Von der Schuld – Literarischer Ostergruß 2018

Von der Schuld – Literarischer Ostergruß 2018

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

die Osterausgabe befasst sich diesmal mit dem Thema Schuld. Das Wort hallt mir in diesen Tagen besonders oft, nicht nur an diesem Karfreitag, um die Ohren.

Wie oft werden wir zu „Schuldigern“ oder aber viel mehr noch lassen wir uns aus falsch verstandenem Schuldbewusstsein demütigen.

Täter kehren nicht nur in Gerichtsprozessen ihre angebliche „Unschuld“ um, und die Opfer sind selbst schuld an dem Geschehenen. Das eigentliche Opfer muss seine Unschuld beweisen und nicht der Täter. Dies beobachte ich bedauerlicherweise auch in meinem persönlichen Umfeld, besonders in den vergangenen Wochen.

Die Täter wollen und/oder können ihr Fehlverhalten nicht erkennen. Das Wichtigste ist für sie, dass es ihrem eigenen Ego nützt.

Glücklicherweise lebe ich in einem Umfeld mit sehr lieben Freunden, die diese Aussagen sicher befürworten können. Das macht mir Mut nicht zu verzagen und meinen Weg mit dem Thema „Schuld“ auf meine Weise umzugehen.

Foto: Gerd Taron

Die Schönheit des Lebens besteht darin, dass wir, weil wir das Geschehene nicht ungeschehen machen können, es sehen, verstehen, daraus lernen und es ändern können, so dass wir jeden Augenblick anstatt mit Bedauern, Schuldgefühlen, Angst und Ärger ihn lieber mit Weisheit, Verständnis und Liebe füllen.

Jennifer Edwards

Foto: Gerd Taron

Nachrichten, die für mich bestimmt sind,
weitergetrommelt von Regen zu Regen,
von Schiefer- zu Ziegeldach,
eingeschleppt wie eine Krankheit,
Schmuggelgut, dem überbracht,
der es nicht haben will –
Jenseits der Wand schallt das Fensterblech,
rasselnde Buchstaben, die sich zusammenfügen,
und der Regen redet
in der Sprache, von welcher ich glaubte,
niemand kenne sie außer mir –
Bestürzt vernehme ich
die Botschaften der Verzweiflung,
die Botschaften der Armut
und die Botschaften des Vorwurfs.
Es kränkt mich, daß sie an mich gerichtet sind,
denn ich fühle mich ohne Schuld.
Ich spreche es laut aus,
daß ich den Regen nicht fürchte und seine Anklagen
und den nicht, der sie mir zuschickte,
daß ich zu guter Stunde
hinausgehen und ihm antworten will.

Günter Eich

Foto: Gerd Taron

Die Zurückhaltung deiner Demut
Wenn sie dich wegen einer Aussage
missbilligend von der Seite betrachten,
wenn sie es dir mit Worten
oder mit Schweigen nachtragen,
dass deine Antwort ihnen unangenehm ist
oder dass deine Antwort heute anders ist als gestern,
wenn sie dir vorwerfen, dass du nicht mitmachst,
wenn sie vorgeben, dich nicht zu verstehen,
weil sie sich sonst selbst verändern müssten,
wenn sie unmöglich finden,
dass dir das Innere wichtiger ist als das Äußere,
wenn sie dich fragen,
ohne deine Anwort hören zu wollen,
wenn sie dich übersehen, um dich zu strafen,
wenn sie versuchen, dich mit ihren Vorschlägen
auszuhöhlen, um dich auf ihre Seite zu kriegen,
wenn sie erwarten, dass du dir selbst untreu wirst,
nur um ihnen treu zu sein, was das auch heißen mag,
wenn sie nicht erfassen wollen oder können,
was deine innere Wahrheit ist,
wenn sie dich so in Frage stellen,
dass sie deine Würde antasten,
wenn sie laut sind, wo du leise bist,
wenn sie dir deinen ureigensten Raum nehmen
und mit ihrem Wesen besetzen, was dir gehört,
wenn sie über dich verfügen,
als hättest du keine Meinung,
wenn sie deine Leidenschaft abschwächen wollen,
um dich lau und mittelmäßig zu machen,
dann halte aus, dich nicht zu verteidigen.
Schäme dich nicht.
Sei dir treu, in der Tiefe deines Wesens.
Vielleicht schaffst du es sogar,
nicht zum Gegenangriff überzugehen.
Erinnere dich,
dass du dein Leben leben musst, nicht sie.
Was für sie gilt, gilt meistens nicht für dich.
Deine innere und auch deine äußere Welt
sind absolut einmalig und du hast
den besten Überblick über sie.
Die Zurückhaltung deiner Demut ist groß,
sonst hättest du längst getan,
was sich hundertmal jeden Tag anbietet:
eine andere zu sein als die,
die du bist.
Und wo du es getan hast,
da kreide es dir nicht an und kehre zu dir zurück.
Es gibt keinen Moment,
wo nicht etwas in dir auf dich wartet.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron

Ich brauche keine Schuldgefühle zu haben, bloß weil das, was ich tue, sage oder denke, einem anderen nicht gefällt.

Ich darf wütend sein und meine Wut ausdrücken, solange ich dabei nicht mein Augenmaß verliere.

Ich muss nicht die alleinige Verantwortung für Entscheidungen übernehmen, an denen auch andere beteiligt waren.

Ich habe das Recht, “ Ich verstehe das nicht“ oder “ Ich weiß es nicht “ zu sagen, ohne mir blöd vorzukommen.

Ich habe das Recht, Nein zu sagen, ohne dabei Schuldgefühle haben zu müssen
.
Ich muss mich nicht entschuldigen oder rechtfertigen, wenn ich Nein sage.

Ich habe das Recht, andere um etwas zu bitten.

Ich habe das Recht, Bitten abzuschlagen und zusätzliche Verpflichtungen abzulehnen.

Ich habe das Recht, anderen mitzuteilen, wenn ich das Gefühl habe, dass sie mich ungerecht behandeln oder bevormunden.

Ich habe das Recht, es anderen mitzuteilen, wenn ihr Verhalten mich irritiert.

Ich habe das Recht, Fehler zu machen und für sie die Verantwortung zu tragen. Ich habe das Recht mich zu täuschen.

Ich brauche nicht von allen gemocht, brauche keine Schuldgefühle zu haben, bloß weil das, was ich tue, sage oder denke, einem anderen nicht gefällt.

Ich darf wütend sein und meine Wut ausdrücken, solange ich dabei nicht mein Augenmaß verliere.

Ich muss nicht die alleinige Verantwortung für Entscheidungen übernehmen, an denen auch andere beteiligt waren
.
Ich habe das Recht, “ Ich verstehe das nicht“ oder “ Ich weiß es nicht “ zu sagen, ohne mir blöd vorzukommen.

Ich habe das Recht, Nein zu sagen, ohne dabei Schuldgefühle haben zu müssen.

Ich muss mich nicht entschuldigen oder rechtfertigen, wenn ich Nein sage.

Ich habe das Recht, andere um etwas zu bitten.

Ich habe das Recht, Bitten abzuschlagen und zusätzliche Verpflichtungen abzulehnen.

Ich habe das Recht, anderen mitzuteilen, wenn ich das Gefühl habe, dass sie mich ungerecht behandeln oder bevormunden.

Ich habe das Recht, es anderen mitzuteilen, wenn ihr Verhalten mich irritiert.

Ich habe das Recht, Fehler zu machen und für sie die Verantwortung zu tragen. Ich habe das Recht mich zu täuschen.

Ich brauche nicht von allen gemocht, bewch brauche keine Schuldgefühle zu haben, bloß weil das, was ich tue, sage oder denke, einem anderen nicht gefällt.

Ich darf wütend sein und meine Wut ausdrücken, solange ich dabei nicht mein Augenmaß verliere.

Ich muss nicht die alleinige Verantwortung für Entscheidungen übernehmen, an denen auch andere beteiligt waren.

Ich habe das Recht, “ Ich verstehe das nicht“ oder “ Ich weiß es nicht “ zu sagen, ohne mir blöd vorzukommen.

Ich habe das Recht, Nein zu sagen, ohne dabei Schuldgefühle haben zu müssen.

Ich muss mich nicht entschuldigen oder rechtfertigen, wenn ich Nein sage.

Ich habe das Recht, andere um etwas zu bitten.

Ich habe das Recht, Bitten abzuschlagen und zusätzliche Verpflichtungen abzulehnen.

Ich habe das Recht, anderen mitzuteilen, wenn ich das Gefühl habe, dass sie mich ungerecht behandeln oder bevormunden.

Ich habe das Recht, es anderen mitzuteilen, wenn ihr Verhalten mich irritiert.

Ich habe das Recht, Fehler zu machen und für sie die Verantwortung zu tragen. Ich habe das Recht mich zu täuschen.

Ich brauche nicht von allen gemocht, bewundert oder geachtet zu werden für alles, was ich tue.

(Virginia Satir)

Foto: Gerd Taron

Ich wünsche dir Füße,
die dich auf den Weg bringen,
zu dem, was wichtig ist
und die nicht stehen bleiben
vor den Schritten,
die entscheidend sind.
.
Ich wünsche dir ein Rückgrat,
mit dem du aufrecht
und aufrichtig leben kannst
und das sich nicht beugt
vor Unterdrückung,
Willkür und Macht.
.
Ich wünsche dir ein Herz,
in dem viele Menschen zu Hause sind
und das nicht müde wird,
Liebe zu üben und
Schuld zu verzeihen.
.
Auszug aus einem jüdischen Segensspruch,

Ich wünsche Ihnen, dass Sie diese sehr nachdenklichen Texte Ihre Osterfreude nicht trüben. Ein gesegnetes Osterfest mit vielen liebevollen Begegnungen wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Die Fotos entstanden bei einem Ausflug zum Kloster Eberbach und in Eltville

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Genau gerechnet – Literarischer Wochenendgruß vom 23.03.18

Genau gerechnet – Literarischer Wochenendgruß vom 23.03.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

es ist irgendwie eine verrückte Welt in der wir derzeit leben. Wir werden und lassen uns bestimmen durch Statistiken, Studien und die angeblichen Werte, die sich daraus für ein sinnvolles Leben ergeben, Unser neuer Gesundheitsminister weiß zum Beispiel genau bis auf den Cent , was ausreichend für ein ausreichendes Auskommen ist. Die Gesundheitslobby bestimmt bis auf den Gramm genau, wann jeder einzelne gesund oder ungesund lebt. Im Sinne des Profits werden dann die entsprechenden Medikamente über diverse Marketing-Maßnahmen beworben.

Wir haben uns aus „Zahlengläubigkeit“ diesem System der Zahlen unterworfen. Zahlen bestimmen unser Leben überall, ob im Beruf oder in unserer Freizeit

Für mich ergibt sich aus den einleitenden Worten: Glaube keiner Studie oder Statistik, die man selbst als angeblich wahr übernimmt.

Womit rechnen Sie? Was zählt für Sie? Von wem lassen Sie sich die Normen Ihres Lebens bestimmen?

Foto. Gerd Taron

Das Wissen um Phänomene, die sich einer statistischen Erfassung entziehen, macht gelassen gegenüber falschen Sorgen über die Allmacht der Zahlen oder gar der Zahlensammler.

Edzard Reuter

Foto: Gerd Taron

Die großen Leute lieben nämlich Zahlen. Wenn ihr euch über einen neuen Freund unterhaltet, wollen sie nie das Wesentliche wissen. Sie fragen dich nie: »Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge?« Sie wollen lieber wissen: »Wie alt ist er? Wie viele Brüder hat er? Wieviel wiegt er? Wieviel verdient sein Vater?« Erst dann werden sie glauben, ihn zu kennen. Und wenn ihr den großen Leuten erzählt: »Ich habe ein sehr schönes Haus mit roten Ziegeln gesehen, mit Geranien vor den Fenstern und Tauben auf dem Dach …« werden sie sich das Haus nicht vorstellen können. Ihr müsst vielmehr sagen: »Ich habe ein Haus gesehen, das hunderttausend Franken wert ist.« Dann kreischen sie gleich: »Oh, wie schön!«
Aus: Der kleine Prinz von Antoine de St. Exupéry

Foto: Gerd Taron

Eine alte Dame setzt sich in ein Café. Die Kellnerin bringt ihr die Menü-Karte und fragt nach, was sie denn bestellen möchte.
Die alte Dame fragt: „Wie teuer ist bei ihnen ein Stück von der Torte?“
Die Kellnerin antwortet: „5 Euro.“
Die gebrechliche alte Dame holt einige Münzen aus ihrer Tasche und beginnt langsam zu zählen.
Dann fragt sie wieder: „Und wie teuer ist bei ihnen ein einfaches Stück Kuchen?“
Die Kellnerin war etwas gestresst, da sie ja noch viele Tische bedienen musste und antwortete sehr ungeduldig: „4 Euro.“
„Das ist gut, dann nehme ich gerne den einfachen Kuchen“, antwortete die alte Dame.

Die Kellnerin brachte ihr genervt den Kuchen und legte gleich die Rechnung hin. „Immer diese geizigen Leute“, murmelte sie leise vor sich hin.
Die alte Dame aß ganz langsam und genussvoll den Kuchen, stand langsam auf, legte das Geld auf den Tisch und ging.

Als die Kellnerin nun den Tisch aufräumen wollte, stellte sie fest, dass die alte zerbrechliche Dame ihr einen Euro Trinkgeld hingelegt hat.

Sie bekam vor Rührung Tränen in die Augen. Aber es war zu spät, um sich bei der alten Dame zu entschuldigen. Sie begriff schmerzhaft und sich schrecklich fühlend, dass die alte Dame sich mit einem einfachen Stück Kuchen begnügte, um der Kellnerin Trinkgeld zu schenken!

Autor unbekannt

Foto: Gerd Taron

Du denkst im Quadrat,
und ich fühle rund.
Du fühlst in Zahlen,
und ich denke bunt.
Dein Leben
besteht nur aus schwarz oder weiß,
aus ja oder nein,
aus ganz kalt oder heiß.
Mein Leben
dreht sich in Achterbahnen.
Besteht aus Vielleicht,
aus Probieren und Wagen.
Dein Weg, er führt dich stets gradeaus,
Dein Blick ist immer nach vorne gerichtet.
Die Emotionen schaltest du gerne aus.
Meine Hoffnungen, Träume hast du lang vernichtet.
Mein Weg führt mich durch Kurven und Täler.
Neugier lässt mich oft in Gräben stranden.
Meinen Lebenshunger kann das nicht schmälern
Ich bin geübt im unfreiwillig Landen.
Leb du ruhig weiter nach deinen Plänen,
nach Terminkalender und Blick auf die Uhr.
Ich will mich bald in neuen Armen wähnen,
geliebt und mit Aufmerksamkeit pur.

Anne M. Pützer –

Der literarische Wochenendgruß dieser Ausgabe beinhaltet 693 Worte und 4 Fotos. Ich wünsche allen Lesern ein Wochenende ohne von Zahlen bestimmt zu sein.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Taron-Neuigkeiten Nr. 1/ 2018 – die literarische Freiluftsaison beginnt

Taron-Neuigkeiten Nr. 1/ 2018 – die literarische Freiluftsaison beginnt

Liebe Kulturfreunde,

auch wenn sich die beginnende kalendarische Frühlingswoche derzeit wie auf dem Foto mit weißen Winterkleid und bei eisigen Temperaturen präsentiert: Der Frühling ist nicht aufzuhalten.

Wie in den Jahren zuvor beginnt die literarische Freiluftsaison mit dem literarischen Frühlingsspaziergang am Rettershof im Taunus.

Treffpunkt ist ab sofort der Große Parkplatz am Rettershof. Dies erleichtert die Orientierung für alle, die weniger ortskundig sind. Für alle, die ein Navi verwenden,, geben die Adresse „Kelkheim-Fischbach, Rettershof 2 (Landgasthof Zum fröhlichen Landmann)“ ein.

Hier alle Einzelheiten im Überblick:

Literarischer Frühlings-Spaziergang am Rettershof (Kelkheim-Fischbach)

Der Frühling ist da! Geschichten und Gedichte

Sonntag, 25.03.2018 – 15 Uhr (Sommerzeit)

Treffpunkt: Großer Parkplatz am Rettershof

An verschiedenen Stationen rund um den Rettershof präsentiere ich Geschichten und Gedichte aus alten und neueren Büchern rund um den Frühling.
Nach dem Spaziergang besteht die Möglichkeit, im Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“ zu verweilen.
Festes Schuhwerk wird empfohlen – Kostenbeitrag: 5 Euro
Bei sehr schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Landgasthofes „Zum fröhlichen Landmann“ statt.

Weitere Informationen gibt es bei mir auf Wunsch hier:
Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach, Tel. 06195-676695
E-Mail: taron-antiquariat@gmx.de
Internet: https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

Ich freue mich auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen mit allen, die Literatur in der Natur erleben möchten.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Die Digitalisierung wird uns nicht retten – Literarischer Wochenendgruß vom 16.03.18

Die Digitalisierung wird uns nicht retten – Literarischer Wochenendgruß vom 16.03.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

das Zauberwort unserer heutigen Zeit heißt Digitalisierung. Die neue Technik scheint ein Allheilmittel für alle unsere Probleme zu sein. Die neue Bundesregierung besetzt hochrangig angesiedelte Stellen mit Staatsministern und mehr.

Doch verschafft uns die Digitalisierung im realen Alltag mehr Sicherheit, mehr Komfort? Wer beispielsweise als Pendler im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, erlebt es öfters, dass es wegen einer „Stellwerksstörung“ zu massiven Beeinträchtigungen kommt.

Oder die Folgen eines nur kurzen Stromausfalls oder Störungen im Kabelnetz bewirkt manchmal, dass Geldautomaten, Fernsehen, Telefonie, Internet, für einen längeren Zeitraum nicht mehr nutzbar sind. Die empfindlichen Geräte mit ihren Programmen (Software) sind mit handwerklichen Mitteln nicht zu reparieren.

Manch ein Autofahrer wird dies schon erlebt haben, dass die digitale Technik versagt und komplette Bauteile für viel Geld ausgetauscht werden müssen.

Wo bleibt bei dieser doch angeblich so fortschrittlichen Technik der Mensch? Wird er tatsächlich in seinem Alltag entlastet? Stattdessen entsteht für mich der Eindruck, dass die Belastung, der Stress immer größer und unmenschlicher wird. Es verwundert daher nicht, dass die psychosomatischen Erkrankungen immer mehr zunehmen.

Eine realistischere Betrachtung dieser so angeblich heilsbringenden Digitalisierung halte ich für dringend notwendig.

Foto: Michael Heinz

Die Welt, bedacht auf plattem Nutzen,
sucht auch die Seelen auszuputzen.
Das Sumpfentwässern, Wälderroden,
schafft einwandfreien Ackerboden,
und schon kann die Statistik prahlen
mit beispiellosen Fortschrittszahlen.
Doch langsam merken’s auch die Deppen,
die Seelen schwinden und versteppen,
denn nirgends mehr so weit man sieht,
gibt es ein Seelenschutzgebiet.
Kein Wald, drin Traumes Vöglein sitzen,
kein Bach, drin Frohsinns Fischlein blitzen,
kein Busch, im Schmerz sich zu verkriechen,
kein Blümlein, Andacht rauszuriechen,
nichts als ein ödes Feld mit Leuten,
bestellt, es restlos auszubeuten.
Drum wollt ihr nicht zugrunde gehen:
Lasst noch ein bisschen Wildnis stehen.
Eugen Roth

Foto: Olaf Jahnke

Heute haben wir größere Häuser, jedoch kleinere Familien…
Mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit…
Wir haben einen höheren Bildungsgrad mit mehr Wissen, aber weniger gesunden Menschenverstand und Urteilsvermögen…
Wir haben mehr Experten, aber mehr Probleme…
Mehr Medizin, aber weniger gute Gesundheit…
Wir geben uns zu unbekümmert
Lachen zu wenig
Werden zu schnell ärgerlich
Stehen zu spät auf
Lesen zu wenig
Sehen zu viel TV und sind weniger rücksichtsvoll…
Wir haben unsere Besitztümer multipliziert, aber unsere Werte reduziert…
Wir reden zuviel, lieben zu wenig und lügen zu oft…
Wir haben gelernt, wie man einen Lebensunterhalt verdient, aber nicht das Leben…
Wir haben Jahre zu leben, aber nicht dem Leben Jahren hinzuzufügen…
Wir haben höhere Gebäude, aber niedrigere Temperamente…
Breitere Straßen, aber schmalere Standpunkte…
Wir geben mehr aus, aber haben weniger…
Wir kaufen mehr, genießen es noch weniger…
Wir sind die ganze Strecke zum Mond und zurück gewesen, aber wir haben Mühe, die Straße zu überqueren, um unsere Nachbarn zu treffen…
Wir haben das Atom, aber nicht unser Vorurteil gespalten…
Wir schreiben mehr, lernen weniger, planen mehr, aber vollenden weniger…
Wir haben gelernt zu eilen, aber nicht zu warten…
Wir haben höhere Einkommen, aber niedrigere Moral…
Wir bauen mehr Computer, um mehr Information zu halten, mehr Kopien zu erzeugen, aber um weniger persönliche Kommunikation zu haben…
Wir haben mehr Quantität statt Qualität…
Dies sind die Zeiten des Fast Foods und großen Männer mit wenig Charakter…
Mehr Freizeit, aber weniger Spaß – mehr Arten der Nahrung – aber weniger Ernährung…
Zwei Einkommen – aber mehr Scheidungen…
Schönere Häuser – aber gebrochene Heime…
Deshalb schlagen wir vor:
Bewahre nichts für einen speziellen Anlass,
denn jeder Tag, den Du lebst ist ein spezieller Anlass.
Suche nach Wissen, lies mehr,
sitze auf Deiner Veranda
und bewundere was Du siehst,
ohne Deinen Bedürfnissen
Aufmerksamkeit zu schenken.
Verbringe mehr Freizeit mit Deiner Familie
und Deinen Freunden,
iss Deine Lieblingsspeisen,
besuche die Orte die Dir gefallen
und wo es Dir wohl ist.
Das Leben ist eine Kette von Momenten der Genüsse;
nicht nur des Überlebens.
Brauche Deine kristallenen Gläser.
Spare Dein bestes Parfüm nicht auf.
Brauche es täglich, wenn Du Dich danach fühlst.
Streiche aus Deinem Wortschatz Worte wie
“eines Tages” und “irgendwann”.
Lass uns den Brief schreiben,
den wir schon längst schreiben wollten
“eines Tages”.
Lass uns der Familie / Partner/in und den Freunden sagen,
wie sehr wir sie lieben.
Verschiebe nichts, was Deinem Leben
Gelächter und Freude bringt.
Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute ist speziell.
Und Du weißt nicht,
ob es Deine letzte gewesen ist.
Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist,
etwas darzustellen als zu sein.
Wo moderne Technik einen Text wie diesen
in Windeseile in alle Welt tragen kann,
und wo Wir die Wahl haben:
Etwas zu ändern …
Erkennen Sie, dass jeder Tag, jede Stunde und jede Minute einmalig ist.

(Verfasser unbekannt)

Foto: Petra Krenzer

Sind wir wirklich gemeint?
Sind wir wirklich gemeint,
wenn der Schwall der Worte uns überfällt
und wir hören, dass dieses und jenes
unsere ungeteilte Aufmerksamkeit verdient?
Wir sind hochgerechnet worden,
man hat uns mitgezählt, vorbestimmt und eingeordnet ,
lange bevor uns jemand gefragt hat,
was unsere tiefen Bedürfnisse sind.
Vielleicht wird uns nie jemand fragen
und doch wird uns gesagt, was gut für uns ist
und wie wir die Welt zu sehen haben.
Du und ich, in unserer Einmaligkeit,
sind nicht gemeint,
wenn die Lautstärke zunimmt,
das Zählen wieder beginnt
und die Entscheidungen für uns fallen.
Dann ist es wichtig, sich abzukehren
von Ideen und Menschen, die uns bestimmen wollen,
sogar wenn sie uns lieb sind.
Dann ist es Zeit,
uns der fast unhörbaren, leisen
inneren Stimme zuzuwenden.
Ulrich Schaffer

Foto: Karin Ruf

Ich wünsche Dir im alltäglichen Lebenstheater ein gutes Gespür für deine Bedürfnisse. Sage „Hallo“ zu den Zeichen der Zeit und schaffe aus ihnen frische Inszenierungen. Voller Erwartung und mit viel Power. Trau dich, die Hauptrolle in deinem Lebensdrehbuch zu spielen und gönne dir den Luxus einer eigenen Meinung. Begehrte Rollen mit kühnem Schwung wollen geboren werden. Nimm den Stift in die Hand und fange an zu schreiben. Suche nach Möglichkeiten, die Dein Leben reich machen und ändere hin und wieder mal nur die Blickrichtung.

Monika Bylitza

Ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Reden wir miteinander – Literarischer Wochenendgruß vom 09.03.18

Reden wir miteinander – Literarischer Wochenendgruß vom 09.03.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

haben Sie heute schon getwittert in aller Kürze? Im Zeitalter der sozialen Medien heißt es doch oft: Fasse Dich kurz! In vergangenen Zeiten gab es für besondere wichtige Nachrichten das Telegramm. Einige werden es vielleicht noch kennen.

Persönliche Informationen wurden im Gespräch, im Gegenüber, im Miteinander ausgetauscht. Da wird und kann kein noch so guter Algorithmus aus der Computerwelt dem etwas entgegensetzen.

Mimik, Gestik, Stimme sind Merkmale für eine menschliche Kommunikation. Ich freue mich, dass es in meinem Umfeld immer mehr wieder zum Telefon gegriffen wird statt eine E-Mail zu versenden oder sich über soziale Medien auszutauschen.

Wenn es die räumliche Nähe zulässt ist natürlich eine persönliche Begegnung die beste Kommunikation. Diese Zeit sollten wir uns nehmen, auch wenn es bei den vielfältigen Aktivitäten manchmal schwierig erscheint.

Die nachfolgenden Texte und Fotos mögen wieder neue Inspirationen für Ihren Alltag geben.

Ein Projekt des Café Anschluss in Frankfurt am Main-Dornbusch (www.cafe-anschluss.de)

Heute wird so viel geredet
wie noch nie.
Über die Köpfe der Menschen hinweg
rollt eine Lawine leerer Worte
wie noch nie.
.
Jeder will reden.
Jeder will das Wort.
Jeder will Mitspracherecht.
.
Aber nur wenige haben etwas zu sagen.
Weil wenige die Stille und die Spannung
des Denkens aushalten können.
.
Sei liebevoll mit deinen Worten.
Worte sollen »Licht« sein,
Worte sollen versöhnen,
einander näher bringen,
Frieden stiften.
.
Phil Bosmans

Foto: Gerd Taron

Die weise Bank

Ein Flüstern im Vorübergehen
drang in mein Ohr, sah sie da stehen
Ganz leise hörte ich sie reden:
Komm her, ich spreche nicht mit jedem!
Ich öffnete mich ihrem Plauschen
fühlte die Zeit vorüber rauschen
schon viele Menschen, auf ihr weilten
oder an ihr vorüber eilten
Sie hörte all ihre Geschichten
und konnte mir so viel berichten
von ihren Sorgen und den Nöten
und manches ließ sie auch erröten
Sie sah die Menschen, wie sie waren
und konnte vieles schon erfahren
über das Leben hier auf Erden
sie könnte glatt Psychiater werden!
Könnte sie sprechen, würd´ sie sagen:
Du kannst das Leid der Welt nicht tragen
Höre den Menschen einfach zu
sei mit ihnen in aller Ruh´
Gib keine Antwort ohne Fragen
lass sie sich selbst die Antwort sagen
denn sie alleine können wissen
wie sie ihr Leben leben müssen …

Cäcilia Wentker

Autoren im Gespräch – hier: Franziska Franz und Rainer Franke – Foto: Gerd Taron

Wenn du authentisch lebst,
ganz und gar versuchst zu sein,
was du bist und kannst,
strahlst du,
geht Licht und Wärme von dir aus,
wirkst du.

Wenn du authentisch lebst,
schaffst du eine Atmosphäre,
in der sich Menschen wohlfühlen,
einander begegnen,
miteinander reden,
füreinander da sind.

Wenn du authentisch lebst,
echt und ehrlich bist,
Anteil nimmst und gibst,
schaffst du neue Möglichkeiten,
eine neue Welt.

Max Feigenwinter

Köstlichkeiten im Hospizverein Lebensbrücke anlässlich der Vernissage von Connie Albers „Umarmung“ – (http://www.hospizverein-lebensbruecke.de/

Wie wäre es?

Neues Essen zu probieren,
auch wenn unser Gaumen sich zuerst dagegen wehrt.
Neue Autoren zu lesen,
um eine andere Sicht der Welt zu spüren.
Neue Ferienziele zu besuchen,
auch wenn wir uns an alten sicherer fühlen.
Neue Farben zu tragen,
auch wenn wir meinen, sie stünden uns nicht.
Neue Gedanken zu denken,
auch wenn uns die alten nur allzu bekannt sind.
Andersartige Menschen, als die, die wir kennen,
in unseren Freundeskreis aufzunehmen.
Mehr als je zuvor allein zu sein,
um besser nach innen hören zu können.
Ahnen, anstatt zu wissen,
hören, anstatt zu reden.

Ulrich Schaffer

Michael Forst und Anneliese Druhm bei einer Lesung von Anne Zegelman „glueckskind“ – Foto: Gerd Taron

Miteinander reden und lachen,
sich gegenseitig Gefälligkeiten erweisen,
zusammen schöne Bücher lesen,
sich necken dabei, aber auch sich Achtung erweisen,
mitunter auch streiten – ohne Hass,
so wie man es wohl einmal mit sich selbst tut,
manchmal in den Meinungen auseinander gehen
und damit die Eintracht würzen,
einander belehren und voneinander lernen,
die Abwesenden schmerzlich vermissen,
die Ankommenden freudig begrüßen –
lauter Zeichen der Liebe und Gegenliebe,
die aus dem Herzen kommen,
die sich äußern in Miene, Wort
und tausend freundlichen Gesten
und wie Zündstoff den Geist in Gemeinsamkeit entfalten,
so dass aus den Vielen eine Einheit wird.

(Hl. Augustinus)

Ein Wochenende mit vielen schönen Gesprächen wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Sara und die Regentage von Franziska Franz und Norbert J. Rottensteiner – Macht Regen glücklich? Eine Rezension

Sara und die Regentage von Franziska Franz und Norbert J. Rottensteiner – Macht Regen glücklich? Eine Rezension

Kelkheim-Fischbach, 06.03.18

Ein Buch, zwei Autoren, eine Geschichte – kann das gutgehen?

Es ist etwas ungewöhnlich, dass zwei verschiedene Autoren – Franziska Franz und Norbert J. Rottensteiner, die sich noch nie persönlich begegnet sind, zusammenfinden und eine unterhaltsame Geschichte entwickeln. Als Leser werden die Unterschiede im Schreibstil nicht deutlich. Es ist wie aus einer Feder.

Die Idee zum Titel des Buches stammt nebenbei bemerkt von Norbert J. Rottensteiner

Zentraler Ort ist die österreichische Hauptstadt Wien.

Auch das Hotel Sacher spielt eine kleine Nebenrolle – Hier eine symbolische Annäherung bei einer Lesung von Franziska Franz im Cafè Anschluss in Frankfurt – Foto: Gerd Taron

Foto: Gerd Taron

Ich war noch niemals in Wien

Franziska Franz war noch nie in Wien, wie sie auf ihren Lesungen erklärte. Und dennoch beschreibt sie Wien, als ob sie sich dort bestens auskennt. Das ist gekonnt.

Ihr Co-Autor Norbert J. Rottensteiner, lebt und arbeitet in Wien.

Handlung und Handelnde

Betrachten wir die handelnden Personen und die Handlung des Buches näher.

Da sind Sebastian Reger, ein Wiener Galeriebesitzer, und Sara Wenzel, eine Konzertmeisterin aus Deutschland, die der Beruf nach Wien verschlägt. Dort spielt im wahrsten Sinne der Worte „die erste Geige“ an der Wiener Oper. Dort steht in Kürze die Premiere mit Placido Domingo bevor.

Da ist Anna, die sehr fleißige und umsichtige Assistentin von Sebastian Reger. Sie studiert und hat ihre Zukunftspläne. Sie ist mehr als nur eine große Hilfe für Sebastian.

Da ist Anatol, der krächzende Kakadu, der umständehalber in der Galerie sein Zuhause gefunden hat und dank Anna nur mit Spezialfutter zu beruhigen ist.

Da ist Frau Sommer, die Vermieterin von Sara. Sie ist eine waschechte in die Jahre gekommene Wienerin mit allem Wiener Schmäh.

Und da ist die junge noch unentdeckte russische Künstlerin Nadeshda Simakova, die Sebastian zufällig aufspürt. Mit ihr hat er noch großes vor.

Zum Inhalt

In diesem schönen Wien treffen sich Sebastian Reger und Sara Wenzel auf eine etwas unkonventionelle Weise: Bei strömenden Regen kommt es zwischen den beiden zu einer folgenschweren Karambolage.

Daraus entwickelt sich eine amüsante und sehr unterhaltsame Liebesgeschichte, die von Anna und den anderen Protagonisten (siehe oben) begleitet wird.

Es gibt viel Aufregendes zwischen den beiden und um die beiden. Sebastian steht kurz vor einer besonderen Vernissage mit der noch unentdeckten jungen russischen Künstlerin Nadeshda Simakova. Sara fiebert ihrer Premiere als Konzertmeisterin an der Wiener Oper entgegen.

Das alles wird von den beiden Autoren sehr einfühlsam und fast zärtlich beschrieben. Kitschiger Liebesroman? – Fehlanzeige!

Gibt es ein Happy-End? Als Leser kann man es kaum erwarten, wie die Geschichte endet und es wird in dieser Rezension nicht verraten. Lesen Sie lieberselbst und lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf..

Aus dem Buch seien zwei amüsante Passagen hier beispielhaft zitiert.

„Das Bett muss ich auf alle Fälle neu beziehen. Dann die Schmutzwäsche im Wäschekorb verschwinden lassen! Die Fenster weit öffnen, damit die frische, kühle Abendluft die abgestandene Zimmerluft vertreiben kann! Staubsauger anwerfen, um Teppiche rasch und effektiv zu säubern.
Was mache ich mit den beiden Geschirrbergen, die seit gut einer Woche die Spülbecken belagern?“

Sebastian in möglicher Erwartung eines Besuchs von Sara:

Ob diese „Probleme“ rechtzeitig gelöst werden können, erfährt der Leser im Laufe dieses Buches.

Und noch ein Bonmot:

„Ich bin froh über die frische Abendluft, die mir hier endlich entgegenströmt, denn ich bin reichlich benommen von den schweren Düften der Damenwelt, die wabernd die Säle der Galerie durchströmen. Sebastian hätte parallel einen Vertrag mit einer Parfümerie-Kette abschließen sollen.“.

Sara während der Vernissage von Nadeshda, der jungen russischen Künstlerin:

Einige Fragen stellen sich mir nach dem Lesen des Buches:

Ob Mann/Frau in Wien tatsächlich eine solche beeindruckende Galerie mit 6 Sälen findet?

Ob es Nadeshda, die junge begabte russische Malerin mit ihren farbenfrohen Werken wirklich gibt? In der Realität habe ich bereits einige Künstlerinnen, die sich ebenfalls durch ihre Farbenvielfalt auszeichnen, persönlich kennenlernen dürfen, wie zum Beispiel Lissy Theissen, Connie Albers, Margot Seibert oder Andreina Bonanni aus meinem persönlichen Umfeld.

Eine russische Künstlerin war noch nicht dabei.

Das Buch eignet sich gut als Beitrag zur deutsch-österreichischen Verständigung.

Franziska Franz ist als Autorin in vielfältiger Weise aktiv. Sie schreibt Kinderbücher (z. B. Hans Hase mit der langen Hase). Besonderer Beliebtheit erfreuen sich auch ihre Satzzeichenabenteuer. Auch ein Krimi soll in Vorbereitung sein, wie der Autor aus gut unterrichteter Quelle erfuhr.

Wer mehr über die Autorin wissen möchte, schaue auf ihrer Internetseite vorbei:

https://franziskafranz.wordpress.com/

Ich wünsche diesem sehr lesenswerten Buch eine große Leserschaft.

Gerd Taron

PS. Die Fotos sind bei Lesungen von Franziska Franz zu diesem Buch entstanden.

Informationen zum Buch

ISBN13-Nummer:
9783845923826
Taschenbuch
Preis: 11,95 Euro
Erschienen im AAVAA-Verlag
https://franziskafranz.wordpress.com/

Leseprobe unter: http://www.suchbuch.de/leseproben/belletristik/sara_und_die_regentage/5715

Über die Bedeutung von Lesungen in der heutigen Zeit

Über die Bedeutung von Lesungen in der heutigen Zeit

Der bekannte Krimi-Autor Olaf Jahnke bei einer Lesung am Bad Sodener Tag der Künste – Foto. Gerd Taron

Liebe Freunde der Literatur,

in der Samstagsausgabe der FAZ vom 03.03.2018 las ich einen sehr lesenswerten Artikel über die Zukunft des Buches und vor allem über die Präsentation. Darin wird sehr anschaulich beschrieben, wie wichtig die Bindung zwischen Autor und Leser ist und die Lesungen heute eine besondere Rolle einnehmen.

Aus dem Schlussabschnitt möchte ihn an dieser Stelle zitieren:

„Wenn es stimmt, dass die größte unabhängige Verkaufsfläche für ein Buch der Autor in der Begegnung mit seinen Lesern ist, dann sollten sich alle Beteiligten hinterfragen. Die Erwartungen an Autoren und ihr Werk sind künftig in keiner Weise mehr abgekoppelt von denen an ihre öffentliche Performanz. Ein Autor, der nicht spricht, findet nicht statt. Es geht um Gegenwärtigkeit von Autoren um Ihren Unterhalt, um Unterhaltung. Es geht um die Zukunft der Verlage. Es geht um Kundenbindung und Wachstumsmarkt für den Weltkiosk Buchhandlung. Für die Veranstalter geht es um Anschluss an die Präsentationsstandards der Besten. Denn jede Veranstaltung ist nur so groß, wie ihre Form es zulässt, jede schlechte Veranstaltung kostet Leser. Der künftige Wert von Literatur in unserer Alltagswelt wird abhängen von der Vermittlungskultur, die wir jetzt dafür haben wollen.“

Schlussabschnitt des Artikels „Literatur vollplastisch“ – Das Buchgeschäft kriselt, die Lesungen aber boomen: Die Blickachse zwischen Autor und Publikum ist die beste Verkaufsförderung. Der Artikel ist erschienen in der Samstagsausgabe der FAZ vom 03.03.2018

Der Autor, Heike Hückstädt, ist Leiter des Literarturhauses Frankfurt am Main

Fazit aus meiner Sicht: Es wird immer wichtiger, sich und sein Werk als Autor in besonderer Weise zu präsentieren.

Auch für mich als „Nicht-Autor“ und eher in der Rolle als Literaturvermittler sehend, ermutigt mich dieser Beitrag. Meine literarischen Spaziergänge in freier Natur, in denen ich bekannte und weniger bekannte Autoren zu Wort kommen lassen, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Es kommt also auf die Verpackung an.

Gerd Taron