Brot – Nahrung für unser Leben – Literarischer Wochenendgruß vom 30.08.13

Liebe Kulturfreunde,

 

der Sommer neigt sich allmählich dem Ende. Am Sonntag beginnt laut meteorologischen Kalender bereits der Herbst.

 

Die Früchte der Felder sind geerntet. Auf den Streuobstwiesen hier im Taunus beginnt in Kürze die Apfelernte.

 

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Foto: Marina Rupprecht

 

Und blüht der Weizen…

Und blüht der Weizen, so reift er auch,
das ist immer so ein alter Brauch.
Und schlägt der Hagel die Ernte nieder,
übers andere Jahre trägt der Boden wieder.

Johann Wolfgang von Goethe

 

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Zeit für uns, in Erinnerung zu rufen, wovon wir leben. In der Bibel heißt es im „Vater unser“ „Unser tägliches Brot gib uns heute“.

 

Wir sind in unseren Breitengraden, vor allem in unserem Land, mit einer großen Auswahl von Brot beschenkt. Anderswo sieht es anders aus, das dürfen und sollten wir bei unserem Reichtum nicht vergessen.

 

 

 

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Foto: Marina Rupprecht

 

 

„Wir brauchen Brot und Wein.

Brot ist Frucht der Arbeit,

Nahrung für unseren Körper.

Es wächst aus Erde, Sonne und Regen.

Brot ist eine Gabe der wechselnden Zeiten,

grüner Teppich des Frühlings,

gelber Reigen des Sommers,

schweres Gold des Herbstes,

lebendiges Weiß des Winters.

Auf dem Tisch des Lebens

Ist Brot Nahrung und Kraft.

 

Wir brauchen Brot und Wein.

Gottes Gaben in unseren Händen

Öffnen die Augen

und machen uns reich.

Wo wir das Brot brechen und teilen,

werden Hungrige satt,

schöpfen Mutlose Hoffnung,

lernen Traurige lachen.

Da ist Jesu Christ in unserer Mitte,

der mehr schafft, als wir sehen,

Frieden, Gerechtigkeit, Leben

für alle.

 

Autor unbekannt

 

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Foto: Marina Rupprecht

 

Wenn Sie mögen, können Sie mich und Marina Rupprecht, die wieder die Fotos zu diesem Wochenendgruß beigetragen hat,  heute am Freitag, 30.08.13 ab 19:00 Uhr bei einem literarischen Abendspaziergang in Kelkheim-Fischbach begleiten.

 

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Spätsommer-Wochenende.

 

Ihr/Euer

 

Gerd Taron

Gerd Taron 

Taron-Antiquariat
Langstraße 30

65779 Kelkheim-Fischbach
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Von Steinen lernen – Rundbrief von Pfarrer Andreas Schmalz-Hannappel

„Von Steinen lernen, heißt liegen lernen,“ spottete Robert Gernhardt. Doch liegt da nicht auch ein Fünkchen Wahrheit drin? Täte es uns nicht auch gut, einfach mal abzuwarten? Nicht in hektischen Aktionismus zu verfallen, sondern in Ruhe zu überlegen und dann mit aller Deutlichkeit das Richtige zu tun?
 Ich erlebe es leider immer wieder, ob in der Schule oder in der Kirche, aber auch in der Wirtschaft, dass viele Vieles tun, weil irgendetwas ja  getan werden muss. Aktion allein um der Aktion willen. Denn wer nichts tut, gilt nicht grade als innovativ, sondern als faul. Dabei täte es vielen gut, erst mal abzuwarten, nichts zu tun, die Lage zu analysieren und dann erst zu handeln. Auch in der momentanen politischen Lage wäre dies ein guter Ratschlag. Denn mit Erschrecken lese ich in den Zeitungen von einem drohenden Militärschlag gegen Syrien. Es ist in der Tat nicht hinzunehmen, dass Giftgas Menschen tötet. Aber bevor man die Waffen sprechen lässt, sollte man wissen, wohin dies führen soll und welche Möglichkeiten der Deeskalation es noch geben kann.
So gibt es viele Situationen im Leben, in denen es sinnvoller ist, zu warten, als sofort zu agieren. Vielleicht sollten wir uns wirklich ab und an den Stein als Vorbild nehmen, wie es der Autor Holm Friebe in seinem Buch „Die Stein Strategie – von der Kunst nicht zu handeln“ empfiehlt.
Der prägnanteste Stein, von dem in der Bibel erzählt wird, ist der Stein, den die Bauleute verworfen hatten. Er wurde zum Stolperstein und somit zum Stein des Anstoßes, um schließlich wirklich tragender Stein, nämlich Eckstein zu werden.
Da ist der Stein, der eigentlich ein Bild der Passivität ist, zu einem dynamischen und kräftigen Wirken gekommen, so dass auch der an Christusglaubende Mensch als lebendiger Stein bezeichnet werden kann.
So heißt für mich von diesem Eckstein zu lernen, darauf zu vertrauen, dass Gott mich im rechten Moment  das Rechte tun lässt.
Dies Vertrauen wünsche ich auch Dir.
Gottes Segen für Dich.
Andreas Schmalz-Hannappel, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannes Kelkheim-Fischbach
P.S. Am kommenden Sonntag freut sich der Förderverein, wenn möglichst viele Menschen in den Gottesdienst (10.30 Uhr) und zum anschließenden Brunch kommen. Der Chor wird singen und die Band spielen.
Aus organisatorischen Gründen ist der Redaktionsschluss des neuen Gemeindebriefes auf Mitte September verschoben worden. Gedankensplitter oder Artikel zum Thema Toleranz sind sehr verwünscht (redaktion@st-johannes.net).

Vom Turm in die Freiheit ?! Ein Nachruf für einen lieben Menschen

Vom Turm in die Freiheit?!

Ein besonderer Nachruf für einen lieben Menschen

 

Am Abend des vergangenen Freitag erreichte mich eine Todes-Nachricht von einem Menschen, die mich sehr berührt hat.

Dieser Mensch hatte eine besondere Bedeutung in meinem Leben und ist eng mit meiner eigenen Lebensgeschichte verbunden.

In der vergangenen Woche nahm sie sich das Leben. Sie stürzte sich von einem hohen Turm in den Tod. Da ich ihre Lebensumstände gut kenne, kann ich mir vorstellen, was sie möglicherweise zu diesem Entschluss bewegt hat.

Sie hat sich nicht aus ihren Fesseln, aus dem Stacheldraht, der sie umgab, befreien können und sah offensichtlich keinen anderen Ausweg mehr als den Freitod.

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An dieser Stelle möchte ich einige persönliche Zeilen an sie richten:

Liebe A.,

 als ich Dich und Deine Familie vor 3 Jahren zum letzten Mal besucht habe, warst Du in einer sehr schwierigen Situation. Damals erschien alles hoffnungslos für Dich. In der darauf folgenden Zeit gab es dann wieder neue Hoffnung.

 Es schien, als ob ein Regenbogen Dir neuen Mut geben würde.

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Was Du nicht wissen konntest: Dieser Besuch hatte für mich eine große Bedeutung mit großen Nachwirkungen. Es war der Beginn in mein neues Leben.

Ähnlich wie Du habe ich gespürt, dass es nicht so weitergehen kann. „Ich will das ändern“ war meine Erkenntnis. Aber wo ist der Ausweg aus diesen Abhängigkeiten, in der wir uns beide befanden? Auf der Heimfahrt war mein Entschluss gefasst. Ich komme nie mehr an diesen Ort zurück – und: ich werde mich aus meinem familiären Umfeld  trennen. Das Buch von Rainer Wälde „Meine Reise zum Leben“ gab den allerletzten Anstoß.

Wie Dir bekannt, war ich bereits zu diesem Zeitpunkt krank. Du selbst hast mich einmal behutsam auf die schleichende Krankheit hingewiesen, die mein Leben zu ruinieren drohte. Diese Krankheit nennt sich „Alkohol“. Von einer Abhängigkeit begab ich mich in eine andere. – der Sucht. Heute weiß ich nach einer erfolgreichen Therapie, dass Alkohol als Lebensbewältigung und als Betäubungsmittel ungeeignet ist und alles zerstören kann. Dazu ist es glücklicherweise nicht gekommen.

In wenigen Tagen jährt sich der Tag, an dem ich mich entschloss, abstinent zu werden. Es wird ein besonderer Tag werden.

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Liebe A.

Ich danke Dir, dass ich Dich ein kleines Stück Deines Lebens habe begleiten dürfen. Durch Dein Leben hast Du mir neue Wege aufgezeigt, auch wenn es Dir nicht bewusst war.

Erst durch Dich habe ich den Weg in die Freiheit gefunden. Das ist das größte Geschenk, was Du mir machen konntest.

Du wirst jetzt sicher alle meine Aktivitäten, mein Leben, jetzt von oben begleiten. Und es ist sicher in Deinem Sinne, dass ich anderen Menschen durch mein Dasein, durch meine Lebenserfahrung, Wege in die Freiheit zeige. Wege heraus aus Abhängigkeiten, sei es durch Menschen, materielle Dinge oder durch Erkrankungen, wie z. B. Alkoholismus.

Ich wünsche allen, die diese Zeilen lesen, insbesondere den Angehörigen, die Du hinterlässt, dass Dein Leben auch ein Leben zur Hoffnung war und ist. Dafür werde ich alles tun, um anderen Hoffnung und Mut zu geben.

Gerd

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Wenn die Sonne erwacht in den Bergen – Sonnenaufgang über dem Taunus

Auf dem Atzelberg-Turm in Kelkheim-Eppenhain – in der Mitte der Feldberg, rechts der Altkönig. – an einem Donnerstagmorgen gegen 06:30 Uhr

 

Ein neuer Tag beginnt – und das Leben!

Mit einem Zitat möchte ich meinen Nachruf schließen

 „Denn ohne Freiheit welkt die Blume der Poesie, wo immer sie auch blühen mag.“ Astrid Lindgren in „Das entschwundene Land“ (eine wunderschöne Autobiographie!).

 

Gerd Taron

Die ersten drei Fotos wurden mir freundlicherweise von Marina Rupprecht zur Verfügung gestellt.

 Weitergabe von Text und Foto nur mit Genehmigung gestattet

Steine – Ins Rollen bringen – Literarischer Wochenendgruß vom 23.08.13

Liebe Literatur- und Fotofreunde,

wir alle kennen die Redewendung „einen Stein ins Rollen bringen“. Mit diesem Sprichwort verbinden wir meist die Aufforderung an uns, etwas in Bewegung zu setzen, aufzubrechen, etwas zu ändern.

Wenn wir an Steine denken, sehen wir sie oft als häufig ungeschliffen, mit Ecken und Kanten. Aber können Steine rollen?

Marina Rupprecht, die den Wochenendgruß seit einiger Zeit fotografisch begleitet, hat sich in den vergangenen Tagen auf den Weg gemacht, Steine ins Rollen zu bringen.

Einige ihrer schönsten Fotos möchte ich in dieser Ausgabe mit meinen eigenen Gedanken versehen.

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Hier ist ein Stein, einer mit Markierungen, der seine Einkerbungen durch viele Jahre seines Daseins bekommen hat. Er hat viel erlebt – getragen, ertragen. Er ist abgeschliffen. Aber ist er auch abgenutzt? Kann er sich wieder neu in Bewegung zu setzen?

Verfolgen wir unseren Stein doch einmal ein kleines Stück seines Weges, schauen wir auf den Beginn neuer Möglichkeiten.

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 Da gibt es noch andere Steine – Steine die keine Mauerblümchen sind. Steine, die andere kleine Steine in sich aufgenommen haben. Sie liegen vor einer großen Mauer. Unüberwindbar?

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 Ein Stein, der sich in Bewegung setzen möchte, ist nicht allein. Er sucht sich einen Partner, der mit ihm gemeinsam losrollen möchte. So unterschiedlich wie die beiden sind – ist das möglich?

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 Komm! Lass uns Mauern überwinden und neue Wege beschreiten!

 Wir sind unterschiedlich, im Aussehen, in mancherlei Ansichten. Aber das macht uns so wertvoll – mit unserer Einzigartigkeit .gemeinsam loszurollen.

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Ja, es geht doch! Wir sind gemeinsam stark. Wir schaffen es! Seien wir auch noch so klein – wir überwinden Mauern, wo dann keine mehr sind. Wir rollen auf neuen Wegen durch das Leben. Auf Wegen, die bisher noch keiner so gesehen hat und gegangen ist..

Mit diesen Gedankenanstößen in Wort und Bild wünsche ich, dass Ihr Leben neue Impulse bekommt.

Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf an diesem Wochenende. Suchen Sie sich Menschen, die mit Ihnen etwas in Bewegung setzen, den Stein ins Rollen bringen.

Ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen/Euch

Gerd Taron

Fotos. Marina Rupprecht

Text: Gerd Taron

Wiedergabe nur mit Genehmigung der Autoren gestattet.

Wenn die Sonne erwacht über den Taunus-Bergen

Ein Sonnenaufgang auf dem Atzelberg-Turm

 

Es ist Donnerstagmorgen kurz vor 6 Uhr morgens. Am Tag vorher habe ich mich entschlossen angesichts der günstigen Wetteraussichten etwas Ungewöhnliches zu unternehmen – nicht zum ersten Mal:

Einen Sonnenaufgang auf dem Atzelberg-Turm in Kelkheim-Eppenhain wollite ich diesmal erleben.

Mit dem ersten Bus sollte es losgehen bzw. nach Eppenhain hochfahren. „Mein Dorf“ Fischbach wird langsam wach. Die ersten begeben sich auf den Weg zur Arbeit. Eine klare Vollmond-Nacht liegt hinter mir. Der Mond ist noch zu sehen.

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Vor dem Hanseklinger-Brunnen in Kelkheim-Fischbach

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Nach kurzer Zeit erreiche ich den Ausgangspunkt meiner Traum-Tour. Eppenhain schläft noch. Es ist ruhig. Ich begebe mich auf den mir mittlerweile vertrauten Weg zum Turm. Vor mir zeigt sich der Fernsehturm, der von weiten sichtbar ist.

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Ich bin alleine und genieße die Ruhe, die ich hier oben genießen kann. 151 Stufen führen mich hinauf auf den Turm, dessen Aussichtsplattform auf 533 m Höhe liegt. Es ist 06:30 Uhr. Hinter dem Feldberg und dem Altkönig wird es hell. Wenige Minuten später lugt die Sonne hinter den Bergen hervor. In kurzer Zeit zeigt sich die Sonne von ihrer schönsten Seite und strahlt die Landschaft an.

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Es sind 30 Minuten der Stille und der Beschaulichkeit. Kein Mensch, außer mir, ist auf die Idee gekommen, mir gleich zu tun. Über mir nur einige kaum hörbare Flugzeuge. Ihre Kondensstreifen zeichnen ein schönes Bild am Himmel.

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Nach einer halben Stunde hat die Sonne den Tag erhellt. Ich begebe ich die 151 Stufen wieder hinunter und wandere in Richtung Ruppertshain zum Zauberberg.

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Blick auf Ehlhalten (rechts im Vordergrund), dahinter Niederjosbach. Beide gehören zur Stadt Eppstein.

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Der „Zauberberg“ in Kelkheim-Ruppertshain. Eine wechselhafte Geschichte hat dieser Ort. Im 19. Jahrhundert als Lungenheilstätte erbaut, später im 2. Weltkrieg ein Lazarett. Heute beherbergt der Zauberberg unter anderem verschiedene Künstlerinnen und Künstler, ein italienisches Restaurant und Unternehmen.

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Eine Skulptur am Zauberberg in Kelkheim-Ruppertshain

Über Streuobstwiesen und Pferdeweiden gehe ich genussvoll in den neuen Morgen hinein. Die Äpfelbäume leuchten in dem Morgenlicht und zeigen ihre Pracht.

Im Dorf angekommen, begrüßt mich freudig eine Gänseschar.

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Guten Morgen, Welt – der Tag kann beginnen!

Gerd Taron

Alle Fotos: Gerd Taron

Das zweite Fechenheimer Literaturfestival 2013

Das zweite Fechenheimer Literaturfestival 2013

Ein literarischer Sommertag in Frankfurt-Fechenheim

Hast Du schon gehört? Von meiner lieben Erlebnis-Autorin Karin Schmitt bekam ich in der vergangenen Woche einen Tipp: Am Samstag, 17.08.2013 soll in Frankfurt-Fechenheim ein Literaturfestival stattfinden.

Irgendwie muss mir da etwas durchgegangen sein: Nein, davon hatte ich nichts gelesen oder bemerkt. Das kann und darf bei einem Bücherfreund auch mal passieren, oder? Mann ist ja nicht allwissend.

Ich machte mich auf Entdeckungsreise ins Internet, las etwas von einem Café Lounge Jasmin als Veranstalterin und Veranstaltungsort. Meine Neugierde war geweckt.

Am Samstagmittag begab ich mich auf den Weg in den äußersten Frankfurter Osten. Ich war noch niemals in Fechenheim (in New York war ich auch noch nicht, aber das ist sehr weit weg). Mehr als 20 Jahre lebe ich mittlerweile im Rhein-Main-Gebiet lebe und noch immer sind mir nicht alle Frankfurter Stadtteile bekannt.

Mit dem „Junkie-Express“, der Linie 11, fuhr ich vom Frankfurter Hauptbahnhof bis zur Endhaltestelle „Schießhüttenstraße“ nach Fechenheim. Vorher noch ein Sprung bei meinen Freunden vom „Buchmarkt Hauptbahnhof Frankfurt“ vorbei, um Trost und Ermutigung zu spenden. In einem halben Jahr wird dieser tolle Buchladen auf der B-Ebene des Hauptbahnhofes von „Schmitt & Hahn“ übernommen.

Es war ein herrlicher Sommertag. Zuerst wollte ich in die Atmosphäre dieser besonderen literarischen Veranstaltung eintauchen. Fechenheim, ein altes Fischerdorf, liegt idyllisch am Main.

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Fußgangerbrücke von Fechenheim nach Rumpenheim (Offenbach)

Foto: Gerd Taron

Vom Mainufer ging ich ins alte Fechenheim, dort wo an ungewöhnlichen Orten die verschiedenen Lesungen stattfinden sollten. Ausgangspunkt meiner Entdeckungstour war das Café Lounge Jasmin, dort wo alles begann.

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Das Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim, Alt Fechenheim 94

Internet: www.cafe-lounge-jasmin.de

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Fotos: Gerd Taron

Im Jahre 2007 hatte Elke Dippel die Idee, Autoren und Künstlern in dem Café ihrer Tochter Jasmin Ehrlich eine Heimat für ihre (noch) unbekannte Werke zu bieten.

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Die Initiatorin und Organisatorin Elke Dippel (rechts) mit den Autoren Jo van Berg (Mitte) und Tanja Fritz (links)

Im vergangenen Jahr wagte es Elke Dippel gemeinsam mit Katja Lehmann und anderen in dem verschlafenen Frankfurter Vorort ein Literaturfestival ins Leben zu rufen. Waren es zunächst noch 22  Autoren im Jahre 2012, kamen diesmal mehr als 51 Autorinnen und Autoren nach Fechenheim, um an ungewöhnlichen Orten, wie  z. B. in einer Metzgerei, einem Friseursalon, einem Kosmetikstudio, einem Eiscafé oder einem Optiker ihre Bücher vorzustellen.

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Die Autorin Ursula Schweiß im „Refugium“ – einem besonderen Kosmetikstudio

Foto: Gerd Taron

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Cornelia Perna, die Inhaberin von „Refugium“

www.kosmetikstudio-refugium.de

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In der Metzgerei „Meisinger“ in Frankfurt-Fechenheim

Foto: Gerd Taron

Bei der großen Vielfalt war es (leider) nicht möglich das ganze Programm persönlich in Augenschein zu nehmen und zu erfassen. Getreu dem Motto „Weniger ist mehr“ beschränkte ich mich notgedrungen.

Die Eindrücke waren so zahlreich, dass auch die Fotos nicht alles aussagen über die wunderschöne Atmosphäre die es gab, nicht nur wegen des tollen Wetters.

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Abendidylle am Main in Frankfurt-Fechenheim

Foto: Gerd Taron

Beeindruckt und inspiriert begab ich mich am Abend auf den Heimweg in meine Taunus-Berge.

Im Sommergärtchen des Café Lounge Jasmin ließ ich den genussvollen literarischen Tag bei selbst hergestellten Flammkuchen und schöner Musik mit René Moreno und Achim Seewald ausklingen.

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René Moreno und Achim Seewald im Sommergärtchen von Café Lounge Jasmin

Internet: www.renemoreno.de

Fechenheim – ich komme wieder! Nicht nur wegen des Literaturfestivals im nächsten Jahr.

Gers Taron

Alle Fotos und Text: Gerd Taron: – Wiedergabe und Weiterverwendung nur mit Genehmigung gestattet.

Steine – Zeichen der Lebendigkeit – Literarischer Wochenendgruß vom 16.08.13

Liebe Freunde der Sprache und des Sehens,

 

wenn wir Steine betrachten, kommen sie uns oft als „totes Material“ vor. Dabei übersehen wir oft, dass der Stein, den wir sehen, über viele tausende, ja sogar Millionen von Jahren einen besonderen Lebenszyklus hat. Das Wasser, die Sonne, das Klima zur jeweiligen Zeit hat den Stein zu dem gemacht hat, was wir jetzt anschauen.

 

Verhält sich das mit unserem Leben nicht ähnlich? Sind wir durch unser Leben, durch unsere Erfahrungen, sei es im positiven oder auch im negativen Sinne, abgeschliffen, gereinigt, manchmal gar verunstaltet worden? Gibt es Ecken und Kanten? Oder gehören sie zu unserem Leben, zu uns?

 

Und wenn wir unser Leben und uns selbst dann genauer betrachten, dürfen wir nicht dann von uns sagen, dass wir ein schöner Stein geworden sind?

 

 

 

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Foto: Marina Rupprecht – „Hühnergötter

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Foto: Marina Rupprecht

 

 

„nur leben

entwirft

vom leben

lebendige

bilder.

 

was schaben,

was pinseln

die maler

auf kirchengerüsten

an toten gemälden?

 

des lebens

und seines fürsten

lebendiges bild

sind frauen

und männer“

 

Kurt Marti

 

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Foto: Marina Rupprecht – „Hühnergötter“

 

„Der Mensch lebt und bestehet

Nur eine kleine Zeit,

und alle Welt vergehet,

mit ihrer Herrlichkeit.

Es ist nur Einer ewig

und an allen Enden

und wir in seinen Händen.“

 

Matthias Claudius

 

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Fotos: Marina Rupprecht

 

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Betrachten Sie sich selbst an diesem Wochenende und ihr Leben aus der Sicht eines Steines. Begeben Sie sich auf Ihre persönliche Stein-Zeit-Reise.

 

Ein Wochenende mit vielen schönen Entdeckungen wünscht

 

Ihnen/Ihr

 

Gerd Taron

Gerd Taron 

Taron-Antiquariat
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Von der Genügsamkeit und einer Begegnung – Eine wahre Geschichte von Walburga Kliem

Eine wahre Geschichte … – erzählt von einer Geschichtenerzählerin

 

Von der Genügsamkeit und einer Begegnung

Auf meiner „Geschichtenwanderung 2010“ in der Nähe von Mühlhausen saß ein Geschäftsreisender frühmorgens in der Pension an meinem Tisch. Wir unterhielten uns und er war erstaunt, dass ich erstens den Beruf einer Geschichtenerzählerin habe und dann auch noch wie in alter Zeit auf die Wanderschaft gehe. „Aber Sie müssen doch von irgendetwas leben!“ platzte er heraus.

Ich antwortete: „Irgendwann will ich mal davon leben …“ und dann erläuterte ich noch, dass ich ja einen „zweiten Beruf als Trainerin und Beraterin“ habe und Seminare gebe.

Später habe ich festgestellt, ich war wieder einmal in eine „Denk- und Rechtfertigungsfalle“ geraten. Mir wurde im Nachdenken über diese Situation … und wenn man einfach nur alleine wandert auf einsamen Wegen, dann hat man viel Zeit, nachzudenken … klar:

* Ich habe gar keine zwei Berufe … es gibt für mich nur noch einen einzigen, den der „Erzählkünstlerin“. Das ist das, was ich wirklich machen will und auch tue. Diese Tätigkeit findet sich ganz einfach in der anderen wieder … in meinen Workshops und Coachings tue ich nichts anderes.

* Ich LEBE doch schon davon … Ich habe zwar kein dickes Konto, aber es hat bisher immer gereicht, um alle Ausgaben zu decken … ich lebe nicht in Armut … ich kann stolz auf meine Kinder sehen, bei denen zwar auch nicht alles einfach gelaufen ist … ich kann mich angemessen kleiden und ernähren … ich fühle mich wohl.

Und bestätigt wurde mir das dann einige Kilometer weiter von einer alten Frau, die mich in einem Dorf einfach ansprach. Wir unterhielten uns einige Zeit angeregt im leichten Nieselregen und am Ende sagte sie:

„Wissen Sie, mir ging es heute morgen eigentlich gar nicht gut. Ich fühlte mich krank und elend. Aber ich musste ja mit dem Hund raus. Und ich bin sehr froh, dass ich Sie angesprochen habe. Ich bin froh, dass wir uns so unterhalten haben …“ und dann strahlte sie und fügte hinzu: „Sie haben mich richtig glücklich gemacht!“

Für dieses Lächeln gibt es keinen Betrag auf meinem Konto! (*)

 

Walburga Kliem – Geschichtenerzählerin

 

Mehr Informationen unter

 

http://www.meine-lichtblicke.de/

bei facebook: Meine Lichtblicke – Geschichten, die bewegen

 

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Foto Connie Albers

http://www.kunstgalerie.ws/de/3200/

 

Steine – Fundamente des Lebens – Literarischer Wochenendgruß vom 09.08.13

Liebe Kulturfreunde,

 

 

kennen Sie noch den Werbespruch einer bekannten Bausparkasse „Auf diese Steine können Sie bauen?“

 

 

Dieser Slogan fiel mir an, als ich von einer lieben Freundin in diesen Tagen Urlaubsfotos zugesandt bekam.

 

 

Aus ihren Fotos habe ich zwei ausgewählt:

 

 

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Foto: entdeckt von Marina Rupprecht

 

 

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Foto: entdeckt von Marina Rupprecht

 

 

 

– Mein neues Leben –

 

 

 

Mein neues Leben

 

bau ich mir 

 

auf harten Stein.

 

 

 

Felsenfest…

 

unverrückbar…

 

unzerstörbar…

 

so soll das Fundament

 

meines Seins sein.

 

 

 

Nichts wird mich zum Wanken bringen,

 

kein Sturm mich erschüttern,

 

keine Fluten mich hinweg spülen.

 

 

 

Beständig und kraftvoll

 

werde ich

 

in mir ruhen.

 

 

Anne M. Pützer

 

 

 

 

Marina Rupprecht entdeckte passend zu dem Thema das nachstehende Foto

 

 

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Ein gutes Bauwerk ist nicht jenes,

 

das die Landschaft verletzt, sondern jenes,

 

das die Landschaft schöner macht,

 

als sie war vor der Errichtung.

 

 

 

Frank Lloyd Wright

 

 

 

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Foto: Marina Rupprecht

 

 

 

 

 

Wie sieht Ihr Fundament aus – geschwungen, gleichförmig, mit Ecken und Kanten, rund?

 

 

 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihr Fundament ihres Lebens die für Sie richtige Form hat.

 

 

 

Ein erholsames Wochenende mit wohlgeformten steinigen Grüßen

 

 

 

Ihr/Euer

 

 

 

Gerd Taron

Steine – Literarischer Wochenendgruß vom 02.08.13

Liebe Freundinnen und Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

 

 

mit dem neuen Monat August steht wieder ein Themenwechsel bevor. Dieses Mal widmen wir uns dem Thema „Steine“. Im vorigen Monat hieß das Thema bekanntlich „Wasser“.

 

Dabei kamen mir Erinnerungen aus meiner Jugendzeit wieder in den Sinn, als ich mit einer christlichen Jugendgruppe an einem See in Schweden unterwegs war. Oft wurde dabei bei Sonnenuntergang am Lagerfeuer das Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ gesungen und auf der Gitarre begleitet.

 

Das Lied habe ich ausfindig gemacht und auch die passende Melodie dazu.

 

Ins Wasser fällt ein Stein,
ganz heimlich, still und leise;
und ist er noch so klein,
er zieht doch weite Kreise.

Wo Gottes große Liebe
in einen Menschen fällt,
da wirkt sie fort
in Tat und Wort
hinaus in uns’re Welt.

Ein Funke, kaum zu seh’n,
entfacht doch helle Flammen;
und die im Dunkeln steh’n,
die ruft der Schein zusammen.

Wo Gottes große Liebe
in einem Menschen brennt,
da wird die Welt
vom Licht erhellt;
da bleibt nichts,
was uns trennt.

Nimm Gottes Liebe an.
Du brauchst dich nicht allein zu müh’n,
denn seine Liebe kann
in deinem Leben Kreise zieh’n.
Und füllt sie erst dein Leben,
und setzt sie dich in Brand,
gehst du hinaus,
teilst Liebe aus,
denn Gott füllt dir die Hand.

 

 

http://www.musictory.de/musik/Kirchenlieder/Ins+Wasser+f%C3%A4llt+ein+Stein 

 

 

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Foto: Gerd Taron

 

Wie in diesem Lied beschrieben, können Steine etwas auslösen.

 

Anders betrachtet kommen Steine in unterschiedlichen Formen und Farben vor, so wie in den untenstehenden Fotos von Marina Rupprecht:

 

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Foto: Marina Rupprecht

 

 

 

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Foto: Marina Rupprecht

 

 

 

Genießen Sie dieses sonnige Sommer-Wochenende und nutzen Sie die Zeit, Geist und Körper zu erfrischen.

 

Mit frischen Grüßen aus dem Taunus

 

Ihr/Euer

 

Gerd Taron