Mahnung – Karin Schneider-Jundt

                                                                            

                       M a h n u n g

 

1.     Manchmal in verborg‘nen Stunden

fragst du: „Was hab ich gefunden

in den Jahren meines Lebens.

Meine Suche war vergebens.

Fand den Schatz des Lebens nie!“

                                    Weißt du denn wie Nektar schmeckt?

                                    Wo die Raupe sich versteckt?

                                    Hörst du leis‘ die Feen raunen?

                                    Öffnest du dein Herz voll Staunen?

                                    Das sind Schätze, die besteh´n!

 

2.     Du denkst nur an deine Arbeit

und erkennst nicht deine Starrheit.

So viel Schönes geht verloren

und dein Herz ist fast erfroren.

Greife nach der Lebenskraft!

                                    Fühlst du Moos auf nackter Haut?

                                    Ist dir Zittergras vertraut?

                                    Tanzt du still im Sternenlicht?

                                    Weinst du, wenn ein Traum zerbricht?

                                    Das sind Schätze, die besteh´n!

 

3.     Du hast nie gelernt zu leben,

dich dem Nichtstun hinzugeben,

um der Seele Kraft zu spenden.

Halte sie in sanften Händen,

denn sie ist dein kostbar‘ Gut!

                                    Hörst du, wie die Lerche singt?

                                    Wie der Wind dir Sehnsucht bringt?

                                    Fühlst du, wie ein Baum dich stärkt?

                                    Wie die Blume dich bemerkt?

                                    Das sind Schätze, die besteh´n! 

 

4.     Du hast nie gelernt zu träumen,

meinst das Leben zu versäumen.

Du vergisst, nur im Genießen

kann sich Kraft in dich ergießen.

Trinke sie so oft du kannst!

                                    Weißt du noch wie Erde riecht?      

                                    Wo der Otter sich verkriecht?

                                    Glitzert Tau auf deinem Fuß?

                                    Hörst du auf der Schwäne Ruf?

                                    Das sind Schätze, die besteh´n!

 

5.     Lerne dich doch selbst zu kennen.

Nicht den andren nachzurennen.

Liebe dich mit Haut und Haaren.

Lerne dich vor Trug bewahren.

Sag´ auch mal energisch „nein“!                       

                                  

 

 

 

                                   Siehst du deine Schönheit  blüh‘n?

                                   Fühlst du dich vor Liebe glüh‘n?

                                   Wirst du Lachen und Gebet?

                                   Spürst du, wie dein Herz erbebt?

                                   Das sind Schätze, die besteh´n!

 

6.     Es gibt ein Gesetz im Leben:

Nur wer nehmen lernt, kann geben.

Darum neide nicht und klage,

sondern öffne dich und wage!

Nimm dein Glück selbst in die Hand!   

                                   Wiege dich in einem Baum.

                                   Spiele dich in einen Traum.

                                   Singe laut vor Lebenslust.

                                   Gib dem Frosch heut´ einen Kuss,

                                   und du wirst den Himmel seh´n.             

 

Text und Melodie:

Karin Schneider-Jundt

 

 Weitere Informationen unter

http://www.lieder-von-karin-schneider.de/wpKarin/

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