Aufbruch und Neubeginn – Literarischer Wochenendgruß vom 03.01.14

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

viele liebe gute Wünsche zum neuen Jahr haben mich in diesen Tagen erreicht. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Mir fiel dabei auf, dass bei vielen die Themen „Aufbruch“ und „Neubeginn“ für sich selbst und für mich im Mittelpunkt standen und stehen.

Anlass für mich, in Zitaten und Fotos dem nachzuspüren. Die Fotos stammen diesmal aus dem eigenen Fundus, da Marina Rupprecht zum Jahreswechsel verreist ist.

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Aufgenommen an Silvester 2013 in Frankfurt-Fechenheim

Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen,
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen….

Meister Eckhart

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Am Main-Ufer in Frankfurt- Fechenheim (aufgenommen Silvester 2013)

Ein Kahn nicht fahren, wenn ein einziges Tau ihn noch ans Ufer bindet. Ein Fesselballon kann sich nicht erheben, wenn ein einziges Seil ihn am Boden hält. Der Vogel kann nicht fliegen, wenn ein Flügel gebrochen ist.

 

Der Mensch kann nicht frei sein, wenn er sich an die Dinge des Tages bindet.

Autor unbekannt

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In Offenbach-Bürgel (aufgenommen Silvester 2013)

Man lernt das Matrosenleben

nicht durch Übungen in einer Pfütze.

Franz Kafka

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St. Stephan Mainz, Glaskunst von Schülern Marc Chagalls

Frei sein, aufzustehen und alles zu lassen,

ohne einen Blick zurück

Ja sagen.

Dag Hammarskjöld

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Kelkheim-Fischbach – Wege rund um den Rettershof

Niemand kann sich davor abschotten. Jeder von uns hat Angst vor einer ungewissen Zukunft. Doch das ist eigentlich sinnlos. Denn all die Sorgen und all die Pläne für die Fälle, die eintreten oder nicht eintreten, das macht alles noch schlimmer. Also führt euren Wunsch spazieren oder macht ein Nickerchen. Aber was immer ihr tut, hört auf euch Sorgen zu machen. Denn das einzige Mittel gegen Paranoia ist hier zu sein, im Hier und Jetzt, so wie du bist.

~Grey’s Anatomie~

Ich möchte Ihnen, Mut machen aufzubrechen – neu zu beginnen, wenn es notwendig ist für Ihr persönliches Lebensglück. Vor allem wünsche ich Ihnen die notwendige Geduld und Kraft. Sie werden erfahren, so wie es bei mir war und ist, dass sich der Weg und die Anstrengungen lohnen.

Ein erstes Wochenende im neuen Jahr mit mutigen Gedanken wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Weihnachtszauber – „Mein Weihnachtsgedicht“ vom 14.12.12

DAs Weihnachtsgedicht vom 14.12.12 wurde von der Kelkheimer Autorin und Künstlerin Anneliese Druhm eingesandt:

 

Weihnachtszauber

 

Silbern schimmert Schnee auf tief geneigten Zweigen

Still ist’s im Wald – nur Eiskristalle tanzen ihren Reigen.

Lautlos fällt Stern um Stern ins schon gemachte Bett.

 

Ein Schlitten folgt den Rufen der Krähen mit ächzenden Kufen.

Hinter hohler Hand ertönt das Echo und

über knisterndes Eis jagen die Pferde im stobenden Schnee.

 

Nur jetzt nicht rasten, kein Blick zurück.

Über schwarzes Wasser kriecht brechendes Eis,

und greift mit eisigen Klauen nach Mantel und klammernder Hand.

 

Dann endlich – in der Ferne ein Licht.

Die Zügel gespannt gleitet der Schlitten durch dampfenden Schnee.

Am hellen Fenster ein lachendes Kindergesicht.

 

Schnell über die Schwelle zum Kamin.

Duftende Äpfel goldbraun gebrannt, funkensprühender holziger Rauch.

Kinder lauschen der schaurigen Geschichten – wie’s war draußen im Wald.

 

Nichts scheint verändert –

wäre da nicht dieser Zauber, dieses Wunder und mein klopfendes Herz.

 

Anneliese Druhm

Zauberer – „Mein Weihnachtsgedicht“ vom 10.12.12

Die Aktion „Mein Weihnachtsgedicht“ ist beendet.  Viele haben sich an dieser Aktion beteiligt.  Etwa 40 Gedichte von selbstverfassten bis zum klassischen  war alles dabei. Eine Auswahl wird ab sofort täglich hier präsentiert.

Nachstehend das erste Gedicht:

Zauberer

 

Sieh den Schnee im Winterwind,

Zungen sprechen fremd und sind

Gäste nur im Zauberwald.

 

Kinderwinterkerzen scheinen,

Haus und Wald verhüllt in Leinen –

horch, es kommt das Christkind bald.

 

Komm! Wir spielen ’es wird wahr’,

Kinderhand zieht meine Hand

in ein Weihnachtsland.

 

Kinderfuß vor meinem Schritt,

was uns trägt, wird unsichtbar,

aber sichtbar wird der Tritt.

 

Schnee, dein Zauber dämpft die Welt,

die zugleich gefällt und fehlt –

es war einmal ein Weihnachtsbaum –

 

Mit Lichtern, rot und goldnem Glanz,

heut sprechen Zungen fremd im Tanz

um einen warmen Kindertraum.

 

 

Ananta und Hanno Corte