Herbst-Gedanken – Literarischer Wochenendgruß vom 27.09.13

Liebe Freunde des Wochenendgrußes,

 

welche Gedanken bewegen Sie, wenn Sie an das Herbst denken? Sind es die Farbenspiele der Natur? Ist es das „zur Ruhe kommen“?

 

Die Bäume werfen ihre Blätter ab und bereiten sich auf eine ruhige Zeit vor. Zeit sich zu erholen, sich zurückzuziehen für den Winter. Ein sich Freuen auf einen neuen Frühling.

 

Aus der Vielzahl der wunderschönen Herbst-Fotos von Marina Rupprecht habe ich einige ausgewählt, die Sie und mich zum Nachdenken anregen mögen. Dazu  Gedichte und Texte von Dichterinnen und Dichtern aus der Alt- und Neuzeit.

 

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Reicher Herbst

 

Du rauschest hin in stolzer Purpurschleppe,

O glühend goldne Herbstespracht,

Dieweil vom leuchtend blauen Himmelszelte

So wonnig klar die Sonne lacht.

 

Wie ein Verschwender schüttest du die Blätter,

Die goldnen, auf die Erde hin,

Und üppig schöne, reiche Früchte spendet

Dein übermütger Königssinn.

 

Du achtest’s nicht, daß auf dem bronznen Laube

Des Wandrers Fuß vernichtend schritt;

Du duldest es, dass schwellend reife Früchte

Ein spielend Kind in Staub dir tritt!

 

Du bist so reich ja, kannst verschwendrisch geben,

Der Frühling bringt dein Gut zurück! –

So schenkt ein reich Gemüt verschwendrisch Liebe,

Da Geben nur sein schönstes Glück!

 

Und wird’s sich verletzt, ja selbst in Staub getreten,

Es Blütenknospen neu beschert,

Die still zu goldnen Herzensfrüchten reifen,

Daraus sich „Menschenlieb“ verklärt!

 

Serafine Détschny

 

Aus dem Buch „Zum Vortrage – Eine Sammlung deutscher Gedichte“

Herausgegeben von Elise Bartels königlichem Professor

 

Erschienen um 1900 bei B. Behr’s Verlag Friedrich Feddersen, Berlin-Steglitz

 

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Die Natur – eine wunderbare Lehrerin:

„Von der Sonne lernen, zu wärmen
Von den Wolken lernen, leicht zu schweben

Vom Wind lernen, Anstöße zu geben
Von den Bäumen lernen, standhaft zu sein

Von den Blumen das Leuchten lernen
Von den Steinen das Bleiben lernen

Von den Büschen im Frühling Erneuerung lernen
Von den Blättern im Herbst das Fallenlassen lernen

Vom Sturm die Leidenschaft lernen
Vom Regen lernen, sich zu verströmen

Von der Erde lernen, mütterlich zu sein
Vom Mond lernen, sich zu verändern

Von den Sternen lernen, einer von vielen zu sein
Von den Jahreszeiten lernen,
dass das Leben immer von Neuem beginnt.“

Ute Latendorf

 

 

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Zum Herbst

Es ist eine Zeit des Wir,

ein Miteinander, das wollt Ihr,
die Nähe zeugt von Wichtigkeit,
für die ganze Lebenszeit,
legen wir die Waffen nieder,
vereinigen uns wieder,
reichen uns die Hände,
durchbrechen kalte Wände,
trotzen jeder Traurigkeit,
denn das Lieben bringt uns weit,
Niemand ist doch gern allein,
öffne dein Herz für´s Gemeinsam sein,
Wichtiger je dunkler wird die Welt,
dass ein kleines Licht uns doch erhellt,
zünden wir gemeinsam an,
was Herzlichkeit erreichen kann.

© Ute Schmitz

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Herbst
Zeit der Besinnung
Ruhe

Nebelmeer

lädt ein
zur Rückkehr nach innen
Kraft tanken

die Gedanken durchwehen lassen
vom Wind

Klarheit finden
für den Frühling

Autor unbekannt

Welche Gedanken kommen Ihnen beim Betrachten der Fotos, der Worte? Nehmen Sie sich Ihre persönliche Auszeit an diesem Wochenende und lassen Sie Ihre Gedanken fließen.

Dazu wünsche ich Ihnen viel Freude.

Ein erholsames herbstliches Wochenende wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

 

Alle Fotos: Marina Rupprecht – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet!

 

 

 

 

Gerd Taron 

Taron-Antiquariat
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Scheitern – Rundbrief von Pfarrer Andreas Schmalz-Hannappel

Es war ein denkwürdiger Wahlabend am letzten Sonntag. Denn dieser Abend wurde nicht mehr nach den üblichen Ritualen begangen, nach denen sich jede Partei die Säulendiagramme schön redet. Hier war nichts mehr zu schönen. Und so standen die Politikerinnen und Politiker da. Hilflos und fassungslos, Worte gingen ins Leere.
So ungeschminkt habe ich selten das Scheitern gesehen. Alle Hoffnungen und Wünsche der Vergangenheit zerplatzen. Parteien stehen vor einem Scherbenhaufen und wissen zunächst nicht, wie es weitergehen kann. Aber auch ganz persönlich wird sich das Leben vieler Politiker verändern. Denn nun gilt es für einige Abgeordnete sich eine neue (oder die alte) Existenz abseits der Politik aufzubauen. Vielleicht ist das für die Parteien und die Menschen aber auch eine Chance.
So könnte man tatsächlich das Scheitern als Chance begreifen. Manchmal gelingt mir das auch. In der größten Schmach und Niederlage eben nicht liegenzubleiben, sondern mich neu zu sortieren und aufzustehen. Für mich hat dies auch maßgeblich mit meinem Glauben zu tun. Denn ist nicht auch die gesamte Geschichte Israels eine Geschichte des Scheiterns? Und Gott schenkt ihr immer wieder einen neuen Anfang. Und ist nicht auch Jesus am Kreuz gescheitert?
Vielleicht bricht sich grade im Zerbrechen aller menschlichen Lebensentwürfe das heilvolle Wirken Gottes seine Bahn. Bei Jesus hat er es getan. Dies gibt mir das Vertrauen, dass er es auch bei mir tun kann. Darauf hoffe ich im Scheitern.
So schenke Dir Gott auch im Scheitern immer wieder die Chance für einen neuen Anfang.
Gottes Segen für Dich!
Andreas Schmalz-Hannappel
Andreas Schmalz-Hannappel
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Herzlich willkommen zum 1. Eppenhainer Literatur-Erlebnis-Tag am 03.10.13

mit Buchautorin Karin Schmitt aus Bad Soden und Antiquar Gerd Taron aus Kelkheim-Fischbach

Liebe Literaturfreunde in nah und fern,

 wir, Karin Schmitt und ich, möchten Sie zu einer Reise in die Stille einladen – zu einem literarischen Erlebnis in besonderer Atmosphäre.

 Eppenhain, ein Bergdorf von Kelkheim, bietet dazu ideale Voraussetzungen.

In der Hotel- und Fremdenzeitung vom Verlag Karl Schnegelberger und Cie. aus Wiesbaden schrieb Lothar Lüstner im Jahre 1911 in einer Studie von Eppenhain als „die Perle des Hochtaunus“. Das nachfolgende Gedicht von Friedrich Oertel bezog er auf Eppenhain:

„O selig wenn beschieden

Zu halten Sommerrast

In trautem Dorfes Frieden,

Weit von der Straße Hast!

Die Seele sucht sich wieder,

Fern rückt des Tages Streit,

Neu klingen alte Lieder

O schöne, stille Zeit!

 

Friedrich Oertel

Am Tag der Deutschen Einheit wollen wir uns dem Thema „Freiheit“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln widmen.

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Beginn ist um 14:00 Uhr mit einem literarischen Spaziergang rund um den Atzelberg. Dabei. werde ich aus gesellschaftlicher und politischer Sicht das Thema aufgreifen. Der Spaziergang dauert ca. 2 Stunden. Wir starten und enden am

Georg-Leber-Haus, Ehlhaltener Str. 11-13 in Kelkheim-Eppenhain

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Ab 19:30 Uhr lädt Karin Schmitt zu ihrer Erlebnis-Lesung im Georg-Leber-Haus ein. Die Besucher entscheiden, welche Kapitel die Autorin aus ihrem Roman­debüt „Die unverstandenen Geschenke des Lebens“ liest. Alle Textstellen beziehen sich auf die persönlich-individuelle Freiheit.

Rund um die Erlebnis-Lesung gibt es einen Büchertisch zum Thema Freiheit.

Außerdem werde ich die Aktion „Mein Weihnachtsgedicht“ vorstellen, die zum zweiten Mal stattfindet. Diesmal wird diese Aktion von Felicitas Göbel vom Verein „Lesen & Kultur für alle e. V. in Frankfurt/Main“  – http://fundament-lesekultur.de/ –  unterstützt.

Ach so – fast hätten wir es vergessen, zu erwähnen. Der Kostenbeitrag beträgt jeweils 5 Euro, für beide gemeinsam 8 Euro.

Die Kontaktdaten für weitere Informationen:

Karin Schmitt

E-Mail: schreib-karin@web.de

Internet: http://www.karin-schmitt.eu/

Gerd Taron

E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de

Internet: https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

Wir freuen uns auf Ihr Kommen

Ihre/Eure

Gerd Taron und Karin Schmitt

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Foto: Marina Rupprecht

Wege – Lterarischer Abendspaziergang rund um den Rettershof bei Kelkheim-Fischbach

 

 

Kelkheim-Fischbach, 20.09.2013


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Zum zweiten Mal fand in diesem Jahr ein literarischer Abendspaziergang statt. Diesmal war Start und Ziel der Rettershof, einem bekannten Ausflugsziel im Rhein-Main-Gebiet.

 

Das Wetter meinte es gut mit uns, auch wenn die Sonne sich nicht so gerne blicken ließ. Es blieb trocken, das war das wichtigste. Der Regenschirm konnte im Auto oder zu Hause bleiben. Bedauerlicherweise konnte diesmal der Abendspaziergang von Marina Rupprecht wegen Krankheit nicht begleitet werden.

 

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Treffpunkt war der Parkplatz am Rettershof. Von dort machten wir uns auf den Weg – literarisch und praktisch gesehen.

 

 

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Gerd Taron mit dem Ehepaar Thoma aus Kelkheim-Ruppertshain

 

Das Ehepaar Thoma begab sich auf Schusters Rappen aus dem Kelkheimer Bergdorf Ruppertshain zum Rettershof.

 

Mit einem Gedicht von Peter Rosegger ging es los:

 

Auf dem Wege zum Licht

Auf dem Wege zum Licht lasset keinen zurück.
Führt jeden mit euch, der vergessen vom Glück.
Dem die Ampel verlosch, dem die Glut nie gebrannt,
Das Kind, das den leitenden Stern nie gekannt.

Sie taumeln in Nacht und Verlassenheit. –
Ihr begnadeten Pilger der Ewigkeit,
Führt alle mit euch in Liebe und Pflicht.
Lasset keinen zurück auf dem Wege zum Licht!

 

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An einer großen Weggabelung direkt in der Nähe am Rettershof betrachteten wir die Landschaft und hörten dazu einen Text

 


Kreuzung

 

Ich stehe an einer Kreuzung

Von Wegen umgeben

Wohin des Weges?

Nach links, nach rechts

Zurück oder nach vorne?

Mutig – ängstlich?

Gerd Taron

 

Da die Wegbeschaffenheit durch den Regen der vergangenen Stunden nicht  so gut war, führte uns der Weg nur wenige Meter fort zu einer weiteren literarischen Betrachtung:

 

Meine Wege

 

Meine Wege…
führen vielleicht über Stolpersteine und Wurzelwerk…
über viele labyrinthähnliche Umwege…
hin zu unbekannten Zielen.


Ich weiß sie noch nicht,
aber da warten Erfreulichkeiten auf mich,
Begegnungen, die mir gut tun,

Menschen, die mich „erkennen“,
befreites Lachen und Sich- Wohlfühlen,
befriedigendes Wirken.


Vielleicht gar ein kleines Glück.


Ich gehe ihm entgegen.

 

Anne M. Pützer

 

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Das Auge sagte eines Tages

 

Das Auge sagte eines Tages:


„Ich sehe hinter diesen Tälern im blauen Dunst einen Berg.
Ist er nicht wunderschön?“


Das Ohr lauschte und sagte nach einer Weile:
„Wo ist der Berg? Ich höre keinen!“


Darauf sagte die Hand: „Ich versuche vergeblich, ihn zu greifen.
Ich finde keinen Berg!“


Die Nase sagte: „Ich rieche nichts. Da ist kein Berg!“

Da wandte sich das Auge in eine andere Richtung.

Die anderen diskutierten weiter über diese merkwürdige Täuschung
und kamen zu dem Schluss: „Mit dem Auge stimmt etwas nicht!“

(Khalil Gibran)

 

 

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…. und sie gingen des Weges …

 

… mit einem Gedicht von Rainer Maria Rilke

 

Einmal, am Rande des Hains – Rainer Maria Rilke

 

 

Einmal, am Rande des Hains,
stehn wir einsam beisammen
und sind festlich, wie Flammen
fühlen: Alles ist Eins.

Halten uns fest umfaßt;
werden im lauschenden Lande
durch die weichen Gewande
wachsen wie Ast an Ast.

Wiegt ein erwachender Hauch
die Dolden des Oleanders:
sieh, wir sind nicht mehr anders,
und wir wiegen uns auch.

Meine Seele spürt,
daß wir am Tore tasten.
Und sie fragt dich im Rasten:
Hast Du mich hergeführt?

Und du lächelst darauf
so herrlich und heiter
und: bald wandern wir weiter:
Tore gehn auf..

Und wir sind nichtmehr zag,
unser Weg wird kein Weh sein,
wird eine lange Allee sein
aus dem vergangenen Tag.

Aus: Dir zur Feier (1897/98)

 

 

Text und Fotos: Gerd Taron bzw. Alex Kraus (Foto)

 

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Und wenn sich dann viele verschiedene Wege vor Dir auftun werden, und Du nicht weißt, welchen Du einschlagen
sollst, dann überlasse es nicht dem Zufall,
sondern setz Dich und warte.

Atme so tief und vertrauensvoll, wie Du an dem Tag geatmet hast,
als Du auf die Welt kamst,
lass Dich von nichts ablenken, warte, warte noch.

Lausche still und schweigend auf Dein Herz.
Wenn es dann zu Dir spricht,
steh auf und geh, wohin es Dich trägt.

(Susanna Tamaro)

 

Herbstgold – Literarischer Wochenendgruß vom 20.09.13

Liebe Literaturfreunde und Freunde schöner Fotografie,

 

der Herbst ist gekommen. Eine Jahreszeit die uns mit ihren leuchtenden Farben beglückt. Zeit auch, ein wenig zur Besinnung zu kommen. Die Natur beginnt sich der Ruhe hinzugeben.

 

Es gibt so viele schöne Gedichte zum Herbst. Einige davon habe ich ausgewählt und mit den wunderschönen Fotos von Marina Rupprecht zusammengestellt.

 

Nehmen Sie sich die Zeit, das Gedicht und das jeweilige Foto zu betrachten. Ich wünsche Ihnen dabei wohltuende Gedanken für Geist und Seele.

 

 

 

Im September ist alles aus Gold:
Die Sonne, die durch das Blau hinrollt,
Das Stoppelfeld,
Die Sonnenblume, schläfrig am Zaun,
Das Kreuz auf der Kirche,
Der Apfel am Baum.
Ob er hält? Ob er fällt?
Da wirft ihn geschwind
Der Wind in die goldene Welt.

 

Georg Britting

 

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Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

Friedrich Hebbel

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Herbst

 

O du wunderschöner Herbst,

Wie du die Blätter golden färbst,

Deiner reinen Luft, so klar und still.

Noch einmal ich freuen mich will.

 

Ich geh’ den Wald, den Weiher entlang;

Es schweigt das Leben, es schweigt Gesang,

Ich hemme den Schritt, ich hemme den Lauf –

Erinnerungen ziehen herauf.

 

Erinnerungen sehen mich an,

Haben es wohl auch sonst getan.

Nur eins hält nicht mehr damit Schritt:

Lachende Zukunft geht nicht mehr mit.

 

Vergangenheit hält mich in ihrem Bann,

Vergangenheit hat mir’s angetan;

Den Blick in den Herbst, den hab ich frei,

Den Blick in den Herbst. Aber der Mai? –

 

Theodor Fontane

 

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Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Eduard Mörike (1827)

 

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Herbstgefühl

 

Fetter grüne, du Laub,

Am Rebengeländer

Hier meine Fenster herauf!

Gedrängter quellet,

Zwillingsbeeren, und reifet

Schneller und glänzend voller!

Euch brütet der Mutter Sonne

Scheideblick, euch umsäuselt

Des holden Himmels

Fruchtender Fülle;

Euch kühlet des Mondes

Freundlicher Zauberhauch,

Und euch betauen, ach!

Aus diesen Augen

Der ewig belebenden Liebe

Vollschwendende Tränen.

 

Johann Wolfgang von Goethe

 

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Ein erholsames sonniges Herbstwochenende wünscht allen

 

Ihr/Euer

 

Gerd Taron

 

Alle Fotos: Marina Rupprecht – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

Gerd Taron 

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Für die Welt – Rundbrief von Pfarrer Andreas Schmalz-Hannappel

„Christlicher Handwerkerservice hilft bei Reparaturen im Haus.“
Diesen Text einer Anzeige las ich neulich in der Zeitung. Ob Christinnen und Christen bessere Handwerker sind, bezweifele ich. Mit dem Attribut „christlich“ soll vielmehr aufgedrückt werden, dass dieser Service vertrauenswürdig ist. Vielleicht sollte ich auch mal einen islamischen Service in Anspruch nehmen, da auch Muslime ein hohes Ethos haben. Nein, ich finde mit Religion sollte man keine Werbung machen. Da wird vermischt, was nicht zusammengehört.
Auf der anderen Seite sah ich in einer Fernsehersendung ein junges Paar, das sagte, sie nehmen nicht an der Bundestagswahl teil, weil sie Christen seien. Da wird meines Erachtens auseinandergerissen, was doch zusammengehört.
Denn ich lebe als Christ in dieser Welt und engagiere mich für diese Welt, um das Reich Gottes unter den Menschen erfahrbar und erlebbar zu machen. Dazu brauche ich keinen ausgewiesenen christlichen Handwerker, wohl aber den Einsatz für diese Welt, in der ich lebe. So gründet mein Glaube auf dem Gott, der selbst nicht von der Welt ist, aber in einem Menschen, Jesus, in die Welt kam.
So wünsche ich Dir, dass Du Deinen Glauben in der Welt und für die Welt lebst. Der Gang zur Wahl gehört für mich dazu.
Gottes Segen für Dich.
Andreas Schmalz-Hannappel



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Ein Tag voller Bücher

Verkaufsoffener Sonntag am 15.09.2013 anlässlich der Kelkheimer Möbeltage

 

zusammen mit Viola’s Bücherwurm in der Bahnstraße 13 in Kelkheim

 

Es war wieder soweit: Zum zweiten Mal in diesem Jahr veranstaltete die VKS (Vereinigung Kelkheimer Selbstständiger) anlässlich der traditionellen Kelkheimer Möbeltage einen verkaufsoffenen Sonntag.

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Mit dabei in bewährter Weise: Viola’s Bücherwurm mit Viola Ritzer und Maren von Hoerschelmann sowie Gerd Taron von Taron-Antiquariat, der vor der Buchhandlung wieder seine antiquarischen Bücher mit seinem Stand präsentierte.

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Wer eine echte Bücherfreundin, ein echter Bücherfreund ist, hatte ausreichend Gelegenheit zu stöbern – sei es drinnen in der gemütlichen Buchhandlung oder draußen am Stand.

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Die Sonne gab sich diesmal öfters die Ehre und es blieb vor allem trocken. Angesichts der Regengüsse vom diesjährigen Stadtmarkt im Mai waren alle erleichtert und froh über das schöne Wetter.

Ein schöner Tag zu Beginn des Bücherherbstes ging schnell vorüber.

Gerd Taron

Einige fotografische Erinnerungen seien beispielhaft aufgeführt:. Alle Fotos stammen von Marina Rupprecht, soweit nicht anders angegeben.

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Ein Antiquar in Aktion – beim Sortieren und bei einer kleinen Pause …

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Es gab viel zu entdecken – wie man auf den nachfolgenden Fotos erkennen kann:

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Marina Rupprecht – eine neue Bücherfreundin?

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Fotos: Gerd Taron

Und hier ein paar besondere Ausgaben:

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Auch damals gab es Bücher mit Klebebildchen – hier aus dem Jahre 1938 – damals herausgegeben von der deutschen Zigarettenindustrie.

Die ersten Nachkriegs-Taschenbücher von Rowohlt

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… und Suhrkamp darf auch nicht fehlen …

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Spaß hat es gemacht mit den vielen schönen Büchern – dem Antiquar Gerd Taron und Marina Rupprecht als fotografische Begleitung. Dafür ein herzliches Dankeschön!

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Schön, dass es Bücher gibt! Herrn Gutenberg sei Dank.

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Alle Fotos wenn nicht anders vermerkt: Marina Rupprecht

Von der Sonnenblume zum Brot – Literarischer Wochenendgruß vom 13.09.13

Liebe Foto- und Literaturfreunde,

 

 

in diesen Tagen lachen uns die Sonnenblumen von den Feldern entgegen. Ein schöner Anblick, jetzt wo der Herbst sich naht und der Sommer sich langsam verabschiedet.

 

 

 

In einer Sonnenblume wohnen

 

 

In einer Sonnenblume wohnen

 

honigbraun

 

und verbündet

 

mit den herbstlichen Zeitlosen,

 

Sich sammeln sonnig

 

denn der Winter kommt

 

jener eiskalte Kahlkopf.

 

 

 

Rainer Brambach

 

 

 

Marina Rupprecht hat eine Sonnenblume genau beobachtet. Ihre Foto-Geschichte zeigt uns das Aufgehen bis zum Blühen in so schönen Formen.

 

 

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Alle Fotos: Marina Rupprecht

 

 

Und was aus einer Sonnenblume werden kann, durfte ich bei meinem letzten Besuch in der Bäckerei Wittekind in Kelkheim-Fischbach beobachten:

 

 

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Fotos: Gerd Taron

 

 

 

„In Stille zu essen, auch nur für ein paar Minuten, ist eine sehr wichtige Übung. Es hält uns von den Ablenkungen fern, die einen wirklichen Kontakt mit dem Essen verhindern können.“

 

 

Thich Nhat Hanh

 

 

 

 

 

Ein Wochenende voll schöner Sonnenblumen wünscht Ihnen

 

 

Ihr/Euer

 

 

Gerd Taron

Gerd Taron 

Taron-Antiquariat
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Tram of Silence – Ganz im Schweigen Straßenbahn fahren

Das Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität „Heilig Kreuz“ in Frankfurt-Bornheim hatte im Rahmen der „Woche der Stille“ eingeladen.

 Straßenbahn fahren in aller Stille und mit allen Sinnen erleben – ist das möglich?

 Nach mehr als einer Stunde Fahrt mit einer historischen Straßenbahn kann man das nur bejahen.

 Wann sind Sie zum letzten Mal Straßenbahn gefahren, bewusst? Wie war das für Sie? Unruhig, viele Menschen um sie herum, alles so geschäftig?

 Dass es auch einmal anders erlebbar ist, machte diese besondere Fahrt möglich.

 Alle Handy ausgeschaltet, keine Unterhaltung miteinander – nur Schweigen.

 Mit allen Sinnen erleben bedeutete an diesem Abend:

Schweigen

 In der Stille werden Sie sich selbst, die Menschen, die Stadt und die Welt mit allen Sinnen und ganz neu sehen, hören und erleben.

 Schauen

 Hinschauen und verweilen – den Blick wieder lösen – Farben genießen – in Gesichtern lesen – den Bewegungen folgen

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„Von einer Brücke getragen“  – Foto: Gerd Taron

Hören

 Hin und wieder die Augen schließen – horchen auf Rufe, Geräusche, Klänge des Alltags , „Musik der Straße“

Spüren

 Die Erschütterungen der Straßenbahn, die Gefühle, die ihnen kommen, die Nähe oder Distanz der Menschen, der Dinge

Es war interessante Erfahrung, die mich neu bewusst hat werden lassen, in welchem Lärm und Unruhe wir leben und zu wenig Zeit für ruhige Momente gönnen.

 Danke an alle, die diese ungewöhnliche Straßenbahnfahrt möglich gemacht haben.

 Gerd Taron

Stille und Werte – Ein Rundgang zwischen Bahnhofsviertel und Konstablerwache in Frankfurt am Main

 

Stille und Werte – Ein Rundgang zwischen Bahnhofsviertel und Konstablerwache in Frankfurt am Main

Das Jetzt wiederfinden

Der evangelische Regionalverband und das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main haben in dieser Woche zu einer besonderen Veranstaltungsreihe eingeladen. Zum zweiten Mal haben die Initiatoren Matthias Roos vom Regionalverband und Barbara Hedtmann vom Gesundheitsamt zur „Woche der Stille – Frankfurt beruhigt“ eingeladen.

 In Vorträgen, Lesungen, Konzerten, Gottesdiensten , Mediationen, Stadtführungen, Filmvorführungen u. a. besteht die Möglichkeit Mann/Frau spontan aus Lärm, Stress und Hektik im Alltag auszusteigen.

 Aus diesem vielfältigen Programm habe ich mir zwei Veranstaltungen ausgesucht: „Stille und Werte“ und „Tram of Silence“ (Bericht folgt)

Heute berichte ich in Text und Foto über einen besonderen Rundgang in der Frankfurter City. Daniela Scholl von der AuszeitAgentur (www.auszeitagentur.de ) führte die etwa 25 Besucherinnen und Besucher an ungewöhnliche Orte.

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Daniela Scholl bei der Begrüßung der Gäste

„Je mehr wir erreichen wollen, desto mehr Lärm produzieren wir“ – Daniela Scholl

Bereits der Treffpunkt war ungewöhnlich. Gleis 1 des Frankfurter Hauptbahnhof – mitten in der Hektik von reisenden Menschen, die durch die Bahnhofshalle hetzen.

Erste Station: Die Bahnhofsmission im Frankfurter Hauptbahnhof. Frau Scholl führte uns in einen kleinen Meditationsraum – Raum der Stille –  wo jeder für einige Minuten verweilen und zur Ruhe kommen konnte.

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Raum der Stille – Bahnhofsmission Frankfurt am Main Hbf

Dann wurde es lebendig. Bei Hannelore Kraus, ein Frankfurter Original waren wir zu Gast in ihrem Café Kakao – Kaffe- Haus Nussknacker“. Frau Kraus hat in früherer Zeit verhindert dass in der Nähe des Hauptbahnhofs neue Hochhäuser entstanden sind. Noch heute befindet sich an dieser Stelle ein großer öffentlicher Parkplatz.

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                        Hannelore Kraus in Aktion

 Sehr lebendig erzählte sie einige Anekdoten aus ihrem Viertel. Gerne  hätte ich länger zugehört – aber wir wollten ja noch mehr entdecken…

„Wenn man von einer Sache überzeugt und st und verfolgt, hat man eine gute Chance es zu verwirklichen.“ – Hannelore Kraus

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Der Wintergarten

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Karlsbrunnen im Innenhof

Das Café von Hanelore Kraus „Cafe Kakao – Kaffee – Haus Nussknacker“ in der. Karlsruher Str. 5, Frankfurt am Main ist geöffnet

 Mittwoch – Samstag von 11 – 18 Uhr / Sonntag von 14 – 18 Uhr

 Weitere Eindrücke im Internet unter

 http://cafenussknacker.wordpress.com/
und
https://www.facebook.com/pages/Kakao-Kaffeehaus-Nussknacker/295292527162145

Perspektivenwechsel

Von Frau Kraus und ihrem Café begaben wir uns zum Hotel Nizza, das mitten in der „Szene“ des Bahnhofsviertels liegt. Es strahlt den Charme der 1950er Jahre aus und war ursprünglich ein Hotel für Theaterschaffende und Künstler gedacht. Das besondere Ambiente wird dem Betrachter beim Betreten bewusst gemacht.

Auf der Dachterrasse befindet sich ein ungewöhnlicher Ausblick auf die Skyline von Frankfurt und dem Bahnhofsviertel.

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 Dachterrasse des Hotels Nizza

 Weitere Informationen unter www.hotelnizza.de

 Bei der nächsten Station Im Garten des Goethe-Hauses gab es wieder Momente der Besinnung mit einem sehr schönen Zitat von Johann Wolfgang von Goethe:

 „Es ist ein wunderbares Geschäft, die Natur zugleich und sich selbst zu erforschen“.

Im Liebfraenkloster auf dem Liebfrauenberg konnten die Besucher vor dem Altar ein Licht anzünden.

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Liebfrauenkloster auf dem Liebfrauenberg

Von dort ging es zum Konsum“tempel“  My Zeil mitten auf der Hauptgeschäftsstraße. Es ist ein Einkaufszentrum mit besonders hochwertigen und außergewöhnlichen Geschäften. Aber es gibt dort auch Oasen der Ruhe, wie dieses Foto beweist. Der Brunnen steht unmittelbar vor zwei großen Rolltreppen. Kaum jemand nimmt diese Oase wirklich wahr .- schade.

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Eine Oase mitten im Kaufrausch – hier „My Zeil“

 Der Abschluss des Rundganges bildete das Aids-Memorial auf dem Peterkirchhof. Gestaltet wurde dieses Mahnmal vom Künstler Tom Fecht. Dort wurden die Worte Verletzte Liebe eingemeißelt und ein Nagel für jeden in Frankfurt an Aids Gestorbenen in die Mauer geschlagen. Dies geschieht im Andenken an die Aids-Toten eines jeden Jahres jeweils am Welt-Aids-Tag (1. Dezember) erneut für jeden im abgelaufenen Jahr Verstorbenen.

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 Ich danke Daniela Scholl für diese ungewöhnliche und beeindruckende Führung. Es waren zwei Stunden voller Inspiration

Gerd Taron

Weitere Informationen unter www.wochederstille.de

Taron-Antiquariat aktuell – Veranstaltungen im September und Oktober – eine kleine Übersicht in Text und Bild

Liebe Literaturfreunde in fern und nah,

in den kommenden Wochen gibt es einige interessante Veranstaltungen, die ich gerne im Überblick und mit Fotos garniert darstellen möchte

Sonntag, 15.09.2013 von 12:00 bis 18:00 Uhr

Verkaufsoffener Sonntag anlässlich der „Kelkheimer Möbeltage“

Verkauf von antiquarischen Büchern bei Viola’s Bücherwurm, Bahnstraße 13, Kelkheim

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Viola’s Bücherwurm in der Bahnstraße 13 in Kelkheim

 

Freitag, 20.09.2013 von 18:00 bis ca. 19:30 Uhr

Literarischer Abendspaziergang rund um den Rettershof (Kelkheim-Fischbach)

Thema: Wege – Treffpunkt: Parkplatz Rettershof – Kostenbeitrag: 5 Euro

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Der Rettershof

 

Donnerstag, 03.10.2013

1.  Eppenhainer Literatur-Erlebnis-Tag zum Thema Freiheitgemeinsam mit Karin Schmitt (Autorin von „Die unverstandenen Geschenke des Lebens“) – in Kelkheim-Eppenhain

Programm-Übersicht:

14:00 – 16:00 Uhr Literarischer Spaziergang rund um den Atzelbergturm – Start/Treffpunkt IB-Hotel/Georg-Leber-Haus in Kelkheim-Eppenhain

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Der Atzelbergturm in Kelkheim-Eppenhain

 ab 19:30 Uhr Erlebnis-Lesung mit Karin Schmitt „Die unverstandenen Geschenke des Lebens“ – http://www.karin-schmitt.eu/

FlyerPic Autorin

dazu Büchertisch zum Thema Geschichte/Freiheit und Vorstellen der Aktion „Mein Weihnachtsgedicht“

Kostenbeitrag für Einzel-Veranstaltung jeweils 5 Euro, als Kombination für beide 8 Euro.

Anmeldungen werden gerne entgegengenommen unter

Gerd Taron 

Taron-Antiquariat
Langstraße 30

65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 49+(0)6195-676695


E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de    

Herzlich willkommen – auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen freuen sich

Gerd Taron und Karin Schmitt

Beau pignon – Ein literarischer Chanson-Abend mit Yasemin Zorlu und Sebastian Geise

 Fechenheim, 28.08.2013

Das Café Lounge Jasmin im schönen Alt-Fechenheim hatte zu einem zauberhaften Gänsehaut-Chanson-Abend eingeladen.

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Elke Dippel vom Café Lounge Jasmin in Alt-Fechenheim (Frankfurt am Main)

Gefühlvolle Lieder, gesungen mit der sanften Stimme von Yasemin Zorlu und begleitet vom gekonnten Gitarrenspiel von Sebastian Geise machten diesen Abend zu einem besonderen Erlebnis.

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Kennen gelernt haben die beiden sich in Bethel bei einer Veranstaltung für Musik für Senioren. Yasemin Zorlu absolvierte dort ein freiwillig-soziales Jahr.

 Aufgrund Ihrer musikalischen und sprachlichen Begabung entschlossen sie sich, gemeinsam ein Duo zu bilden.

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Auch wenn die Zuhörer die Texte meist nicht verstanden, da die Lieder meist in französisch und in spanisch vorgetragen wurden – man könnte sich wunderbar einfühlen in diese stimmungsvollen Lieder. Das einzige deutschsprachige Lied stammte von Hannes Wader mit dem Titel „Heute hier – morgen dort“:

 „Untermalt“ wurden die Lieder gelegentlich durch die Flugzeuge des nahen Rhein-Main-Flughafen, was aber der spätsommerlichen Stimmung nicht beeinträchtigte.

Hier eine Übersicht, der Lieder, die den Zuhörern an diesem Abend präsentiert wurden:

Les Questions

Jasmin

Flume – Bon Iver

La Pasión

Coming Soon

Heute hier morgen dort – Hannes Wader

Frieda

 Les Souvenirs

Fly agaric man

Borderline

9 Crimes – Damien Rice

Engelsiz

L’espoir

Lovesong – The Cure

Einige sind auch auf ihrer Internet-Seite zu hören:

http://www.beau-pignon.com/audio/

 

Mehr gibt es auf ihrer CD:

 

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Wünschen wir uns, dass wir beide nicht zum letzten Mal erlebt haben – hier im Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim oder anderswo im Rhein-Main-Gebiet.

Gerd Taron

Fotos: Gerd Taron

Mehr im Internet über Beau Pignon: http://www.beau-pignon.com/

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Unser tägliches Brot gib uns heute – Literarischer Wochenendgruß vom 06.09.13

Liebe Freunde des Wochenendgrußes,

in meinem Ort gibt es ihn noch – den Bäcker, der sein Brot, seine Brötchen selbst backt. Vor seiner Bäckerei stehen vor allem am Samstagmorgen viele Menschen, die geduldig warten. Der Duft, der aus der Backstube kommt, ist für alle betörend.

Mir kommen dann Erinnerungen aus meiner Kindheit wieder in den Sinn. Meine Großeltern hatten eine Bäckerei und ich durfte, wenn ich zu Besuch war, vom köstlichen Teig naschen. Aus allen Ecken drangen wohlriechende Düfte in meine Nase.

Am gestrigen Tag hatte ich das Vergnügen, dort in unserer Dorfbäckerei Bäckermeister Bernd Wittekind in seiner Backstube über die Schulter zu schauen.

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Ja, so war es, als es das digitale Zeitalter noch nicht gab – so wird noch heute bei Bäckermeister Bernd Wittekind abgewogen

Ein Brotteig ….

In der Backstube der Bäckerei Wittekind in Kelkheim-Fischbach

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Ein Brotteig – Und was daraus werden kann .

Bäckermeister Bernd Wittekind mit den ersten Ergebnissen.

Fotos. Gerd Taron – bearbeitet von Marina Rupprecht

„Der Geruch des Brots ist der Duft aller Düfte. Es ist der Urduft unseres irdischen Lebens, der Duft der Harmonie, des Friedens und der Heimat.“

 

Jaroslav Seifert, tschechischer Schriftsteller

Für diesen Wochenendgruß hat Marina Rupprecht, die nicht nur eine ambitionierte Fotografin ist, ihre kleine Backstube in Gang gesetzt.

 

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Daraus sind nicht nur schöne Fotos entstanden, sondern auch ein wohlschmeckendes und wohlriechendes Brot. Bei Betrachten der Fotos kann man es förmlich „riechen“.

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Alle Fotos: Marina Rupprecht

 

  

DAS BROT

Ich selber war ein Weizenkorn.
Mit vielen, die mir anverwandt,
lag ich im lauen Ackerland.
Bedrückt von einem Erdenkloß,
macht’ ich mich mutig strebend los.

Gleich kam ein alter Has gehupft
und hat mich an der Nas gezupft,
und als es Winter ward, verfror,
was peinlich ist, mein linkes Ohr,
und als ich reif mit meiner Sippe,
o weh, da hat mit seiner Hippe
der Hans uns rundweg abgesäbelt
und zum Ersticken festgeknebelt
und auf die Tenne fortgeschafft,
wo ihrer vier mit voller Kraft
im regelrechten Flegeltakte
uns klopften, dass die Scharte knackte!

Ein Esel trug uns in die Mühle.
Ich sage dir, das sind Gefühle,
wenn man, zerrieben und gedrillt
zum allerfeinsten Staubgebild’,
sich kaum besinnt und fast vergisst,
ob Sonntag oder Montag ist.
Und schließlich schob der Bäckermeister,
nachdem wir erst als zäher Kleister
in seinem Troge bass gehudelt,
vermengt, geknebelt und vernudelt,
uns in des Ofens höchste Glut.
Jetzt sind wir Brot. Ist das nicht gut?
Frischauf, du hast genug, mein Lieber,
greif zu und schneide nicht zu knapp
und streiche tüchtig Butter drüber
und gib den andern auch was ab!

Wilhelm Busch

Lassen Sie sich ihr Brot, ihr Brötchen an diesem Wochenende besonders gut schmecken.

Ein genussvolles Wochenende wünscht Ihnen

Ihr

Gerd Taron

 

 

Gerd Taron 

 

Taron-Antiquariat
Langstraße 30

 

65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 49+(0)6195-676695

 

 

 

Mit Literatur durch den Ort „wandern“ – Höchster Kreisblatt vom 05.09.13

 

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Treffpunkt am Hanseklingerbrunnen: Dort startete Gerd Taron (links) seinen ersten Literaturspaziergang. Foto: Nietner

Mit Literatur durch den Ort „wandern“

Von Melanie Taylor

Der erste Spaziergang von Gerd Taron war zwar nur spärlich besucht – davon lässt sich die Antiquar aber nicht entmutigen.

Fischbach. 

Literatur, Texte und Gedichte schaffen Bilder und Welten mit Sprache. Was passiert aber, wenn Literatur an unterschiedlichen Orten gelesen wird? Welche Auswirkung hat die Stimmung dort auf die Phantasie? All diese Fragen konnten die Teilnehmer des ersten literarischen Spaziergangs für sich beantworten. Unter der Leitung von Gerd Taron ließen sich fünf Bücherwürmer auf ein kleines Abenteuer ein, bei dem sie passend zum Titel der Veranstaltung – „Vom Wasser, vom Herbst und vom Brot“ – an verschiedenen Stationen in Fischbach halt machten.

Was ihn an diesem Abend allerdings erwarten würde, das wusste keiner der Teilnehmer so recht. „Für mich ist das heute ein Experiment“, erklärte ein Fischbacher mit leuchtenden Augen, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Ein spontaner Impuls hatte Astrid Neuber zur Teilnahme verleitet. „Ich habe es zufällig in der Zeitung gelesen“, erklärt sie. Und weil sie heute mal „frei von der Familie habe“, sei sie mitgekommen.

Psalm und Gedicht

Das Besondere war, dass Gerd Taron eine Mischung aus Texten bekannter und eher unbekannten Autoren herausgesucht hatte. Neben einem Psalm aus der Bibel, las er Gedichte von Heinrich Heine aber auch von unbekannten Freizeit-Schriftstellern vor, die ihm Texte zugeschickt hatten. Mit dem kleinen Spaziergang vom Hanseklinger-Brunnen zum Taunus-Brunnen, dem Wegekreuz oberhalb der Behringstraße bis hin zur katholischen Dreifaltigkeitskirche, wollte Taron alle Sinne mit einbinden. „Es ist eine Einstimmung auf das Wochenende mit literarischen Texten“, erklärte Gerd Taron. Der Buchhändler weiß, dass sich viele gerne bewusst von Worten entführen lassen. Die Menschen hätten überdies ein Bedürfnis nach positiven und stärkenden Gedanken, erläuterte er. Deshalb habe er ermutigende Texte ausgesucht, die nahe an der Natur und dem natürlichen Erleben seien. So komme dem Wasser vielfältige Bedeutungen zu. Es stehe etwa für den Quell des Lebens.

Dass Texte – weil sie Gedanken anderer sind, und uns damit mit der Welt verbinden – auch Kraft spenden können, beweist etwa das Gedicht „Desiderata“ von Max Ehrmann. Hierin gibt er dem Leser in Formeln Ratschläge zu einem guten Leben. Er rät etwa dazu, keine Gefühle vorzutäuschen, freundlich zu sich selbst zu sein: „Genau wie die Bäume und Sterne – so bist auch du ein Kind des Universums.“

Literarische Spaziergänge will Taron nun häufiger anbieten. Dass beim ersten Mal nur eine handvoll Teilnehmer mitgelaufen sind, bedauere er nicht. Vielmehr brauche so etwas seine Zeit, bis es bekannter würde, sagte der Fischbacher Antiquar.

Erlebnistag geplant

Der nächste literarische Spaziergang ist für Freitag, 20.  September, angesetzt. Los geht es um 18 Uhr am Rettershof in Fischbach. Überdies kündigte Taron bereits jetzt den Eppenhainer Literatur-Erlebnistag an. Hier will er gemeinsam mit der Autorin Karin Schmitt am Donnerstag, 3.  Oktober, einige Überraschungen für Leseratten vorbereiten. Details wollte er allerdings noch nicht verraten.

Artikel vom 05.09.2013, 03:00 Uhr (letzte Änderung 05.09.2013, 02:47 Uhr)


Frei sein wie ein Vogel – Gedanken zu einem Kirchenfenster von St. Stephan in Mainz

 

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Das West-Fenster in der Kirche von St. Stephan in Mainz – geschaffen von Charles Marq,. einem väterlichen Freund von Marc Chagall

Foto: Gerd Taron

Vor etwa 3 Jahren war ich zum ersten Mal in der Kirche St. Stephan und habe die wunderschönen  Fenster bewundert.

Es war ein trüber November-Tag. Ich selbst befand mich in jenen Tagen in einer schwierigen Lebenssituation. Ich betrachtete eines dieser so großartigen Kunstwerke. Das Glasfenster mit den Vögeln faszinierte mich besonders.

Was will mir dieses Fenster sagen? Was bedeutet es für mich persönlich? Wie wird mein Leben in Zukunft aussehen? Werde ich bald auch meine Lebensflügel so unbeschwert in die Lüfte erheben können? Was wird sein?

Heute war ich wieder an diesem Ort. Nicht zum ersten Mal in den vergangenen drei Jahre. Aber heute war alles anders. Es war ein wunderschöner sonniger Spätsommertag am Morgen.

Ich schaute wieder auf dieses Fenster. Wie war mein Leben zwischenzeitlich verlaufen? Hat sich mein Wunsch vom jenen tristen November-Tag erfüllt. Ja, das kann ich aus tiefstem Herzen bejahen. Mir sind neue Lebensflügel erwachsen. Ich bin umringt von vielen lieben anderen Vögeln (Menschen), die mit mir mein Leben jeder auf seine Weise teilen. Jeder ist anders und einzigartig. Dies hatte der Führer, Monsignore Mayer, so schön erklärt.

Gemeinsam, Seite an Seite, fliegen wir durch die Lüfte. Mal ist der eine vorne, mal der andere, mal fliegt der andere mir Dir Seite an Seite, mal ein anderer– so wie bei den Zugvögeln, die sich jetzt auf den Weg in wärmere Gefilde machen.

Ich danke Gott für die Freiheit, die mir neu geschenkt wurde und vor allem für die lieben Menschen, die mit mir durch manche Tiefen und Höhen gegangen sind.

Lasst uns weiter gemeinsam durch die Lüfte fliegen – so frei und unbeschwert wie die Vögel auf diesem Kirchenfenster in St. Stephan!

Gerd Taron

Vom Wasser, vom Herbst und vom Brot – ein literarischer Abendspaziergang

Vom Wasser, vom Herbst und vom Brot

Ein literarischer Abendspaziergang in Kelkheim-Fischbach

 

Kelkheim-Fischbach, 30.08.2013

Zum einem spätsommerlichen Spaziergang mit literarischen Impulsen hatte Gerd Taron von Taron-Antiquariat eingeladen. Auch das Höchster Kreisblatt nahm die Gelegenheit wahr, mit dabei zu sein.

Bei angenehmen Temperaturen und ohne Schirm trafen sich Literatur- und Naturinteressierte am Hanseklinger-Brunnen in Fischbach, einem Stadtteil von Kelkheim.

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Der Hanseklinger-Brunnen in Kelkheim-Fischbach

 

Foto: Marina Rupprecht

Fotografisch begleitete Marina Rupprecht den Abendspaziergang, die bereits seit längerem den literarischen Wochenendgruß bereichert, der jeden Freitagvormittag per E-Mail versandt wird..

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Foto: Marina Rupprecht

Gerd Taron erläuterte die Bedeutung und Herkunft des Brunnens und den historischen Hintergrund der Wassergewinnung für den Ort.

An der katholischen Dreifaltigkeitskirche .vorbei ging es zur „Taunus-Quelle“,  direkt an der B 455 Richtung Eppstein gelegen.

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Fotos: Marina Rupprecht

Mit einem Text von Anne M  Pützer und einem Gedicht von Irmgard Erath verweilte die Gruppe:an der Taunus-Quelle, die von einer Fischbacher Familie seit 1912 betrieben wird.

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Foto: Marina Rupprecht
An der Quelle

Du bist die Quelle des Lebens,
lass mich den Weg zu ihr finden.

Du bist die Quelle des Glaubens,
lass mich nie an ihrer Klarheit zweifeln.

Du bist die Quelle der Hoffnung,
lass mich aus ihr Kraft schöpfen.

Du bist die Quelle der Liebe,
lass sie nie in mir versiegen.

Irmgard Erath

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Foto: Marina Rupprecht

Von dort ging es weiter zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Behringstraße an einem Wegekreuz wurden Texte zum beginnenden Herbst gelesen.

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Foto: Marina Rupprecht

Der scheidende Sommer

 

Das gelbe Laub erzittert,

Es fallen die Blätter herab;

Ach! Alles, was hold und lieblich

Verwelkt und sinkt ins Grab.

 

Die Wipfel des Waldes umflimmert

Ein schmerzlicher Sonnenschein

Das mögen die letzten Küsse

Des scheidenden Sommers sein.

 

Mir ist, als müsse ich weinen

Aus tiefstem Herzensgrund –

Dies Bild erinnert mich wieder

An unsre Abschiedsstund.

 

Ich musste von ihr scheiden,

Und wusste, du stürbest bald.

Ich war der scheidende Sommer,

Du warst der kranke Wald.

 

Heinrich Heine

 

Der literarischen Abendspaziergang endete in der kathoischen Dreifalltigkeitskirche beschloss den Abend.

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Fotos: Marina Rupprecht

Nach Erläuterungen zur Kirche und insbesondere des Rotelidis-Steines gab es zum Abschluss noch eine kleine Wegzehrung: Ein kleines Weizenbrötchen und den Gedicht „Desiderata“. von Max Ehrmann

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Foto: Marina Rupprecht

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Marina Rupprecht mit einem kleinen Buchgeschenk

                        Foto: Gerd Taron (ausnahmsweise)

Gerd Taron

Der nächste literarische Abendspaziergang findet am Freitag, 20.09  um 18:00 Uhr am Rettershof in Kelkheim-Fischbach statt.

Ein besonderer Höhepunkt findet am Donnerstag, 03.10. statt:

Eppenhainer Literatur-Erlebnis-Tag

zusammen mit der Autorin Karin Schmitt („Die unverstandenen Geschenke des Lebens“ – http://www.karin-schmitt.eu/