Meine Buchhandlung vor Ort – Violas Bücherwurm in Kelkheim

 

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Mehr als 20 Jahre lebe ich nunmehr hier: im schönen Taunus. Und mehr als 10 Jahre begleitet mich als Bücherfreund eine Buchhandlung in besonderer Weise: Violas Bücherwurm in meiner zweiten Heimat Kelkheim .in der Bahnstraße.

Aus einer anfänglich geschäftlichen Beziehung ist im Laufe der vielen Jahre eine große Verbundenheit auch in persönlicher Hinsicht erwachsen. Die vielen gemeinsamen Stunden in der Buchhandlung, die Gespräche, den Austausch möchte ich nicht mehr missen.

Unsere gemeinsamen Aktivitäten wie der Kelkheimer Stadtmarkt und die Kelkheimer Möbeltage sind immer wieder ein Erlebnis.

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Jeder der eine Buchhandlung in seinem Ort hat und wo eine persönliche Beziehung stattfindet, ist ein glücklicher Büchermensch.

Ich habe mein Bücherglück vor Ort gefunden: Violas Bücherwurm in Kelkheim.

Gerd Taron

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und der Bücherwurm

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Copyright: Maren von Hoerschelmann

Die Quelle – Spender für unser Leben

 

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Taunus-Quelle in Fischbach im Taunus vom 27.10.13 – Foto. Gerd Taron

Fischbach im Taunus, 27.10.13

Heute Morgen habe ich die frühe Morgenstunde nach der Zeitumstellung genutzt, um bei schönstem Sonnenschein einen herbstlichen Spaziergang durch unser Dorf zu unternehmen.

Ich fühlte mich zu unserer Taunus-Quelle hingezogen, die sich am  Ortsrand befindet.

„Die Stille ist die Quelle der Gedanken“

Autor unbekannt

Ringsum mich kein Mensch weit und breit. Nur die vorbeifahrenden Autos an der nahe gelegenen Straße störten etwas die Herbst-Idylle.

Zeit und Muße, sich einige Gedanken über die Quelle und diesen Ort zu machen.

Manchmal komme ich mir selbst vor wie eine Quelle. Ich versuche mit meinem Dasein für andere eine Quelle zu sein, wo Mann/Frau frisches Wasser bekommen kann.

Aber eine Quelle kann nur sprudeln, wenn sie selbst genügend frisches Wasser bekommt und nicht eines Tages versickert. Nur so kann sie lebendig bleiben.

Für mich bedeuten die Menschen, die mich begleiten und mich immer wieder mit frischem Wasser versorgen – eine Lebensquelle. Dadurch ist es möglich, von diesem frischen Wasser anderen etwas weiter zu geben.

Dies darf und durfte ich immer wieder erfahren, vor allem in der vergangenen Woche. All denen, die mir durch ihre Worte und ihr Dasein frisches Wasser zugeführt haben, gilt mein besonderer Dank.

In der Sendung  „Kölner Treff“ am vergangenen Freitag hatte Bettina Böttinger unter anderen zwei Niederländer zu Gast, die nur mit einem Wohnwagen (ohne Auto!) durch Europa getrampt sind. Die Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen aus den verschiedensten Nationen haben ihnen besondere Erfahrungen beschert..

Tjerk Ridder und Peter Bijl haben es so beschrieben:

„Wenn man es teilt mit anderen, wird es lebendig.“

 

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Die Weil-Quelle unterhalb vom Feldberg im Taunus – Foto: Gerd Taron

 

Immer, wenn ich mitten im Alltag
innehalte und gewahr werde,
wie viel mir geschenkt ist,
werden die zahllosen Selbstverständlichkeiten
zu einer Quelle des Glücks.

Walter Fiechter


Am 25.07.13 berichtete ich bereits über eine Quellenwanderung – hier noch einmal zum Nachlesen:

 https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2013/07/25/eine-quellenwanderung-im-taunus-von-der-weilquelle-zur-olmuhlquelle/

Ich wünsche uns allen, dass wir Quellen mit frischem Wasser sind. Lasst uns einander begegnen, damit wir in guten und schlechten Zeiten eine lebendige Quelle bleiben.

Gerd Taron

Auf dem Weg in den November – Literarischer Wochenendgruß vom 25.10.13

Liebe Kulturinteressierte in nah und fern,

in der heutigen Ausgabe möchte ich Sie zu einer kleine Reise durch den Herbst einladen.

Begeben Sie sich mit den Texten von Anne M. Pützer und Thomas Berger und den Fotos von Marina Rupprecht auf den Weg durch die schöne farbenprächtige Jahreszeit.

Steigen wir also ein:

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DEIN WEG.

Du siehst in der Ferne mit klarem Blick ein Ziel.

Das möchtest du erreichen.

Du weißt nur nicht genau, wie.

Neugierig und erwartungsvoll gehst du los

und…

Unsicherheit erschwert deine Schritte,

Steine lassen dich straucheln,

Menschen locken dich auf Seitenwege,

du wirst gezerrt und gestoßen.

Du verirrst dich und fällst.

Dann, eines Jahres, findest du zurück

auf deinen Weg.

Und du weißt, es ist richtig, die Zeit ist reif.

Voll Zuversicht gehst du nun voran,

mutig, Schritt für Schritt.

Gehst gegen den Strom an,

der immer wieder deine Wege kreuzt.

Du hast dein Ziel greifbar vor Augen!

(C) Anne M. Pützer

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Meine Wege…

führen vielleicht über Stolpersteine und Wurzelwerk…

über viele labyrinthähnliche Umwege…

hin zu unbekannten Zielen.

Ich weiß sie noch nicht,

aber da warten Erfreulichkeiten auf mich,

Begegnungen, die mir gut tun,

Menschen, die mich „erkennen“,

befreites Lachen und Sich- Wohlfühlen,

befriedigendes Wirken.

Vielleicht gar ein kleines Glück.

Ich gehe ihm entgegen.

(A.M.Pützer)

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HERBSTWALD

Am Wegrand
wieder Fliegenpilze

Unter den Schuhen
altbekanntes Laub

Auch ein Gesicht
aus fernen Wandertagen

Im Jahreslauf
die gleiche Zeit

Was war
scheint es
kehrt stets zurück

Das ist
des Wandels
Larventücke

Thomas Berger

 

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Sei still und lausche.

 

An alten Gemäuern und Ruinen

hörst du Geschichten flüstern.

Es ist ein Moment,

der dich einlädt zum innehalten.

Du tauchst ein in die Vergangenheit

und deine Vorstellungskraft malt dir

Bilder von früherem Leben,

von Menschen und ihren Gefühlen,

von Schicksal und Freude.

Du fühlst dich ein

und wirst Zeuge fremder Schicksale.

Gewesene Realität,

gelebte Geschichte.

Deine Gedanken,

dein Rückwärts- horchen,

dein Erinnern

weckt diese Zeit

für Minuten

zu neuem Leben.

Nichts und niemand

kann so vergessen werden.

(A.M.Pützer)

 

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ZURÜCKBLEIBEN

 

 

Über frischen Ackerschollen

krächzen lauthals schwarze Vögel

Kühle hält gelassen stand

frühherbstlicher Sonnenflut

Laub kleidet farbig sich

für wilden Totentanz

Stare kreisen hoch

ersehnen Süden

Luft bittersüß

Wandel weithin

Mich aber

im Kokon

hält fest

das Los

noch

 

Thomas Berger

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LARAS LIED

 

 

Am Altersstabe

geht

das Jahr

Mauern

aus Schweigen

ringsumher

Nebelflor

hüllt

meine Seele

Ach trügen

Schwingen

mich doch fort

 

Thomas Berger

Mit diesen Impressionen wünsche ich Ihnen ein wunderschönes erholsames Herbst-Wochenende.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Alle Fotos: Marina Rupprecht – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

Die Rechte für die Texte liegen bei den jeweiligen Autoren Anne M. Pützer und Thomas Berger – Wiedergabe ebenfalls nur mit Genehmigung gestattet

Hinweis:

Wer mehr über den Autor Thomas Berger aus Kelkheim erfahren möchte, findet weitere Informationen auf seiner Internet-Seite:

http://www.autor-thomas-berger.de/

 

Ein alter Schatz – Eine Bibel aus dem Jahre 1729

Sie liegt vor mir – ein besonderes Buch aus längst vergangenen Zeiten. Eine alte Bibel original aus dem Jahre 1729. So viele Jahre hat diese Bibel, groß und schwer, schon erlebt, wohl meist im Verborgenen, was den sehr guten Zustand vermuten lässt.

Die genaue Herkunft ist unbekannt. Vermutlich stammt sie aus einem adeligen Haushalt und hat die Jahrhunderte gut behütet überstanden. Was die Menschheitsgeschichte in der Zeit seit jenem Jahr 1729 alles erlebte. Die Bibel hat alles überdauert.

Diese wunderbare Bibel sucht jetzt ein neues Zuhause. Sie kann käuflich erworben werden. Die jetzige Besitzerin hat mich gebeten, sie dabei zu unterstützen.

Als Verhandlungsbasis sind 2.000 Euro vorgesehen. Für weitere Informationen und Fragen stehe ich gerne unter

Gerd Taron

Taron-Antiquariat – Bücher und mehr

Tel. 06195-676695

E-Mail verkauf@taron-antiquariat.de

zur Verfügung.

Nachstehend finden Sie einige Fotos und den für unsere heutigen Sprach- und Lesegewohnheiten eigentümlichen Einleitungstext:

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Hier der Einleitungstext mit Quellenangaben (Autor – Verleger):

Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments, Nach der Übersetzung und mit den Vorreden und Randglossen D. Martin Luthers, mit Neuen Vorreden, Summarien, weitläuffigen Parallelen, Anmerckungen und geistlichen Anwendungen, auch Gebeten auf jedes Capitel: Wobey zugleich Nöthige Register und eine Harmonie des Neuen Testaments beygefüget sind. Ausgefertiget unter der Aufsicht und Direction Christoph Matthäi Pfaffen, Der Heil. Schrifft Doctorn, Professorn, Cantzlern und Probsten zu Tübingen, auch Abbten des Closters Lorch. II.) Die Heilige Schrift Neuen Testaments, Nach der fürtrefflichen Ubersetzung und mit den Vorreden auch Rand – Glossen Martin Luthers: Da dann neue nach dem Zweck eingerichtete Summarien, weitläuffigen Paralleln, Anmerckungen und geistliche Anwendungen, durch Gebete und jedes Capitel wobey zugleich nothige Register und eine Harmonie des Neuen Testaments

 

Ausgefertigeckt unter der Aufsicht und Direction Christoph Matthai Pfaffen

 

Tübingen – verlegt und gedruckt von Johann Georg und Christian Gottfried Cotta im Jahr Jesu Christi 1729

Klassische und moderne Lyrik – Vortrag von Thomas Berger

Gehalten am 19.10.2013 auf dem Symposion des Freien Deutschen Autorenverbandes Landesverband Hessen e. V. in Kronberg-Oberhöchstadt.

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Kann man über ein so „trockenes“ Thema wie Lyrik einen kurzweiligen Vortrag halten? Um es vorwegzunehmen: Ja, man kann, besser gesagt – Thomas Berger konnte es. Auf dem Symposion des Freien Deutschen Autorenverbandes durften die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer es erleben.

Es ist nicht einfach für mich als Rezensent, die wesentlichen Höhepunkte dieses Vortrages herauszustellen. Aber ein Versuch ist es wert.

Einen weiten Bogen spannte der Referent von der klassischen bis zur modernen Lyrik mit all ihren Facetten.

Worin liegen die Unterschiede zwischen klassischer und moderner Lyrik? Thomas Berger wählte aus der Klassischen Lyrik die italienische Renaissance, besonders durch den italienischen Dichter Francesco Petrarca (1304 – 1374) vertreten, die Weimarer Klassik und die staufische Klassik aus.

Die Weimarer Klassik reicht von Johann Wolfgang von Goethes 1. Italien-Reise bis zu Friedrich Schillers Tod im Jahre 1805.

Die Zeit der Weimarer Klassik gilt als der Höhepunkt der deutschen Nationalliteratur.

Als Beispiel trug Thomas Berger Goethes Ballade „Der Fischer“ vor.

Die staufische Klassik ist die Zeit der mittelhochdeutschen Dichtung zwischen 1183 und 1254. Merkmal ist die ritterlich-höfische Literatur dieser Epoche, insbesondere der Minnesang.

Das Thema ist hier oft die unerfüllte Liebe der Ritter zu den Damen des Hofes, gezeigt am Beispiel des „Lügenliedes“ von Bernger von Horheim.

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Als ein sehr wichtiger Vertreter der modernen Lyrik gilt Arno Holz (1863-1928), ein deutscher Dichter und Dramatiker des Naturalismus und Impressionismus.

Thomas Berger las das Gedicht von Arno Holz „ACHTUNG! ACHTUNG!! ACHTUNG!!!“  Ein weiteres Beispiel war ein Gedicht von Paul Celan, aus dem er die Verse „ An den Tischen der Zeit / Zechen die Krüge Gottes“ auswählte, um sogenannte absolute Metaphern der Moderne zu verdeutlichen.

Christoph Lichtenberg sagte über die Metapher, dass sie „weit klüger sei als ihr Verfasser“.

Die Chiffre ist neben den Metaphern eine Form der Verfremdung, wie dies beispielhaft in den Gedichten von Georg Trakl deutlich wird.

Hugo Friedrich (1904 – 1978), ein deutscher Romanist, beschreibt in seiner Strukturanalyse moderner Lyrik“ diese folgendermaßen: „Moderne Lyrik nötigt die Sprache zu der paradoxen Aufgabe, einen Sinn gleichzeitig auszusagen wie zu verbergen. Dunkelheit ist zum vorherrschenden ästhetischen Prinzip geworden.“

Als Vertreter der modernen Lyrik  sind  unter anderem Friedrich Hölderlin, aber auch Ingeborg Bachmann, Günter Eich und Rose Ausländer zu nennen.

Welche Strömungen sind in der gegenwärtigen Lyrik, vor allem nach Ende des 2. Weltkrieges, zu erkennen?

Ein wunderbares Beispiel zitierte Thomas Berger mit einem Computer-Gedicht aus dem Jahre 1966 des Deutschen Rechenzentrums in Darmstadt.

Über den modernen Dichter-Wettstreit, wie seit Jahren  durch den „Poetry Slam“ vertreten oder den Rap, spannte Thomas Berger einen großen Bogen der vielschichtigen Strömungen.

Mit dem Zitat von Friedrich SchillerKunst ist eine Tochter der Freiheit“  und folgenden Schlussworten beendete Thomas Berger seinen abwechslungsreichen und spannenden Auftrag:

„Es lebe die Lyrik – sei sie anmutig, sei sie verstörend. Es lebe der Wortzauber der Poesie – es lebe das Gedicht!“

 

Im Anschluss tauschten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer rege aus.

Gerd Taron

Alle Fotos: Gerd Taron

Wer mehr über Thomas Berger erfahren möchte:

http://www.autor-thomas-berger.de/

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 Nachstehend einige Informationen über den Freien Deutschen Autorenverband (FDA):

Der Verband

Der Freie Deutsche Autorenverband (FDA), Schutzverband deutscher Schriftsteller e.V. ist ein unabhängiger Autorenverband. Er tritt ein, für die Freiheit des Geistes, für soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Unhabhängigkeit der literarisch und künstlerisch Tätigen ohne Unterschied von Geschlecht, Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion, Herkunft, Geburt und politischer oder sonstiger Anschauung bei strikter Abgrenzung gegen den Extremismus von rechts und links.

Der FDA lehnt jede Zensur, jeden politischen Eingriff in Literatur und Publizistik ab, er tritt ein für den demokratischen Rechtsstaat, da nur in einem solchen, wie die Erfahrung in vergangenen und heutigen totalitären Regimen zeigt gewährleistet wird. Toleranz bedeutet nicht die Anpassung an die Feinde der Demokratie.

Der Freie deutsche Autorenverband ist einer der Gründungsmitglieder im Deutschen Literaturfonds und Mitglied im Deutschen Kulturrat und Mitglied der Künstlersozialkasse. Im Bundesverband der freien Berufe (BfB) vertritt er die Schriftsteller.

Im Internet: http://www.fda.de/

Oktober-Impressionen – Literarischer Wochenendgruß vom 18.10.13

Liebe Literatur- und Fotofreunde,

 die Jahreszeit schreitet weiter fort – es ist Mitte Oktober. Die Natur zeigt sich von ihrer farbenprächtigen Seite. Zeit inne zu halten, um die Schönheit der Natur zu genießen

Mit den Fotos von Marina Rupprecht und Gedichten von bekannten und weniger bekannten Autorinnen und Autoren, möchte dieser Wochenendgruß in diesen Oktobertagen begleiten.

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Am fernen Horizont,
da ist ein Licht,
Das hat mir über Tag
den Weg gezeigt.
Es ließ mich schönes und hässliches
sehen und erleben.
Ich tat meine Pflichten,
war hilfreich und loyal.
Erkannte, wie täglich,
die Abbiegespur…
und ging doch dran vorbei.
Einen Tag noch, nur noch einen weiteren,
will ich´s versuchen,
allem Unbill zum Trotz.
Meine Sturheit,
Segen und Fluch.
Will ein Glück erzwingen,
wo es vielleicht nur Tränen gibt.
Find immer noch einen Grund,
den Weg weiter zu gehen.
Tu ich´s für mich,
tu ich´s für die anderen?
Ausreden suchen,
um mich zu bestrafen.
In der Ferne,
da geht wie jeden Abend die Sonne unter
und ich schwöre mir,
morgen…ja morgen,
da fängt alles neu und besser an.
Da will ich mal an mich,
an mein Glück
denken.

A.M.Pützer

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Herbst…

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke

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Oktoberlied

Der Nebel steigt, es fällt das Laub,

Schenk’ ein den Wein, den holden!

Wir wollen uns den grauen Tag

Vergolden, ja vergolden!

Und geht es draußen noch so toll,

Unchristlich oder christlich,

Ist doch die Welt, die schöne Welt,

So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz, –

Stoß an und lass es klingen!

Wir wissen’s doch ein rechtes Herz

Ist gar nicht umzubringen.

Der Nebel steigt, es fällt das Laub,

Schenk’ ein den Wein, den holden!

Wir wollen uns den grauen Tag

Vergolden, ja vergolden!

Theodor Storm

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Herbstliche Schleier

wehen übers Land

Herbstliche Blätter

Fallen in den Sand

Wundersame Farben

leuchten gelb und rot

Du bist weggegangen

doch Liebe ist nicht tot

Buntgefärbte Blätter

Tragen sie nur fort.

Martha Keiser

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Wenn du dich nicht fallen lässt,

kannst du nicht erfahren, dass du getragen wirst.

 

Autor unbekannt

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Blätterfall

Der Herbstwald raschelt um mich her …

Ein unabsehbar Blättermeer

entperlt dem Netz die Zweige.

Du aber, dessen schweres Herz

mitklagen will den großen Schmerz –

sei stark, sei stark und schweige!

Du lerne lächeln, wenn das Laub,

dem leichteren Wind ein leichtes Raub,

hinabschwankt und verschwindet.

Du weißt, dass just Vergänglichkeit

das Schwert, womit der Geist der Zeit

sich selber überwindet.

Christian Morgenstein

Ich wünsche Ihnen ein „goldenes“ Oktober-Wochenende. Genießen Sie wenn irgendwie möglich die Farben, die uns die Natur in dieser Jahreszeit bietet.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Alle Fotos: Marina Rupprecht – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

PS: Ich darf Sie herzlich einladen zur ersten Veranstaltung aus der Reihe „Oasen der Stille“

Am Samstag, 19.10.2013 von 15:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr

Mit (fast) allen Sinnen – Orte der Stille rund um den Rettershof – Zur Ruhe kommen

 

Treffpunkt: Parkplatz am Rettershof (Einfahrt von der B 455 zwischen Königstein und Kelkheim-Fischbach)

 

Kostenbeitrag: 5 Euro

 

Rund um den Rettershof werden Oasen der Stille aufgesucht – sei es zum Hören zum Sehen oder nur einfach zum Stille werden.