Ein Licht der Hoffnung entzünden – Literarischer Wochenendgruß vom 29.11.13

 Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

wenn Sie an diesem Wochenende die erste Kerze am 1. Advent anzünden – was kommt Ihnen in den Sinn?

Vielleicht denken Sie daran, dass jetzt die Advents- und Weihnachtszeit beginnt. Aber vielleicht denken Sie auch an besondere Momente in Ihrem Leben.

Wenn Sie in diesem Jahr die Kerze anzünden, dann denken Sie doch einmal bewusst an einen Menschen, der Ihre Anteilnahme, Ihre Liebe benötigt. Geben Sie ein Zeichen der Hoffnung: Ich denk an Dich – Du bist nicht allein. Und: Teilen Sie es diesem Menschen auch mit – in welcher Form auch immer.

Die Fotografien sind in der heutigen Ausgabe etwas ungewöhnlich in der Zusammenstellung. Vor einiger Zeit lernte ich eine Fotografin, Susanne van Hulst, kennen, deren Fotos mir besonders gefallen.

Sie hat ein bewegtes Leben und ist mittlerweile in der Schweiz wohnhaft. Für diese Ausgabe hat sie mir einige ihrer Adventsfotos zur Verfügung gestellt, wofür ich ihr sehr danke.

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Ein bißchen Wärme,

ein bißchen Freude,

ein bißchen Frieden

ist nicht genug

gegen die Kälte der Menschen,

gegen die Angst auf der Welt

und unsere Ohnmacht.

Darum, Gott,

unser Herr, unser Helfer:

Komm. Sei uns nah. Zeige dich

Laß die Sonne deiner Gerechtigkeit aufgehen

Über alledem, was lebt.

Zerschmelze das Eis

Von Gleichgültigkeit, Misstrauen,

Drohung, Gewalt.

Entzünde in uns

das Feuer deiner göttlichen Liebe.

die Glut deines Geistes.

Autor unbekannt

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Weitere wunderschöne Fotos von Susanne van Hulst finden Sie auf Ihrer Internet-Seite www.vanhulstart.com

In den Fotos von Marina Rupprecht ist mir das Licht der Hoffnung unter den Menschen ebenfalls sehr bewusst geworden.

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Menschen führen Menschen zum Licht, zu einem neuen Lebensstil: Menschen, die sich befreien lassen von Habsucht und Hass. Menschen, die nicht länger an Gewehrläufe glauben. Menschen, die mit wenig zufrieden sind und Zeit für Dinge haben, die kein Geld bringen. Menschen, die keinen Palast brauchen, um prächtig zu leben, und kein dickes Portemonnaie, um gemeinsam Feste zu feiern. Menschen, die Blumen sehen, die Vögel zwitschern hören, die wie ein Kind spielen und in einem Sessel einschlafen können. Liebe Menschen mit viel Licht in Häusern, in Dörfern und Städten.

© Phil Bosmans (1922 – 2012),
belgischer Ordenspriester,
Telefonseelsorger und Schriftsteller,
›der moderne Franziskus‹

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„Große Feuer leuchten weit, aber die kleinen wärmen.“

Karl-Heinrich Waggerl

Entzünden Sie Ihr Licht an diesem 1. Advent für einen lieben Menschen, einem Menschen, der Ihrer besonderen Aufmerksamkeit bedarf.

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Am 30.11. und 01.12. können Sie mich in und an meiner Weihnachtshütte auf dem Fischbacher Weihnachtsmarkt treffen.

Das Duo Nick & June zu Gast im Café Lounge Jasmin

 Fechenheim, 23.11.13

Am Freitag hatte das Café Lounge Jasmin wieder ein musikalisches Duo zu Gast. Elke Dippel und Jasmin Ehrlich konnten zwei sehr begabte junge Künstler aus Nürnberg begrüßen: Nick & June.

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Mit ihren gefühlvollen Liedern nahmen sie die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf ihre vielfältige musikalische Reise. Ob auf der Okulele, Mandoline, Gitarre, auf der Tamborine, auf dem Basedrum, auf einem Glockenspiel, auf der Melodica, auf dem Kazoo, auf der Mundharmonika oder oder … – immer klang die Harmonie in Ihren Liedern durch. Dazu zwei ausdrucksstarke Stimmen – ein musikalischer Genuss, der allen einen entspannten Abend bescherte.

 

Auf einem alten Kinder-Keyboard verabschiedeten sich Nick & June von ihrem Publikum.

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Und das Schöne ist: Wir sehen sie wieder – beim nächsten Fechenheimer Literaturfestival im nächsten Jahr am 27.09.2014!

Ich, Elke Dippel, Jasmin Ehrlich und alle anderen freuen sich schon jetzt darauf.

Gerd Taron

 

Alle Fotos: Gerd Taron

 

 

Wer mehr über die beiden erfahren möchte:

 

http://nickandjune.com/?cat=1

 

 

Ewigkeit – Literarischer Wochenendgruß vom 22.11.13

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

am kommenden Sonntag feiern die evangelischen Christen den Totensonntag bzw. Ewigkeitssonntag. Es ist der letzte Sonntag des Kirchenjahres vor der beginnenden Adventszeit.

Für mich ist das die Gelegenheit, sich mit dem Thema „Ewigkeit“ einmal näher zu beschäftigen. Was bedeutet für mich der Tod? Gibt es ein Leben danach? Was ist eigentlich „ewiges Leben“. Dieser Wochenendgruß kann und möchte keine Antwort darauf geben.

Die ausgewählten Texte mögen eine Hinführung sein, sich persönlich mit dem Thema Ewigkeit und Tod auseinanderzusetzen. Die Fotos hat wieder Marina Rupprecht dazu beigetragen.

Nichts Irdisches ist ewig,

aber alles irdische kann Sinnbild des Ewigen werden.

 

Autor unbekannt

 

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Ich weiß, daß ich bald sterben muß.

Es leuchten doch alle Bäume

nach langersehntem Julikuß –

Fahl werden meine Träume –

Nie dichtete ich einen trüberen Schluß

In den Büchern meiner Reime.

Eine Blume brichst du mir zum Gruß –

Ich liebte sie schon im Keime.

Doch ich weiß, daß ich bald sterben muß

Mein Odem schwebt über Gottes Fluß –

Ich setzte leise meinen Fuß

auf den Pfad zum ewigen Heime.

 

Else Lasker-Schüler

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An den Zweigen meines verwundeten Lebens

hängen Tränen.

Einsam bin ich – enttäuscht und ganz allein.

Ich habe nur noch meine Sehnsucht.

Doch was sehe ich durch meine verweinten Augen?

Das zarte Grün einer schwachen Hoffnung

im Grau meiner Einsamkeit?

Will ich glauben, was die Schrift mir sagt:

„… sicher gibt es eine Zukunft,

deine Hoffnung wird nicht zerschlagen“

 

nach Sprüche 33, Vers 18

 

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Blume Anmut

 

Blume Anmut blüht so rot,

Blume Huldvoll blaut daneben,

Blume Anmut ist das Leben,

Blume Huldvoll ist der Tod.

Süß und herbe ist das Leben,

Herb die Lust und süß die Not.

Blume Leben blüht so rot;

Blume Tod blüht blau daneben.

 

Wolfgang Borchert

 

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Ich wage es,

mir mein Altwerden und Sterben vorzustellen;

nicht zu verdrängen,

was so unaufhaltsam auf mich zukommt.

Die Unfähigkeiten, die Schmerzen,

die Nöte und Schwierigkeiten will ich ansehen.

Ich weiß, dass alles seine Bedeutung hat

und zum Leben gehört.

 

In der begrenzten Zeit, die ich habe,

wird alles wertvoller,

und ich entdecke klarer,

was ich wirklich will.

 

Auch diesmal bereichert mich das Wagnis

Und macht mich weiser.

 

Ulrich Schaffer

 

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein Wochenende voller Hoffnung.

Mit literarischen Grüßen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Alle Fotos: Marina Rupprecht – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet.

PS: Am kommenden Sonntag, 24.11. ist Einsendeschluss für die Aktion „Mein Weihnachtsgedicht 2013“. Wer also noch ein schönes Gedicht hat, möge es mir bitte zusenden.

Die Geschichte eines Klebezettels – ein besonderes Andenken von Wilhelm Gemmer

Familie Wanke und Gerd Taron auf Spurensuche

Kelkheim, Königstein im Taunus, 19.11.2013

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Viola’s Bücherwurm in Kelkheim im Taunus, Bahnstraße 13

Es ist ein warmer Spät-Sommertag Ende August: Samstag kurz vor 14 Uhr. In wenigen Minuten schließt die Buchhandlung Viola’s Bücherwurm in der Bahnstraße in Kelkheim im Taunus  Ein Mann mittleren Alters kommt zur Tür herein. Im Schaufenster hat er antiquarische Bücher entdeckt. Das weckte sein besonderes Interesse. Er fragt Maren von Hoerschelmann, die sich bereits auf das Wochenende freut, wegen diesen Büchern. Er hätte da noch einige regionale Bücher, die er gerne abgeben möchte. Ob sie ihm denn weiter helfen könne? Kein Problem für Maren von Hoerschelmann, denn sie und die Inhaberin Viola Christ-Ritzer sind mit mir, dem Antiquar Gerd Taron, eng befreundet.

Kurz entschlossen nimmt sie das Telefon und ruft bei mir an. Zwischen Dietrich Wanke, so heißt der späte Kunde, und mir wird kurzfristig ein Termin für Montagvormittag vereinbart.

Es kommt zu einer besonderen Begegnung an jenem Montagvormittag zwischen mir und Herrn Wanke. Die abzugebenden Bücher liegen bereits mitnahmefertig auf einem Schreibtisch.. Es sollte nicht bei den Büchern bleiben.  Ein reges Gespräch entwickelt sich zwischen uns.  Mit Freude zeigt Herr Wanke mir weitere Bücher in den anderen Räumen. „Darf ich Ihnen bei der Arbeit zusehen? fragte mich interessiert Herr Wanke. Natürlich gerne – kein Problem.

Am nächsten Tag kommt es zu einem weiteren Treffen. Dabei erzählte mir Herr Wanke beiläufig eine ungewöhnliche Geschichte: Im Nachlass seines verstorbenen Vaters entdeckte er und sein Bruder Karsten Wanke in einem Aquarienbuch einen Klebezettel – ähnlich einem Ex libris – mit folgendem Text:

Zum treuen Gedenken

 

an meine liebe Frau

 

LOUISE GEMMER

 

geb. Henlein

geb. zu Königstein am 18.6.1869

gest,. zu Theresienstadt

am 11.09.1942

 

an meine liebe Tochter

 

GERTRUDE GEMMER

 

geb. zu Königstein am 2.9.1904

gest. zu Auschwitz

am 29.1,1943

 

Ehre ihrem Andenken!

 

Darunter befand sich ein Monogramm von Herrn Wilhelm Gemmer, dem Ehemann und Vater mit Datum

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Der Verfasser dieser Zeilen, Herr Wilhelm Gemmer, war der Ehemann bzw. Vater von Louise und Gertrud Gemmer. Beide wurden Opfer des Nationalsozialismus. Um ihnen ein Andenken auch weit nach ihrem Tod zu bewahren, kam er auf eine ungewöhnliche Idee:  Bücher die er verschenkte, sollten diese Widmung bekommen.

Dietrich Wanke und sein Bruder Karsten begaben sich auf Spurensuche. Sie konnten herausfinden, dass Wilhelm Gemmer,  eine Haushälterin hatte. Die Tochter der Haushälterin, Elisabeth Kurz, lebt noch heute in dem Haus in der Kirchstraße 12 in Königstein im Taunus.

Im Sommer dieses Jahres kam es zu einer bewegenden Begegnung zwischen den beiden Brüdern und Frau Kurz.

Da beide nicht im Taunus leben, bat mich Dietrich Wanke, ob ich bereit sei, an der Aufarbeitung der Geschichte der jüdischen Familie Gemmer mitzuwirken. Diesem Wunsch bin ich sehr gerne nachgekommen.

Von Dietrich Wanke erhielt ich die Telefonnummer von Frau Elisabeth Kurz. Ich konnte mit ihr kurzfristig einen Termin Anfang November vereinbaren. Das Gespräch dauerte drei Stunden. Es wird mir eindrücklich in Erinnerung bleiben. Die Lebensgeschichte einer Familie so anschaulich erzählt zu bekommen und das mit dem besonderen tragischen Hintergrund ist berührend und aufwühlend. Es ist eine Geschichte von Menschen, deren Leben auf grauenvolle Weise zerstört wurde.

Wie sich herausstellte, begannen Frau Angelika Rieder, Heimatforscherin aus Oberursel und Frau Kurz unabhängig voneinander die Geschichte der Familie Gemmer aufzuarbeiten.

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                                         Gunter Demnig

Am 18.11. 13 wurden von dem Aktionskünstler Gunter Demnig 18 Stolpersteine in Königstein im Taunus für die jüdischen Opfer verlegt, darunter drei für die Familie Gemmer vor ihrem Haus in der Kirchstraße 12 in Königstein im Taunus

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Das Haus der Familie Gemmer heute und vor dem 2. Weltkrieg

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Stolpersteine für Familie Gemmer

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An diesem Tag trafen sich alle Beteiligten, Angelika Rieber, Elisabeth Kurz, die Brüder Dietrich und Karsten Wanke und ich zum ersten Mal gemeinsam anlässlich dieses Ereignisses.

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Von links nach rechts: Dietrich Wanke, Karsten Wanke mit Tochter, Elisabeth Kurz (Mitte), Gerd Taron, Angelika Rieber

Es ist unser Bestreben, dass die Geschichte der Familie Gemmer weitere Konturen bekommt. Wir beabsichtigen die Lebensgeschichte im Gesamtkontext zu veröffentlichen. Dazu sind weitere Recherchearbeiten notwendig.

Wir freuen uns über jeden Hinweis. Bitte helfen Sie uns Spuren der Familie Gemmer zu finden, sei es durch Fotos, Informationen, Gegenstände aus dem Nachlass oder dem Klebezettel, der sich in den zahlreichen Büchern befindet, die Herr Gemmer verschenkte.

Gerd Taron

Weitere Informationen zu den Stolpersteinen in Königstein unter:

http://www.stolpersteine-koenigstein.de/

über Angelika Rieber:

http://www.ursella.info/Heimatforscher_OBU/Heimat_Rieber/Heimatfor_Pers_ARieber.htm

Alle Fotos: Maren von Hoerschelmann – Genehmigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet.

Vom äußeren und inneren Licht – Literarischer Wochenendgruß vom 15.11.13

Liebe Freunde der Kultur und Literatur in nah und fern,

 

wir sind in der so genannte „dunkle“ Jahreszeit angekommen. Die Tage werden kürzer. Das Sonnenlicht erhellt meist nur für kurze Zeit den Tag. Gelegenheit für uns, Einkehr zu halten und auf unser eigenes Licht zu schauen.

 

Am kommenden Samstag möchte ich diese Gedanken bei meiner Veranstaltung „Oase der Stille – Lichter“ aufgreifen und vertiefen. Anhand von Texten haben wir dann gemeinsam die Möglichkeit, unser inneres Licht zu betrachten.

 

Einige Texte und die Fotos von Marina Rupprecht in dieser Ausgabe mögen uns dahin führen.

 

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LICHT.

Da oben ist es hell.
Ich recke mich empor,
mache mich groß und immer größer,
denn da oben ist das Licht.
Ich will hin zur Sonne,
die mir Kraft, die mir Leben schenkt.
Ich wachse…über mich hinaus,
komme ihr nah.
Schon spüre ich wohltuende Wärme.
Ich lebe!

(C) Anne M. Pützer

 

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Ich glaube, dass wir einen Funken jenes ewigen Lichts
in uns tragen, das im Grunde des Seins leuchten muss
und welches unsere schwachen Sinne
nur von Ferne ahnen können.

Diesen Funken in uns zur Flamme werden zu lassen
und das Göttliche in uns zu verwirklichen,
ist unsere höchste Pflicht.

~Johann Wolfgang von Goethe~

 

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Es gibt immer irgendwo einen Menschen,
der im Dunkeln geht und ein Licht sucht.
Trag also ein Licht in deinen Händen,
auch wenn du dich vielleicht verzehrst dabei.

Es ist besser
als eine Kerze zu sein,
die niemals gebrannt hat.

Trude Attwenger

 

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So gehe denn hin, mit deinem Licht,
und erhelle den Menschen ihren grauen, dunklen Tag.

Anne M. Pützer

 

Mit diesem Zitat von Anne M. Pützer am Ende dieses Wochenendgrußes möchte ich allen Leserinnen und Lesern ein lichtvolles Wochenende wünschen.

 

Ihr/Euer

 

Gerd Taron

 

PS: Mehr Informationen über die Veranstaltung am Samstag, 16.11. in Kelkheim-Fischbach finden Sie hier:

 

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2013/11/12/von-lichtern-und-stolpersteinen-neuigkeiten-von-taron-antiquariat/

 

Es blieb keine Lücke offen

Die Lückentest-Show mit Micheal Meyer, Rainer Wüst und als Gast Ursula Schweiss

 Fechenheim, Café Lounge Jasmin, 10.11.13

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Am Sonntagnachmittag erwartete das Café Lounge Jasmin in Fechenheim besonderen Besuch: Aus dem fernen Ruhrgebiet kamen die Comedy- und Poetry-Slam-Künstler Michael Meyer und Rainer Wüst angereist. Als Gast war die weit über die Grenzen von Fechenheim bekannte Autorin Ursula Schweiss zugegen.

Alle Stühle und Bänke im Café waren besetzt. Eine ungewöhnliche Show unter Einbeziehung der Besucherinnen und Besucher mit Slapstick, Improvisation, Pantomime und viel Wortwitz bescherten allen einen sehr unterhaltsamen Nachmittag.

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Ursula Schweiss hatte die besondere Aufgabe übernommen, die beiden Ruhrpott-Künstler zu unterstützen. Ob in der Rolle der über achtzigjährigen Martha, die an diesem Nachmittag in Frankfurter Mundart über Malte Fegus und Fechenheim informiert (Malte Fegus: Protagonist des bereits erschienen Buches von Ursula Schweiss „Der unverbesserliche Malte Fegus“), als Romanschreiberin, als Interviewpartnerin – immer machte Ursula Schweiss dabei eine gute Figur.

Mit ihrem Schrottwichtelgeschenk „Hugo mit dem roten Schuh“ brachte sie die beiden sonst so wortgewandten Künstler etwas in Verlegenheit, sollten sie doch daraus einen Text zaubern.

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Mit viel Wortakrobatik und unverhofften Einfällen und Einlagen strapazierten Michael Meyer und Rainer Wüst immer wieder die Lachmuskeln der Besucher.

Beim nächsten Fechenheimer Literaturfestival im nächsten Jahr am 27.09.2014 werden wir die beiden wieder sehen. Unter anderem werden sie uns eine selbstverfasste Geschichte präsentieren, die das Publikum vorgab.

Aus den zahlreichen Vorschlägen aus dem Publikum wurde das Thema „Spielbank“ ausgelost. Dabei müssen die Wörter Abhöranlage, rosa Tasche und Guckloch verwendet werden.

Wir alle sind sehr gespannt, was Michael Meyer und Rainer Wüst uns am 27.09.2014 erzählen werden.

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Ursula Schweiss wird ebenfalls beim nächsten Fechenheimer Literaturfestival mit ihrem dann gerade erschienen Roman „Ca-pri-zi-si“ vertreten sein. Weronika Muran wird sie bei dieser Lesung im Jahr 2014 mit ihrem hervorragenden Violinenspiel begleiten.

Gerd Taron

Alle Fotos: Gerd Taron