Ich bin anders – Anne M. Pützer

ICH BIN ANDERS.

Ich bin anders.
Laufe nicht mit der Herde.
Bin keine Massenware.
Ich bin nicht gleichförmig,
nicht angepasst,
nicht gehorsam.
Ich lass mich nicht anketten,
nicht beeinflussen,
nicht erziehen,
nicht umdrehen.

Ich habe meinen eigenen Kopf,
meinen eigenen Willen,
meine eigene Meinung.
Ich bin ein Individualist.
Ich kenne mich…und meinen Weg.

(C) Anne M. Pützer

 

1538888_641988752560441_750847810_n

Foto: Anne M. Pützer

Wiedergabe von Text und Foto nur mit Genehmigung gestattet.

Advertisements

Keine Zeit haben – Literarischer Wochenendgruß vom 28.03.14

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

geht es Ihnen oft auch so, dass Ihnen die Zeit davon „läuft“? Dass Ihnen Zeit fehlt und Sie vor lauter Hektik glauben, keine Zeit zu haben?

Dabei ist für jeden von uns die Zeit gleich lang oder kurz: 365 Tage hat das Jahr, 24 Stunden ein Tag, 60 Sekunden eine Minute.

Warum glauben wir, der Zeit hinterher rennen zu müssen? Wo bleibt die Zeit für Muße und Besinnung? Sind wir nicht mehr in der Balance mit unserer persönlichen Zeit?

An diesem Sonntag werden in Deutschland und anderen Ländern wieder die Uhren umgestellt. Es wird uns eine Stunde „gestohlen“. Aber keine Angst: Ende Oktober bekommen wir sie dank gesetzlicher Verordnungen wieder zurück.

Die heutige Ausgabe beschäftigt sich mit dem Phänomen „Zeít“ aus verschiedenen Blickwinkeln. Hans Jörg Kampfenkel stellt wieder einige seiner schönsten Fotos zur Verfügung.

1403_März(3) 111_1 - Kopie-02

Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Überlaß es der Zeit

Erscheint dir etwas unerhört,
Bist du tiefsten Herzens empört,
Bäume nicht auf, versuch’s nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlaß es der Zeit.
Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
Am zweiten läßt du dein Schweigen schon gelten,
Am dritten hast du’s überwunden,
Alles ist wichtig nur auf Stunden,
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.

Theodor Fontane

1401_Jan(5) 052_1-02

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

 

Wir laufen durch die Zeit,
um uns selbst zu finden.
Und stehen wir vor dem Ziel,
ist es nicht immer das,
was wir uns erhofft haben.

Damaris Wieser

1403_März(6) 123_1-02

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Alles hat seine Zeit.
Es gibt eine Zeit,
Dinge in die Hand zu nehmen,
und eine Zeit,
Dinge aus der Hand zu legen.

 

Hugh Prater

1403_März(3) 251_1-02

 

Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Warum?

Für uns Menschen zählt im Leben
alles nur nach Sinn und Zweck,
und die vielen, vielen Sorgen
nehmen uns das Lachen weg.
Mühsam planen wir und rennen
um ein kleines Stückchen Glück,
ohne dabei zu erkennen,
dass solch´ Dasein uns erdrückt.

Tiere stellen keine Fragen
nach dem Sinn und dem Warum,
sie verstehen stumm zu tragen,
doch wir halten sie für dumm.
Weil wir werten, weil wir richten
und nicht unserm Schöpfer trau‘n,
werden wir die Welt vernichten,
statt sie helfen aufzubau´n.

Dabei müssten wir nur leben
voller Inbrunst jeden Tag.
Denen Kraft und Hoffnung geben,
die vom Schicksal schwer geplagt.
Nicht verbessern und verändern
müssen wir den Lauf der Welt.
Die ruht fest in Gottes Händen –
unsre Herzen sind entstellt!

Auszüge aus einem Lied von Karin Schneider-Jundt, die den Text und eine Melodie dazu geschrieben hat.

1403_März(5) 038_1-02

Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Einmal nicht der Zeit nachjagen. Keine Ziele verfolgen, keine Bedenken hegen. Nicht nach Sinn und Nutzen fragen. Nicht planen, nicht hasten. Einfach nur den Moment genießen.

(Jochen Mariss)

1403_März(10) 050-02

Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Alle Zeit,
die nicht mit dem Herzen
wahrgenommen wird – ist so
verloren
wie die Farben
des Regenbogens
für einen Blinden
oder das Lied
eines Vogels
für einen Tauben

(Michael Ende)

Ich wünsche Ihnen viel Zeit für sich – für ruhige Momente und Stunden des Genießens, alleine oder in Gemeinschaft mit anderen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS. Vielleicht nehmen Sie sich die Zeit am Wochenende an einem meiner Veranstaltungen dabei zu sein – ich würde mich freuen:

Samstag, 29.03. um 15:00 Uhr Literarischer Spaziergang
Treffpunkt: Kelkheim-Fischbach, Langstraße 17, Fahrschule t 8
Thema: Der Frühling ist da! Literarisches rund um den Frühling.
Sonntag, 30.03 um 15:00 Uhr Literarischer Nachmittag,
im Café Lounge Jasmin, Frankfurt-Fechenheim, Alt-Fechenheim 94
Thema: Alles Goethe oder was? Literarisches aus der Zeit der Romantik
Alle Fotos: Hans Joerg Kampfenkel – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet.

 

Kultur pur im Café Lounge Jasmin – mit Rotraut Mielke und Nadine Fingerhut

Fechenheim, 22.03.2014

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Es waren ein kulturelle Köstlichkeiten, die am Samstag im Café Jasmin Lounge in Alt-Fechenheim geboten wurden.

Mit einer Lesung von Rotraut Mielke über eine Rentner-WG begann der Nachmittag. In ihrem neuen Best-Ager-Roman, der in Frankfurt spielt, werden aktuelle Themen wie neue Lebensformen, wie Wohngemeinschaft im Alter, bezahlbarer Wohnraum behandelt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Sehr amüsant und berührend schildern ihre Hauptfiguren Leni und Thomas, Arthur ein einsamer Witwer, ein Bösewicht namens Bernd Köhler, ein Immobilien-Hai aus Niederrad ihren Alltag. Dabei darf natürlich auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen,

Ob es ein gutes Ende nimmt? Wenn Mann oder Frau den Roman „Die Rentner-WG“ von Rotraut Mielke liest, wird man es erfahren.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Das Buch „Die Rentner-WG“ von Rotraut Mielke ist als Taschenbuch erschienen im mainbook-Verlag, ISBN 978-3-94412-4001. Es ist auch als E-Book erhältlich.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Am Abend präsentierte sich eine ungewöhnliche Liedermacherin, Nadine Fingerhut, aus Nordhessen. Seit 2010 hat sie sich ganz der Musik verschrieben und ist ganz Deutscbland unterwegs, so zuletzt in Köln, Eschwege und Bad Camberg.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mit ihren gefühlvollen Liedern, die fast alle aus eigener Feder stammen, faszinierte sie ihre Zuhörerinnen und Zuhörer. Aus ihrer CD „Das Blaue vom Himmel“ trug sie das gleichnamige Lied sehr einfühlsam vor Außerdem erklangen begleitet von Ihrer Gitarre Lieder wie. „Vielleicht nur manchmal“, „Große Fische“. Es sind Lieder die vom Leben, von den Sehnsüchten großer und kleiner Leute handeln.

Mehr zu lesen und zu hören gibt es auf ihrer Internet-Seite

http://www.nadine-fingerhut.de/index.htm
Gerd Taron

Alle Fotos. Gerd Taron – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet.

Taron – s Kultur- und Literatur-Neuigkeiten – Ausgabe 5 vom 25.03.14

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

der Frühling ist da! So lautete das Thema des letzten literarischen Wochenendgrußes.

Und damit wird es bei mir auch frühlingshaft und romantisch.

Am Samstag, 29.03.14 um 15:00 Uhr findet wieder der literarische Spaziergang in Kelkheim-Fischbach statt.
Thema: Der Frühling ist da! Gedichte rund um den Frühling
Treffpunkt: Fahrschule T 8, Langstraße 17, Kelkheim-Fischbach
Kostenbeitrag. 5 Euro

Die Reihe „Literarischer Nachmittag“ im Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim wird fortgesetzt:

Am Sonntag, 30.03.14 von 15:00 bis 17:00 Uhr –

Thema: Alles Goethe, oder was? Literarisches aus der Zeit der Romantik

Wichtige Vorankündigung:

Gedanken-Wege
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Eine Lesung in neun Stationen durch den Bethmann-Park in Frankfurt am Main
Auftaktveranstaltung zur Reihe „Oase der Stille“

Mit Viktoria Vonseelen (http://www.viktoria-vonseelen.de ) Sprecherin und Gerd Taron, Antiquar

Sonntag, 06.04.2014

Treffpunkt: Am Eingang des Bethmannparks (Berger Straße) – Frankfurt am Main

Beginn: 15:00 Uhr voraussichtliches Ende: spätestens 17:00 Uhr

Parkmöglichkeiten und Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf Anfrage

Kosten-Beitrag: 10 Euro

Informationen im Internet unter:
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2014/03/14/gedanken-wege-eine-lesung-in-neun-stationen-mit-viktoria-vonseelen/

Mit literarischen Grüßen

Ihr
Gerd Taron

 

Der Frühling ist da! Literarischer Wochenendgruß vom 21.03.14

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

 

jeden Morgen in der Frühe, wenn ich unterwegs bin, um den Menschen hier vor Ort Ihre Zeitungslektüre zu bringen, werde ich an einer bestimmten Stelle von einem Vogel begrüßt, der mir sein Morgenlied singt.

 

Ist es nicht eine herrliche Zeit, die jetzt begonnen hat? Überall beginnt das Erwachen der Natur: die Vögel singen ihre Lieder, die Bäume und Pflanzen beginnen ihr neues Kleid anzulegen. Frühlingsgefühle aller Orten.

 

Anne M. Pützer eine liebe Freundin und Autorin aus der Eifel, hat dies in ihren Texten ausgedrückt, die in diesem Wochenendgruß im Mittelpunkt stehen sollen. Dazu präsentiert Hans Jörg Kampfenkel wieder seine schönen Fotos zu unserem Thema.

 

 

0805_Mai4 354-02

 

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

 

Die ersten Frühlingstage.

Die ersten Frühlingstage locken
Mensch und Tier in die Natur.
In den Bäumen ein Frohlocken.
Vögel singen. Freude pur.

Die Sonne scheint und streichelt Seelen,
schenkt Balsam nach der dunklen Zeit.
Dank Licht und Wärme wird nichts fehlen.
Der Frühling ist zum Start bereit.

Es mehret sich nun alles Leben.
Natur hüllt sich ins Blütenkleid.
Liebe wird die Welt beleben.
Genießet voller Dankbarkeit.

©Anne M. Pützer

 

 

Wenn Sonnenstrahlen Herzen wärmen,
Seelenkälte wird vertrieben.
Frühlingswind die Haare zaust,
dann ist es Zeit, sich zu verlieben.

©Anne M. Pützer

 

 

1004_April04 035_4A-02

 

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

 

 

VOGEL IN DER FRÜH.

Früh am Morgen,
im ersten Dämmerlicht,
sitzt ein Vogel im Baum,
unscheinbar, hinter Blattwerk verborgen.
Er öffnet seinen Schnabel
und lässt seine Stimmbänder vibrieren.
Erst zart und leise,
dann anhaltend und laut,
singt er seine Morgenmelodie.
Er verkündet den neuen Tag,
frohlockt über das nahende Licht.
Der Vogel erfreut sich seines Seins,
er lebt den Moment.
Seine Koloraturen sind sein Dankgebet.

(C) Anne M. Pützer

 

 

0805_Mai6 197_1-02

 

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

Bach- Poesie.

Ich träumte,
ich läge träumend am Bach,
mein Blick
auf das Wasser gerichtet.
Die Gicht,
sie spritzt
und erfrischt mein Gesicht.
Über mir
rauscht gewaltig das Blätterdach.

Ich träumte mir
im Kopf viele Zeilen,
Gedichte, von Liebe und Poesie.
Wünscht´mir,
dass diese Worte
zu Erlebnissen werden,
von deren Erinnerung
ich lange zu zehren vermag.

(A.M.Pützer)

0805_Mai6 070_1-02

 

Foto: Hans Jörg Kampfenkel

 

 

Ich wünsche Ihnen ein frühlingshaftes Wochenende mit vielen schönen Gedanken und Erlebnissen.

 

Ihr/Euer

 

Gerd Taron

 

 

Texte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet.

An alten Gemäuern – Anne M. Pützer

An alten Gemäuern.

Sei still und lausche.
An alten Gemäuern und Ruinen
hörst du Geschichten flüstern.

Es ist ein Moment,
der dich einlädt zum innehalten.
Du tauchst ein in die Vergangenheit
und deine Vorstellungskraft malt dir
Bilder von früherem Leben,
von Menschen und ihren Gefühlen,
von Schicksal und Freude.
Du fühlst dich ein
und wirst Zeuge fremder Schicksale.
Gewesene Realität,
gelebte Geschichte.
Deine Gedanken,
dein Rückwärts- horchen,
dein Erinnern
weckt diese Zeit
für Minuten
zu neuem Leben.
Nichts und niemand
kann so vergessen werden.

©Anne M. Pützer

1518286_634672899958693_987771455_n

Foto: Anne M. Pützer

Text und Foto sind urheberrechtlich geschütz – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet.

Mahnung – Karin Schneider-Jundt

                                                                            

                       M a h n u n g

 

1.     Manchmal in verborg‘nen Stunden

fragst du: „Was hab ich gefunden

in den Jahren meines Lebens.

Meine Suche war vergebens.

Fand den Schatz des Lebens nie!“

                                    Weißt du denn wie Nektar schmeckt?

                                    Wo die Raupe sich versteckt?

                                    Hörst du leis‘ die Feen raunen?

                                    Öffnest du dein Herz voll Staunen?

                                    Das sind Schätze, die besteh´n!

 

2.     Du denkst nur an deine Arbeit

und erkennst nicht deine Starrheit.

So viel Schönes geht verloren

und dein Herz ist fast erfroren.

Greife nach der Lebenskraft!

                                    Fühlst du Moos auf nackter Haut?

                                    Ist dir Zittergras vertraut?

                                    Tanzt du still im Sternenlicht?

                                    Weinst du, wenn ein Traum zerbricht?

                                    Das sind Schätze, die besteh´n!

 

3.     Du hast nie gelernt zu leben,

dich dem Nichtstun hinzugeben,

um der Seele Kraft zu spenden.

Halte sie in sanften Händen,

denn sie ist dein kostbar‘ Gut!

                                    Hörst du, wie die Lerche singt?

                                    Wie der Wind dir Sehnsucht bringt?

                                    Fühlst du, wie ein Baum dich stärkt?

                                    Wie die Blume dich bemerkt?

                                    Das sind Schätze, die besteh´n! 

 

4.     Du hast nie gelernt zu träumen,

meinst das Leben zu versäumen.

Du vergisst, nur im Genießen

kann sich Kraft in dich ergießen.

Trinke sie so oft du kannst!

                                    Weißt du noch wie Erde riecht?      

                                    Wo der Otter sich verkriecht?

                                    Glitzert Tau auf deinem Fuß?

                                    Hörst du auf der Schwäne Ruf?

                                    Das sind Schätze, die besteh´n!

 

5.     Lerne dich doch selbst zu kennen.

Nicht den andren nachzurennen.

Liebe dich mit Haut und Haaren.

Lerne dich vor Trug bewahren.

Sag´ auch mal energisch „nein“!                       

                                  

 

 

 

                                   Siehst du deine Schönheit  blüh‘n?

                                   Fühlst du dich vor Liebe glüh‘n?

                                   Wirst du Lachen und Gebet?

                                   Spürst du, wie dein Herz erbebt?

                                   Das sind Schätze, die besteh´n!

 

6.     Es gibt ein Gesetz im Leben:

Nur wer nehmen lernt, kann geben.

Darum neide nicht und klage,

sondern öffne dich und wage!

Nimm dein Glück selbst in die Hand!   

                                   Wiege dich in einem Baum.

                                   Spiele dich in einen Traum.

                                   Singe laut vor Lebenslust.

                                   Gib dem Frosch heut´ einen Kuss,

                                   und du wirst den Himmel seh´n.             

 

Text und Melodie:

Karin Schneider-Jundt

 

 Weitere Informationen unter

http://www.lieder-von-karin-schneider.de/wpKarin/