Weiter so oder die Angst vor Veränderung – Literarischer Wochenendgruß vom 23.02.18

Weiter so oder die Angst vor Veränderung – Literarischer Wochenendgruß vom 23.02.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

wir leben in unsicheren Zeiten, wie es selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Börsencrash vom 05.02.18 betont. Dies ist keine neue Erkenntnis, wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue.

Es gab und gibt keine Sicherheit im Leben und ein „Weiter so“. Jederzeit kann es geschehen, dass eigene Lebenspläne, wenn es diese gibt, sich aufgrund von besonderen Ereignissen ändern.

Ich selbst überprüfe im Abstand von etwa 10 Jahren mein persönliches und berufliches Engagement. Dazu hat zum Beispiel dazu geführt, dass ich verschiedene ehrenamtliche und persönliche Aktivitäten neu überdacht habe.

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wenn Dein Leben
brennt,
Liebes Herz –
lass es zu.
Lass das Feuer
der Veränderung
Dein Leben brennen,
gib Dich hin
dem feurigen
Schmerz
der tiefen Nacht.
Kämpfe nicht,
lass es lodern
in Dir,
hinein in
Deine
dunklen Tiefen,
durch Dich.
Lass es brennen,
bis Du selbst
das Feuer bist,
welches Dich
durchdringt.
Lass verbrennen
das Alte,
allen Schmerz
der Vergangenheit,
lass brennen
die Erinnerungen,
die Deine
Schwäche nähren.
Lass brennen
alle Wünsche,
die nicht mehr
Deine sind,
lass brennen
auch alles
Andere,
denn nur
wenn
Altes geht,
wird Neues
sein.
Lass brennen
Deine Seele
und
auch Dein
Herz im
alten
Schmerz
und
Pein.
Denn noch bevor
Dir das
im Ganzen
ist bewusst,
wird neues
Leben
sein.
-FEUER der VERÄNDERUNG-

Anja Schindler

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ich fürchtete einsam zu sein,
bis ich lernte mich selbst zu lieben.

Ich fürchtete Fehler zu machen,
bis ich bemerkte, es nicht zu versuchen,
ist der einzige Fehler, den ich machen kann.

Ich fürchtete die Meinung der Leute,
bis ich lernte, dass sie so oder so
eine Meinung haben.

Ich fürchtete Zurückweisung,
bis ich lernte, Vertrauen in mich
selbst zu haben.

Ich fürchtete Schmerz,
bis ich lernte, dass er manchmal
für das Wachstum notwendig ist.

Ich fürchtete die Wahrheit,
bis ich sah, wie hässlich
Lügen sind.

Ich fürchtete das Leben,
bis ich erfahren habe,
wie schön es sein kann.

Ich fürchtete den Tod,
bis ich bemerkte, dass er kein Ende
aber ein Anfang ist.

Ich fürchtete meine Bestimmung,
bis ich bemerkte, dass die Kraft zur Veränderung
in mir liegt.

Ich fürchtete die Liebe,
bis ich mein Herz berührte und die Dunkelheit
endlosen sonnigen Tagen wich.

Ich fürchtete zu altern,
bis ich bemerkte, dass ich jeden Tag
ein Stück weiser wurde.

Ich fürchtete die Zukunft,
bis ich sah, dass sich alles
langsam besserte.

Ich fürchtete die Vergangenheit,
bis ich bemerkte, dass sie mir keine
Schmerzen mehr zufügen konnte.

Ich fürchtete die Dunkelheit,
bis ich den Zauber der
Sterne sehen konnte.

Ich fürchtete das Licht,
bis ich bemerkte, dass mir die Wahrheit
Stärke verlieh.

Ich fürchtete die Veränderung,
bis ich sah, dass auch der schönste Schmetterling
eine Metamorphose durchmachen musste,
bevor er zu fliegen begann.

Autor unbekannt

Foto: K. H. Fischer

Leben ist Veränderung!

Beachte immer, dass nichts bleibt,
wie es ist, und denke daran,
dass die Natur immer wieder
ihre Formen wechselt.

Marc Aurel

Foto: Selda Eigler – Kloster Eberbach

Nachhaltige Veränderung

Durch dich muss der Mittelpunkt neu definiert werden.
Man übersieht dich leicht,
du glänzt nicht im üblichen Sinn.
Aber das Leben bedient sich deiner,
um die Welt zu verwandeln –
aber nicht mit großen Sprüchen,
nicht mit Vorträgen und Verlautbarungen,
nicht mit der Macht der Politik
und der Kaufkraft des Geldes.
Das sind nicht deine Währungen.
Von der Mitte her wird das Äußere zusammengehalten,
von der Mitte her wird alles unauffällig gesteuert.
Deine Währungen sind Liebe, Fürsorge,
Stille, Vorsicht, Verwandlung in der Tiefe.
Von da geht die nachhaltige Veränderung der Welt aus,
von dir,
kannst du es glauben?,
auch wenn man dich übersieht.

Ulrich Schaffer

Wenn wir uns bewusst machen, dass Veränderungen häufig plötzlich und unerwartet eintreten, dann können wir, egal wie schwierig unsere Lebenssituation gerade sein mag, stets Hoffnung haben und sollten immer offen für Neues sein.

Wir sind an einem Tag geboren worden.
Wir sterben an einem Tag.
Wie können uns an einem Tag verändern.
Und wir können uns an einem Tag verlieben.
Alles kann an genau einem Tag geschehen.

Louise L. Hay

Foto: Karin Ruf

Leben heißt lernen,
dass wir uns Zeit nehmen müssen,
wenn wir welche haben wollen;
dass wir verantwortlich sind
für Gedachtes und Nichtgedachtes,
Gesagtes und Nichtgesagtes,
Getanes und Nichtgetanes;
dass der Sinn des Lebens
darin liegt, immer die Liebe
und das Leben im Sinn zu haben.

Leben heißt lernen,
dass es nicht darauf ankommt,
ob wir uns etwas schenken,
sondern darauf, ob wir imstande sind,
uns gegenseitig etwas zu geben;
dass das Wesen des Lebens
die Veränderung ist;
dass wir Liebe säen müssen,
wenn wir Liebe ernten wollen.

Leben heißt lernen,
die Kunst der Gelassenheit auszuüben:
das Weglassen, das Zulassen,
das Loslassen;
dass die schwierigste Aufgabe
unseres Leben darin besteht,
nie aufzugeben;
dass unser Mensch-Sein untrennbar
mit dem Mensch-Werden verbunden ist.

Ernst Ferstl

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Veränderungen und neue Herausforderungen in Ihrem Leben annehmen und daraus neue positive Energien gewinnen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Nachstehend zwei Veranstaltungshinweise für den heutigen Freitag:

Freitag, 23.02.18 – 19 Uhr – Viola’s Bücherwurm, Bahnstraße 13, Kelkheim, Tel. 06195/900-818 – E-Mail: violas-buecherwurm@t-online.de

Haroon Gordon liest aus seinem Roman „Palast aus Staub und Sand“. Eine Lebensgeschichte zwischen Algerien und der Provence.

Der Eintritt von 5 Euro kommt der Stiftung Bärenherz zugute

Freitag, 23.03.18 – 19 Uhr

Umarmung – Vernissage und Buchvorstellung mit Connie Albers (https://www.connie-albers.de/

Hospiz Lebensbrücke, Dalbergstraße 2a, 65439 Flörsheim am Main

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Vom Abnehmen oder weniger is(s)t mehr – Literarischer Wochenendgruß vom 16.02.18

Vom Abnehmen oder weniger is(s)t mehr – Literarischer Wochenendgruß vom 16.02.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

die närrischen Tage sind vorbei. Jetzt wird es ernst. Mehr oder weniger freiwillig nutzen die Menschen die Fastenzeit, um ihren Körper wieder in die Balance zu bringen. Es gibt unzählige Ratgeber und Diäten, mit denen man sich angeblich nach anstrengenden Einhalten der jeweiligen Regeln bzw. Empfehlungen wesentlich besser fühlen soll. Da wird Fasten manchmal zu einer Religion. Auszeiten mögen sinnvoll sein, nicht nur beim Essen und Trinken.

Foto: Gerd Taron

Man kann sein Brot mit gar nichts essen.
Mit nichts als Licht und Luft bestreut.
Gefühle, die man ganz vergessen,
Geschmack und Duft der Kinderzeit,
Sie sind im trocknen Brot beschlossen,
wenn man es unterm Himmel isst.
Doch wird die Weisheit nur genossen,
wenn man den Hunger nicht vergisst.

Eva Strittmatter

Foto: Gerd Taron

Der verrückte Weise Nasrudin kaufte einen Esel. Täglich brauche dieser einen kleinen Heuballen Futter, wie der Verkäufer Nasrudin mitteilte.
Nasrudin war das jedoch zuviel. Ein ganzer Heuballen, nö!
Er nahm sich daher vor, den Esel an immer weniger Essen zu gewöhnen. Täglich gab er dem Maultier weniger.
Irgendwann bekam der Esel fast gar kein Futter mehr. Er fiel um und war tot.
“Schade” sagte Nasrudin, “ich hätte nur noch ein bisschen mehr Zeit gebraucht, um ihn daran zu gewöhnen, von gar nichts zu leben!”.
Geschichte aus: Die fabelhaften Heldentaten des weisen Narren Mulla Nasrudin v. Idries Shah, leicht umgeschrieben.

Foto: Gerd Taron

Wenn du Essen im Kühlschrank, ein Dach über dem Kopf und ein Bett hast, bist du reicher als 75 % dieser Welt.

Wenn du ein eigenes Konto bei einer Bank hast, gehörst du zu den 8 % der Reichen dieser Welt.

Wenn du mehr als 100 g Reis pro Tag essen kannst, kannst du mehr essen als 1/3 der Weltbevölkerung.

Wenn du heute Morgen gesund aufgewacht bist, geht es dir besser als der einen Million Mensche
n, die diese Woche nicht überleben werden.

Wenn du zur Schule gehst/gegangen bist, kannst du froh sein, denn 121 Millionen Kinder haben nicht die Chance, zu lernen.

Wenn du nie die Gefahr eines Krieges, die Einsamkeit einer Gefangenschaft, den Schmerz von Folterung oder das Elend von Hunger erlebt hast, geht es dir besser als 500 Millionen anderer Menschen dieser Erde.

Wenn du an einer öffentlichen religiösen Veranstaltung teilnehmen kannst/könntest, ohne die Gefahr, bedroht, verhaftet oder getötet zu werden, bist du besser dran als 3 Milliarden andere Menschen.

Wenn du immer frisches Trinkwasser zur Verfügung hast, geht es dir besser als 1 Milliarde Menschen in den Entwicklungsländern.

Wenn du diese Zeilen lesen kannst, kannst du dich glücklich schätzen, denn über 2 Milliarden Menschen können es nicht.

Und du sagst, dir geht es schlecht?

Autor unbekannt

Foto: Gerd Taron

Alles hat seine Zeit.

Es gibt Zeiten, in denen du aktiv, und andere, in denen du in Ruhe sein musst.
Es gibt Zeiten, in denen du gehen, und andere, in denen du sitzen musst.
Genauso verhält es sich mit dem Lernen und dem Handeln, dem Sprechen und dem Schweigen, dem Essen und dem Fasten.

Die rechte Mitte ist die Essenz des Lebens.
Der Weise kennt die Mitte. Er fühlt sich in die Dinge ein, weil er sich selbst kennen gelernt hat.
Der Weise ist weise, weil er ebenso abwarten wie schweigen kann.
Er betrachtet interessiert die Dinge um sich.
Erst wenn er weiß, dass der rechte Augenblick gekommen ist, handelt er. Das ist das Geheimnis seines Erfolges.

Lerne Geduld. Handle nicht aus dem Grund heraus, dass du nicht warten kannst.
Das du keine Geduld hast, kannst du auch daran erkennen, dass du einerseits zuviel redest, anderseits dann schweigst, wenn du reden solltest.

Lerne zu fasten. Fasten bezieht sich nicht allein darauf, keine Nahrung zu sich zu nehmen.
Fasten ist das Reinigen und Erstarken durch unterlassene Nahrungsaufnahme, denn gerade durch das Essen nimmst du viele Energien auf, die in dir Anspannung und Unruhe erzeugen -gerade die besten Voraussetzungen, um Geduld zu erlangen.
Musst du etwas entscheiden, beziehungsweise handeln, setze dich zum Beispiel vor deinem Handeln oder geh in die Kirche, bitte um innere Führung, stelle dir die Situation genau vor, in du dich begeben wirst.
Stelle dir vor, wie sich alles entwickeln wird, und reich es Gott dar.

Vielleicht wirst du dich beim ersten Mal noch nicht ganz in den Fluss der Dinge hineinbegeben können.
Übe immer wieder. Versuche deine Fehler zu entdecken.
Finde den rechten Zeitpunkt für dich und deine Umwelt heraus.
Gib dich in den Fluss der Ereignisse, und du wirst erfolgreich sein.

Zeitlose Wahrheiten – Stephan von Stepski- Doliwa

Foto: Gerd Taron

Ein fast vergessenen Wort, das dein Leben so viel leichter machen kann
Es gibt da ein gutes Wort, das heute immer mehr in Vergessenheit gerät. Unbemerkt, und trotzdem tragisch verschwindet es, wie die bunte Vergangenheit eines ergrauten Alzheimer-Patienten.
Es ist ein Wort, das vom Aussterben bedroht ist wie so manche Tierart. Bedroht von Arbeitgebern, die uns immer mehr schuften sehen wollen; von Werbung und Hochglanzmagazinen und Fernsehsendungen, die uns einreden wollen, wir seien nichts wert ohne perfekte Figur. Ohne perfekte Frisur. Ohne perfekte Wohnung. Ohne exotische Reisen (der Slogan „Reise Dich interessant“ ist so eine Frechheit) und ohne diesen gottverdammten neuen Staubsauger-Roboter, der jetzt mit seinen 95 Programmen sogar die Wände hochfahren! und dabei noch das Wetter vorhersagen! kann.
Es ist ein gutes Wort, das wir dringend wiederbeleben müssen, wenn wir freier atmen und leichter leben wollen.
Es ist
Genug.
Warum versuchen wir, alles immer besser, schneller, toller zu machen – auch uns selbst? Nur weil es vielleicht möglich ist? Es ist auch möglich, im Kopfstand zu essen, Kamasutra zu praktizieren oder ein Lexikon auswendig zu lernen. Und trotzdem macht das fast keiner. Weil es anstrengend ist, das Leben dadurch aber nicht besser wird.
Genug.
Genug gearbeitet für heute.
Genug Geld auf dem Konto, um heute glücklich zu sein.
Genug erreicht.
Genug PS im Auto, Speicherplatz auf dem Handy und Freunde auf Facebook.
Genug Freizeitaktivitäten und Reisen.
Genug maximiert. Du brauchst nicht alles aus Dir und Deinem Leben herausquetschen wie aus einer Orange.
Genug Informationen gesammelt, um Dich zu entscheiden.

Elfi Egger

Foto: Gerd Taron

Mögest du von Gott immer empfangen,
was du brauchst :
Arbeit für deine Hände,
Nahrung für deinen Leib,
Antworten für den fragenden Geist,
Freude und Liebe für dein warmes Herz
und Frieden für deine suchende Seele.
Irischer Segenswunsch
Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht nur in der beginnenden Fastenzeit die Ruhe finden, Ihr Leben in Balance zu halten. Was immer es sein mag, es soll Ihnen gut tun.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Nachstehend zwei Links zu Buch-Rezensionen, die kürzlich auf meiner WordPress-Seite erscheinen sind. Es sind zwei lesenswerte Bücher.

glueckskind von Anne Zegelman

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2018/02/11/glueckskind-der-neue-roman-von-anne-zegelman-eine-rezension/

Traubenglück – Jobst und Inga von Elisa Maria Brock

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2018/02/14/traubenglueck-jobst-und-inga-ein-roman-von-elisa-maria-brock-eine-rezension/

Mit sich selbst befreundet sein – Literarischer Wochenendgruß vom 09.02.18

Mit sich selbst befreundet sein – Literarischer Wochenendgruß vom 09.02.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

das neue Thema ist kein Aufruf zum egoistischen Handeln oder Verhalten. Im Gegenteil. Es möge neue Gedankenanstöße geben, sich über seinen eigenen Selbstwert bewusst zu werden. Viele Gespräche im Freundeskreis haben mich dazu veranlasst, mich diesem Thema neu zu widmen.

Denn nur wer mit sich selbst befreundet ist, kann über die vielen, die nur an sich selbst denken, „großzügig“ hinwegsehen. Wer mit sich selbst im reinen ist, hat die Anerkennung anderer Menschen nicht nötig. Er benötigt keinen Platz in der ersten Reihe des Lebens. Ein in sich ruhender Mensch widersteht den Widrigkeiten des Lebens leichter als andere.

Es ist manchmal ein langer und mühsamer Weg, um zur Selbstliebe = Selbstannahme zu finden. Aber jeder kleiner Schritt lohnt sich.

Wer mit sich selbst befreundet ist, findet dann auch andere, die sich dessen bewusst sind. Das ist die Quintessenz meiner eigener Lebenserfahrungen.

Entdeckt in der Buchhandlung Herr in Kelkheim – Foto: Gerd Taron

Gib nicht auf…

Du wurdest schlecht behandelt?
Deine Gabe wurde ignoriert?
Deine Fähigkeiten belächelt?
Deine Ideen für verrückt erklärt?
Dein Hingabe wurde abgewiesen?
Dein Bemühen wurde nicht honoriert?
Deine Verständnis wurde missbraucht?
Deine Hilfsbereitschaft würde ausgenutzt?
Dein Selbstwert wurde mit Füßen getreten?

Leide nicht länger unter der Abweisung deiner Umgebung
sondern erkenne den Sinn deines Weges.

Deine Mission ist die Selbstliebe.

Sie verwandelt Schmerz in Freude und Angst in Mut.
Sie dient dir dazu, deinen Wert anzuerkennen.

Selbstliebe lehrt dich zu erkennen wer du bist.
Sie ermöglicht dir aufzustehen wenn du hingefallen bist.

(c) Ralf Marohn

Foto: Caitleen Bree

Glück ist
mit allen Sinnen zu leben
sich selbst etwas zu gönnen
nicht immer perfekt sein zu müssen
mit und für andere Menschen zu leben
ein Zuhause zu haben,
wo man sich geborgen fühlt
die Balance zwischen Spannung
und Entspannung zu finden

Autor unbekannt

Foto: Tim-Thilo Fellmer

Die Balance
zu halten in all
den inneren
und
äußeren Stürmen des Lebens,
in der Balance aller Kräfte
sich selbst finden,
die Balance der eigenen
Mitte spüren
und
da bleiben,
sicher,
still,
geborgen
bei sich selbst
in der Liebe,
der Wertschätzung
und
der Leichtigkeit
zu sich selbst
mit uns selbst,
mit den Dingen sein –
das ist wahre Meisterschaft
im Leben!
-BALANCE-

Anja Schindler

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Als ich anfing, mich zu lieben, blieben die Situationen gleich und dennoch veränderte sich etwas.
Als ich anfing mich zu lieben, blieben die Menschen gleich und dennoch veränderte sich etwas.
Als ich anfing mich zu lieben, wurde das Geld nicht mehr und dennoch veränderte sich etwas.
Als ich anfing mich zu lieben, war die Blume immer noch die gleiche Blume und dennoch veränderte sich etwas.

Als ich anfing mich zu lieben…
…sah ich die Situationen nicht mehr mit lieblosen Augen. Ich sah Lernschritte für mich. Situationen, die mir auf meinem Weg zu mir helfen.

…erkannte ich, dass die Menschen nicht böse waren, weil sie böse sein wollten. Ich erkannte, dass sie sich genau wie ich im Außen verlaufen haben. Das auch andere Menschen auf dem Weg zu sich Irrwege gegangen sind.

…suchte ich nicht mehr Befriedigung in materiellen Sachen. Ich fand den Frieden in mir der völlig kostenlos ist.

…sah ich die Farben der Blumen. Die Formen und ihre Einzigartigkeit. Ich konnte mich an etwas erfreuen, was ich zuvor überhaupt nicht wahrgenommen habe.

Früher versuchte ich die Dinge im Außen zu verändern, wenn es mir nicht gut ging. Ich kramte mir die Dinge im Außen so, dass ich zufrieden war. Nur leider brach die Welt immer wieder mal zusammen und ich fing von vorne an. Ich brauchte sehr viel Energie, um diese Welt einigermaßen aufrecht zu erhalten. Innerlich wurde ich immer kranker…meine Seele brannte aus.
Dann ist es passiert… das Leben schleuderte mich aus der Bahn. Es gab mir Zeit, über mich nachzudenken und ich nahm mir zum ersten Mal die Zeit.
Scheinwelt…ich baute mir eine Scheinwelt auf. Eine Welt, die nicht meinem Inneren entsprach. Ich wollte Außen etwas sehen, was nicht meinem Inneren entsprach.

Nun fing ich an, an mir zu arbeiten.

Ich erfuhr, wie wertvoll ich bin. Ich konnte fühlen, wie gut es mir tut, mich selbst wertzuschätzen.
Einfach Menschsein, ohne etwas erreichen zu müssen. Das ist es, was wir alle verlernt haben.
Wir brauchen nichts zu sein…nichts zu tun, um wer zu sein.
Alles was wir glauben zu sein, weil wir etwas erreicht haben, ist nicht annähernd so wundervoll wie das, was wir wirklich sind.

Tief in uns, sind wir wundervolle Wesen der Liebe.
Was müssen wir tun, um dies wieder zu leben ???
Nichts…wir brauchen uns nur akzeptieren, genauso wie wir jetzt sind.

Jeder von uns ist einzigartig. Jeder von uns ist wundervoll. Jeder von uns trägt die Liebe in sich und wir selbst entscheiden, wann wir diese Liebe wieder in die Welt tragen.
Alles was wir in die Welt tragen kommt auch wieder zu uns zurück.

Auch DU bist einzigartig

Walter Müller

Teil der Unendlichkeit – Bild und Foto: Lissy Theissen

Unsere innere Größe
Zart und verletzbar
ist die Balance unseres Lebens.
Wir haben hier keine bleibende Sicherheit,
jede Stunde kann unsere letzte sein.
Auf Messers Schneide reifen und wachsen wir,
oft sogar über uns selbst hinaus.
Diese Gratwanderung ist unsere Berufung.
In der Balance bejahen wir unsere Vorläufigkeit.
Wir lieben die Welt
und tragen unsere Leidenschaft
für unser knappes aber erfülltes Leben
wie einen Schatz in uns.
Es ist Ausdruck unserer inneren Größe,
dass wir uns hier trotz anhaltender Gefährdung
eine Heimat schaffen können
und unserem Leben in all seinen Begrenzungen
eine Leuchtkraft verleihen,
die ausdrückt, dass wir frei sind.
Auch in unserer Hilflosigkeit
können wir größer als Leben und Tod werden:
Wir setzen unseren Anker in das Ewige

Ulrich Schaffer

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende mit frohem Herzen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Spuren hinterlassen – Literarischer Wochenendgruß vom 26.01.18

Spuren hinterlassen – Literarischer Wochenendgruß vom 26.01.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

am vergangenen Montag hat es in den Morgenstunden bei uns im Taunus wieder einmal geschneit. Wie vielen bekannt ist, bin ich zu dieser Zeit als Zeitungszusteller unterwegs, damit die Frühstücks- oder Arbeitslektüre rechtzeitig zur Verfügung steht.

An diesem Morgen habe ich im Schnee viele Spuren hinterlassen. Jeder konnte, wenn er denn zu dieser Zeit ebenfalls unterwegs war, sehen, an welchen Häusern die Tageszeitungen verteilt wurden.

Meine Spuren im Schnee sind schnell wieder verschwunden, sobald es etwas wärmer wurde.

Dies hat mich inspiriert darüber nachzudenken, welche Spuren wir im Leben hinterlassen. Sind sie schnell wieder verschwunden oder hinterlassen manche einen bleibenden Eindruck?

Foto: Brina Stein

Spuren…

… im Schnee hinterlässt jedes Lebewesen – jeder Mensch. Und so wie ein jeder Spuren im Schnee hinterlässt, so hinterlässt auch ein jeder Mensch Spuren in unserem Herzen. Dabei ist es egal, wie lange er in deinem Leben verweilt, ob er angerauscht kam oder ganz leise in dein Leben eintrat und auf welche Art er aus deinem Leben ging. Einen Menschen kann man nicht besitzen. Sie treten in dein Leben und gehen wieder, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Nichts ist auf dieser Welt ist von Dauer… Wir können uns nur sicher sein, dass wir alle Spuren hinterlassen – auch in dem Herzen des Anderen. Ob Schmerz, Trauer und Wut oder Dankbarkeit, Freude und Liebe. Es sind Momente, in denen wir darüber entscheiden. Egal wie tief Trauer, Wut und Schmerz oder Dankbarkeit, Freude und Liebe sind – verschließe dich diesem Menschen nicht. Vergräme und verabscheue ihn nicht. Vielleicht warst auch du nicht ohne Fehler – so wie der Andere deiner Meinung nach. Aber kann man hier wirklich von Fehler sprechen? Nein – es sind keine Fehler die wir machten. Beide haben immer so gut gehandelt, wie sie es wussten und konnten. Daher nennt es nicht Fehler, sondern Erfahrung die ihr nutzen könnt, um daraus zu lernen und es in Zukunft besser zu machen. Denn so wie die Spuren im Schnee verblassen, so verblassen irgendwann auch die Spuren und Wunden auf einem Herzen…

[© Jennifer Hansen

Foto: Gerd Taron

Spuren am Weg

Es war einmal ein Vater, der zwei Söhne hatte. Je älter und gebrechlicher er wurde, desto mehr dachte er über sein Leben nach. Und manchmal kamen ihm Zweifel, ob er seinen Söhnen wohl das Wichtigste für ihr Leben weitergegeben hatte.

Weil ihm diese Frage nicht losließ, beschloss der Vater seine Söhne mit einem besonderen Auftrag auf eine Reise zu schicken. Er ließ sie zu sich kommen und sagte: “Ich bin alt und gebrechlich geworden. Meine Spuren und Zeichen werden bald verblassen. Nun möchte ich, dass Ihr in die Welt hinaus geht und dort eure ganz persönlichen Spuren und Zeichen hinterlasst.”

Die Söhne taten, wie ihnen geheißen und zogen hinaus in die Welt.

Der Ältere begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken und Löcher zu graben, um seinen Weg zu kennzeichnen.

Der jüngere Sohn jedoch sprach mit den Leuten, denen er begegnete, er ging in die Dörfer und feierte, tanzte und spielte mit den Bewohnern.

Nach einiger Zeit kehrten sie zum Vater zurück.
Der nahm dann gemeinsam mit seinen Söhnen seine letzte und beschwerliche Reise auf sich, um ihre Zeichen zu sehen.

Sie kamen zu den gebundenen Grasbüscheln. Der Wind hatte sie verweht und sie waren kaum noch zu erkennen. Die gekennzeichneten Bäume waren gefällt worden und die Löcher, die der ältere der beiden Söhne gegraben hatte, waren fast alle bereits wieder zugeschüttet.

Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, liefen Kinder und Erwachsene auf den jüngeren Sohn zu und freuten sich, dass sie ihn wiedersahen und luden ihn zum Essen und zum Feiern ein.

Am Ende der Reise sagte der Vater zu seinen Söhnen: “Ihr habt beide versucht, meinen Auftrag, Zeichen zu setzen und Spuren zu hinterlassen, zu erfüllen. Du, mein älterer, hast viel geleistet und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, mein jüngerer, hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben und leben weiter.”

(aus Afrika)

Foto: Elisa Maria Brock

Spuren
.
Alle Dinge, die wir tun,
hinterlassen Spuren.
.
Alle Gespräche, die wir führen,
hinterlassen Gedanken.
.
Alles, was wir sehen,
hinterlässt Bilder in uns.
.
Alles, was wir wahrnehmen,
hinterlässt bei uns Phantasien.
.
Bei Jedem, der uns liebt,
hinterlassen wir Gefühle.
.
Bei Jedem, den wir lieben,
hinterlassen wir uns.
.
Wir hinterlassen Spuren,
egal wohin wir gehen,
egal mit wem wir reden,
egal wen wir lieben,
egal was wir tun

Verfasser unbekannt

Foto: Gerd Taron

Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.“

Antoine de Saint-Exupéry

Foto: Elisa Maria Brock

Spuren

Mit jedem Schritt, den du tust,
und in jeder Begegnung,
die dir geschenkt wird,
hinterlässt du Spuren.
Ich wünsche Dir,
dass du Spuren der Freude
hinterlässt und des Glücks,
Spuren der Hoffnung
und der liebe,
Spuren der Gerechtigkeit
und des Friedens,
und da wo du anderen
weh getan hast,
Vergebung erfährst.
Christa Spilling-Nöker

Ich wünsche, dass wir alle Spuren hinterlassen, an die Sie und ihre Mitmenschen gerne erinnern.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Wovon wir leben können – Literarischer Wochenendgruß vom 19.01.18

Wovon wir leben können – Literarischer Wochenendgruß vom 19.01.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in einem Zeitungsartikel über eine Autorin, die gerade ihr neues Buch veröffentlicht hat, begegnete mir ein Satz, den ich immer wieder lese: Kann man davon leben?

Diese Frage wird immer wieder Menschen gestellt, die beruflich in nicht so profitablen Bereichen tätig sind. ‚Ich denke an den kulturellen Bereich, sei es Literatur, Musik, Kunst, Theater/Schauspiel. Andere Beispiele sind die sozialen Berufe im Gesundheitswesen (Krankenhaus, Pflege) oder in den „Dienstleistungs“-Berufen. Dabei habe ich manchmal den Eindruck, dass bei Dienstleistung für andere an Geld gespart wird – zum eigenen Wohlergehen?

Viele üben mehrere Tätigkeiten aus, um irgendwie leben zu können. In unserer schnelllebigen Zeit wird es immer schwieriger, auch für jüngere Menschen, für den normalen Lebensunterhalt zu sorgen.

Andererseits zahlen diejenigen, die von ihrem jetzigen Beruf gut leben können, einen hohen Preis. Der Druck wird immer stärker, dass es immer weniger Momente gibt, zur Ruhe zu kommen. Letztlich schadet das der Gesundheit.

Die neuen Texte und Fotos mögen wieder zum Nachdenken inspirieren und vielleicht eine neue Sichtweise bewirken.

Foto: Christina Eretier

Arbeite, als würdest du das Geld nicht brauchen.
Liebe, als hätte dich nie jemand verletzt.
Tanze, als würde niemand zusehen.
Singe, als würde niemand zuhören.
Lebe, als wäre der Himmel auf Erden 💌
Mark Twain

Foto: Gerd Taron

Die gekaufte Zeit

Sohn: „Papa, kann ich Dich mal was fragen?“
Vater: „Klar, mein Junge. Was ist los?“
Sohn: „Papa, wie viel Geld verdienst du in der Stunde?”
Vater: „Nun, ich denke solche Dinge haben dich noch nicht zu interessieren. Warum fragst du so was?
Sohn: „Ich möchte es einfach nur wissen. Bitte, bitte, sag mir, wie viel du in der Stunde verdienst.“
Vater: „Na gut, wenn du es unbedingt wissen möchtest, Ich verdiene 50 Euro in der Stunde.“
Sohn: „Oh.“ (Er senkt den Kopf)
Sohn: „Papa, kannst du mir vielleicht 25 Euro leihen?“
Vater: „(äußerst verärgert) So so! Deshalb fragst du also. Du willst dir Geld von mir leihen, um dir irgendein dämliches Spielzeug oder anderen Blödsinn zu kaufen. So nicht mein Freund. Marschier in dein Zimmer und ab ins Bett! Du solltest mal darüber nachdenken, wie egoistisch du eigentlich bist. Ich arbeite jeden Tag extrem hart und muss mir dann abends so dreiste Fragen anhören!“

Der kleine Junge geht still und leise in sein Zimmer und schließt die Tür.
Der Vater setzt sich erst mal hin, wird jedoch umso wütender, je mehr er über die Frage des Jungen nachdenkt.
„Wie durchtrieben mein Sohn nur ist! Stellt mir solche Fragen, nur um an Geld zu kommen!“

Über eine Stunde vergeht bis der Vater sich beruhigt hat und anfängt Nachzudenken.
„Vielleicht gibt es da wirklich etwas, dass mein Sohn dringend braucht. Er fragt sehr selten nach Geld. Eigentlich hat er noch nie gefragt. Vielleicht braucht er die 25 Euro tatsächlich. Vielleicht habe ich ihm Unrecht getan.“
Der Vater geht zum Zimmer des kleinen Jungen, öffnet die Tür und betritt das Zimmer.

Vater: „Schläfst du schon, Sohnemann?“
Sohn: „Nein, Papa, ich bin noch wach.“
Vater: „Schau mal, ich habe noch mal über alles nachgedacht. Vielleicht war ich tatsächlich ein bisschen zu streng zu dir. Es war ein langer Tag, eine Menge hat sich angestaut und du hast alles abbekommen. Hier sind die 25 Euro um die du mich gebeten hast. Es tut mir leid.“

Der kleine Junge lächelt.
Sohn: „Danke, Papi!”
Der kleine Junge greift unter sein Kopfkissen und holt ein paar weitere zerknitterte Euro-Scheine hervor. Der Vater sieht, dass der Junge unter seinem Kissen bereits Geld gebunkert hat und wird erneut wütend. Langsam und ruhig beginnt der kleine Junge das Geld zu zählen und schaut danach seinen Vater an.

Vater: „Warum zum Teufel fragst du nach Geld, wenn du schon welches hast?“
Sohn: „Weil ich noch nicht genug hatte. Jetzt aber reicht es!“
Sohn: “Papi, jetzt habe ich 50 Euro. Darf ich hierfür eine Stunde deiner Zeit kaufen? Bitte komme morgen früher von der Arbeit nach Hause. Ich möchte gerne mit dir zusammen Essen.“

Der Vater sinkt auf den Boden. Er hat mit solch einer Antwort nicht gerechnet. Er ist erschüttert, gerührt, überwältigt. Er schließt seinen Sohn in die Arme, und bittet ihn um Entschuldigung.

Dies ist nur eine kleine Geschichte über Vater und Sohn. Eine kleine Geschichte für all jene die in ihrem Leben so hart und lange arbeiten. Wir sollten nicht zulassen, dass uns in unserem turbulenten Leben, der Blick für das fehlt, was wirklich wichtig ist. Die Menschen, die wir lieben.

Autor unbekannt

Schatzkammer – Bild: Lissy Theissen
Die Börse wird uns nicht retten
Die Börse wird uns nicht retten.
Geld können wir nicht essen.
Politische Macht wird uns am Ende nicht retten.
Wir finden keinen anhaltenden Trost in Macht.
Waffen werden uns nicht retten.
Der Tod kommt aus einer unerwarteten Ecke.
Der Fortschritt wird uns nicht retten.
Dinge sind keine Nahrung für die Seele.
Mehr Wissen wird uns nicht retten.
Ohne Liebe und Verantwortung ist es eine tödliche Waffe.
Wirtschaftliche Überlegenheit wird uns nicht retten.
Wir können Geld immer noch nicht essen.
Ganz Mensch zu werden, herrlich lebendig zu sein
wird unser Leben lebenswert machen.
Vielleicht kommt bald die Zeit,
da wir uns auf unsere Einmaligkeit besinnen
und nicht leben, um zu passen
und nur ein Rädchen im Getriebe
der Maschinerie der Welt zu sein.
Ich ahne, dass nichts wichtiger ist
als meinen Beitrag zum Mosaik zu leisten,
meinen Teil des Bildes fertig zu stellen,
meine Gedanken hinzuzufügen,
so begrenzt sie auch sein mögen,
beizutragen zu dem tiefen Vorrat an Einsicht,
zu dem Schatz, was es heißt, Mensch zu sein.

Ulrich Schaffer

Foto: K.-H. Fischer

Die Kostbarkeiten des Lebens..

Manchmal sind es genau die kleine Dinge, die so gut tun und die das Leben und den Alltag bereichern und Herz und Seele zum Lächeln bringen..

..Freunde, die auch ohne viel Worte verstehen..

Menschen, die zur rechten Zeit einfach da sind, ob nun virtuell, oder real…

Menschen, die man nicht kennt und sieht, doch blind verstehen und es verstehen zu trösten.

Menschen, die es schaffen, dich zum Lachen und Weinen zu bringen, vor lauter Freude und Glück…

Menschen mit denen du fühlen kannst, auch ohne berührt zu werden..**

Menschen mit denen Herz und Seele verbunden sind, auch wenn sie es selbst nicht merken..

Text © Monika Heckh♥

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wofür es sich zu leben lohnt?
Für das Rauschen des Meeres,
für das Funkeln der Sterne,
für das Leuchten in den Augen derer, die wir lieben
Für die Musik und den Tanz
für die leisen Momente
und für das Innehalten im Trubel der Tage
Für die Zärtlichkeit
und für die Sonne in unseren Herzen
Für unsere unermütliche Hoffnung.
All das Vergangene,
die gelebten Leidenschaften,
der Alltag,
das Alleinsein und die Umarmungen,
die Verzweiflungen,
die Zärtlichkeiten und der Hass,
Augenblicke wie Ewigkeiten
und geflohene Jahre,
all die Leben, die ich schon lebte,
die Widersprüche,
das Erkennen und Vergessen,
die Angst und die Hoffnung,
das Gesicht im Spiegel,
all die Bruchstücke heißen ‚ich‘.

Dietlinde Heckt-Albrecht

Ich wünsche Ihnen einlebenswertes und erholsames Wochenende

Ihr/Euer

Gerd Taron

Achtsam leben – Literarischer Wochenendgruß vom 12.01.18

Achtsam leben – Literarischer Wochenendgruß vom 12.01.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

für die Weihnachtstage in meiner alten Heimat im Bergischen Land hatte ich mir 3 Bücher mitgenommen. Darunter war auch das Buch einer lieben Freundin, Connie Albers“ Der Titel lautet „Umarmt von Deinem Engel“. Es beschreibt in Text und Bild 52 verschiedene Engel, zum Beispiel „Engel der Freundschaft“ oder „ Engel der Ruhe“ oder „Schutzengel“.

Der erste Engel, der Engel der Achtsamkeit, ließ mich nicht mehr los. Der Text von Connie Albers beschreibt sehr gut meine eigene Lebenssituation in den vergangenen Wochen. Dort heißt es in der Einleitung: „Der Engel der Achtsamkeit will dich darauf hinweisen, dass du sorgsam und achtsam mit dir umgehen darfst.“ Weiter heißt es: „Es ist ein Zeichen von Selbstbewusstsein, Selbstachtung und Selbstliebe, wenn du deine Bedürfnisse wahrnimmst und dich achtest!“

Wenn man, wie bei mir geschehen, in einer Freundschaft nur die eigenen Bedürfnisse gelten, wird es Zeit, die Konsequenzen zu ziehen. Wenn es dann nicht anders möglich ist, geschieht dies auch mal in einer etwas rabiateren Weise.

Es ist wichtig, seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und im Einklang mit sich zu sein. Wenn die Balance nicht mehr gegeben ist, spürt das der Körper und die Seele.

Durch die Texte und das Bild ist mir wieder neu bewusst geworden, achtsamer mit sich selbst zu sein.

Und manchmal hat man immer wieder seinen Schutzengel dabei, der dich vor Schlimmerem bewahrt. So geschehen auf meinen morgendlichen Zeitungszusteller-Touren.

Die Texte und Fotos zu diesem Thema mögen neue Gedankenanstöße geben.

Foto: Olaf Jahnke

Nicht noch mehr Menschen

Ich brauche nicht noch mehr Menschen, um erfüllt zu sein.
Es reicht, mein Leben mit denen zu vertiefen,
die ihr Leben mit meinem teilen wollen.

Wir können weiter über das nachdenken, was uns angeht,
wir können neue Dimensionen erforschen
und unserer Zeit miteinander eine andere Qualität geben.
Ich möchte über das reden,
was jetzt in der zweiten Lebenshälfte,
oder im letzten Drittel oder Viertel, noch wichtig ist.
Auch können wir noch offener und achtsamer sein
für die wortlose Kommunikation,
für die Schwingungen, in denen unsere Seelen leben.

Vielleicht wird es auch dazugehören,
die Menschen loszulassen,
die auf verschiedene Weise ausgedrückt haben,
dass sie diese Vertiefung mit uns nicht wünschen,
weil sie ihnen nicht wichtig oder zu anstrengend ist.
Es wird schmerzen, aber es wird gut tun, frei zu sein
für den eigenen Weg.

Ich will bei denen sein,
die mich bei sich wünschen.

Ulrich Schaffer

Foto: Connie Albers

Ein Weg, von der Unruhe zur Ruhe zu kommen, besteht darin, alles, was ist, bewusst wahrzunehmen und in jedem Augenblick achtsam zu leben. Ich kämpfe dann nicht gegen meine Unruhe, sondern ich nehme sie bewusst war, ich achte darauf, was sich in der Unruhe in mir abspielt. Diese behutsame Achtgaben verwandelt schon meine Unruhe. Ich lasse die Unruhe sein, anstatt gegen sie anzukämpfen. Dann ist sie noch da, aber sie hat mich nicht mehr im Griff. Ich schaue sie an. Sie darf sein.

Anselm Grün

Foto: Tim-Thilo Fellmer

Das kostbarste Geschenk,
das wir jemandem machen können
ist unsere Präsenz.
Wenn unsere Achtsamkeit
die Menschen umarmt,
die wir lieben,
dann blühen sie auf
wie Blumen in der Sonne.

(Tich Nhat Hanh)

Foto: Hilke Sellnick

Eine Blume betrachten und sie wirklich sehen.
Einem Menschen begegnen und ihn wirklich wahrnehmen.
Einer Musik lauschen und sie wirklich hören.
Achtsam sein bedeutet, wahrzunehmen was ist:

Autor unbekannt

Foto: Michael Heinz

ACHTSAMKEIT
Du musst nicht belesen sein,
um das Leben zu verstehen,
zu spüren,
was die Wahrheit ist
und
was nicht.
Dein Bauch flüstert es Dir
unaufhaltsam an jedem Tag.
Du musst nicht groß sein,
um mit dem Herzen zu sehen,
was Du Gutes tun kannst,
auch im Kleinen.
Du musst nicht Held sein,
um mutig
Deinen Weg zu gehen,
denn es sind die vielen kleinen
Schritte die zum Ziel Dich führen.
Du musst nicht besonders sein,
denn besonders bist Du bereits
in diesen jenem Moment,
wo Du Dein Herz
noch sprechen hörst.
Achtsam sein,
bedeutet wach sein,
es bedeutet zu wissen,
was man
sieht,
fühlt
und
tut.
Anja Schindler

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende, an dem Sie sich neu und bewusst wahrnehmen. Wenn möglich genießen Sie einen Spaziergang in der Natur, die uns immer wieder zeigt, was Achtsamkeit bedeuten kann.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Das Buch „Umarmt von Deinem Engel“ von Connie Albers ist im Brighton-Verlag erschienen und im Buchhandel oder bei der Autorin direkt erhältlich – siehe Link unten.

Hardcover, 116 Seiten, ,

ISBN: 978-3-95876-481-1VP: 19,90€

https://www.connie-albers.de/Buch–g-Umarmt-von-deinem-Engel-g-.htm

Was zählt – Literarischer Wochenendgruß vom 05.01.18

Was zählt – Literarischer Wochenendgruß vom 05.01.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

nun sind bereits wieder die ersten Tage im neuen Jahr vergangen. Zu Beginn des neuen Kalenderjahres blicken wir nach vorne und sind hoffentlich gespannt auf neue Herausforderungen, Begegnungen, Erlebnisse.

Einige Leser sind aufgrund persönlicher Ereignisse vielleicht eher mutlos, ratlos und haben nicht so viel Zuversicht wie andere. Diesen wünsche ich in ihrer jeweiligen Situation, dass sie die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht verlieren.

Für mich persönlich stellt sich immer wieder neu die Frage: Was zählt, was bleibt in unseren Leben, heute und morgen und auch gestern.

Mit den Texten und Fotos in der ersten Ausgabe des literarischen Wochenendgrußes 2018 möchte ich wieder zum Nachdenken inspirieren.

Sonnenaufgang im Wald – Foto: Franziska Franz

„Der Gesang der großen Weite“

Alle Taten von gestern
sind geschehen.
Was heute zählt,
ist nur die Energie
des Augenblicks.
Stimm ein in den
Gesang der großen Weite,
den Gesang,
den auch deine Seele
unter freiem Himmel singt.
Mag sie krächzen,
sei geduldig
mit ihr,
gib ihr die Nahrung,
die dein Engel dir bringt.
Wenn sie später
ergreifend schön singt,
horche!

© Lissy Theissen

Foto: Gisela Michaelis

Unsere Werte

Wir sind geprägt von einer Kultur, die Quantität betont. Das ist der Ausdruck des Unerwachsenseins. Wer schießt die meisten Tore, wer hat die meisten Stimmen, wer verdient am meisten? Wir leben in einer Welt, in der für viele das Messbare das Wirklichste ist. Alles andere ist nebulös, persönlich und subjektiv. Die Bedeutung, der Sinn, der Gehalt sind nicht messbar.

Unsere Lust, zu sammeln ist Ausdruck dieser Haltung. Wir sammeln Briefmarken, Autos, Geld, Ideen, Freunde und für manche zählt nur die Anzahl. Aber Anzahl sagt nichts über Inhalt aus. Menge hat nichts mit Qualität zu tun. Man könnte sogar sagen, dass dort, wo die Konzentration auf der Anzahl oder der Menge liegt, die Qualität leidet. Man kann nur eine gewisse Anzahl von Freundschaften wirklich schöpferisch und liebevoll gestalten. Man kann nur einer begrenzten Anzahl von Gedanken in der Tiefe nachgehen.

Sich von der Quantität zur Qualität zu wenden ist ein Entwicklungsschritt, ein Ausdruck des Reifens. Durch gewisse Begrenzungen, die gewöhnlich mit dem Alter kommen, bietet sich diese Umorientierung an. Aber nur deshalb weniger zu tun, weil man mehr nicht schafft, ist nur ein halber Schritt. Es geht darum, zu entdecken, dass in dem „Weniger“ wirklich die ganze Welt enthalten ist.

Es scheint ein Gesetz zu sein: Da, wo durch die Tiefe die Qualität zunimmt, nähert sich das Qualitätsvolle der umfassenden Bedeutung des Lebens, in der alle Formen von Quantität enthalten sind. Eine wirklich gute Freundschaft ist ebenso viel wert wie viele Freundschaften. Ein Gedanke in der Tiefe verfolgt, erleuchtet alle anderen Gedanken. Dies zu verstehen ist in der Jugend fast unmöglich. Im Alter aber liegt darin die Erfüllung des Lebens. Wer so älter wird, spürt auch noch seine Jugend und sein mittleres Alter, weil im Älterwerden alle Lebensphasen enthalten sind.

Ulrich Schaffer

Foto: K.-H. Fischer

Gesten der Menschlichkeit

Nur eine kleine Umarmung
kann Dir soviel geben.
Sie schenkt Dir Geborgenheit
und bringt Glück in Dein Leben.
Nur eine kleine Umarmung ist so viel wert,
weil sie zwar nur für den Moment zählt
und doch in Deinem Herzen ewig wehrt.

Nur ein kleines Lächeln
auf einem anderen Gesicht,
lässt Dir die Dunkelheit vertreiben
und schenkt Dir Freude und Licht.
Nur ein kleines Lächeln bringt soviel Glück,
es erwärmt Dein Herz und
schenkt Dir eines zurück.

Nur eine kleine Träne auf dem
Gesicht des anderen sagt Dir,
Du bist es, der sie lässt wandern.
Schenke ihm ein Lächeln
und eine Umarmung zurück.
Dies Geschenk hilft auch Dir
und bringt Dir Glück.

Nur eine kleine Geste ist doch die,
die für immer im Herzen bleibt.
Eine kleine Geste ist es,
die in uns so oft den Kummer vertreibt.

Autor unbekannt

Foto: Tim-Thilo Fellmer

Die Glücksbohnen – eine Geschichte zum Nachahmen

Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hat, wenn ihm etwas Freude bereitet oder wenn er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.
Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit seinem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche. Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche.

Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

[Burkhard Heidenberger, der diese Geschichte im Internet veröffentlicht hat]

Foto: Olaf Jahnke

Egal wohin unsere Reise führt,
wie lange sie dauert
und ob wir je am Ziel angelangen,
das, was zählt sind die liebevollen
Menschen, Begleiter und Begegnungen,
die während unserer Reise mit uns
in gleicher Richtung sind.
Gute Reise, liebe Seele.
Anja Schindler

Ich wünsche allen eine viele schöne Reisen durch das Jahr 2018. Mögen Ihnen, Ihrer Familie und Freunden, Mitmenschen viele positive Erlebnisreisen beschert sein.

Ihr/Euer

Gerd Taron