Kastanien

Bei meinen Spaziergängen in den letzten Tagen hat mich in dieser Jahreszeit wieder meine Kindheit und Jugend eingeholt. Mit Begeisterung habe ich an verschiedenen Orten Kastanien eingesammelt.

Dazu habe ich ein entsprechendes Gedicht gefunden:

Es raschelt im Laub
Es raschelt im Laub. Zu Füßen mir gleiten
Rotbraune Kastanien und hemmen den Schritt.
Ich bücke mich wie in alten Zeiten –
Wem heb‘ ich sie auf? Wem bring‘ ich sie mit?
Wo sind die Händchen, die danach verlangen,
Die Augen, die bitten, das Mündchen, das lacht;
Wo sind sie, die Blonden, die mich umsprangen:
„Papa, was hast du uns mitgebracht?“
In fernem Leid, in fernem Glücke –
Sie lachen, sie weinen – ich hör’s nicht mehr.
Sie ahnen es nicht, wie oft ich mich bücke –
Und es tut mir so weh, und es fällt mir so schwer…

(Rudolf Presber)

Links sind es Kastanien aus Frankfurt-Bockenheim, rechts sind es Kastanien vom Niederwald in Rüdesheim. In der Schale befinden sich Kastanien vom Rettershof.

Gib acht auf deine Träume

Gib acht auf deine Träume

Liebe Freunde in nah und fern,

mit diesem Foto und den wunderschönen Worten – siehe unten, deren Autor mir leider unbekannt ist, wünsche ich allen eine traumhaft schöne und erholsame Nacht.

Es ist schön, zu wissen, dass man Träume haben darf und soll. In der vergangenen Nacht habe ich einen wunderbaren Traum gehabt, den ich in Kürze hier weitergeben möchte.

Ich war mit einem besonders lieben Menschen in einem Kurort unterwegs, wo wir kürzlich tatsächlich anlässlich einer Veranstaltung waren. Wir sind in einer „Spielzeuglandschaft“ eingetaucht, wo es nur offene und fröhliche Menschen gab. Beim Spaziergang durch viele schöne Parks trafen wir auf Chöre, die das Lied „La, lu, le mit Begeisterung sangen.

Manche Träume bleiben mir in Erinnerung, auch in der realen Welt.

Mit traumhaften Grüßen

Gerd Taron

Gib acht auf Deine Träume,
in dem Du an sie denkst wie an Freunde.

Genieße die Schönheit des Augenblicks,
das Flüstern des Windes, das Plätschern einer Quelle,
den geheimnisvollen Halbschatten des Unterholzes.
Lauf durch das hohe Gras, höre die Ameisen reden,
die nie den alten Weg vergaßen.
Suche einen Baum, berühre die Blätter.
Das ist ein Blatt
sieh her, es ist grün, es hat Adern,
so ist es geformt, greif´s an!
Berühre das Blatt, der Zweig zittert mit .
Deine Hand greift ungestüm, zärtlich
nach dem, was ich ihr zeige.
Sei wie ein Kind mit einem Staunen über alle Dinge
und die Zeit wird still stehen.
Erwarte nichts von den anderen, wenn Du selbst
noch nichts gegeben hast. Betrachte die
Welt nicht mehr voller Unruhe, dann strahlt
das Licht des Tages aus Deinen Augen,
sie sind der Spiegel Deiner Seele.
Nur auf dem Pfad der Nacht erreichst
Du die Morgenröte.

[© unbekannt]

Über die Bedeutung von Lesungen in der heutigen Zeit

Über die Bedeutung von Lesungen in der heutigen Zeit

Der bekannte Krimi-Autor Olaf Jahnke bei einer Lesung am Bad Sodener Tag der Künste – Foto. Gerd Taron

Liebe Freunde der Literatur,

in der Samstagsausgabe der FAZ vom 03.03.2018 las ich einen sehr lesenswerten Artikel über die Zukunft des Buches und vor allem über die Präsentation. Darin wird sehr anschaulich beschrieben, wie wichtig die Bindung zwischen Autor und Leser ist und die Lesungen heute eine besondere Rolle einnehmen.

Aus dem Schlussabschnitt möchte ihn an dieser Stelle zitieren:

„Wenn es stimmt, dass die größte unabhängige Verkaufsfläche für ein Buch der Autor in der Begegnung mit seinen Lesern ist, dann sollten sich alle Beteiligten hinterfragen. Die Erwartungen an Autoren und ihr Werk sind künftig in keiner Weise mehr abgekoppelt von denen an ihre öffentliche Performanz. Ein Autor, der nicht spricht, findet nicht statt. Es geht um Gegenwärtigkeit von Autoren um Ihren Unterhalt, um Unterhaltung. Es geht um die Zukunft der Verlage. Es geht um Kundenbindung und Wachstumsmarkt für den Weltkiosk Buchhandlung. Für die Veranstalter geht es um Anschluss an die Präsentationsstandards der Besten. Denn jede Veranstaltung ist nur so groß, wie ihre Form es zulässt, jede schlechte Veranstaltung kostet Leser. Der künftige Wert von Literatur in unserer Alltagswelt wird abhängen von der Vermittlungskultur, die wir jetzt dafür haben wollen.“

Schlussabschnitt des Artikels „Literatur vollplastisch“ – Das Buchgeschäft kriselt, die Lesungen aber boomen: Die Blickachse zwischen Autor und Publikum ist die beste Verkaufsförderung. Der Artikel ist erschienen in der Samstagsausgabe der FAZ vom 03.03.2018

Der Autor, Heike Hückstädt, ist Leiter des Literarturhauses Frankfurt am Main

Fazit aus meiner Sicht: Es wird immer wichtiger, sich und sein Werk als Autor in besonderer Weise zu präsentieren.

Auch für mich als „Nicht-Autor“ und eher in der Rolle als Literaturvermittler sehend, ermutigt mich dieser Beitrag. Meine literarischen Spaziergänge in freier Natur, in denen ich bekannte und weniger bekannte Autoren zu Wort kommen lassen, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Es kommt also auf die Verpackung an.

Gerd Taron

Buchhandlungen in Kelkheim unterstützen regionale Autoren.

Es gibt in unserer Region dem Rhein-Main-Gebiet viele tolle Autoren, die interessante und lesenswerte Bücher aus den verschiedensten Genres schreiben.

Besonders freut mich, dass die örtlichen Buchhandlungen in Kelkheim aber auch an anderen Orten die regionalen Autoren unterstützen. So werden Schaufenster zum Ausstellen der jeweiligen Werke zur Verfügung gestellt aber auch Lesungen angeboten.

Zwei Beispiele von Buchhandlungen, die dies unterstützen, möchte ich präsentieren. Es ist die Buchhandlung Viola’s Bücherwurm in Kelkheim, Bahnstraße 13 und die Buchhandlung Herr, ebenfalls in Kelkheim, Frankenallee 6.

Beispiel Buchhandlung Viola’s Bücherwurm:

Das Schaufenster von Viola’s Bücherwurm

Im Innenleben von Viola’s Bücherwurm

Der neue Bildband von Brina Stein – Eine Kreuzfahrt um die Welt – Bild rechts unten

und die Kinderbücher von Franziska Franz (Bildmitte „Hans Hase mit der langen Nase) in der Bildmitte und Birgit Gröger („Ich bin doch gar nicht müde“) rechts oben

Beispiel Buchhandlung Herr in Kelkheim, Bahnstraße 6

Schaufenster von Buchhandlung Herr mit einer Auswahl von regionalen Autoren

In der Buchhandlung Herr – unter anderem mit dem Krimi von Olaf Jahnke „Patientenrache“

Es gibt sicher noch viele andere Buchhandlungen, nicht nur im Rhein-Main-Gebiet, die regionale Autoren auf diese Weise unterstützen.

Ihnen sei im Namen aller Autoren gedankt für diese Hilfe.

Gerd Taron

Glueckskind – Der neue Roman von Anne Zegelman – Eine Rezension

Glueckskind – Der neue Roman von Anne Zegelman – Eine Rezension

Kelkheim-Fischbach, 06.02.18

Es war eine gelungene Premierenlesung des neuen Romans von Anne Zegelman am 21.01.18 in der Alten Kirche von Kelkheim-Hornau.

Daher war ich sehr gespannt auf das Buch, wenn ich es selbst lese und welche Eindrücke es bei mir hinterlässt.

Um es vorwegzunehmen: Es hat Spuren hinterlassen, so wie das Leben selbst mit allen Höhen und Tiefen.

In sehr eindrücklicher und einfühlsamer Weise erzählt Anne Zegelman die Geschichte von drei Generationen, von der Nachkriegszeit über die 68er bis in die heutige Zeit.

Es beginnt mit einer Fronleichnamsprozession, bei der der „junge“ Großvater kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges in einem kleinen Ort eine Flagge an seinem Hause hisst. Die vorbeiziehenden Gläubigen reagieren verstört und entsetzt über diese Flagge. Es ist die Fahne der Tschechoslowakei, die so gar nicht zum Anlass passt.

Anne Zegelman erzählt dann im weiteren Verlauf über das Leben der Familie in dieser Kleinstadt – über die Tochter Tessa und später deren Enkelin Marie.

Es sind oft rührende Szenen, die sie beschreibt, wie die große Bücherfreundin Tessa eine Hippie-Freundin namens Eva kennen lernt und später mit ihr die Welt bereist

Sie kommt nach Jahren wieder zurück in ihren Heimatort. Dort kommt unter tragischen Umständen Marie zur Welt. Auch sie führt dann ein sehr bewegtes Leben. Beim Auffinden des Tagesbuches mehr über das Leben ihrer Mutter Tessa erfährt.

Sie besucht Eva, die engste Freundin ihrer Mutter Tessa, in den USA. Dort lernt Marie ihre große Liebe kennen. Es ist eine rührende Liebesgeschichte und es folgen glückliche und ereignisreiche Jahre, bis ein Schicksalsschlag diesem ein Ende macht.

Der Leser gewinnt den Eindruck, als ob Anne Zegelman bei all diesen verschiedenen Leben von der Großmutter und Großvater, von der Mutter und der Enkelin persönlich dabei war. Dabei ist angeblich, so Anne Zegelman, alles frei erfunden. Wirklich?

Was mich an diesem Buch beeindruckt, ist die einfühlsame Beschreibung der Charaktere und der gesamte Sprachstil.

Für alle, die selbst ein bewegtes Leben und Schicksalsschläge ertragen mussten, ist es ein mutmachendes Buch. Wer nicht aufgibt in schwierigen Situationen ist ein „Glückskind“

Ein für mich sehr wichtiger Satz in diesem Buch, der mir im Gedächtnis bleiben wird, lautet:

„Wir nehmen uns zu selten Zeit, unserem Leben zuzuhören.“

Dieser Roman hat eine Fortsetzung verdient. Wenn nicht, darf sich der Leser gerne in seiner Fantasie darüber nachdenken, wie es denn weitergehen könnte.

Gerd Taron

Mehr über die Autorin

https://www.anne-zegelman.de/

https://dezembra.blog/

Informationen zum Buch:

Geest-Verlag 2017
ISBN 978-3-86685-629-5
202 Seiten
12 Euro

Bericht über die Premierenlesung am 21.01.18 in der Alten Kirche Kelkheim-Hornau

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2018/01/23/glueckskind-anne-zegelman-und-ihre-premierenlesung-in-der-alten-kirche-hornau/

Flagge zeigen – Literarischer Wochenendgruß vom 02.02.18

Flagge zeigen – Literarischer Wochenendgruß vom 02.02.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

die Anregung zu der heutigen Ausgabe bekam ich durch den neuen Roman von Anne Zegelman „glueckskind“. In der Einleitung beschreibt sie eine Fronleichnamsprozession, die in der Nachkriegszeit stattfindet.

Ein“ junger ‚Großvater“ hisst aus diesem Anlass eine Flagge, die die vorbeiziehenden Gläubigen etwas verstört, weil es eine Fahne der Tschechoslowakei ist. Daraus entwickelt sich eine spannende und manchmal tragische Familiengeschichte über drei Generationen.

Wie zeigen Sie in Ihrem Leben „Flagge“? Richten Sie Ihr Leben nach der Meinung anderer z. B. Freunde, Familie, den Medien aus? Wie halten Sie Gegenwind aus? Es ist sicher nicht einfach, den Stürmen des Lebens zu trotzen. Aber wenn man es geschafft hat, ist dann nicht die Freude besonders groß?

Die neuen Texte und Fotos von mir und Brina Stein mögen Sie dazu inspirieren, auch in widrigen Lebenssituationen nicht aufzugeben und dem Leben Flagge zu zeigen.

Foto: Brina Stein

Wind des Lebens
Ich bin nur ein Segelboot
auf dem Meer des Lebens.
Wie alle anderen
bin ich den Naturgewalten ausgeliefert.
Meine Aufgabe besteht darin,
mich dem Wind
und den Wellen
hinzugeben.
Nicht immer ist es angebracht,
das Ruder,
das Steuer
selbst in die Hand zu nehmen.
Manchmal ist es angebracht,
gelassen auf dem Wasser zu schaukeln,
die Sonne zu genießen,
Salz zu atmen
und sich vom Wellenschaum
umspülen zu lassen.
Manchmal ist es angebracht,
einfach
nichts zu tun.
Manchmal ist es angebracht,
abzuwarten,
bis sich eine neue Briese erhebt
und wieder ins Segel bläst.
Manchmal ist es angebracht,
das Kämpfen aufzugeben
und stattdessen
zu vertrauen.
Manchmal ist es angebracht,
die Schaukelphasen,
in denen das Leben scheinbar still steht,
einfach nur zu genießen.
Es sind die Zeiten,
in denen dir das Leben eine Pause gönnt.
Viel schneller als du denkst,
pfeift dir der Wind wieder um die Ohren.
Dann kannst du die Segel setzen,
an den Leinen zurren,
dich gegen Wind und Wellen stemmen,
die Richtung vorgeben
und neue Ufer ansteuern.
Ich bin nur ein Segelboot
auf dem Meer des Lebens “

Silke Kühn

Foto: Gerd Taron

Meinungen können an gewissen Grundwahrheiten so wenig ändern, wie Wetterfahnen die Richtung des Windes ändern können. Die Wetterfahnen machen den Wind nicht östlich oder nördlich, ebenso können Meinungen die Wahrheit nicht wahr machen.

Vincent van Gogh

Foto: Brina Stein

Pessimisten fürchten den Wind.
Optimisten hoffen, dass er sich dreht.
Realisten richten ihre Segel.

Autor unbekannt

Foto: Gerd Taron

VORGEFÜHL

Ich bin wie eine Fahne von Fernen umgeben.
Ich ahne die Winde, die kommen, und muß sie leben,
während die Dinge unten sich noch nicht rühren:
die Türen schließen noch sanft, und in den Kaminen ist Stille;
die Fenster zittern noch nicht, und der Staub ist noch schwer.
Da weiß ich die Stürme schon und bin erregt wie das Meer.
Und breite mich aus und falle in mich hinein
und werfe mich ab und bin ganz allein
in dem großen Sturm.

Rainer Maria Rilke

Foto: Brina Stein

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

Chinesisches Sprichwort

Foto: Brina Stein

Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.
Friedrich Hölderlin

Ich wünsche Ihnen ein windstilles Wochenende zum Erholen von Ihrem Alltag.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Mehr zu dem neuen Roman von Anne Zegelman und der Premierenlesung finden Sie hier:

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2018/01/23/glueckskind-anne-zegelman-und-ihre-premierenlesung-in-der-alten-kirche-hornau/

Glueckskind Anne Zegelman und ihre Premierenlesung in der Alten Kirche Hornau

Glueckskind Anne Zegelman und ihre Premierenlesung in der Alten Kirche Hornau

Alte Kirche Kelkheim-Hornau

Kelkheim-Hornau, 21.01.2018

Es zog keine Prozession am Ort der Premierenlesung von Anne Zegelmans neuem Roman „glueckskind“ vorbei. Denn es wäre sehr passend gewesen, da ihr neuer Roman mit einer Fronleichnamsprozession in der Nachkriegszeit beginnt.

Ein“ junger ‚Großvater“ hisst aus diesem Anlass eine Flagge, die die vorbeiziehenden Gläubigen etwas verstört, weil sie es eine Fahne der Tschechoslowakei ist. Daraus entwickelt sich eine spannende und manchmal tragische Familiengeschichte über drei Generationen. Von Martha (Großmutter), Jakob (junger Großvater) über Teresa, genannt Tessa, und deren späterer Tochter Marie schafft es die „junge“ Autorin Anne Zegelman (sie ist Mitte 30) ihre Zuhörer in den Bann zu ziehen. Anne Zegelman gelingt es, einen Bogen von der Nachkriegsgeneration, über die „Hippies“ (68er-Generation) zum heutigen Leben zu schaffen. Letztlich bleibt die Frage bis zum Schluss des Buches, ob Marie wirklich doch ein „glueckskind“ ist.

Die vorgetragenen Textpassagen wurden musikalisch begleitet von Michael Forst auf einer großen und einer kleinen Gitarre.

Für kulinarische Genüsse sorgte „Bordeaux-Wein direkt“ aus Bad Soden am Taunus

Rebekka Remer von der Buchhandlung Herr in Kelkheim und der „glueckskind“-Büchertisch

„Das Leben ist eine in siebenfaches Goldpapier eingewickelte
Bittermandel.“
Friedrich Hebbel

„Du kannst auf dieser Welt nur leben, wenn du sie zu deiner Geliebten machst.“
Janosch

Diese beiden Zitate, die Anne Zegelman ihrem Buch vorangestellt hat, beschreiben sehr zutreffend den Roman in seiner Vielfalt.

Viele Zuhörer in der vollbesetzten Kirche und der Autor dieser Zeilen hatten immer wieder das Gefühl, das die Geschichten, die Anne Zegelman vortrug, real sind.

Signieren einmal anders

Anne Zegelman verstand es meisterhaft, eine fiktive Familiengeschichte so spannend zu erzählen, als ob der Zuhörer/Leser selbst ein Teil dieses Buches ist.

Die Leiterin des Kulturreferats der Stadt Kelkheim, Frau Dr. Beate Matuschek, bei der Präsentation

Ich wünsche dem Buch eine große Verbreitung. Gespannt bin ich darauf, ob ich es ebenso schnell schaffe, wie die Leiterin des Kulturreferates, Frau Dr. Matuschek, das Buch an einem Nachmittag zu lesen.

Gerd Taron

Informationen zum Buch:

Geest-Verlag 2017
ISBN 978-3-86685-629-5
202 Seiten
12 Euro

Was zählt – Literarischer Wochenendgruß vom 05.01.18

Was zählt – Literarischer Wochenendgruß vom 05.01.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

nun sind bereits wieder die ersten Tage im neuen Jahr vergangen. Zu Beginn des neuen Kalenderjahres blicken wir nach vorne und sind hoffentlich gespannt auf neue Herausforderungen, Begegnungen, Erlebnisse.

Einige Leser sind aufgrund persönlicher Ereignisse vielleicht eher mutlos, ratlos und haben nicht so viel Zuversicht wie andere. Diesen wünsche ich in ihrer jeweiligen Situation, dass sie die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht verlieren.

Für mich persönlich stellt sich immer wieder neu die Frage: Was zählt, was bleibt in unseren Leben, heute und morgen und auch gestern.

Mit den Texten und Fotos in der ersten Ausgabe des literarischen Wochenendgrußes 2018 möchte ich wieder zum Nachdenken inspirieren.

Sonnenaufgang im Wald – Foto: Franziska Franz

„Der Gesang der großen Weite“

Alle Taten von gestern
sind geschehen.
Was heute zählt,
ist nur die Energie
des Augenblicks.
Stimm ein in den
Gesang der großen Weite,
den Gesang,
den auch deine Seele
unter freiem Himmel singt.
Mag sie krächzen,
sei geduldig
mit ihr,
gib ihr die Nahrung,
die dein Engel dir bringt.
Wenn sie später
ergreifend schön singt,
horche!

© Lissy Theissen

Foto: Gisela Michaelis

Unsere Werte

Wir sind geprägt von einer Kultur, die Quantität betont. Das ist der Ausdruck des Unerwachsenseins. Wer schießt die meisten Tore, wer hat die meisten Stimmen, wer verdient am meisten? Wir leben in einer Welt, in der für viele das Messbare das Wirklichste ist. Alles andere ist nebulös, persönlich und subjektiv. Die Bedeutung, der Sinn, der Gehalt sind nicht messbar.

Unsere Lust, zu sammeln ist Ausdruck dieser Haltung. Wir sammeln Briefmarken, Autos, Geld, Ideen, Freunde und für manche zählt nur die Anzahl. Aber Anzahl sagt nichts über Inhalt aus. Menge hat nichts mit Qualität zu tun. Man könnte sogar sagen, dass dort, wo die Konzentration auf der Anzahl oder der Menge liegt, die Qualität leidet. Man kann nur eine gewisse Anzahl von Freundschaften wirklich schöpferisch und liebevoll gestalten. Man kann nur einer begrenzten Anzahl von Gedanken in der Tiefe nachgehen.

Sich von der Quantität zur Qualität zu wenden ist ein Entwicklungsschritt, ein Ausdruck des Reifens. Durch gewisse Begrenzungen, die gewöhnlich mit dem Alter kommen, bietet sich diese Umorientierung an. Aber nur deshalb weniger zu tun, weil man mehr nicht schafft, ist nur ein halber Schritt. Es geht darum, zu entdecken, dass in dem „Weniger“ wirklich die ganze Welt enthalten ist.

Es scheint ein Gesetz zu sein: Da, wo durch die Tiefe die Qualität zunimmt, nähert sich das Qualitätsvolle der umfassenden Bedeutung des Lebens, in der alle Formen von Quantität enthalten sind. Eine wirklich gute Freundschaft ist ebenso viel wert wie viele Freundschaften. Ein Gedanke in der Tiefe verfolgt, erleuchtet alle anderen Gedanken. Dies zu verstehen ist in der Jugend fast unmöglich. Im Alter aber liegt darin die Erfüllung des Lebens. Wer so älter wird, spürt auch noch seine Jugend und sein mittleres Alter, weil im Älterwerden alle Lebensphasen enthalten sind.

Ulrich Schaffer

Foto: K.-H. Fischer

Gesten der Menschlichkeit

Nur eine kleine Umarmung
kann Dir soviel geben.
Sie schenkt Dir Geborgenheit
und bringt Glück in Dein Leben.
Nur eine kleine Umarmung ist so viel wert,
weil sie zwar nur für den Moment zählt
und doch in Deinem Herzen ewig wehrt.

Nur ein kleines Lächeln
auf einem anderen Gesicht,
lässt Dir die Dunkelheit vertreiben
und schenkt Dir Freude und Licht.
Nur ein kleines Lächeln bringt soviel Glück,
es erwärmt Dein Herz und
schenkt Dir eines zurück.

Nur eine kleine Träne auf dem
Gesicht des anderen sagt Dir,
Du bist es, der sie lässt wandern.
Schenke ihm ein Lächeln
und eine Umarmung zurück.
Dies Geschenk hilft auch Dir
und bringt Dir Glück.

Nur eine kleine Geste ist doch die,
die für immer im Herzen bleibt.
Eine kleine Geste ist es,
die in uns so oft den Kummer vertreibt.

Autor unbekannt

Foto: Tim-Thilo Fellmer

Die Glücksbohnen – eine Geschichte zum Nachahmen

Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hat, wenn ihm etwas Freude bereitet oder wenn er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.
Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit seinem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche. Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche.

Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

[Burkhard Heidenberger, der diese Geschichte im Internet veröffentlicht hat]

Foto: Olaf Jahnke

Egal wohin unsere Reise führt,
wie lange sie dauert
und ob wir je am Ziel angelangen,
das, was zählt sind die liebevollen
Menschen, Begleiter und Begegnungen,
die während unserer Reise mit uns
in gleicher Richtung sind.
Gute Reise, liebe Seele.
Anja Schindler

Ich wünsche allen eine viele schöne Reisen durch das Jahr 2018. Mögen Ihnen, Ihrer Familie und Freunden, Mitmenschen viele positive Erlebnisreisen beschert sein.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Von Zeitungsdieben und Wetterkapriolen – Der Alltag in diesen Tagen der Zeitungszusteller

Von Zeitungsdieben und Wetterkapriolen – Der Alltag in diesen Tagen der Zeitungszusteller

Mit diesem Zeitungswagen bin ich jeden Morgen unterwegs – viele andere Kolleginnen und Kollegen sind mit ihren Autos unterwegs, um die Zustellung rechtzeitig zu ermöglichen. – Foto: Gerd Taron

Was werden die Früchte deines Lebens sein?
Die morgendlichen Schlagzeilen
die wir beim Frühstück lesen
erschüttern und empören uns.
Die Nachrichten am Abend
berichten von weiteren Anschlägen und Massakern,
von Übergriffen und Tätlichkeiten,
die sich über Tag ereignet haben und summierten.
Mensch, wenn du doch mal klug wirst
und einhältst im Ausrotten deiner Spezies!
Fühle bei dir selbst,
was du anderen antust.
Fühle deine Grausamkeit.
Höre deine Opfer schreien.
Macht Zerstörung und Tod Sinn?
Gemeinsam etwas aufzubauen,
das macht Sinn!
Erschaffen, statt ausrotten!
Schmerzen nehmen, statt sie zuzufügen!
Freude verbreiten, statt Angst zu machen!
Leben schenken, statt es zu töten!
Weitblick haben,
statt kurzfristig alles zu vernichten!
Aktiviere deine Gehirnzellen
und fühle in dein Herz.
Was werden einst die Früchte deines Lebens sein?

(Anne M. Pützer)

Kelkheim-Fischbach, 02.01.2018

Wie vielen bekannt sein dürfte, bin ich im „Nebenjob“ als Zeitungszusteller unterwegs. In diesen Tagen. Ist es besonders schwierig. Das Wetter meint es nicht besonders gut mit uns. Von Regen, Schnee, Schneematsch und Sturm ist alles dabei. Dazu kommen umfangreiche Werbebeilagen, die irgendwie in überfüllten Briefkästen und Zeitungsrohre untergebracht sein wollen.

Die „Berge“ sind derzeit dank der umfangreichen Werbebeilagen der bekannten Möbelhäuser um einiges höher – Foto: Gerd Taron

Einige Abonnenten haben dafür kein Verständnis – andere zeigen in besonderer Weise in persönlichen Begegnungen ihre Anteilnahme.

All diesen Wetterumstände kommen noch die Zeitungsdiebe hinzu, die sogar aus geschlossenen Briefkästen „ihre“ Tageszeitung entnehmen.

Wenn also Ihre Zeitung mal nass oder sehr verspätet bei Ihnen ankommt – der Zusteller ist oft nur selten „schuld“ daran.

Über eine besondere Begegnung nach einer meiner schwierigsten Touren habe ich auf meiner WordPress-Seite berichtet:

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2017/12/

Mit zeitungsfreundlichen Grüßen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Wundersame Begegnungen – Durch Regen und Schneematsch und ein Walt-Disney-Taschenbuch

Kelkheim-Fischbach, 30.12.2017

Foto: Gerd Taron

Zum Altjahrsabend oder auch Silvester möchte ich von einer besonderen Begegnung berichten.

Viele der Leser wissen, dass ich in den frühen Morgenstunden als Zeitungszusteller unterwegs bin. In der abgelaufenen Woche hat das Wetter uns allen keine große Freude bereitet. Die Zeitungszusteller hatten damit in besonderer Weise zu kämpfen.

Der Anspruch, dass die Zeitung morgens um 6 Uhr auf den Frühstückstisch liegt, war kaum zu erfüllen. Dazu kamen in der Woche die vielen dicken Werbebeilagen, viele Zeitschriften und verstopfte Briefkästen bzw. Zeitungsrohre, weil Mann/Frau vergessen hat, die Zeitungslieferung zu unterbrechen.

Wenn man dann auch noch Vertretungen übernehmen „darf“, weil Kollegen Urlaub haben, wird es bei diesen schwierigen Witterungsverhältnissen nicht sehr angenehm.

An meinem letzten Arbeitstag in diesem Jahr hatten ich und meine Kollegen das Vergnügen zusätzlich diverse Abonnenten mit einem regelmäßig erscheinenden Walt-Disney-Taschenbuch zu beliefern.

Nach dem ich mich endlich nach mehr als 6 Stunden durch alle Wetterwidrigkeiten gekämpft hatte, war ich froh endlich zu Hause zu sein und mich von den nassen Sachen zu befreien. Beim Entladen meines Zeitungswagens fiel mir dann ein vergessenes Walt-Disney-Taschenbuch in die Hände. Bei der vorletzten Station am äußersten Ende hatte ich es versäumt dieses Taschenbuch einzuwerfen.

Was tun? Liegen lassen und nächste Woche einwerfen? Es fiel mir nicht, dann dem unbekannten Jugendlichen das Taschenbuch noch in diesem Jahr zukommen lassen.

Foto: Gerd Taron

Auf der großen Hauptstraße bei Regen und Schneematsch ging ich wieder hoch, um dann auf der anderen Straßenseite wieder zurück zu kehren. Auf halber Strecke begegnete mir dann im trüben Wetter ein buntes Wunder. Eine liebe Freundin, die ich wegen ihres farbenfrohen Regenschirms fast nicht erkannt hätte, sprach mich an.

Schon länger wollten wir uns gemeinsam mit ihrem Mann mal wieder treffen. Aber die persönlichen Umstände auf beiden Seiten ließen es nicht zu.

Umso freudiger war der Austausch auf offener Straße, an dem der Verkehr an uns vorbeirauschte.

Es gibt sie immer wieder – die kleinen Wunder des Alltags.

Ich wünsche allen im kommenden Jahr viele kleine wundersame Begegnungen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Beschwipste (Vor-) Weihnachten

Beschwipste (Vor-) Weihnachten

„Schon wieder stehen meine beiden Frauchen in der Küche,“ denkt Sir Lockhard genannt Locke. Locke ist ein weißer Tibet Terrier und der einzige Mann im Haus.

Seine beiden Frauchen Ella und die 15 jährige Tochter Madeleine hat er gern um sich, am Liebsten kuschelnd auf dem Sofa. Wenn sie ihn vernachlässigen, um zu kochen gefällt ihm das gar nicht- außer für ihn fällt etwas zu essen ab.

Es ist Vorweihnachtszeit. „Überall riecht es nach Keksen, überall wird gebacken,“ siniert Locke in seinem Körbchen ssitzend- „ nur bei uns nicht! Wasti der Nachbardackel durfte sogar Keksteig kosten und Crissy, die arrogante Pudeldame von oben hat einen eigenen Adventskalender mit Keksen für jeden Tag vor Weihnachten. Und ich?“
Beleidigt verlässt Locke die Küche und begibt sich ins Wohnzimmer auf sein Kissen.

Auf dem nahbaren Wohnzimmertisch steht ein silberner Schwan mit dekorativ drapierten braunen Kugeln.

Kaum hat er es sich richtig bequem gemacht kammt das junge Frauchen Madeleine mit einer Schüssel ins Wohnzimmer und sagte : „Was guckst du denn so traurig – bald ist Weihnachten. Alle freuen sich auf Geschenke und gutes Essen.“ “Paah, was für ein Pech, dass ich nicht reden kann. Weihnachten – Geschenke, Essen. Alles für die Anderen und nichts für mich, denn ich bin nur ein Hund,“ denkt er grimmig.
Madeleine geht zum Wohnzimmertisch und fügt zu den braunen Kugeln schwarze Kugeln hinzu, so dass der Schwan voll beladen ist . Bevor Madeleine das Wohnzimmer wieder verlläßt krault sie Locke hinter den Ohren, um ihn mit der Welt zu versöhnen. Sir Lockhard ist und bleibt unversöhnlich:“Ich will auch was von Weihnachten haben. Die Kugeln da drüben sehen zwar nicht wirklich appetitlich aus, aber wenn das keine Kekse sind was ist es dann…?“ fragt er sich und pirscht sich an den Tisch heran.

Geschickt angelt er sich mit der Pfote eine schwarze Kugel und beißt zu: „Mmm, besser als Hundekekse“, muss er anerkennend zugeben und greift erneut zu. Der Schwan schwankt, bleibt aber stehen. Einige Kugeln purzeln auf den Teppich…

Unterdessen sind Madeleine und ihre Mutter in der Küche zu Gange. Beide Frauen staunen nicht schlecht, als Locke torkelnd die Küche betritt und schlapp in sein Körbchen fällt. „Locke, was ist los, bist du krank?“ fragt Madeleine besorgt.
Der Hund schnarcht glücklich vor sich hin und schläft den Schlaf des gerechten Diebes.

Mutter Ella geht ins Wohnzimmer, weil das Handy klingelt. Kurz darauf bricht das ältere Frauchen in schallendes Gelächter aus, das auch anhält, als sie wieder in die Küche kommt: „Unser Hund ist nicht krank sondern beschwipst,“ erklärt sie immer noch prustend vor lachen. „In den Schokotrüffeln ist ordentlich Alkohol drin, jedenfalls ordentlich für einen kleinen Hund – Amaretto und Cognac.“ Madeleine stimmt in das Gelächter mit ein, aber auch dieser Lärm kann den beschwipsten Hund nicht aus dem Schlaf reißen.

( Im Angedenken an unseren Hund Perringten von Saldern I und letzte, der biblische 16 Hundejahre erleben durfte)

Sonja von Saldern

Grundrezept „Schwipstrüffel mit Zimt

Portionsgröße, für 30-40 Stück,Schwierigkeitsgrad:leicht ,
Zeit: 60 bis 90 min Zubereitung

300 g
Vollmilchschokolade
100 g
Sahne
½ TL Zimtpulver
50 g
weiche Butter

3cl Amaretto( ca. 3 Teelöffel, nicht mehr sonst wird die Masse nicht fest)

Zubereitung

• 1.
Für die Füllung die Vollmilchschokolade sehr klein schneiden. Die Sahne und die Zimtstangen in einen kleinen Topf geben. Sahne bei starker Hitze zum Kochen bringen und 1 Min. kochen lassen. Den Topf von der Herdplatte ziehen und den Zimt 3 Min. in der Sahne ziehen lassen.
• 2.
Die gehackte Vollmilchschokolade in die Sahne geben und in wenigen Zügen glatt rühren, bis sie sich aufgelöst hat. Diese Ganache mit Klarsichtfolie abdecken und bei Zimmertemperatur ca. 12 Stunden ruhen lassen.
• 3.
Die Ganache mit einem Schneebesen kräftig aufschlagen und dabei nach und nach die weiche Butter untermischen. Amaretto ebenfalls untermischen.
• 4.
Kakaopulver gemischt mit Zimt ( 1 Teelöffel) bereitstellen. Mit einem Teelöffel ein Stück der Schokomasse abtrennen und mit den Händen eine Kugel formen. Kugel im Kakaupulver wenden bis alles bedeckt ist.
• 5 Schokotrüffel in ein Patisserie Pralinenförmchen geben und in einer Schale geben.
Abwandlung: Statt der Vollmilchkuvertüre kann auch Zartbitterschokolade verwendet werden. Cognac als Zusatz eignet sich besonders gut. Gewendet werden diese dunklen Schokotrüffel in Schokoflocken oder Schokostreuseln.
In dekorative Dosen verpackt eignen sich Trüffel besonders gut als Geschenk!

Nimm mich mit Kapitän auf die Reise – Eine unterhaltsame Lesung mit der Kreuzfahrtautorin Brina Stein bei den Hofheimer Suppenlesungen

Nimm mich mit Kapitän auf die Reise – Eine unterhaltsame Lesung mit der Kreuzfahrtautorin Brina Stein bei den Hofheimer Suppenlesungen

Hofheim/Taunus, 14.11.17

Zum Abschluss der diesjährigen Hofheimer Suppenlesungen lud die Inhaberin Beate Hüls von der Event-Agentur evendon (www.evendon.de) wieder zu einem literarisch-köstlichen Abend in der Waldgaststätte Viehweide in Hofheim ein. Beate Hüls versteht es mit ihrer individuellen Agentur auch im literarischen Bereich besondere Akzente zu setzen. Interessante und ungewöhnliche Autoren werden an manchmal ungewöhnlichen Orten präsentiert.

Foto Brina Stein und Beate Hüls bei der Begrüßung

An diesem Abend war Brina Stein (www.brina-stein.de) zu Gast. Sie hat sich mit ihren Büchern als Kreuzfahrtautorin und Fachfrau für Maritimes etabliert. Im vollbesetzten Saal der Waldgaststätte Viehweide präsentierte ihren Roman „115 Tage an Tisch 10“.

In sehr unterhaltsamer Weise schilderte sie, was und wie sie gemeinsam mit ihrem Ehemann auf dieser Kreuzfahrt rund um die Welt erlebte. Spannend erzählte sie von den verschiedensten Charakteren, bei einer so großen Zahl von Menschen (mehr als 2000), tagtäglich miteinander auskommen müssen..

Wie zum Beispiel der Nörgler Bruno

der an allem, egal wo und bei welcher Gelegenheit etwas auszusetzen hat.

oder die Landfrauen Rita, Ute und Rosi mit denen Mann/Frau so manch feucht-fröhliches erleben kann:

An diesem Abend durfte viel gelacht werden:

Zur Pause wurde dann wie bei den Hofheimer Suppenlesungen üblich eine Suppe serviert. Diesmal gab es von der Waldgaststätte Viehweide eine köstliche Kartoffelsuppe.

An Tisch 10 genossen Beate Hüls (links im Bild) von der Agentur „evendon( http://www.evendon.de) “ und Autorin Brina Stein (www.brina-stein.de) die Kartoffelsuppe.

Weitere spannende Abenteuer gab es dann nach der Pause:

Am Ende überreichte Beate Hüls der Autorin Brina Stein ein kleines feines Geschenk als Dankeschön für den sehr unterhaltsamen Abend:

Danach gab es dann die Möglichkeit sich „sein“ Buch von der Autorin persönlich signieren zu lassen. Dies ließen sich viele der Besucherinnen und Besucher nicht nehmen.

Für alle Besucher hatte die Inhaberin der Agentur evendon eine Überraschung vorbereitet. Anlässlich des bevorstehenden 5 jährigen Jubiläums gab es für alle Sekt und/oder Orangensaft als Aufmerksamkeit für die jahrelange Treue.

115 Tage durften wir alle an Tisch 10, dem zentralen Ort für viele aufregende Geschichten, die in diesem Roman so schön beschrieben wurden, teilhaben.

Es war ein sehr unterhaltsamer Abend, an denen sich viele gerne erinnern werden. Für einen Landmann wie mich wären 68 Tage nur auf Wasser doch des Guten zu viel. Aber ein Erlebnis ist es sicherlich auch für eine Landratte.

Gerd Taron

Hier noch einige Hinweise:

Am Sonntag, 19.11. stellt Brina Stein im Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“ am Rettershof ihren neuen Bildband zu ihrer Kreuzfahrt vor.

Weitere Informationen zum Roman „115 Tage an Tisch 10“ finden Sie hier:

http://www.brina-stein.de/1.html

Oasen der Ruhe im Lärm einer Großstadt

Oasen der Ruhe im Lärm einer Großstadt

Alter Kurpark Wiesbaden – Foto: Gerd Taron

Menschen, die die Muße und Ruhe nicht mehr kennen, führen auch im größten Reichtum ein armes Leben.

Elfi Egger

Wiesbaden, 08.11.2017

Ein herbstlicher Ausflug führte mich an diesem Tag in die Landeshauptstadt von Hessen, Wiesbaden. Nach längerer Zeit, ergab sich wieder die Gelegenheit mit einem langjährigen lieben Freund zu treffen. Außerdem war ich neugierig, die Galerie „kunst-model“ kennenzulernen.

Es war viel Hektik und Lärm, nicht nur der Straßenverkehr. Auch die Menschen liefen rast- und ruhelos umher. Der Aufbau für den bevorstehenden Sternenmarkt begann bereits.

Dabei gibt es doch so schöne Oasen mitten in Wiesbaden, um für einige Momente zur Ruhe zu kommen.
Wir besuchten den alten Kurpark in Wiesbaden, der am Nachmittag fast menschenleer war.

Alter Kurpark Wiesbaden – Fotos: Gerd Taron

Mitten im Einkaufstrubel der Innenstadt gibt es eine Einrichtung der evangelischen Kirche, die für Ruhesuchende zum Wohlfühlen und Entspannen einlädt. Es ist das Café „Schwalbe 6“ auf der Schwalbacher Straße 6.

Café Schwalbe, Wiesbaden, Schwalbacher Straße 6

http://kirchen-wiesbaden.de/schwalbe6/WPEinrichtung/wordpress/
Mein Weg führte mich dann in die Galerie „kunst-modul“ in der Nähe des Wiesbadener Hauptbahnhofes.

Galerie „kunst-modul“ in Wiesbaden, Luxemburgstraße 6

Unter dem Thema „Klangreisen und herbstliche Lieder“ luden Anja Böttger-Balék vom Klangraum Mörfelden und Astrid Marion Grünling mit keltischer Harfe, Oceandrum, Sansula, Klangschalen und Okarina zu einem Seelenwellness-Abend ein.

In dem kleinen feinen Atelier von Gülben Börger konnten sich die Besucher von zauberhaften Klängen verwöhnen lassen.

Wer mehr wissen möchte, über die Galerie und die Veranstaltungen, schaue hier vorbei:

http://www.kunst-modul.de

In wenigen Stunden 3 Orte der Ruhe im Lärm einer Großstadt zu entdecken bereitete mir große Freude. Es gibt sich noch viele mehr bei nächster Gelegenheit

Gerd Taron

Vom Single-Dasein

Vom Single-Dasein

Kelkheim-Fischbach an einem Herbst-Sonntag 2017

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Es wird Zeit, mich zu bekennen. Im Neuhochdeutschen-Denglisch heißt das „Outen“. Ja, ich bin in Single, also ohne feste Partnerin und in keiner festen Beziehung lebend.

Wenn ich mir die Medien so durchlese, scheint das in diesen Zeiten ein größeres Problem zu sein. Es gibt unzählige Foren und Seiten im Internet dazu und selbst die FAZ hat dies in verschiedenen Artikeln thematisiert.

Demnach scheinen viele Männer und Frauen auf der Suche nach dem Traumpartner zu sein, unabhängig vom Alter. Ich kann es nicht so richtig deuten, ob es daran liegt, dass es im Gegensatz zu früheren Zeiten keine festen familiären Strukturen mehr gibt. Alles ist unverbindlicher geworden. Aber die Sehnsucht nach verlässlichen Beziehungen ist wohl sehr groß.

Liegt das Heil wirklich in einem anderen Menschen? In meinem wöchentlichen erscheinenden literarischen Wochenendgruß vom 17.03.17 „Das Heil in einem anderen Menschen suchen“
(https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2017/03/17/das-heil-in-einem-menschen-suchen-literarischer-wochenendgruss-vom-17-03-17/ ) habe ich dies thematisiert. Ich halte es für nicht gut, sein Lebensglück auf einen anderen Menschen zu fokussieren.
Durch meine beruflichen Aktivitäten im Kulturbereich (Literatur, Kunst, Kleinkunst) habe ich viele Kontakte zum anderen Geschlecht und habe genügend anderen Alternativen. So ist es mir vor einigen Wochen bei einer Lesung ergangen, dass ich von 28 Besuchern einer von 3 männlichen Zuhörern war.

Im normalen Alltag wurde ein Tür aufhalten, ein Lächeln, von mir bereits als „Anmache“ vom weiblichen Gegenüber empfunden.
Zur Klarstellung: Ich bin neugierig auf Menschen, egal ob weiblich oder männlich. Beim ersten Kontakt, sei es im realen oder virtuellen Leben, frage ich nicht nach dem Beziehungsstatus. Mir ist es nicht wichtig.

Ich empfinde es als großes Glück auch mit Frauen, die ein harmonisches Beziehungsleben haben, eine sehr herzliche Freundschaft zu pflegen.

Die jeweiligen Partner wissen, dass sie keinerlei „Angst“ vor einer männlichen Konkurrenz haben müssen.

Der Schweizer Chansonnier Stephan Sulke hat in seinem Lied „Der Typ von nebenan – ich bin kein besonderer Mann“ es wunderbar formuliert.
Wir Rheinländer haben einen schönen Spruch: „Et kütt, wie et kütt“ – Es kommt, wie es kommt. So ist das Leben.

Ich bin nicht auf der verzweifelten Suche nach einer Partnerin, wie viele meiner männlichen Artgenossen. Aber ich laufe nicht mit verbundenen Augen durch das Leben. Daher werde ich trotz so mancher negativen Erfahrung in der Vergangenheit nichts ausschließen wollen.
In diesem Sinne wünsche ich allen Singles ein glückliches Leben, sei es mit oder ohne Wunsch-Partner.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Ich bedeute etwas – Literarischer Wochenendgruß vom 01.09.07

Ich bedeute etwas – Literarischer Wochenendgruß vom 01.09.07

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

nach langen und intensiven Tagen kommt zur gewohnten Zeit der neue Wochenendgruß.

Mir sind in diesen Tagen viele Menschen begegnet und jeder hat, ob beim Museumsuferfest in Frankfurt oder beim Supermarkt nebenan, seinen Eindruck hinterlassen. Darüber freue ich mich und ich bitte um Verständnis, wenn ich nicht jedem die entsprechende Aufmerksamkeit schenken kann.

Foto: Gerd Taron

Im Umgang mit Menschen, die uns viel bedeuten, ist nichts ohne Bedeutung

Ernst Fernstl

Foto: Tim-Thilo Fellmer

Kleine Dinge …
„Kleinigkeiten“
– ein Lächeln
– eine liebe Geste
– ehrliches Interesse
Schon in kleinen Dingen
hört man den Namen
der Freundschaft schwingen
Wohl nicht bedeutungslos:
– ein Lächeln
– eine liebe Geste
– ein nettes Wort
– ehrliches Interesse
Ehrlichkeit
Worte
Gesten
Sie machen uns
zu dem,
was wir sind
zu dem,
was wir hoffen zu sein
Freunde, geliebte Menschen,
die fühlen, reden, schweigen, helfen,
die einfach nur leben
„Kleinigkeiten“ und doch so
bedeutend!

Angela Hökkelberg

Foto: Gerd Taron

Lebe für den Augenblick… eine Geschichte von der Freude…

Es waren einmal ein Junge und ein Mädchen am Strand,
die eine Sandburg bauten. Stundenlang bauten sie Türme, Mauern und einen Graben.
Und während sie bauten, kam die Flut immer näher.

Nachdem sie fast den ganzen Morgen an der Burg
gearbeitet hatten, kam plötzlich eine große Welle und schwemmte die ganze Burg davon.
Ein Erwachsener, der die beiden Kinder
den ganzen Morgen beobachtet hatte,
hatte Mitleid mit den Kindern,
weil sie so viel Arbeit hineingesteckt hatten.

Aber dann sah er, wie sie lachend Hand in Hand
den Strand hinunter rannten.
Da wurde dem Erwachsenen klar, dass es zwar zeitweilig Spaß macht, Imperien aufzubauen, dass aber der Spaß, Freunde zu haben, mit denen man auch dann noch lachen kann, wenn das weggeschwemmt wird,
woran man ein Leben lang gearbeitet hat,
bedeutend größer ist und von längerer Dauer.

Autor unbekannt

Foto: Gerd Taron

Die höchste Disziplin ist, nach den Werten zu leben,
die mir am meisten bedeuten.
Es mag sein, dass ich dafür auf etwas verzichten muss,
z.B. auf Lob, Geld oder gesellschaftlichen Status.
Die Belohnung dafür ist jedoch enorm:

Dadi Janki

Foto: Gerd Taron

Loreley

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldnes Haar.
Sie kämmt es mit goldnem Kamme,
Und singt ein Lied dabey;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodey.
Den Schiffer, im kleinen Schiffe,
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh‘.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Loreley getan.

Heinrich Heine

Ein bedeutsames Wochenende wünscht allen

Ihr/Euer
Gerd Taron

PS:
Vielleicht sehen wir uns beim literarischen Spaziergang am Freitag ab 17:30 Uhr in Eppstein am Wochenmarkt oder beim Hof- und Bücherflohmarkt am Samstag;
Fr 01.09. – 17:30 Uhr – Literarischer Spaziergang zum Ende des Wochenmarktes in Eppstein
Treffpunkt: Vor der Eppsteiner Weinpresse (Altes Rathaus, Altstadt Eppstein)
Sa 02.09. – 10 – 16 Uhr Hof- und Bücherflohmarkt in Kelkheim-Fischbach, Langstraße 30

Auf der Suche nach Orientierung – Literarischer Wochenendgruß vom 25.08.17

Auf der Suche nach Orientierung – Literarischer Wochenendgruß vom 25.08.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in den Tageszeitungen lese ich immer wieder von “orientieren“. Keiner weiß, wo die Lebensreise hingeht, sei es in unserer Gesellschaft oder im persönlichen Bereich. An wen oder was soll man sich in diesen unruhigen Zeiten orientieren? Haben Sie Orientierungspunkte in Ihrem Leben? Ist das Ihre Familie, Ihr Freundeskreis, andere Menschen oder sind es Werte, wie auch immer sie heißen mögen? Oder sind Sie, wie so viele, auf der Suche?

Ich wünsche Ihnen, dass in Ihrem persönlichen Leben die für Sie richtigen Wegweiser gefunden haben.

Foto: Gerd Taron

Was wir suchen, bewegt uns
Was wir suchen, bewegt uns,
verleiht uns Arme, Beine, einen Mund,
eine verletzliche Seele.
Wir versuchen die Leere zu füllen
und spüren manchmal, dass sie größer wird
durch alles, was wir finden.
Vielleicht ist diese Leere unser verstecktes Glück.
Wenn wir fänden, was uns endgültig erfüllte,
würden wir zu leicht Türen schließen,
die Arme vor der Brust verschränken,
uns abkehren von unbekannten Leuchtfeuern
und meinen, die Herrlichkeit der Welt zu kennen.
Wir brauchen auch das, was schmerzt,
um wach zu bleiben.
Auf geheimnisvolle Weise
lieben wir die Rose
mit ihrem Dorn.
An guten Tagen ahnen wir,
dass die Suche selbst
unser Glück ist.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron

Es gibt Menschen,
die suchen ihr Leben lang
nach Etwas, was sie
nicht sehen können,
nicht fühlen
und
ahnen.
Sie erdenken es,
brauchen es,
sie wollen es,
fordern es,
finden keinen Frieden.
Und in dem Moment,
wo sie begreifen,
dass sie es bereits
lange in den Händen
hielten, geht es still
und es wird niemals
mehr so sein.

Anja Schindler

Foto: Gerd Taron

Menschen suchen ihr Leben lang ein Zuhause, ein Herz und zärtliche Hände, eine stille Gegenwart, die bleibt, auch wenn es keine Worte mehr gibt.

(Phil Bosmans)

Foto: Gerd Taron

Unsere Werte

Wir sind geprägt von einer Kultur, die Quantität betont. Das ist der Ausdruck des Unerwachsenseins. Wer schießt die meisten Tore, wer hat die meisten Stimmen, wer verdient am meisten? Wir leben in einer Welt, in der für viele das Messbare das Wirklichste ist. Alles andere ist nebulös, persönlich und subjektiv. Die Bedeutung, der Sinn, der Gehalt sind nicht messbar.

Unsere Lust, zu sammeln ist Ausdruck dieser Haltung. Wir sammeln Brief¬marken, Autos, Geld, Ideen, Freunde und für manche zählt nur die Anzahl. Aber Anzahl sagt nichts über Inhalt aus. Menge hat nichts mit Qualität zu tun. Man könnte sogar sagen, dass dort, wo die Konzentration auf der Anzahl oder der Menge liegt, die Qualität leidet. Man kann nur eine gewisse Anzahl von Freundschaften wirklich schöpferisch und liebevoll gestalten. Man kann nur einer begrenzten Anzahl von Gedanken in der Tiefe nachgehen.

Sich von der Quantität zur Qualität zu wenden ist ein Entwicklungsschritt, ein Ausdruck des Reifens. Durch gewisse Begrenzungen, die gewöhnlich mit dem Alter kommen, bietet sich diese Umorientierung an. Aber nur deshalb weniger zu tun, weil man mehr nicht schafft, ist nur ein halber Schritt. Es geht darum, zu entdecken, dass in dem „Weniger“ wirklich die ganze Welt enthalten ist.

Es scheint ein Gesetz zu sein: Da, wo durch die Tiefe die Qualität zunimmt, nähert sich das Qualitätvolle der umfassenden Bedeutung des Lebens, in der alle Formen von Quantität enthalten sind. Eine wirklich gute Freundschaft ist ebenso viel wert wie viele Freundschaften. Ein Gedanke in der Tiefe verfolgt, erleuchtet alle anderen Gedanken. Dies zu verstehen ist in der Jugend fast unmöglich. Im Alter aber liegt darin die Erfüllung des Lebens. Wer so älter wird, spürt auch noch seine Jugend und sein mittleres Alter, weil im Älterwerden alle Lebensphasen enthalten sind.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron
Immer wieder anhalten,
wahrnehmen, was ist,
uns freuen an dem,
was wir erreicht haben,
annehmen, dass nicht alles
gelungen ist.
.
Uns Zeit gönnen,
neue Kräfte schöpfen,
uns neu orientieren,
uns leiten lassen von dem,
was für uns wesentlich ist.
.
Weiter schreiten,
wie es mir entspricht,
in der Hoffnung, dass wir
immer mehr werden,
was wir letztlich sein können.
.
Wieder sehen,
was dem Leben Sinn gibt.
Wieder hören,
was meine Seele nährt.
Wieder spüren,
was letztlich wichtig ist.
Wieder aufstehen
und meinen Weg gehen.
.
Verfasser unbekannt,
Ich wünsche Ihnen ein Wochenende, wo Sie zur Ruhe kommen können und neue Orientierung finden.
Ihr/Euer
Gerd Taron

Veranstaltungen von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr – September/Oktober 2017

Veranstaltungen von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr – September/Oktober 2017

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

die Sommerferien sind vorbei – was zumindest Hessen betrifft. Der Alltag hat wieder Einzug gehalten. Gönnen Sie sich aber trotzdem zwischen durch eine Pause.

In den Sommerferien habe ich meine literarischen Veranstaltungen für Sie zusammengestellt. Eine Zusammenfassung finden Sie a nachstehend beigefügt.

September 2017:
Fr 01.09. – 17:30 Uhr – Literarischer Spaziergang zum Ende des Wochenmarktes in Eppstein
Treffpunkt: Vor der Eppsteiner Weinpresse (Altes Rathaus, Altstadt Eppstein)
Sa 02.09. – 10 – 16 Uhr Hof- und Bücherflohmarkt in Kelkheim-Fischbach, Langstraße 30
So 10.09. – 14 Uhr Auf den Spuren von Hildegard von Bingen in Rüdesheim
Von der Wallfahrtskirche in Rüdesheim-Eibingen führt der Spaziergang durch die Weinberge hoch zur Benedikterinnen-Abtei St. Hildegard. Dort kann man eine herrliche Aussicht genießen und den großen Klosterladen und das Klostercafé besuchen. An ausgewählten Stellen werden Texte über und von Hildegard von Bingen gelesen.
Treffpunkt: Rüdesheim – Parkplatz Eibinger Tor
Sa 23.09. – 16 Uhr – Literarischer Herbst-Spaziergang rund um den Rettershof

Treffpunkt: An der Linde am Rettershof im Außenbereich

Oktober 2017

So 01.10. – 14 Uhr – Literarischer Buchmessen-Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof – Thema: Frankreich, Frankreich – Ehrengastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse

Treffpunkt: An Gleis 1 Haupt-Nebenausgang Mannheimer Straße – gegenüber einem kleinen Supermarkt

Fr 06.10. – 17:30 Uhr Literarisches aus Frankreich
Treffpunkt: Vor der Eppsteiner Weinpresse (Altes Rathaus, Altstadt Eppstein)
Das Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse ist in diesem Jahr Frankreich. Dazu lese ich verschiedene französische Gedichte, Liebesgeschichten und Märchen – natürlich in deutsch.
Ramon Olivella, der Eppsteiner Mundschenk, hat dazu passend das Wein-Thema: „France je t’aime

So 08.10. – Literarischer Spaziergang beim Erntedank- und Handwerkerfest am Rettershof – Uhrzeit noch offen

Treffpunkt: An der Linde am Rettershof im Außenbereich

… und am 1. Adventwochenende (02.12./03.12.) Fischbacher Weihnachtsmarkt mit meiner literarischen Weihnachtshütte.

Weitere Informationen bei Gerd Taron, Taron-Antiquariat
Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach, Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de Internet: https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

Ich freue mich auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen
Ihr/Euer

Gerd Taron

Auf diese Steine können Sie bauen – Literarischer Wochenendgruß vom 11.08.17

Auf diese Steine können Sie bauen – Literarischer Wochenendgruß vom 11.08.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

kommen Ihnen diese Worte des neuen Themas des Wochenendgrußes bekannt vor? Es ist ein bekannter Werbespruch einer Bausparkasse. Mit diesen Worten soll Verlässlichkeit für dieses Institut geweckt werden.

Danach sehnen wir uns: Nach einem festen Grund, auf eine verlässliche Umgebung, sei es im materiellen oder zwischenmenschlichen Bereich.

Doch in diesen Tagen scheint alles so unzuverlässig zu sein. Aus meinem Umfeld höre ich immer wieder klagen, dass man sich auf nichts und niemanden mehr verlassen kann. Ist dies bei Ihnen auch so? Oder gibt es doch noch Hoffnungsschimmer in dieser chaotischen Welt?

In manchem mag ich durchaus zustimmen. Aber ich erlebe persönlich in meinem Umfeld, sei es Freunde oder Nachbarn, dass ich mich auf sie verlassen kann, wenn nötig.

Auf Menschen sich verlassen, bedeutet Ihnen Vertrauen zu schenken. Niemand ist perfekt und manchmal wird man enttäuscht.

Legen Sie in ihrem Leben einen sicheren Grund, ob aus Stein oder anderen Materialien, um verlässlich für andere zu sein.

Foto: Gerd Taron

Ein gutes Bauwerk ist nicht jenes,
das die Landschaft verletzt, sondern jenes,
das die Landschaft schöner macht,
als sie war vor der Errichtung.

Frank Lloyd Wright

Foto: Gerd Taron

Vertrauen ist wie ein Blatt Papier.
Wenn du es zerreißt,
kannst du es zwar anschließend
zusammenkleben,
aber es wird nie mehr
so sein wie früher.

Spruchzauber

Foto: Gerd Taron

Vertrauen ist wie eine Hängebrücke, deren Seile aus liebevollen Gedanken geflochten sind, vertraust Du ihrem Halt, dann können sie Dich über jeden Abgrund tragen, belastest Du sie zu sehr, zerreissen sie, und Du stürzt in die Tiefe, Vertrauen ist wie eine Fensterscheibe, deren Glas aus sehnsüchtigen Träumen geblasen wurde, öffne ihm Deine Augen, dann scheint das Glück hindurch bis in Dein Herz, doch brichst Du es, weht Dir der Wind kalt ins Gesicht, Vertrauen ist ein ganz zartes Geschenk

Foto: Gerd Taron

Die drei Steinmetze – eine kurze Geschichte, die jeder kennen sollte
Ein Steinmetz wird gefragt:
Wie ist deine Arbeit?
Er antwortete:
Ich behaue Steine.
Ein Kollege aus der Bauhütte wurde gefragt:
Wie ist deine Arbeit?
Er gab zur Antwort:
Ich baue Mauern.
Ein Dritter in der Runde wurde gefragt:
Wie ist deine Arbeit?
Er erklärte:
Ich baue an einem Dom.
Jede Arbeit kann zum Bau eines Doms beitragen.

Foto: Gerd Taron

Für einander da sein…
Für einander da sein,
einander vertrauen können,
sich verlassen können,
sich entspannen
und zurücklegen können,
zuhören, Rat geben,
Trost spenden,
Tränen auffangen,
leben lassen,
miterleben,
freilassen,
Wärme zeigen,
Stärke vermitteln,
Konflikte lösen,
vergessen können,
verkraften lernen,
akzeptieren, tolerieren,
miteinander lachen, weinen,
Kind sein, reifen,
streiten, vertragen,
träumen, realisieren,
wünschen, erfüllen.
FREUNDE SEIN Laut, leise,
liebevoll, hasserfüllt,
fröhlich, traurig,
lebhaft, müde,
wahr, falsch,
ernst, flatterhaft,
tiefgründig, oberflächig,
stark, schwach,
exzessiv, vernünftig,
FREUNDSCHAFT

Autor unbekannt

Ich wünsche, dass Sie in Ihrem Umfeld verlässliche Menschen haben. Ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Von der Unzufriedenheit – Literarischer Wochenendgruß vom 14.07.17

Von der Unzufriedenheit – Literarischer Wochenendgruß vom 14.07.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

sind Sie zufrieden mit Ihrem Leben? Mir scheint es derzeit, dass fast überall Unzufriedenheit herrscht. Das gilt im Großen wie im Kleinen.
Der Vandalismus und die Zerstörungswut in meiner Kleinstadt bereitet mir immer größere Sorgen. Wo soll das noch hinführen? Was sind die Beweggründe? Wenn ein beliebter Aussichtsturm durch Brandstifter zerstört wird oder Pavillons in Frankfurter Parks?

Das alles geschieht in meiner kleinen Welt. Aber nicht nur hier, sondern auch am vergangenen Wochenende haben es die Menschen in Hamburg erleben und erleiden müssen.

Je unsicherer die Zeiten sind, desto unzufriedener scheinen die Menschen zu werden. Leider gibt es zu viele, die ihre Aggressionen in die falsche Richtung lenken – in Zerstörung oder gar Gewalt gegenüber Mitmenschen. Das macht mich traurig.

Mit den Sonnenblumen-Fotos, die in diesem Wochenendgruß vor dem Text der jeweiligen bekannten und unbekannten Autoren stehen, möchte ich ein Zeichen setzen. Die Natur hat ihre Weise, ihre Zufriedenheit zu zeigen. Daran mögen wir alle uns ein Beispiel nehmen.

Foto entdeckt von Ulrike Fluck

ZUFRIEDENHEIT

Wer immer unzufrieden ist, taugt nichts.
Immer Unzufriedene sind dünkelhaft
und oft boshaft dazu,
und während sie sich über andre lustig machen,
lassen sie selber viel zu wünschen übrig.

Theodor Fontane

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Je reicher die Menschen sind,
desto eher betrachten sie ihre Privilegien und Vorzüge
als eine Selbstverständlichkeit.

Wenn wir uns bester Gesundheit erfreuen
und das Leben uns zudem mit vielen günstigen
Gelegenheiten beschenkt,
nehmen wir diese wahrscheinlich ebenfalls für selbstverständlich,
was nicht gerade unsere Zufriedenheit mehrt.

Zufriedenheit wächst vielmehr aus der Dankbarkeit,
die wir für alle positiven Lebensumstände fühlen.

Wir können nirgendwo zu Hause sein,
wenn wir uns nicht selbst Zuflucht und Heimat sein können,
wenn wir uns nicht entspannen, in uns keine Ruhe finden.

Wo unser Herz ist, fühlen wir uns zu Hause,
nicht wo unser Körper ist.

Deswegen sind wir endlich zu Hause angekommen,
sobald wir unser Herz öffnen,
sobald wir ein Gefühl liebevoller Wertschätzung spüren,
sobald wir dankbar, zufrieden, erleichtert und sorglos sind.

Wenn wir uns so fühlen,
sind wir überall auf diesem Erdball,
ja im ganzen weiten Universum zu Hause.

Ayya Khema

Foto: Gerd Taron

Menschen führen Menschen zum Licht, zu einem neuen Lebensstil: Menschen, die sich befreien lassen von Habsucht und Hass. Menschen, die nicht länger an Gewehrläufe glauben. Menschen, die mit wenig zufrieden sind und Zeit für Dinge haben, die kein Geld bringen. Menschen, die keinen Palast brauchen, um prächtig zu leben, und kein dickes Portemonnaie, um gemeinsam Feste zu feiern. Menschen, die Blumen sehen, die Vögel zwitschern hören, die wie ein Kind spielen und in einem Sessel einschlafen können. Liebe Menschen mit viel Licht in Häusern, in Dörfern und Städten.

© Phil Bosmans (1922 – 2012),
belgischer Ordenspriester,
Telefonseelsorger und Schriftsteller,
›der moderne Franziskus‹

Foto: Gerd Taron

Ich denke, die schönsten Menschen
in dieser Welt sind diejenigen,
die diese einzigartige Mut haben
sie selbst zu sein.
Egal, was jemand sagt,
egal wie viele über sie lachen oder spotten,
sie sind sie selbst, auch wenn sie allein sind.
Sie ändern sich nicht um jemanden zu gefallen
und gemocht zu werden.
Sie lächeln, weil sie glücklich
und zufrieden mit sich selbst sind.
Autor unbekannt

Foto: Gerd Taron

Deinen Optimismus in einer Welt voller Pessimisten zu verbreiten,
ist keine Träumerei, sondern ein Geschenk an die Mitmenschen.
Immer wieder aufzustehen, obwohl du hundertmal hingefallen bist,
ist keine Naivität, sondern bezeugt dein tiefes Vertrauen zum Leben.
Zufrieden zu sein, wenn du dich an dem Wenigen erfreust was du hast, ist kein Zeichen von Anspruchslosigkeit, sondern Wertschätzung.
Die Ablehnung anderer ertragen zu können, ohne deine Gelassenheit zu verlieren, ist keine Schwäche, sondern Selbstsicherheit.
Verletzlich zu bleiben statt ein Herz aus Stein zu bekommen
wenn dich jemand verlässt, ist keine Schwäche, sondern eine Stärke.
An das Gute im Menschen zu glauben, ist nicht unrealistisch,
sondern der Sinn deines Daseins.
Der Liebe auch dann zu folgen wenn es schwierig wird, ist keine Dummheit, sondern zeigt das dein Herz größer ist als dein Ego.

Ralf Marohn

Foto: Gerd Taron

Sonnen Blumen
Wohltuende Kühle
auf der Haut
dem Auge
Der Sonne entgegen
dem Uhrzeiger Sinn
am Rande ausufernd
ins helle Blau
gelb im Gemüt
scheinend in ihrer Mitte
die rot leuchtet
zu Gunsten grüner Blätter
dunkel chargierend
sich abzeichnend
die sich halten
schützend
mir gegenüber
Ruhe ausströmen
wellend
wogend im Feld
so weit das Auge reicht
http://www.silvia-kiefer.de

Foto: Gerd Taron

Mögest du die kleinen Geschenke des Tages nicht übersehen:
den Tau auf den Grasspitzen,
den Sonnenschein auf deiner Tür,
die Regentropfen im Blumenbeet,
das behagliche Buckeln der Katze,
das Wiederkäuen der Kuh,
das Lachen aus Kinderkehlen,
die schwielige Hand des Nachbarn,
der dir einen Gruß über die Hecke schickt.
Möge dein Tag durch viele kleine Dinge groß werden.

Irischer Segenswunsch

Ich wünsche Ihnen in diesen schwierigen Zeiten, dass Sie Ruhe und Gelassenheit bewahren.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Sommer-Neuigkeiten von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr

Sommer-Neuigkeiten von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr

Liebe Freundinnen und Freunde der Literatur,

es ist Sommer – Zeit zur Ruhe zu kommen. Einige sind bereits in den wohlverdienten Urlaub, andere haben diesen noch vor sich.
Einige der Leser „packt“ in diesen Tagen sicherlich das Fernweh. Das ist für mich Inspiration, mich diesem Thema bei meinem nächsten literarischen Spaziergang zu widmen.

Ein Ort, der sich dafür sehr gut eignet, ist der Frankfurter Hauptbahnhof.

Foto: Gerd Taron

Der Spaziergang findet am
Sonntag, 09.07. ab 14 Uhr. statt.

Hier die weiteren Einzelheiten:

Fernweh – ein literarischer Spaziergang rund um den Frankfurt4er Hauptbahnhof

Geschichten und Gedichte rund um das Reisen.

An verschiedenen Stationen präsentiere ich Geschichten und Gedichte rund um das Reisen. Dazu sind einige besonders interessante antiquarische Schätze

Zu Gast bei diesem Spaziergang wird Astrid Hennies vom Uniscripta-Verlag aus Eppstein sein. Sie liest eine spannende Geschichte aus dem Buch „Main Hauptbahnhof“.

Nach dem Spaziergang besteht die Möglichkeit im gemütlichen Café Nussknacker, Karlsruher Str. 5, zu verweilen. Das Café befindet sich in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofes – Südseite.
Treffpunkt des Spaziergangs: Frankfurt Hauptbahnhof, Gleis 1 an der Anzeigetafel, Nebenausgang Mannheimer Straße
Kostenbeitrag: 5 Euro

Bis Mitte August werde ich eine kleine Sommerpause einlegen. In dieser Zeit bereite ich meine Veranstaltungen für den Spätsommer und den Herbst vor. Animiert durch eine besondere Bücher-Lieferung wird dabei die Familie Brentano im Fokus stehen.

Zu Beginn des Monats August erfahren Sie dann weitere Einzelheiten.
Ich wünsche allen eine erholsame Zeit..

Mit literarischen Sommergrüßen

Ihr/Euer
Gerd Taron

Aus den USA zu den Kelkheimer Wurzeln – En Wiedersehen der besonderen Art

Aus den USA zu den Kelkheimer Wurzeln – En Wiedersehen der besonderen Art

Josefine Mabry mit dem Autor an der Bushaltestelle „Zauberberg“ in Kelkhem-Ruppertshain am 25.11.2014

Kelkheim, 23.05.2017

Liebe Kelkheimer und andere,

am heutigen Mittag hatte ich ein besonderes Wiedersehen mit sehr lieben Menschen.

Es war im Herbst 2014 als ich von der Stadt Kelkheim, der heutigen Pressesprecherin Christine Michel, gebeten wurde, einen ungewöhnlichen Auftrag zu erfüllen. Josefine Mabry, hatte den großen Wunsch an die Stätten ihrer Jugend zurück zu kehren. Ihre Tochter Louise Johnson setzte sich mit der Stadt Kelkheim in Verbindung.
In den 1950er und zu Beginn der 1960er Jahre erlebte Josefine Mabry ihre Jugend und ersten weiteren Lebensjahre in Kelkheim direkt am Gimbacher Hof in Kelkheim. Darüber berichtetet das Höchster Kreisblatt in der Ausgabe vom 14.01.2015.

Am heutigen Mittag traf ich Josefine Mabry, ihre Tochter und ihre Cousine am Parkplatz eines ‚Supermarktes unerwartet wieder. Ihre Tochter Louise Johnson hatte mich nach kurzem Zögern wieder erkannt. Sie waren kurz zuvor am Frankfurter Flughafen gelandet und wollten kleinere Einkäufe in Kelkheim erledigen.
Sie besuchen derzeit Irma Berger, die als Autorin von „Kelkheim schreibt ein Buch“, ihre Erinnerungen „Warum ich heute in Kelkheim lebe“ veröffentlichte.

Ein Tag mit besonderen Momenten der Begegnung neigt sich dem Ende.
Mit abendlichen Grüßen

Ihr/Euer
Gerd Taron

Ein Tag für die Literatur“ am Sonntag, 07.05.17 – Mit dem Hessischen Rundfunk rund um den Rettershof

Ein Tag für die Literatur“ am Sonntag, 07.05.17 – Mit dem Hessischen Rundfunk rund um den Rettershof

Auf literarischen Pfaden rund um den Rettershof

Kelkheim-Fischbach, 21.04.2017

Liebe Freunde der Literatur,
große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am Sonntag, 7. Mai 2017, feiert Hessen seinen „Tag für die Literatur“. Dabei steht die Literatur aus und über Hessen im Mittelpunkt. Das Festival findet bereits zum sechsten Mal im zweijährigen Turnus statt. Über 140, zum Teil ungewöhnliche, Orte und Veranstaltungen zeigen die große Vielfalt der Literatur in Hessen.

Initiiert und organisiert wird dieses besondere Literaturfestival vom Hessischen Rundfunk – hr2 kultur
Brina Stein und ich freuen uns, dass wir bei diesem Festival mitwirken zu können.

Unter dem Titel „Auf literarischen Pfaden rund um den Rettershof“ präsentieren 4 Autorinnen und Autoren aus der Region, d. h. Kelkheim und Eppstein, ihre Geschichten und Gedichte.
Die einzelnen Stationen der literarischen Tour möchte ich Ihnen nachstehend präsentieren:

Begrüßung:
Am Treffpunkt „Unter der Linde“ am Rettershof beginnt der Spaziergang um 14:30 Uhr.

Hier erwartet Sie Uta Franck, die aus ihren Märchen aus der Region vorliest.

Am Schlosshotel Rettershof hat Ortwin Kloß einiges über die Vergangenheit des Schlosshotels zu berichten. Er ist einer der 50 Autorinnen und Autoren von „Kelheim schreibt ein Buch“ und weit über die Grenzen hinaus bekannter Kommunalpolitiker.

Wir steigen hinab zum Rettershof und treffen auf die Autorin Brina Stein, nicht nur für Wasser und mehr bekannt, an einem alten Torbogen. Es wird besonders spannend, da viele die historischen Hintergründe des Torbogens nicht kennen.

Wir schreiten des Weges und erreichen den „Liebespfad“. Dieser liegt in unmittelbarer Nähe des Landgasthofes „Zum fröhlichen Landmann“.
Dort erwartet uns Paul Pfeffer, der mit seiner Lebensgefährtin Christina Eretier die Kelkheimer Kultur- und Literaturszene, bereichert. Er präsentiert aus seinem Verlag Edition Pauer“ Liebesgedichte und Geschichten.

Nach so viel Geistreichem können sich die Teilnehmer im Reiterstübchen beim „Zum fröhlichen Landmann““ bei Kaffee und Kuchen und anderen Köstlichkeiten erholen.
Für die Organisation dieses Nachmittages sind wir für einen Kostenbeitrag von 8 Euro dankbar.

Auf einen unterhaltsamen literarischen Nachmittag freuen sich
Gerd Taron und Brina Stein

Weitere Informationen unter:
http://www.hr-online.de/website/specials/literaturland/index.jsp?rubrik=97116&key=standard_document_63604408

In Kelkheim gibt es bereits um 10:30 Uhr mit der bekannten Kinderbuchautorin Brigit Gröger „Alima, das Mädchen aus Aleppo“ in Kelkheim-Münster eine weitere Veranstaltung

Da wohnt niemand mehr – Literarischer Wochenendgruß vom 24.03.17

Da wohnt niemand mehr – Literarischer Wochenendgruß vom 24.03.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

„Da wohnt niemand mehr“. Dies war der letzte Satz eines Polizisten in einem Telefonat mir gegenüber. Der Polizist antwortete damit auf meine Frage, warum seit vielen Tagen keine Zeitung mehr ins Haus einer Abonnentin geholt wurde. Sie bekam ihre Tageszeitungen nach Absprache direkt vor die Haustüre ihres kleinen Häuschens in einem Wochenendgebiet gelegt. Aufgrund ihres hohen Alters war sie nicht mehr in der Lage, die Zeitungen an ihrem eisernen Tor entgegen zu nehmen.

Diese Geschichte ereignete sich erst vor wenigen Tagen und veranlasste mich trotz des frohmachenden Frühlingsanfangs dieses traurige Ereignis zum Thema des neuen Wochenendgrußes zu wählen.

Foto: Gerd Taron

An Mauern hin

Es geht ein alter Weg entlang
An wilden Gärten und einsamen Mauern.
Tausendjährige Eiben schauern
Im steigenden fallenden Windgesang.

Die Falter tanzen, als stürben sie bald,
Mein Blick trinkt weinend die Schatten und Lichter.
Ferne schweben Frauengesichter
Geisterhaft ins Blau gemalt.

Ein Lächeln zittert im Sonnenschein,
Indes ich langsam weiterschreite;
Unendliche Liebe gibt das Geleite
Leise ergrünt das harte Gestein.

Georg Trakl

Foto: Gerd Taron

Das ist die Sehnsucht: Wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind Wünsche: Leise Dialoge
täglicher Stunden mit der Ewigkeit.
Und das ist Leben. Bis aus einem Gestern
Die Einsamste von allen Stunden steigt,
die, anders lächelnd als die andern Schwestern,
dem Ewigen entgegenschweigt.

(Rainer Maria Rilke)

Foto: Gerd Taron

Ihr sollt nicht eure Flügel falten,
damit ihr durch Türen kommt,
noch eure Köpfe beugen,
damit sie nicht gegen eine Decke stoßen,
noch Angst haben zu atmen,
damit die Mauern nicht bersten und einstürzen.
Ihr sollt nicht in Gräbern wohnen,
die von den Toten für die Lebenden gemacht sind.
Und obwohl von Pracht und Glanz,
sollte euer Haus weder euer Geheimnis hüten,
noch eure Sehnsucht beherbergen.
Denn was grenzenlos in euch ist,
wohnt im Palast des Himmels,
dessen Tor der Morgennebel ist und dessen
Fenster die Lieder und die Stille der Nacht sind.
(Khalil Gibran)

Foto: Gerd Taron

Abendphantasie

Vor seiner Hütte ruhig im Schatten sitzt
Der Pflüger, dem Genügsamen raucht sein Herd.
Gastfreundlich tönt dem Wanderer im
Friedlichen Dorfe die Abendglocke.
Wohl kehren itzt die Schiffer zum Hafen auch,
In fernen Städten, fröhlich verrauscht des Markts
Geschäftger Lärm; in stiller Laube
Glänzt das gesellige Mahl den Freunden.
Wohin denn ich? Es leben die Sterblichen
Von Lohn und Arbeit; wechselnd in Müh‘ und Ruh
Ist alles freudig; warum schläft denn
Nimmer nur mir in der Brust der Stachel?
Am Abendhimmel blühet ein Frühling auf;
Unzählig blühn die Rosen und ruhig scheint
Die goldne Welt; o dorthin nimmt mich,
Purpurne Wolken! und möge droben
In Licht und Luft zerrinnen mir Lieb‘ und Leid! –
Doch, wie verscheucht von töriger Bitte, flieht
Der Zauber; dunkel wirds und einsam
Unter dem Himmel, wie immer, bin ich –
Komm du nun, sanfter Schlummer! zu viel begehrt
Das Herz; doch endlich, Jugend! verglühst du ja,
Du ruhelose, träumerische!
Friedlich und heiter ist dann das Alter.
(entstanden und gedruckt 1799)

Johann Christian Friedrich Hölderlin
Genießen Sie die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des beginnenden Frühlings an diesem Wochenende. Es gehört zum Leben. Der Frühling, der Sommer, der Herbst und der Winter.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Zwei Hinweise:

Informationen zum literarischen Wochenendgruß
Untenstehend habe ich einige Informationen zum literarischen Wochenendgrußes beigefügt. Immer wieder ich gefragt, wie viel Aufwand die Erstellung des Wochenendgrußes bedeutet und ob er kostenlos ist usw. Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie fort entsprechend.

Literarischer Frühlings-Spaziergang am Sonntag, 26.03. – 15 Uhr
Am kommenden Sonntag mit der beginnenden Sommerzeit startet meine literarische Freiluft-Saison. Sie sind herzlich eingeladen dabei zu sein, wenn Geschichten und Gedichte rund um den Frühling präsentiert werden. Treffpunkt ist die Linde am Rettershof in Kelkheim-Fischbach.

Meine persönliche Zeitreise als Schüler oder die Geschichte von der Feuerzangenbowle wird wieder lebendig

Meine persönliche Zeitreise als Schüler oder die Geschichte von der Feuerzangenbowle wird wieder lebendig.

Leverkusen/Kelkheim-Fischbach im Februar 2017

Lieber Leser,

viele kennen möglicherweise das Buch von Heinrich Spoerl „Die Feuerzangenbowle“ bzw. die Verfilmung mit Heinz Rühmann. In dieser amüsanten und sehr unterhaltsamen Geschichte wird ein gestandener Mann nach einem ausgiebigen Zechabend mit Freunden in seine Schulzeit zurückversetzt. bzw. so wie sie nach Meinung der Herren auszusehen gehabt hätte (Mein Deutschlehrer mag mir wegen meines Satzbaues verzeihen, aber mir ist gerade danach).

Die gesellige Runde beschließt den Kompagnon auf jung zu trimmen und in ein Gymnasium in der tiefsten Provinz zu schicken. Da gilt der Doktortitel nicht mehr, da ist man der einfache Johannes Pfeiffer, der mit den drei „f“.

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Die ehemalige Realschule Schlebusch in Leverkusen

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Die heutige „Theodor-Wuppermann-Schule“ in Leverkusen

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Die Höhere Handelsschule in Leverkusen-Manfort – heute noch immer als Wirtschaftsgymnasium, Höhere Handelsschule usw. genutzt.

Anlässlich des 85. Geburtstages meiner Mutter bzw. auf Anregung einer lieben Freundin (siehe „Zurück zu den Wurzeln – literarischer Wochenendgruß vom 10.02.17) habe ich mich bei meinem Urlaub in meine erste Heimat, im Rheinland bzw. Bergische Land, auf eine Zeitreise begeben. Dabei habe ich meine ehemaligen Schulen besucht. Es waren insgesamt drei: die Grundschule (1965 – 1968), die Realschule (1968 – 1975) und später die Höhere Handelsschule (1975 – 1977) in Leverkusen. Alle diese werden noch heute als Schulen in unterschiedlichster Form genutzt.

Zu meiner großen Überraschung hat sich seit jener Zeit fast nichts verändert. Besonders deutlich wurde dies bei der Schule, bei der ich die längste Schüler-Zeit verbracht habe: die Realschule Schlebusch in Leverkusen. Ich gehörte 1975 zum letzten Jahrgang, bevor diese Schule nach Ophoven umzog.

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Die Eingangstür der ehemaligen Realschule – wie oft bin ich durch diese Tür gegangen …

Bei meiner Ankunft am Dienstagvormittag in der Realschule (heute Grundschule), traf ich auf hilfsbereite Menschen, insbesondere den Hausmeister. Er führte mich, während die „Kleinen“ ihre Pausen genossen, durch meine alte Schule. Zu meiner großen Überraschung stellte ich fest, dass sich in den Jahrzehnten fast gar nicht verändert hatte. Der Hausmeister war so liebenswürdig, dass er mir sogar meinen alten Klassenraum (die „5 b“- heute „4 b“) extra aufschloss.

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Der Nebeneingang zu „meinen“ Klassenräumen“ – Oben links wurden wir in Deutsch, Mathematik und Geschichte „getriezt“ …

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So aufgelockert sah der damalige Klassenraum nicht aus – da war alles streng geordnet. In Dreierreihen mit jeweils 2 Holz-Sitzstühlen und Bänken wurde anständig gelernt …

Merkwürdig, dass mir bei dieser Gelegenheit nach langer Zeit wieder die Namen der damaligen Lehrer und Lehrerinnen einfielen, wie zum Beispiel unser Lehrer für Geschichte – Herr Meyer zum Gottesberge – er hieß wirklich so. An andere Namen wie mein damaliger Klassenlehrer und späterer Schulleiter, Herr Kölzer, oder Frau Hilgers, die später meine Klassenlehrerin wurde, konnte ich mich plötzlich ebenfalls gut erinnern.

Auf meiner Zeitreise zog ich weiter – dort wo meine Schüler-Karriere begann: In die Grundschule nach Leverkusen-Manfort. Dort befindet sich heute die Theodor-Wuppermann-Schule. Und wieder war alles wie früher.

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In meinem sorgsam gehegten Fotoalbum habe ich ein altes Klassenfoto – von der „4 b“ vor dem Eingang eines Einganges wieder entdeckt: Abschlussklasse der „4 b“ in der Grundschule Leverkusen-Manfort am 19.06.1968 – Vielleicht erkennt sich jemand auf diesem Foto wieder

Und so sieht es heute im Jahre 2017, also fast 49 Jahre später aus:

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Es fehlen nur noch die Schüler und Schülerinnen von damals in Originalgröße von heute.

Die letzte Station: die Höhere Handelsschule in Leverkusen-Manfort.

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Die Höhere Handelsschule in Leverkusen-Manfort anno 2017

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Gänge – zu den Lehrerzimmern und zum Sekretariat und zu den Klassenräumen

So könnte es in den 1970er Jahren ausgesehen haben – Das Foto habe ich an einer Info-Wand in der Schule entdeckt.

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Es war schon damals ein Zweckbau, der bis heute allen Veränderungen getrotzt hat. Auf dem Gelände traf ich den Schulleiter. Ich erzählte ihm mein Interesse an diesem Gebäude. Daraufhin lud er mich ein, die Schule auch von innen anzusehen. Diese Einladung nahme ich gerne an. Nachstehend einige beispielhafte Fotos:

Ich wünsche, dass viele der Leser ebenfalls schöne Erinnerungen an ihre Schulzeit haben. Wenn möglich ermuntere ich Sie, an ihre alte Wirkungsstätten als Schülerin oder Schüler zurückzukehren.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Nachts wenn alles schläft oder wie kommt die Zeitung auf den Frühstückstisch

Nachts wenn alles schläft oder wie kommt die Zeitung auf den Frühstückstisch

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Kelkheim, 12.02.2017

Lieber geneigter Leser,

ist es nicht schön, wenn Sie morgens aufwachen und sich auf das Frühstück freuen können? Vorher schauen Sie noch mal schnell bei Ihrem Briefkasten vorbei, nehmen Ihre Tageszeitung und erfahren Wichtiges und Unwichtiges aus der Welt und von nebenan.

Vielleicht haben Sie noch die Zeit, das Frühstück mit einer richtigen Zeitung zu genießen oder aber sie nehmen sie mit zu Ihrem Arbeitsplatz bzw. lesen sie unterwegs in der Bahn. Es soll ja tatsächlich noch Menschen unter uns geben, die eine Zeitung statt ihres Smartphone oder Handy als Informationsquelle nutzen.

Aber haben Sie sich schon mal gefragt, was alles in den Stunden vorher geschieht, bevor Sie ihre geliebte (hoffentlich) Tageszeitung in den Händen halten können?

Dann unternehme ich jetzt den Versuch, aus der Sicht eines Zeitungszustellers Ihnen dies näher zu erläutern. Am Beispiel aus dem Rhein-Main-Gebiet, wo der Autor und im Nebenjob als Zeitungszusteller tätig ist, soll dies beschrieben werden.

Es beginnt damit, dass viele fleißige Redakteurinnen und Redakteure aus den verschiedenen Ressorts, sei es Politik, Sport, Feuilleton, Regionales usw. die Artikel und die Fotos zusammenstellen, die die Leser interessieren könnten und hoffentlich auch werden.

Wenn alles normal verläuft, d. h. wenn es kein wichtiges Fußballspiel gibt, das länger dauert oder es keine weltbewegenden Ereignisse, ist Redaktionsschluss gegen 23 Uhr. Dann werden im Druckzentrum in Mörfelden-Walldorf riesige tonnenschwere Papierrollen in Bewegung gesetzt. Auf diesen werden dann in sehr großer Geschwindigkeit die Tageszeitungen, wie FAZ, Frankfurter Neue Presse mit ihren Regionalausgaben, die Frankfurter Rundschau, und überregionale Zeitungen wie die WELT, die Süddeutsche Zeitung oder das Handelsblatt gedruckt.

Während dieser Zeit warten bereits viele Lieferwagen, meist „Sprinter“ mit ihren Fahrern, um die zusammengestellten Zeitungen für die jeweiligen Orte an die Zeitungszusteller auszuliefern. Je früher sie losfahren können, desto besser. Jeder Fahrer liefert an den verschiedenen Abladestationen die Zeitungspakete für die jeweiligen Zusteller aus. Die Abladestationen können Tankstellen oder größere Plätze, am besten überdacht, sein. Die Zeitung soll ja trocken und nicht nass auf den Frühstückstisch kommen.

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Eine Anlieferung zum Sortieren bereit

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Ein Zeitungswagen – unterwegs bei jeder Wetterlage

Und dann sind wir gefragt – die Zeitungszustellerinnen und Zusteller. Entweder mit dem eigenen Auto oder einem Zeitungswagen werden die Zeitungen sortiert nach den Bezirken und/oder dem jeweiligen Ablauf des Zustellers. Laut Maßgabe soll dann bis 6 Uhr morgens alles erledigt und die Zeitung beim Abonnenten sein. Das kann aber manchmal, wenn sich zum Beispiel der Redaktionsschluss verschiebt, es einen technischen Defekt gibt oder noch schlimmer die Wetterverhältnisse wie Schnee oder Sturm hereinbrechen, verzögern. Die Fahrer können die Zeit nicht aufholen, in dem sie schneller fahren oder wir Zusteller schneller laufen bzw. ebenfalls schneller fahren. Denn alles ist genau abgestimmt.

Erschwerend kommt hinzu, dass bei uns im Rhein-Main-Gebiet mittwochs und freitags außerdem diverse Zeitschriften mit ausgeliefert werden müssen. Manchmal ist man das ein mobiler Zeitschriftenladen unterwegs. Wie viele unterschiedliche Fernseh- und Fachzeitschriften es doch gibt, wird dann erst einem so richtig bewusst..

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Einige amüsante und weniger amüsante Geschichten erlebt man dann immer wieder. Die Kolleginnen und Kollegen können sicherlich auch so einiges berichten.

Hier ein paar Beispiele:

Tierische Momente

Bei meiner Tour treffe ich immer wieder auf Katzen, die unbedingt bei Herrchen/Frauchen wieder hereingelassen werden wollen. Nur sind wir Zusteller leider dafür nicht zuständig. So etwas gefällt der Katze gar nicht und beim nächsten Zusammentreffen verschwindet Katze beleidigt von dannen.

Hunde können manchmal ganz nett sein, aber oft leider nicht. Da treffe ich morgens um 4 Uhr einen freundlichen Hund, der mich schwanzwedelnd im Schnee begrüßt und nicht von der Seite weicht. Das ist lieb von dem Hund gemeint, aber aus Zeitgründen kann ich mich nicht näher mit ihm beschäftigen.

Es gibt aber auch die aggressiven Hunde. Das sind die, die nicht angeleint sind und meinen dem Zusteller mal die Zähne zeigen zu müssen. Das Herrchen und Frauchen versucht dann mit der Begründung zu beruhigen, der Hund tue doch nichts. Diese Tut-doch-nichts-Hunde sind aber eine ernsthafte Bedrohung und die Gefahr des Zubeißens ist doch etwas groß.

Vögel sind angenehme Zeitgenossen, vor allem im Frühling. Wenn der Frühling kommt, gibt es in meinem Bezirk eine Stelle, wo ich von einem Vogel immer wieder mit einem Lied begrüßt werde, sobald ich erscheine. Andere fühlen sich in ihrer Ruhe gestört und dann wird so richtig gemeckert.

Haustüren

Gelegentlich kommt es vor, dass ich bei der Zustellung offene Haustüren antreffe. In diesem Fall rufe ich dann per Handy sicherheitshalber die Polizei an – man weiß ja nie. Von einem Abonnenten bekam ich einmal die Erklärung, dass man am Abend vorher nach einem Einkauf vergessen habe, die Haustüre zu schließen. Wie gut, dass das kein Ganove gemerkt hat.

Von Hausnummern, Briefkästen und Zeitungsrohren

Wir Zeitungszusteller sind im Dunkeln unterwegs. Trotz Ausrüstung mit Taschenlampe und anderen Gerätschaften haben wir immer wieder, vor allem bei Neuzugängen, Schwierigkeiten die Hausnummer zu erkennen. An den Briefkästen fehlen gelegentlich die Namen. Da macht das Detektivspielen keinen Spaß. Wenn dann die Hausnummer falsch angegeben ist – zum Beispiel entsteht an der angegebenen Adresse gerade ein Rohbau – ist das sehr ärgerlich und kostet Zeit.

Die Zeitungszusteller würden sich sehr freuen, wenn die Hausnummer gut erkennbar und vor allem beleuchtet ist. Es erleichtert die Arbeit ungemein. Denken Sie daran: In einem Notfalle kann dies lebensrettend sein!

Zeitungsrohre sind oft schick und modern. Sie sollen gut aussehen. Viele vergessen dabei aber, dass sich bei Feuchtigkeit in den Rohren Nässe bildet. Wenn Sie dann eine nasse Zeitung auf den Frühstückstisch bekommen, wundern Sie sich also nicht. Der Zeitungszusteller ist nicht schuld!

Werbebeilagen

Ich liebe Möbelhäuser. Vor allem in der Vorweihnachtszeit aber auch danach ist es uns Zustellern eine große Freude die in der Masse zentnerschweren Beilagen mit zu verteilen. Leider bekommen wir keine Gewichts- oder Erschwerniszulage für diesen Service. Einige Abonnenten baten mich, doch vorher die Werbebeilagen zu entfernen. Aber das ist nicht zulässig. Und die Bitte an den Briefkästen „Keine Werbung“ müssen wir Zusteller ignorieren.

Mit diesen Geschichten habe ich Ihnen hoffentlich einen kleinen Einblick in die Welt des Dunkels der Zeitungszusteller gewährt
.
Vielleicht bringen Sie dann auch mehr Verständnis dafür auf, was alles in der Nacht geleistet wird, damit Sie, lieber Abonnent, Ihre Zeitung pünktlich auf den Frühstückstisch bekommen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre Ihrer Tageszeitung

Ihr
Gerd Taron

Mit freundlichen Grüßen – Literarischer Wochenendgruß vom 06.01.17

Mit freundlichen Grüßen – Literarischer Wochenendgruß vom 06.01.17

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Weihnachtsgrußes,

zu Beginn des neuen Jahres begegnen mir viele, oft unbekannte, grußfreudige Menschen – sei es beim Spazierengehen, beim Einkauf, auf der Straße. So viele liebe damit verbundene Wünsche auf den Weg bekommt man oft nur an Weihnachten oder an seinem Geburtstag.

Bei meinem Neujahrsspaziergang und in den Tagen danach wurde mir das wieder neu bewusst. Ein herzlicher Gruß – manchmal „nur“ ein Lächeln – kann das Miteinander für Augenblicke und mehr so wertvoll für das eigene Leben sein.

Von meinem Neujahrsspaziergang habe ich einige Fotos beigefügt. Dort bin ich vielen freundlichen und grüßenden Menschen begegnet, die trotz widriger Wetterverhältnisse unterwegs waren.

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Foto: Gerd Taron

Ein Gesicht

Was sich darin verbirgt,

ist nicht zu sagen.
Du kannst es nur sehen,
wen du wegschaust, weit weg,
dorthin, wo die parallel verlaufenden Linien
sich treffen.
Herzensgeometrie.

Nichts ist,
was es zu sein scheint.
Ein Gesicht, ein Gedanke, ein Land,
ein Wort, ein Gruß,
… ein Gesicht.

Ulrich Schaffer

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Foto: Gerd Taron

Werde ein Segen für alle die dir begegnen,
Du hast einen Auftrag für alle und wäre es nur ein freundlicher Gedanke,
ein Gruß,
ein stummes Gebet.

(Eva von Tiele Winckler)

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Foto: Gerd Taron

Wintermahnung

Wenn des Winters Flocken
Sacht herniederwallen,
Während Abendglocken
Aus der Ferne hallen,
Ist dir’s nicht, als gingen
Friedensengel mild
Unter süßem Singen
Leise durchs Gefild?

Andachtsvoll ergeben
Lausch auf ihre Weisen
Die zu Dir auch schweben,
Frieden zu verheißen;
Laß ins Herz den Segen
Froher Botschaft ein,
Gläubig neig’ entgegen
Ihm dein tiefstes Sein!

Erdenpilger, hinter
Deinem Schritt verstohlen
Kommt des Lebens Winter,
Rasch dich einzuholen;
Deine Locken streifend
Spricht er: ich bin hier!
Deine Hand ergreifend,
Wandelt er mit dir.

Mögst du dann sein Grüßen
Nicht vernehmen bange,
Nein, gleich einem süßen
Abendglockenklange,
Dem mit stillen Sinnen
Lauschet dein Gemüt,
Während schon fiefinnen
Lenz und Morgen blüht!

J. H. Siegwald

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Foto: Gerd Taron

Tanze kleine Flocke
Zeig mir die Leichtigkeit zu gleiten
Zeig mir deine einzigartige Schönheit
Erzähl mir davon, das dein Tanz reinste Schöpfung ist
Lass mich fühlen, wie besonders deine Form ist
Flieg kleine Flocke
Lass mich erkennen, dass nichts zufällig geschieht
Lass mich erkennen, dass du dich ganz hingibst
Flüster mir zu, wie leicht es ist einfach zu schweben
Nimm mich mit in diesem Moment, zeig mir deine Welt
Wunderbare Flocke
Du bringst Stille mit dir
Du lässt die Welt funkeln und glitzern
Du entschleunigst alles, was die Ruhe übersieht
Du bist ein Wunder, das nie seinen Zauber verloren hat
Du glänzt im Schein des Mondes und funkelst mit den Sternen
In den Strahlen der Sonne eröffnest du eine neue Welt
Bettest sie ein und legst mit dir eine Decke auf Mutter Erde

Franziska Mazur

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Foto: Gerd Taron

Heute möge dir ein Lichtblick
des Himmels so tief in die
Abgründe deines Herzens
fallen, dass es darin heller,
freundlicher und wärmer wird.
Heute möge dir der Augenblick
eines einzigen freundlichen
Lächelns so gut tun in der Seele,
dass ihr dadurch Flügel wachsen,
die dir neue Spannkraft verleihen.
Heute möge dir ein herzlicher Gruß
so wohltuend in den Ohren klingen,
dass er die Schwere in dir auflöst
und dich staunen lässt über so viel
Wunderbares in deinem Leben.

– Paul Weismantel –

Mit winterlichen Grüßen aus dem Taunus wünsche ich Ihnen ein erholsames erstes Wochenende im neuen Jahr.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Zur Ruhe kommen

Sich dem Treiben entziehen

Es ist nötig,
manchmal anzuhalten,
auszusteigen,
sich dem Treiben zu entziehen,
selbst wenn es noch gut geht,
selbst wenn es noch läuft,
selbst wenn ich noch produktiv bin.
Ich will anhalten,
meinen Atem spüren,
mir in die Augen sehen,
meine inneren Bilder leuchten lassen.
Ich muss anhalten,
zur Ruhe kommen,
zu mir kommen,
damit ich anderen begegnen kann.

Max Feigenwinter

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Foto: Gerd Taron – In der Schmiede im Rettershof im Taunus

Ich wünsche allen Leserinnen und Leser einen entspannten 4. Adventssonntag.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Alles geschenkt – Literarischer Wochenendgruß vom 09.12.16

Alles geschenkt – Literarischer Wochenendgruß vom 09.12.16

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

wie weit sind Sie mit Ihren Weihnachtsvorbereitungen? Haben Sie bereits alle Geschenke für Ihre Liebsten besorgt oder stürzen Sie sich in den nächsten Tagen in das Weihnachtsgetümmel?

Besonders in der Weihnachtszeit wird Schenken ein sehr wichtiges Thema. Warum ist das so? Ist es Tradition? Wird einem speziell in diesen Tagen bewusst, dass Schenken und Freude bereiten eine sehr schöne Ausdrucksform für Wertschätzung sein kann?

In dieser Ausgabe finden Sie einige Gedankenanstöße zu diesem Thema.

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Foto: Gerd Taron

Schenkerei

Wenn die Kassen süßer klingeln
und die Bells geschlossen jingeln,
Mamas in den Kaufhof drängeln,
Kinder nach Geschenken quengeln,
Papas mit den Augen rollen,
weil sie auch was schenken sollen,
wenn sich also Christmas naht,
wird’s gefährlich, in der Tat.
Rehe, Hirsche, Schweine, Rinder
und auch manchmal deren Kinder,
Gänse, Enten, Hühner, Puten
müssen sterben, diese Guten.
Äpfel, Mandelkern und Nüsse,
Mandarinen, Schokoküsse,
schwere Stollen, Bratensoße,
Schnäpse, kleine und auch große,
Spekulatius, Marzipan,
setzen an den Hüften an.
Flachbildschirme, Handys, Reisen,
kaufen wir zu Freundschaftspreisen.
Fluchend stehen wir im Stau.
Auf dem Rücksitz gibt’s Radau,
weil der Nachwuchs kotzen muss
von zu reichlichem Genuss.
Alle Nerven liegen blank.
Jetzt geht’s weiter, Gott sei Dank.
Und so mancher denkt bei sich:
Weihnachten ist fürchterlich!
Hoffentlich ist’s bald vorbei
mit der ganzen Schenkerei!
Doch jetzt mach ich ganz schnell Schluss,
weil ich noch was kaufen muss …

Paul Pfeffer

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Foto: Gerd Taron

Eines der grössten Geschenke, die Du geben kannst,
ist Deine ungeteilte Aufmerksamkeit.

Oprah Winfrey

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Foto: Gerd Taron

Ich kann dir keinen Zauberteppich schenken,
Noch Diamanten oder edlen Nerz,
Drum geb ich dir dies Schlüsselchen von Erz,
Dazu mein ziemlich gut erhaltnes Herz
Zum Anmichdenken.
Ich kann dir keine braven Socken stricken,
Und meine Kochkunst würde dich nur plagen.
Drum nimm den Scherben rosarotes Glas,
Der führt ins Märchenland Ichweißnichtwas
An grauen Tagen.
Ich kann dir nicht Aladdins Lampe geben,
Kein Sesam und auch keinen Amethyst.
Doch weil dein Herz mir Flut und Ebbe ist,
Hier, diese Muschel, schimmernd wie von Tränen,
Zum Nachmirsehnen.

Mascha Kaléko

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Foto: Gerd Taron

Die größten Geschenke sind oft die,
die von alleine in dein Leben kommen.
Ich wünsche dir viele Geschenke
und große Freude beim Auspacken.
Ich wünsche dir offene Augen.
Einen Blick auf das Gute, dass dir begegnet
und ein wenig Muße
um auf alles Schöne zu blicken,
dass du in der Vergangenheit
in deinem Leben geschenkt bekommen hast.
Und dass du erkennst,
welches Geschenk das Leben selbst ist

Luc de Clapiers Vauvennargues

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Foto: Gerd Taron

Geschenke die nichts kosten und doch so wertvoll sind

1. Das Geschenk des Zuhörens
Höre wirklich zu, ohne zu unterbrechen, zu gähnen, zu kritisieren. Nur zuhören.

2. Das Geschenk der Süße
Sei großzügig mit angemessenen Umarmungen, Küssen, anerkennenden Schlägen auf den Rücken und Handschlägen.

3. Das Geschenk des Lächelns
Fülle Dein Leben mit Smilies, Zeichnungen, Cartoons und Dein Geschenk wird zum Ausdruck bringen: „Ich liebe es, mit Dir zu lachen.“

4. Das Geschenk der Notizen
Es kann ein einfaches „Danke für Deine Hilfe“ sein, eine Kleinigkeit wie diese wird vielleicht bis ans Lebensende in Erinnerung bleiben.

5. Das Geschenk des Komplimentes
Ein einfaches „Du siehst in Rot großartig aus“, „Du hast tolle Arbeit geleistet“ oder „Es war ein köstliches Essen“ kann für jemanden der schönste Moment am Tag sein.

6. Das Geschenk des Gefallen-Tuns
Versuche, jeden Tag jemandem einen Gefallen zu tun.

7. Das Geschenk des Alleinseins
An manchen Tagen gibt es nichts Besseres als alleine zu sein. Sei sensibel und billige anderen zu, wenn sie allein sein möchten.

8. Das immer vorhandene Geschenk der Dankbarkeit
Der einfachste Weg, um anderen ein gutes Gefühl zu vermitteln ist, sie zu grüßen, sich zu bedanken, einfach freundlich und höflich zu sein.

unbekannter Verfasser

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Foto: Maren Martell

Mögest du die kleinen Geschenke des Tages nicht übersehen:
den Tau auf den Grasspitzen,
den Sonnenschein auf deiner Tür,
die Regentropfen im Blumenbeet,
das behagliche Buckeln der Katze,
das Wiederkäuen der Kuh,
das Lachen aus Kinderkehlen,
die schwielige Hand des Nachbarn,
der dir einen Gruß über die Hecke schickt.
Möge dein Tag durch viele kleine Dinge groß werden.
Irischer Segenswunsch

Ich wünsche Ihnen ein 3. Adventswochenende mit vielen schönen kleinen Geschenken des Alltags.

Ihr/Euer
Gerd Taron

PS:
Hinweis in eigener Sache:
Im Wochenendgruß vom 25.11.16 wurde im Gedicht „Wenn die Liebe nicht ganz reicht““ Elli Michler als Autorin angegeben. Ihre Tochter Barbara Michler bat mich darauf hinzuweisen, dass dieses Gedicht nicht von Ihrer Mutter stammt.

Nach 30 Jahren – eine wundersames Wiedersehen in der Buchhandlung Shakespeare und So … in Mainz

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Mainz, 15. Januar 2016

Dies ist eine wahre Geschichte und hat sich einem Tag und in einer Stadt ereignet, an dem der Autor in diesem Jahr seinen Geburtstag auf seine Weise feierte.

Es gehört zu seinem Ritual, diesen Tag immer wieder an den Orten zu verbringen, zu denen er einen besonderen Bezug hat. In diesem Jahr hieß dieser Ort Mainz. Die so geschichtsträchtige Stadt am Rhein, wo der Autor schon so vieles erlebt hatte. Viele Jahre lang gehörte er zu den Ausstellern auf dem Gutenberg-Antiquariatsmarkt oder beim Johannis-Büchermarkt im Juni.

Freundschaftliche Beziehungen führen ihn immer wieder in diese schöne Stadt mit ihren Kirchen der schönen Altstadt und vieles mehr.
Zu den „Pflichtbesuchen“ gehört immer wieder St. Stephan mit den Kirchenfenstern von Chagall und seinen Schülern.

Eine sehr liebe Freundin gab ihm, dem Literaturfreund, einen Tipp, dass es in der Nähe des Schillerplatzes bzw. Fastnachtsbrunnen eine besondere Buchhandlung gäbe. Die Spur führte zur

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Buchhandlung Shakespeare und So in der Gaustraße 67

Es war „Buchliebe“ auf den ersten Blick. Beim ersten Eintreten verspürte er sofort eine Herzlichkeit und Offenheit der beiden Inhaber Nida und Cliff Kilian und ihrer Angestellten Frau Steiger. Jeder Mainz-Aufenthalt war mit einem zumindest kurzen Besuch dort verbunden.

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Cliff Kilian im intensiven Austausch mit seinem ehemaligen Kollegen

An jenem 15. Januar geschah aber dort ein besonderes Wiedersehen. Cliff Kilian, der Inhaber, erblickte beim Hereinkommen einen ehemaligen Kollegen wieder. Es waren mehr als 30 Jahre seit der letzten Begegnung vergangen. Sie waren Kollegen – Cliff Kilian ein Kellner-Lehrling und der Freund ein Nachtportier. Dort waren sie gemeinsam im ehemaligen Hotel Rose in Wiesbaden tätig. Heute beherbergt dieses Haus die Hessische Staatskanzlei.

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Nida Kilian, die Ehefrau von Cliff Kilian, ist auch dabei

Wie der geneigte Leser sicher verstehen kann, gab es dann einen regen Austausch aus ehemaligen Zeiten. Wir, Nida Kilian, die Ehefrau, Frau Steiger und der Autor kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Diesen Tag eines wundersamen Wiedersehens werden alle nicht so schnell vergessen.

Wir kommen beim nächsten Besuch in Mainz wieder vorbei und freuen uns auf ein fröhliches Wiedersehen !

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Gerd Taron

Hier noch ein paar Kontaktdaten der Buchhandlung:
Buchhandlung Shakespeare und So
Gaustraße 67, 55116 Mainz
Tel. 06131-226893
Fax: 06131-232574
E-Mail: shakespeareso@yahoo.de

PS: Und zwei besondere Buch-Entdeckungen gab es so „nebenbei“ ebenfalls:

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Ein besonderes Buch zum Valentinstag „Mit allen Sinnen“

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Was aus einem Buch alles werden kann – Seiten liebevoll zusammengefügt.

Alle Fotos: Gerd Taron

Die Engel – Rainer Maria Rilke

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Foto: Wonderful photoArt by Marina Rupprecht

Die Engel

Sie haben alle müde Münde
und helle Seelen ohne Saum.
Und eine Sehnsucht (wie nach Sünde)
geht ihnen manchmal durch den Traum.
Fast gleichen sie einander alle;
in Gottes Gärten schweigen sie,
wie viele, viele Intervalle
in seiner Macht und Melodie.
Nur wenn sie ihre Flügel breiten,
sind sie die Wecker eines Winds:
als ginge Gott mit seinen weiten
Bildhauerhänden durch die Seiten
im dunklen Buch des Anbeginns.

Rainer Maria Rilke

gefunden bei Buchhandlung Calliebe (facebook)

Im 7. Himmel geschehen immer wieder Wunder – Premierenlesung mit Karin Schmitt

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Eschborn-Niederhöchstadt, 22.11.15

Es war eine wundervolle Lesung, die zahlreiche Zuhörer, klein und groß, in der Buchhandlung „7. Himmel“ in Eschborn-Niederhöchstadt erleben durften. Die Premierenlesung des neuen Buches von Karin Schmitt – Die Geschichte von dem Jungen, der die Welt verbessern wollte – war voller Überraschungen und kleinen Wundern.

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Obwohl es erst der 22. November war, durften alle bereits auf die Geschichte vom 01. Dezember lauschen. Dabei geht um eine Gute-Laune-Brot und einen Briefkasten, der sprechen kann. Da wird von einem Reporter namens „Dorfblatt-Dennis“ berichtet, der über die wundersamen Geschichten berichtet.
Wer Karin Schmitt noch nicht persönlich erlebt haben sollte – Sie haben etwas verpasst! Wie bei ihren Lesungen üblich, sind die Zuhörer aktiv beteiligt. Sie dürfen ihre schauspielerischen und Vorlese- und andere Talente entfalten.

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Ein Höhepunkt des Nachmittags war ein kleines Mitmach-Spiel, an dem sich alle beteiligten. Auf Zuruf der Autorin bildeten sich spontan jeweils ein Paar. Diese mussten im Gespräch entdecken, welche Gemeinsamkeiten es zwischen den beiden gibt. Was für wundersame Geschichten dabei herauskamen: Über eine gemeinsame Begegnung bei einem Literaturfestival, eine Liebe zu einer Sportart, von gemeinsamen Aktivitäten in einem Chor usw.

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Ein Nachmittag voller kleiner Wunder ging viel zu schnell zu Ende. Sicher gibt es noch weitere Lesungen. Auf der Internet-Seite http://www.karin-schmitt.eu kann Mann/Frau diese erfahren und noch viel mehr über die Autorin.

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Ein besonderes Dankeschön gilt den Gastgeberinnen der Buchhandlung im 7. Himmel in der Niederhöchstadt. Der Raum war wunderschön gestaltet und trug zu einem unvergessenen Nachmittag bei.
Mehr über diese etwas ungewöhnliche Buchhandlung kann Mann/Frau hier erfahren:
http://www.7himmel.info/

Gerd Taron, der außerdem für alle Fotos zuständig war

PS: Auf der Rückfahrt erlebte der Autor dieses Berichte mit Karin Schmitt noch ein kleines Wunder: Die Fahrt begann im Sonnenuntergang und endete kurz vor Erreichen des Zieles in einem Schneesturm. Dazwischen lagen nur wenige Minuten.

Nachstehend die Informationen zum Buch

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Die Geschichte von dem Jungen, der die Welt verbessern wollte

Ein kleiner Junge möchte die Welt verbessern. Gemeinsam mit seiner engsten Vertrauten, Stoffschildkröte Lise, findet er tatsächlich heraus, wie ihm das gelingen kann. Als Erwachsener macht er eine Kleinstadt zum Paradies auf Erden. Doch dann taucht der Großunternehmer Herr Maßlos auf und es wird düster im Glücksdorf …

Begleitend zu der spannend-besinnlichen Fortsetzungsgeschichte von dem Jungen, der die Welt verbessern wollte gibt es tägliche Mitmach-Aktionen, die die Adventszeit für Jung und Alt zum besonderen Erlebnis werden lassen.

Taschenbuch: ISBN 978-3-95802-168-6 – Preis: 11,99 €

Hardcover: ISBN-978-3-95802-169-3 – Preis: 18,99 @

Vintage oder altmodisch? Literarischer Abend mit Gerd Taron

Vintage oder altmodisch? Literarischer Abend mit Gerd Taron
23. Oktober 2015

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Gestern Abend habe ich eine Lesung meines Bekannten Gerd Taron in der Kelkheimer Buchhandlung “Violas Bücherwurm” besucht. Das Besondere daran: Gerd hat selbst gar kein Buch geschrieben. Er ist Antiquar und hat unter dem schönen Titel “Früher war alles besser…?” Fundstücke von Anno Dazumal präsentiert.

In gemütlicher Atmosphäre – ich saß in einem wunderbar abgeratzten Sessel ganz hinten im Laden – las Gerd aus seinen alten Bücherschätzen. Und die hatten es ganz schön in sich. Nicht zuletzt auch, weil er wunderbare Stücke ausgesucht hatte. So wie die Kapitel aus dem Buch “Neuzeitliche Hauswirtschaft” von 1931, in denen erklärt wurde, wie man gut isst, ohne dick zu werden – inklusive Normalgewichtstabelle.

Der Autor wusste auch Rat zu den Fragen, wie ein Schlafzimmer eingerichtet sein sollte oder wie die Hausfrau andere Familienmitglieder zum Helfen bringt. Schön auch ein Kapitel aus dem “Buch der Frau”, in dem der exakte und sehr strenge Tagesablauf einer Hausfrau beschrieben wird. Die halb trockene, halb amüsierte Art, in der Gerd die Fundstücke vorgetragen hat – und natürlich seine Kommentare aus Männersicht – waren allein schon ihr Eintrittsgeld wert. 🙂

Humorige Moralempfehlungen gibt das Buch “Tipps” der Deutschen Gasolin AG Hamburg aus dem Jahr 1957 – zum Beispiel zum Reisen, entspannten Autofahren oder zum Thema Höflichkeit. Einer meiner persönlichen Höhepunkte war ein Blick in das Buch “Was ein heranwachsendes Mädchen wissen muss” von Dr. Margaret Csaba aus dem Jahr 1934.
Darin zu finden unter anderem, wie eine brave Dame tanzt und wie nicht. Als ich die Inhalte allerdings meiner Schwägerin für ihre kleine Tochter weitergeben wollte, habe ich doch eine Abfuhr bekommen. Ich frage mich, woran das liegt. 😉
Wer jetzt Lust bekommen hat, mehr aus der guten alten Zeit zu hören, der hat noch einmal die Gelegenheit, Gerd Taron am Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr in der Kelkheimer Buchhandlung Herr mit seinem Programm zu erleben. Weitere Infos gibt es auch auf seiner Webseite.

https://dezembra.wordpress.com/2015/10/23/vintage-oder-altmodisch-literarischer-abend-mit-gerd-taron/

Quelle: Vintage oder altmodisch? Literarischer Abend mit Gerd Taron

Das 4. Fechenheimer Literaturfestival 2015 – Rundgang 3. Teil

Das 4. Fechenheimer Literaturfestival 2015
Ein Rundgang zu den Veranstaltungsorten und den jeweiligen Autoren und Musikern
in alphabetischer Reihenfolge – 3. Teil

Metzgerei Meisinger – Optik Maschler – Café Jasmin

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Metzgerei Meisinger – Baumertstraße 12, Foto Gerd Taron

15:00 Uhr – 15:45 Uhr Tanja Maria Pütz
“Bono und Ora” Kinderliteratur 6-10 Jahre

15:45 Uhr – 16:30 Uhr Veronika M. Dutz
“Anthologie zum Valentinstag”, “Muttergefühle” romantische Kurzgeschichte und Lyrik

16:45 Uhr – 17:30 Uhr Sören Prescher
“Marty 1” Mystery-Thriller

17:45 Uhr – 18:30 Uhr Larissa Reiter
“ ”
18:45 Uhr – 19:30 Uhr Nina Schmidt
„Literatur aus dem Alltag“ Kurzgeschichten

Musikalisches Rahmenprogramm:
Jorg Schmitz
Akustik Folk – Pop – Rock
Musik zwischen den Lesungen (jew. 15 Min.): ab 16:30 Uhr, 17:30 Uhr und 18:30 Uhr
Musik zum Ausklang: 19:30 bis 20:00 Uhr

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Optik Maschler, Alt-Fechenheim 78 – Foto: Gerd Taron

15:00 Uhr – 15:45 Uhr Meddi Müller
“Im Schatten der Schwester” historische Krimis

15:45 Uhr – 16:30 Uhr Rainer Franke
“Lieblich bis zartbitter – Mittendrin und Drumherum” Kurzgeschichten / Liebesgeschichten

16:45 Uhr – 17:30 Uhr Viktor R. Georges
“OULIPO Eine Gebrauchsanweisung” Lyrik u. Erzählungen

17:45 Uhr – 18:30 Uhr Sabine Wallefeld
“Hinter dem Rot” Liebesroman

18:45 Uhr – 19:30 Uhr Frank Schuster
“Das Haus hinter dem Spiegel “ Fantasy, Jugendbuch

Musikalisches Rahmenprogramm:
Harald Andres
Singer / Songwriter
Musik zwischen den Lesungen (jew. 15 Min.): ab 16:30 Uhr, 17:30 Uhr und 18:30 Uhr
Musik zum Ausklang: 19:30 bis 20:30 Uhr

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Café Jasmin

14:30 Uhr – 15:15 Uhr Eike Jochen Schniebs
“Funkenflug und andere …” / “Mein Katzenbuch” Lyrik / Erzählung / amüsante Miniaturen

15:15 Uhr – 16:00 Uhr Volkmar Steininger
“Mordshexe (Band 1 bis 3)” Niederbayern-Mystery-Krimi

16:30 Uhr – 17:15 Uhr Olaf Jahnke
“Tod eines Revisors” Krimi

18:00 Uhr – 18:45 Uhr Apolline Ledoux
“Getäuschte Gefühle” Liebesroman

18:45 Uhr – 19:30 Uhr Nicole Schröder
“Schwanendämmerung” / “Die Akte Krähennebel” Nordlandkrimi

19:45 Uhr – 20:30 Uhr Uwe K. Alexi
“Niemand wird dich vermissen” Thriller

20:45 Uhr – 21:15 Uhr Lily Konrad
“1001 Angst” (Psycho-)Thriller

Musikalisches Rahmenprogramm:
Ton-3
Pop-Rock-Chansons
Musik zwischen den Lesungen (jew. 30-45 Min.): ab 16:00 Uhr und 17:15 Uhr
Sternentramper
Akustik – Poesie – Rap – Chanson
Musik zwischen den Lesungen (jew. 15 Min.): ab 19:30 Uhr und 20:30 Uhr

Alle Informationen gibt es unter
http://www.fechenheimer-literaturfestival.de

Gerd Taron

Neuigkeiten von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr – Veranstaltungen September/Oktober 2015

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

die Ferien sind vorbei – der Alltag hat uns wieder. Ich hoffe und wünsche Ihnen, dass Ihnen der Neustart in den Spätsommer und beginnenden Herbst leichtgefallen ist.

Es wird Zeit, Ihnen wieder eine Übersicht über meine kommenden Veranstaltungen der nächsten Wochen zu geben.

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Foto. Gerd Taron

Sonntag, 20.09. von 12 – 18 Uhr verkaufsoffener Sonntag anlässlich der Kelkheimer Möbeltage.

Gemeinsam mit Viola’s Bücherwurm in der Bahnstraße 13 gibt es wieder Gelegenheit in schönen Büchern zu stöbern.

Wie dem Foto zu entnehmen ist, wird dort in diesen Tagen die Fassade renoviert. Alles ist etwas anders an diesem Sonntag, aber Bücherfreunde lassen sich von solchen Äußerlichkeiten nicht abhalten.

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Foto: Gerd Taron

Sonntag, 11.10. – 13 Uhr – Literarischer Spaziergang anlässlich des Erntedank- und Handwerkerfestes auf dem Rettershof

Rund um den Rettershof lese ich Geschichten und Gedichte zum Erntedankfest.

Treffpunkt: Unter der Linde am Rettershof

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PREMIERE: Früher war alles besser … ?

Donnerstag, 22.10. – 19 Uhr – Viola’s Bücherwurm in Kelkheim, Bahnstraße 13

Es ist soweit: Nach der Frankfurter Buchmesse starte ich mit meinem neuen Literatur-Programm.

Aus alten Original-Büchern lese ich Passagen über Kultur und Gesellschaft wie es vor Zeiten mal war und auch heute noch aktuell ist. In 90 kurzweiligen Minuten stehen Themen wie Ernährung, Mode, Wohnkultur in Wort und Bild im Vordergrund. Die Liebe und die Romantik darf da auch nicht fehlen.

In der Pause und nach dem Programm gibt es alte Bücher zum Anfassen und stöbern und auch zu kaufen, wer mag.

Eintritt: 5 Euro

Anmeldungen bitte direkt an violas-buecherwurm@t-online.de oder telefonisch 06195-900818

Wer diesen Termin nicht wahrnehmen kann, hier gibt es weitere Möglichkeiten dabei zu sein:

Donnerstag, 29.10. – 19:30 Uhr – Kelkheim, Buchhandlung Herr

Freitag, 30.10. – 16 Uhr und Sonntag, 08.11. – 15 Uhr:

Frankfurt, Karlsruher Str. 5, Cafè Nussknacker in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofes (Seitenstraße vom Parkplatz Südseite)

Freitag, 20.11. – 19:30 Uhr – Frankfurt-Fechenheim, Alt-Fechenheim, Café Jasmin

Weitere Einzelheiten folgen bei meinen nächsten Neuigkeiten.

Zum Schluss möchte ich noch auf einen besonderen literarischen Höhepunkt hinweisen:

Am Samstag, 26.09. beginnt ab 14 Uhr das 4. Fechenheimer Literaturfestival in Frankfurt-Fechenheim. Nähere Informationen unter http://www.fechenheimer-literaturfestival.de

Mit literarischen Grüßen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Kontakt:
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. +49 (0)6195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Stille Orte in einer lebendigen Stadt – Ein Spaziergang in Wort und Bild durch Kelkheim im Taunus

Kelkheim im Taunus, 27.06.2015

Heute musste der literarische Stadt-Spaziergang wegen schlechten Wetters ausfallen. An dieser Stelle soll zumindest virtuell ein kleiner Eindruck in Wort und Bild vermittelt werden, über besondere Orte einer Stadt – hier in Kelkheim im Taunus.

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Ortseingang von Kelkheim – Foto: Gerd Taron

Augen in der Großstadt
Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? vielleicht dein Lebensglück…
vorbei, verweht, nie wieder.
Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang, die
dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hast’s gefunden,
nur für Sekunden…
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? Kein Mensch dreht die Zeit zurück…
Vorbei, verweht, nie wieder.
Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Er sieht hinüber
und zieht vorüber …
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.
(Kurt Tucholsky)

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Blick auf den „Hausberg“ von Kelkheim, den Staufen – Foto: Gerd Taron

Die Stille ist nicht auf den Gipfeln der Berge,
der Lärm nicht auf den Märkten der Städte;
beides ist in den Herzen der Menschen.

(Aus Indien)

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Kirchenfenster in der Stadt-Kapelle in Kelkheim-Stadtmitte – Foto: Gerd Taron

Die Welt unser Traum

Nachts im Traum die Städt’ und Leute,
Ungeheuer, Luftgebäude,
Alle, weißt du, alle steigen
Aus der Seele dunklem Raum,
Sind dein Bild und Werk, dein eigen,
Sind dein Traum.
Geh am Tag durch Stadt und Gassen,
Schau in Wolken, in Gesichter,
Und du wirst verwundert fassen:
Sie sind dein, du bist ihr Dichter!
Alles, was vor deinen Sinnen
Hundertfältig lebt und gaukelt,
Ist ja dein, ist in dir innen,
Traum, den deine Seele schaukelt.
Durch dich selber ewig schreitend,
Bald beschränkend dich, bald weitend,
Bist du Redender und Hörer,
Bist du Schöpfer und Zerstörer.
Zauberkräfte, längst vergeßne,
Spinnen heiligen Betrug,
Und die Welt, die unermeßne,
Lebt von deinem Atemzug.
Hermann Hesse

Stadtmitte Süd Kelkheim – Foto: Gerd Taron
Wenn du deine Stadt verändern willst, dann gehe an die hohen und an die niedrigen Orte. Das, was dazwischen liegt, kann dir ziemlich egal sein.
Autor unbekannt

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Weiher zwischen Kelkheim-Hornau und Kelkheim –Mitte – Foto: Gerd Taron

Willst du dein Land verändern,
verändere deine Stadt.
Willst du deine Stadt verändern,
verändere deine Straße.
Willst du deine Straße verändern,
verändere dein Haus.
Willst du dein Haus verändern,
verändere dich selbst.

Arabisches Sprichwort

Gerd Taron
PS: Der nächste literarische Stadt-Spaziergang findet am Samstag, 25.07.2015 statt. Treffpunkt ist wieder Violas Bücherwurm in der Bahnstraße 13 in Kelkheim

Und es ist Sommer – Neue Veranstaltungen von Taron-Antiquariat im Juni 2015

Taron – s Kultur-Literatur-Neuigkeiten Nr. 7 vom 15.06.2015

Und es ist Sommer!

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Am Rettershof im Taunus – Foto: Gerd Taron

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

seit einiger Zeit dürfen wir bereits das schöne Sommerwetter genießen. Am kommenden beiden Samstagen gibt es wieder Gelegenheit zu literarisch-philosophischen Begegnungen.in der Natur.

Nachstehend habe ich für Sie einen kleinen Überblick zusammengestellt.

Samstag, 20.06.15 – 16:00 Uhr

Literarischer Spaziergang am Rettershof: Und es ist Sommer

Treffpunkt: Großer Parkplatz am Rettershof, Kelkheim-Fischbach

Fortsetzung der Reine „4-Jahreszeiten-Spaziergänge rund um den Rettershof“
Wir können sehen und hören, wie sich die Natur seit dem Frühlings-Spaziergang bis heute weiter entwickelt hat. Dazu gibt es wieder Gedichte und Geschichten, diesmal über den Sommer.

Kostenbeitrag: 5 Euro

Samstag, 27.06.15 – 16:00 Uhr

Literarischer Stadtspaziergang in Kelkheim: Stille Orte in einer lebendigen Stadt

Ein Sommer in der Stadt: An beschaulichen Stätten in der Stadt gibt es Gelegenheit literarischen Texten zu lauschen.

Treffpunkt: Viola’s Bücherwurm, Bahnstraße 13, Kelkheim

Kostenbeitrag: 5 Euro

Ich freue mich auf ein Wiedersehen und viele schöne Begegnungen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbahc
Tel. +49 (0)6195-676695
E-Mail: verkauf@ataron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Verschiebung der Veranstaltung „Auf den Spuren von Hildegard von Bingen im Rheingau“

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

meine geplante Veranstaltung „Auf den Spuren von Hildegard von Bingen im Rheingau“ wird auf Sonntag, 02.08. verschoben.

Der Grund: Bei meiner heutigen Vorbereitungstour in Rüdesheim stellte sich heraus, dass durch die Veranstaltung „Magic Bike Rüdesheim“ erheblich Verkehrs- und vor allme Parkprobleme vorhanden sind. Der Parkplatz am Eibinger Tor ist nur sehr schwer zugänglich.

Auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es Behinderungen. Auf der Strecke zwischen Rüdesheim und Wiesbaden werden Weichen erneuert. Dadurch kann es zu kleineren Verspätungen kommen (5 – 15 Minuten).

Ich wünsche allen ein erlebnisreiches Wochenende und bitte um Verständnis.

Gerd Taron

Der Sommer naht – Veranstaltungen Juni 2015 von Taron-Antiquariat

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

der Sommer naht mit großen Schritten. Bald ist wieder Sommer-Zeit. Eine gute Gelegenheit, Literatur und Kultur im Freien zu genießen.

Für den Monat Juni habe ich wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammen gestellt.

Im Einzelnen:

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An der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim am Rhein – Foto: Gerd Taron

Sonntag, 07.06.15 – 14:30 Uhr

Auf den Spuren von Hildegard von Bingen im Rheingau
Von der Wallfahrtskirche zur Abtei St. Hildegard zurück nach Rüdesheim am Rhein

Treffpunkt: Rüdesheim am Rhein, Parkplatz Eibinger Tor

Kostenbeitrag: 10 Euro

Auftakt zur literarischen Sommertour: „Auf den Spuren von …“

Weitere Termine:
Sonntag, 05.07.15 – 14:30 Uhr – Auf den Spuren von Marc Chagall und seinen Schülern in Mainz
Ein Gang durch die Altstadt zu St. Stephan und später zum Dom in Mainz
Treffpunkt: Mainz, Fastnachtsbrunnen
Sonntag, 02.08.15 – 14:30 Uhr

Auf den Spuren von Hildegard von Bingen im Rheingau
Von der Wallfahrtskirche zur Abtei St. Hildegard zurück nach Rüdesheim am Rhein

Treffpunkt: Rüdesheim am Rhein, Parkplatz Eibinger Tor
Sonntag, 16.08.2015 – 12:00 Uhr und 14:00 Uhr
Auf den Spuren der Franziskaner – das Kloster Marienthal im Rheingau, die älteste Wallfahrtskirche im Rheingau
Die gehfreudigen unter den Teilnehmern können mit mir vom Bahnhof Geisenheim zu Fuß zum Kloster wandern. Dort treffen wir dann gegen 14 Uhr auf die Autofahrer, die auf die Pilgergruppe warten.

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Der Rettershof im Taunus – Foto: Gerd Taron

Samstag, 20.06.15 – 16:00 Uhr

Literarischer Spaziergang am Rettershof: Und es ist Sommer

Treffpunkt: Großer Parkplatz am Rettershof, Kelkheim-Fischbach

Fortsetzung der Reine „4-Jahreszeiten-Spaziergänge rund um den Rettershof“

Kostenbeitrag: 8 Euro

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Fenster der Stadtkapelle in Kelkheim im Taunus, Hauptstraße – Foto: Gerd Taron

Samstag, 27.06.15 – 16:00 Uhr

Literarischer Stadtspaziergang in Kelkheim: Stille Orte in einer lebendigen Stadt

Treffpunkt: Viola’s Bücherwurm, Bahnstraße 13, Kelkheim

Aktuell finden Sie weitere Informationen unter:
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

Auf viele interessante Begegnungen in herrlicher Landschaft und Natur freut sich

Ihr/Euer
Gerd Taron

Kontakt:

Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. +49 (0) 6195-676695
E-Mail: verkaufqtaron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de