Tram of Silence – Ganz im Schweigen Straßenbahn fahren

Das Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität „Heilig Kreuz“ in Frankfurt-Bornheim hatte im Rahmen der „Woche der Stille“ eingeladen.

 Straßenbahn fahren in aller Stille und mit allen Sinnen erleben – ist das möglich?

 Nach mehr als einer Stunde Fahrt mit einer historischen Straßenbahn kann man das nur bejahen.

 Wann sind Sie zum letzten Mal Straßenbahn gefahren, bewusst? Wie war das für Sie? Unruhig, viele Menschen um sie herum, alles so geschäftig?

 Dass es auch einmal anders erlebbar ist, machte diese besondere Fahrt möglich.

 Alle Handy ausgeschaltet, keine Unterhaltung miteinander – nur Schweigen.

 Mit allen Sinnen erleben bedeutete an diesem Abend:

Schweigen

 In der Stille werden Sie sich selbst, die Menschen, die Stadt und die Welt mit allen Sinnen und ganz neu sehen, hören und erleben.

 Schauen

 Hinschauen und verweilen – den Blick wieder lösen – Farben genießen – in Gesichtern lesen – den Bewegungen folgen

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„Von einer Brücke getragen“  – Foto: Gerd Taron

Hören

 Hin und wieder die Augen schließen – horchen auf Rufe, Geräusche, Klänge des Alltags , „Musik der Straße“

Spüren

 Die Erschütterungen der Straßenbahn, die Gefühle, die ihnen kommen, die Nähe oder Distanz der Menschen, der Dinge

Es war interessante Erfahrung, die mich neu bewusst hat werden lassen, in welchem Lärm und Unruhe wir leben und zu wenig Zeit für ruhige Momente gönnen.

 Danke an alle, die diese ungewöhnliche Straßenbahnfahrt möglich gemacht haben.

 Gerd Taron

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Wasser – Es fließt – Literarischer Wochenendgruß vom 12.07.12

Liebe Leserinnen und Leser, Betrachterinnen und Betrachter,

 

 

zwei Gedichte von Rainer Maria Rilke und die Fotos von Marina Rupprecht stehen diesmal im Mittelpunkt der neuesten Ausgabe des literarischen Wochenendgrußes.

 

 

 

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,

 

du mein tieftiefes Leben,

 

dass du weißt, was der Wind dir will,

 

eh noch die Birken beben.

 

 

 

Und wenn dir einmal das Schweigen sprach,

 

laß deine Sinne besiegen.

 

Jedem Hauche gieb dich, gieb nach,

 

er wird dich lieben und wiegen.

 

 

 

Und dann meine Seele sei weit, sei weit,

 

dass dir das Leben gelinge,

 

breite dich wie ein Feierkleid

 

über die sinnenden Dinge.

 

 

Rainer Maria Rilke

 

 

 

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lle Fotos: Marina Rupprecht (Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet)

 

 

 

Überfliessende Himmel verschwendeter Sterne

 

prachten über der Kümmernis. Statt in die Kissen,

 

weiter hinauf. Hier, an dem weinenden schon,

 

an dem endenden Antlitz,

 

um sich greifend, beginnt der hinreißende

 

Weltraum. Wer unterbricht,

 

wenn du dort hin drängst,

 

die Strömung? Keiner. Es sei denn,

 

dass du plötzlich ringst mit der gewaltigen Richtung

 

jener Gestirne nach dir. Atme.

 

Atme das Dunkel der Erde und wieder

 

aufschau! Wieder. Leicht und gesichtslos

 

lehnt sich von oben Tiefe dir an. Das gelöste

 

nachtenthaltne Gesicht giebt dem deinigen Raum.

 

 

Rainer Maria Rilke

 

 

 

 

Ich wünsche allen ein erholsames Wochenende. Lassen Sie Ihre Seele baumeln und genießen Sie die Zeit.

 

 

Ihr/Euer

 

 

Gerd Taron

 

 

 

Besonderer Veranstaltungshinweis:

 

 

Am Sonntag, 14.07. findet wieder ab 16:00 Uhr im Hotel Stern Restaurant in Eppstein-Vockenhausen die Reihe „Literatur um 4“ statt. Das Thema lautet diesmal Sommer und Urlaub..

 

 

Nada Nagel und ich freuen uns auf Ihren/Euren Besuch.

Gerd Taron 

Taron-Antiquariat
Langstraße 30

65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 49+(0)6195-676695


Internet: www.gerdtaronantiquariat.wordpress.com

und

www.taron-antiquariat.de


E-Mail:
verkauf@taron-antiquariat.de 

 

Literarischer Rundbrief vom 26.10.12

Liebe Freunde der Literatur,
die heutige Ausgabe des literarischen Rundbriefes beschäftigt sich mit dem Thema „Kommunikation“ – manchmal ein etwas schwieriges, wie ich aus vielen Gesprächen und Erfahrungen in dieser Woche entnehmen konnte.
Zwei Zitate habe ich dazu gefunden, die vielleicht etwas gegensätzlich sind, aber zum Nachdenken anregen sollen.
„Antworte jedem, der dich ruft.
Gehe zu dem, der schweigt.“
Jean Galot
„Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.“
Kurt Tucholsky

Foto : Gerd Taron (bei einer Herbstwanderung nahe Kelkheim-Ruppertshain)

Gute Gespräche am Wochenende und mit schönen Büchern wünscht allen Ihr/Euer

Gerd Taron 

Taron-Antiquariat
Langstraße 30

65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 49+(0)6195-676695