Lichtblicke – Literarischer Wochenendgruß vom 11.12.15

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes in dieser Adventszeit,

wie ergeht es Ihnen, wenn Sie in dieser dunklen Jahreszeit unterwegs sind? Wenn die Tage kurz und die Nächte lang sind? Trübt das Ihre persönliche Stimmung?

Das Wechselspiel der Jahreszeiten gehört zu unserem Leben. So wie im Sommer die Tage besonders lang sind, bietet der Winter nur kurze helle Tage.

Ich freue mich darüber, wenn ich durch die Straßen gehe und spaziere, über die kleinen Lichtblicke, die aus vielen Fenstern scheinen. Manche zaubern kleine Kunstwerke. Das zeigt, dass hier lichtvolle Momente den Alltag erfreuen sollen.

Aber auch Menschen können gerade in diesen dunklen Zeiten Lichtblicke sein. Dies ist mir den vergangenen Tagen in verschiedensten Situationen widerfahren, sei es im Freundes- oder Bekanntenkreis, in meiner „Dorfbäckerei“, im Supermarkt, auf der Straße. Das sind kleine Zeichen der Wertschätzung.
Die Texte zu diesem Thema und die schönen Fotos von Marina Rupprecht und Hans Joerg Kampfenkel mögen Ihnen Lichtblicke für dieses Wochenende bringen.

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Foto. Hans Joerg Kampfenkel

Sei mir das Licht, das mir am Abend den Weg weist.
Sei mir das Feuer, das mich nach einem kalten Tag wärmt.
Sei mir der Fels, an den ich mich nach stürmischen Stunden festhalten kann.
Sei mir das Herz, das meine Seele liebevoll streichelt.
Sei mir die Flügel, die mich in der Nacht in den Himmel tragen.
(Anne M. Pützer)

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Ich sende Dir ein kleines Licht,
das zart die Seele streicht
und das beständig immerdar,
Dein Inneres erreicht.

Ich sende Dir ein kleines Licht,
das stets bei Tag und Nacht,
Dir Schutz gewährt vor Einsamkeit,
beharrlich Dich bewacht.

Ich sende Dir ein kleines Licht,
das sanft erwärmt Dein Herz,
damit Du niemals Kälte spürst
und fühlen musst nie Schmerz.

Ich sende Dir ein kleines Licht,
das Dir den Blick erhellt,
damit Du immer glücklich bist
und Dir die Welt gefällt.

– unbekannt –

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Aus der Dunkelheit brach ein Licht und erleuchtete meinen Weg.

Khalil Gibran

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, HERR,
sondern um Kraft für den Alltag.

Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte:

Mach mich findig und erfinderisch, um im täglichen Vielerlei und Allerlei rechtzeitig meine Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln, von denen ich betroffen bin.

Mach mich griffsicher in der richtigen Zeiteinteilung. Schenke mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden, was erstrangig und was zweitrangig ist.

Ich bitte um Kraft für das richtige Maß, dass ich nicht durch das Leben eile, sondern den Tageslauf vernünftig einteile, auf Lichtblicke und Höhepunkte achte.

Laß mich erkennen, dass Träume ALLEIN nicht weiterhelfen, weder über die Vergangenheit noch über die Zukunft. Hilf mir VOR ALLEM, das Nächste so gut wie möglich zu tun und die jetzige Stunde als die wichtigste zu erkennen.

Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.

Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt. Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den MUT hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen. Die Wahrheit sagt man nicht sich selbst, sie wird einem gesagt.

Ich weiß, dass sich viele Probleme dadurch lösen, dass man nichts tut. Gib, dass ich warten kann.

Du weißt, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen. Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten und zartesten Geschäft des Lebens gewachsen bin.

Verleihe mir die nötige Phantasie, im rechten Augenblick ein Päckchen Güte, mit oder ohne Worte, an der richtigen Stelle abzugeben.

Mach aus mir einen Menschen, der einem Schiff mit Tiefgang gleicht, um auch die zu erreichen, die ‚unten‘ sind.

Bewahre mich vor der Angst, ich könne das Leben versäumen. Gib mir nicht, was ich wünsche, sondern was ich brauche.

Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte!

Gebet nach Antoine de Saint-Exupéry

Ich wünsche bei allem, was Sie an diesem Wochenende erleben, viele lichtvolle Momente. Mögen Sie selbst anderen ein Lichtblick sein.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

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