Was zählt – Literarischer Wochenendgruß vom 05.01.18

Was zählt – Literarischer Wochenendgruß vom 05.01.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

nun sind bereits wieder die ersten Tage im neuen Jahr vergangen. Zu Beginn des neuen Kalenderjahres blicken wir nach vorne und sind hoffentlich gespannt auf neue Herausforderungen, Begegnungen, Erlebnisse.

Einige Leser sind aufgrund persönlicher Ereignisse vielleicht eher mutlos, ratlos und haben nicht so viel Zuversicht wie andere. Diesen wünsche ich in ihrer jeweiligen Situation, dass sie die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht verlieren.

Für mich persönlich stellt sich immer wieder neu die Frage: Was zählt, was bleibt in unseren Leben, heute und morgen und auch gestern.

Mit den Texten und Fotos in der ersten Ausgabe des literarischen Wochenendgrußes 2018 möchte ich wieder zum Nachdenken inspirieren.

Sonnenaufgang im Wald – Foto: Franziska Franz

„Der Gesang der großen Weite“

Alle Taten von gestern
sind geschehen.
Was heute zählt,
ist nur die Energie
des Augenblicks.
Stimm ein in den
Gesang der großen Weite,
den Gesang,
den auch deine Seele
unter freiem Himmel singt.
Mag sie krächzen,
sei geduldig
mit ihr,
gib ihr die Nahrung,
die dein Engel dir bringt.
Wenn sie später
ergreifend schön singt,
horche!

© Lissy Theissen

Foto: Gisela Michaelis

Unsere Werte

Wir sind geprägt von einer Kultur, die Quantität betont. Das ist der Ausdruck des Unerwachsenseins. Wer schießt die meisten Tore, wer hat die meisten Stimmen, wer verdient am meisten? Wir leben in einer Welt, in der für viele das Messbare das Wirklichste ist. Alles andere ist nebulös, persönlich und subjektiv. Die Bedeutung, der Sinn, der Gehalt sind nicht messbar.

Unsere Lust, zu sammeln ist Ausdruck dieser Haltung. Wir sammeln Briefmarken, Autos, Geld, Ideen, Freunde und für manche zählt nur die Anzahl. Aber Anzahl sagt nichts über Inhalt aus. Menge hat nichts mit Qualität zu tun. Man könnte sogar sagen, dass dort, wo die Konzentration auf der Anzahl oder der Menge liegt, die Qualität leidet. Man kann nur eine gewisse Anzahl von Freundschaften wirklich schöpferisch und liebevoll gestalten. Man kann nur einer begrenzten Anzahl von Gedanken in der Tiefe nachgehen.

Sich von der Quantität zur Qualität zu wenden ist ein Entwicklungsschritt, ein Ausdruck des Reifens. Durch gewisse Begrenzungen, die gewöhnlich mit dem Alter kommen, bietet sich diese Umorientierung an. Aber nur deshalb weniger zu tun, weil man mehr nicht schafft, ist nur ein halber Schritt. Es geht darum, zu entdecken, dass in dem „Weniger“ wirklich die ganze Welt enthalten ist.

Es scheint ein Gesetz zu sein: Da, wo durch die Tiefe die Qualität zunimmt, nähert sich das Qualitätsvolle der umfassenden Bedeutung des Lebens, in der alle Formen von Quantität enthalten sind. Eine wirklich gute Freundschaft ist ebenso viel wert wie viele Freundschaften. Ein Gedanke in der Tiefe verfolgt, erleuchtet alle anderen Gedanken. Dies zu verstehen ist in der Jugend fast unmöglich. Im Alter aber liegt darin die Erfüllung des Lebens. Wer so älter wird, spürt auch noch seine Jugend und sein mittleres Alter, weil im Älterwerden alle Lebensphasen enthalten sind.

Ulrich Schaffer

Foto: K.-H. Fischer

Gesten der Menschlichkeit

Nur eine kleine Umarmung
kann Dir soviel geben.
Sie schenkt Dir Geborgenheit
und bringt Glück in Dein Leben.
Nur eine kleine Umarmung ist so viel wert,
weil sie zwar nur für den Moment zählt
und doch in Deinem Herzen ewig wehrt.

Nur ein kleines Lächeln
auf einem anderen Gesicht,
lässt Dir die Dunkelheit vertreiben
und schenkt Dir Freude und Licht.
Nur ein kleines Lächeln bringt soviel Glück,
es erwärmt Dein Herz und
schenkt Dir eines zurück.

Nur eine kleine Träne auf dem
Gesicht des anderen sagt Dir,
Du bist es, der sie lässt wandern.
Schenke ihm ein Lächeln
und eine Umarmung zurück.
Dies Geschenk hilft auch Dir
und bringt Dir Glück.

Nur eine kleine Geste ist doch die,
die für immer im Herzen bleibt.
Eine kleine Geste ist es,
die in uns so oft den Kummer vertreibt.

Autor unbekannt

Foto: Tim-Thilo Fellmer

Die Glücksbohnen – eine Geschichte zum Nachahmen

Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hat, wenn ihm etwas Freude bereitet oder wenn er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.
Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit seinem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche. Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche.

Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

[Burkhard Heidenberger, der diese Geschichte im Internet veröffentlicht hat]

Foto: Olaf Jahnke

Egal wohin unsere Reise führt,
wie lange sie dauert
und ob wir je am Ziel angelangen,
das, was zählt sind die liebevollen
Menschen, Begleiter und Begegnungen,
die während unserer Reise mit uns
in gleicher Richtung sind.
Gute Reise, liebe Seele.
Anja Schindler

Ich wünsche allen eine viele schöne Reisen durch das Jahr 2018. Mögen Ihnen, Ihrer Familie und Freunden, Mitmenschen viele positive Erlebnisreisen beschert sein.

Ihr/Euer

Gerd Taron

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Von Zeitungsdieben und Wetterkapriolen – Der Alltag in diesen Tagen der Zeitungszusteller

Von Zeitungsdieben und Wetterkapriolen – Der Alltag in diesen Tagen der Zeitungszusteller

Mit diesem Zeitungswagen bin ich jeden Morgen unterwegs – viele andere Kolleginnen und Kollegen sind mit ihren Autos unterwegs, um die Zustellung rechtzeitig zu ermöglichen. – Foto: Gerd Taron

Was werden die Früchte deines Lebens sein?
Die morgendlichen Schlagzeilen
die wir beim Frühstück lesen
erschüttern und empören uns.
Die Nachrichten am Abend
berichten von weiteren Anschlägen und Massakern,
von Übergriffen und Tätlichkeiten,
die sich über Tag ereignet haben und summierten.
Mensch, wenn du doch mal klug wirst
und einhältst im Ausrotten deiner Spezies!
Fühle bei dir selbst,
was du anderen antust.
Fühle deine Grausamkeit.
Höre deine Opfer schreien.
Macht Zerstörung und Tod Sinn?
Gemeinsam etwas aufzubauen,
das macht Sinn!
Erschaffen, statt ausrotten!
Schmerzen nehmen, statt sie zuzufügen!
Freude verbreiten, statt Angst zu machen!
Leben schenken, statt es zu töten!
Weitblick haben,
statt kurzfristig alles zu vernichten!
Aktiviere deine Gehirnzellen
und fühle in dein Herz.
Was werden einst die Früchte deines Lebens sein?

(Anne M. Pützer)

Kelkheim-Fischbach, 02.01.2018

Wie vielen bekannt sein dürfte, bin ich im „Nebenjob“ als Zeitungszusteller unterwegs. In diesen Tagen. Ist es besonders schwierig. Das Wetter meint es nicht besonders gut mit uns. Von Regen, Schnee, Schneematsch und Sturm ist alles dabei. Dazu kommen umfangreiche Werbebeilagen, die irgendwie in überfüllten Briefkästen und Zeitungsrohre untergebracht sein wollen.

Die „Berge“ sind derzeit dank der umfangreichen Werbebeilagen der bekannten Möbelhäuser um einiges höher – Foto: Gerd Taron

Einige Abonnenten haben dafür kein Verständnis – andere zeigen in besonderer Weise in persönlichen Begegnungen ihre Anteilnahme.

All diesen Wetterumstände kommen noch die Zeitungsdiebe hinzu, die sogar aus geschlossenen Briefkästen „ihre“ Tageszeitung entnehmen.

Wenn also Ihre Zeitung mal nass oder sehr verspätet bei Ihnen ankommt – der Zusteller ist oft nur selten „schuld“ daran.

Über eine besondere Begegnung nach einer meiner schwierigsten Touren habe ich auf meiner WordPress-Seite berichtet:

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2017/12/

Mit zeitungsfreundlichen Grüßen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Wundersame Begegnungen – Durch Regen und Schneematsch und ein Walt-Disney-Taschenbuch

Kelkheim-Fischbach, 30.12.2017

Foto: Gerd Taron

Zum Altjahrsabend oder auch Silvester möchte ich von einer besonderen Begegnung berichten.

Viele der Leser wissen, dass ich in den frühen Morgenstunden als Zeitungszusteller unterwegs bin. In der abgelaufenen Woche hat das Wetter uns allen keine große Freude bereitet. Die Zeitungszusteller hatten damit in besonderer Weise zu kämpfen.

Der Anspruch, dass die Zeitung morgens um 6 Uhr auf den Frühstückstisch liegt, war kaum zu erfüllen. Dazu kamen in der Woche die vielen dicken Werbebeilagen, viele Zeitschriften und verstopfte Briefkästen bzw. Zeitungsrohre, weil Mann/Frau vergessen hat, die Zeitungslieferung zu unterbrechen.

Wenn man dann auch noch Vertretungen übernehmen „darf“, weil Kollegen Urlaub haben, wird es bei diesen schwierigen Witterungsverhältnissen nicht sehr angenehm.

An meinem letzten Arbeitstag in diesem Jahr hatten ich und meine Kollegen das Vergnügen zusätzlich diverse Abonnenten mit einem regelmäßig erscheinenden Walt-Disney-Taschenbuch zu beliefern.

Nach dem ich mich endlich nach mehr als 6 Stunden durch alle Wetterwidrigkeiten gekämpft hatte, war ich froh endlich zu Hause zu sein und mich von den nassen Sachen zu befreien. Beim Entladen meines Zeitungswagens fiel mir dann ein vergessenes Walt-Disney-Taschenbuch in die Hände. Bei der vorletzten Station am äußersten Ende hatte ich es versäumt dieses Taschenbuch einzuwerfen.

Was tun? Liegen lassen und nächste Woche einwerfen? Es fiel mir nicht, dann dem unbekannten Jugendlichen das Taschenbuch noch in diesem Jahr zukommen lassen.

Foto: Gerd Taron

Auf der großen Hauptstraße bei Regen und Schneematsch ging ich wieder hoch, um dann auf der anderen Straßenseite wieder zurück zu kehren. Auf halber Strecke begegnete mir dann im trüben Wetter ein buntes Wunder. Eine liebe Freundin, die ich wegen ihres farbenfrohen Regenschirms fast nicht erkannt hätte, sprach mich an.

Schon länger wollten wir uns gemeinsam mit ihrem Mann mal wieder treffen. Aber die persönlichen Umstände auf beiden Seiten ließen es nicht zu.

Umso freudiger war der Austausch auf offener Straße, an dem der Verkehr an uns vorbeirauschte.

Es gibt sie immer wieder – die kleinen Wunder des Alltags.

Ich wünsche allen im kommenden Jahr viele kleine wundersame Begegnungen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Beschwipste (Vor-) Weihnachten

Beschwipste (Vor-) Weihnachten

„Schon wieder stehen meine beiden Frauchen in der Küche,“ denkt Sir Lockhard genannt Locke. Locke ist ein weißer Tibet Terrier und der einzige Mann im Haus.

Seine beiden Frauchen Ella und die 15 jährige Tochter Madeleine hat er gern um sich, am Liebsten kuschelnd auf dem Sofa. Wenn sie ihn vernachlässigen, um zu kochen gefällt ihm das gar nicht- außer für ihn fällt etwas zu essen ab.

Es ist Vorweihnachtszeit. „Überall riecht es nach Keksen, überall wird gebacken,“ siniert Locke in seinem Körbchen ssitzend- „ nur bei uns nicht! Wasti der Nachbardackel durfte sogar Keksteig kosten und Crissy, die arrogante Pudeldame von oben hat einen eigenen Adventskalender mit Keksen für jeden Tag vor Weihnachten. Und ich?“
Beleidigt verlässt Locke die Küche und begibt sich ins Wohnzimmer auf sein Kissen.

Auf dem nahbaren Wohnzimmertisch steht ein silberner Schwan mit dekorativ drapierten braunen Kugeln.

Kaum hat er es sich richtig bequem gemacht kammt das junge Frauchen Madeleine mit einer Schüssel ins Wohnzimmer und sagte : „Was guckst du denn so traurig – bald ist Weihnachten. Alle freuen sich auf Geschenke und gutes Essen.“ “Paah, was für ein Pech, dass ich nicht reden kann. Weihnachten – Geschenke, Essen. Alles für die Anderen und nichts für mich, denn ich bin nur ein Hund,“ denkt er grimmig.
Madeleine geht zum Wohnzimmertisch und fügt zu den braunen Kugeln schwarze Kugeln hinzu, so dass der Schwan voll beladen ist . Bevor Madeleine das Wohnzimmer wieder verlläßt krault sie Locke hinter den Ohren, um ihn mit der Welt zu versöhnen. Sir Lockhard ist und bleibt unversöhnlich:“Ich will auch was von Weihnachten haben. Die Kugeln da drüben sehen zwar nicht wirklich appetitlich aus, aber wenn das keine Kekse sind was ist es dann…?“ fragt er sich und pirscht sich an den Tisch heran.

Geschickt angelt er sich mit der Pfote eine schwarze Kugel und beißt zu: „Mmm, besser als Hundekekse“, muss er anerkennend zugeben und greift erneut zu. Der Schwan schwankt, bleibt aber stehen. Einige Kugeln purzeln auf den Teppich…

Unterdessen sind Madeleine und ihre Mutter in der Küche zu Gange. Beide Frauen staunen nicht schlecht, als Locke torkelnd die Küche betritt und schlapp in sein Körbchen fällt. „Locke, was ist los, bist du krank?“ fragt Madeleine besorgt.
Der Hund schnarcht glücklich vor sich hin und schläft den Schlaf des gerechten Diebes.

Mutter Ella geht ins Wohnzimmer, weil das Handy klingelt. Kurz darauf bricht das ältere Frauchen in schallendes Gelächter aus, das auch anhält, als sie wieder in die Küche kommt: „Unser Hund ist nicht krank sondern beschwipst,“ erklärt sie immer noch prustend vor lachen. „In den Schokotrüffeln ist ordentlich Alkohol drin, jedenfalls ordentlich für einen kleinen Hund – Amaretto und Cognac.“ Madeleine stimmt in das Gelächter mit ein, aber auch dieser Lärm kann den beschwipsten Hund nicht aus dem Schlaf reißen.

( Im Angedenken an unseren Hund Perringten von Saldern I und letzte, der biblische 16 Hundejahre erleben durfte)

Sonja von Saldern

Grundrezept „Schwipstrüffel mit Zimt

Portionsgröße, für 30-40 Stück,Schwierigkeitsgrad:leicht ,
Zeit: 60 bis 90 min Zubereitung

300 g
Vollmilchschokolade
100 g
Sahne
½ TL Zimtpulver
50 g
weiche Butter

3cl Amaretto( ca. 3 Teelöffel, nicht mehr sonst wird die Masse nicht fest)

Zubereitung

• 1.
Für die Füllung die Vollmilchschokolade sehr klein schneiden. Die Sahne und die Zimtstangen in einen kleinen Topf geben. Sahne bei starker Hitze zum Kochen bringen und 1 Min. kochen lassen. Den Topf von der Herdplatte ziehen und den Zimt 3 Min. in der Sahne ziehen lassen.
• 2.
Die gehackte Vollmilchschokolade in die Sahne geben und in wenigen Zügen glatt rühren, bis sie sich aufgelöst hat. Diese Ganache mit Klarsichtfolie abdecken und bei Zimmertemperatur ca. 12 Stunden ruhen lassen.
• 3.
Die Ganache mit einem Schneebesen kräftig aufschlagen und dabei nach und nach die weiche Butter untermischen. Amaretto ebenfalls untermischen.
• 4.
Kakaopulver gemischt mit Zimt ( 1 Teelöffel) bereitstellen. Mit einem Teelöffel ein Stück der Schokomasse abtrennen und mit den Händen eine Kugel formen. Kugel im Kakaupulver wenden bis alles bedeckt ist.
• 5 Schokotrüffel in ein Patisserie Pralinenförmchen geben und in einer Schale geben.
Abwandlung: Statt der Vollmilchkuvertüre kann auch Zartbitterschokolade verwendet werden. Cognac als Zusatz eignet sich besonders gut. Gewendet werden diese dunklen Schokotrüffel in Schokoflocken oder Schokostreuseln.
In dekorative Dosen verpackt eignen sich Trüffel besonders gut als Geschenk!

Nimm mich mit Kapitän auf die Reise – Eine unterhaltsame Lesung mit der Kreuzfahrtautorin Brina Stein bei den Hofheimer Suppenlesungen

Nimm mich mit Kapitän auf die Reise – Eine unterhaltsame Lesung mit der Kreuzfahrtautorin Brina Stein bei den Hofheimer Suppenlesungen

Hofheim/Taunus, 14.11.17

Zum Abschluss der diesjährigen Hofheimer Suppenlesungen lud die Inhaberin Beate Hüls von der Event-Agentur evendon (www.evendon.de) wieder zu einem literarisch-köstlichen Abend in der Waldgaststätte Viehweide in Hofheim ein. Beate Hüls versteht es mit ihrer individuellen Agentur auch im literarischen Bereich besondere Akzente zu setzen. Interessante und ungewöhnliche Autoren werden an manchmal ungewöhnlichen Orten präsentiert.

Foto Brina Stein und Beate Hüls bei der Begrüßung

An diesem Abend war Brina Stein (www.brina-stein.de) zu Gast. Sie hat sich mit ihren Büchern als Kreuzfahrtautorin und Fachfrau für Maritimes etabliert. Im vollbesetzten Saal der Waldgaststätte Viehweide präsentierte ihren Roman „115 Tage an Tisch 10“.

In sehr unterhaltsamer Weise schilderte sie, was und wie sie gemeinsam mit ihrem Ehemann auf dieser Kreuzfahrt rund um die Welt erlebte. Spannend erzählte sie von den verschiedensten Charakteren, bei einer so großen Zahl von Menschen (mehr als 2000), tagtäglich miteinander auskommen müssen..

Wie zum Beispiel der Nörgler Bruno

der an allem, egal wo und bei welcher Gelegenheit etwas auszusetzen hat.

oder die Landfrauen Rita, Ute und Rosi mit denen Mann/Frau so manch feucht-fröhliches erleben kann:

An diesem Abend durfte viel gelacht werden:

Zur Pause wurde dann wie bei den Hofheimer Suppenlesungen üblich eine Suppe serviert. Diesmal gab es von der Waldgaststätte Viehweide eine köstliche Kartoffelsuppe.

An Tisch 10 genossen Beate Hüls (links im Bild) von der Agentur „evendon( http://www.evendon.de) “ und Autorin Brina Stein (www.brina-stein.de) die Kartoffelsuppe.

Weitere spannende Abenteuer gab es dann nach der Pause:

Am Ende überreichte Beate Hüls der Autorin Brina Stein ein kleines feines Geschenk als Dankeschön für den sehr unterhaltsamen Abend:

Danach gab es dann die Möglichkeit sich „sein“ Buch von der Autorin persönlich signieren zu lassen. Dies ließen sich viele der Besucherinnen und Besucher nicht nehmen.

Für alle Besucher hatte die Inhaberin der Agentur evendon eine Überraschung vorbereitet. Anlässlich des bevorstehenden 5 jährigen Jubiläums gab es für alle Sekt und/oder Orangensaft als Aufmerksamkeit für die jahrelange Treue.

115 Tage durften wir alle an Tisch 10, dem zentralen Ort für viele aufregende Geschichten, die in diesem Roman so schön beschrieben wurden, teilhaben.

Es war ein sehr unterhaltsamer Abend, an denen sich viele gerne erinnern werden. Für einen Landmann wie mich wären 68 Tage nur auf Wasser doch des Guten zu viel. Aber ein Erlebnis ist es sicherlich auch für eine Landratte.

Gerd Taron

Hier noch einige Hinweise:

Am Sonntag, 19.11. stellt Brina Stein im Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“ am Rettershof ihren neuen Bildband zu ihrer Kreuzfahrt vor.

Weitere Informationen zum Roman „115 Tage an Tisch 10“ finden Sie hier:

http://www.brina-stein.de/1.html

Oasen der Ruhe im Lärm einer Großstadt

Oasen der Ruhe im Lärm einer Großstadt

Alter Kurpark Wiesbaden – Foto: Gerd Taron

Menschen, die die Muße und Ruhe nicht mehr kennen, führen auch im größten Reichtum ein armes Leben.

Elfi Egger

Wiesbaden, 08.11.2017

Ein herbstlicher Ausflug führte mich an diesem Tag in die Landeshauptstadt von Hessen, Wiesbaden. Nach längerer Zeit, ergab sich wieder die Gelegenheit mit einem langjährigen lieben Freund zu treffen. Außerdem war ich neugierig, die Galerie „kunst-model“ kennenzulernen.

Es war viel Hektik und Lärm, nicht nur der Straßenverkehr. Auch die Menschen liefen rast- und ruhelos umher. Der Aufbau für den bevorstehenden Sternenmarkt begann bereits.

Dabei gibt es doch so schöne Oasen mitten in Wiesbaden, um für einige Momente zur Ruhe zu kommen.
Wir besuchten den alten Kurpark in Wiesbaden, der am Nachmittag fast menschenleer war.

Alter Kurpark Wiesbaden – Fotos: Gerd Taron

Mitten im Einkaufstrubel der Innenstadt gibt es eine Einrichtung der evangelischen Kirche, die für Ruhesuchende zum Wohlfühlen und Entspannen einlädt. Es ist das Café „Schwalbe 6“ auf der Schwalbacher Straße 6.

Café Schwalbe, Wiesbaden, Schwalbacher Straße 6

http://kirchen-wiesbaden.de/schwalbe6/WPEinrichtung/wordpress/
Mein Weg führte mich dann in die Galerie „kunst-modul“ in der Nähe des Wiesbadener Hauptbahnhofes.

Galerie „kunst-modul“ in Wiesbaden, Luxemburgstraße 6

Unter dem Thema „Klangreisen und herbstliche Lieder“ luden Anja Böttger-Balék vom Klangraum Mörfelden und Astrid Marion Grünling mit keltischer Harfe, Oceandrum, Sansula, Klangschalen und Okarina zu einem Seelenwellness-Abend ein.

In dem kleinen feinen Atelier von Gülben Börger konnten sich die Besucher von zauberhaften Klängen verwöhnen lassen.

Wer mehr wissen möchte, über die Galerie und die Veranstaltungen, schaue hier vorbei:

http://www.kunst-modul.de

In wenigen Stunden 3 Orte der Ruhe im Lärm einer Großstadt zu entdecken bereitete mir große Freude. Es gibt sich noch viele mehr bei nächster Gelegenheit

Gerd Taron

Vom Single-Dasein

Vom Single-Dasein

Kelkheim-Fischbach an einem Herbst-Sonntag 2017

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Es wird Zeit, mich zu bekennen. Im Neuhochdeutschen-Denglisch heißt das „Outen“. Ja, ich bin in Single, also ohne feste Partnerin und in keiner festen Beziehung lebend.

Wenn ich mir die Medien so durchlese, scheint das in diesen Zeiten ein größeres Problem zu sein. Es gibt unzählige Foren und Seiten im Internet dazu und selbst die FAZ hat dies in verschiedenen Artikeln thematisiert.

Demnach scheinen viele Männer und Frauen auf der Suche nach dem Traumpartner zu sein, unabhängig vom Alter. Ich kann es nicht so richtig deuten, ob es daran liegt, dass es im Gegensatz zu früheren Zeiten keine festen familiären Strukturen mehr gibt. Alles ist unverbindlicher geworden. Aber die Sehnsucht nach verlässlichen Beziehungen ist wohl sehr groß.

Liegt das Heil wirklich in einem anderen Menschen? In meinem wöchentlichen erscheinenden literarischen Wochenendgruß vom 17.03.17 „Das Heil in einem anderen Menschen suchen“
(https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2017/03/17/das-heil-in-einem-menschen-suchen-literarischer-wochenendgruss-vom-17-03-17/ ) habe ich dies thematisiert. Ich halte es für nicht gut, sein Lebensglück auf einen anderen Menschen zu fokussieren.
Durch meine beruflichen Aktivitäten im Kulturbereich (Literatur, Kunst, Kleinkunst) habe ich viele Kontakte zum anderen Geschlecht und habe genügend anderen Alternativen. So ist es mir vor einigen Wochen bei einer Lesung ergangen, dass ich von 28 Besuchern einer von 3 männlichen Zuhörern war.

Im normalen Alltag wurde ein Tür aufhalten, ein Lächeln, von mir bereits als „Anmache“ vom weiblichen Gegenüber empfunden.
Zur Klarstellung: Ich bin neugierig auf Menschen, egal ob weiblich oder männlich. Beim ersten Kontakt, sei es im realen oder virtuellen Leben, frage ich nicht nach dem Beziehungsstatus. Mir ist es nicht wichtig.

Ich empfinde es als großes Glück auch mit Frauen, die ein harmonisches Beziehungsleben haben, eine sehr herzliche Freundschaft zu pflegen.

Die jeweiligen Partner wissen, dass sie keinerlei „Angst“ vor einer männlichen Konkurrenz haben müssen.

Der Schweizer Chansonnier Stephan Sulke hat in seinem Lied „Der Typ von nebenan – ich bin kein besonderer Mann“ es wunderbar formuliert.
Wir Rheinländer haben einen schönen Spruch: „Et kütt, wie et kütt“ – Es kommt, wie es kommt. So ist das Leben.

Ich bin nicht auf der verzweifelten Suche nach einer Partnerin, wie viele meiner männlichen Artgenossen. Aber ich laufe nicht mit verbundenen Augen durch das Leben. Daher werde ich trotz so mancher negativen Erfahrung in der Vergangenheit nichts ausschließen wollen.
In diesem Sinne wünsche ich allen Singles ein glückliches Leben, sei es mit oder ohne Wunsch-Partner.

Ihr/Euer
Gerd Taron