Jahre 1966 des Deutschen Rechenzentrums in Darmstadt.

Über den modernen Dichter-Wettstreit, wie seit Jahren  durch den „Poetry Slam“ vertreten oder den Rap, spannte Thomas Berger einen großen Bogen der vielschichtigen Strömungen.

Mit dem Zitat von Friedrich SchillerKunst ist eine Tochter der Freiheit“  und folgenden Schlussworten beendete Thomas Berger seinen abwechslungsreichen und spannenden Auftrag:

„Es lebe die Lyrik – sei sie anmutig, sei sie verstörend. Es lebe der Wortzauber der Poesie – es lebe das Gedicht!“

 

Im Anschluss tauschten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer rege aus.

Gerd Taron

Alle Fotos: Gerd Taron

Wer mehr über Thomas Berger erfahren möchte:

http://www.autor-thomas-berger.de/

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 Nachstehend einige Informationen über den Freien Deutschen Autorenverband (FDA):

Der Verband

Der Freie Deutsche Autorenverband (FDA), Schutzverband deutscher Schriftsteller e.V. ist ein unabhängiger Autorenverband. Er tritt ein, für die Freiheit des Geistes, für soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Unhabhängigkeit der literarisch und künstlerisch Tätigen ohne Unterschied von Geschlecht, Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion, Herkunft, Geburt und politischer oder sonstiger Anschauung bei strikter Abgrenzung gegen den Extremismus von rechts und links.

Der FDA lehnt jede Zensur, jeden politischen Eingriff in Literatur und Publizistik ab, er tritt ein für den demokratischen Rechtsstaat, da nur in einem solchen, wie die Erfahrung in vergangenen und heutigen totalitären Regimen zeigt gewährleistet wird. Toleranz bedeutet nicht die Anpassung an die Feinde der Demokratie.

Der Freie deutsche Autorenverband ist einer der Gründungsmitglieder im Deutschen Literaturfonds und Mitglied im Deutschen Kulturrat und Mitglied der Künstlersozialkasse. Im Bundesverband der freien Berufe (BfB) vertritt er die Schriftsteller.

Im Internet: http://www.fda.de/

Was mich bewegt – Oasen der Stille

Geht es Ihnen manchmal auch so: Überall Lärm und Hektik. Gewusel, Menschen die hetzend unterwegs sind – keine Zeit, Unruhe, Stress, Aktionismus, Zeitdruck

Ich bin in den vergangenen Wochen immer wieder Menschen begegnet, die offensichtlich vor Unruhe und Hektik nicht mehr in der Balance mit sich selbst sind.

Da wird zum Beispiel auch im persönlichen Austausch, im Gespräch, immer wieder auf das Handy geschaut, um nichts zu versäumen. Für intensivere Beziehungen hat man nicht so richtig Zeit. Man schaut auf die Uhr  ich muss weg, weil … – es gibt ja noch so viel Wichtiges zu tun.

„Wer keine Zeit für andere hat, hat auch keine Zeit für sich selbst. Er flieht vor sich selbst.“

Gerd Taron

Oder Mann/Frau ist ständig in Aktion – Ruhepausen? Nur wenn es wirklich nicht mehr anders geht, wenn der Körper oder der Geist „streikt“.

Dazu kommt der Lärm von außen, der Umwelt. Damit ist nicht nur der Fluglärm (gerade im Rhein-Main-Gebiet) gemeint, auch der Straßenlärm, selbst auf einer Dorfstraße, die von vielen statt der Umgehungsstraße benutzt wird Und wenn dann der Nachbar seinen Rasenmäher anstellt, dann …

Wo bleibt da noch Zeit für Muße, Raum für stille Momente? Haben wir es verlernt, die Ruhe zu genießen, dem Lärm zu entgehen?

Große Wirtschaftsunternehmen haben mittlerweile erkannt, dass es der Arbeitseffektivität schadet, wenn Mitarbeiter nach offiziellem Büroschluss noch per Handy oder E-Mail erreichbar sein müssen. Es wird darauf geachtet, dass der Mitarbeiter seine freien Stunden, seine Frei-Zeit wirklich für sich nutzt. Es gilt die Devise: Handy und E-Mail für berufliche Zwecke sind tabu. Es gibt zwischenzeitlich solche Regelungen in Form von Betriebsvereinbarungen.

Bei der „Woche der Stille – Frankfurt beruhigt  http://www.wochederstille.de/ “ habe ich zum Beispiel erfahren, dass es auch anderes Möglichkeiten gibt. Zwei Berichte von mir darüber finden Sie unter:

Tram of Silence -. Eine Straßenbahnfahrt im Schweigen

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2013/09/12/tram-of-silence-ganz-im-schweigen-strasenbahn-fahren/

 und

 Stille und Werte – Ein Rundgang zwischen Bahnhofsviertel und Konstablerwache in Frankfurt am Main

 

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2013/09/11/stille-und-werte-ein-rundgang-zwischen-bahnhofsviertel-und-konstablerwache-in-frankfurt-am-main/

Auch meine literarischen Abendspaziergänge, zuletzt am Rettershof, haben das Ziel, eine Zeit der Ruhe zu finden – für sich selbst und mit anderen.

Ich möchte diese Gedanken weiterführen. Ich möchte Sie einladen, mit mir oder mit anderen Oasen der Stille aufzusuchen.

Ich lade Sie in den kommenden Wochen mit mir und anderen dazu ein, Oasen der Stille zu erleben, in der Natur und anderen Orten, bei Licht und Dunkelheit, begleitet von literarischen Texten und anderes mehr

Gerd Taron

 

Hier der Hinweis auf die erste Veranstaltung in dieser Reihe::

 

Samstag, 19.10.13 – 15:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr

 

Oasen der Stille: Mit (fast) allen Sinnen – Orte der Stille rund um den Rettershof – Zur Ruhe kommen

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Treffpunkt: Großer Parkplatz am Rettershof – Kelkheim-Fischbach

 Rund um den Rettershof werden Oasen der Stille aufgesucht – sei es zum Hören zum Sehen oder nur einfach zum Stille werden.

Es besteht auf Wunsch, anschließend die Möglichkeit in der Landgaststätte „Zum fröhlichen Landmann“ zu verweilen.

Kostenbeitrag: 5 Euro