Von Lichtern und Stolpersteinen – Neuigkeiten von Taron-Antiquariat

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

am kommenden Samstag, 16.11. darf ich Sie ab 17:00 Uhr zu einer besonderen Veranstaltung in der Reihe „Oasen der Stille“ einladen.

Unter dem Thema „Lichter“ werde ich im Gottesdienst-Raum der evangelischen St. Johannes-Gemeinde in Kelkheim-Fischbach ausgewählte Texte lesen. Dabei dürfen ihre Gedanken „wandern“ und sie mit einem Licht begleiten.

Es ist mein Wunsch, dass Sie sich etwa eine Stunde Zeit für sich persönlich nehmen, um in der Hektik des Alltags ein wenig Ruhe zu finden.

Wir treffen uns um 17:00 Uhr an der Fahrschule T 8 in der Langstraße 17 in Kelkheim-Fischbach und gehen von dort gemeinsam zur Kirche, die in etwa 10 Geh-Minuten vom Treffpunkt entfernt liegt.

Es wird um einen Kostenbeitrag von 5 Euro gebeten.

Der Wochenendgruß vom vergangenen Freitag unter dem Thema „Der 9. November“ hat viele Emotionen ausgelöst.

Sie können ihn gerne hier noch einmal nachlesen.

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2013/11/08/der-9-november-literarischer-wochenendgrus-vom-08-11-13/

Anlässlich des 9. Novembers hat die Stadt Königstein besondere Veranstaltungen vorgesehen:

Sonntag, 17.11.13 um 19:30 Uhr

Im Kidscamp  Lounge im Haus der Begegnung in Königstein im Taunus

Vortrag mit Gunter Demnig: „Stolpersteine – Spuren und Wege“

Montag, 18.11.13 um 09:00 Uhr

Altes Rathaus Königstein im Taunus, Hauptstraße

Führung in Anwesenheit des Künstlers und Initiators Gunter Demnig

Es werden die ersten Stolpersteine zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus  an mehreren Stellen in Königstein verlegt.

Gerd Taron

Auf dem Weg in den November – Literarischer Wochenendgruß vom 25.10.13

Liebe Kulturinteressierte in nah und fern,

in der heutigen Ausgabe möchte ich Sie zu einer kleine Reise durch den Herbst einladen.

Begeben Sie sich mit den Texten von Anne M. Pützer und Thomas Berger und den Fotos von Marina Rupprecht auf den Weg durch die schöne farbenprächtige Jahreszeit.

Steigen wir also ein:

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DEIN WEG.

Du siehst in der Ferne mit klarem Blick ein Ziel.

Das möchtest du erreichen.

Du weißt nur nicht genau, wie.

Neugierig und erwartungsvoll gehst du los

und…

Unsicherheit erschwert deine Schritte,

Steine lassen dich straucheln,

Menschen locken dich auf Seitenwege,

du wirst gezerrt und gestoßen.

Du verirrst dich und fällst.

Dann, eines Jahres, findest du zurück

auf deinen Weg.

Und du weißt, es ist richtig, die Zeit ist reif.

Voll Zuversicht gehst du nun voran,

mutig, Schritt für Schritt.

Gehst gegen den Strom an,

der immer wieder deine Wege kreuzt.

Du hast dein Ziel greifbar vor Augen!

(C) Anne M. Pützer

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Meine Wege…

führen vielleicht über Stolpersteine und Wurzelwerk…

über viele labyrinthähnliche Umwege…

hin zu unbekannten Zielen.

Ich weiß sie noch nicht,

aber da warten Erfreulichkeiten auf mich,

Begegnungen, die mir gut tun,

Menschen, die mich „erkennen“,

befreites Lachen und Sich- Wohlfühlen,

befriedigendes Wirken.

Vielleicht gar ein kleines Glück.

Ich gehe ihm entgegen.

(A.M.Pützer)

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HERBSTWALD

Am Wegrand
wieder Fliegenpilze

Unter den Schuhen
altbekanntes Laub

Auch ein Gesicht
aus fernen Wandertagen

Im Jahreslauf
die gleiche Zeit

Was war
scheint es
kehrt stets zurück

Das ist
des Wandels
Larventücke

Thomas Berger

 

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Sei still und lausche.

 

An alten Gemäuern und Ruinen

hörst du Geschichten flüstern.

Es ist ein Moment,

der dich einlädt zum innehalten.

Du tauchst ein in die Vergangenheit

und deine Vorstellungskraft malt dir

Bilder von früherem Leben,

von Menschen und ihren Gefühlen,

von Schicksal und Freude.

Du fühlst dich ein

und wirst Zeuge fremder Schicksale.

Gewesene Realität,

gelebte Geschichte.

Deine Gedanken,

dein Rückwärts- horchen,

dein Erinnern

weckt diese Zeit

für Minuten

zu neuem Leben.

Nichts und niemand

kann so vergessen werden.

(A.M.Pützer)

 

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ZURÜCKBLEIBEN

 

 

Über frischen Ackerschollen

krächzen lauthals schwarze Vögel

Kühle hält gelassen stand

frühherbstlicher Sonnenflut

Laub kleidet farbig sich

für wilden Totentanz

Stare kreisen hoch

ersehnen Süden

Luft bittersüß

Wandel weithin

Mich aber

im Kokon

hält fest

das Los

noch

 

Thomas Berger

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LARAS LIED

 

 

Am Altersstabe

geht

das Jahr

Mauern

aus Schweigen

ringsumher

Nebelflor

hüllt

meine Seele

Ach trügen

Schwingen

mich doch fort

 

Thomas Berger

Mit diesen Impressionen wünsche ich Ihnen ein wunderschönes erholsames Herbst-Wochenende.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Alle Fotos: Marina Rupprecht – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

Die Rechte für die Texte liegen bei den jeweiligen Autoren Anne M. Pützer und Thomas Berger – Wiedergabe ebenfalls nur mit Genehmigung gestattet

Hinweis:

Wer mehr über den Autor Thomas Berger aus Kelkheim erfahren möchte, findet weitere Informationen auf seiner Internet-Seite:

http://www.autor-thomas-berger.de/