Oslo Heiligabend – „Mein Weihnachtsgedicht“ vom 15.12.12

Das Weihnachtsgedicht bzw.  Lyrik vom 15.12.12 stammt von der bekannten Autorin aus Kelkheim, Uta Franck. Mein Lieblingsbuch heißt „Kelkheimer Märchen und Sagen“ und darin ist die wunderbare Geschichte vom Bücherprinz enthalten.

Oslo. Heiligabend

Elstern – Stadt                                                                        

filigrane Spuren

im Schnee                                                                        

zur Kirchentür                                                                        

auf der Straße

schwarzer Schnee.

                                                                        

Das kleine Mädchen                                                                        

mit den Schwefelhölzern

im Haustor                                                                        

bin ich                                                                        

zusammen

brennen wir                                                                        

ein Feuerwerk ab                                                                        

sehen

die gebratene Gans                                                                        

im Streichholzlicht                                                                        

der Zigarette

Uta Franck

Aus dem „Kajütenbuch“ mit 6 Originalgrafiken

mehr über Uta Franck unter http://www.uta-franck.de/

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Weihnachtszauber – „Mein Weihnachtsgedicht“ vom 14.12.12

DAs Weihnachtsgedicht vom 14.12.12 wurde von der Kelkheimer Autorin und Künstlerin Anneliese Druhm eingesandt:

 

Weihnachtszauber

 

Silbern schimmert Schnee auf tief geneigten Zweigen

Still ist’s im Wald – nur Eiskristalle tanzen ihren Reigen.

Lautlos fällt Stern um Stern ins schon gemachte Bett.

 

Ein Schlitten folgt den Rufen der Krähen mit ächzenden Kufen.

Hinter hohler Hand ertönt das Echo und

über knisterndes Eis jagen die Pferde im stobenden Schnee.

 

Nur jetzt nicht rasten, kein Blick zurück.

Über schwarzes Wasser kriecht brechendes Eis,

und greift mit eisigen Klauen nach Mantel und klammernder Hand.

 

Dann endlich – in der Ferne ein Licht.

Die Zügel gespannt gleitet der Schlitten durch dampfenden Schnee.

Am hellen Fenster ein lachendes Kindergesicht.

 

Schnell über die Schwelle zum Kamin.

Duftende Äpfel goldbraun gebrannt, funkensprühender holziger Rauch.

Kinder lauschen der schaurigen Geschichten – wie’s war draußen im Wald.

 

Nichts scheint verändert –

wäre da nicht dieser Zauber, dieses Wunder und mein klopfendes Herz.

 

Anneliese Druhm