Einsamkeit nein danke – Literarischer Wochenendgruß vom 28.02.14

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

 

am vergangenen Dienstag erschien in den Tageszeitungen die große Schlagzeile, dass die zweitgrößte Krankenkasse in Deutschland, die Barmer/GEK, bundesweit 1.500 Stellen abbaut und die Zahl ihrer Beratungsstellen halbieren will.

 

Mich hat dies sehr betroffen gemacht. Wieder verlieren Menschen ihren Arbeitsplatz. Was dann? Wie geht es mit Ihnen weiter?

 

Was geschieht mit den Menschen, die ihre Anliegen bisher persönlich vortragen konnten? Wo haben Sie künftig ihren persönlichen Ansprechpartner? Alles wird dann nur elektronisch geregelt und abgewickelt -„online“, verbunden mit einem „Callcenter“ .

 

Alles normal in unserer Zeit? Ist der Mensch nur noch ein Kostenfaktor? Ersetzt die Technik den Menschen?

 

Das führt zu weiterer Vereinsamung in unserer Gesellschaft. Schauen wir uns die Innenstädte an, wo immer mehr Einzelhandelsgeschäfte schließen müssen.

 

Gerade dort und in den kleinen Geschäften fand bisher ein Austausch von Mensch zu Mensch statt. Und es sind nicht nur die „Alten“, sondern es sind Menschen jeden Alters.

 

Ich habe das große Glück, in einem Ort zu leben, wo das alles noch vorhanden ist: Der Dorfbäcker, der Dorfmetzger, ein Landarzt, der kleine Blumenladen, eine Postagentur, ein Schreibwarenladen. Hier findet gelebte Kommunikation von Mensch zu Mensch statt. Hier kann Mann/Frau sich aussprechen, man redet miteinander.

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Foto: Hans Jörg Kampfenkel – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

„Ich treffe einen Menschen. Er kommt aus seinem Leben

her, ich aus meinem, jeder hat sein Schicksal gehabt.

Dann geschieht Begegnung, und es entwickelt sich von

Mal zu Mal, was da werden soll eine Freundschaft oder

Liebe samt allem, was es dann an Erfüllung und Enttäuschung

gibt.“

 

Romano Guardini

 

 

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Foto: Hans Jörg Kampfenkel – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

„Das ist aller Gastfreundschaft tiefster Sinn,

dass einer dem anderen Rast gebe

auf dem Weg nach dem ewigen Zuhause.“

 

Romano Guardini

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Foto: Hans Jörg Kampfenkel – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

„Man muß beides verbinden und miteinander abwechseln lassen..
Einsamkeit und Geselligkeit.
Die eine weckt in uns die Sehnsucht nach Menschen.
die andere die Sehnsucht nach uns selbst.“

(Lucius Seneca)

 

 

Ich wünsche uns allen so sehr, dass wir miteinander im Gespräch bleiben, in unserem direkten Umfeld, ob im Supermarkt oder wo auch immer. Lasst uns aufeinander zu gehen und hören, was der andere uns zu sagen hat – seine Sorgen, seine Ängste, seine Freuden.

 

Dieses Wochenende ist eine wieder eine Gelegenheit anderen Menschen aus ihrer Einsamkeit zu helfen.

 

Ihr/Euer

 

Gerd Taron

 

 

 

Wirkliche Einsamkeit hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, wie alleine man ist.

© Ch. Bukowski

 

Mensch, der du mir gerade noch ein Fremder warst – Anne M. Pützer

Mensch, der du mir gerade noch ein Fremder warst.


Ich bin neugierig auf dich und gehe auf dich zu. Bitte komme auch du mir einen Schritt entgegen. Lass uns kennen lernen und unsere Vorurteile abbauen. Wir wollen uns erst tolerieren und dann akzeptieren. Viel können wir voneinander lernen und uns gegenseitig helfen. So können wir fruchtbar miteinander arbeiten und leben. Sicher können wir auch über die gleichen Dinge lachen. Humor ist ein guter Boden für menschliches Miteinander.

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Text und Foto: Anne M. Pützer – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

Beziehungen wagen – Literarischer Wochenendgruß vom 21.02.14

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

 

am vergangenen Wochenende hatte ich die Gelegenheit bei einem Frühstücksbrunch in einem „Glückslokal“ zu sein.  Dort trafen sich Menschen aus unterschiedlichen Lebenssituationen: Alleinstehende, Alleinerziehende, Paare. Gemeinsam war allen, dass sie nach neuen und anderen Lebensformen, neuen Wohnformen suchten.

 

Das ist nur eine Möglichkeit neue Beziehungen zu wagen in einer solchen Form. Es können auch neue  Freundschaften oder Partnerschaften sein. Dazu gehört die Bereitschaft, sich zu öffnen für den anderen. Beziehungen sind für uns Menschen lebenswichtig – überlebenswichtig. Ein Einsiedlerdasein ist sicher für die wenigsten vorstellbar und gut.

 

Wir Menschen sind als soziale Wesen angelegt. Wir brauchen einander. Das gibt uns Kraft zum Leben, zum Überleben.

 

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Foto: Hans Jörg Kampfenkel

Man braucht nur eine Insel

allein im weiten Meer

Man braucht nur einen Menschen

den aber braucht man sehr

Mascha Kaléko

 

 

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Foto: Hans Jörg Kampfenkel

 

 

Es gibt Beziehungen,
die sind wie
schöne, frische Frühlingsblumen.

Hast du schon mal versucht,
eine Tulpe zu pressen?
Sie verliert Farbe und Form,
wird ausdruckslos und trocken.

Und es gibt Beziehungen,
die sind wie
Gräser.

Gräser halten sich auch
im Winter, und wenn man sie
richtig betrachtet,
sind sie wunderschön.

© Kristiane Allert-Wybranietz (*1955), deutsche Dichterin und Lyrikerin

Quelle: »Trotz Alledem«,

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Foto: Hans Jörg Kampfenkel

Die Beziehung zwischen Menschen sollte so sein, wie die Beziehung zwischen Hand und Auge.
Verletzt sich die Hand, weint das Auge.
Weint das Auge, wischt die Hand die Tränen weg
.

Autor unbekannt

Wie wäre es an diesem Wochenende neue Beziehungen zu beginnen oder alte wieder zum Leben zu erwecken?

Dazu gibt es zwei von vielen Möglichkeiten am Samstag und Sonntag::

Am Samstag, 22.02.14 um 15:00 Uhr findet wieder der literarische Spaziergang in Kelkheim-Fischbach statt. Thema: Auf dem Weg sein

Treffpunkt: Fahrschule T 8, Langstraße 17, Kelkheim-Fischbach

Kostenbeitrag. 5 Euro

oder im Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim, Alt-Fechenheim 94

Am Sonntag, 23.02.14 von 15:00 bis 17:00 Uhr – Thema: Literarische Variationen über Schmetterlinge

 

Ein erholsames Wochenende wünscht allen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Alle Fotos: Hans Jörg Kampfenkel – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

 

 

 

Taron – s Kultur- und Literatur-Neuigkeiten – Ausgabe 4 vom 18.02.14

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,
 
bedingt durch einen PC-Absturz kam es in den letzten Tagen zu einigen Verzögerungen. Immerhin ist es mir jetzt wieder möglich einigermaßen zu agieren, auch wenn es wegen der defekten Grafikkarte keine Bilder oder Fotos gibt.
 
Heute möchte ich Sie wieder auf einige interessante Veranstaltungen in dieser Woche aufmerksam machen:

Am Samstag, 22.02.14 um 15:00 Uhr findet wieder der literarische Spaziergang in Kelkheim-Fischbach statt. Thema: Auf dem Weg sein

Treffpunkt: Fahrschule T 8, Langstraße 17, Kelkheim-Fischbach

Kostenbeitrag. 5 Euro

Die Reihe „Literarischer Nachmittag“  im Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim wird fortgesetzt:
 
Am Sonntag, 23.02.14 von 15:00 bis 17:00 Uhr – Thema: Literarische Variationen über Schmetterlinge
 
 

Wichtige Vorankündigung:

 

Gemeinsam mit der Sprecherin Viktoria Vonseelen findet ein besonderer literarischer Nachmittag als Auftaktveranstaltung der Reihe „Oase der Stille“ statt:

 

 

Gedanken-Wege – Ein Gang durch den Bethmannpark in Frankfurt am Main

 

Sonntag, 06.04. um 15:00 Uhr

 

Treffpunkt: Eingang Bethmannpark

 

Kosten-Beitrag: 10 Euro

 

 

Mit Viktoria Vonseelen, Sprecherin

 

https://www.facebook.com/viktoriavonseelenvoice

 

Genauere Informationen zur Veranstaltung erfolgen bis Mitte März 2014

 

Ein Veranstaltungshinweis für eine liebe Freundin, Karin Schmitt:

 

Am Sonntag, den 23. Februar 2014 um 18 Uhr im Kellertheater, Mainstr. 2, Frankfurt am Main findet wieder einer ihrer besonderen Erlebnis-Lesungen statt.

Weitere Informationen unter.

http://www.karin-schmitt.eu/erlebnis-lesungen/termine-2014/

Ich wünsche Ihnen eine wundervolle Woche mit vielen literarischen und kulturellen Impressionen.

Ihr/Euer

Gerd Taron 

Taron-Antiquariat – Bücher und mehr
Langstraße 30

65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 49+(0)6195-676695

Internet: www.gerdtaronantiquariat.wordpress.com

und

www.taron-antiquariat.de


E-Mail:
verkauf@taron-antiquariat.de    

 

 

 

Vertrauen ist gut – Literarischer Wochenendgruß vom 14.02.14

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

diese Ausgabe ist diesmal mit „heißer Nadel“ gestrickt und daher etwas ungewöhnlich. Seit Tagen streikt immer wieder der PC. Auf die Technik ist halt kein Verlass. Daher erscheint die WordPress-Ausgabe diesmal ohne Fotos.

Ist nur auf die Technik kein Verlass? Kann ich der Technik nicht mehr vertrauen? Wie ist das mit uns Menschen. Wie sieht da das Vertrauen aus, in unseren Mitmenschen, Freund, Freundin, Partner, Nachbar, Eltern, Geschwister?

Wie oft werden wir enttäuscht, weil wir vertraut haben – auf die Ehrlichkeit, auf die Offenheit, das Verständnis des anderen. Wie bitter ist es dann zu erfahren, dass wir sehr verletzt wurden. Unser Vertrauen ist „missbraucht“ worden.

Ist das aber der Grund, nicht mehr zu vertrauen, mich zurückzuziehen in mein Schneckenhaus – in meine persönliche Wohlfühlstube?

 

 

 

Dem Leben vertrauen

Lass deine Träume in den Himmel wachsen wie Bäume,
in deren Zweigen Vögel nisten.
Vertraue dich dem Leben wieder an ~
und der Gesang der Morgenfrühe gehört dir allein.

Autor unbekannt

 


 

Laß uns vertrauen dem seltenen Verständnis

Das ärgerlich Schwache und Fremde einbezieht

In unsern vertrauten Kreise.

Laß uns vertrauen der seltenen Freiheit,

die für das Wohl  und das Recht der Gegner eintritt

und so dem Frieden Brücken baut.

Laß uns vertrauen der seltenen Liebe,

die verkümmertes Leben behutsam zum Blühen bringt.

 

F. K. Barth/G. Grenz/P. Horst

 

 

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende mit vielen vertrauensvollen Momenten, vor allem ihrem Mitmenschen gegenüber.

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Wichtige Vorankündigung:

Auftaktveranstaltung: – Oase der Stille

Gedanken-Wege – Ein Gang durch den Bethmannpark in Frankfurt am Main

Sonntag, 06.04. um 15:00 Uhr

Treffpunkt: Eingang Bethmannpark

Kosten-Beitrag: 10 Euro

Mit Viktoria Vonseelen, Sprecherin

https://www.facebook.com/viktoriavonseelenvoice

Genauere Informationen zur Veranstaltung erfolgen bis Mitte März 2014

Gerd Taron 

Taron-Antiquariat – Bücher und mehr
Langstraße 30

65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 49+(0)6195-676695

Mobil: 0175-1430272

Internet: www.gerdtaronantiquariat.wordpress.com

und

www.taron-antiquariat.de


E-Mail:
verkauf@taron-antiquariat.de 

Vogel in der Früh – Anne M. Pützer

VOGEL IN DER FRÜH.

Früh am Morgen,
im ersten Dämmerlicht,
sitzt ein Vogel im Baum,
unscheinbar, hinter Blattwerk verborgen.
Er öffnet seinen Schnabel
und lässt seine Stimmbänder vibrieren.
Erst zart und leise,
dann anhaltend und laut,
singt er seine Morgenmelodie.
Er verkündet den neuen Tag,
frohlockt über das nahende Licht.
Der Vogel erfreut sich seines Seins,
er lebt den Moment.

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Foto: Hans Jörg Kampfenkel – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet

Seine Koloraturen sind sein Dankgebet.

(C) Anne M. Pützer