Weiter so oder die Angst vor Veränderung – Literarischer Wochenendgruß vom 23.02.18

Weiter so oder die Angst vor Veränderung – Literarischer Wochenendgruß vom 23.02.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

wir leben in unsicheren Zeiten, wie es selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Börsencrash vom 05.02.18 betont. Dies ist keine neue Erkenntnis, wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue.

Es gab und gibt keine Sicherheit im Leben und ein „Weiter so“. Jederzeit kann es geschehen, dass eigene Lebenspläne, wenn es diese gibt, sich aufgrund von besonderen Ereignissen ändern.

Ich selbst überprüfe im Abstand von etwa 10 Jahren mein persönliches und berufliches Engagement. Dazu hat zum Beispiel dazu geführt, dass ich verschiedene ehrenamtliche und persönliche Aktivitäten neu überdacht habe.

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wenn Dein Leben
brennt,
Liebes Herz –
lass es zu.
Lass das Feuer
der Veränderung
Dein Leben brennen,
gib Dich hin
dem feurigen
Schmerz
der tiefen Nacht.
Kämpfe nicht,
lass es lodern
in Dir,
hinein in
Deine
dunklen Tiefen,
durch Dich.
Lass es brennen,
bis Du selbst
das Feuer bist,
welches Dich
durchdringt.
Lass verbrennen
das Alte,
allen Schmerz
der Vergangenheit,
lass brennen
die Erinnerungen,
die Deine
Schwäche nähren.
Lass brennen
alle Wünsche,
die nicht mehr
Deine sind,
lass brennen
auch alles
Andere,
denn nur
wenn
Altes geht,
wird Neues
sein.
Lass brennen
Deine Seele
und
auch Dein
Herz im
alten
Schmerz
und
Pein.
Denn noch bevor
Dir das
im Ganzen
ist bewusst,
wird neues
Leben
sein.
-FEUER der VERÄNDERUNG-

Anja Schindler

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ich fürchtete einsam zu sein,
bis ich lernte mich selbst zu lieben.

Ich fürchtete Fehler zu machen,
bis ich bemerkte, es nicht zu versuchen,
ist der einzige Fehler, den ich machen kann.

Ich fürchtete die Meinung der Leute,
bis ich lernte, dass sie so oder so
eine Meinung haben.

Ich fürchtete Zurückweisung,
bis ich lernte, Vertrauen in mich
selbst zu haben.

Ich fürchtete Schmerz,
bis ich lernte, dass er manchmal
für das Wachstum notwendig ist.

Ich fürchtete die Wahrheit,
bis ich sah, wie hässlich
Lügen sind.

Ich fürchtete das Leben,
bis ich erfahren habe,
wie schön es sein kann.

Ich fürchtete den Tod,
bis ich bemerkte, dass er kein Ende
aber ein Anfang ist.

Ich fürchtete meine Bestimmung,
bis ich bemerkte, dass die Kraft zur Veränderung
in mir liegt.

Ich fürchtete die Liebe,
bis ich mein Herz berührte und die Dunkelheit
endlosen sonnigen Tagen wich.

Ich fürchtete zu altern,
bis ich bemerkte, dass ich jeden Tag
ein Stück weiser wurde.

Ich fürchtete die Zukunft,
bis ich sah, dass sich alles
langsam besserte.

Ich fürchtete die Vergangenheit,
bis ich bemerkte, dass sie mir keine
Schmerzen mehr zufügen konnte.

Ich fürchtete die Dunkelheit,
bis ich den Zauber der
Sterne sehen konnte.

Ich fürchtete das Licht,
bis ich bemerkte, dass mir die Wahrheit
Stärke verlieh.

Ich fürchtete die Veränderung,
bis ich sah, dass auch der schönste Schmetterling
eine Metamorphose durchmachen musste,
bevor er zu fliegen begann.

Autor unbekannt

Foto: K. H. Fischer

Leben ist Veränderung!

Beachte immer, dass nichts bleibt,
wie es ist, und denke daran,
dass die Natur immer wieder
ihre Formen wechselt.

Marc Aurel

Foto: Selda Eigler – Kloster Eberbach

Nachhaltige Veränderung

Durch dich muss der Mittelpunkt neu definiert werden.
Man übersieht dich leicht,
du glänzt nicht im üblichen Sinn.
Aber das Leben bedient sich deiner,
um die Welt zu verwandeln –
aber nicht mit großen Sprüchen,
nicht mit Vorträgen und Verlautbarungen,
nicht mit der Macht der Politik
und der Kaufkraft des Geldes.
Das sind nicht deine Währungen.
Von der Mitte her wird das Äußere zusammengehalten,
von der Mitte her wird alles unauffällig gesteuert.
Deine Währungen sind Liebe, Fürsorge,
Stille, Vorsicht, Verwandlung in der Tiefe.
Von da geht die nachhaltige Veränderung der Welt aus,
von dir,
kannst du es glauben?,
auch wenn man dich übersieht.

Ulrich Schaffer

Wenn wir uns bewusst machen, dass Veränderungen häufig plötzlich und unerwartet eintreten, dann können wir, egal wie schwierig unsere Lebenssituation gerade sein mag, stets Hoffnung haben und sollten immer offen für Neues sein.

Wir sind an einem Tag geboren worden.
Wir sterben an einem Tag.
Wie können uns an einem Tag verändern.
Und wir können uns an einem Tag verlieben.
Alles kann an genau einem Tag geschehen.

Louise L. Hay

Foto: Karin Ruf

Leben heißt lernen,
dass wir uns Zeit nehmen müssen,
wenn wir welche haben wollen;
dass wir verantwortlich sind
für Gedachtes und Nichtgedachtes,
Gesagtes und Nichtgesagtes,
Getanes und Nichtgetanes;
dass der Sinn des Lebens
darin liegt, immer die Liebe
und das Leben im Sinn zu haben.

Leben heißt lernen,
dass es nicht darauf ankommt,
ob wir uns etwas schenken,
sondern darauf, ob wir imstande sind,
uns gegenseitig etwas zu geben;
dass das Wesen des Lebens
die Veränderung ist;
dass wir Liebe säen müssen,
wenn wir Liebe ernten wollen.

Leben heißt lernen,
die Kunst der Gelassenheit auszuüben:
das Weglassen, das Zulassen,
das Loslassen;
dass die schwierigste Aufgabe
unseres Leben darin besteht,
nie aufzugeben;
dass unser Mensch-Sein untrennbar
mit dem Mensch-Werden verbunden ist.

Ernst Ferstl

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Veränderungen und neue Herausforderungen in Ihrem Leben annehmen und daraus neue positive Energien gewinnen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Nachstehend zwei Veranstaltungshinweise für den heutigen Freitag:

Freitag, 23.02.18 – 19 Uhr – Viola’s Bücherwurm, Bahnstraße 13, Kelkheim, Tel. 06195/900-818 – E-Mail: violas-buecherwurm@t-online.de

Haroon Gordon liest aus seinem Roman „Palast aus Staub und Sand“. Eine Lebensgeschichte zwischen Algerien und der Provence.

Der Eintritt von 5 Euro kommt der Stiftung Bärenherz zugute

Freitag, 23.03.18 – 19 Uhr

Umarmung – Vernissage und Buchvorstellung mit Connie Albers (https://www.connie-albers.de/

Hospiz Lebensbrücke, Dalbergstraße 2a, 65439 Flörsheim am Main

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Buchhandlungen in Kelkheim unterstützen regionale Autoren.

Es gibt in unserer Region dem Rhein-Main-Gebiet viele tolle Autoren, die interessante und lesenswerte Bücher aus den verschiedensten Genres schreiben.

Besonders freut mich, dass die örtlichen Buchhandlungen in Kelkheim aber auch an anderen Orten die regionalen Autoren unterstützen. So werden Schaufenster zum Ausstellen der jeweiligen Werke zur Verfügung gestellt aber auch Lesungen angeboten.

Zwei Beispiele von Buchhandlungen, die dies unterstützen, möchte ich präsentieren. Es ist die Buchhandlung Viola’s Bücherwurm in Kelkheim, Bahnstraße 13 und die Buchhandlung Herr, ebenfalls in Kelkheim, Frankenallee 6.

Beispiel Buchhandlung Viola’s Bücherwurm:

Das Schaufenster von Viola’s Bücherwurm

Im Innenleben von Viola’s Bücherwurm

Der neue Bildband von Brina Stein – Eine Kreuzfahrt um die Welt – Bild rechts unten

und die Kinderbücher von Franziska Franz (Bildmitte „Hans Hase mit der langen Nase) in der Bildmitte und Birgit Gröger („Ich bin doch gar nicht müde“) rechts oben

Beispiel Buchhandlung Herr in Kelkheim, Bahnstraße 6

Schaufenster von Buchhandlung Herr mit einer Auswahl von regionalen Autoren

In der Buchhandlung Herr – unter anderem mit dem Krimi von Olaf Jahnke „Patientenrache“

Es gibt sicher noch viele andere Buchhandlungen, nicht nur im Rhein-Main-Gebiet, die regionale Autoren auf diese Weise unterstützen.

Ihnen sei im Namen aller Autoren gedankt für diese Hilfe.

Gerd Taron

Vom Abnehmen oder weniger is(s)t mehr – Literarischer Wochenendgruß vom 16.02.18

Vom Abnehmen oder weniger is(s)t mehr – Literarischer Wochenendgruß vom 16.02.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

die närrischen Tage sind vorbei. Jetzt wird es ernst. Mehr oder weniger freiwillig nutzen die Menschen die Fastenzeit, um ihren Körper wieder in die Balance zu bringen. Es gibt unzählige Ratgeber und Diäten, mit denen man sich angeblich nach anstrengenden Einhalten der jeweiligen Regeln bzw. Empfehlungen wesentlich besser fühlen soll. Da wird Fasten manchmal zu einer Religion. Auszeiten mögen sinnvoll sein, nicht nur beim Essen und Trinken.

Foto: Gerd Taron

Man kann sein Brot mit gar nichts essen.
Mit nichts als Licht und Luft bestreut.
Gefühle, die man ganz vergessen,
Geschmack und Duft der Kinderzeit,
Sie sind im trocknen Brot beschlossen,
wenn man es unterm Himmel isst.
Doch wird die Weisheit nur genossen,
wenn man den Hunger nicht vergisst.

Eva Strittmatter

Foto: Gerd Taron

Der verrückte Weise Nasrudin kaufte einen Esel. Täglich brauche dieser einen kleinen Heuballen Futter, wie der Verkäufer Nasrudin mitteilte.
Nasrudin war das jedoch zuviel. Ein ganzer Heuballen, nö!
Er nahm sich daher vor, den Esel an immer weniger Essen zu gewöhnen. Täglich gab er dem Maultier weniger.
Irgendwann bekam der Esel fast gar kein Futter mehr. Er fiel um und war tot.
“Schade” sagte Nasrudin, “ich hätte nur noch ein bisschen mehr Zeit gebraucht, um ihn daran zu gewöhnen, von gar nichts zu leben!”.
Geschichte aus: Die fabelhaften Heldentaten des weisen Narren Mulla Nasrudin v. Idries Shah, leicht umgeschrieben.

Foto: Gerd Taron

Wenn du Essen im Kühlschrank, ein Dach über dem Kopf und ein Bett hast, bist du reicher als 75 % dieser Welt.

Wenn du ein eigenes Konto bei einer Bank hast, gehörst du zu den 8 % der Reichen dieser Welt.

Wenn du mehr als 100 g Reis pro Tag essen kannst, kannst du mehr essen als 1/3 der Weltbevölkerung.

Wenn du heute Morgen gesund aufgewacht bist, geht es dir besser als der einen Million Mensche
n, die diese Woche nicht überleben werden.

Wenn du zur Schule gehst/gegangen bist, kannst du froh sein, denn 121 Millionen Kinder haben nicht die Chance, zu lernen.

Wenn du nie die Gefahr eines Krieges, die Einsamkeit einer Gefangenschaft, den Schmerz von Folterung oder das Elend von Hunger erlebt hast, geht es dir besser als 500 Millionen anderer Menschen dieser Erde.

Wenn du an einer öffentlichen religiösen Veranstaltung teilnehmen kannst/könntest, ohne die Gefahr, bedroht, verhaftet oder getötet zu werden, bist du besser dran als 3 Milliarden andere Menschen.

Wenn du immer frisches Trinkwasser zur Verfügung hast, geht es dir besser als 1 Milliarde Menschen in den Entwicklungsländern.

Wenn du diese Zeilen lesen kannst, kannst du dich glücklich schätzen, denn über 2 Milliarden Menschen können es nicht.

Und du sagst, dir geht es schlecht?

Autor unbekannt

Foto: Gerd Taron

Alles hat seine Zeit.

Es gibt Zeiten, in denen du aktiv, und andere, in denen du in Ruhe sein musst.
Es gibt Zeiten, in denen du gehen, und andere, in denen du sitzen musst.
Genauso verhält es sich mit dem Lernen und dem Handeln, dem Sprechen und dem Schweigen, dem Essen und dem Fasten.

Die rechte Mitte ist die Essenz des Lebens.
Der Weise kennt die Mitte. Er fühlt sich in die Dinge ein, weil er sich selbst kennen gelernt hat.
Der Weise ist weise, weil er ebenso abwarten wie schweigen kann.
Er betrachtet interessiert die Dinge um sich.
Erst wenn er weiß, dass der rechte Augenblick gekommen ist, handelt er. Das ist das Geheimnis seines Erfolges.

Lerne Geduld. Handle nicht aus dem Grund heraus, dass du nicht warten kannst.
Das du keine Geduld hast, kannst du auch daran erkennen, dass du einerseits zuviel redest, anderseits dann schweigst, wenn du reden solltest.

Lerne zu fasten. Fasten bezieht sich nicht allein darauf, keine Nahrung zu sich zu nehmen.
Fasten ist das Reinigen und Erstarken durch unterlassene Nahrungsaufnahme, denn gerade durch das Essen nimmst du viele Energien auf, die in dir Anspannung und Unruhe erzeugen -gerade die besten Voraussetzungen, um Geduld zu erlangen.
Musst du etwas entscheiden, beziehungsweise handeln, setze dich zum Beispiel vor deinem Handeln oder geh in die Kirche, bitte um innere Führung, stelle dir die Situation genau vor, in du dich begeben wirst.
Stelle dir vor, wie sich alles entwickeln wird, und reich es Gott dar.

Vielleicht wirst du dich beim ersten Mal noch nicht ganz in den Fluss der Dinge hineinbegeben können.
Übe immer wieder. Versuche deine Fehler zu entdecken.
Finde den rechten Zeitpunkt für dich und deine Umwelt heraus.
Gib dich in den Fluss der Ereignisse, und du wirst erfolgreich sein.

Zeitlose Wahrheiten – Stephan von Stepski- Doliwa

Foto: Gerd Taron

Ein fast vergessenen Wort, das dein Leben so viel leichter machen kann
Es gibt da ein gutes Wort, das heute immer mehr in Vergessenheit gerät. Unbemerkt, und trotzdem tragisch verschwindet es, wie die bunte Vergangenheit eines ergrauten Alzheimer-Patienten.
Es ist ein Wort, das vom Aussterben bedroht ist wie so manche Tierart. Bedroht von Arbeitgebern, die uns immer mehr schuften sehen wollen; von Werbung und Hochglanzmagazinen und Fernsehsendungen, die uns einreden wollen, wir seien nichts wert ohne perfekte Figur. Ohne perfekte Frisur. Ohne perfekte Wohnung. Ohne exotische Reisen (der Slogan „Reise Dich interessant“ ist so eine Frechheit) und ohne diesen gottverdammten neuen Staubsauger-Roboter, der jetzt mit seinen 95 Programmen sogar die Wände hochfahren! und dabei noch das Wetter vorhersagen! kann.
Es ist ein gutes Wort, das wir dringend wiederbeleben müssen, wenn wir freier atmen und leichter leben wollen.
Es ist
Genug.
Warum versuchen wir, alles immer besser, schneller, toller zu machen – auch uns selbst? Nur weil es vielleicht möglich ist? Es ist auch möglich, im Kopfstand zu essen, Kamasutra zu praktizieren oder ein Lexikon auswendig zu lernen. Und trotzdem macht das fast keiner. Weil es anstrengend ist, das Leben dadurch aber nicht besser wird.
Genug.
Genug gearbeitet für heute.
Genug Geld auf dem Konto, um heute glücklich zu sein.
Genug erreicht.
Genug PS im Auto, Speicherplatz auf dem Handy und Freunde auf Facebook.
Genug Freizeitaktivitäten und Reisen.
Genug maximiert. Du brauchst nicht alles aus Dir und Deinem Leben herausquetschen wie aus einer Orange.
Genug Informationen gesammelt, um Dich zu entscheiden.

Elfi Egger

Foto: Gerd Taron

Mögest du von Gott immer empfangen,
was du brauchst :
Arbeit für deine Hände,
Nahrung für deinen Leib,
Antworten für den fragenden Geist,
Freude und Liebe für dein warmes Herz
und Frieden für deine suchende Seele.
Irischer Segenswunsch
Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht nur in der beginnenden Fastenzeit die Ruhe finden, Ihr Leben in Balance zu halten. Was immer es sein mag, es soll Ihnen gut tun.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Nachstehend zwei Links zu Buch-Rezensionen, die kürzlich auf meiner WordPress-Seite erscheinen sind. Es sind zwei lesenswerte Bücher.

glueckskind von Anne Zegelman

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2018/02/11/glueckskind-der-neue-roman-von-anne-zegelman-eine-rezension/

Traubenglück – Jobst und Inga von Elisa Maria Brock

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2018/02/14/traubenglueck-jobst-und-inga-ein-roman-von-elisa-maria-brock-eine-rezension/

Traubenglück – Jobst und Inga – Ein Roman von Elisa Maria Brock – Eine Rezension

Traubenglück – Jobst und Inga – Ein Roman von Elisa Maria Brock – Eine Rezension

Die Seilbahn von Rüdesheim zum Niederwalddenkmal – Foto: Gerd Taron

Kelkheim-Fischbach, 13.02.2018

Können Trauben Glück bringen und eignen sie sich als Glücksbringer?

Diese Frage stellt sich beim Lesen dieses Buches, einem Roman der ans Herz geht. Nicht nur weil er ein Liebesroman ist, sondern weil er die mir bekannten Stätten in Rüdesheim und im Rheingau so liebevoll beschreibt.

Es ist eine Geschichte von 2 Paaren: Der Winzer, Adeliger und Schlossbesitzer, dem Weinschlösschen von Hallberg (Hallgarten?) ist mit der Winzerin Rebecca Riefenstahl, eine ehemalige Weinkönigin und heute angesehene Geschäftsfrau verlobt,

Inga Gutmann ist mit dem Anwalt Henning Baumgartner liiert. Beide planen ihre Hochzeit. Inga ist Grundschullehrerein in einer Schule am Niederrhein und lebt in Düsseldorf gemeinsam mit ihrem künftigen Ehemann.

Jobst von Hallberg und Inga Gutmann verbindet seit gemeinsam verbrachter Kindheit in Rüdesheim eine besondere Freundschaft. Er hilft ihr sogar beim Aussuchen des Hochzeitskleides.

Daraus ergeben sich spannend zu lesende 320 Seiten über Beziehungen und Schicksale. Es ist alles andere als ein Kitschroman der üblichen Sorte, den die Autorin Elisa Maria Brock da zu Papier bringt. Im Gegenteil: Als Leser fühlt man sich in das jeweilige Geschehen mit hineingenommen.

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Hildegardis Ruh – Foto: Gerd Taron

Abtei St. Hildegard – Foto: Gerd Taron

Der Wein, der schöne Rheingau und Pferde bilden eine wunderbare Kulisse für die Handlungen. Wer die Orte persönlich kennt, wie zum Beispiel „Hildegardis Ruh“, den Klosterladen der Abtei St. Hildegard bzw. die Abtei selbst und andere Schauplätze lässt sich von der Atmosphäre verzaubern.

Leider führt die erwähnte Zahnradbahn schon lange nicht mehr zum Niederwalddenkmal. Viele Rüdesheimer oder Rheingauer würden sich sicher wünschen, dass es sie eines fernen Tages wieder gibt. Aber mit der Seilbahn hochzufahren ist immer ein Erlebnis.

Diesen Roman habe ich zu Weihnachten an einem Tag „verschlungen“, da die Geschichten so spannend geschrieben sind.

Das hat mich dazu veranlasst, mich weiteren Werken von Elisa Maria Brock zu widmen.

Interessant wäre noch zu erwähnen, wie ich zu diesem Buch gekommen bin. Den sozialen Medien sei Dank, in meinem Fall „facebook“. Dort gibt es unter anderem die Gruppe „Der Rheingau – Unsere Region“. Es haben sich einige persönliche Kontakte ergeben. Bekanntlich verbinden gemeinsame Interessen.

Bei meinem Besuch demnächst in Rüdesheim weiß ich, wem ich unbedingt „Hildegards Ruh“ zeigen muss …

Ich wünsche dem Buch eine große Leserschaft. Es macht Lust auf Lesen.

Gerd Taron

Informationen zum Buch:

Verlag: Twentysix – broschiert – 320 Seiten
ISBN-13: 9783740732424
Preis: 12,95 Euro

Eine Leseprobe gibt es hier.

https://www.buecher.de/shop/pferde/traubenglueck-jobst-und-inga/brock-elisa-maria/products_products/detail/prod_id/49372292/

Die Autorin Elisa Maria Brock ist auch auf facebook zu finden:

Von alten Weibern und der Weiberfastnacht – Faschingslesung mit Sonja von Saldern in der Eppsteiner Weinpresse

Von alten Weibern und der Weiberfastnacht – Faschingslesung mit Sonja von Saldern in der Eppsteiner Weinpresse

Foto: Gerd Taron

Eppstein, 09.02.2018

Im goldenen Gewande kam sie hereingeschwebt – Sonja von Saldern als junges Faschingsweib in die Eppsteiner Weinpresse.

Passend zu diesen närrischen Zeiten präsentierte die Autorin Sonja von Saldern eine Geschichte über die Altweiberfastnacht in dem schönen Ambiente der Eppsteiner Weinpresse.

Das Eppsteiner Dreigestirn: Von links nach rechts: Ramon Olivella, Gerd Taron und Sonja von Saldern – Foto: Brina Stein

Ramon Olivella als Gastgeber, bekannt auch als Eppsteiner Mundschenk und Mitinhaber der Weinpresse begrüßte die zahlreich erschienen Gäste.

Gerd Taron mit Sonja von Saldern – Foto: Brina Stein

Auf besonderen Wunsch von Sonja von Saldern las im Vorprogramm Gerd Taron, Antiquar, Geschichten- und Gedichtesammler, wieder die Geschichte über Richard Wagner und seine Erlebnisse mit dem Champagner („Musik und Champagner“) aus dem Jahre 1858.

Sonja von Saldern – Foto: Gerd Taron

Sonja von Saldern – Foto: Brina Stein

In der Faschingsgeschichte „Weiberfastnacht“ – sie kehren wieder“ präsentierte Sonja von Saldern sehr unterhaltsame Begebenheiten von zwei Männern (Siegfried und Günther), die in einer WG (Wohngemeinschaft) leben. Dort kommt es zum Treffen mit den jeweiligen Ex-Frauen der beiden, Henriette (Siegfried) und Natascha (Gunther). Dabei vergisst Siegfried, dass er eigentlich zu einer Faschingsveranstaltung wollte. Sein Kompagnon Günther lässt sich nach dem turbulenten Treffen mit der Ex-Frau von Freund Siegfried bei einem Glas Flonheimer Grauburgunder aus Espendorf in einem Ohrensessel gut gehen und genießt dabei Richard Wagners Götterdämmerung.

Dann taucht auch noch die liebe und üppige Nachbarin mit der ganz speziellen Frauen-WG der beiden Freunde, Dorotha, bei Günther auf. Um das „Glück“ vollkommen zu machen, stattet die Ex-Frau von Gunther, Natascha, ebenfalls einen Besuch ab. Freund Siegfried amüsiert sich zwischenzeitlich anderswo auf einer Faschingsparty.

Mit den Worten von Richard Wagner „Es gibt ein Glück ganz ohne Reu“.nimmt die Geschichte eine sehr freundschaftliche Wende mit allen Beteiligten.

Es ist eine Geschichte, die Lust auf noch mehr lesenswertes macht. Vielleicht wird daraus ja auch ein Buch. Wer weiß?

Patricia Joyner (www.joyjams.de ) – Foto-.Gerd Taron

Patricia Joyner und ihre Faschingswaffeln – Foto: Brina Stein

Im Rahmen dieser Faschingslesung gab es dazu passend von Patricia Joyner leckere Faschingswaffeln.

Brina Stein konzentriert bei der Arbeit – mal nicht als Autorin unterwegs – Foto: Gerd Taron

Eine besonderes Dankeschön geht an dieser Stelle an die Autorin Brina Stein, die für die tolle Organisation des Faschingsnachmittags sorgte.

Gerd Taron

Glueckskind – Der neue Roman von Anne Zegelman – Eine Rezension

Glueckskind – Der neue Roman von Anne Zegelman – Eine Rezension

Kelkheim-Fischbach, 06.02.18

Es war eine gelungene Premierenlesung des neuen Romans von Anne Zegelman am 21.01.18 in der Alten Kirche von Kelkheim-Hornau.

Daher war ich sehr gespannt auf das Buch, wenn ich es selbst lese und welche Eindrücke es bei mir hinterlässt.

Um es vorwegzunehmen: Es hat Spuren hinterlassen, so wie das Leben selbst mit allen Höhen und Tiefen.

In sehr eindrücklicher und einfühlsamer Weise erzählt Anne Zegelman die Geschichte von drei Generationen, von der Nachkriegszeit über die 68er bis in die heutige Zeit.

Es beginnt mit einer Fronleichnamsprozession, bei der der „junge“ Großvater kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges in einem kleinen Ort eine Flagge an seinem Hause hisst. Die vorbeiziehenden Gläubigen reagieren verstört und entsetzt über diese Flagge. Es ist die Fahne der Tschechoslowakei, die so gar nicht zum Anlass passt.

Anne Zegelman erzählt dann im weiteren Verlauf über das Leben der Familie in dieser Kleinstadt – über die Tochter Tessa und später deren Enkelin Marie.

Es sind oft rührende Szenen, die sie beschreibt, wie die große Bücherfreundin Tessa eine Hippie-Freundin namens Eva kennen lernt und später mit ihr die Welt bereist

Sie kommt nach Jahren wieder zurück in ihren Heimatort. Dort kommt unter tragischen Umständen Marie zur Welt. Auch sie führt dann ein sehr bewegtes Leben. Beim Auffinden des Tagesbuches mehr über das Leben ihrer Mutter Tessa erfährt.

Sie besucht Eva, die engste Freundin ihrer Mutter Tessa, in den USA. Dort lernt Marie ihre große Liebe kennen. Es ist eine rührende Liebesgeschichte und es folgen glückliche und ereignisreiche Jahre, bis ein Schicksalsschlag diesem ein Ende macht.

Der Leser gewinnt den Eindruck, als ob Anne Zegelman bei all diesen verschiedenen Leben von der Großmutter und Großvater, von der Mutter und der Enkelin persönlich dabei war. Dabei ist angeblich, so Anne Zegelman, alles frei erfunden. Wirklich?

Was mich an diesem Buch beeindruckt, ist die einfühlsame Beschreibung der Charaktere und der gesamte Sprachstil.

Für alle, die selbst ein bewegtes Leben und Schicksalsschläge ertragen mussten, ist es ein mutmachendes Buch. Wer nicht aufgibt in schwierigen Situationen ist ein „Glückskind“

Ein für mich sehr wichtiger Satz in diesem Buch, der mir im Gedächtnis bleiben wird, lautet:

„Wir nehmen uns zu selten Zeit, unserem Leben zuzuhören.“

Dieser Roman hat eine Fortsetzung verdient. Wenn nicht, darf sich der Leser gerne in seiner Fantasie darüber nachdenken, wie es denn weitergehen könnte.

Gerd Taron

Mehr über die Autorin

https://www.anne-zegelman.de/

https://dezembra.blog/

Informationen zum Buch:

Geest-Verlag 2017
ISBN 978-3-86685-629-5
202 Seiten
12 Euro

Bericht über die Premierenlesung am 21.01.18 in der Alten Kirche Kelkheim-Hornau

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2018/01/23/glueckskind-anne-zegelman-und-ihre-premierenlesung-in-der-alten-kirche-hornau/

Mit sich selbst befreundet sein – Literarischer Wochenendgruß vom 09.02.18

Mit sich selbst befreundet sein – Literarischer Wochenendgruß vom 09.02.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

das neue Thema ist kein Aufruf zum egoistischen Handeln oder Verhalten. Im Gegenteil. Es möge neue Gedankenanstöße geben, sich über seinen eigenen Selbstwert bewusst zu werden. Viele Gespräche im Freundeskreis haben mich dazu veranlasst, mich diesem Thema neu zu widmen.

Denn nur wer mit sich selbst befreundet ist, kann über die vielen, die nur an sich selbst denken, „großzügig“ hinwegsehen. Wer mit sich selbst im reinen ist, hat die Anerkennung anderer Menschen nicht nötig. Er benötigt keinen Platz in der ersten Reihe des Lebens. Ein in sich ruhender Mensch widersteht den Widrigkeiten des Lebens leichter als andere.

Es ist manchmal ein langer und mühsamer Weg, um zur Selbstliebe = Selbstannahme zu finden. Aber jeder kleiner Schritt lohnt sich.

Wer mit sich selbst befreundet ist, findet dann auch andere, die sich dessen bewusst sind. Das ist die Quintessenz meiner eigener Lebenserfahrungen.

Entdeckt in der Buchhandlung Herr in Kelkheim – Foto: Gerd Taron

Gib nicht auf…

Du wurdest schlecht behandelt?
Deine Gabe wurde ignoriert?
Deine Fähigkeiten belächelt?
Deine Ideen für verrückt erklärt?
Dein Hingabe wurde abgewiesen?
Dein Bemühen wurde nicht honoriert?
Deine Verständnis wurde missbraucht?
Deine Hilfsbereitschaft würde ausgenutzt?
Dein Selbstwert wurde mit Füßen getreten?

Leide nicht länger unter der Abweisung deiner Umgebung
sondern erkenne den Sinn deines Weges.

Deine Mission ist die Selbstliebe.

Sie verwandelt Schmerz in Freude und Angst in Mut.
Sie dient dir dazu, deinen Wert anzuerkennen.

Selbstliebe lehrt dich zu erkennen wer du bist.
Sie ermöglicht dir aufzustehen wenn du hingefallen bist.

(c) Ralf Marohn

Foto: Caitleen Bree

Glück ist
mit allen Sinnen zu leben
sich selbst etwas zu gönnen
nicht immer perfekt sein zu müssen
mit und für andere Menschen zu leben
ein Zuhause zu haben,
wo man sich geborgen fühlt
die Balance zwischen Spannung
und Entspannung zu finden

Autor unbekannt

Foto: Tim-Thilo Fellmer

Die Balance
zu halten in all
den inneren
und
äußeren Stürmen des Lebens,
in der Balance aller Kräfte
sich selbst finden,
die Balance der eigenen
Mitte spüren
und
da bleiben,
sicher,
still,
geborgen
bei sich selbst
in der Liebe,
der Wertschätzung
und
der Leichtigkeit
zu sich selbst
mit uns selbst,
mit den Dingen sein –
das ist wahre Meisterschaft
im Leben!
-BALANCE-

Anja Schindler

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Als ich anfing, mich zu lieben, blieben die Situationen gleich und dennoch veränderte sich etwas.
Als ich anfing mich zu lieben, blieben die Menschen gleich und dennoch veränderte sich etwas.
Als ich anfing mich zu lieben, wurde das Geld nicht mehr und dennoch veränderte sich etwas.
Als ich anfing mich zu lieben, war die Blume immer noch die gleiche Blume und dennoch veränderte sich etwas.

Als ich anfing mich zu lieben…
…sah ich die Situationen nicht mehr mit lieblosen Augen. Ich sah Lernschritte für mich. Situationen, die mir auf meinem Weg zu mir helfen.

…erkannte ich, dass die Menschen nicht böse waren, weil sie böse sein wollten. Ich erkannte, dass sie sich genau wie ich im Außen verlaufen haben. Das auch andere Menschen auf dem Weg zu sich Irrwege gegangen sind.

…suchte ich nicht mehr Befriedigung in materiellen Sachen. Ich fand den Frieden in mir der völlig kostenlos ist.

…sah ich die Farben der Blumen. Die Formen und ihre Einzigartigkeit. Ich konnte mich an etwas erfreuen, was ich zuvor überhaupt nicht wahrgenommen habe.

Früher versuchte ich die Dinge im Außen zu verändern, wenn es mir nicht gut ging. Ich kramte mir die Dinge im Außen so, dass ich zufrieden war. Nur leider brach die Welt immer wieder mal zusammen und ich fing von vorne an. Ich brauchte sehr viel Energie, um diese Welt einigermaßen aufrecht zu erhalten. Innerlich wurde ich immer kranker…meine Seele brannte aus.
Dann ist es passiert… das Leben schleuderte mich aus der Bahn. Es gab mir Zeit, über mich nachzudenken und ich nahm mir zum ersten Mal die Zeit.
Scheinwelt…ich baute mir eine Scheinwelt auf. Eine Welt, die nicht meinem Inneren entsprach. Ich wollte Außen etwas sehen, was nicht meinem Inneren entsprach.

Nun fing ich an, an mir zu arbeiten.

Ich erfuhr, wie wertvoll ich bin. Ich konnte fühlen, wie gut es mir tut, mich selbst wertzuschätzen.
Einfach Menschsein, ohne etwas erreichen zu müssen. Das ist es, was wir alle verlernt haben.
Wir brauchen nichts zu sein…nichts zu tun, um wer zu sein.
Alles was wir glauben zu sein, weil wir etwas erreicht haben, ist nicht annähernd so wundervoll wie das, was wir wirklich sind.

Tief in uns, sind wir wundervolle Wesen der Liebe.
Was müssen wir tun, um dies wieder zu leben ???
Nichts…wir brauchen uns nur akzeptieren, genauso wie wir jetzt sind.

Jeder von uns ist einzigartig. Jeder von uns ist wundervoll. Jeder von uns trägt die Liebe in sich und wir selbst entscheiden, wann wir diese Liebe wieder in die Welt tragen.
Alles was wir in die Welt tragen kommt auch wieder zu uns zurück.

Auch DU bist einzigartig

Walter Müller

Teil der Unendlichkeit – Bild und Foto: Lissy Theissen

Unsere innere Größe
Zart und verletzbar
ist die Balance unseres Lebens.
Wir haben hier keine bleibende Sicherheit,
jede Stunde kann unsere letzte sein.
Auf Messers Schneide reifen und wachsen wir,
oft sogar über uns selbst hinaus.
Diese Gratwanderung ist unsere Berufung.
In der Balance bejahen wir unsere Vorläufigkeit.
Wir lieben die Welt
und tragen unsere Leidenschaft
für unser knappes aber erfülltes Leben
wie einen Schatz in uns.
Es ist Ausdruck unserer inneren Größe,
dass wir uns hier trotz anhaltender Gefährdung
eine Heimat schaffen können
und unserem Leben in all seinen Begrenzungen
eine Leuchtkraft verleihen,
die ausdrückt, dass wir frei sind.
Auch in unserer Hilflosigkeit
können wir größer als Leben und Tod werden:
Wir setzen unseren Anker in das Ewige

Ulrich Schaffer

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende mit frohem Herzen.

Ihr/Euer

Gerd Taron