Schnelligkeit hat seinen Preis – Literarischer Wochenendgruß vom 28.08.15

Liebe so zahlreiche Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

„Alles hat seine Zeit“ – so heißt es bereits im Alten Testament beim Prediger Salomo. Viele von uns hetzen durch den Tag, die Woche, den Monat – durch das Jahr.

Schnell sein heißt die Devise. Wir wollen ja nichts versäumen. Es scheint, als ob wir genau wüssten, wie lange wir leben. Am besten alles zur gleichen Zeit genießen und erleben. Die Zeit „auskaufen“, sei es durch unsere Aktivitäten oder durch ein gut gefülltes Bankkonto.

Lebenszeit kann man nicht kaufen, mit keinem Geld dieser Welt. Durch Schnelligkeit wird meine Lebensqualität nicht verbessert. Es ist eher das Gegenteil. In der schnellebigen Welt von heute verlieren wir den Blick für das Wesentliche. Dafür zahlen wir einen hohen Preis – mit unserer Gesundheit, in der Beziehung zu unseren Mitmenschen.

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die mehrere Dinge gleichzeitig machen können. Manche halten das für eine Schwäche, vor allem die, die alles so schnell erledigen können. Mir ist wichtig, dass ich mir für das Beantworten von Briefen (E-Mail oder ganz „normal“) sehr viel Zeit lasse. Geburtstagsgrüße übermittle ich am liebsten persönlich.

Nicht nur seit dem Buch „Die Entdeckung der Langsamkeit“ ist dieses Thema für mich wichtig geworden. Wir brauchen Menschen, die sich Zeit nehmen können trotz aller Anforderungen.

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Die Zeit vergeht nicht schneller als früher,
aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.

~George Orwell~

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Zeit zu leben
ein Haus und Sicherheit
ein Ring in Ewigkeit
ein Mensch, der immer bleibt
Vernunft für allezeit
wovor haben wir nur soviel Angst

ein Lächeln, das nicht stimmt
ein Blick, der nichts beginnt
die Hand, die nur noch nimmt
und Zeit, die schnell verrinnt
wovor haben wir nur soviel Angst

und der Wind fegt all die Blätter fort
und der Tod, ist mehr als nur ein Wort

denn nichts bleibt, nichts bleibt, nichts bleibt
kein Ring, kein Gold, kein Leid
nichts bleibt, nichts bleibt, nichts bleibt
es wird Zeit zu leben
endlich Zeit
Zeit zu leben

mein Paß sagt mir, ich bin
das Konto sagt, ich hab
die Fotos und das Kind
zeigen, ich war immer da
alles was ich habe gehört mir

nichts als Schmerz, sagt die Angst
nichts als Angst, sgat der Schmerz
halt es fest, sagt der Kopf
laß es los, sagt das Herz
und die Liebe sagt leis… jetzt und hier

und der Wind fegt all die Blätter fort
und der Tod, ist mehr als nur ein Wort

denn nichts bleibt, nichts bleibt, nichts bleibt
kein Ring, kein Gold, kein Leid
nichts bleibt, nichts bleibt, nichts bleibt
es wird Zeit zu leben
endlich Zeit
Zeit zu leben
endlich Zeit
Zeit zu leben
endlich Zeit
Zeit zu leben
endlich Zeit

Songtext von Klaus Hoffmann

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Frankfurt Hauptbahnhof – Foto: Gerd Taron

Die Zeit geht so schnell und ich habe es längst aufgegeben, mit ihr um die Wette zu laufen. (Rilke)

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Auf dem Römerberg in Frankfurt am Main – Foto: Gerd Taron

Langsamer Tanz…

Hast Du je Kindern
auf einem Karussell zugeschaut?
Oder zugehört,
wenn der Regen auf den Boden klatscht?
Bist Du jemals dem unberechenbaren Flug
eines Schmetterlings gefolgt?
Oder hast durch die verblassende Nacht
in die Sonne geschaut?
Mach lieber langsam.
Tanze nicht so schnell.
Die Zeit ist kurz.
Die Musik wird nicht ewig weiterspielen.
Rennst Du durch jeden Tag wie im Fluge?
Wenn Du jemanden fragst:
Wie geht es Dir?
Hörst du auf die Antwort?
Wenn der Tag vorüber ist,
Liegst Du dann im Bett
Und die nächsten hundert Pflichten
Gehen Dir schon durch den Kopf?
Mach lieber langsam.
Tanze nicht so schnell.
Die Zeit ist kurz.
Die Musik wird nicht ewig weiterspielen.
Hast Du je zu Deinem Kind gesagt:
das machen wir morgen?
Und in Deiner Hast
nicht seinen Kummer gesehen?
Jemals den Kontakt verloren
und eine echte Freundschaft einschlafen lassen,
Weil Du nie die Zeit hattest,
anzurufen und Hallo zu sagen?
Mach lieber langsam.
Tanze nicht so schnell.
Die Zeit ist kurz.
Die Musik wird nicht ewig weiterspielen.
Wenn Du so schnell rennst,
um irgendwohin zu kommen,
kannst Du den Weg
dorthin nicht geniessen.
Wenn Du voller Sorgen
durch den Tag hetzt,
dann ist das so,
als würdest Du ein ungeöffnetes Geschenk wegwerfen.
Das Leben ist kein Wettrennen.
Lass es langsamer angehen.
Höre die Musik, bevor das Lied vorüber ist.
David L. Weatherford

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Foto: Gerd Taron

„Daher muss man ständig beschäftigt sein, immer weitergehen, davonlaufen vor der Stille. Oft ist es dann eine Krankheit, die uns zwingt, inne zu halten.. Aber manche nutzen auch eine Krankheit nicht dazu, sich der eigenen Wahrheit zu stellen. Sie möchten sie möglichst schnell wieder loswerden und beschäftigen sich auch in der Krankheit mit dem Alltagsgetriebe.“

„Menschen, die lange Strecken zu Fuß gegangen sind, bewegen sich in einem „Seelentempo“ – einer Geschwindigkeit, die ihrer Seele entspricht.
Tief ist uns noch etwas, das auf Langsamkeit und gleitende Übergange eingerichtet ist und nicht auf Zeitreisen, die wir per Flugzeug und Bahn zurücklegen.“

Aus dem Buch „Meine Reise zum Leben“ von Rainer Wälde

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende des zur Ruhekommens. Nehmen Sie das Tempo für ein paar Stunden aus ihrem Leben.

Danken möchte ich an dieser Stelle all den Menschen, die sich immer wieder die Zeit nehmen, eine Rückmeldung auf den literarischen Wochenendgruß zu geben.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. +49 (0) 6195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

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Klangkunst auf der Burg Eppstein im Taunus mit dem Künstler Peter Kiefer

Die Vermessung des Himmels – Blickachsen 10 Bausteine der Kunst in Eppstein

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Der Künstler Peter Kiefer (rechts) mit Ehefrau Anne Katrin Voss und Eric Reumuth, dem Organisator der Kunstfeier

Eppstein, 23.08.2015

Der Künstler Peter Kiefer stellte bei der Kunstfeier auf der Burg Eppstein persönlich seine Klangkunst vor. Mehr als 120 Besucherinnen und Besucher überzeugten sich von der Einzigartigkeit des Klang-Kunstwerkes.

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Der Künstler Peter Kiefer in „Aktion“ – Foto: Gerd Taron

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Bereits beim Aufgang vom Westtor zur Burg werden erste „Spuren“ des Kunstwerkes sichtbar. Die Schießscharten-Ausblicke sind sehens- und hörenswert.

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Ein „Scbießscharten-Schütze“ im Turm – Foto. Gerd Taron

Besteigt Mann/Frau den Bergfried erklingen kurz nach dem Glockengeläut der Stadtkirche aus Lautsprechern Klänge unterschiedlicher Weltanschauungen und Religionen für ca. 2 Minuten.

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Ein besonderer Blick auf Eppstein – Foto: Gerd Taron

Diese besondere Klangausstellung wäre ohne Monika Rohde-Rieth vom Stadt- und Burgmuseum Eppstein, dem Magistrat der Stadt Eppstein, Bürgermeister Alexander Simon sowie allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung Eppstein nicht möglich gewesen. Ihnen und allen hier nicht erwähnten gilt der besondere Dank für das Gelingen.

Am Freitag, 28.08 um 16:45 Uhr wird Eric Reumuth, seines Zeichens auch Marktmeister des Wochenmarktes Eppstein eine Führung durch die Klangausstellung auf der Burg anbieten. In der Zeit von 14 – 18 Uhr findet gleichzeitig auch der Wochenmarkt zum Verweilen und Einkaufen statt.
Weitere Informationen gibt es unter http://www.eppstein.de

Einige Hintergrundinformationen zu den „Blickachsen“:

Bereits zum 10. Male findet im Rhein-Main-Gebiet werden moderne Skulpturen in Bad Homburg und an 9 anderen Orten aus- und vorgestellt. Bis zum 4. Oktober haben nicht nur Kunstinteressierte die Möglichkeit, diese besondere Kunst zu bewundern. Eine Kunstinitiative, die von Christian K. Scheffel vor vielen Jahren ins Leben gerufen wurde. Er konnte bei der Kunstfeier persönlich anwesend sein.
„An folgenden Orten können sich die Besucher davon überzeugen, wie die Kunst mit der Natur verschmilzt: am Lennéschen Kurpark und dem landgräflichen Schlosspark in Bad Homburg, am Campus Westend der Frankfurter Goethe-Universität und in der Kunsthalle Darmstadt sowie im Skulpturenpark Niederhöchstadt in Eschborn und dem Kloster Eberbach. Außerdem wurden Figuren in dem Freilichtmuseum Hessenpark, dem Römerkastell Saalburg, der Burg Eppstein und dem Kronberger Victoriapark aufgestellt.“
Quelle: Leonard Palm
Weitere Informationen unter http://www.blickachsen.de

Gerd Taron
Alle Fotos: Gerd Taron

Von anderen profitieren – Literarischer Wochenendgruß vom 21.08.15

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

jeder von uns hat seine besondere Begabungen und seine Fähigkeiten. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie Menschen ihr Können einbringen und andere teilhaben lassen – sei es im künstlerischen, im handwerklichen, im sozialen oder in anderen Bereichen. Wir Menschen sind aufeinander angewiesen, weil glücklicherweise niemand vollkommen ist und nicht jeder alles kann.

Vom anderen profitiert ein jeder auf seine Weise. Es gibt aber leider manchmal Menschen, die den anderen wegen seines Könnens nur beanspruchen, aber selbst nicht bereit sind, sich einzubringen. Sie leben gerne auf Kosten anderer. Hier ist Achtsamkeit geboten, dass man nicht ausgenutzt wird.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Gib weiter, was du hast. Bring deine Fähigkeit auch nach außen. Vertraue deiner eigenen Kompetenz, entdecke deine eigenen Möglichkeiten und lass auch andere daran teilhaben. Dann kann das, was deine Quelle an Leben bringt, auch anderen hilfreich sein.
Anselm Grün

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die Freundschaft einiger Menschen ist wie Magie.
Du siehst sie nicht, doch spürst Du sie.
Wenn Du sie brauchst, sind sie für Dich da.
Sie wissen es noch nicht, doch sie sind Dir so nah.
Äußerst selten ist so eine Freundschaft
und doch hat sie eine besondere Kraft.
Manchmal sind sie über hundert Kilometer entfernt.
Doch Du hast aus ihnen und mit ihnen gelernt.
Du spürst sie als ob sie neben Dir stehen.
Viele können so eine Freundschaft nicht verstehen.
Freunde, die wirklich Freunde sind
und sich so gut kennen.
Die kann keine Entfernung trennen.
Denn die Natur hat etwas geschaffen, das jeder will:
Ein Herz und eine Seele mit viel Gefühl.
unbekannt
Izidor Gasperlin

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Am erfolgreichsten und interessantesten
sind die Menschen,
die sich nicht wichtig nehmen.
Sie amüsieren sich über sich selbst
und wissen, dass das Leben ein Abenteuer
mit vielen unerwarteten Drehungen,
Wendungen und spannenden Stellen ist.
Wie gute Romanautoren
lassen sie sich vom Fluss weitertreiben,
um zu sehen, wohin er sie führt,
während sie das Leben kreativ anpacken
und sich den Chancen öffnen.

Alberto Villoldo

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Das schönste Geschenk an den Menschen ist die Fähigkeit zur Freundschaft,
nutze sie…..

Dazu eine Geschichte die im alten Persien spielt. Es war an der Zeit, das Neujahrsfest vorzubereiten. Der König wies seine Leute an: „Ich möchte, dass es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen, und der Wein soll nur aus erlesenen Trauben und besten Jahrgängen bestehen.“

Die Mitarbeiter schwärmten aus und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Aber der König war nicht zufriedenzustellen. „Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Maler. Da wurde getrunken und gelacht die ganze Nacht bis zum Nachmittag des nächsten Tages. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muss es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen, denn ich, ich bin der König.“

Einer der Mitarbeiter, ein kluger Mann, verneigte sich tief und fragte: „Mein König, habt Ihr je mit dem Maler gesprochen? Es muss doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben, obwohl sie in schäbiger Hütte ihre mitgebrachten Happen essen und den billigsten Wein trinken müssen.“ Der König nickte stumm und sagte: „Gut, schafft mir diesen Ramun heran.“

Und so geschah es. „Warum lieben die Menschen so dein Neujahrsfest?“ fragte der König.

Worauf der Maler antwortete: „Wir sind Freunde und brauchen einander – aber mehr brauchen wir nicht. Deshalb sind wir reich.“

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Jeder, der sich die Fähigkeit erhält,
Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
~Franz Kafka~

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre besonderen Begabungen und Fähigkeiten immer wieder neu entdecken und leben. Lassen Sie andere daran teilhaben und staunen Sie über die große Vielfalt der vielen anderen Lebenskünstler.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
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In Balance bleiben – Literarischer Wochenendgruß vom 14.08.15

Liebe literarische Freundinnen und Freunde,

das Wetter scheint derzeit aus den Fugen geraten zu sein. In vielen Teilen Deutschlands herrscht seit längerem eine Dürre mit bedrohlichen Ausmaßen. Dazu kommen immer wieder Unwetter, die einzelne Regionen, manchmal nur kleine Orte, treffen.

So wie beim Wetter ist es auch mit unserem eigenen Leben. Da kommen Zeiten, wo alles durcheinander gewirbelt wird. Alles bricht zusammen und später, oft nach längeren, für uns unendlich vorkommenen Perioden scheint wieder die Sonne über unserem Leben. Viele der Leser haben ähnliches sicher schon erlebt.

Wir haben keinen Einfluss auf das Wetter, auch nicht auf die Ereignisse in unserem Leben. Aber ist es nicht schön, wenn wir später sagen oder schreiben können – ich habe das alles durchgestanden? Mein Leben ist wieder im Gleichgewicht.
Die nachfolgenden Mut machenden Gedanken mögen uns Hoffnung und Kraft für unseren Lebensalltag geben.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muss sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.

~Albert Einstein~

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Dein GLAUBE und deine HOFFNUNG
können das Gefäß zum Überfließen bringen.
Alles zählt. Nichts ist unwichtig,
nicht der Schmetterling, der in China mit seinen Flügeln schlägt,
nicht der Teenager, der in einer Mall in Los Angeles sein Geld ausgibt,
nicht die Gebetswachen in Toronto oder die Zinssätze in Japan,
nicht die Sonnenprotuberanzen oder die sich erwärmenden Ozeane,
nicht die Fluten in Indien und die Dürrezeiten in Afrika,
weder die Energie deiner Suche
noch die Wellen des Glücksgefühls in deinem Körper,
nicht die steigende Börse noch der verschwindende Regenwald.
Es gibt eine Balance zwischen dem Leid und dem Hochgefühl,
zwischen Freude und Schmerzen, zwischen jetzt und nie,
zwischen oben und unten, offen und geschlossen,
zwischen Ursache und Wirkung,
und jeder von uns löst es aus und spürt es.
Es läuft durch unsere Knochen, unsere Innereien,
unsere Seele und unseren Geist.
Es färbt und legt fest, es zerfetzt und streicht,
es regt auf und segnet auf geheimnisvolle Weise.
Das Leben entfaltet sich mit Dringlichkeit
inmitten seiner geologischen Zeit.
Du und ich sind beteiligt an jeder Falte,
an jeder Ausdehnung und jeder Kontraktion.
Wir sind ein Teil der Wehen und des Schmerzes,
aus dem etwas Neues geboren wird.
Wir sind Patienten, Hebammen und Ärzte in einem.
Wie eine einzige Stimme einen Politiker
an die Macht bringen kann,
so können einem Gebet,
einem Wunsch Beine oder Flügel wachsen,
oder ein Mund findet Worte,
die in das Brachland einer Seele fallen,
die darauf gewartet hat, berührt zu werden.
Und weil eine Bewegung zu einer anderen führt,
so kommt die Hand zum Auge, das Auge zum Mund,
der Mund zur Seele, die Seele zu den Worten
und die Worte zum Geist,
und eine Welt in einer Welt wird geboren.
Die Entfaltung geschieht, und wieder einmal entsteht Leben.
Die Spiritualität der Veränderung ist kompliziert
und nicht da zu finden, wo wir sonst suchen.
Die Welt liegt nicht in den Händen einiger,
Geld regiert nicht,
und der mutlose Glaube,
dass du und ich nichts tun können in unserer Winzigkeit,
ist nur ein Glaube, den niemand beweisen kann.
Ich wähle es, anders zu glauben und anders zu leben.
Die Entscheidung eines Mannes,
seine Seele nicht zu verkaufen, reicht sehr weit,
und die feste Überzeugung einer Frau
gibt ihr ihr eigenes Leben zurück.
Durch geheimnisvolle Verbindungen ist uns
das Schicksal der Welt in die Hände gelegt.
Dass du vergibst, anstatt nachzutragen,
macht einen Unterschied,
dein Lächeln, dein Wohlwollen, deine Dankbarkeit
haben eine ungeahnte Wirkung.
Sogar deine Sekundenhoffnung zählt
und dein Minutenmut,
deine Tagesfreude und dein Jahresernst.
So hältst du andere Leben in deiner Hand,
jetzt vielleicht meins, ohne dass ich es weiß.
Und wenn ich meine Fehler zugebe,
wenn ich mich gegen ein Vorurteil wehre,
wenn ich in meiner Liebe schöpferisch werde,
wenn ich mir selbst vergebe,
reicht meine Entscheidung bis zu dir,
wo immer du auch bist.
So lieben wir einander, ohne dass wir uns kennen.
Und weil die Welt immer viel mehr war
als nur ein mechanisches System mit physikalischen Gesetzen,
darum sind Ursache und Wirkung
unbegreiflich miteinander verbunden,
und es geschieht immer viel mehr, als wir denken,
und mehr, als wir denken können.
Unermesslich ist die Verbindung,
in die wir eingebettet sind.
Der Segen liegt im Geheimnis,
und das Geheimnis ist in jedem Herzen.
Ulrich Schaffer

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

„Nur wer Helles und Dunkles, Aufstieg und Niedergang erfahren hat, nur der hat wahrhaftig gelebt.“

Stefan Zweig

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Palmengarten Frankfurt –Foto Gerd Taron

Manchmal braucht man im Leben, einen Moment der Stille,
um wieder das Wesentliche zu hören,
einen Moment mit geschlossenen Augen,
um wieder klar sehen zu können,
einen Moment, um in sich zu gehen und auf das Herz zu hören, damit man das Leben wieder spürt und einen Moment des Rückzugs, um wieder stark zu werden.

Autor unbekannt

Ich wünsche Ihnen, dass Sie an diesem Wochenende, in diesen Tagen Gelegenheiten finden Ihr eigenes Leben ins Gleichgewicht zu bringen oder zu halten.

Ihr/Euer
Gerd Taron

PS: Vielleicht ist ein Ausflug ins Kloster Marienthal im Rheingau eine Möglichkeit dazu – bei Regen fällt die Veranstaltung aus (aktuell unter https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/ :

Auf den Spuren der Franziskaner – das Kloster Marienthal im Rheingau, die älteste Wallfahrtskirche im Rheingau – Ein Besuch in einer handyfreien Zone
Sonntag, 16.08.15 – 12:00 Uhr Wanderung vom Bahnhof Geisenheim um 12 Uhr – (Dauer ca. 1,5 Stunden bis zum Kloster) – Rückkehr zum Bahnhof gegen 18:00 Uhr
Für Bahnfahrer aus dem Rhein-Main-Gebiet:
Die „Rheingau-Linie SE 10“fährt von Frankfurt Hbf um 10:53 Uhr und von Frankfurt-Höchst um 11:03 Uhr Richtung Neuwied zum Bahnhof Geisenheim. Von dort aus geht es dann wie oben beschreiben um Kloster Marienthal.
Wer mit dem Auto direkt zum Kloster fahren möchte, trifft auf die Wandergruppe um 14:00 Uhr direkt am Kloster Marienthal
Ein Programm kann auf Wunsch gerne zugesandt werden.
Um Anmeldung wird gebeten unter:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de
Internet: https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

Veranstaltungen aktuell – Taron Neuigkeiten August 2015

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Kloster Marienthal im Rheingau – Foto: Gerd Taron

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

Hessen befindet sich mitten in den Ferien. Alles läuft etwas langsamer, manche haben sich auf eine Urlaubsreise begeben, andere genießen die Ruhe zu Hause.

In diesem Monat gibt es nur eine Veranstaltung von mir. Zeit für mich, das Herbstprogramm vorzubereiten.

Zur Ruhe kommen – innehalten. Eine literarisch-spirituelle Wanderung zum Kloster Marienthal im Rheingau am Sonntag, 16.08. gibt dazu die Möglichkeit.

Auf den Spuren der Franziskaner – das Kloster Marienthal im Rheingau, die älteste Wallfahrtskirche im Rheingau – Ein Besuch in einer handyfreien Zone

Sonntag, 16.08.15 – 12:00 Uhr Wanderung vom Bahnhof Geisenheim um 12 Uhr – (Dauer ca. 1,5 Stunden bis zum Kloster) – Rückkehr zum Bahnhof gegen 18:00 Uhr

Für Bahnfahrer aus dem Rhein-Main-Gebiet:

Die „Rheingau-Linie SE 10“fährt von Frankfurt Hbf um 10:53 Uhr und von Frankfurt-Höchst um 11:03 Uhr Richtung Neuwied zum Bahnhof Geisenheim. Von dort aus geht es dann wie oben beschreiben um Kloster Marienthal.

Wer mit dem Auto direkt zum Kloster fahren möchte, trifft auf die Wandergruppe um 14:00 Uhr direkt am Kloster Marienthal

Um Anmeldung wird gebeten – Kontaktdaten befinden sich am Ende der Neuigkeiten.

Ein Programm befindet sich am Ende.

Der September beginnt mit einer besonderen Autorinnen-Lesung. Auf dem Neufvilleturm in Eppstein im Taunus lesen Brina Stein und Ute Hiemann aus ihrem Buch „Aus Liebe zum Meer“.

Gemeinsam mit dem Organisator Eric Reumuth begleite ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lesung auf einen literarischen Spaziergang auf die Höhen Eppstein.

Sonntag, 06.09.15 – 14:30 Uhr – Treffpunkt an der „Wunderbar“ am Bahnhof Eppstein – Lesungsbeginn um 15:30 Uhr auf dem Turm

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte debenfalls am Ende der Neuigkeiten.

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Foto: Wonderful photoART – by Marina Rupprecht

Früher war alles anders …. ? – Neues Literatur-Programm ab Herbst 2015

Im Herbst starte ich mit einem neuen Literatur-Programm. Unter dem Titel „Früher war alles anders …. ?“ werde ich aus alten Original-Büchern Passagen lesen über Kultur und Gesellschaft wie es vor Zeiten mal war. Vieles ist heute noch aktuell. In 90 kurzweiligen Minuten stehen Themen wie Ernährung, Mode, Wohnkultur in Wort und Bild im Vordergrund. Die Liebe und die Romantik darf da auch nicht fehlen.

Leseorte werden unter anderem sein: Viola’s Bücherwurm in Kelkheim, Buchhandlung Herr in Kelkheim, Café Jasmin in Frankfurt-Fechenheim, Café Nussknacker am Frankfurter Hauptbahnhof, die Buchhandlung Wendeltreppe in Frankfurt-Sachsenhausen und andere.

Die genauen Termine werden in den kommenden Wochen abgestimmt und rechtzeitig bekanntgegeben.

Ich wünsche allen eine erholsame Zeit.

Mit literarischen Grüßen

Ihr/Euer

Gerd Taron

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Programm-Ablauf Besuch Kloster Marienthal im Rheingau

12:00 Uhr: Start der Wanderung am Bahnhof Geisenheim
14:00 Uhr: Treffpunkt am Kloster Marienthal für alle Autofahrer gemeinsam mit den Wanderern
14:30 Uhr: Möglichkeit zur Teilnahme an einer Andacht
15:00 Uhr: Liedbotschaft Daran anschließend lädt der Franziskanischer Sing- und Gebetskreis zu Kaffee und Kuchen in den Pilgersaal ein. Rundgang über das Klostergelände
Ca. 18:00 Uhr: Rückkehr zum Bahnhof Geisenheim
19:57 Uhr: Rückfahrt-Möglichkeit mit der Rheingau-Linie SE 10 ab Geisenheim Richtung Frankfurt

Lesung mit Brina Stein und Ute Hiemann „Aus liebe zum Meer“:

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Klein aber groß – Literarischer Wochenendgruß vom 07.08.15

Liebe Freundinnen und Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

zu Beginn der Woche zeigte die Hessenschau im 3. Fernsehprogramm des Hessischen Rundfunks einen sehenswerten Beitrag einer Hobbyfotografin. Sie fotografiert kleine Modellbaufiguren mit einem abwechslungsreichen und ungewöhnlichen Hintergrund. Die Internet-Hinweise dazu finden Sie am Ende.

Viele, die gerne fotografieren, haben oft ein besonderes Auge (oder auch zwei) für ihre Umgebung. Die Fotos dieses Wochenendgrußes sind wieder ein kleiner Beweis dafür.

Oft übersehen wir in unserem hektischen Alltag die kleinen Dinge. Bei genauerer Betrachtung werden sie dann groß und bemerkenswert.
Eine Auswahl von Texten möge den Blick für das Unscheinbare neu ausrichten.

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Foto: Gerd Taron – „Wir sind schon groß“

ALS DU DACHTEST, ich würde nicht hinsehen…

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen, sah ich, dass du mein erstes selbst gemaltes Bild an den Kühlschrank gehängt hast, und ich bekam sofort Lust, ein weiteres zu malen.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen, sah ich dich eine streunende Katze füttern, und ich lernte, dass es gut ist, freundlich zu Tieren zu sein.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen, sah ich dich meinen Lieblingskuchen für mich backen, und ich lernte, dass die kleinen Dinge die besonderen Dinge im Leben sein können.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen, hörte ich dich ein Gebet sprechen, und ich wusste, dass es einen Gott gibt, mit dem ich immer reden kann, und ich lernte, auf Gott zu vertrauen.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen, sah ich dich eine Mahlzeit kochen, und sie zu einem kranken Freund bringen, und ich lernte, dass wir einander helfen, und uns umeinander sorgen müssen.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen, sah ich dich deine Zeit und dein Geld einsetzen, um den Armen zu helfen, und ich lernte, dass diejenigen, die etwas haben, denen etwas geben sollten, die nichts haben.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen, sah ich, wie du mit deinen Pflichten umgegangen bist, selbst wenn du dich nicht wohl fühltest, und ich lernte, dass ich als Erwachsener verantwortungsbewusst sein sollte.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen, sah ich Tränen aus deinen Augen tropfen, und ich lernte, dass Dinge manchmal schmerzen, und dass es in Ordnung ist, zu weinen.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen, sah ich, dass du dich um Dinge gekümmert hast, und ich wollte selbst auch zu jemandem werden, der sein Bestes gibt.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen, lernte ich die meisten Lektionen des Lebens.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen, schaute ich dich an, und wollte sagen: “Danke für all die Dinge, die ich sah, als du dachtest, ich würde nicht hinsehen.”

KLEINE AUGEN SEHEN EINE GANZE MENGE…

Ein ehemaliges Kind (gefunden im Internet) Autor mir leider nicht bekannt

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Foto: Wonderful photoART – by Marina Rupprecht

Die glücklichsten Menschen der Welt
sind nicht die,
die keine Sorgen haben.
Sondern die,
die gelernt haben
mit Dingen positiv zu leben,
die alles andere als perfekt sind.
Das sind die Menschen,
die sich an den kleinen Dingen
des Alltags erfreuen.
Und die täglich an sich
und ihrer Situation arbeiten,
damit es besser werden kann.
Die in allem Negativen
das Positive erkennen.
Die nicht verlernt haben
zu lachen, zu lieben, zu leben,
zu träumen, zu glauben
und zu hoffen!
Verfasser unbekannt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Denn wer einer kleinen Blume am Wegesrand
nicht ihr Wunder und ihre Größe anzusehen
versteht, der hat auch an Tempeln und Gebirgen
nicht das gesehen, was groß und wunderbar ist
an ihnen.
(Werner Sprenger)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Freude am Kleinen ist die schwerste Freude, denn es gehört ein großes Herz dazu.

Deutsches Sprichwort

Das Kleine achten
— — — — — — — —
Es sind die kleinen Dinge im Leben, auf die es ankommt.
– George Bernard Shaw –

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Foto: Wonderful photoART – by Marina Rupprecht

Bleib offen
für die Besonderheiten des Lebens
für die kleinen Dinge
versteckt in Fenstern und Gärten.
Bleib offen
für das Besondere deines Lebens
deine Art, die Welt und Menschen zu sehen
deine Entdeckerfreude
dein Lachen
deine Unbekümmertheit.
Bleib offen
für Gottes Wege mit dir.
(Ursula Palm-Simonsen)

Dazu noch ein Foto, was mir von der Autorin persönlich passend zum Text zur Verfügung gestellt wurde:

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Ich wünsche Ihnen, dass Sie an diesem Wochenende mit besonderen Blick durch die Welt gehen und offen sind für neue Entdeckungen.
Ihr/Euer
Gerd Taron

Der Link zum Beitrag über die Hobbyfotografin Mareike Biek aus Dieburg („Kleine Figuren“) aus der Hessenschau vom 04.08.15::

http://hessenschau.de/tv-sendung/video-2278.html ab 23:34 min.

Kontakt:
Gerd Taron
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