Wiedersehen macht Freude – Literarischer Wochenendgruß vom 22.01.16

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

eine besonders begegnungsreiche Woche seit dem letzten Erscheinen des Wochenendgrußes liegt hinter mir. Ob es daran lag, dass ich ausgerechnet in dieser Woche wieder in ein neues Lebensjahr begehen durfte?
Nach 30 Jahren trafen sich am vergangenen Freitag mein Freund und der Inhaber der Buchhandlung Shakespeare und So, Cliff Kilian, wieder.

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In der Buchhandlung Shakespeare und So in Mainz– Foto: Gerd Taron

So viele Jahre waren vergangen als Cliff Kilian (im Bild oben links), der heute gemeinsam mit seiner Frau Nida die Buchhandlung Shakespeare und So in Mainz führt, und meinen Freund sich wieder begegneten. Damals war Cliff Kilian Kellner-Lehrling im Hotel Rose in Wiesbaden und mein Freund wachte als Nachtportier. Das Hotel Rose gibt es nicht mehr. Heute befindet sich dort die Hessische Staatskanzlei.

In den darauffolgenden Tagen erlebte ich selbst unverhoffte Begegnungen und Wiedersehen. Nach langer Zeit traf ich eine ehemalige Nachbarin, einen Tag später im Zug zu einem Wandertreff eine begeisterte Leserin dieses Wochenendgrußes.
Gemeinsam bei all diesen Begegnungen war, dass sich im Moment der Begegnung sofort wieder ein Gefühl der Vertrautheit einstellte.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Nicht eine einzige all unserer unzähligen Begegnungen während unseres ganzen Lebens ist Zufall, im Gegenteil: sie fällt einem zu !!!
Den tieferen Sinn dahinter gilt es zu erkennen.
Manches löst sich sofort, anderes bedarf vieler Jahre,
um den Grund des gemeinsamen Weges zu erfahren…

Elfi Egger

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Schwanenfamilie in Frankfurt-Fechenheim – Foto: Gerd Taron

Die schönsten Begegnungen,
die berührendsten Augenblicke,
die vielsagendsten Momente
sind Fundstücke des Alltags,
unverhofft,
mitten
ins
Herz
Anja Schindler

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Arthur-Weinberg-Steg in Frankfurt-Fechenheim – Foto: Gerd Taron

Zerbrochenheit
Es gibt den Brauch unter Freunden,
am Ende eines Mahles
ein Tongefäß zu zerbrechen
wenn man weiß, dass man einander
eine lange Zeit nicht wiedersehen wird.
Der Gastgeber gibt dem Gast eine Scherbe
und behält selbst eine.
Später, wenn sie einander wieder begegnen,
erkennen sie einander
weil sie die beiden Scherben
ineinander passen können.
Sie wurden all die Jahre zusammengehalten
durch die Zerbrochenheit,
die sie miteinander teilten,
wie einen Schatz.

Ulrich Schaffer

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

LIEBE.

Sie hatte ihn erst einmal getroffen, einen zwei Jahre jüngeren, durch seine Arbeit, rückengeplagten, grauhaarigen Mann. Er war bei ihrem Date ein wenig ruppig und das Niveau seiner Konversation ließ zu wünschen übrig. Sie merkte ihm an, dass er keinen positiven Umgang mit Frauen kannte. Als sie im Café saßen und sie offen über Liebe und Sex sprach, war ihm das peinlich. Er wurde rot und genierte sich in ihrer Gesellschaft vor den anderen Gästen. Bei ihrem anschließenden Spaziergang suchte er aber dann Körperkontakt und packte sie spielerisch an die Hüfte und wollte gar einen Kuss von ihr. Ach, so einer war das! Erst scheinheilig schüchtern tun, aber dann gleich anfassen wollen! Nein, nicht mit ihr. Solche Männer kannte sie zur Genüge und es widerte sie an.

Als sie sich verabschiedeten, war ihr klar, dass sie ihn nicht wiedersehen wollte. Trotzdem blieben sie über den Partnerchat in losem Kontakt. Sie schrieben sich ab und zu, zogen sich gegenseitig auf, ärgerten sich über Äußerungen, unterstellten sich Kontrollzwang und Eifersucht, wenn sie sich gegenseitig auf ihren Profilseiten besuchten und an schlechten Tagen blockierten sie sich gegenseitig. Sie benahmen sich wie Kinder im Kindergarten, die sich zankten und vertrugen. Länger als ein paar Tage hielten sie es nicht ohne Kontakt zueinander aus.

Sie war ganz erschrocken, als sie eines Nachts feststellte, dass sie an ihn denken musste. Ja, sie träumte auf einmal davon, in seinen Armen zu liegen, ihn zu spüren. Oh, mein Gott, doch nicht diesen hässlichen, ungeschliffenen, beleidigenden Mann? Sie schüttelte sich, aber sie konnte nichts dagegen machen. Nacht für Nacht träumte sie von ihm.

Weitere Treffen wurden dann geplant, die aber wegen der weiten Entfernung, seiner Arbeit und wegen Krankheit nicht zustande kamen.
Er schreib ihr oft, dass er Sehnsucht nach ihr habe und irgendwann hörte sie auf, ihn deswegen in die „Der-will-nur-Sex-„- Schublade zu stecken. Ihre Gefühle für ihn hatten sich schon längst in Richtung Romantik verändert und sie wollte ihn nur zu gern mal wiedersehen.
Acht Monate vergingen und es wurde Frühling.
Dann, an einem sonnigen Sonntag im April, trafen sie sich wieder. Beide waren sehr aufgeregt und ihre Herzen schlugen bis zum Hals. Sie sah ihn vor sich und empfand ihn nur ein bisschen schöner als damals, aber als sie in seine warmen, grauen Augen sah und dort die gleiche Sehnsucht und Verletzlichkeit sah, die sie empfand, wusste sie sofort, dass sie ihn liebte. Er umarmte sie voller Behutsamkeit, wie etwas sehr Kostbares, dass er nicht zerstören wollte, und war sanft und einfühlsam. Noch nie war er geliebt worden, aber in diesem Augenblick ließ ihn diese Frau alle Bitterkeit verlieren.
Und beide wussten, sie würden sich eine Chance geben.

Anne M. Pützer

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Es gibt so viele schöne Begegnungen
und alle sind auf Ihre Art mit nichts
auf der Welt zu bezahlen.
(unbekannt)

Ein erlebnisreiches Wochenende mit vielen wundersamen Begegnungen .wünscht allen Lesern
Ihr/Euer
Gerd Taron

PS: Die Geschichte des Wiedersehens nach 30 Jahren können Sie hier nachlesen:
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2016/01/19/nach-30-jahren-eine-wundersames-buchhandlung-shakespeare-und-so-in-mainz/

Kontaktdaten:
Gerd Taron
Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. +49 (0)6195-3676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Nimm Dir Zeit – der Fischbacher Weihnachtsmarkt im Taunus am 1. Advent

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arrangiert und fotografiert von Gerda Jäger

Nimm Dir Zeit …

– zum Gespräch
– zur Begegnung
– zum Kennenlernen der Autorinnen und Autoren
– zum Stöbern
– für kulinarische Genüsse
– für Geschenkideen und vieles mehr

für den 21. Fischbacher Weihnachtsmarkt in Kelkheim-Fischbach

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Foto: Haupteingang zum Weihnachtsmarkt in der Fischbacher Kirchgasse – Nebenstraße von der Langstraße

am 1. Adventwochenende:

Samstag, 29.11. und Sonntag, 30.11.2014

Samstag von 15 – 22 Uhr und
Sonntag von 11 – 21 Uhr geöffnet

Liebe Leserinnen und Leser,

in Kürze werden überall in der Dunkelheit kleine und große Lichter zu sehen sein. Die Advents- und Weihnachtszeit beginnt. Viele Weihnachtsmärkte öffnen überall in diesen Tagen ihre Pforten. Eine der idyllischsten und romantischsten Weihnachtsmärkte im Taunus findet am 1. Adventwochenende (29.11. und 30.11.) in Kelkheim-Fischbach statt.

Der Kerbeverein Fischbach (http://www.kerbevereinfischbach.de/ ) organisiert bereits zum 21. Mal rund um die katholische Dreifaltigkeitskirche diesen wunderschönen Weihnachtsmarkt. Mehr als 60 Stände und Buden präsentieren eine große Vielfalt von kulinarischen Genüssen, Geschenkideen und vieles andere. Es ist für alle was dabei, ob klein oder groß.

Ich freue mich auch in diesem Jahr wieder mit meiner Weihnachtshütte dabei zu sein. Dabei unterstützen mich liebe fleißige Helferinnen und Helfer.

Neben einer großen Auswahl von antiquarischen Büchern gibt es diesmal auch Hörbücher von Thomas Zieler (www.zielophon.de ) sowie Bücher und Grußkarten mit CDs von Karin Schneider aus Rüdesheim. Nehmen Sie sich die Zeit zum ausgiebigen Stöbern.

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Meine Weihnachtshütte (Foto siehe oben) ist leicht zu finden Vom Eingang Fischbacher Kirchgasse vor der Kirche links abbiegen und Mann/Frau/Kinder kann/können direkt darauf zu gehen.

In diesem Jahr findet keine Weihnachtsgedichte-Aktion statt. Stattdessen nehmen sich Autorinnen und Autoren aus der Region Zeit und stellen sich und ihre Werke vor

Samstag 29.11.

16 – 17 Uhr; Olaf Jahnke
Ab 17 Uhr: Viktoria Vonseelen
18 – 19 Uhr: Anne Zegelman
und Susanne Esch während den Öffnungszeiten

Sonntag, 30.11.

14 – 15 Uhr: Olaf Jahnke
15 – 17 Uhr; Karin Schmitt
15 – 16 Uhr: Brina Stein
und Susanne Esch während den Öffnungszeiten

Spenden werden diesmal für die Hessische Literaturgesellschaft e. V. (http://www.lit-hessen.de/ ) erbeten.

Informationen über die Autorinnen und Autoren:
Susanne Esch (Die Rebellin von Koron, Der Savant von Innis, Solifera – Fantasy-Romane) http://www.susanne-esch.de/

Olaf Jahnke (Tod eines Revisors – ein neuer Frankfurt-Krimi)
http://www.olafjahnke.de/
Am Freitag, 28.11. um 20 Uhr findet seine Premierenlesung in der Buchhandlung Herr in der Frankenallee 27 in Kelkheim statt. Karten gibt es unter http://buchhandlung-herr.de/

Karin Schmitt (Die unverstandenen Geschenke des Lebens – Roman)
http://www.karin-schmitt.eu/

Brina Stein (Wellengeflüster – Kreuzfahrtgeschichten)
http://www.brina-stein.de/

Anne Zegelman (Frankfurt liebt dich! – Lifestyle-Roman)
http://www.dezembra.de/
Sie liest am Donnerstag, 27.11. ab 19:30 Uhr aus ihrem neuen Buch in der Stadtbücherei Kelkheim, Marktplatz 1, Raum Gutenberg. Karten sind ebenfalls über die Buchhandlung Herr (siehe oben) erhältlich.

und Viktoria Vonseelen, Sprecherin
„Ich leihe Ihnen gerne meine Stimme für Lesungen im öffentlichen oder privaten Rahmen, gerne auch in Verbindung mit Musik. Ebenso für Hörproduktionen und Kunstinstallationen. Wer viel und intensiv mit seiner Stimme arbeiten muss, ist bei meinen Stimmbildungsworkshops gut aufgehoben.“

Mehr Informationen über Viktoria Vonseelen finden Sie unter http://www.viktoria-vonseelen.de

Mit dem Gedicht der kürzlich verstorbenen Autorin Elli Michler wünsche ich allen eine stressfreie Advents- und Weihnachtszeit mit vielen besinnlichen Momenten.

Nehmen Sie sich Zeit für eine Begegnung beim Fischbacher Weihnachtsmarkt mit mir und meinen Gästen! Wir freuen uns auf Sie!

Gerd Taron

Ich wünsche dir Zeit

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

Elli Michler

Aus: E.M.: Ich wünsche dir Zeit für ein glückliches Leben (Die beliebtesten Gedichte von Elli Michler) © Don Bosco Medien GmbH, München, 2011

http://www.ellimichler.de

Hinweis: Elli Michler verstarb am 18.11.2014 im Alter von 91 Jahren. Es ist einer ihrer schönsten Gedichte, die sie uns hinterlassen hat.

Weitere Informationen und aktuelles unter:
http://www.gerdtaronantiquariat.wordpress.com
per Mail: verkauf@taron-antiquariat.de
Gerd Taron, Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach, Tel. 06195-676695

Änderungen vorbehalten.

Hier spricht die Maschine! Literarischer Wochenendgruß vom 19.09.14

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

kennen Sie auch die Stimme einer freundlichen Dame oder eines freundlichen Herrn am Telefon, die Ihnen mitteilt, dass sie mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden werden? Und dann geschieht es tatsächlich, dass sie mit einem Menschen sprechen, der irgendwo auf dieser Welt in einem sogenannten „Call-Center“ sitzt. Sie schildern ihr/ihm ihr Problem. Dabei „spricht“, sieht er auf seine Maschine, genannt Computer, und versucht Ihnen bei der Lösung des Problems zu helfen.

Sehr oft gelingt das auch – und wenn nicht, dann ist der Computer (= Maschine) daran schuld.

Es gab Zeiten, und gelegentlich kommt es auch heute noch vor, dass Sie mit lebendigen Menschen direkt über ihr Problem sprechen können. Sie können ihn ansehen und gemeinsam, versuchen weiter zu kommen.

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Foto: Gerd Taron (Frankfurt-Fechenheim, Main-Ufer)

Zu den Steinen hat einer gesagt „Seid menschlich“.
Die Steine haben gesagt: „Wir sind noch nicht hart genug“

Erich Fried

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Nicht die, die gleiche Sprache sprechen verstehen einander,
sondern diejenigen, die das gleiche Gefühl teilen.

*Rumi*

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Es gibt soviel schöne Begegnungen
und alle sind auf Ihre Art mit nichts
auf der Welt zu bezahlen.
(unbekannt)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Einen Blumenstrauß verschenken, einem armen Menschen zuhören, ein Kind erfreuen oder einem Menschen durch Verstehen helfen, der sich auf dieser Welt nicht mehr zu trösten weiß, das sind die großen Dinge des Lebens!

(Helene Böhlau)

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Foto: Gerd Taron (Kelkheim-Ruppertshain – „Zauberberg“)

Einfachheit ist die Sprache des Herzen`s,
und erfolgt nicht nur durch Worte,
sondern auch durch kleine Gesten.
Wer aus dem Herzen spricht,
wird selten missverstanden.
ANTONIO CURNETTI

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Foto: Gerd Taron

Dank jedem Lächeln des Alltags
das ein glückliches Leuchten in den Augen verursacht
ist es auch kurz und vergänglich
ist es doch nicht ungeschehen.

Antonia Dullnig

Ich wünsche Ihnen an diesem Wochenende, dass Sie Menschen begegnen und keine Maschinen. Vielleicht sogar schon übermorgen beim verkaufsoffenen Sonntag bei Viola’s Bücherwurm in Kelkheim in der Bahnstraße 13. Dort und an vielen anderen Orten gibt es Möglichkeit, sich zu begegnen, persönlich, von Auge zu Auge, von Ohr zu Ohr.

Ich würde mich freuen, den einen oder anderen Leser des Wochenendgrußes am Sonntag wiederzusehen oder einmal persönlich kennenzulernen.

Ihr/Euer

Gerd Tar

Orte der Begegnung – Literarischer Wochenendgruß vom 16.05.14

Liebe Leserinnen und Leser des Wochenendgrußes,

am kommenden Sonntag findet hier in Kelkheim im Taunus wieder der „Kelkheimer Stadtmarkt“ statt. Überall in der Stadt gibt es was zu sehen, zu hören, zu riechen, zu schmecken. Für jeden ist etwas dabei.
Gemeinsam mit Viola’s Bücherwurm werden wir in bewährter Weise wieder zum Bücherstöbern einladen.
Für mich ist ein Markt, in welcher Form auch immer (Wochenmarkt, Flohmarkt usw.) ein besonderer Ort der Begegnung.
Andere wunder-bare Orte, wo ich Menschen begegne, sind für mich zum Beispiel Bahnhöfe. Besondere Orte, wo eine Begegnung mit mir selbst stattfindet, sind Kirchen und vor allem die schöne Natur.
Die Fotos von Hans Joerg Kampfenkel und mir und die Texte mögen Sie als Leser darauf einstimmen – auf „meine“ Orte der Begegnung.

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Foto: Gerd Taron (Kleinmarkthalle Frankfurt am Main)

Auf dem Markt
lernt man die Leute besser kennen
als im Tempel.

~ Aus Deutschland ~

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Foto: Gerd Taron (Kleinmarkthalle Frankfurt am Main)
Die Menschen, nicht die Häuser, machen die Stadt.

Aus England

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Foto: Gerd Taron (Frankfurt Hbf)

Mensch, der du mir gerade noch ein Fremder warst.
Ich bin neugierig auf dich und gehe auf dich zu. Bitte komme auch du mir einen Schritt entgegen. Lass uns kennen lernen und unsere Vorurteile abbauen. Wir wollen uns erst tolerieren und dann akzeptieren. Viel können wir voneinander lernen und uns gegenseitig helfen. So können wir fruchtbar miteinander arbeiten und leben. Sicher können wir auch über die gleichen Dinge lachen. Humor ist ein guter Boden für menschliches Miteinander.

Anne M. Pützer

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Foto: Gerd Taron (St. Stephan Mainz)

Manchmal braucht man einfach…

Einen Moment der Stille,
um wieder das Wesentliche zu
hören …

Einen Moment mit geschlossenen Augen,
um wieder klar zu
sehen …

Einen Moment auf das Herz hören,
um das Leben zu spüren …

Einen Moment des Rückzugs,
um wieder stark zu werden …

(unbekannt)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Den Puls des eigenen Herzens fühlen. Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern. Wieder Atem holen lernen, das ist es.

(Christian Morgenstern)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wie ich dir begegnen möchte

Ich möchte dich lieben,
ohne dich einzuengen;
Dich wertschätzen,
ohne dich zu bewerten;
Dich ernst nehmen,
ohne dich auf etwas festzulegen;
zu Dir kommen,
ohne mich aufzudrängen;
Dich einladen,
ohne Forderungen an dich zu stellen;
Dir etwas schenken,
ohne Erwartungen daran zu knüpfen;
Mich von dir verabschieden,
ohne wesentliches versäumt zu haben;
Dir meine Gefühle mitteilen,
ohne dich dafür verantwortlich zu machen;
Dich informieren,
ohne dich zu belehren;
Dir helfen,
ohne dich zu beleidigen;
Mich um dich kümmern,
ohne dich verändern zu wollen;
Mich an dir freuen –
so wie Du bist.

Alter englischer Wanderspruch
Ich freue mich am Sonntag auf die Begegnungen mit Viola Christ-Ritzer und Maren von Hoerschelmann von Viola’s Bücherwurm, mit denen mich seit vielen Jahren eine intensive Freundschaft verbindet. Besonders freue ich mich diesmal aber auch mit einem „eigenen Team“ dabei zu sein, die mich unterstützen, wie Viktoria Vonseelen, Karin Schmitt, Susanne Esch und andere, die hier nicht genannt sind bzw. nicht genannt sein wollen.
Ein Wochenende voller schöner Begegnungen wünscht Ihnen
Ihr/Euer
Gerd Taron
Vielleicht begegnen wir uns am Sonntag – ich würde mich freuen.

Dem Glück auf der Spur

Literarischer Spaziergang rund um Fischbach im Taunus
Fischbach, 26.04.14

Das Glück war mit uns – den literarischen Spaziergängern auf dem Weg durch Fischbach. Denn die Wetteraussichten waren gar nicht gut: Regen, Gewitter sollten den Tag eintrüben. Doch es kam zum Glück alles anders.

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Unter der großen Linde an der katholischen Dreifaltigkeitskirche begann es mit Gedichten von Hermann Ritter von Lingg („Kleines Glück“) und von Heinrich Seidel („Wo wohnt das Glück“).

Der weitere Weg führte über den Paradiesweg zu einer Unterführung im Ort. Dort warteten glückliche Kinder – in Form einer Graffiti-Bemalung der Brückenmauer.

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Dazu gab es eine berührende Geschichte eines kleinen Mädchens von Anne M. Pützer: „Das Mädchen, das immer fror“. Es erzählt von der Begegnung eines kleinen blond gelockten Mädchen, das im Stadtpark auf ein armes schmutzig und verwahrlosten Mädchen trifft.

Was aus dieser Begegnung wird … – wird hier nicht verraten.

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Auf den Höhen von Fischbach mit Blick auf die Streuobstwiesen und den Bergen (Feldberg und Altkönig) gab es Gelegenheit sich auf einer Bank auszuruhen und den Gedichten von Rainer Maria Rilke, Hugo Hoffmann von Fallersleben („O glücklich wer ein Herz gefunden“) und Clemens Brentano („Glück ist gar nicht so selten“) zu lauschen.

WUNDERLICHES Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem? –

Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen
jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen,
und das willig Liegende verschwimmt –

Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; –
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit

Rainer Maria Rilke

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Dazu wurde die Geschichte von der Begegnung eines Wanderers mit einem Schäfer erzählt, die mit der Feststellung endet: Was immer geschieht, es liegt an uns, Glück oder Unglück darin zu sehen.

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Im Dorfpark endete der literarische Spaziergang.

Wie sagte doch der große Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe einst:

Willst du glücklich sein im Leben,
trage bei zu andrer Glück,
denn die Freude die wir geben,
kehrt ins eigne Herz zurück!

Johann Wolfgang von Goethe
Der nächste literarische Spaziergang findet am Samstag, 24.05. um 15:00 Uhr statt. Treffpunkt ist diesmal der große Parkplatz am Rettershof in Kelkheim-Fischbach.

Dann heißt das Thema: Von der Schönheit der Natur.

Gerd Taron

Alle Fotos: Gerd Taron (Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet).

Von der Genügsamkeit und einer Begegnung – Eine wahre Geschichte von Walburga Kliem

Eine wahre Geschichte … – erzählt von einer Geschichtenerzählerin

 

Von der Genügsamkeit und einer Begegnung

Auf meiner „Geschichtenwanderung 2010“ in der Nähe von Mühlhausen saß ein Geschäftsreisender frühmorgens in der Pension an meinem Tisch. Wir unterhielten uns und er war erstaunt, dass ich erstens den Beruf einer Geschichtenerzählerin habe und dann auch noch wie in alter Zeit auf die Wanderschaft gehe. „Aber Sie müssen doch von irgendetwas leben!“ platzte er heraus.

Ich antwortete: „Irgendwann will ich mal davon leben …“ und dann erläuterte ich noch, dass ich ja einen „zweiten Beruf als Trainerin und Beraterin“ habe und Seminare gebe.

Später habe ich festgestellt, ich war wieder einmal in eine „Denk- und Rechtfertigungsfalle“ geraten. Mir wurde im Nachdenken über diese Situation … und wenn man einfach nur alleine wandert auf einsamen Wegen, dann hat man viel Zeit, nachzudenken … klar:

* Ich habe gar keine zwei Berufe … es gibt für mich nur noch einen einzigen, den der „Erzählkünstlerin“. Das ist das, was ich wirklich machen will und auch tue. Diese Tätigkeit findet sich ganz einfach in der anderen wieder … in meinen Workshops und Coachings tue ich nichts anderes.

* Ich LEBE doch schon davon … Ich habe zwar kein dickes Konto, aber es hat bisher immer gereicht, um alle Ausgaben zu decken … ich lebe nicht in Armut … ich kann stolz auf meine Kinder sehen, bei denen zwar auch nicht alles einfach gelaufen ist … ich kann mich angemessen kleiden und ernähren … ich fühle mich wohl.

Und bestätigt wurde mir das dann einige Kilometer weiter von einer alten Frau, die mich in einem Dorf einfach ansprach. Wir unterhielten uns einige Zeit angeregt im leichten Nieselregen und am Ende sagte sie:

„Wissen Sie, mir ging es heute morgen eigentlich gar nicht gut. Ich fühlte mich krank und elend. Aber ich musste ja mit dem Hund raus. Und ich bin sehr froh, dass ich Sie angesprochen habe. Ich bin froh, dass wir uns so unterhalten haben …“ und dann strahlte sie und fügte hinzu: „Sie haben mich richtig glücklich gemacht!“

Für dieses Lächeln gibt es keinen Betrag auf meinem Konto! (*)

 

Walburga Kliem – Geschichtenerzählerin

 

Mehr Informationen unter

 

http://www.meine-lichtblicke.de/

bei facebook: Meine Lichtblicke – Geschichten, die bewegen

 

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Foto Connie Albers

http://www.kunstgalerie.ws/de/3200/

 

Licht – Begegnungen – Literarischer Wochenendgruß vom 28.06.13

Liebe Literatur- und Fotofreunde,

 

betrachten wir doch einmal unser Leben bei Licht. Was dürfen wir immer wieder feststellen? Wir sind nicht alleine auf dieser Welt. Überall begegnen wir anderen Menschen – und das ist meist schön und wohltuend.

 

Unter diesem Aspekt erscheint diesmal die neueste Ausgabe des literarischen Wochenendgrußes.

 

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Foto: Marina Rupprecht

 

 

„Habe ich meine Tage vergeudet? Nein!

Es war mir zu schwer, den Freunden fernzubleiben.

Wäre ich für mich allein auf meinem Zimmer geblieben,

hätte ich besser arbeiten können.

Aber dann hätte ich nicht die Freude gehabt,

Freundschaften neu zu gewinnen

und alte zu erneuern.

 

Wichtig im Leben ist Begegnung.

Wir sehen einander in die Augen,

wir tauschen unsere Erfahrungen aus.

Das ist für mich von größter Bedeutung.

Der Sinn des eigenen Lebens wir mir klarer,

wenn ich dem Leben anderer Menschen begegne.

In solchen Begegnen liegt Freude.“

 

M. A. Thomas

 

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Foto. Gerd Taron – Am Rettershof in Kelkheim-Fischbach im Taunus

 

 

 

„Jemand hat zu mir gesprochen

Und nicht an mir vorbei.

Jemand hat sich mit mir eingelassen

Und nicht das Risiko gescheut.

Jemand hat mir zugehört

Und nicht auf die Uhr gesehen.

Jemand hat sich mir zugewandt

Und nicht unschuldige Augen gemacht.

Jemand hat mich mitgenommen

Und nicht sitzen lassen.

Jemand hat sich helfen lassen

Und nicht stolz abgelehnt.

Jemand hat sich als Christ bewährt.“

 

Josef Dirnbeck/Martin Gutl

 

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Foto: Marina Rupprecht

 

 

Lassen Sie uns begegnen an diesem Wochenende mit offenen Augen und Ohren füreinander.

 

Das wünsche ich uns.

 

Ihr/Euer

 

Gerd Taron

 

 

Besonderer Veranstaltungshinweis:

 

Am Sonntag, 30.06. findet wieder ab 16:00 Uhr im Hotel Stern Restaurant in Eppstein-Vockenhausen die Reihe „Literatur um 4“ statt. Das Thema lautet diesmal Sommer.

 

Gerd Taron 

Taron-Antiquariat
Langstraße 30

65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 49+(0)6195-676695


Internet: www.gerdtaronantiquariat.wordpress.com

und

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