Stille und Werte – Ein Rundgang zwischen Bahnhofsviertel und Konstablerwache in Frankfurt am Main

 

Stille und Werte – Ein Rundgang zwischen Bahnhofsviertel und Konstablerwache in Frankfurt am Main

Das Jetzt wiederfinden

Der evangelische Regionalverband und das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main haben in dieser Woche zu einer besonderen Veranstaltungsreihe eingeladen. Zum zweiten Mal haben die Initiatoren Matthias Roos vom Regionalverband und Barbara Hedtmann vom Gesundheitsamt zur „Woche der Stille – Frankfurt beruhigt“ eingeladen.

 In Vorträgen, Lesungen, Konzerten, Gottesdiensten , Mediationen, Stadtführungen, Filmvorführungen u. a. besteht die Möglichkeit Mann/Frau spontan aus Lärm, Stress und Hektik im Alltag auszusteigen.

 Aus diesem vielfältigen Programm habe ich mir zwei Veranstaltungen ausgesucht: „Stille und Werte“ und „Tram of Silence“ (Bericht folgt)

Heute berichte ich in Text und Foto über einen besonderen Rundgang in der Frankfurter City. Daniela Scholl von der AuszeitAgentur (www.auszeitagentur.de ) führte die etwa 25 Besucherinnen und Besucher an ungewöhnliche Orte.

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Daniela Scholl bei der Begrüßung der Gäste

„Je mehr wir erreichen wollen, desto mehr Lärm produzieren wir“ – Daniela Scholl

Bereits der Treffpunkt war ungewöhnlich. Gleis 1 des Frankfurter Hauptbahnhof – mitten in der Hektik von reisenden Menschen, die durch die Bahnhofshalle hetzen.

Erste Station: Die Bahnhofsmission im Frankfurter Hauptbahnhof. Frau Scholl führte uns in einen kleinen Meditationsraum – Raum der Stille –  wo jeder für einige Minuten verweilen und zur Ruhe kommen konnte.

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Raum der Stille – Bahnhofsmission Frankfurt am Main Hbf

Dann wurde es lebendig. Bei Hannelore Kraus, ein Frankfurter Original waren wir zu Gast in ihrem Café Kakao – Kaffe- Haus Nussknacker“. Frau Kraus hat in früherer Zeit verhindert dass in der Nähe des Hauptbahnhofs neue Hochhäuser entstanden sind. Noch heute befindet sich an dieser Stelle ein großer öffentlicher Parkplatz.

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                        Hannelore Kraus in Aktion

 Sehr lebendig erzählte sie einige Anekdoten aus ihrem Viertel. Gerne  hätte ich länger zugehört – aber wir wollten ja noch mehr entdecken…

„Wenn man von einer Sache überzeugt und st und verfolgt, hat man eine gute Chance es zu verwirklichen.“ – Hannelore Kraus

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Der Wintergarten

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Karlsbrunnen im Innenhof

Das Café von Hanelore Kraus „Cafe Kakao – Kaffee – Haus Nussknacker“ in der. Karlsruher Str. 5, Frankfurt am Main ist geöffnet

 Mittwoch – Samstag von 11 – 18 Uhr / Sonntag von 14 – 18 Uhr

 Weitere Eindrücke im Internet unter

 http://cafenussknacker.wordpress.com/
und
https://www.facebook.com/pages/Kakao-Kaffeehaus-Nussknacker/295292527162145

Perspektivenwechsel

Von Frau Kraus und ihrem Café begaben wir uns zum Hotel Nizza, das mitten in der „Szene“ des Bahnhofsviertels liegt. Es strahlt den Charme der 1950er Jahre aus und war ursprünglich ein Hotel für Theaterschaffende und Künstler gedacht. Das besondere Ambiente wird dem Betrachter beim Betreten bewusst gemacht.

Auf der Dachterrasse befindet sich ein ungewöhnlicher Ausblick auf die Skyline von Frankfurt und dem Bahnhofsviertel.

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 Dachterrasse des Hotels Nizza

 Weitere Informationen unter www.hotelnizza.de

 Bei der nächsten Station Im Garten des Goethe-Hauses gab es wieder Momente der Besinnung mit einem sehr schönen Zitat von Johann Wolfgang von Goethe:

 „Es ist ein wunderbares Geschäft, die Natur zugleich und sich selbst zu erforschen“.

Im Liebfraenkloster auf dem Liebfrauenberg konnten die Besucher vor dem Altar ein Licht anzünden.

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Liebfrauenkloster auf dem Liebfrauenberg

Von dort ging es zum Konsum“tempel“  My Zeil mitten auf der Hauptgeschäftsstraße. Es ist ein Einkaufszentrum mit besonders hochwertigen und außergewöhnlichen Geschäften. Aber es gibt dort auch Oasen der Ruhe, wie dieses Foto beweist. Der Brunnen steht unmittelbar vor zwei großen Rolltreppen. Kaum jemand nimmt diese Oase wirklich wahr .- schade.

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Eine Oase mitten im Kaufrausch – hier „My Zeil“

 Der Abschluss des Rundganges bildete das Aids-Memorial auf dem Peterkirchhof. Gestaltet wurde dieses Mahnmal vom Künstler Tom Fecht. Dort wurden die Worte Verletzte Liebe eingemeißelt und ein Nagel für jeden in Frankfurt an Aids Gestorbenen in die Mauer geschlagen. Dies geschieht im Andenken an die Aids-Toten eines jeden Jahres jeweils am Welt-Aids-Tag (1. Dezember) erneut für jeden im abgelaufenen Jahr Verstorbenen.

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 Ich danke Daniela Scholl für diese ungewöhnliche und beeindruckende Führung. Es waren zwei Stunden voller Inspiration

Gerd Taron

Weitere Informationen unter www.wochederstille.de

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