Ich bedeute etwas – Literarischer Wochenendgruß vom 01.09.07

Ich bedeute etwas – Literarischer Wochenendgruß vom 01.09.07

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

nach langen und intensiven Tagen kommt zur gewohnten Zeit der neue Wochenendgruß.

Mir sind in diesen Tagen viele Menschen begegnet und jeder hat, ob beim Museumsuferfest in Frankfurt oder beim Supermarkt nebenan, seinen Eindruck hinterlassen. Darüber freue ich mich und ich bitte um Verständnis, wenn ich nicht jedem die entsprechende Aufmerksamkeit schenken kann.

Foto: Gerd Taron

Im Umgang mit Menschen, die uns viel bedeuten, ist nichts ohne Bedeutung

Ernst Fernstl

Foto: Tim-Thilo Fellmer

Kleine Dinge …
„Kleinigkeiten“
– ein Lächeln
– eine liebe Geste
– ehrliches Interesse
Schon in kleinen Dingen
hört man den Namen
der Freundschaft schwingen
Wohl nicht bedeutungslos:
– ein Lächeln
– eine liebe Geste
– ein nettes Wort
– ehrliches Interesse
Ehrlichkeit
Worte
Gesten
Sie machen uns
zu dem,
was wir sind
zu dem,
was wir hoffen zu sein
Freunde, geliebte Menschen,
die fühlen, reden, schweigen, helfen,
die einfach nur leben
„Kleinigkeiten“ und doch so
bedeutend!

Angela Hökkelberg

Foto: Gerd Taron

Lebe für den Augenblick… eine Geschichte von der Freude…

Es waren einmal ein Junge und ein Mädchen am Strand,
die eine Sandburg bauten. Stundenlang bauten sie Türme, Mauern und einen Graben.
Und während sie bauten, kam die Flut immer näher.

Nachdem sie fast den ganzen Morgen an der Burg
gearbeitet hatten, kam plötzlich eine große Welle und schwemmte die ganze Burg davon.
Ein Erwachsener, der die beiden Kinder
den ganzen Morgen beobachtet hatte,
hatte Mitleid mit den Kindern,
weil sie so viel Arbeit hineingesteckt hatten.

Aber dann sah er, wie sie lachend Hand in Hand
den Strand hinunter rannten.
Da wurde dem Erwachsenen klar, dass es zwar zeitweilig Spaß macht, Imperien aufzubauen, dass aber der Spaß, Freunde zu haben, mit denen man auch dann noch lachen kann, wenn das weggeschwemmt wird,
woran man ein Leben lang gearbeitet hat,
bedeutend größer ist und von längerer Dauer.

Autor unbekannt

Foto: Gerd Taron

Die höchste Disziplin ist, nach den Werten zu leben,
die mir am meisten bedeuten.
Es mag sein, dass ich dafür auf etwas verzichten muss,
z.B. auf Lob, Geld oder gesellschaftlichen Status.
Die Belohnung dafür ist jedoch enorm:

Dadi Janki

Foto: Gerd Taron

Loreley

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldnes Haar.
Sie kämmt es mit goldnem Kamme,
Und singt ein Lied dabey;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodey.
Den Schiffer, im kleinen Schiffe,
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh‘.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Loreley getan.

Heinrich Heine

Ein bedeutsames Wochenende wünscht allen

Ihr/Euer
Gerd Taron

PS:
Vielleicht sehen wir uns beim literarischen Spaziergang am Freitag ab 17:30 Uhr in Eppstein am Wochenmarkt oder beim Hof- und Bücherflohmarkt am Samstag;
Fr 01.09. – 17:30 Uhr – Literarischer Spaziergang zum Ende des Wochenmarktes in Eppstein
Treffpunkt: Vor der Eppsteiner Weinpresse (Altes Rathaus, Altstadt Eppstein)
Sa 02.09. – 10 – 16 Uhr Hof- und Bücherflohmarkt in Kelkheim-Fischbach, Langstraße 30

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Auf der Suche nach Orientierung – Literarischer Wochenendgruß vom 25.08.17

Auf der Suche nach Orientierung – Literarischer Wochenendgruß vom 25.08.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in den Tageszeitungen lese ich immer wieder von “orientieren“. Keiner weiß, wo die Lebensreise hingeht, sei es in unserer Gesellschaft oder im persönlichen Bereich. An wen oder was soll man sich in diesen unruhigen Zeiten orientieren? Haben Sie Orientierungspunkte in Ihrem Leben? Ist das Ihre Familie, Ihr Freundeskreis, andere Menschen oder sind es Werte, wie auch immer sie heißen mögen? Oder sind Sie, wie so viele, auf der Suche?

Ich wünsche Ihnen, dass in Ihrem persönlichen Leben die für Sie richtigen Wegweiser gefunden haben.

Foto: Gerd Taron

Was wir suchen, bewegt uns
Was wir suchen, bewegt uns,
verleiht uns Arme, Beine, einen Mund,
eine verletzliche Seele.
Wir versuchen die Leere zu füllen
und spüren manchmal, dass sie größer wird
durch alles, was wir finden.
Vielleicht ist diese Leere unser verstecktes Glück.
Wenn wir fänden, was uns endgültig erfüllte,
würden wir zu leicht Türen schließen,
die Arme vor der Brust verschränken,
uns abkehren von unbekannten Leuchtfeuern
und meinen, die Herrlichkeit der Welt zu kennen.
Wir brauchen auch das, was schmerzt,
um wach zu bleiben.
Auf geheimnisvolle Weise
lieben wir die Rose
mit ihrem Dorn.
An guten Tagen ahnen wir,
dass die Suche selbst
unser Glück ist.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron

Es gibt Menschen,
die suchen ihr Leben lang
nach Etwas, was sie
nicht sehen können,
nicht fühlen
und
ahnen.
Sie erdenken es,
brauchen es,
sie wollen es,
fordern es,
finden keinen Frieden.
Und in dem Moment,
wo sie begreifen,
dass sie es bereits
lange in den Händen
hielten, geht es still
und es wird niemals
mehr so sein.

Anja Schindler

Foto: Gerd Taron

Menschen suchen ihr Leben lang ein Zuhause, ein Herz und zärtliche Hände, eine stille Gegenwart, die bleibt, auch wenn es keine Worte mehr gibt.

(Phil Bosmans)

Foto: Gerd Taron

Unsere Werte

Wir sind geprägt von einer Kultur, die Quantität betont. Das ist der Ausdruck des Unerwachsenseins. Wer schießt die meisten Tore, wer hat die meisten Stimmen, wer verdient am meisten? Wir leben in einer Welt, in der für viele das Messbare das Wirklichste ist. Alles andere ist nebulös, persönlich und subjektiv. Die Bedeutung, der Sinn, der Gehalt sind nicht messbar.

Unsere Lust, zu sammeln ist Ausdruck dieser Haltung. Wir sammeln Brief¬marken, Autos, Geld, Ideen, Freunde und für manche zählt nur die Anzahl. Aber Anzahl sagt nichts über Inhalt aus. Menge hat nichts mit Qualität zu tun. Man könnte sogar sagen, dass dort, wo die Konzentration auf der Anzahl oder der Menge liegt, die Qualität leidet. Man kann nur eine gewisse Anzahl von Freundschaften wirklich schöpferisch und liebevoll gestalten. Man kann nur einer begrenzten Anzahl von Gedanken in der Tiefe nachgehen.

Sich von der Quantität zur Qualität zu wenden ist ein Entwicklungsschritt, ein Ausdruck des Reifens. Durch gewisse Begrenzungen, die gewöhnlich mit dem Alter kommen, bietet sich diese Umorientierung an. Aber nur deshalb weniger zu tun, weil man mehr nicht schafft, ist nur ein halber Schritt. Es geht darum, zu entdecken, dass in dem „Weniger“ wirklich die ganze Welt enthalten ist.

Es scheint ein Gesetz zu sein: Da, wo durch die Tiefe die Qualität zunimmt, nähert sich das Qualitätvolle der umfassenden Bedeutung des Lebens, in der alle Formen von Quantität enthalten sind. Eine wirklich gute Freundschaft ist ebenso viel wert wie viele Freundschaften. Ein Gedanke in der Tiefe verfolgt, erleuchtet alle anderen Gedanken. Dies zu verstehen ist in der Jugend fast unmöglich. Im Alter aber liegt darin die Erfüllung des Lebens. Wer so älter wird, spürt auch noch seine Jugend und sein mittleres Alter, weil im Älterwerden alle Lebensphasen enthalten sind.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron
Immer wieder anhalten,
wahrnehmen, was ist,
uns freuen an dem,
was wir erreicht haben,
annehmen, dass nicht alles
gelungen ist.
.
Uns Zeit gönnen,
neue Kräfte schöpfen,
uns neu orientieren,
uns leiten lassen von dem,
was für uns wesentlich ist.
.
Weiter schreiten,
wie es mir entspricht,
in der Hoffnung, dass wir
immer mehr werden,
was wir letztlich sein können.
.
Wieder sehen,
was dem Leben Sinn gibt.
Wieder hören,
was meine Seele nährt.
Wieder spüren,
was letztlich wichtig ist.
Wieder aufstehen
und meinen Weg gehen.
.
Verfasser unbekannt,
Ich wünsche Ihnen ein Wochenende, wo Sie zur Ruhe kommen können und neue Orientierung finden.
Ihr/Euer
Gerd Taron

Veranstaltungen von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr – September/Oktober 2017

Veranstaltungen von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr – September/Oktober 2017

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

die Sommerferien sind vorbei – was zumindest Hessen betrifft. Der Alltag hat wieder Einzug gehalten. Gönnen Sie sich aber trotzdem zwischen durch eine Pause.

In den Sommerferien habe ich meine literarischen Veranstaltungen für Sie zusammengestellt. Eine Zusammenfassung finden Sie a nachstehend beigefügt.

September 2017:
Fr 01.09. – 17:30 Uhr – Literarischer Spaziergang zum Ende des Wochenmarktes in Eppstein
Treffpunkt: Vor der Eppsteiner Weinpresse (Altes Rathaus, Altstadt Eppstein)
Sa 02.09. – 10 – 16 Uhr Hof- und Bücherflohmarkt in Kelkheim-Fischbach, Langstraße 30
So 10.09. – 14 Uhr Auf den Spuren von Hildegard von Bingen in Rüdesheim
Von der Wallfahrtskirche in Rüdesheim-Eibingen führt der Spaziergang durch die Weinberge hoch zur Benedikterinnen-Abtei St. Hildegard. Dort kann man eine herrliche Aussicht genießen und den großen Klosterladen und das Klostercafé besuchen. An ausgewählten Stellen werden Texte über und von Hildegard von Bingen gelesen.
Treffpunkt: Rüdesheim – Parkplatz Eibinger Tor
Sa 23.09. – 16 Uhr – Literarischer Herbst-Spaziergang rund um den Rettershof

Treffpunkt: An der Linde am Rettershof im Außenbereich

Oktober 2017

So 01.10. – 14 Uhr – Literarischer Buchmessen-Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof – Thema: Frankreich, Frankreich – Ehrengastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse

Treffpunkt: An Gleis 1 Haupt-Nebenausgang Mannheimer Straße – gegenüber einem kleinen Supermarkt

Fr 06.10. – 17:30 Uhr Literarisches aus Frankreich
Treffpunkt: Vor der Eppsteiner Weinpresse (Altes Rathaus, Altstadt Eppstein)
Das Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse ist in diesem Jahr Frankreich. Dazu lese ich verschiedene französische Gedichte, Liebesgeschichten und Märchen – natürlich in deutsch.
Ramon Olivella, der Eppsteiner Mundschenk, hat dazu passend das Wein-Thema: „France je t’aime

So 08.10. – Literarischer Spaziergang beim Erntedank- und Handwerkerfest am Rettershof – Uhrzeit noch offen

Treffpunkt: An der Linde am Rettershof im Außenbereich

… und am 1. Adventwochenende (02.12./03.12.) Fischbacher Weihnachtsmarkt mit meiner literarischen Weihnachtshütte.

Weitere Informationen bei Gerd Taron, Taron-Antiquariat
Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach, Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de Internet: https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

Ich freue mich auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen
Ihr/Euer

Gerd Taron

Auf diese Steine können Sie bauen – Literarischer Wochenendgruß vom 11.08.17

Auf diese Steine können Sie bauen – Literarischer Wochenendgruß vom 11.08.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

kommen Ihnen diese Worte des neuen Themas des Wochenendgrußes bekannt vor? Es ist ein bekannter Werbespruch einer Bausparkasse. Mit diesen Worten soll Verlässlichkeit für dieses Institut geweckt werden.

Danach sehnen wir uns: Nach einem festen Grund, auf eine verlässliche Umgebung, sei es im materiellen oder zwischenmenschlichen Bereich.

Doch in diesen Tagen scheint alles so unzuverlässig zu sein. Aus meinem Umfeld höre ich immer wieder klagen, dass man sich auf nichts und niemanden mehr verlassen kann. Ist dies bei Ihnen auch so? Oder gibt es doch noch Hoffnungsschimmer in dieser chaotischen Welt?

In manchem mag ich durchaus zustimmen. Aber ich erlebe persönlich in meinem Umfeld, sei es Freunde oder Nachbarn, dass ich mich auf sie verlassen kann, wenn nötig.

Auf Menschen sich verlassen, bedeutet Ihnen Vertrauen zu schenken. Niemand ist perfekt und manchmal wird man enttäuscht.

Legen Sie in ihrem Leben einen sicheren Grund, ob aus Stein oder anderen Materialien, um verlässlich für andere zu sein.

Foto: Gerd Taron

Ein gutes Bauwerk ist nicht jenes,
das die Landschaft verletzt, sondern jenes,
das die Landschaft schöner macht,
als sie war vor der Errichtung.

Frank Lloyd Wright

Foto: Gerd Taron

Vertrauen ist wie ein Blatt Papier.
Wenn du es zerreißt,
kannst du es zwar anschließend
zusammenkleben,
aber es wird nie mehr
so sein wie früher.

Spruchzauber

Foto: Gerd Taron

Vertrauen ist wie eine Hängebrücke, deren Seile aus liebevollen Gedanken geflochten sind, vertraust Du ihrem Halt, dann können sie Dich über jeden Abgrund tragen, belastest Du sie zu sehr, zerreissen sie, und Du stürzt in die Tiefe, Vertrauen ist wie eine Fensterscheibe, deren Glas aus sehnsüchtigen Träumen geblasen wurde, öffne ihm Deine Augen, dann scheint das Glück hindurch bis in Dein Herz, doch brichst Du es, weht Dir der Wind kalt ins Gesicht, Vertrauen ist ein ganz zartes Geschenk

Foto: Gerd Taron

Die drei Steinmetze – eine kurze Geschichte, die jeder kennen sollte
Ein Steinmetz wird gefragt:
Wie ist deine Arbeit?
Er antwortete:
Ich behaue Steine.
Ein Kollege aus der Bauhütte wurde gefragt:
Wie ist deine Arbeit?
Er gab zur Antwort:
Ich baue Mauern.
Ein Dritter in der Runde wurde gefragt:
Wie ist deine Arbeit?
Er erklärte:
Ich baue an einem Dom.
Jede Arbeit kann zum Bau eines Doms beitragen.

Foto: Gerd Taron

Für einander da sein…
Für einander da sein,
einander vertrauen können,
sich verlassen können,
sich entspannen
und zurücklegen können,
zuhören, Rat geben,
Trost spenden,
Tränen auffangen,
leben lassen,
miterleben,
freilassen,
Wärme zeigen,
Stärke vermitteln,
Konflikte lösen,
vergessen können,
verkraften lernen,
akzeptieren, tolerieren,
miteinander lachen, weinen,
Kind sein, reifen,
streiten, vertragen,
träumen, realisieren,
wünschen, erfüllen.
FREUNDE SEIN Laut, leise,
liebevoll, hasserfüllt,
fröhlich, traurig,
lebhaft, müde,
wahr, falsch,
ernst, flatterhaft,
tiefgründig, oberflächig,
stark, schwach,
exzessiv, vernünftig,
FREUNDSCHAFT

Autor unbekannt

Ich wünsche, dass Sie in Ihrem Umfeld verlässliche Menschen haben. Ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Von der Unzufriedenheit – Literarischer Wochenendgruß vom 14.07.17

Von der Unzufriedenheit – Literarischer Wochenendgruß vom 14.07.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

sind Sie zufrieden mit Ihrem Leben? Mir scheint es derzeit, dass fast überall Unzufriedenheit herrscht. Das gilt im Großen wie im Kleinen.
Der Vandalismus und die Zerstörungswut in meiner Kleinstadt bereitet mir immer größere Sorgen. Wo soll das noch hinführen? Was sind die Beweggründe? Wenn ein beliebter Aussichtsturm durch Brandstifter zerstört wird oder Pavillons in Frankfurter Parks?

Das alles geschieht in meiner kleinen Welt. Aber nicht nur hier, sondern auch am vergangenen Wochenende haben es die Menschen in Hamburg erleben und erleiden müssen.

Je unsicherer die Zeiten sind, desto unzufriedener scheinen die Menschen zu werden. Leider gibt es zu viele, die ihre Aggressionen in die falsche Richtung lenken – in Zerstörung oder gar Gewalt gegenüber Mitmenschen. Das macht mich traurig.

Mit den Sonnenblumen-Fotos, die in diesem Wochenendgruß vor dem Text der jeweiligen bekannten und unbekannten Autoren stehen, möchte ich ein Zeichen setzen. Die Natur hat ihre Weise, ihre Zufriedenheit zu zeigen. Daran mögen wir alle uns ein Beispiel nehmen.

Foto entdeckt von Ulrike Fluck

ZUFRIEDENHEIT

Wer immer unzufrieden ist, taugt nichts.
Immer Unzufriedene sind dünkelhaft
und oft boshaft dazu,
und während sie sich über andre lustig machen,
lassen sie selber viel zu wünschen übrig.

Theodor Fontane

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Je reicher die Menschen sind,
desto eher betrachten sie ihre Privilegien und Vorzüge
als eine Selbstverständlichkeit.

Wenn wir uns bester Gesundheit erfreuen
und das Leben uns zudem mit vielen günstigen
Gelegenheiten beschenkt,
nehmen wir diese wahrscheinlich ebenfalls für selbstverständlich,
was nicht gerade unsere Zufriedenheit mehrt.

Zufriedenheit wächst vielmehr aus der Dankbarkeit,
die wir für alle positiven Lebensumstände fühlen.

Wir können nirgendwo zu Hause sein,
wenn wir uns nicht selbst Zuflucht und Heimat sein können,
wenn wir uns nicht entspannen, in uns keine Ruhe finden.

Wo unser Herz ist, fühlen wir uns zu Hause,
nicht wo unser Körper ist.

Deswegen sind wir endlich zu Hause angekommen,
sobald wir unser Herz öffnen,
sobald wir ein Gefühl liebevoller Wertschätzung spüren,
sobald wir dankbar, zufrieden, erleichtert und sorglos sind.

Wenn wir uns so fühlen,
sind wir überall auf diesem Erdball,
ja im ganzen weiten Universum zu Hause.

Ayya Khema

Foto: Gerd Taron

Menschen führen Menschen zum Licht, zu einem neuen Lebensstil: Menschen, die sich befreien lassen von Habsucht und Hass. Menschen, die nicht länger an Gewehrläufe glauben. Menschen, die mit wenig zufrieden sind und Zeit für Dinge haben, die kein Geld bringen. Menschen, die keinen Palast brauchen, um prächtig zu leben, und kein dickes Portemonnaie, um gemeinsam Feste zu feiern. Menschen, die Blumen sehen, die Vögel zwitschern hören, die wie ein Kind spielen und in einem Sessel einschlafen können. Liebe Menschen mit viel Licht in Häusern, in Dörfern und Städten.

© Phil Bosmans (1922 – 2012),
belgischer Ordenspriester,
Telefonseelsorger und Schriftsteller,
›der moderne Franziskus‹

Foto: Gerd Taron

Ich denke, die schönsten Menschen
in dieser Welt sind diejenigen,
die diese einzigartige Mut haben
sie selbst zu sein.
Egal, was jemand sagt,
egal wie viele über sie lachen oder spotten,
sie sind sie selbst, auch wenn sie allein sind.
Sie ändern sich nicht um jemanden zu gefallen
und gemocht zu werden.
Sie lächeln, weil sie glücklich
und zufrieden mit sich selbst sind.
Autor unbekannt

Foto: Gerd Taron

Deinen Optimismus in einer Welt voller Pessimisten zu verbreiten,
ist keine Träumerei, sondern ein Geschenk an die Mitmenschen.
Immer wieder aufzustehen, obwohl du hundertmal hingefallen bist,
ist keine Naivität, sondern bezeugt dein tiefes Vertrauen zum Leben.
Zufrieden zu sein, wenn du dich an dem Wenigen erfreust was du hast, ist kein Zeichen von Anspruchslosigkeit, sondern Wertschätzung.
Die Ablehnung anderer ertragen zu können, ohne deine Gelassenheit zu verlieren, ist keine Schwäche, sondern Selbstsicherheit.
Verletzlich zu bleiben statt ein Herz aus Stein zu bekommen
wenn dich jemand verlässt, ist keine Schwäche, sondern eine Stärke.
An das Gute im Menschen zu glauben, ist nicht unrealistisch,
sondern der Sinn deines Daseins.
Der Liebe auch dann zu folgen wenn es schwierig wird, ist keine Dummheit, sondern zeigt das dein Herz größer ist als dein Ego.

Ralf Marohn

Foto: Gerd Taron

Sonnen Blumen
Wohltuende Kühle
auf der Haut
dem Auge
Der Sonne entgegen
dem Uhrzeiger Sinn
am Rande ausufernd
ins helle Blau
gelb im Gemüt
scheinend in ihrer Mitte
die rot leuchtet
zu Gunsten grüner Blätter
dunkel chargierend
sich abzeichnend
die sich halten
schützend
mir gegenüber
Ruhe ausströmen
wellend
wogend im Feld
so weit das Auge reicht
http://www.silvia-kiefer.de

Foto: Gerd Taron

Mögest du die kleinen Geschenke des Tages nicht übersehen:
den Tau auf den Grasspitzen,
den Sonnenschein auf deiner Tür,
die Regentropfen im Blumenbeet,
das behagliche Buckeln der Katze,
das Wiederkäuen der Kuh,
das Lachen aus Kinderkehlen,
die schwielige Hand des Nachbarn,
der dir einen Gruß über die Hecke schickt.
Möge dein Tag durch viele kleine Dinge groß werden.

Irischer Segenswunsch

Ich wünsche Ihnen in diesen schwierigen Zeiten, dass Sie Ruhe und Gelassenheit bewahren.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Sommer-Neuigkeiten von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr

Sommer-Neuigkeiten von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr

Liebe Freundinnen und Freunde der Literatur,

es ist Sommer – Zeit zur Ruhe zu kommen. Einige sind bereits in den wohlverdienten Urlaub, andere haben diesen noch vor sich.
Einige der Leser „packt“ in diesen Tagen sicherlich das Fernweh. Das ist für mich Inspiration, mich diesem Thema bei meinem nächsten literarischen Spaziergang zu widmen.

Ein Ort, der sich dafür sehr gut eignet, ist der Frankfurter Hauptbahnhof.

Foto: Gerd Taron

Der Spaziergang findet am
Sonntag, 09.07. ab 14 Uhr. statt.

Hier die weiteren Einzelheiten:

Fernweh – ein literarischer Spaziergang rund um den Frankfurt4er Hauptbahnhof

Geschichten und Gedichte rund um das Reisen.

An verschiedenen Stationen präsentiere ich Geschichten und Gedichte rund um das Reisen. Dazu sind einige besonders interessante antiquarische Schätze

Zu Gast bei diesem Spaziergang wird Astrid Hennies vom Uniscripta-Verlag aus Eppstein sein. Sie liest eine spannende Geschichte aus dem Buch „Main Hauptbahnhof“.

Nach dem Spaziergang besteht die Möglichkeit im gemütlichen Café Nussknacker, Karlsruher Str. 5, zu verweilen. Das Café befindet sich in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofes – Südseite.
Treffpunkt des Spaziergangs: Frankfurt Hauptbahnhof, Gleis 1 an der Anzeigetafel, Nebenausgang Mannheimer Straße
Kostenbeitrag: 5 Euro

Bis Mitte August werde ich eine kleine Sommerpause einlegen. In dieser Zeit bereite ich meine Veranstaltungen für den Spätsommer und den Herbst vor. Animiert durch eine besondere Bücher-Lieferung wird dabei die Familie Brentano im Fokus stehen.

Zu Beginn des Monats August erfahren Sie dann weitere Einzelheiten.
Ich wünsche allen eine erholsame Zeit..

Mit literarischen Sommergrüßen

Ihr/Euer
Gerd Taron

Aus den USA zu den Kelkheimer Wurzeln – En Wiedersehen der besonderen Art

Aus den USA zu den Kelkheimer Wurzeln – En Wiedersehen der besonderen Art

Josefine Mabry mit dem Autor an der Bushaltestelle „Zauberberg“ in Kelkhem-Ruppertshain am 25.11.2014

Kelkheim, 23.05.2017

Liebe Kelkheimer und andere,

am heutigen Mittag hatte ich ein besonderes Wiedersehen mit sehr lieben Menschen.

Es war im Herbst 2014 als ich von der Stadt Kelkheim, der heutigen Pressesprecherin Christine Michel, gebeten wurde, einen ungewöhnlichen Auftrag zu erfüllen. Josefine Mabry, hatte den großen Wunsch an die Stätten ihrer Jugend zurück zu kehren. Ihre Tochter Louise Johnson setzte sich mit der Stadt Kelkheim in Verbindung.
In den 1950er und zu Beginn der 1960er Jahre erlebte Josefine Mabry ihre Jugend und ersten weiteren Lebensjahre in Kelkheim direkt am Gimbacher Hof in Kelkheim. Darüber berichtetet das Höchster Kreisblatt in der Ausgabe vom 14.01.2015.

Am heutigen Mittag traf ich Josefine Mabry, ihre Tochter und ihre Cousine am Parkplatz eines ‚Supermarktes unerwartet wieder. Ihre Tochter Louise Johnson hatte mich nach kurzem Zögern wieder erkannt. Sie waren kurz zuvor am Frankfurter Flughafen gelandet und wollten kleinere Einkäufe in Kelkheim erledigen.
Sie besuchen derzeit Irma Berger, die als Autorin von „Kelkheim schreibt ein Buch“, ihre Erinnerungen „Warum ich heute in Kelkheim lebe“ veröffentlichte.

Ein Tag mit besonderen Momenten der Begegnung neigt sich dem Ende.
Mit abendlichen Grüßen

Ihr/Euer
Gerd Taron