Auf den Spuren – Literarischer Wochenendgruß vom 29.05.15

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes ,

in dieser Woche war ich zu Gast in unserem Museum in Kelkheim im Taunus. Dort wurde die Ausstellung „Das Erbe der Karolinger – Eine Spurensuche in Kelkheim“ eröffnet.

Die Ausstellung erinnert an die Zeit Karls des Großen vor über 1200 Jahren und an die Spuren, die er in unserer Region hinterlassen hat.

Wir sind und werden wahrscheinlich keine so großen Spuren in der Geschichte der Menschheit hinterlassen. Aber ist es nicht doch schön zu wissen und sich bewusst zu werden, dass wir mit unserem Leben Spuren bei unseren Mitmenschen hinterlassen?

Das können liebevolle Momente der Begegnungen sein, ein Lächeln, ein liebes Wort, einfach da sein für den anderen. Mit kleinen Gesten bewirken wie oft mehr als mit großen Taten und hinterlassen Spuren unschätzbaren Wertes.

Dazu habe ich wieder einige Zitate und kleine Geschichten entdeckt.

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Verlegung von Stolpersteinen am 13.03.15 in Königstein im Taunus – Foto: Gerd Taron

Spuren

Alle Dinge, die wir tun,
hinterlassen Spuren.

Alle Gespräche, die wir führen,
hinterlassen Gedanken.

Alles, was wir sehen,
hinterlässt Bilder in uns.

Alles, was wir wahrnehmen,
hinterlässt bei uns Phantasien.

Bei Jedem, der uns liebt,
hinterlassen wir Gefühle.

Bei Jedem, den wir lieben,
hinterlassen wir uns.

Wir hinterlassen Spuren,
egal wohin wir gehen,
egal mit wem wir reden,
egal wen wir lieben,
egal was wir tun.
.
Verfasser unbekannt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Spuren

Mit jedem Schritt, den du tust,
und in jeder Begegnung,
die dir geschenkt wird,
hinterlässt du Spuren.
Ich wünsche Dir,
dass du Spuren der Freude
hinterlässt und des Glücks,
Spuren der Hoffnung
und der Liebe,
Spuren der Gerechtigkeit
und des Friedens,
und da wo du anderen
weh getan hast,
Vergebung erfährst.
Christa Spilling-Nöker

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Spuren am Weg – eine kurze Geschichte über harte Arbeit und erweichte Herzen

Wie hart arbeitest Du? Und hinterlässt Du dabei Spuren, die bleiben?

Ein Vater hatte zwei Söhne. Er war schon alt und gebrechlich und sinnierte über sein Leben. Dabei kamen ihm Zweifel, ob er seinen Söhnen etwas Wichtiges für ihr Leben mitgegeben konnte. Diese Frage beschäftigte ihn Tag und Nacht.

Dann ließ er seine Söhne zu sich kommen und gab ihnen einen Auftrag: „Meine Söhne. Ich liebe euch sehr. Aber ich werde bald sterben und meine Spuren werden verblassen. Geht hinaus in die Welt und hinterlasst dort eure Spuren und Zeichen!“

Die zwei Söhne machten sich auf den Weg. Der Ältere baute Steintürme entlang des Weges, ritzte Zeichen in Baumrinden, grub Löcher.
Der Jüngere hingegen unterhielt sich mit den Menschen, die ihm begegneten, half, wo er konnte, feierte mit ihnen. Der ältere Sohn machte seinem Bruder Vorwürfe: „Ich arbeite hart, setze Zeichen, wie es uns der Vater aufgetragen hat und du unterhältst dich nur mit Menschen.“

Nach einer Weile machten sie sich wieder Richtung Heimat auf. Auf dem Heimweg kamen ihnen die Menschen entgegen und freuten sich, den jüngeren Bruder wieder zu sehen. Sie luden ihn zum Essen und Feiern ein. Der ältere hingegen fand kaum noch ein Zeichen, das er hinterlassen hatte. Viele Steintürme waren schon abgetragen, einige Bäume mit den eingeritzten Zeichen waren gefällt, die Löcher waren zugeschüttet.

Zurück beim Vater erzählten sie von ihrer Reise und Unternehmungen. Der alte Mann sprach zu ihnen: „Ihr habt beide versucht, Zeichen und Spuren zu hinterlassen. Du, mein ältester, hast hart gearbeitet. Deine Zeichen sind aber schon verblichen.“ Dann wandte er sich seinem jüngeren Sohn zu: „Du hast Spuren und Zeichen in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben erhalten.“ Dann nahm er beide Söhne in den Arm.

Autor: Stiegler Herbert, nach einem afrikanischen Märchen

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Sonnenaufgang am Hof Gimbach in Kelkheim im Taunus – Foto: Gerd Taron

Morgenlicht leuchtet – Morning has broken

Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang
Frühlied der Amsel, Schöpferlied klingt.
Dank für die Lieder, Dank für den Morgen
Dank für das Wort, dem beides entspringt

Sanft fallen Tropfen, sonnendurchleuchtet-
So lag auf erstem Gras erster Tau.
Dank für die Spuren Gottes im Garten,
grünende Frische, vollkommnes Blau.

Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen,
Glanz der zu mir aus Eden aufbricht!
Dank überschwänglich, Dank Gott am Morgen!
Wieder erschaffen grüßt uns sein Licht.

Deutscher Text: Jürgen Henkys 1987/1990 nach dem Englischen „Morning has broken“ von Eleanor Farjeon 1933

Musik: Gälisches Volkslied vor 1900, geistlich von 1933

Bekannt geworden vor allem durch das Lied von Cat Stevens

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Schüler-Graffiti an einer Unterführung in Kelkheim-Fischbach – Foto: Gerd Taron

Unser Gesicht gleicht dem einer Landkarte…
DU kannst den Spuren, die du hinterlassen hast,
auch nach Jahren noch folgen,
den Lachfältchen, die dir galten, dem Kummer, den du auslöstest,
und auch den Tränenfluss kannst du immer noch erkennen.

SEI ACHTSAM im Umgang mit jenen, die du liebst,
du wirst Zeitlebens ein Teil von ihnen sein,
und sei es auch nur in hinterlassenen Spuren, wie diesen….

SCHENKE FREUDE, und LIEBE, und Zuversicht!

Elfi Egger

Ich wünsche Ihnen ein wundervolles Wochenende mit vielen Möglichkeiten, Spuren zu hinterlassen bei Ihren Mitmenschen.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Hinweise:
Die Ausstellung „Das Erbe der Karolinger – Eine Spurensuche in Kelkheim“ ist bis einschließlich 26.07.15 geöffnet. Öffnungszeiten: Mittwoch, Freitag und Sonntag jeweils von 15 – 18 Uhr im Museum Kelkheim, Frankfurter Str. 21, 65779 Kelkheim.
Weitere Informationen unter : http://www.museum-kelkheim.de/

Untenstehend habe ich Ihnen meine besondere Veranstaltungsreihe beigefügt „Auf den Spuren von …“ die am 07.06.15 beginnt und im Rheingau und in Mainz stattfindet.

Auf den Spuren von …

Zu den bekannten literarischen Spaziergängen präsentiere ich in diesem Jahr ein besonderes Programm im Sommer. Im schönen Rheingau und in Mainz wird es literarisch und ein wenig spirituell. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, um neue Kraft zu schöpfen. Genießen Sie die besondere Atmosphäre von Landschaften und Kirchengebäuden. Dazu gibt es ausgesuchte Texte verschiedener Art.

Hier eine Übersicht der Termine:

Sonntag, 07.06.2015 und Sonntag, 02.08.2015 – 14:30 Uhr
Auf den Spuren von Hildegard von Bingen im Rheingau
Von der Wallfahrtskirche zur Abtei St. Hildegard zurück nach Rüdesheim am Rhein

Sonntag, 05.07.2015 – 14:30 Uhr
Auf den Spuren von Marc Chagall und seinen Schülern in Mainz
Ein Gang durch die Altstadt zu St. Stephan und später zum Dom in Mainz

Sonntag, 16.08.2015 – 12:00 Uhr und 14:00 Uhr
Auf den Spuren der Franziskaner – das Kloster Marienthal im Rheingau, die älteste Wallfahrtskirche im Rheingau
Die gehfreudigen unter den Teilnehmern können mit mir vom Bahnhof Geisenheim zu Fuß zum Kloster wandern. Dort treffen wir dann gegen 14 Uhr auf die Autofahrer, die auf die Pilgergruppe warten.

Kostenbeitrag jeweils 10 Euro

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim
Tel. +49(0)6195-676695

Impressionen vom Kelkheimer Stadtmarkt – Draußen vor der Tür

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Foto: Gerd Taron

Kelkheim, 17.05.15

Bereits zum 13. Mal traf Mann/Frau sich zum Kelkheimer Stadtmarkt. So viele Menschen sind nicht oft in der Stadt zum Flanieren, Staunen und Erleben.
Und wir waren wieder mit dabei: Das gesamte Team von „Viola’s Bücherwurm“ mit Viola Christ-Ritzer und Maren von Hoerschelmann, der Antiquar Gerd Taron und viele fleißige Helferinnen und Helfer. Im Bücherwurm gab es eine Premierenlesung mit Birgit Gröger. In den gemütlichen Räumen der Buchhandlung stellte sie ihr neues Buchprojekt „Ich bin doch gar nicht müde“ vor.

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Viola Christ-Ritzer (links) und Maren von Hoerschelmann (rechts)
Foto: Gerd Taron

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Foto: Markus Müller

An seinem Bücherstand vor „Viola’s Bücherwurm“ waren bei Gerd Taron zwei Autorinnen zu Gast: Susanne Esch mit ihrem neuen Fantasy-Roman „Solus“ und Anne Zegelman mit ihrem Buch „Frankfurt liebt dich!“

Keine Zeit? Literarischer Wochenendgruß vom 15.05.15

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,
die nachfolgende Geschichte, von der ich vor einigen Tagen erfahren habe, beschäftigt mich bis heute und führt zum Thema dieser neuen Ausgabe.

Keine Zeit – Die Geschichte eines Unfalls

Ein lieber Bekannter war Zeuge folgenden Vorfalls:
Beim Vorbeifahren auf einer stark befahrenen Straße hier in unserem Ort, entdeckte er am Straßenrand eine Mutter auf dem Bürgersteig. Neben ihr saßen ihre beiden kleinen Kinder.

Beim Aussteigen sah er, dass ihr Auto vorne komplett beschädigt war. Er sprach die Frau an. Sie war benommen und hatte wohl einen leichten Schock, war aber wohl nicht weiter verletzt. Den Kindern geschah bei diesem Unfall offensichtlich nichts.

Es stellte sich heraus, dass die eigentliche Unfallverursacherin (Missachtung der Vorfahrt) weiter gefahren war. Sie gab der benommenen Mutter lediglich ihre Telefonnummer.

Als Begründung für ihr Verhalten gab sie an: Sie habe keine Zeit!

Der Bekannte rief die Polizei und verständigte einen Krankenwagen. Mehr ist nicht bekannt.

Soweit die mir überlieferte Geschichte von der Frau, die keine Zeit hatte.

„Ich habe keine Zeit“ scheinen mir die am häufigsten gebrauchten Worte in unserer rastlosen Welt. Atemlos rennen wir durch unser Leben. Wir übersehen, überhören das, was wirklich wichtig ist für unser Leben. Wie oben geschildert, kann es sogar dazu führen, dass wir die Menschen um uns herum nicht mehr wahrnehmen.

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Foto: Gerd Taron (Frankfurt Hauptbahnhof)

Einige weitere Denkanstöße mögen dazu beitragen, unsere Sinne für die Zeit wieder bewusster werden zu lassen.

J E T Z T !

Siehst du der Sonne Farbenspiel,
fühlst du ihr Wärmen sanft auf dir,
lockt sie dich in den Hof hinaus,
folge ihr j e t z t !
Morgen da ist sie schon weit fort,
an einem unbekannten Ort
und voll Bedauern denkst du dann:
„Es ist zu spät“.

Siehst du den Mann, den du so magst,
wie er sich doch so müht und plagt?
Geh´, sage ihm, wie du ihn liebst.
Sage es j e t z t !
Morgen vielleicht kann es gesche´n,
da muss er plötzlich von dir geh´n,
und dir bleibt nichts mehr als der Schrei:
„Es ist zu spät“.

Siehst du dein Kind im Zimmer steh´n
und seine Augen hilflos fleh´n,
weil es das Leben nicht versteht.
Sprich mit ihm j e t z t !
Morgen da braucht es dich nicht mehr,
morgen, da zählen andre mehr.
Und voller Trauer sagst du dir:
„Es ist zu spät“.

Siehst du den Mensch trotz deinem Glück,
Tränen verdunkeln seinen Blick.
Geh frage ihn, was ihn so quält,
Tue es j e t z t !
Morgen vielleicht da hörst du dann,
dass er sich da das Leben nahm,
und voller Reue merkst du nun:
„Es ist zu spät“.

Sieh dort den Freund, den du nicht sprichst.
Flehend schaut er in dein Gesicht,
damit du ihm die Schuld vergibst.
Tue es j e t z t !
Morgen bist du vielleicht allein,
weil andre dir auch nicht verzeih´n,
und voller Scham erkennst du dann:
„Es ist zu spät“.

Sieh jeden Tag jetzt mehr und mehr
so an, als ob´s der letzte wär.
Tu Dinge, die dir wichtig sind.
Lebe sie j e t z t !
Morgen da ist es oft zu spät,
morgen da läuft meist viel verkehrt,
morgen das gibt es dann nicht mehr,
nur noch „nie mehr“.

Text : K a r i n S c h n e i d e r – J u n d t

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Foto: Gerd Taron – Sonnenuhr am Rettershof im Taunus

Die Menschen haben keine Zeit füreinander, sie haben nicht einmal die Zeit, einander zuzulächeln.
Mutter Teresa

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Obwohl zum Innehalten die Zeit nicht ist,
wird einmal keine Zeit mehr sein,
wenn man jetzt nicht innehält.
Lebst Du jetzt, wirklich?
In diesem Augenblick, ganz und gar?
Wann, wenn nicht jetzt?

(Christa Wolf)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

„Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben.“

(Irischer Segenswunsch)

Ich wünsche Ihnen viel Zeit – Zeit für die schönen Momente im Leben. Und vielleicht haben Sie ja Zeit am kommenden Sonntag, 17.05. beim Kelkheimer Stadtmarkt vorbei zu kommen. Dort gibt es Gelegenheit zur persönlichen Begegnung mit mir und vielen anderen. Weitere Informationen finden Sie am Ende.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Hinweis zum Kelkheimer Stadtmarkt am Sonntag, 17.05.
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2015/05/11/taron-s-kultur-literatur-neuigkeiten-nr-5-vom-11-05-2015/

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. +49-(0)6195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Bach-Poesie – Anne M. Pützer

Bach- Poesie

Ich träumte,
ich läge träumend am Bach,
mein Blick
auf das Wasser gerichtet.
Die Gicht,
sie spritzt
und erfrischt mein Gesicht.
Über mir
rauscht gewaltig das Blätterdach.

Ich träumte mir
im Kopf viele Zeilen,
Gedichte, von Liebe und Poesie.
Wünscht´mir,
dass diese Worte
zu Erlebnissen werden,
von deren Erinnerung
ich lange zu zehren vermag.

Anne M. Pützer

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Foto: Gerd Taron

Taron – s Kultur-Literatur-Neuigkeiten Nr. 5 vom 11.05.2015

Taron – s Kultur-Literatur-Neuigkeiten Nr. 5 vom 11.05.2015

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

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Foto: Gerd Taron

Es ist wieder soweit: Der Kelkheimer Stadtmarkt lädt am Sonntag, 17.05.2015 von 10 – 18 Uhr wieder zu einem Fest für kleine und große Menschen ein. Es gibt viel zu erleben, z. B. Autoschau, Hubschrauber-Rundflüge, Live-Musik, Kunsthandwerk, Flohmarkt und Kirmes.

Und das Schönste ist. Die Geschäfte haben von 12 – 18 Uhr geöffnet. Gemeinsam mit „Viola’s Bücherwurm“ in der Bahnstraße 13 in Kelkheim darf ich Sie zum Stöbern einladen. An meinem Stand vor der Buchhandlung präsentieren sich diesmal zwei Autorinnen.

Anne Zegelman wird von 14 – 16 Uhr ihr Buch „Frankfurt liebt dich!“ präsentieren und auf Wunsch auch signieren. Weitere Informationen finden Sie hier.

https://dezembra.wordpress.com/tag/frankfurt-liebt-dich/

Wer Anne Zegelman bei einer Lesung persönlich erleben möchte, kann dies bereits am Dienstag, 12.05.15. ab 20 Uhr in Schwalbach/Taunus in der Stadtbücherei am Marktplatz tun.

Soviel sei an dieser Stelle bereits verraten: Am Samstag, 18.07. gibt es einen literarischen Spaziergang zu ihrem Buch in Frankfurt.

Susanne Esch, eine Fantasy-Autorin ist ebenfalls an meinem Stand zu Gast. Neben ihrem neuen Buch „Solus“ stellt sie auch ihre anderen erschienenen Bücher vor und signiert sie natürlich auch gerne. Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.susanne-esch.de/

Drinnen bei „Viola’s Bücherwurm“ gibt es eine besondere Lesung mit der Kelkheimer Autorin Birgit Gröger. Um 14:30 Uhr geht es los. Hier finden Sie weitere Informationen:

P R E M I E R E N L E S U N G im Rahmen des Kelkheimer Stadtmarktes lädt der „Bücherwurm“ herzlich alle kleinen und großen nimmermüden Spatzen mit ihren manchmal müden Eltern zur Lesung ein. Der Eintritt ist frei ! !

„Ich bin doch gar nicht müde!“ ist der Titel des neuen Buchprojektes der Kelkheimer Autorin Birgit Gröger. Die zauberhaften Illustrationen wurden von Kindern mit Migrationshintergrund der Albrecht-Dürer-Grundschule in Frankfurt am Main gezeichnet, in der Birgit Gröger als Lehrerin tätig ist.

Die Geschichte des kleinen Spatzen Max, der nicht schlafen gehen möchte, ist bereits auf einem ihrer Hörbücher „Geschichten zum Träumen und Mut machen“ zu finden. Voller Abenteuerlust flattert der kleine Spatz in den leuchtenden Sonnenuntergang. Doch bald hat dieser sich in einen schwarzgrauen Nachthimmel verwandelt. Der kleine Spatz muss erfahren, dass er nicht überall willkommen ist und die Nacht ihre eigenen Gesetze hat. Wenn er doch nur seine Eltern wieder finden würde!
Eine liebevoll geschriebene Geschichte für alle nimmermüden Spatzen und ihre manchmal müden Eltern. Für Zuhörer und Selberleser von 4 – 104 Jahren.

Eine weitere Kelkheimerin ist an diesem Projekt beteiligt:
Frau Susanne Vogel übernahm den Auftrag für Konzept, Graphik und Design.

Erste Exemplare können nach der Lesung mit persönlicher Widmung erworben werden.

Wie bei allen ihren Projekten spendet Birgit Gröger auch diesmal die Erlöse an Organisationen für Not leidende Kinder.

„Ich bin doch gar nicht müde“ € 12.90 Verlag Edition Winterwork
ISBN: 978-3-86468-939-0 direkt bei info@lekowa.de oder im örtlichen Buchhandel

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Und zum Schluss noch ein kleiner Rückblick auf den literarischen 1. Mai-Spaziergang in Frankfurt-Fechenheim – „Der Mai ist gekommen“ zum Nachlesen:

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2015/05/01/der-mai-ist-gekommen-ein-literarischer-spaziergang-am-1-mai-in-frankfurt-fechenheim/

Wir, Viola Christ-Ritzer und Maren von Hoerschelmann von Viola’s Bücherwurm und ich , sowie Anne Zegelman, Susanne Esch und Brigit Gröger freuen sich auf ein Wiedersehen und/oder Kennen lernen am Sonntag, 17.05. bei Viola’s Bücherwurm in der Bahnstraße 13.

Gerd Taron

Kein Vertrauen? – Literarischer Wochenendgruß vom 08.05.15

Liebe Leserinnen und Leser,

„ich habe kein Vertrauen mehr – in die Politik, zu meinen Mitmenschen, in mein Leben.“ So oder so ähnlich höre und lese ich es in den vergangenen Wochen immer wieder.
Es ist sehr bedauerlich, dass viele Menschen so denken. Dafür mag jeder seine berechtigten Gründe haben. Aber eine Welt ohne Vertrauen ist für mich eine Welt der Unmenschlichkeit. Wenn es kein Vertrauen mehr gibt zwischen den Menschen, dann leben wir in einer seelisch armen Welt.
Dankenswerterweise durfte ich in meinem persönlichen Umfeld gerade in den letzten Wochen sehr positive – vertrauensvolle – Erfahrungen erleben.
Die nachfolgenden Zitate und Texte sollen Mut machen, das Vertrauen nicht zu verlieren, bei allen Enttäuschungen, die es gegeben hat.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Vertrauen ist eine Blume, die man zart behandeln muss.
Elfi Egger

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Der MUTIGE
vertraut auch noch nach vielen Ent-täuschungen.
Er führt kein Buch über seine Verletzungen.

Er hat es zu einer seiner wichtigsten Übungen gemacht,
jeden Tag immer wieder neu zu beginnen.
Er sieht den Morgen als Moment der Verheißung.

Er glaubt,
dass es besser ist zu vertrauen
und gelegentlich ent-täuscht zu werden,
als gar nicht mehr zu vertrauen……

Sein Mut, so zu handeln,
beruht auf dem Wissen,
dass sich die Welt auftut und zugänglich wird,
wenn ein Mensch vertraut…..
So hat er den Begriff „grundlegendes Vertrauen“
für sich entdeckt.

Jetzt vertraut er oft ohne einen Grund,
um zu vertrauen.
Häufig beginnt bei seinem Gegenüber
durch diesen Vorschuss an Vertrauen
eine Veränderung…

Ulrich Schaffer

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Vertrauen ist …

… wenn Du mit verbundenen Augen irgendwo hingeführt wirst,
dann ohne Zweifel und Angst mit dem Wissen,
es wird Dir nichts geschehen, wenn du dich fallen lässt,weil unten jemand steht,
der Dich auffängt!
Nur durch eine kleine Geste kann man lieben Menschen
eine wirkliche Freude bereiten

Wenn eine Hand Dir übers Haar streicht.
Wenn ein Arm sich schützend um Dich legt.
Wenn Dir jemand zuhört und Dir tröstende Worte schenkt.
Wenn man Dich nicht verurteilt, weil Du Fehler machst.
Wenn Du sogar nachts anrufen darfst,
weil Dich etwas quält und Dich nicht schlafen lässt.
Wenn Du verstanden wirst ohne zu hinterfragen.
Wenn jemand mit Dir lacht, weil Du glücklich bist.
Wenn jemand mit Dir weint, weil Du traurig bist.
Wenn jemand zu Dir sagt: „Schön, dass es Dich gibt“!
Autor unbekannt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann,
ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat….

Matthias Claudius

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Dem Leben vertrauen

Lass deine Träume in den Himmel wachsen wie Bäume,
in deren Zweigen Vögel nisten.
Vertraue dich dem Leben wieder an ~
und der Gesang der Morgenfrühe gehört dir allein.

[© unbekannt]

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihr Vertrauen nicht verlieren oder es wieder finden.

Mit vertrauensvollen Grüßen
Ihr/Euer
Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
Tel. +49- (0)6195- 676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder tqron-antiquariat@gmx.de

Veranstaltungen Café Lounge Jasmin – Frankfurt-Fechenheim – 07.05.15 – 13.05.15

Liebe Freunde schöner Kleinkunst,

nachstehend kann Mann/Frau hier die aktuellen Veranstaltungen des Café Lounge Jasmin im Herzen von Frankfurt-Fechenheim nachlesen. Ein Besuch lohnt sich immer – nicht nur zu den Veranstaltungen.

Gerd Taron

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Veranstaltungen Café Lounge Jasmin, Alt-Fechenheim 80, 60386 Frankfurt-Fechenheim, für die Zeit vom 07.05 – 13.05.2015

Tel. Marketing/Events 0163/8890130 (Elke Dippel)
Café Lounge Jasmin Tel. 069 / 26956584 (Jasmin Ehrlich Inhaberin)
E-Mail: Elke.Dippel@t-online.de
Internet: http://www.cafe-jasmin-lounge.de/
Für alle Veranstaltungen wird ein Kulturbeitrag erbeten, wenn nicht anders vermerkt.

Donnerstag, 07.05.2015 – 19 Uhr
Kreativ schreiben – mit mir und meinen Zetteln mit Yvonne Pioch
Einen Songtext schreiben 1/2 – den späteren Songtext als Kurzgeschichte vorschreiben
Teil 2: Über Rhythmus und Reimschemata. Aus Kurzgeschichten soll ein Songtext geschrieben werden. Wer beim letzten Mal nicht dabei war, kann eine Kurzgeschichte mitbringen, oder es ohne probieren.
Kosten: 10 Euro live, 8 Euro online
Aktuelles unter: http://yvonnepioch.de/aktuelles/377-aktuelle-schreibkurs-termine
ANMELDUNG: Bitte für alle Termine bis spätestens 17 Uhr am jeweiligen Kurstag über die oben angegebene Internet-Seite

Die ONLINE-KURSE finden über Facebook-Chat statt, daher ist derzeit ein Facebook-Account erforderlich. Falls das ein Hinderungsgrund ist, bitte melden und wir finden eine andere Lösung.

Freitag, 08.05.2015 – 20 Uhr – Konzert Philipp Bölter

„Es macht einfach Spaß der Band zuzuschauen, da fast physisch zu greifen ist, dass hier noch
ganz viel Herzblut mit im Spiel ist und die Musik sprichwörtlich gelebt wird.“ – ROCKTIMES
„Absolut radiotauglich und doch mit Anspruch zum besseren Geschmack und Gehör“ – MUSIKER
MAGAZIN
„Bölter spielt auf der akustischen Gitarre so, dass man den Eindruck hat, als stünden gleich vier
von seiner Sorte auf der Bühne. Und eine tadellose Harp obendrein. So dicht, so variabel,…mit
unglaublich einfallsreichen Variationen unterläuft Bölter charmant alle Erwartungshaltungen in
seinem Spiel und findet in seinen Interpretationen permanent neue Varianten. Nie vorhersehbar,
fast schon perkussiv schlägt er in die Saiten, sodass er eine unglaubliche Dynamik erhält.“ – DIE
RHEINPFALZ
„Es dauerte nur wenige Takte, bis dieser Musiker mit seinem natürlichen Auftreten und einer
einzigartigen Mischung aus Charme, Esprit und Können die Zuhörer auf seine Seite gezogen
hatte…“ – ROCKTIMES
„… Jeder Song fließt locker und leicht, die Band ist fast schon symbiotisch aufeinander eingespielt.
Alles wirkt mühelos und kommt von Herzen“ – FULDAER ZEITUNG
„… Er versteht es, die Dessert-Atmosphäre dieses Genre mit seinen Liedern neu zu zaubern, eine
sehr elegante Art der Ehrerbietung an diesen Abschnitt der Rockgeschichte… und was uns da
noch alles erwartet, das kann nur gut werden!“ – MUSIKER MAGAZIN
http://www.facebook.de/boelter.philip
http://www.youtube.com/philipboelter

Samstag, 09.05.2015 – 20 Uhr – Konzert Anchorman Musik Band

Es gibt Menschen die für etwas leben und mit voller Kraft dahinter stehen. Sie lassen alles stehen und liegen um dem inneren Drang nachzugeben und ihrer Leidenschaft freien Lauf zu lassen. Genau so kann man Florian beschreiben.
Angefangen mit Gitarre spielen, um Songs wie “ Nothing else Matters“ mitspielen zu können, hat sich daraus eine unaufhaltsame Welle der Gier nach Musik in ihm entfacht. Nach den ersten gesammelten Banderfahrungen, schloss er sich der Hannover Punkband „Call me Names“ an, in der er 2 Jahre spielte. Kurz darauf fand er mit „Sonic Delay „, eine Band, bei der er sein Können an der Gitarre ausschöpfen und erweitern konnte.
Da er sich zwischenzeitlich immer mal wieder mit dem Singen auseinander gesetzt hat( weil er eigentlich nie wirklich die Klappe beim Gitarre spielen halten konnte) und er auch schon immer ein riesen Fan von Singer/ Songwriter Musik war, hat er sich dazu entschieden, es mal mit den etwas ruhigeren Tönen zu probieren.

Sehr geprägt von Künstlern wie Dallas Green, Chuck Ragan , Dave Hause und Bon Iver, schreibt, spielt, und performt er seine Stücke selbst.Die Inspirationen holt er sich dabei aus dem Leben und seiner eigenen Welt Dinge zu sehen und zu hinterfragen.

Sonntag, 10.05.2015 – 15 Uhr – Keith‘ erste eigene Lesung von Yvonne Pioch

Der philosophisch veranlagte Stein Keith hat inzwischen so viel zu erzählen, dass er eine eigene Lesung bekommt. Er freut sich auf viele Zuhörer und seine Schreibkraft auch. Die Lesung findet am Muttertag statt, die Mütter der Gäste sind herzlich Willkommen.

Montag, 11.05.2015 – 19 Uhr -Journalistisches Schreiben – Eine Reportage schreiben – Mit Yvonne Pioch
Kosten: 12 Euro
Infos unter: http://yvonnepioch.de/

Sagenhafter Main-Taunus (Uta Franck)

Diesen Beitrag einer meiner Lieblingsautorinnen reblogge ich sehr gerne

Chrissis bunte Lesecouch

Ein Geschenk für Heimatverbundene

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Mit meiner Mutter (geboren und aufgewachsen im Main-Taunus-Kreis) habe ich vor ein paar Wochen eine musikalisch (Harfe und Flöte) untermalte Lesung von Uta Franck besucht. Die vorgetragenen Geschichten machten meiner Mutter Lust auf „Mehr“ von diesen Sagen, deshalb habe ich dieses Buch für sie gekauft.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Sagenhafter Main-Taunus“ von Uta Franck ist im Societäts-Verlag erschienen. Es umfasst 136 Seiten. Die Illustrationen stammen von Barbara Heier-Rainer.

Die Autorin Uta Franck war langjährig Lehrerin an einer Kelkheimer Schule, sie hat bereits mehrere Gedichte und Kurzprosabände, Märchenbücher, Romane und eine Autobiografie veröffentlicht.

Das Titelbild zeigt in Aquarell-Malerei schematisch eine Landkarte mit den Städten des Main-Taunus-Kreises, die mit Stecknadeln/Pins gepinnt sind.

Kurze Zusammenfassung:
Nach einer kurzen Einführung mit Grußwort und Erklärung des Main-Taunus-Wappen, werden zahlreiche Sagen um die Städte und Gemeinden des Main-Taunus-Kreises mit Illustrationen vorgestellt, die die Autorin aus verschiedensten Quellen zusammengetragen und neu erzählt…

Ursprünglichen Post anzeigen 122 weitere Wörter

Der Mai ist gekommen – Ein literarischer Spaziergang am 1. Mai in Frankfurt-Fechenheim

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Frankfurt-Fechenheim, 01.05.2015

Unter diesem Motto startete der literarische Mai-Spaziergang in Alt-Fechenheim im Café Lounge Jasmin bei Elke Dippel und Jasmin Ehrlich. Die Sonne hatte sich etwas versteckt, was aber der Schönheit der frühlingshaften Natur keinen Abbruch tat.

Zeit und Gelegenheit, die Natur und Texte entspannend auf sich wirken zu lassen und zur Ruhe zu kommen.

Nachstehend einige fotografische und geistige Eindrücke in Form von Gedichten von bekannten und weniger bekannten Dichtern.

Der nächste literarische Spaziergang um Ufer des Mains in Frankfurt-Fechenheim kommt bestimmt. Weitere Informationen siehe am Ende:

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Der erste Mai

Der erste Tag im Monat Mai
Ist mir der glücklichste von allen.
Dich sah ich und gestand dir frei,
Denn ersten Tag im Monat Mai,
Dass dir mein Herz ergeben sein,
Wenn mein Geständnis dir gefallen,
So ist der erste Tage im Mai Für mich
der glücklichste von allen.

– Friedrich Hagedorn 1708-1754 –

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Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die Weite, weite Welt.

Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt´!
Wer weiss, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Strasse, da nimmer ich marschiert;
es gibt so manchen Wein, den nimmer ich probiert.

Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl,
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all-
mein Herz ist wie ´ne Lerche und stimmet ein mit Schall.

Und abends im Städtchen, da kehr´ ich durstig ein:
Herr Wirt, mein Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein!
Ergreife die Fiedel, du lustiger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel, das sing´ ich dazu.

Und find ich keine Herberg´, so lieg´ ich zur Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
Im Winde, die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Früh´ das Morgenrot mich wach.

O Wandern, o wandern, du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Odem so frisch in der Brust;
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!

– Emanuel Geibel 1815-1884, deutscher Lyriker –

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Die Lindenallee in Frankfurt-Fechenheim

Es stand ein junger Blütenbaum

Es stand ein junger Blütenbaum
Umspielt vom lauen Weste,
Der träumte süssen Morgentraum,
Und wiegte seine Äste!

Wir träumten wunderholden Traum
Im morgenklaren Maien,
Belauscht, umrauscht vom Blütenbaum,
Zu zweien dort, zu zweien!

Er stand im Morgensonnenglanz
Und wiegte seine Äste,
Da fiel ein reicher Blütenkranz
Verweht vom lauen Weste!

Da fiel uns reicher Blütenschnee
Auf Brust und Stirn und Locken,
In Sonnennäh‘, in Sonnenhöh‘,
Umtönt von Morgenglocken!

Gegrüsst! gegrüsst! Lenzsonnenglanz,
Im morgenklaren Maien.
Du traumumperlter Blütenkranz,
Gegrüsst! gegrüsst zu zweien!

– Amanda Ullmann 1860-1895, deutsche Dichterin –

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Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.
Aus dem „Buch der Lieder“, Heinrich Heine

Gerd Taron
Alle Fotos: Gerd Taron – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet.
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Gerd Taron, Langstraße 30, 65779 Kelkheim
E-Mai: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Alles perfekt – Literarischer Wochenendgruß vom 01.05.15

Liebe Leserinnen und Leser,

viele Menschen streben in ihrem Leben nach Vollkommenheit. Sie wollen das, was sie tun, perfekt tun. Es muss alles genau passen. Das gilt für die kleinen Dinge im Alltag, aber auch für die großen.

Ich muss gestehen, dass ich bisher noch keinem perfekten Menschen begegnet bin. Manchmal geben sie den Anschein, als ob dies so wäre. Die sogenannten „Schwächen“ oder besser Unvollkommenheit genannt, lässt meinem Gegenüber als Mensch wie du und ich erscheinen. Das macht ihn/sie sympathisch für mich und für andere.

Zu diesem Thema habe ich wieder einige Zitate zum Nachdenken nachstehend aufgeführt.

1304_April(20) 055_1-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

..Gezeiten…
Die Sonne,
das Lächeln der Welt.
***
Der Wind,
der Geschichten erzählt.
***
Der Regen,
der alles zum Wachsen bringt.
***
Das Gewitter,
dass sie in Bewegung hält.
***
Der Regenbogen,
der sie sanft umarmt.
***
Der Schnee,
der Gedanken wärmt.
***
Das Eis,
was alles umschliesst.
***
Die Nacht,
die sie zum Ruhen bringt.
***
Die Sterne,
die ihnen Glanz und Zauber verleihen.
***
Der Mond,
der sich im Schatten der Sonne ausruht.
***
All das macht die Welt so unbeschreiblich
interessant und wunderschön.
***
Die Welt ist perfekt, so wie sie lebt. Sie findet immer zu ihrem Ursprung zurück.“
Text: © Monika Heckh

1304_April(14) 056-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben
– aber es hat nur genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind.
Weil der Einzelne das nur unvollkommen vermag,
hat man in den Religionen und Philosophien versucht,
die Frage tröstend zu beantworten.
Diese Antworten laufen alle auf das Gleiche hinaus:
Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe.
Das heißt:
Je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind,
desto sinnvoller wird unser Leben.

Hermann Hesse, Ausgewählte Briefe, Frankfurt 1974,

1304_April(11) 034_1-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die glücklichsten Menschen der Welt sind nicht die,
die keine Sorgen haben.
Sondern die, die gelernt haben, mit Dingen
positiv zu leben, die alles andere als perfekt sind.
Das sind die Menschen, die sich an den kleinen Dingen
des Alltags erfreuen.
Und die täglich an sich und ihrer Situation arbeiten,
damit es besser werden kann.
Die in allem Negativen das Positive erkennen.
Die nicht verlernt haben, zu lachen, zu lieben, zu leben,
zu träumen, zu glauben, zu hoffen und zu kämpfen.
– unbekannt –

1304_April(14) 131-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wenn wir uns ständig unter Druck setzen,
weil wir perfekt sein wollen,
zieht das Leben an uns vorbei,
ohne dass wir seine Schönheiten wahrgenommen haben.

Marliese Zeidler

1304_April(15) 039_1g-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ein 85-jähriger Mann, der auf dem Sterbebett lag und der wusste, dass er bald sterben würde, sagte:

Wenn ich noch einmal zu leben hätte,

dann würde ich mehr Fehler machen; ich würde versuchen, nicht so schrecklich perfekt sein zu wollen,

dann würde ich mich mehr entspannen und vieles nicht mehr so ernst nehmen,

dann wäre ich ausgelassener und verrückter; ich würde mir nicht mehr so viele Sorgen machen um mein Ansehen,

dann würde ich mehr reisen, mehr Berge besteigen, mehr Flüsse durchschwimmen und mehr Sonnenuntergänge beobachten,

dann würde ich mehr Eiscreme essen,

dann hätte ich mehr wirkliche Schwierigkeiten als nur eingebildete,

dann würde ich früher im Frühjahr und später im Herbst barfuß gehen,

dann würde ich mehr Blumen riechen, mehr Kinder umarmen und mehr Menschen sagen, dass ich sie liebe.

Wenn ich noch einmal zu leben hätte, aber ich habe es nicht …

von unbekannt

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende an dem Sie sein dürfen so wie Sie sind – als ein unvollkommener Mensch mit seinen liebenswürdigen Seiten.
Ihr/Euer
Gerd Taron

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