Wenn einer eine Reise tut – Reisen im Wandel der Zeit – Ein literarisch-musikalischer Nachmittag in der Stadtbibliothek in Königstein im Taunus

Wenn einer eine Reise tut – Reisen im Wandel der Zeit – Ein literarisch-musikalischer Nachmittag in der Stadtbibliothek in Königstein im Taunus

Königstein Festung 1803 von Georg Melchior Kraus
Aus dem Buch „Hessen – Ansichten aus alter Zeit“ – erschienen 1958 im Peters-Verlag und herausgegeben von Gerhard Bott und Hans Vogel

Königstein im Taunus, 28.04.2018

Unter diesem Thema präsentierte das reiselustige Ehepaar Antje und Martin Schneider, begleitet und musikalisch kommentiert von Angela Maria Stoll.

Mit vielen schönen Gedichten, Zitaten und Geschichten erfreuten sie die Zuhörerinnen und Zuhörer in der voll besetzten Stadtbibliothek in Königstein. Eines der zahlreichen Bonmots sei hier zitiert:

Sinn des Reisens

Die Meinung von den Reisezwecken,
Wird sich durchaus nicht immer decken,
Wie große Zeugen uns beweisen:
Man reise wohl, nur um zu reisen,
Meint Goethe, nicht um anzukommen.
Begeistrungskraft, genaugenommen,
Sei der ureigenste Gewinn.
Montaigne sieht des Reisens Sinn
Nur darin, daß man wiederkehrt.
Darauf legt auch Novalis Wert;
Er drückt es ungefähr so aus:
Wohin wir gehn, wir gehn nach Haus!
Doch Seume, der – und zwar zu Fuß! –
Spazieren ging nach Syrakus,
Sah geistig, sportlich an die Dinge:
“ ‚S würd besser gehn, wenn man mehr ginge!“

(Eugen Roth)

Antje und Martin Schneider und Angela Maria Scholl führten auf eine Zeit-Reise durch die Jahrhunderte. Dabei stand das auch noch geliebte und gelobte Land Italien. Sei es Joseph von Eichendorff und Robert Schumann, sei es Franz Grillparzer oder Alfred Polgar oder Felix Mendelsohn-Bartholdy: Sie alle schwärmten von ihren Reisen nach Rom und Neapel, am Vesuv oder Sizilien. Manchmal gab es auch wehmütige Töne, wenn man Rom im Regen erleben musste.

Unter großem Beifall wurden das Ehepaar Schneider von der Leiterin der Stadtbibliothek, Simone Hesse, verabschiedet.

Alle Zuhörer hoffen und wünschen auf ein baldiges Wiedersehen mit neuen Geschichten und Gedichte.

Gerd Taron

PS – Ein Hinweis in eigener Sache – Eine andere Veranstaltung zum Thema Reisen bietet der Autor dieser Zeilen am 08.07.18 an. Hier die Einzelheiten:

Sonntag, 08.07.2018 – Beginn 15 Uhr

Gute Reise! – Literarischer Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof

Geschichten und Gedichte über das Reisen
Der Kelkheimer Antiquar Gerd Taron präsentiert an verschiedenen Stationen Geschichten und Gedichte rund um das Reisen. Schwerpunkt wird das Reisen in der Zeit des Wirtschaftswunders sein.
Als Gast wird die Kreuzfahrtautorin Brina Stein dabei sein.

Nach dem Spaziergang besteht die Möglichkeit im gemütlichen Café Nussknacker, Karlsruher Str. 5, zu verweilen. Das Café befindet sich in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofes – Südseite.
Treffpunkt des Spaziergangs: Frankfurt Hauptbahnhof, Gleis 1 an der Anzeigetafel neben dem kleinen Supermarkt, Nebenausgang Mannheimer Straße an der Anzeigetafel

Kostenbeitrag: 5 Euro

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Es blüht so schön – Literarischer Wochenendgruß vom 27.04.18

Es blüht so schön – Literarischer Wochenendgruß vom 27.04.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in den vergangenen Tagen hatte ich das große Vergnügen bei Spaziergängen mit Freunden oder auch mit mir selbst das herrliche Erwachen der Natur 9n meiner näheren Umgebung zu erleben.
Sei es im Rheingau, am Rettershof oder im Woogtal in Königstein im Taunus: Überall blüht es in den herrlichsten Farben.

Dieser Wochenendgruß widmet sich dem Frühling daher mit Wort und Bild auf seine Weise.

Königstein im Taunus – Foto: Gerd Taron

Des Lebens Frühling

Des Lebens Frühling ist ein flüchtig Wesen,
will schnell bemerkt und rasch ergriffen sein.
In alle Thäler pflanzt er sein Blüten;
Sein ist die Schuld nicht, wenn der Keim verdirbt,
Die Schuld nicht sein, wenn viele Zweige welken.
Es muß der Mensch mit klugbedachter Sorgfalt,
was aus dem langen Winterschlafe bricht,
zur schönen Sommerpflanze sich erziehen.
Wer nicht die Strahlen lockt in seinen Garten,
darf nicht den Kelch verlangen und die Frucht.

Theodor Körner
(gefunden in einem alten Gedichtbuch um 1900)

Das Woogtal in Königstein im Taunus – Foto: Gerd Taron

Es stand ein junger Blütenbaum

Es stand ein junger Blütenbaum
Umspielt vom lauen Weste,
Der träumte süssen Morgentraum,
Und wiegte seine Äste!

Wir träumten wunderholden Traum
Im morgenklaren Maien,
Belauscht, umrauscht vom Blütenbaum,
Zu zweien dort, zu zweien!

Er stand im Morgensonnenglanz
Und wiegte seine Äste,
Da fiel ein reicher Blütenkranz
Verweht vom lauen Weste!

Da fiel uns reicher Blütenschnee
Auf Brust und Stirn und Locken,
In Sonnennäh‘, in Sonnenhöh‘,
Umtönt von Morgenglocken!

Gegrüsst! gegrüsst! Lenzsonnenglanz,
Im morgenklaren Maien.
Du traumumperlter Blütenkranz,
Gegrüsst! gegrüsst zu zweien!

Amanda Ullmann 1860-1895, deutsche Dichterin

Dreifaltigkeitskirche in Kelkheim-Fischbach – Foto: Gerd Taron

BOTEN

Endlich
Blüten
lang ersehnt

Berauscht mich
an
Düften
Farben
wie
einstmals
Hellenen
beim Fest
Anthesterion

Strömt herzu
alle
die verlangen
nach
Neuem
nach
Aufbruch
nach
ewiger Heimstatt

Endlich
Blüten
lang ersehnt

Thomas Berger

Foto: Gerd Taron

Frühlingslied

Hör‘ mal,
was sie verkünden,
die Schönheiten
in Flur und Feld,
in Gärten und inneren Räumen,
vereint mit der Anmut der
zartesten Blüten
für dich und mich,
für uns alle!
Wehmut
streift dich
wie Windböen,
gelegentlich.
Vergangenheit spült hoch.
Da, ein neues Rauschen:
Der Ruf der Wildnis
frohlockt dir
im Gemüt.
Haare wehen weich und lockig,
der Gesang geht weit
in unbekanntes Land.
Trag mich!
Trag mich hinauf mit
dem Säuseln des Windes!
Wo ist die Weite
des zartbunten Schmetterlings?
Erinnern und Hoffen,
Schmerz und Freude
stehen manchmal
wie Rose und Dornen am Strauch.
Der Duft und die Anmut
der bezaubernden Rose bleibt.
Möcht fliegen mit dir!
Ganz leicht, ganz federleicht
in luftige, sonnige Höhen.
Nichts haben,
nur sein,
nur selig sein.

© Lissy Theissen 2016

Am Rettershof – Foto: Gerd Taron

Gruß an den Frühling

O holder Lenz! Dein sanfter Hauch
Lädt ein zum Frühlingsfeste.
Das Lied der Drossel aus dem Strauch
Lockt tausend zarte Gäste:
Ihr Primeln, tanzt und streut auf’s Feld.
Die schönsten gelben Sterne,
Ihr Weißdornblüten, schmückt die Welt
Bis in die fernste Ferne!
Ihr Veilchen, schlagt die Augen auf,
Stechginsters Gold soll glänzen,
Ihr Anemonen, kommt zuhauf:
Ihr dürft den Lenz bekränzen!

E. M. Holden

Aus „Vom Glück mit der Natur zu leben – Das Tagebuch der Edith Holden“

Rüdesheim – Foto: Gerd Taron

Der Apfelbaum ist aufgeblüht.
Nun summen alle Bienen.
Die Meise singt ein Meisenlied.
Der Frühling ist erschienen.
Die Sonne wärmt den Apfelbaum.
Der Mond scheint auf ihn nieder.
Die kleine Meise singt im Traum
Die Apfelblütenlieder.
Die Bienen schwärmen Tag für Tag
Und naschen von den Blüten.
Mag sie der Mai vor Hagelschlag
Und hartem Frost behüten.
Der Apfelbaum ist aufgeblüht.
Der Winter ist vorbei.
Mit Blütenduft und Meisenlied
Erscheint der junge Mai

James Krüss

Im Woogtal in Königstein im Taunus – Foto: Gerd Taron

… Visionen …
ich stell mir vor,
ein Bach im Frühling
in seinem Plätschern wohnt ein Geist
ich spüre sanft die Kraft des Flusses
die mir den Weg des Lebens weist
ich stell mir vor,
ein Feld im Sommer
erblüht in Farben voller Pracht
die Blüten, strahlende Gesichter
und jede winkt mir zu und lacht
ich stell mir vor,
am Meer zu liegen
umgeben nur vom Wellenklang
auf jeder Welle reichen Wesen
die Hände sich zum Lobgesang
ich stell mir vor,
im All zu schweben
durch unendliche Galaxien
und tief im Kerne ihres Wesens
kann ich zu meinem Selbst erblühen
ich stell mir vor,
wir Menschenkinder
der ganzen Welt, im Tanz vereint
und unsere Sprache ist das Lachen
und überall die Sonne scheint
ich stell mir vor,
meine Visionen
sind hier und jetzt, nicht Illusion
nicht Zeit und Raum bestimmt die Wahrheit
alles ist jetzt, auch die Vision

Cäcilia Wentker

Foto: Gerd Taron

Mögen aus jedem Samen, den du säst,
wunderschöne Blumen werden,
auf dass sich die Farben der Blüten
in deinen Augen spiegeln,
und sie dir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern!

© Text: Irischer Segenswunsch

Ich wünsche Ihnen ein zauberhaftes Frühlingswochenende.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Es blüht so schön am Rettershof – mit der Autorin Franziska Franz und ihrem Roman „Sara und die Regentage“.

Es blüht so schön am Rettershof – mit der Autorin Franziska Franz und ihrem Roman „Sara und die Regentage“.

Kelkheim-Fischbach, 22.04.18

Bei bestem Frühlings-Sommer-Wetter präsentierte die Autorin Franziska Franz ihren Roman in freier Natur und wunderschönen Landschaft am Rettershof im Taunus.

Für die Autorin und den Organisator war es eine Premiere. Es war ihre erste Lesung im Freien. Für den Kelkheimer Antiquar und Veranstalter von literarischen Spaziergängen, Gerd Taron, war es die erste Lesung mit einer Autorin an seinem literarischen Heimatort.

Bevor wir uns auf den Spaziergang mit der Autorin begeben, hier einige Informationen zum Inhalt des Romans

Ort der Handlung ist Wien. Dort entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen einer Konzertmeisterin (Sara Wenzel) und einem Wiener Galeriebesitzer (Sebastian Reger). Sie treffen bzw. stoßen im strömenden Regen aufeinander. Da Sara sich dabei etwas verletzt und verarztet werden muss, wird sie von der Sekretärin des Galeriebesitzers versorgt. Sara und Sebastian kommen sich dabei näher vor dem Hintergrund einer bevorstehenden Ausstellung in der Galerie. Sebastian Reger organisiert für eine junge expressionistische Malerin aus Russland diese Kunstausstellung.

Die junge Sara steht selbst vor einer musikalischen Karriere und ist neu in Wien. Sie ist froh, in Wien-Margarethen eine Wohnung gefunden zu haben.

Wie sich die Liebesbeziehung entwickelt und ob der Zusammenprall im Regen zu einem glücklichen Ende führt, lässt Franziska Franz bei der Lesung offen. Da empfiehlt es sich, das Buch zu erwerben und mit Spannung auf ein gutes Ende zu hoffen.

Vom Treffpunkt am großen Parkplatz ging es los zur ersten Station, der großen Linde vor dem Eingang des Rettershofes. Dabei waren auch zwei literarisch interessierte Hunde, die den Worten von Franziska Franz lauschten.

Mit Blick auf die Kelkheimer Bergdörfer Ruppertshain und Eppenhain fand dann die Fortsetzung der Lesung statt. Mit wienerischem Schmäh und feinstem Dialekt, passend zur Handlung des Buches, las Franziska Franz dann eine weitere Passage.

„Wenn bei Capri die rote Sonne …“ – in wienerisch hört sich dies besonders amüsant an.

Unterhalb des Romantik-Schlosshotels Rettershof in blühender Landschaft gab es die nächsten Schmankerl.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lauschten gespannt.

Die Lesung endete am Liebespfad (wo auch sonst?) vor dem Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“. Wer weiß wie viele Paare diesen Pfad schon entlang geschritten sind…

In fröhlicher Runde bei tollen Gesprächen fand dann auf der Terrasse des Landgasthofes „Zum fröhlichen Landmann – http://www.zum-froehlichen-landmann.de – der Abschluss statt.

Claudia Hillebrand und ihrem Team vom Landgasthof sei an dieser Stelle für den wunderbaren Service gedankt. Es ist immer wieder eine große Freude, mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Für alle Teilnehmer einschließlich der Autorin und dem Organisator war es ein sehr unterhaltsamer Nachmittag. Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung.

Gerd Taron

Auch Frieda hat sehr gefallen ….

Informationen zum Buch

ISBN13-Nummer:
9783845923826
Taschenbuch
Preis: 11,95 Euro
Erschienen im AAVAA-Verlag
https://franziskafranz.wordpress.com/

Leseprobe unter: http://www.suchbuch.de/leseproben/belletristik/sara_und_die_regentage/5715

Über die Autorin:

https://franziskafranz.wordpress.com/

Weihnachten im Frühling – Zweite Premierenlesung von Brina Stein mit ihrem neuen Roman Jahresausklang in Travemünde

Weihnachten im Frühling – Zweite Premierenlesung von Brina Stein mit ihrem neuen Roman Jahresausklang in Travemünde

Begrüßung durch die Inhaberin von Viola’s Bücherwurm – Viola Christ-Ritzer – Foto: Maren von Hoerschelmann

Kelkheim, 20.04.2018

Es herrschte Weihnachtsstimmung mitten im Frühling bei der zweiten Premierenlesung in vertrauter Umgebung von Brina Stein. Ihren neuen Roman „Jahresausklang in Travemünde“ stellte sie in der Buchhandlung „Viola’s Bücherwurm“ vor. Sie beschenkte ihre neugierigen Leserinnen und Leser mit amüsanten Episoden, die sich in der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel ereignen. Es ist das sechste Buch der Wellengeflüster-Serie.

Brina Stein mit Maren von Hoerschelmann und den sprechenden Möwen – Foto: Gerd Taron

Mit dabei waren auch die sprechenden Mecki und Kraki, die in dem Buch am Ende eines jedes Kapitels unter „Möwengeflüster“ ihre Kommentare zu der jeweiligen Handlung abgeben.

Foto: Gerd Taron

Als Leseanregung seien hier die einführenden Worte aus dem Klappentext des Buches zitiert:

Die rüstigen Rentner Hans Hugo und Josef planen zu Weihnachten mit den lebenslustigen Landfrauen Rita und Rosi einen Überraschungsbesuch bei ihren Freunden Ute und Kalli in Travemünde.

„Was wie immer harmlos beginnt, ufert aus. ‚Eine Einladung in die Villa Wellengeflüster beschert ein unliebsames Wiedersehen mit der vierten und seit vielen Jahren verschollenen Landfrau Doris. Dass diese im Begriff ist, den wohlhabenden Theo, Berater des Neubauprojektes „Priwall und Waterkant“ zu heiraten, bringt Rita, Ute und Rosi ebenso auf den Plan, wie der Abriss von Inges alteingesessener Kneipe „Bootsdeck“. Kurz vor der Eheschließung am Silvestertag verschwindet plötzlich Theo auf mysteriöse Art und Weise. Die Landfrauen fühlen sich gefordert, starten ihre eigenen Ermittlungen, wie immer, an der Polizei vorbei und jede Spur scheint zu Doris zu führen.“

Dekoration in der Buchhandlung Viola’s Büchewurm – Foto: Gerd Taron

Es empfiehlt sich, die Geschichten, die sich daraus ergeben, in einem Strandkorb oder bei anderen gemütlichen Leseecken zu genießen.

Ein sehr unterhaltsamer Abend vor einer großen Zuhörerschar fand nicht nur beim Autor dieser Zeilen große Resonanz.

Die Mundschenke André von Hoerschelmann (links) und Alexander Kraus (rechts) haben gerade einmal Pause – Foto: Gerd Taron

Foto: Gerd Taron

Die Lesung wurde wie gewohnt vom Team von Viola’s Bücherwurm in liebevoller Form begleitet und unterstützt.

Es war die dritte Lesung von Brina Stein bei Viola’s Bücherwurm und es wird sicher nicht die letzte bleiben.

Gerd Taron

Informationen zum Buch

Jahresausklang in Travemünde
ISBN 978-3-946049-22-7
Erschienen im Verlagshaus el Gato als Taschenbuch
12,50 Euro

Besondere Begegnungen – Literarischer Wochenendgruß vom 20.04.18

Besondere Begegnungen – Literarischer Wochenendgruß vom 20.04.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

in den vergangenen Monaten hatte ich trotz manch widriger Umstände, das große Glück besonderen Menschen oder besonderen Momenten zu begegnen. Jetzt in dieser Zeit, wo der Frühling sich von seiner schönsten Zeit zeigt, wurde mir das wieder neu bewusst.

Dankbar bin ich für die Menschen, mit denen ich diese besonderen Augenblicke genießen kann, so wie am vergangenen Sonntag bei einem unvergesslichen Ausflug im Rheingau.

Ich hoffe und wünsche Ihnen, dass Sie über ähnliche Erlebnisse freuen konnten.

Foto: Gerd Taron

Begegnung geht immer über zwei Menschen hinaus,
die sich treffen.
Sie eröffnet einen größeren Horizont.
Sie lässt mich die ganze Welt mit neuen Augen sehen.
Die Welt wird heller, wenn zwei Menschen wirklich
einander begegnen.

(Anselm Grün)

Foto: Gerd Taron

Bahnhof der Begegnungen

Die Erinnerung an zahlreiche Menschen hab ich auf dem Bahnhof der Begegnungen wegen ihrer Bedeutungslosigkeit in das Schließfach des Vergessens eingeschlossen!
Menschen jedoch, die mir sehr viel bedeuten trage ich ständig
in meinem geistigen Handgepäck mit mir herum.

[© Rydiger Fromm]

Foto: Gerd Taron

Die schönsten Begegnungen,
die berührendsten Augenblicke,
die vielsagendsten Momente
sind Fundstücke des Alltags,
unverhofft,
mitten
ins
Herz!

Anja Schindler

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Foto: Gerd Taron

Begegnung in der Kastanien-Allee
Ihm ward des Eingangs grüne Dunkelheit
kühl wie ein Seidenmantel umgegeben,
den er noch nahm und ordnete: als eben
am andern transparenten Ende, weit,
aus grüner Sonne, wie aus grünen Scheiben,
weiß eine einzelne Gestalt
aufleuchtete, um lange fern zu bleiben
und schließlich, von dem Lichterniedertreiben
bei jedem Schritte überwallt,
ein helles Wechseln auf sich herzutragen,
das scheu im Blond nach hinten lief.
Aber auf einmal war der Schatten tief,
und nahe Augen lagen aufgeschlagen
in einem neuen deutlichen Gesicht,
das wie in einem Bildnis verweilte
in dem Moment, da man sich wieder teilte:
erst war es immer, und dann war es nicht.

Rainer Maria Rilke

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die wichtigen Begegnungen
sind von den Seelen ausgemacht,
bevor sich die Menschen begegnen.

[Paulo Coelho]

Foto: Gerd Taron

Du suchst nach einer tiefen Begegnung,
in der auch dein innerstes Wesen eingeladen ist,
sich zu zeigen.

Wo du selbst erkennst, wie du bist
in dem Spiegel des anderen,
und dein Gegenüber sich selbst ebenso begegnet,
in dem Wunder des offenen Auges,
wach in Schmerz und Glück.

Es gibt andere wie dich, die auch suchen
und dich entdecken wie du sie.

Ulrich Schaffer

Foto: K.-H. Fischer

Spuren

Mit jedem Schritt, den du tust,
und in jeder Begegnung,
die dir geschenkt wird,
hinterlässt du Spuren.
Ich wünsche Dir,
dass du Spuren der Freude
hinterlässt und des Glücks,
Spuren der Hoffnung
und der Liebe,
Spuren der Gerechtigkeit
und des Friedens,
und da wo du anderen
weh getan hast,
Vergebung erfährst.

Christa Spilling-Nöker

Foto: Gerd Taron

Ich wünsche dir die Sonne in menschlichen Begegnungen;
durch die Glut der Achtung und Liebe wird das Leben erhellt.
Ich wünsche dir die Sonne in deinem einmaligen Gesicht;
durch ihren goldenen Glanz fallen die Schatten hinter dich.
Ich wünsche dir die Sonne, wo immer du bist und lebst;
ihre Strahlen scheinen dort, wo du sie einlässt.
Ich wünsche dir die Sonne, die unsere Welt in Farben taucht;
sie öffnet die Augen für die Schönheit des Lichts.
Ich wünsche dir die Sonne, die hinter dunklen Wolken scheint;
sie existiert, auch wenn wir sie nicht spüren.
Ich wünsche dir die Sonne, die dein Herz durchströmt;
ihr Glanz erhellt die Welt und ist dem Himmel nah.

Autor unbekannt

Ein sonniges Frühlingswochenende mit vielen besonderen Begegnungen wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: An diesem Wochenende können Sie sich zum Beispiel hier bei besonderen Autorenlesungen begegnen:

Freitag, 20.04.2018 – 19 Uhr
Die Kreuzfahrtautorin BRINA STEIN liest aus „JAHRESAUSKLANG IN TRAVEMÜNDE – WELLENGEFLÜSTER AN DER OSTSEE“.
In der Buchhandlung Viola’s Bücherwurm , Bahnstraße 13, 65779 Kelkheim

Der Kostenbeitrag von 5 Euro wird der „Stiftung Bärenherz“ in Wiesbaden zur Verfügung gestellt..
Um die Planung zu erleichtern, bittet die Buchhandlung um Platzreservierung. Kurzentschlossene Gäste sind jederzeit willkommen.
Tel.: 06195 – 900818, e-mail: violas-buecherwurm@t-online.de

Sonntag, 22.04.2018 – Beginn: 15 Uhr – Ende: ca. 16:30 Uhr

Lesung „Sara und die Regentage“ – mit der Autorin Franziska Franz

Treffpunkt: Am Großen Parkplatz am Rettershof

Die Autorin Franziska Franz stellt an verschiedenen Plätzen rund um den Rettershof ihren neuen Roman vor. In ihrem Buch treffen sich eine Konzertmeisterin und ein Kunstgalerist in Wien auf ungewöhnliche Weise. Was dieses Treffen für mögliche Folgen hat, kann man bei einem Spaziergang in der freien Natur erfahren.

Zum Abschluss besteht die Möglichkeit, im Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“ am Rettershof mit der Autorin zu verweilen.

Weniger ist mehr – Literarischer Wochenendgruß vom 13.04.18

Weniger ist mehr – Literarischer Wochenendgruß vom 13.04.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

haben Sie schon Ihren Frühjahrsputz erledigt? Und haben Sie sich dabei gewundert, was alles so zum Vorschein kam? Dabei meine ich nicht nur die etwas (?) verschmutzten Ecken, sondern auch Gegenstände und Dinge, die nach langer Zeit wieder das Tageslicht erblicken.

Ein Aufräumen zu gewissen Zeiten ist wichtig, um neue Klarheit für das eigene Leben zu gewinnen. Das gilt nicht nur für materielle Dinge.

Jetzt, wo die Natur zu neuer Schönheit erwacht, kann uns dies neu motivieren, alten Ballast abzuwerfen und mit neuem Schwung in den Frühling zu starten.

Foto: Gisela Michaelis

Vergiss nicht – man benötigt nur wenig, um ein glückliches Leben zu führen.

Marc Aurel

Foto: Sabine Barde

Menschen gibt´s, die von dem Vielen, das sie haben, wenig geben – und es nur um der Anerkennung willen tun-, und ihr geheimer Wunsch macht ihre Gabe unbekömmlich.
Und Menschen gibt´s, die wenig haben und es restlos hingeben.
Sie sind diejenigen, die an das Leben und des Lebens Fülle glauben, und ihre Truhe wird niemals leer.
Menschen gibt´s, die voller Freude geben, und diese Freude ist ihr Lohn…
Sie geben so, wie die Myrte im Tal dort drüben atmend ihren Duft verbreitet.
Durch solcher Menschen Hand spricht Gott, und aus ihren Augen lächelt Er nieder auf die Welt.

Khalil Gibran

Foto: Lissy Theissen

Checkliste fürs Glück:
.
❍ wandern in der freien Natur
❍ essen, wenn man Hunger hat
❍ radfahren und im Garten arbeiten
❍ sprechen mit Pflanzen
❍ pfeifen mit Vögeln
.
Du bekommst Augen für die Wunder
um dich herum.
Du wirst weniger verbrauchen,
aber mehr und bewusster genießen.
Ein Butterbrot schmeckt wunderbar.
Ein Glas frisches Wasser kann ein Fest sein.
Mit wenig zufrieden sein
und viel genießen
sind die Kunst und das Glück
von freien Menschen.

Phil Bosmans,

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Menschen führen Menschen zum Licht, zu einem neuen Lebensstil: Menschen, die sich befreien lassen von Habsucht und Hass. Menschen, die nicht länger an Gewehrläufe glauben. Menschen, die mit wenig zufrieden sind und Zeit für Dinge haben, die kein Geld bringen. Menschen, die keinen Palast brauchen, um prächtig zu leben, und kein dickes Portemonnaie, um gemeinsam Feste zu feiern. Menschen, die Blumen sehen, die Vögel zwitschern hören, die wie ein Kind spielen und in einem Sessel einschlafen können. Liebe Menschen mit viel Licht in Häusern, in Dörfern und Städten.

© Phil Bosmans (1922 – 2012),
belgischer Ordenspriester,
Telefonseelsorger und Schriftsteller,
›der moderne Franziskus‹

Foto: Brina Stein

Seesterne

Immer, wenn wir denken, wir können nur wenig bewirken, sollten wir an diese Geschichte denken.

Ein Mann schlenderte an einem einsamen Strand in Asien dem Sonnenuntergang entgegen. In der Ferne bemerkte er einen Einheimischen, der sich immer wieder bückte, etwas aufhob und weit ins Meer hinaus warf. Als er näher kam, erkannte er, dass der Mann angeschwemmte Seesterne auflas und ins Wasser warf. Erstaunt fragte er ihn, was er da mache.

„Ich werfe Seesterne zurück ins Meer. Wie du siehst, ist gerade Ebbe, und die Seesterne bleiben am Strand liegen. Wenn ich sie nicht zurückwerfe, sterben sie.“

„Hm, ich verstehe. Aber es müssen doch Tausende hier am Strand herumliegen. Du kannst sie doch unmöglich alle aufsammeln. Und außerdem werden an der ganzen Küste Seesterne angeschwemmt. Weitaus mehr, als du retten kannst. Da macht es doch keinen Unterschied, ob du dich bemühst oder nicht.“

Der Einheimische bückte sich lächelnd, hob einen weiteren Seestern auf und warf ihn zurück ins Meer: „Für diesen hier macht es wohl einen Unterschied!“

Verfasser unbekannt

Foto: Gerd Taron

Rezept
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
Wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
Und der Anzug im Schrank.
Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
Wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.
Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muß, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
Sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.
Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
Geht es um dich oder ihn.
Den eignen Schatten nimm
Zum Weggefährten.
Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
Und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
Unter dem Dach im Einstweilen.
Zerreiß deine Pläne. Sei klug
Und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
Im großen Plan.
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.

Mascha Kaléko

Ein sonniges frühlingshaftes Wochenende mit dem Blick für die kleinen Dinge in unserer Welt wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Zwei Veranstaltungstipps für die kommende Woche:

Freitag, 20.04.2018 – 19 Uhr
Die Kreuzfahrtautorin BRINA STEIN liest aus „JAHRESAUSKLANG IN TRAVEMÜNDE – WELLENGEFLÜSTER AN DER OSTSEE“.
In der Buchhandlung Viola’s Bücherwurm , Bahnstraße 13, 65779 Kelkheim

Der Kostenbeitrag von 5 Euro wird der „Stiftung Bärenherz“ in Wiesbaden zur Verfügung gestellt..
Um die Planung zu erleichtern, bittet die Buchhandlung um Platzreservierung. Kurzentschlossene Gäste sind jederzeit willkommen.
Tel.: 06195 – 900818, e-mail: violas-buecherwurm@t-online.de

Sonntag, 22.04.2018 – Beginn: 15 Uhr – Ende: ca. 16:30 Uhr

Lesung „Sara und die Regentage“ – mit der Autorin Franziska Franz

Treffpunkt: Am Großen Parkplatz am Rettershof

Die Autorin Franziska Franz stellt an verschiedenen Plätzen rund um den Rettershof ihren neuen Roman vor. In ihrem Buch treffen sich eine Konzertmeisterin und ein Kunstgalerist in Wien auf ungewöhnliche Weise. Was dieses Treffen für mögliche Folgen hat, kann man bei einem Spaziergang in der freien Natur erfahren.

Zum Abschluss besteht die Möglichkeit, im Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“ am Rettershof mit der Autorin zu verweilen.

Von echten und falschen Freunden – Literarischer Wochenendgruß vom 06.04.18

Von echten und falschen Freunden – Literarischer Wochenendgruß vom 06.04.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes

In stürmischen Zeiten des Lebens ist es bedeutsam, Freunde zu haben, auf die Verlass ist und denen man vertrauen kann.

Meine Erfahrungen der vergangenen Zeit zeigen aber auch, wie wichtig es ist, echte von falschen Freunden zu unterscheiden. Denn zu oft zeigen sich angebliche Freunde in schwierigen Situationen ihr wahres Gesicht. Sie suchen im anderen nur die Erfüllung ihres eigenen Ego. Manchmal kann es lange dauern, bis man sie durchschaut.

„Echte Fründe ston zusamme (echte Freunde stehen zusammen)“. – Dieses Zitat aus einem Lied aus meiner rheinischen Heimat ist mir wieder neu bewusst geworden.

Ich bin dankbar, dass ich mich von Freundeskreis getragen weiß, dem ich vertrauen kann. Das ist nicht selbstverständlich.

Daher widme ich diesen Wochenendgruß all meinen lieben Freunde in nah und fern, die mir immer wieder die Kraft geben, nicht zu verzagen.

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Blumen können nicht blühen ohne die Wärme der Sonne. Menschen können nicht Mensch werden ohne die Wärme der Freundschaft.

Phil Bosmans

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Je tiefer Dein Bündnis der Freundschaft mit Dir Selbst, desto höher die Energie zum Wandel auf Deine unmittelbare Umgebung.“

Christina Boos

Foto: Angelika Quast-Fischer

Wahre Freunde berühren nicht nur deine Augen, sondern vor
allem deine Seele, damit sie Flügel bekommt und ein Stück
weiterfliegen kann.

Monika Minder

Foto: K.-H. Fischer

Das schönste Geschenk an den Menschen ist die Fähigkeit zur Freundschaft,
nutze sie…..

Dazu eine Geschichte die im alten Persien spielt. Es war an der Zeit, das Neujahrsfest vorzubereiten. Der König wies seine Leute an: „Ich möchte, dass es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen, und der Wein soll nur aus erlesenen Trauben und besten Jahrgängen bestehen.“

Die Mitarbeiter schwärmten aus und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Aber der König war nicht zufriedenzustellen. „Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Maler. Da wurde getrunken und gelacht die ganze Nacht bis zum Nachmittag des nächsten Tages. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muss es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen, denn ich, ich bin der König.“

Einer der Mitarbeiter, ein kluger Mann, verneigte sich tief und fragte: „Mein König, habt Ihr je mit dem Maler gesprochen? Es muss doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben, obwohl sie in schäbiger Hütte ihre mitgebrachten Happen essen und den billigsten Wein trinken müssen.“ Der König nickte stumm und sagte: „Gut, schafft mir diesen Ramun heran.“

Und so geschah es. „Warum lieben die Menschen so dein Neujahrsfest?“ fragte der König.

Worauf der Maler antwortete: „Wir sind Freunde und brauchen einander – aber mehr brauchen wir nicht. Deshalb sind wir reich.“

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Eine Freundschaft zu schließen, ist eine Gunst.
Eine Freundschaft zu haben, ist eine Gabe.
Eine Freundschaft zu halten, ist eine Tugend.
Ein Freund zu sein, ist eine Ehre.
(aus Spanien)

Foto: Elisa Maria Brock

Gehe mit offenen Augen durchs Leben,
höre auf deine innere Stimme und auch du wirst ihn entdecken.
Er zieht dich magisch an und niemand kann dich abhalten, dort zu verweilen.

Hüte ihn gut, wenn du ihn einmal gefunden hast,
den Baum der Freundschaft.
Er ist ein wertvolles Geschenk,
das ohne Pflege verkümmert.

(unbekannt)

Ich wünsche Ihnen, dass Sie viele liebe echte Freunde haben und dass Ihnen ein freundschaftliches Wochenende bevorsteht.

Ihr/Euer

Gerd Taron