Blick nach vorn – Literarischer Neujahrsgruß 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

unser Kalender zeigt es eindeutig: Ein neues Jahr steht bevor. Noch liegt ein Schleier, über das was kommt. Mit den Tagen, Wochen und Monaten wird der Blick immer klarer. Lassen Sie uns nach vorne schauen. Das alte Jahr liegt hinter uns. Wie auch immer es für Sie gewesen mag – richten Sie Ihren Blick nach vorn. Das alte ist vergangen, neues und hoffentlich viel Gutes wird kommen.

Die Texte, darunter zwei Gedichte und eine Neujahrsgeschichte, sowie die Fotos von Hans Joerg Kampfenkel und Marina Rupprecht mögen Ihnen den Übergang ins neue Jahr verschönern.

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Schließe Frieden mit deiner Vergangenheit damit sie nicht deine Zukunft zerstört.
– Paulo Coelho –

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Altes Jahr, du ruhst in Frieden,
Deine Augen sind geschlossen,
Bist von uns so still geschieden,
Hin zu himmlischen Genossen,
Und die neuen Jahre kommen,
Werden auch wie du vergehen,
Bis wir alle aufgenommen
Uns im letzten wiedersehen.
Wenn dies letzte angefangen,
Deutet sich dies Neujahrsgrüßen,
Denn erkannt ist dies Verlangen,
Nach dem Wiedersehn und Küssen.

Karl Joachim Friedrich Ludwig „Achim“ von Arnim
(1781 – 1831), deutscher Dichter der Romantik

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Zum Neujahr
Mit einem Taschenkalender

An tausend Wünsche, federleicht,
Wird sich kein Gott noch Engel kehren,
Ja, wenn es so viel Flüche wären,
Dem Teufel wären sie zu seicht.
Doch wenn ein Freund in Lieb und Treu
Dem andern den Kalender segnet,
So steht ein guter Geist dabei.
Du denkst an mich, was Liebes dir begegnet,
Ob dir’s auch ohne das beschieden sei.

Eduard Mörike
(1804 – 1875), deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Eine besondere Neujahrsgeschichte
Das schönste Geschenk an den Menschen ist die Fähigkeit zur Freundschaft,
nutze sie…..

Dazu eine Geschichte die im alten Persien spielt. Es war an der Zeit, das Neujahrsfest vorzubereiten. Der König wies seine Leute an: „Ich möchte, dass es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen, und der Wein soll nur aus erlesenen Trauben und besten Jahrgängen bestehen.“

Die Mitarbeiter schwärmten aus und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Aber der König war nicht zufriedenzustellen. „Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Maler. Da wurde getrunken und gelacht die ganze Nacht bis zum Nachmittag des nächsten Tages. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muss es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen, denn ich, ich bin der König.“

Einer der Mitarbeiter, ein kluger Mann, verneigte sich tief und fragte: „Mein König, habt Ihr je mit dem Maler gesprochen? Es muss doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben, obwohl sie in schäbiger Hütte ihre mitgebrachten Happen essen und den billigsten Wein trinken müssen.“ Der König nickte stumm und sagte: „Gut, schafft mir diesen Ramun heran.“

Und so geschah es. „Warum lieben die Menschen so dein Neujahrsfest?“ fragte der König.

Worauf der Maler antwortete: „Wir sind Freunde und brauchen einander – aber mehr brauchen wir nicht. Deshalb sind wir reich.“

Autor unbekannt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ich wünsch dir Arme,
die dich halten,
wenn es dir schlecht geht.
Ich wünsch dir Ohren,
die dir zuhören,
wenn dir alles bis zum Halse steht.

Ich wünsch dir Hände,
die dir über die Wange streichen,
um dich aufzumuntern.
Ich wünsch dir Augen,
die dich in deiner vollen Schönheit bewundern.

Ich wünsch dir den Mut,
jeden Schritt nach vorne zu setzen.
Ich wünsch dir die Ruhe,
auch mal zu entspannen und nicht zu hetzen.

Ich wünsch dir die Gelassenheit,
gegebene Dinge einfach so zu akzeptieren.
Ich wünsch dir die Stärke,
niemals die Hoffnung zu verlieren.

Ich wünsch dir die Zuversicht,
immer das Gute in allem zu sehen.
Ich wünsch dir die Kraft,
stets wieder aufzustehen.

Ich wünsch dir die Ehrlichkeit,
immer deine Meinung zu sagen.
Ich wünsch dir die Neugierde,
öfter mal etwas zu hinterfragen.

Ich wünsch dir die Güte,
anderen ihre Fehler zu vergeben.
Ich wünsch dir die Hartnäckigkeit,
stets ein Ziel anzustreben.

Ich wünsch dir die Lebensfreude,
lächelnd das Leben zu genießen.
Ich wünsch dir die Zeit,
auch mal die Augen zu schließen.

Irische Weisheit

Diese Wünsche mögen Sie ins neue Jahr begleiten. Ich möchte mich an dieser Stelle für die vielen lieben Rückmeldungen zu meinem literarischen Wochenendgruß bedanken. Es ist ermutigend zu erleben und zu erfahren, dass die Texte und Fotos für manche wichtige Gedankenanstöße für das eigene Leben waren.

Im neuen Jahr erscheint der literarische Wochenendgruß weiterhin an jedem Freitagvormittag, soweit nicht irgendwelche besondere Umstände dies nicht möglich machen.

Auf ein Wiederlesen, Wiedersehen, Wiederhören im Jahre 2016

Ihr/Euer

Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30 65779 Kelkkheim-Fischbach
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Angekommen: Die Macht der Liebe – Literarischer Weihnachtsgruß 2015

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

das Warten hat ein Ende. In wenigen Stunden feiert die Christenheit das Weihnachtsfest. Weihnachten, ein Zeichen, ein Symbol, das Gott in diese Welt angekommen ist. Da geschieht etwas Unscheinbares. In einer Notunterkunft kommt die Liebe Gottes zu den Menschen.

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Die Börse wird uns nicht retten
Die Börse wird uns nicht retten.
Geld können wir nicht essen.
Politische Macht wird uns am Ende nicht retten.
Wir finden keinen anhaltenden Trost in Macht.
Waffen werden uns nicht retten.
Der Tod kommt aus einer unerwarteten Ecke.
Der Fortschritt wird uns nicht retten.
Dinge sind keine Nahrung für die Seele.
Mehr Wissen wird uns nicht retten.
Ohne Liebe und Verantwortung ist es eine tödliche Waffe.
Wirtschaftliche Überlegenheit wird uns nicht retten.
Wir können Geld immer noch nicht essen.
Ganz Mensch zu werden, herrlich lebendig zu sein
wird unser Leben lebenswert machen.
Vielleicht kommt bald die Zeit,
da wir uns auf unsere Einmaligkeit besinnen
und nicht leben, um zu passen
und nur ein Rädchen im Getriebe
der Maschinerie der Welt zu sein.
Ich ahne, dass nichts wichtiger ist
als meinen Beitrag zum Mosaik zu leisten,
meinen Teil des Bildes fertig zu stellen,
meine Gedanken hinzuzufügen,
so begrenzt sie auch sein mögen,
beizutragen zu dem tiefen Vorrat an Einsicht,
zu dem Schatz, was es heißt, Mensch zu sein.

Ulrich Schaffer

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Wer am Ziel angekommen ist,
hat alle Umwege und Mühen vergessen.

Gabriele Ende

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Dem Licht entgegen gehe ich.
Wie jedes Jahr,
so sehnt mein Herz,
oh heller Schein,
oh Wärme,
liebster Platz im Garten unter kühlem Kleid.
Oh Licht,
Du mein wahrer Schatz,
Du süßes Lied vom kleinen Spatz,
vermisse Euch so sehr.
Dem Licht entgegen gehe ich.
Die Sehnsucht jeden letzten Sommers trag ich dabei
in meinem Herzen.

Anja Schindler

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesu offenbart;
Ich geb‘ mich hin dem freien Triebe,
wodurch ich Wurm geliebet ward;
Ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.

Wie bist Du mir so zart gewogen,
wie verlangt Dein Herz nach mir!
Durch Liebe sanft und tief gezogen,
neigt sich mein Alles auch zu Dir.
Du traute Liebe, gutes Wesen,
du hast mich und ich Dich erlesen.

Ich fühl’s, Du bist’s, Dich muss ich haben,
ich fühl’s, ich muss für Dich nur sein;
Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,
mein Ruhplatz ist in Dir allein.
Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen;
Drum folg ich Deinen sel’gen Zügen.

Auszüge aus dem Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“

Im Internet finden sich einige Aufführungen des Liedes. Hier ist eine sehr schöne Fassung:

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesen Tagen in besonderer Weise die Macht der Liebe spüren. Lassen Sie Ihren Seele ausruhen und bei sich ankommen.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest allen Leserinnen und Lesern

Ihr/Euer

Gerd Taron

Engel der Barmherzigkeit – Anne M. Pützer

ENGEL DER BARMHERZIGKEIT.
Engel der Barmherzigkeit
gehen täglich durch die Straßen.
Sie schau´n in alle Fenster rein.
Das Leid, sie sehn, das lässt sie wein´n.
Menschen, die an Hunger leiden,
da ihnen Arbeit fehlt und Geld.
Kinder, die misshandelt werden.
Oh, wie grausam ist die Welt.
Gräueltaten auch an Tieren,
aus Profitgier und zum Spaß.
Mensch ist größter Feind auf Erden,
verliert sein Mitgefühl, sein Maß.
Engel senden Menschen- Engel
zu den Opfern größter Not.
Mit großem Einsatz und viel Herz
bringen sie Schicksale ins Lot.

(Anne M. Pützer)

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Quelle: „Du mein Engel“ – Catherine Desenfant

Die Engel – Rainer Maria Rilke

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Die Engel

Sie haben alle müde Münde
und helle Seelen ohne Saum.
Und eine Sehnsucht (wie nach Sünde)
geht ihnen manchmal durch den Traum.
Fast gleichen sie einander alle;
in Gottes Gärten schweigen sie,
wie viele, viele Intervalle
in seiner Macht und Melodie.
Nur wenn sie ihre Flügel breiten,
sind sie die Wecker eines Winds:
als ginge Gott mit seinen weiten
Bildhauerhänden durch die Seiten
im dunklen Buch des Anbeginns.

Rainer Maria Rilke

gefunden bei Buchhandlung Calliebe (facebook)

Warten auf … – Literarischer Wochenendgruß vom 18.12.15

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

kennen Sie noch aus früheren Zeiten die Fernseh-Sendung „Wir warten auf das Christkind“? Sie sollte uns Kinder die spannende Zeit vor der Bescherung verkürzen und besinnlicher werden lassen.

Worauf warten wir in diesen Tagen der Advents- und Weihnachtszeit? Auf große Geschenke? Auf besinnliche und ruhige Tage in der Familie, mit Freunden, Bekannten? Auf stille Momente nach einer Zeit der Unruhe?

Die nachfolgenden Texte und die Fotos von Marina Rupprecht und Hans Joerg Kampfenkel mögen uns einstimmen auf das Weihnachtsfest.

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Das Wunderbare

Wir alle warten unsre besten Jahre
Auf das, was niemals kommt, das Wunderbare.
In eines Zaubergartens Heimlichkeit
Ist es verborgen und doch stets bereit.
Und mit dem Lockton himmlischer Gitarren
In einem ewigen Sehnsuchtstraum zu narren.

Doch niemand hat’s, solang der Himmel blaut,
In Wirklichkeit erlebt und angeschaut,
Und doch lasst keinen sich den frommen Glauben,
Dass es doch einmal kommen werde rauben.

Und also voll Gewalt ist sein Gesang,
Dass jedes Menschenherz sein Leben lang
Geduldig und in kindlichem Erwarten
Hineinlauscht in den dunklen Zaubergarten.

Johnannes Öhquist
(1811- 1883) schwedischer Dichter

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

In der Heiligen Nacht tritt man gern einmal aus der Tür und steht allein unter dem
Himmel, nur um zu spüren, wie still es ist, wie alles den Atem anhält, um auf das Wunder zu warten.

Karl Heinrich Waggerl

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Es war einmal ein junger Bauer, der wollte seine Liebste treffen. Er war ein
ungeduldiger Geselle und viel zu früh gekommen. Und verstand sich schlecht aufs‘
Warten. Er sah nicht den Sonnenschein, nicht den Frühling und die Pracht der
Blumen. Ungeduldig warf er sich unter einen Baum und haderte mit sich und der
Welt. Da stand plötzlich ein graues Männlein vor ihm und sagte: Ich weiß, wo dich
der Schuh drückt. Nimm diesen Knopf und nähe ihn an dein Wams. Und wenn du auf
etwas wartest und dir die Zeit zu langsam geht, dann brauchst du nur den Knopf
nach rechts zu drehen, und du springst über die Zeit hinweg bis dahin, wo du willst
Er nahm den Zauberknopf und drehte: und schon stand die Liebste vor ihm und
lachte ihn an. Er drehte abermals: Und saß mit ihr beim Hochzeitsschmaus. Da sah
er seiner jungen Frau in die Augen: Wenn wir doch schon allein wären…Wenn unser
neues Haus fertig wäre…Und er drehte immer wieder. Jetzt fehlen uns noch die
Kinder und drehte schnell an dem Knopf. Dann kam ihm neues in den Sinn und
konnte es nicht erwarten. Und drehte, drehte, daß das Leben an ihm vorbeisprang,
und ehe er sich’s versah, war er ein alter Mann und lag auf dem Sterbebett. Und merkte, daß er schlecht gewirtschaftet hatte. Nun, da sein Leben verrauscht war,
erkannte er, daß auch das Warten des Lebens wert ist.

Und er wünschte sich die Zeit zurück.

Heinrich Spoerl

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Stille Nacht,
heilige Nacht
achtsam warten
leer werden von Erwartungen
sich tief erfüllen lassen
vom verbindenden Lebensstern Gottes

Stille Nacht
heilige Nacht
achtsam geschehen lassen
offen sein für das Entgegenkommen Gottes
im Dunkel meiner Zweifel
im aufmerksamen Mitfühlen mit allen Geschöpfen
im Staunen über den Sternenhimmel
im gastfreundlichen Teilen von Brot und Rosen

Stille Nacht
heilige Nacht
einfach da sein
achtsam in Erwartung sein
damit alles sich ereignen kanni
in der Menschwerdung Gottes

Pierre Stutz
Schweizer Theologe

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Das stete Warten
Nicht wissend worauf !
Doch hoffend, und bangend…
Dieses Zittern davor, dies Beben,
tief drin, ganz eigenständig,
dem nicht habhaft werdend,
und doch sich einlassen wollend
auf unbekanntes Land im Andern, auch Mir…
Wenn es denn nur schon käme,
das Erhoffte, und es auch existierte,
das Erwünschte,
JA DANN müsst ich nicht mehr zittern,
es würde mich schaudern vor Glück !
Elfi Egger

Ich wünsche ein freudiges Warten an diesem 4. Adventwochenende. Der alljährliche Weihnachtsgruß erscheint diesmal am Mittwoch, 23.12. mit dem Titel „Angekommen“.

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Ein Hinweis in eigener Sache:

Am Sonntag, 20.12. ab 16 Uhr lädt eine sehr liebe Freundin und Autorin zu einer besonderen Lesung ihres Buches „Erzähl mir Liebe“.

Ort:
Kelkheim-Ruppertshain, Ludwig-Schäfer-Weg 10 bei Michaela Scheid
In besinnlicher Atmosphäre können Sie sich mit Märchen am Kamin durch die Bilder in den Geschichten an die Hand nehmen lassen, um in Ihre Seelenlandschaft einzutauchen.
.
Der Eintritt ist frei, Gebäck und Glühwein sind willkommen.
Anmeldungen erbeten unter …Ananta Corte info@essenz-persoenlichkeit.de – telefonisch 06174-61174 (Michaela Scheid-Fischer)
Weitere Informationen unter:

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2015/12/16/erzaehl-mir-liebe-ein-roman-von-ananta-corte-buchvorstellung-und-lesung-am-sonntag-20-12-15/

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Erzähl mir Liebe – ein Roman von Ananta Corte – Buchvorstellung und Lesung am Sonntag, 20.12.15

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Kelkheim, 15.12.15

Liebe Literaturfreunde,

ich möchte auf ein sehr interessantes und spannendes Buch aufmerksam machen, dass eine sehr liebe Freundin geschrieben hat.
Es erinnert in den Anfängen, an den Bestseller von Daniel Glattauer „Gut gegen Nordwind“ und erzählt dann eine interessante Liebesgeschichte durchwoben von Märchen.

Wer die Autorin und ihr Buch selbst erleben möchte, ist herzlich zu ihrer Lesung eingeladen:

Sonntag, 20.12.15 – 16 Uhr

Kelkheim-Ruppertshain, Ludwig-Schäfer-Weg 10 bei Michaela Scheid

In besinnlicher Atmosphäre können Sie sich mit Märchen am Kamin durch die Bilder in den Geschichten an die Hand nehmen lassen, um in Ihre Seelenlandschaft einzutauchen.
.
Der Eintritt ist frei, Gebäck und Glühwein sind willkommen.
Anmeldungen erbeten unter …Ananta Corte info@essenz-persoenlichkeit.de – telefonisch 06174-61174 (Michaela Scheid-Fischer)

Hier einige weitere Informationen zum Buch

Erzähl mir Liebe – ein Imperativ, eine Aufforderung, macht neugierig.

Der Titel legt nahe, dass Liebe das zentrale Thema dieses ungewöhnlichen Buches ist. Ungewöhnlich, weil die Liebe darin zwar allgegenwärtig ist, jedoch in ganz unterschiedlicher Gestalt erscheint – tabulos, zärtlich, mitleidlos, überraschend, kompromisslos, unberechenbar, bedingungslos. So vielschichtig wie die Menschen, denen sie begegnet. Ungewöhnlich auch durch die wechselnden Perspektiven des Erzählens.

Mit seinem sich damit jeweils wandelnden Stil, seiner verstehenden und detaillierten Betrachtung menschlichen Wesens, ist dieses Buch vermutlich nicht für jeden die geeignete Entspannungslektüre.
Wer jedoch bereit ist, sich auf vielerlei Weise berühren zu lassen, wird mit einer Intensität und Dichte belohnt, die Ihresgleichen suchen

Das Buch kostet 18,90 Euro zuzüglich Versandkosten (3 Euro innerhalb Deutschlands) und kann bestellt werden per E-Mail unter bestellung@erzählmirliebe.de oder telefonisch unter 0611 532 61 47

Gerd Taron

Lichtblicke – Literarischer Wochenendgruß vom 11.12.15

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes in dieser Adventszeit,

wie ergeht es Ihnen, wenn Sie in dieser dunklen Jahreszeit unterwegs sind? Wenn die Tage kurz und die Nächte lang sind? Trübt das Ihre persönliche Stimmung?

Das Wechselspiel der Jahreszeiten gehört zu unserem Leben. So wie im Sommer die Tage besonders lang sind, bietet der Winter nur kurze helle Tage.

Ich freue mich darüber, wenn ich durch die Straßen gehe und spaziere, über die kleinen Lichtblicke, die aus vielen Fenstern scheinen. Manche zaubern kleine Kunstwerke. Das zeigt, dass hier lichtvolle Momente den Alltag erfreuen sollen.

Aber auch Menschen können gerade in diesen dunklen Zeiten Lichtblicke sein. Dies ist mir den vergangenen Tagen in verschiedensten Situationen widerfahren, sei es im Freundes- oder Bekanntenkreis, in meiner „Dorfbäckerei“, im Supermarkt, auf der Straße. Das sind kleine Zeichen der Wertschätzung.
Die Texte zu diesem Thema und die schönen Fotos von Marina Rupprecht und Hans Joerg Kampfenkel mögen Ihnen Lichtblicke für dieses Wochenende bringen.

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Foto. Hans Joerg Kampfenkel

Sei mir das Licht, das mir am Abend den Weg weist.
Sei mir das Feuer, das mich nach einem kalten Tag wärmt.
Sei mir der Fels, an den ich mich nach stürmischen Stunden festhalten kann.
Sei mir das Herz, das meine Seele liebevoll streichelt.
Sei mir die Flügel, die mich in der Nacht in den Himmel tragen.
(Anne M. Pützer)

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Ich sende Dir ein kleines Licht,
das zart die Seele streicht
und das beständig immerdar,
Dein Inneres erreicht.

Ich sende Dir ein kleines Licht,
das stets bei Tag und Nacht,
Dir Schutz gewährt vor Einsamkeit,
beharrlich Dich bewacht.

Ich sende Dir ein kleines Licht,
das sanft erwärmt Dein Herz,
damit Du niemals Kälte spürst
und fühlen musst nie Schmerz.

Ich sende Dir ein kleines Licht,
das Dir den Blick erhellt,
damit Du immer glücklich bist
und Dir die Welt gefällt.

– unbekannt –

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Aus der Dunkelheit brach ein Licht und erleuchtete meinen Weg.

Khalil Gibran

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, HERR,
sondern um Kraft für den Alltag.

Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte:

Mach mich findig und erfinderisch, um im täglichen Vielerlei und Allerlei rechtzeitig meine Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln, von denen ich betroffen bin.

Mach mich griffsicher in der richtigen Zeiteinteilung. Schenke mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden, was erstrangig und was zweitrangig ist.

Ich bitte um Kraft für das richtige Maß, dass ich nicht durch das Leben eile, sondern den Tageslauf vernünftig einteile, auf Lichtblicke und Höhepunkte achte.

Laß mich erkennen, dass Träume ALLEIN nicht weiterhelfen, weder über die Vergangenheit noch über die Zukunft. Hilf mir VOR ALLEM, das Nächste so gut wie möglich zu tun und die jetzige Stunde als die wichtigste zu erkennen.

Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.

Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt. Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den MUT hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen. Die Wahrheit sagt man nicht sich selbst, sie wird einem gesagt.

Ich weiß, dass sich viele Probleme dadurch lösen, dass man nichts tut. Gib, dass ich warten kann.

Du weißt, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen. Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten und zartesten Geschäft des Lebens gewachsen bin.

Verleihe mir die nötige Phantasie, im rechten Augenblick ein Päckchen Güte, mit oder ohne Worte, an der richtigen Stelle abzugeben.

Mach aus mir einen Menschen, der einem Schiff mit Tiefgang gleicht, um auch die zu erreichen, die ‚unten‘ sind.

Bewahre mich vor der Angst, ich könne das Leben versäumen. Gib mir nicht, was ich wünsche, sondern was ich brauche.

Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte!

Gebet nach Antoine de Saint-Exupéry

Ich wünsche bei allem, was Sie an diesem Wochenende erleben, viele lichtvolle Momente. Mögen Sie selbst anderen ein Lichtblick sein.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de