Oasen der Ruhe im Lärm einer Großstadt

Oasen der Ruhe im Lärm einer Großstadt

Alter Kurpark Wiesbaden – Foto: Gerd Taron

Menschen, die die Muße und Ruhe nicht mehr kennen, führen auch im größten Reichtum ein armes Leben.

Elfi Egger

Wiesbaden, 08.11.2017

Ein herbstlicher Ausflug führte mich an diesem Tag in die Landeshauptstadt von Hessen, Wiesbaden. Nach längerer Zeit, ergab sich wieder die Gelegenheit mit einem langjährigen lieben Freund zu treffen. Außerdem war ich neugierig, die Galerie „kunst-model“ kennenzulernen.

Es war viel Hektik und Lärm, nicht nur der Straßenverkehr. Auch die Menschen liefen rast- und ruhelos umher. Der Aufbau für den bevorstehenden Sternenmarkt begann bereits.

Dabei gibt es doch so schöne Oasen mitten in Wiesbaden, um für einige Momente zur Ruhe zu kommen.
Wir besuchten den alten Kurpark in Wiesbaden, der am Nachmittag fast menschenleer war.

Alter Kurpark Wiesbaden – Fotos: Gerd Taron

Mitten im Einkaufstrubel der Innenstadt gibt es eine Einrichtung der evangelischen Kirche, die für Ruhesuchende zum Wohlfühlen und Entspannen einlädt. Es ist das Café „Schwalbe 6“ auf der Schwalbacher Straße 6.

Café Schwalbe, Wiesbaden, Schwalbacher Straße 6

http://kirchen-wiesbaden.de/schwalbe6/WPEinrichtung/wordpress/
Mein Weg führte mich dann in die Galerie „kunst-modul“ in der Nähe des Wiesbadener Hauptbahnhofes.

Galerie „kunst-modul“ in Wiesbaden, Luxemburgstraße 6

Unter dem Thema „Klangreisen und herbstliche Lieder“ luden Anja Böttger-Balék vom Klangraum Mörfelden und Astrid Marion Grünling mit keltischer Harfe, Oceandrum, Sansula, Klangschalen und Okarina zu einem Seelenwellness-Abend ein.

In dem kleinen feinen Atelier von Gülben Börger konnten sich die Besucher von zauberhaften Klängen verwöhnen lassen.

Wer mehr wissen möchte, über die Galerie und die Veranstaltungen, schaue hier vorbei:

http://www.kunst-modul.de

In wenigen Stunden 3 Orte der Ruhe im Lärm einer Großstadt zu entdecken bereitete mir große Freude. Es gibt sich noch viele mehr bei nächster Gelegenheit

Gerd Taron

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Zur Ruhe kommen – Literarischer Wochenendgruß vom 08.08.14

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in diesen Tagen ist es in unseren Städten und Dörfern ruhig geworden. Geschäfte haben Betriebsferien, viele Büros sind spärlich besetzt. Ferienzeit – Zeit, den Alltag etwas ruhiger angehen zu lassen.

Aber warum sollen wir nur in der geplanten Ferienzeit zur Ruhe kommen? Ist es nicht möglich, unsere Oasen der Stille auch in unserem normalen Alltag zu finden? Der heutige Wochenendgruß möchte Gedankenanstöße geben, nicht nur in den Ferien zur Ruhe zu kommen.

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Foto: Gerd Taron (in der Nähe des Atzelbergturms Kelkheim-Ruppertshain)

Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.
– François de La Rochefoucauld –

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Es gibt eine Stille,
in der man meint,
man müsse die einzelnen Minuten hören,
wie sie in den Ozean der Ewigkeit hinunter tropfen.

Adalbert Stifter

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Während ich still sitze

Ich sitze mal wieder so still und leicht,
dass du mich wegpusten könntest.
Stundenlang bin ich Luft.
Währenddessen kommt die Flut herein
mit ihrem Spielzeug: Seetang, Muscheln,
Verkorkte Flaschen mit Hilferufen,
Schicksale von Nichtschwimmern.
Für sie alle hat die Flut
mehr Zeit als eine Uhr.

Still,
um mich nicht zu verraten,
durchquere ich Jahre
und erfinde dabei wahre Geschichten.
Ich lasse mich heimsuchen
und lebe für Unbekannte.
Ich nehme Pseudonyme an
und lege sie wieder ab.

Und wenn ich mich gleich wieder bewege
werde ich ein anderer geworden sein,
aber ich bleibe bei dem alten Gesicht,
um dir noch einen Anhaltspunkt zu geben.

Ulrich Schaffer

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Nur die Ruhe ist die Quelle
jeder grossen Kraft.

~ Fjodor M. Dostojewski ~

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Foto: Gerd Taron (Waldlichtung bei Kelkheim-Ruppertshain)

Wenn es nur einmal so ganz stille wäre.
Wenn das Zufällige und Ungefähre
verstummte und das nachbarliche Lachen,
wenn das Geräusch, das meine Sinne machen,
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen.

Dann könnte ich in einem tausendfachen
Gedanken bis an deinen Rand dich denken

und dich besitzen (nur ein Lächeln lang),
um dich an alles Leben zu verschenken
wie einen Dank.

(Rainer Maria Rilke)

Gönnen Sie sich an diesem Wochenende Ihre persönlichen Ruhezeiten. Ein Wochenende mit erholsamen und stillen Momenten wünscht

Ihnen/Euer

Gerd Taron