Ein Licht sein – Literarischer Wochenendgruß vom 28.11.14

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

am Sonntag feiern wir den ersten Advent. Überall in den Straßen und in den Häusern werden, wenn es dunkel wird, Lichter entzündet. Ein Licht oder mehrere erhellen die dunkle Jahreszeit.

Für die Christen ist der Advent die Hinführung auf die Geburt eines besonderen Menschen: Jesus. Dabei kam mir der Gedanke, dass es in meinem Leben immer wieder Menschen gab und es heute gibt, die mir ein besonderes Licht in manchen dunklen Stunden waren und sind.

Wie war es bei Ihnen? Kennen Sie auch solche Menschen, die mit Ihrem Licht, Ihnen neue Hoffnung, neuen Mut, neue Kraft für den Lebensalltag geben? Der Advent kann dazu vielleicht ein Anstoß sein, ihnen in besonderer Weise Beachtung zu schenken.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ich glaube, dass wir einen Funken jenes ewigen Lichts
in uns tragen, das im Grunde des Seins leuchten muss
und welches unsere schwachen Sinne
nur von Ferne ahnen können.

Diesen Funken in uns zur Flamme werden zu lassen
und das Göttliche in uns zu verwirklichen,
ist unsere höchste Pflicht.

~Johann Wolfgang von Goethe~

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Foto: Gerd Taron

Aus der Dunkelheit brach ein Licht und erleuchtete meinen Weg.

Khalil Gibran

(1883 – 1931), eigentlich Djubran Chalil, Djabran, Djibran, christlich-libanesischer Dichter, Philosoph und Maler, emigrierte in jungen Jahren in die USA, sein Lebenswerk galt der Versöhnung der westlichen und arabischen Welt)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Oft ist das Leben lauter Licht
Und funkelt freudefarben
und lacht und fragt nach denen nicht,
Die litten, die verdarben.

Doch immer ist mein Herz bei denen,
Die Leid verhehlen
Und sich am Abend voller Sehnen
Zu weinen in die Kammer stehlen.

So viele Menschen weiß ich,
Die irren leidbeklommen,
All ihre Seelen heiß ich
Mir Brüder und willkommen.

Gebückt auf nasse Hände
Weiß ich sie abends weinen,
Sie sehen dunkle Wände
Und keine Lichter scheinen.

Doch tragen sie verborgen,
Verirrt, und wissen’s nicht,
Durch Finsternis und Sorgen
Der Liebe süßes Licht…

Oft ist das Leben lauter Licht

– Hermann Hesse –

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

„Ein Licht, das von innen her leuchtet, kann niemand löschen.“
(Kubanisches Sprichwort)

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
daß er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.
Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.
Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

(Matthias Claudius)

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Foto: Gerda Jäger

.“Jedes Licht, das man für einen anderen Menschen anzündet, erwärmt immer auch das eigene Herz.“
***
Text: © Monika Heckh♥

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Foto: Gerd Taron

Ich sende Dir ein kleines Licht,
das zart die Seele streicht
und das beständig immerdar,
Dein Inneres erreicht.

Ich sende Dir ein kleines Licht,
das stets bei Tag und Nacht,
Dir Schutz gewährt vor Einsamkeit,
beharrlich Dich bewacht.

Ich sende Dir ein kleines Licht,
das sanft erwärmt Dein Herz,
damit Du niemals Kälte spürst
und fühlen musst nie Schmerz.

Ich sende Dir ein kleines Licht,
das Dir den Blick erhellt,
damit Du immer glücklich bist
und Dir die Welt gefällt.

– Autor unbekannt –

Ich wünsche Ihnen an diesem Wochenende viele Begegnungen mit Menschen, die Ihnen Licht in Ihr Leben bringen. Vielleicht haben Sie am Wochenende Zeit zum Gespräch, zu Begegnungen auf den vielen Veranstaltungen überall in dieser Adventszeit. Mich und meine lieben Gäste können Sie am Samstag und Sonntag auf dem Fischbacher Weihnachtsmarkt in Kelkheim-Fischbach treffen.

Mit adventlichen Grüßen

Ihr/Euer

Gerd Taron

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Nimm Dir Zeit – der Fischbacher Weihnachtsmarkt im Taunus am 1. Advent

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arrangiert und fotografiert von Gerda Jäger

Nimm Dir Zeit …

– zum Gespräch
– zur Begegnung
– zum Kennenlernen der Autorinnen und Autoren
– zum Stöbern
– für kulinarische Genüsse
– für Geschenkideen und vieles mehr

für den 21. Fischbacher Weihnachtsmarkt in Kelkheim-Fischbach

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Foto: Haupteingang zum Weihnachtsmarkt in der Fischbacher Kirchgasse – Nebenstraße von der Langstraße

am 1. Adventwochenende:

Samstag, 29.11. und Sonntag, 30.11.2014

Samstag von 15 – 22 Uhr und
Sonntag von 11 – 21 Uhr geöffnet

Liebe Leserinnen und Leser,

in Kürze werden überall in der Dunkelheit kleine und große Lichter zu sehen sein. Die Advents- und Weihnachtszeit beginnt. Viele Weihnachtsmärkte öffnen überall in diesen Tagen ihre Pforten. Eine der idyllischsten und romantischsten Weihnachtsmärkte im Taunus findet am 1. Adventwochenende (29.11. und 30.11.) in Kelkheim-Fischbach statt.

Der Kerbeverein Fischbach (http://www.kerbevereinfischbach.de/ ) organisiert bereits zum 21. Mal rund um die katholische Dreifaltigkeitskirche diesen wunderschönen Weihnachtsmarkt. Mehr als 60 Stände und Buden präsentieren eine große Vielfalt von kulinarischen Genüssen, Geschenkideen und vieles andere. Es ist für alle was dabei, ob klein oder groß.

Ich freue mich auch in diesem Jahr wieder mit meiner Weihnachtshütte dabei zu sein. Dabei unterstützen mich liebe fleißige Helferinnen und Helfer.

Neben einer großen Auswahl von antiquarischen Büchern gibt es diesmal auch Hörbücher von Thomas Zieler (www.zielophon.de ) sowie Bücher und Grußkarten mit CDs von Karin Schneider aus Rüdesheim. Nehmen Sie sich die Zeit zum ausgiebigen Stöbern.

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Meine Weihnachtshütte (Foto siehe oben) ist leicht zu finden Vom Eingang Fischbacher Kirchgasse vor der Kirche links abbiegen und Mann/Frau/Kinder kann/können direkt darauf zu gehen.

In diesem Jahr findet keine Weihnachtsgedichte-Aktion statt. Stattdessen nehmen sich Autorinnen und Autoren aus der Region Zeit und stellen sich und ihre Werke vor

Samstag 29.11.

16 – 17 Uhr; Olaf Jahnke
Ab 17 Uhr: Viktoria Vonseelen
18 – 19 Uhr: Anne Zegelman
und Susanne Esch während den Öffnungszeiten

Sonntag, 30.11.

14 – 15 Uhr: Olaf Jahnke
15 – 17 Uhr; Karin Schmitt
15 – 16 Uhr: Brina Stein
und Susanne Esch während den Öffnungszeiten

Spenden werden diesmal für die Hessische Literaturgesellschaft e. V. (http://www.lit-hessen.de/ ) erbeten.

Informationen über die Autorinnen und Autoren:
Susanne Esch (Die Rebellin von Koron, Der Savant von Innis, Solifera – Fantasy-Romane) http://www.susanne-esch.de/

Olaf Jahnke (Tod eines Revisors – ein neuer Frankfurt-Krimi)
http://www.olafjahnke.de/
Am Freitag, 28.11. um 20 Uhr findet seine Premierenlesung in der Buchhandlung Herr in der Frankenallee 27 in Kelkheim statt. Karten gibt es unter http://buchhandlung-herr.de/

Karin Schmitt (Die unverstandenen Geschenke des Lebens – Roman)
http://www.karin-schmitt.eu/

Brina Stein (Wellengeflüster – Kreuzfahrtgeschichten)
http://www.brina-stein.de/

Anne Zegelman (Frankfurt liebt dich! – Lifestyle-Roman)
http://www.dezembra.de/
Sie liest am Donnerstag, 27.11. ab 19:30 Uhr aus ihrem neuen Buch in der Stadtbücherei Kelkheim, Marktplatz 1, Raum Gutenberg. Karten sind ebenfalls über die Buchhandlung Herr (siehe oben) erhältlich.

und Viktoria Vonseelen, Sprecherin
„Ich leihe Ihnen gerne meine Stimme für Lesungen im öffentlichen oder privaten Rahmen, gerne auch in Verbindung mit Musik. Ebenso für Hörproduktionen und Kunstinstallationen. Wer viel und intensiv mit seiner Stimme arbeiten muss, ist bei meinen Stimmbildungsworkshops gut aufgehoben.“

Mehr Informationen über Viktoria Vonseelen finden Sie unter http://www.viktoria-vonseelen.de

Mit dem Gedicht der kürzlich verstorbenen Autorin Elli Michler wünsche ich allen eine stressfreie Advents- und Weihnachtszeit mit vielen besinnlichen Momenten.

Nehmen Sie sich Zeit für eine Begegnung beim Fischbacher Weihnachtsmarkt mit mir und meinen Gästen! Wir freuen uns auf Sie!

Gerd Taron

Ich wünsche dir Zeit

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

Elli Michler

Aus: E.M.: Ich wünsche dir Zeit für ein glückliches Leben (Die beliebtesten Gedichte von Elli Michler) © Don Bosco Medien GmbH, München, 2011

http://www.ellimichler.de

Hinweis: Elli Michler verstarb am 18.11.2014 im Alter von 91 Jahren. Es ist einer ihrer schönsten Gedichte, die sie uns hinterlassen hat.

Weitere Informationen und aktuelles unter:
http://www.gerdtaronantiquariat.wordpress.com
per Mail: verkauf@taron-antiquariat.de
Gerd Taron, Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach, Tel. 06195-676695

Änderungen vorbehalten.

Von der Ewigkeit – Literarischer Wochenendgruß vom 21.11.14

Liebe Leser des literarischen Wochenendgrußes,

der kommende Sonntag wird von den evangelischen Christen als „Ewigkeitssonntag“ oder „Totensonntag“ bezeichnet. Es ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr.

Das ist auch für mich Anlass, mich dem Thema Ewigkeit zu widmen. Was bedeutet „ewig“ für Sie, für mich, für mein Leben? Die nachfolgenden Texte mögen uns dazu Gedankenanstöße geben.

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Foto: Gerd Taron (Schloss Rettershof)

DAS SCHLOSS DER EWIGKEIT

Über Leben, Einsamkeit und Tod hinaus
ragt der Ewigkeit kristallnes Haus.

Im Beginn des Daseins aufgebaut,
aus Urtiefe in Urlicht hinein,
seines Daches höchster Giebelstein
aller Wesen letztes Ende schaut

Aufgetan das breite Flügeltor,
wie von eines Wächters Schwert bewacht,
taucht es aus der ungeheuren Nacht
Sonne überwältigend hervor.

Pilgrim, der im Staube sterbend liegt,
siegreich über sich den Raum, die Zeit,
sieht das Haus und seine Seele fliegt
friedvoll lächelnd in die Ewigkeit.

Frei von Daseinsqual und Sterbenot
speist er der Erlösten Sternenbrot.
Alfons Petzold
Aus der Sammlung Gesichte

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Foto Gerda Jäger

Laß dir ein Zeichen sein den Baum!

Laß dir ein Zeichen sein den Baum!
Nichts umspielt ihn Lenzestraum;
Die Luft wird kalt, der Himmel bleich,
Und Schauer rütteln sein Gezweig.
Ja, Sonne braucht’s und Regentage,
Daß einer gute Früchte trage!

Laß dir ein Zeichen sein der Baum!
Nur halb gehört dem blauen Raum
Der Himmelsluft er an. Den Rest,
Den hält die dunkle Erde fest.
So schwankst du zwischen zweien Welten,
Und sollst dies Menschenlos nicht schelten!

Bernhard Endrulat

Aus dem Buch „Geleitworte für das Leben“ von Maximilian Bern
Erschienen um 1900 im Verlag von Otto Hendel, Halle an der Saale

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Der Mensch lebt und bestehet
nur eine kleine Zeit,
und alle Welt vergehet
mit ihrer Herrlichkeit.
Es ist nur Einer ewig
und an allen Enden
und wir in seinen Händen

Matthias Claudius

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die Nacht wird nicht ewig dauern.
Es wird nicht finster bleiben.
Die Tage, von denen wir sagen,
sie gefallen uns nicht,
werden nicht die letzten Tage sein.
Wir schauen durch sie hindurch
vorwärts auf ein Licht,
zu dem wir jetzt schon gehören
und das uns nicht loslassen wird…

Helmut Gollwitzer

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Foto: Gerd Taron

An die gütige Nacht

Wie schwere, dunkle, weiche Seide
besät mit glitzerndem Geschmeide
breitet die Nacht ihr weit Gewand
über das stille, das schweigende Land.

O diese warme, gute Nacht,
die alles Leid, das der Tag entfacht,
in ihre milden Arme nimmt
und tröstend nun zur Ruhe singt.

Barmherzig deckt sie alles zu,
verschwendet zärtlich ihre Ruh.
Und ihre Hände kosen leise
und schenken mild des Schlafes Weise.

Ruth Haehnel

Aus dem Buch „weißt du noch?
Gedichte von Maria Nels und Ruth Haehnel
erschienen 1967 im Verlag Josef Müller, München

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

J E T Z T ! (Auszüge)

Siehst du der Sonne Farbenspiel,
fühlst du ihr Wärmen sanft auf dir,
lockt sie dich in den Hof hinaus,
folge ihr j e t z t !
Morgen da ist sie schon weit fort,
an einem unbekannten Ort
und voll Bedauern denkst du dann:
„Es ist zu spät“.

Siehst du den Mensch trotz deinem Glück,
Tränen verdunkeln seinen Blick.
Geh frage ihn, was ihn so quält,
Tue es j e t z t !
Morgen vielleicht da hörst du dann,
dass er sich da das Leben nahm,
und voller Reue merkst du nun:
„Es ist zu spät“.

Sieh dort den Freund, den du nicht sprichst.
Flehend schaut er in dein Gesicht,
damit du ihm die Schuld vergibst.
Tue es j e t z t !
Morgen bist du vielleicht allein,
weil andre dir auch nicht verzeih´n,
und voller Scham erkennst du dann:
„Es ist zu spät“.

Sieh jeden Tag jetzt mehr und mehr
so an, als ob´s der letzte wär.
Tu Dinge, die dir wichtig sind.
Lebe sie j e t z t !
Morgen da ist es oft zu spät,
morgen da läuft meist viel verkehrt,
morgen das gibt es dann nicht mehr,
nur noch „nie mehr“.

Text und Melodie K a r i n S c h n e i d e r

Mit diesem hoffnungsvollen und Mut machenden Text, der von Karin Schneider auch vertont wurde, wünsche ich allen ein ruhiges und erholsames Wochenende.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Taron – s, Kultur-Literatur-Neuigkeiten Nr. 17 vom 18.11.14

Nimm dir Zeit ….

für ein Advent- und Weihnachtsprogramm mit Gerd Taron

Weihnachtsherzen - Gerda Jäger 02

arrangiert und fotografiert von Gerda Jäger

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

mit dem obigen Foto, was mir freundlicherweise Gerda Jäger aus Frankfurt zur Verfügung gestellt hat, beginnen meine heutigen, adventlichen, Neuigkeiten.

Bereits in der kommenden Woche beginnen vielerorts die Weihnachtsmärkte.

Unter dem Motto „Nimm‘ Dir Zeit“ steht in diesem Jahr mein adventliches Programm. In diesem Jahr gibt es keine Gedichte-Aktion. Dafür stehen literarische Weihnachts-Spaziergänge und besondere Veranstaltungen, wie z. B. der Fischbacher Weihnachtsmarkt im Vordergrund.

Nachstehend eine Übersicht:

Mittwoch, 26.11. von 19 – 20 Uhr: Literarischer Weihnachts-Spaziergang in Kelkheim-Fischbach – Eine Einstimmung auf den Fischbacher Weihnachtsmarkt

Treffpunkt: Kelkheim-Fischbach, Ortsmitte, Hanseklinger-Brunnen

Samstag, 29.11. und Sonntag, 30.11. (1. Advent-Wochenende)
Samstag, 29.11. von 15 – 22 Uhr – Sonntag von 11 – 22 Uhr

Fischbacher Weihnachtsmarkt in Kelkheim-Fischbach im Taunus

An meiner Weihnachtshütte stellen unter anderem folgende Autorinnen und Autoren sich und ihre Werke vor:

Susanne Esch, Olaf Jahnke, Karin Schmitt, Brina Stein, Anne Zegelman und Viktoria Vonseelen (Sprecherin)

Freitag, 05.12. von 18 – 19 Uhr: Literarischer Weihnachts-Spaziergang in und um die Kelkheimer-Stadtmitte unter Einbeziehung des Weihnachtsmarktes

Treffpunkt: Viola’s Bücherwurm, Bahnstraße 13, Kelkheim

Samstag, 06.12. von 17 – 18 Uhr: Literarischer Weihnachts-Spaziergang in Frankfurt-Fechenheim

Treffpunkt: Café Lounge Jasmin, Alt-Fechenheim 80, Frankfurt-Fechenheim

Sonntag, 07.12. von 17 – 18 Uhr Literarischer Weihnachts-Spaziergang in und um die Kelkheimer-Stadtmitte unter Einbeziehung des Weihnachtsmarktes

Treffpunkt: Viola’s Bücherwurm, Bahnstraße 13, Kelkheim

Freitag, 12.12. von 18 –19 Uhr: Literarischer Weihnachts-Spaziergang in und um die Kelkheimer-Stadtmitte

Treffpunkt: Viola’s Bücherwurm, Bahnstraße 13, Kelkheim

Samstag, 13.12. ab 15:30 Uhr: Adventsnachmittag in Frankfurt-Fechenheim mit Geschichten und Gedichten zur Weihnachtszeit

im Café Lounge Jasmin, Alt-Fechenheim 80, Frankfurt-Fechenheim

Sonntag, 14.12. von 16 – 17 Uhr Literarischer Weihnachts-Spaziergang – Ort noch offen

Mittwoch, 17.12.2014 von 15 – 16 Uhr Adventsmärchen für große und kleine Menschen
Thema * Mensch nimm Dir Zeit für Deine Kinder * besonders in der hektisches Vorweihnachtszeit
Kakao trinken und lecker Kekse naschen lauschen und genießen
im Café Lounge Jasmin, Alt-Fechenheim 80, Frankfurt-Fechenheim

Freitag, 19.12. von 18 – 19 Uhr: Literarischer Weihnachts-Spaziergang in und um die Kelkheimer-Stadtmitte

Treffpunkt: Viola’s Bücherwurm, Bahnstraße 13, Kelkheim

Ausführliche Informationen über den Ablauf erfolgen jeweils eine Woche vor der jeweiligen Veranstaltung. Das Programm an meiner Weihnachtshütte beim Fischbacher Weihnachtsmarkt am 1. Adventwochenende finden Sie ab 24.11. auf meiner WordPress-Seite (siehe unten):

Ich freue mich, wenn Sie sich etwas Zeit nehmen in der besinnlichen Weihnachtszeit, nicht nur für die mein Adventsprogramm

Ihr/Euer

Gerd Taron

Weitere Informationen und Aktuelles unter:
http://www.gerdtaronantiquariat.wordpress.com
per Mail: verkauf@taron-antiquariat.de
Gerd Taron, Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach, Tel. 06195-676695

Die Zeit rennt – Immer in Eile – Literarischer Wochenendgruß vom 14.11.14

Liebe Leserin, lieber Leser des literarischen Wochenendgrußes,

haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass die Zeit rennt. Jetzt gehen wir mit großen Schritten auf die Advents- und Weihnachtszeit zu. Bald ist das Jahr 2014 zu Ende.

Wir sind in Eile, dass wir ja nichts verpassen. Es bleibt nicht viel Zeit, so meinen wir.

Viele leiden unter der „Handymania“, immer schnell das Allerneuste mitbekommen, ob privat oder beruflich. Es könnte so wichtig sein. Unser Auto parken wir am besten direkt von der Ladentür, wenn wir einkaufen wollen. Oder wir kaufen im Internet. Das geht, so glauben wir, schneller. Dass unser Verhalten dabei oft nachhaltig unsere Gesundheit, der Umwelt, unserem sozialen Miteinander schadet, nehmen wir in Kauf. Die Rechnung dafür zahlen wir später- wenn wir es mal nicht so eilig haben.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die Zeit vergeht nicht schneller als früher,
aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.

~George Orwell~

Tröste dich, die Stunden eilen,
und was dich auch bedrücken mag,
auch die schlimmste kann nicht weilen,
und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew’gen Kommen, Schwinden,
wie der Schmerz liegt auch das Glück,
und auch heitre Bilder finden
ihren Weg zurück.

Harre, hoffe! Nicht vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
und es kommt ein andrer Tag.

Theodor Fontane

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Kommen und Gehen

Kommen und Gehen! Das ist das Los
Für Alles, was lebt hienieden.
Das Schicksal reißt uns Alle los,
Das Liebste vom Leben, das uns beschieden.
D’rum eile, so lange der Tag Dir blüht,
Das Lied des Lebens zu singen;
Ja eile, so lange das Herz Dir glüht,
Beim Kommen und Gehen nur Frieden zu bringen.

Eduard Baltzer

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Der Misanthrop
A.

Erst sitzt er eine Weile,
Die Stirn von Wolken frei;
Auf einmal kommt in Eile
Sein ganz Gesicht der Eule
Verzerrtem Ernste bei.

B.

Sie fragen, was das sei?
Lieb oder Langeweile?

C.

Ach, sie sind‘s alle zwei.

Johann Wolfgang von Goethe

Zeit ist zu schnell, für den, der sich freut,
zu langsam für den, der wartet,
zu lang für den, der traurig ist,
zu kurz, für den, der glücklich ist.

Autor unbekannt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Eile mit Weile

Ja, immer größer wird die Eile:
Man sucht Gewinn, man will Genuß,
Doch bleibet uns an Langeweile
noch immer großer Überfluß.

Und fliegst du wie ein Vogel, fliege !
Die Langeweile läßt nicht ab;
Sie lag mit Dir schon in der Wiege,
Sie geht mit Dir auch in das Grab.

Hoffmann von Fallersleben

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Kommen Sie an diesem Wochenende einmal zur Ruhe. Gehen Sie wieder bewusst und in Ruhe einkaufen oder noch besser: Unternehmen Sie etwas mit der Familie oder mit Freunden. Lassen Sie sich von der Hektik, die um uns herum herrscht, nicht anstecken.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames, stressfreies Wochenende

Ihr/Euer

Gerd Taron

Mauern überwinden – Literarischer Wochenendgruß vom 07.11.14

Liebe Kultur- und Literatur- und Geschichtsfreunde,

in diesen Tagen jährt sich bekanntlich zum 25. Mal der Tag des Mauerfalls. Eine Gelegenheit, sich mit dem Thema „Mauer“ auch literarisch zu beschäftigen. Viele der Leserinnen und Lesern haben diesen Tag, haben die Wochen davor und danach persönlich erlebt. Für viele sind schöne Erinnerungen damit verbunden, weil sie nach vielen Jahren der Trennung ihre Verwandten von hüben und drüben wieder in die Arme schließen konnten.

Aus aktuellem Anlass stammen die Fotos diesmal nicht nur von Hans Joerg Kampfenkel.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Berlin – ein Wiedersehen
Berlin ist groß wie keine Stadt,
So groß sie immer sei –
Denn noch vom Kreuzberg reicht Berlin
Fast bis in die Türkei.

Beim Gang durch’s Grün des Tiergartens
Umfing uns noch der Schauer –
Wir hatten auf die „Verbotene Stadt“ geblickt
Und auf die „Chinesische Mauer“.

Berlin ist groß. Man muß es sehn.
Von Tempelhof bis Tegel,
Vom Ku-damm bis zum Grunewald,
Berlin mit Kind und Kegel.

Berlin ist groß, und keine Stadt
Ist so durchpulst von Leben –
Berlin bei Tag, Berlin bei Nacht –
Das gibt’s nur einmal eben!

Berlin ist groß wie keine Stadt,
Wie keine kunstbesessen,
Voll Festspielen und – nicht zuletzt –
Voll Mädchen mit Finessen.

Berlin ist eine Reise wert!
Sie zahlt sich immer aus –
Am Freitag kommt man angereist,
Am Sonntag geht’s nach Haus.

Paris hat seinen Eiffelturm
Und London seinen Tower
Doch in Berlin – da fließt die Spree,
Wie vor – so nach der Mauer.
Franz Lichtenstein
Aus der Sammlung Die Zeit, die uns entglitt

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Foto: Gerd Taron

Je freier man atmet,
desto mehr lebt man.
(Theodor Fontane „Der Stechlin“)

Gitterbäume

Foto: Gerda Jäger

Öffnen wir nochmal die Mauer
Öffnen wir nochmal die Mauer,
die das Leben uns gebaut,
daß trotz Leid und Schmerz und Trauer
nochmal werden wir vertraut

einem andern Menschenkinde,
das sein Herz uns öffnen will.
Spielt mit meinem Haar, ihr Winde,
steigt, ihr Nebel, sanft und still,

zaubert Nähe, zaubert Freude
in die Menschenherzen tief,
daß, was immer es bedeute,
aufwacht, was so lange schlief.

© Christian Menzel, Jg. 1961
Gedicht von Autoren. Lose Sammlung

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Foto: Gerd Taron

Überwinde Barrieren,
reiße Mauern ein.
Öffne Herzens- Türen
und erkunde andere Seelen- Welten.
Sieh, wieviel Schönheit
im Verborgenen liegt.
Anne M. Pützer

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Foto: Gerd Taron

Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen einige Menschen Mauern und einige Windmühlen.

Chinesisches Sprichwort

Das Wochenende ist eine gute Möglichkeit darüber nachzudenken, wo in meinem Leben Mauern sind. Haben Sie Mut diese zu erkennen und niederzureißen in Ihrem persönlichen Leben.

Ich wünsche Ihnen ein Leben ohne Mauern.

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: An dieser Stelle ausnahmsweise 2 persönliche Buchempfehlungen zum Thema „Mauerfall“

Die verlorene Insel von Monika Mantz, ISBN 978-3-86683-735-5
erschienen im Wagner-Verlag
Eine sehr berührende und bewegende Autobiographie der Kelkheimer Autorin über ihren persönlich erlebten Mauerbau und den Mauerfall

Meine Freiheit: Geschichten aus Deutschland von Maren Martell und Kathrin Hoehne
ISBN 978-3-7375-0615-1
25 Menschen aus Ost und West – Ihre Schicksale, ihre Geschichten und ihre Gedanken zur Freiheit.
Zwei Journalistinnen aus beiden deutschen Staaten erzählen.

Für das Frühjahr 2015 planen wir gemeinsam Lesungen über das Buch im Rhein-Main-Gebiet. Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben. Der Kontakt kam bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse zustande.