Urlaubsgefühle mit dem Duo Espressione – Sax & Rhythmus

Urlaubsgefühle mit dem Duo Espressione – Sax & Rhythmus

Oppenheim, 29.07.2018

Man muss nicht in die Ferne schweifen, um einen besonderen Urlaubstag zu genießen. Oft liegt das Gute doch so nah.

Dieses Gefühl von Sommer und Urlaub mit Strand und Wasser ist auch in heimischen Gefilden möglich.

Beim Sonntagsbrunch in Steckler’s Rheinrestaurant in Oppenheim in Rheinhessen, direkt an einem Strand gelegen, war dies möglich. Von der Terrasse gibt es einen herrlichen Blick auf den Rhein.

Wenn dazu noch gute Musik kommt, ist das Urlaubsglück vollkommen.

Das Duo Espressione (www.espressione.com ) – Andreina Bonanni und Franco Vacirca – boten beste Unterhaltungsmusik.

Andreina Bonanni

Franco Vacirca

Das Repertoire der beiden umfasst eine große Palette – von Evergreens, Latin, Bossa Nova, Rock, Rhythm & Blues, Swing-Jazz, Pop-Songs und Musical-Hits.

Es begann mit „Blue Eyes“ und „Sleepwalk“. Glücklicherweise blieb es trocken, als „Singing in the rain“ gespielt wurde.

Ob bei „Earth Song“ oder „Franky and Johnny“ – es war eine Freude, den beiden zuzuhören.

Nach einer Pause ging es trotz der warmen Temperaturen mit Schwung weiter.

Wunderbare Songs wie „Night in white satin“, „Imagine“, „Stand by me“ sind nur einige Beispiele für die Vielfalt von Duo Espressione.

Zwei Damen aus dem Publikum ließen es sich nicht nehmen, ein Tänzchen zu wagen. Bei den Rhythmen ist dies keine Überraschung. Der Autor und Fotograf dieses Berichts hatte so seine Mühe sich zurückzuhalten. Aber verwackelte Fotos mag keiner.

Nach mehr als 3 ½ Stunden endete der Sonntagsbrunch beim Kaffeetrinken mit dem Lied „What a wonderful world“. Das Duo Espressione hat recht: Die Welt kann so wundervoll sein.

Andreina Bonanni und Franco Vacirca vom Duo Espressione haben uns allen einen wundervollen Urlaubstag beschert

Ich freue mich auf weitere musikalische Begegnungen mit dem Duo Espressione.

Gerd Taron

Wer mehr wissen möchte:

Das Duo Espressione (Andreina Bonanni und Franco Vacirca) steht jederzeit für Veranstaltungen zur Verfügung.

Kontakt:

Mail: espressione@gmx.de – Tel. 06136-850290 bzw. 0171-1915166 8Andreina Bonanni) oder 06122-7274411 bzw. 0171-3661963 (Franco Vacirca)

Andreina Bonanni ist auch mit klassischer Musik unterwegs. Gemeinsam mit Christine Heim (Geige) können sie für besondere Anlässe (Geige und Querflöte) gebucht werden.

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Den Weg weisen – Literarischer Wochenendgruß vom 27.07.18

Den Weg weisen – Literarischer Wochenendgruß vom 27.07.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

die schöne neue Technik macht es möglich. Mit Navi oder per GPS findet Mann/Frau zum richtigen Ziel. Aber manchmal hat der technische Fortschritt seine Tücken. Auf dieses Hilfsmittel ist nicht unbedingt Verlass. So mancher landete auf Abwegen und an Orten, wo es nicht erwünscht war.

Wie mit der Technik verhält es sich auch mit Menschen. Es gibt jene, die angeblich genau wissen, wo es im Leben anderer lang zu gehen hat. Sie versprechen viel und sind oft schwer zu durchschauen. Erst spät merkt man persönlich, dass man in die Irre geführt worden ist.

Der neue Wochenendgruß möge wieder neue Anregungen und Impulse für Ihr eigenes Leben geben.

Foto: Gerd Taron

Gehen

Ich ziehe meine Turnschuhe an,
die, die von ganz alleine gehen.
Dazu die Jacke,
für die jedes Wetter eine Herausforderung ist.
Auf meinen Spaziergängen habe ich ein Ziel,
das auf keiner Landkarte zu finden ist.
Wenn ich mein Ziel wüsste, hätte ich es leicht.
Gehe ich auf das zu,
was ich hinter mir gelassen habe?
Der Nebel über der hereinkommenden Flut,
der Rauch, der sanft
aus dem gemauerten Schornstein aufsteigt,
der Ansturm von Krähen auf meinen Weg,
das stammelnde Alphabet in meinem Kopf,
die Trauer über Tage, die den Namen von Orten und Menschen trägt, scharf wie ein Skalpell,
die Angst vor der Zukunft, mit einem Schmerz,
der dem einer heilenden Wunde ähnelt –
sie alle sind ein Teil des Geheimnisses.
Ich nehme sie auf und verbanne sie alle,
in der Bewegung des Gehens,
auf dem Weg nach Hause zu mir selbst.
Ich frage mich, ob alles,
was wirklich gefunden und gehalten werden kann,
so fest sein muss wie Rauch,
so durchsichtig wie eine Fata Morgana
und uns selbst so nah
wie unser Herz, unsere Lunge und Leber.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron

Auf dem Weg des Lebens stehen oft die falschen Schilder. Sie führen in Sackgassen, oder zu Einbahnstraßen, doch manche führen auch direkt ins Paradies.“

Text: © Monika Heckh

Foto: Gerd Taron

Wohin die Reise geht,
bestimmen wir selbst.
Wir wissen das Ziel,
suchen den Weg,
finden den Ort,
erfahren die Zeit,
wählen unsere Begleiter.
Wir sind es,
welche die Reise planen.
Niemand sonst.
Wohin geht Deine Reise?

Anja Schindler

Foto: Gerd Taron

Es ist nicht immer leicht seinen Weg zu finden.
Den Eigenen.
Den Einzigen.
Den Richtigen.

Denn es gibt so viele Wege.
So viele Möglichkeiten.
So viele Abzweigungen.
So viele Pfade in die unterschiedlichsten Richtungen.

Und nicht jeder unserer Wege ist einfach zu beschreiten.

Denn es gibt so viele Hindernisse.
So viele Schwierigkeiten.
So viele Steine.
So viele verpasste Chancen.

Es gibt kürzere und längere Wege.
Der Eine lang und beschwerlich.
Der Andere heiter und schnell.

Auf all unseren Wegen hinterlassen wir Spuren.

In unserer Erinnerung.
In unserem Herzen.
In unserem Leben.
Nach unserem Leben.

Jeder von uns sollte irgendwann seinen Weg finden.
Seinen ganz eigenen.
Und diesen auch gehen.

Dieser Weg.
Mein Weg.
Ist er richtig oder falsch?

Ich möchte nicht mehr nachdenken.
Ich möchte loslaufen.
Und es herausfinden.
Ich möchte nicht mehr zurückblicken.
Und nach vorn schauen.

Ich werde Ihn finden….MEINEN Weg
(gefunden bei „Gedanken und Gefühlswelt“)

Foto: Gerd Taron

Unterwegs immer wieder anhalten,
wahr nehmen, was ist,
uns freuen an dem,
was wir erreicht haben,
annehmen,
dass nicht alles gelungen ist.
Uns Zeit nehmen,
neue Kräfte schöpfen,
uns neu orientieren,
uns leiten lassen von dem,
was für uns wesentlich ist.
Weiterschreiten, wie es mir entspricht,
in der Hoffnung,
dass wir immer mehr werden,
was wir letztlich sein können.

(Max Feigenwinter)

Foto: Gerd Taron

Segenswunsch

Ich wünsche dir Füße,
die dich auf den Weg bringen
zu dem was wichtig ist
und die nicht stehen bleiben
vor den Schritten, die entscheidend sind.
Ich wünsche dir ein Rückgrat,
mit dem du aufrecht
und aufrichtig leben kannst
und das sich nicht beugt
vor Unterdrückung, Willkür und Macht.
Ich wünsche dir ein Herz,
in dem viele Menschen zu Hause sind
und das nicht müde wird,
Liebe zu üben und Schuld zu verzeihen
Christa Spilling- Nöker
Ich wünsche Ihnen an diesem heißen Sommerwochenende die für Sie wohltuenden Wegweiser.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Lebendiges Wasser – Literarischer Wochenendgruß vom 20.07.18

Lebendiges Wasser – Literarischer Wochenendgruß vom 20.07.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes

In diesem heißen und trockenen Sommer sehnen viele sich nach dem Wasser. Es muss nicht immer das Meer sein, sondern oft reicht ein kleiner Bach, um sich zu erfrischen. Wasser gehört zu den wichtigsten Lebenselementen.

Der Jahreszeit und des derzeitigen Wetters bedingt habe ich einige Texte und passende Fotos zusammengestellt, die den Weg und die Wichtigkeit von Wasser zeigen mögen.

Foto: Gerd Taron

Der Römische Brunnen

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.

C. F. Meyer

Foto: Gerd Taron

An der Quelle

Du bist die Quelle des Lebens,
lass mich den Weg zu ihr finden.

Du bist die Quelle des Glaubens,
lass mich nie an ihrer Klarheit zweifeln.

Du bist die Quelle der Hoffnung,
lass mich aus ihr Kraft schöpfen.

Du bist die Quelle der Liebe,
lass sie nie in mir versiegen.

Irmgard Erath

Foto: Gerd Taron

Die Wasser tragen alles:
Leg‘ nur dein Glück darauf !
Sie heben’s wie auf Händen
zum Sternenlicht hinauf.
Die Wasser tragen alles:
Leg‘ auch dein Leid darauf !
Sie tragen’s nach dem Meere
in nimmermüdem Lauf.

Karl Ernst Knodt

Foto: Gerd Taron

Aus China:

Einen Weisen im alten China fragten einmal seine Schüler:
„Du stehst nun schon so lange vor diesem Fluss und schaust ins Wasser.
Was siehst du denn da?“

Der Weise gab keine Antwort. Er wandte den Blick nicht ab
von dem unablässig strömenden Wasser. Endlich sprach er:

„Das Wasser lehrt uns, wie wir leben sollen.
Wohin es fließt, bringt es Leben und teilt sich aus an alle,
die seiner bedürfen.
Es ist gütig und freigiebig.

Die Unebenheiten des Geländes versteht es auszugleichen.
Es ist gerecht.

Ohne zu zögern in seinem Lauf,
stürzt es sich über Steilwände in die Tiefe.
Es ist mutig.

Seine Oberfläche ist glatt und ebenmäßig,
aber es kann verborgene Tiefen bilden.
Es ist weise.

Felsen, die ihm im Lauf entgegenstehen, umfließt es.
Es ist verträglich.

Aber seine Kraft ist Tag und Nacht am Werk,
das Hindernis zu beseitigen.
Es ist ausdauernd.

Wie viele Windungen es auch auf sich nehmen muss,
niemals verliert es die Richtung zu seinem ewigen Ziel,
dem Meer, aus dem Auge.
Es ist zielbewusst.

Und so oft es auch verunreinigt wird, bemüht es sich doch unablässig,
wieder rein zu werden.
Es hat die Kraft, sich immer wieder zu erneuern.

Das alles ist es, warum ich auf das Wasser schaue.
Es lehrt mich das rechte Leben!“

Foto: Brina Stein

Schaukelnd ruht auf den Wellen der Kahn,
das Wasser gluckst unter den Planken.
Zur Mitte des Sees würde gerne ich fahrn,
zurücklassen all meine Gedanken.
Im dümpelnden Boot triebe ich dahin,
befreit von Alltag und Sorgen.
Der Mond würde silberne Bahnen ziehn
ich fragte mich nicht: was wird wohl morgen?
Sterne würden funkelnd erwachen,
Stille wäre rings um mich her;
tiefe Ruhe – und mein Herz würde lachen;
innerer Frieden – ich wünsche ihn mir sehr!

© Edith Tries

Foto: Brina Stein

Am Horizont

Erinnert dich das Meer an das,
was du vergessen hast –
deine Zugehörigkeit zu Allem?
Es rauscht, als gingst du es nichts an,
aber es ist nicht so.
Jede Welle hat ihr Aufbäumen,
ihren Zusammenbruch, ihr Auslaufen
und ist darin das Gleichnis,
damit wir nicht vergessen,
dass es uns vollkommen gibt.
Achte darauf, wie oft deine Augen
zum Horizont gehen,
auch wenn es da nichts zu sehen gibt.
Dorthin lädst du dich ein,
dorthin bist du eingeladen,
weil der andere von dir,
die andere in dir,
dort stattfindet.
Ulrich ‚Schaffer

Foto: Sitta Derstroff

Das Leben ist, wie das Meer.
Es wiegt Dich sanft und stürmig
im Rhythmus des Großen
und
Ganzen.
Es spült Dich zum Strand Deiner Seele,
lässt Dich an Land gehen
für eine Handvoll Erfahrungen
und
nimmt Dich wieder in sich auf
für die Zeit,
die vergehen muss.
Anja Schindler
Ich wünsche ein erfrischendes Wochenende, ob an einem Bach, einem Fluss oder gar am Meer.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Hinweis in eigener Sache:

Sonntag, 22.07.18 – 15 Uhr – Literarischer Sommer im Woogtal in Königstein im Taunus

Treffpunkt: Kur- und Stadtinformation in Königstein am Taunus, Hauptstraße 13a

Laute, leise Welt – Literarischer Wochenendgruß vom 13.07.18

Laute, leise Welt – Literarischer Wochenendgruß vom 13.07.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in den vergangenen Wochen befand ich mich in einem Wartezimmer einer Arztpraxis. Wegen der Hitze waren die Fenster geöffnet. Straßenlärm drang in das Zimmer hinein. Neben mir saß eine ältere Dame, die unverhofft ein älteres Ehepaar traf. Sie kannten sich gut und hatten viel zu erzählen. Dies geschah nicht im Flüsterton, sondern so, dass jeder der anderen Wartenden alles mithören konnte.

Nach erfolgreicher Untersuchung begab ich mich in einen Bus. Und höre da: Lautes Gerede in den unterschiedlichsten Sprachen umspülten mein Ohr. Als ich endlich an der Bus-Haltestelle meines geliebten Rettershofes ankam, erwartete mich eine Stille. Ein Säuseln der Bäume, ein paar Vögel das waren zarte Geräusche und kein Vergleich mit dem Lärm der vorigen Stunden.

Mir fällt noch etwas anderes auf: Die Welt wird immer lauter. Wer seine Meinung und seine Überzeugung anderen mitteilen will, schreit sie hinaus. Je aggressiver, je wirkungsvoller? Die leisen Botschaften werden kaum noch gehört und wahrgenommen, so erscheint es mir. Vielleicht führt dieser Wochenendgruß zu neuem Nachdenken. Dies wäre mein großer Wunsch.

Foto: Gerd Taron

Alles Laute ertrinkt im Augenblick.
Alles Leise erfüllt den Augenblick.

(Carl Peter Fröhling)

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die größten Ereignisse – das sind nicht unsre lautesten, sondern unsre stillsten Stunden.

~Friedrich Nietzsche~ Werke II – Also sprach Zarathustra

Betende Gruppe – Foto: Angelika Quast-Fischer

Es sind nicht immer die Lauten stark,
nur weil sie Lautstark sind !
Es gibt so viele, denen das Leben ,
leise besser gelingt.

~Konstantin Wecker~

Foto: Gerd Taron

Leise kommt das Wichtige zu dir

In einer Zeit voller Unruhe, in der es manchmal scheint, als würde nur noch das Laute, Aufdringliche gehört, gilt trotzdem noch, dass das Wichtige sehr oft leise zu uns kommt. Für viele von uns ist es schwer geworden, auf diese zarten Töne zu achten und sie, wenn wir sie hören, auch wertzuschätzen. Wir laufen Gefahr, Gefangene der Vordergründigkeit zu werden. Das Wichtige kommt häufig aus der Welt der größeren Zusammenhänge und aus einer Tiefe, die nicht den Zeitströmungen unterworfen ist. Da gibt es eine Weisheit, die sich von tief in uns meldet und die bei unserem Bewusstsein anklopft und uns zum Leben einlädt. Um sie zu hören, müssen wir uns manchmal von dem abkehren, was sich anbiedert und sich uns aufdrängt.
Wir scheinen in immer größerer Unsicherheit zu leben. Es scheint keine persönliche oder politische Sicherheit mehr zu geben. Wichtig ist es dann, dass wir uns nicht von dem, was uns vom Wichtigen ablenkt, befriedigen lassen. Dies ist die Zeit, die uralten Werte, die uns schon seit Jahrtausenden bewegen, wieder neu zu entdecken: Liebe, Erhaltung des Lebens, Sinnfindung, echte Freiheit, die nicht auf Kosten des andern lebt, und tiefer Respekt vor der Einmaligkeit aller Menschen.

Ulrich Schaffer

Foto: Brina Stein

Leise Menschen,
stille Freundschaften,
stille Worte,
stille Zeichen
übertönen lautstarkes Getue,
überdauern
die Kurzlebigkeit
großer Versprechungen,
leerer Gesten.
(Margot Bickel)

Foto: Gerd Taron

Singet leise, leise, leise, singt ein flüsternd Wiegenlied, von dem Monde lernt die Weise, der so still am Himmel zieht. Singt ein Lied so süß gelinde, wie die Quellen auf den Kieseln, wie die Bienen um die Linde summen, murmeln, flüstern, rieseln…

Clemens Brentano

Paradiesische Zeiten – Bild von Lissy Theissen

Ich mag

warmen Sand unter meinen Füßen,
Vogelgezwitscher im Morgengrauen,
wundervolle Menschen in meinem Leben,
warmen Wind auf meiner Haut,
Träume die gelebt werden,
Umarmungen die von Herzen kommen,
das saftige hellgrün der Bäume im
Frühling,
Sommergewitter,
meine Freunde,
barfuß durch feuchtes Gras laufen,
laut im Auto singen,
das Gefühl, dass das Leben erst losgeht,
der Geruch nach einem Sommerregen
und von frisch gemähtem Gras,
Erinnerungen die mich zum Lächeln bringen,
absolute Stille,
intensive Gespräche und
Diskussionen bei Kerzenschein und
Rotwein, angelächelt werden,
ohne selber gelächelt zu haben,
lachen, bis mir die Tränen kommen,
merken, wenn man ein schläft,
einfach merken,
dass man lebt.
Autor unbekannt

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Hast Du eine Hoffnung, die in Erfüllung gehen soll,
so fange einen Schmetterling, und flüstere ihm Deinen Wunsch !
Schmetterlinge geben keinen Laut von sich, und verraten niemandem etwas, außer dem Himmel ! Laß ihn Deinen Wunsch in den Himmel tragen,
und er wird erhört…

Alte hawaiianische Weisheit

Foto: Gerd Taron

Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben.

Irischer Segenswunsch

Ein stilles, vielleicht auch einmal lautloses Wochenende wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Hitze pur – Nachlese vom literarischen Reise-.Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof

Hitze pur – Nachlese vom literarischen Reise-.Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof

Frankfurt am Main, 08.07.2018

Es war warm, sehr warm. In der Nähe schwitzten die Teilnehmer des Euro-Ironman (zu deutsch Europameisterschaften der Triathleten).

Beim literarischen Spaziergang „Gute Reise“ ging es etwas beschaulicher zu. Die Schattenseiten wurden gesucht und gefunden.

Diese drei Damen sollten im Laufe des Spaziergangs noch eine wichtige Rolle spielen … – Von links nach rechts: Franziska Franz, Brina Stein und Andreina Bonanni – Foto: Gerd Taron

Foto: Gerd Taron

Luftveränderung

Fahre mit der Eisenbahn,
fahre, Junge, fahre!
Auf dem Dach vom Wasserhahn
wehen deine Haare.

Tauch in fremde Städte ein,
lauf in fremden Gassen;
höre fremde Menschen schrein,
trink aus fremden Tassen.

Flieh Betrieb und Telefon,
grab in alten Schmökern,
sieh am Seinekai, mein Sohn,
Weisheit still verhökern.

Lauf in Afrika umher,
reise durch Oasen;
lausche auf ein blaues Meer,
hör den Mistral blasen.

Wie du auch die Welt durchflitzt
Ohne Rast und Ruh –
Hinten auf dem Puffer sitzt
du.

Kurt Tucholsky

Im Behördenzentrum unterhalb der Finanzämter und Arbeitsgerichte gab es eine Uraufführung: Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt …

Foto: Gerd Taron

Die vielseitige Autorin Franziska Franz (Kinderbuch, Liebesroman, Krimis) trug dieses Lied im besonderen „Wiener Schmäh“ aus ihrem Roman „Sara und die Regentage“ vor. Und einen Einblick in das Hotel Sacher in Wien gab es noch als Bonmot dazu.

Mit dem Text von „Zwei kleine Italiener“ aus jener Zeit gab es eine gelungene Überleitung zu Andreina Bonanni.

Foto: Brina Stein – Gerd Taron mit Andreina Bonanni

Im Gespräch mit dem Autor gab Andreina Bonanni Einblicke in das Seelenleben ihrer italienischen Landsleute in den Zeiten des Wirtschaftswunders. Diesmal war Andreina Bonanni nicht mit ihrem Saxophon oder Querflöte unterwegs.

Foto: Gerd Taron

Unterwegs gab es dann noch einen Einblick in das Reisen der 1950er/1960er Jahre.. Mit dem Zug in die „Baltische Pier“ aus dem Buch „Bahnhofsimpressionen“ aus dem Jahre 1959..

Endlich kamen die literarischen Spaziergänger bei der Hitze ans Wasser. Trommelwirbel begleitete die Lesung von Brina Stein aus ihrem Buch „115 Tage an Tisch 10“. Zugegeben – es galt diesmal nicht Brina Stein, sondern den Teilnehmern des Eisen-Ironman“. So viele Trommler hat nicht jeder Autor bei seiner Lesung …

Zum Abschluss trafen sich die Teilnehmer im „Wintergarten“ des Café Nussknacker. Ein Teilnehmer, der literarisch sehr bewandert war, gab, obwohl er den Beginn des literarischen Spazierganges versäumt hatte, eine besondere Kostprobe. Er intonierte das Lied „Schneeflöckchen“ von Conny Froeboess aus den 1960er Jahren.

Bei den Temperaturen war es eine willkommene Abkühlung.

Ein sehr kurzweiliger Nachmittag fand auf diese Weise ein besonderes Ende …

Gerd Taron

PS:

Zu den Mitwirkenden:

Andreina Bonanni: Als Saxophonistin ist sie mit Franco Vicrca (www.expressione-duo.com) unterwegs. Im Rahmen der klassischen Musik (Geige und Querflöte) mit Christina Heim.

Franziska ‚Franz https://franziskafranz.wordpress.com/

Brina Stein: http://www.brina-stein.de/

Auf youtube können sie die Lieder von Rudi Schuricke und Conny Froboess noch einmal hören und sehen:

Zwei kleine Italiener

Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt

Auf Reisen sein – Literarischer Wochenendgruß vom 06.07.18

Auf Reisen sein – Literarischer Wochenendgruß vom 06.07.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

auf Reisen sind derzeit viele in unserem Laube. Ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft – die Menschen in dieser Jahreszeit sind unterwegs und erholen und erkunden neue Landschaften oder vielleicht dabei auch sich selbst. Sie erkunden die Welt, wobei es nicht unbedingt die große weite Welt sein muss. Manchmal liegt das Gute doch so nah.

Daher widmet sich dieser Wochenendgruß dem Thema Reisen mit etwas ungewöhnlichen Texten und schönen Fotos.

Foto: Gerd Taron

Unterwegs immer wieder anhalten,
wahr nehmen, was ist,
uns freuen an dem,
was wir erreicht haben,
annehmen,
dass nicht alles gelungen ist.
Uns Zeit nehmen,
neue Kräfte schöpfen,
uns neu orientieren,
uns leiten lassen von dem,
was für uns wesentlich ist.
Weiterschreiten, wie es mir entspricht,
in der Hoffnung,
dass wir immer mehr werden,
was wir letztlich sein können.

(Max Feigenwinter)

Foto: Brina Stein

Von der Sehnsucht

„Ach“, seufzte die Sehnsucht.

„Was hat sie denn?“, fragte der Pragmatismus die Vernunft.
„Das ist ganz normal, so ist sie halt“, sagte die Vernunft.

Dem Pragmatismus aber tat die Sehnsucht leid.
Also ging er zu ihr und fragte: „Hallo Sehnsucht,
was ist den los?“

„Ach, nichts weiter. Ich würde nur so gerne in die Ferne reisen.“

„Na, das ist doch nicht schwer!“, rief der Pragmatismus.
„Da musst du doch nur eine Reise buchen. Wohin soll es denn gehen?“

„Ach, ich möchte so viele Orte sehen.“

„Dann buchst du eben gleich eine Weltreise.“

„Ach, aber alles kann ich ohnehin nicht sehen.“

„Aber wenigsten etwas.“

„Ach, ich würde immer zu wenig sehen. Es gäbe immer Plätze, zu denen ich auch noch reisen würde.“

„Und so sitzt du lieber hier und seufzt?“

„Ach“, sagte die Sehnsucht.

Da fiel dem Pragmatismus nichts weiter ein.

Tania Konnerth – Geschichten die ein Lächeln schenken

Foto: Gerd Taron

Beim Anblick der Menschen auf Reisen,
meine Gedanken fortgetragen von den Gleisen.
Zugegeben, überaus fantastische Imaginationen,
doch mein Selbst kehrt zurück aus seinen Exkursionen.

So prüfe ich erneut mein Herz
und komme zu folgendem Schluss,
dabei denkend an meine Liebste,
weshalb ich dies jetzt sagen muss:

Das Schönste ist am Reisen,
das Gefühl, angekommen zu sein
und dort zu verweilen

Autor unbekannt

Der Zug des Lebens
.
Das Leben ist wie eine Reise im Zug.
Vor einiger Zeit las ich ein Buch,
worin das Leben mit einer Zugreise verglichen wurde.
Eine sehr interessante Lektüre.
.
Das Leben ist wie eine Reise im Zug:
Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle,
bei manchen Aufenthalten angenehme Überraschungen
und tiefe Traurigkeit bei anderen.
.
Wenn wir geboren werden und in den Zug einsteigen,
treffen wir Menschen, von denen wir glauben,
dass sie uns während unserer ganzen Reise
begleiten werden: unsere Eltern.
Leider ist die Wahrheit eine andere.
Sie steigen bei einer Station aus
und lassen uns ohne ihre Liebe und Zuneigung,
ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft zurück.
.
Allerdings steigen andere Personen,
die für uns sehr wichtig werden, in den Zug ein.
Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde
und diese wunderbaren Menschen, die wir lieben.
Manche dieser Personen die einsteigen,
betrachten die Reise als kleinen Spaziergang.
Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer Reise.
Und es gibt wieder andere im Zug,
die immer da und bereit sind, denen zu helfen,
die es brauchen.
.
Manche hinterlassen beim Aussteigen
eine immer währende Sehnsucht.
Manche steigen ein, und wieder aus,
und wir haben sie kaum bemerkt.
Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere,
die wir am liebsten haben,
sich in einen anderen Waggon setzen
und uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen lassen.
.
Selbstverständlich lassen wir uns nicht davon abhalten,
die Mühe auf uns zu nehmen, sie zu suchen
und uns zu ihrem Wagon durchzukämpfen.
Leider können wir uns manchmal nicht zu ihnen setzen,
da der Platz an ihrer Seite schon besetzt ist.
Versuchen wir mit unseren Mitreisenden gut auszukommen,
und suchen wir das Beste in jedem von ihnen.
.
Erinnern wir uns daran,
dass in jedem Abschnitt der Strecke
einer der Gefährten schwanken kann
und möglicherweise unser Verständnis braucht.
Auch wir werden öfter schwanken
und es wird jemanden geben,
der uns versteht.
.
Das große Mysterium der Reise ist,
dass wir nicht wissen,
wann wir endgültig aussteigen werden und genau so wenig,
wann unsere Mitreisenden aussteigen werden,
nicht einmal der, der gleich neben uns sitzt.
Ich glaube, ich werde wehmütig sein,
wenn ich aus dem Zug für immer aussteige.
.
Die Trennung von einigen Freunden,
die ich während der Reise traf,
wird schmerzhaft sein.
Meine Liebsten allein zu lassen,
wird sehr traurig sein.
.
Aber ich habe die Hoffnung,
dass irgendwann der Zentralbahnhof kommt,
und ich habe das Gefühl, sie ankommen zu sehen,
mit Gepäck, das sie beim Einsteigen noch nicht hatten.
.
Was mich glücklich machen wird, ist der Gedanke,
dass ich mitgeholfen habe
ihr Gepäck zu vermehren und wertvoller zu machen.
.
Schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise haben
und das sich am Ende die Mühe gelohnt hat.
.
Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen
einen leeren Sitz zurücklassen,
der Sehnsucht und schöne Erinnerungen
bei den Weiterreisenden hinterlässt.
Ich wünsche allen eine Gute Reise.
.
Verfasser unbekannt

Foto: Brina Stein

“ Wir leben alle in dieser Welt an Bord eines Schiffes, das von einem Hafen unterwegs ist, den wir nicht kennen, zu einem Hafen, von dem wir nichts wissen. Und wir müssen füreinander die Liebenswürdigkeit von Menschen aufbringen, die sich auf einer gemeinsamen Reise befinden.“ – was für ein schöner Satz des portugiesischen Schriftstellers Fernando Pessoa. Unser Leben als Schiffsreise. Der Hafen, von dem wir ablegen – unbekannt. Der Hafen, in den wir mal einlaufen werden – auch unbekannt. Wir wissen nichts. Wir können nur hoffen, dass da ein Hafen sein wird und dass wir dort zur Ruhe kommen und geborgen sind, endgültig geborgen. Bis dahin sind wir aber auf einem Schiff. Auf einem Schiff, das an wunderschönen Ländern vorbei kommt. Von dem aus wir schreckliche Landschaften sehen. Wir erleben sonnige Tage an Deck aber auch Stürme die uns beuteln. Vielleicht auch Motorschäden, die das Schiff zum Stillstand bringen. Aber immer sind wir umgeben von Menschen an Bord. Vielen Menschen, die in unserer Kabine, die im Oberdeck und noch viel mehr im Unterdeck. Die meisten sehen wir nur von Ferne oder gar nicht. Ein paar wenige sind uns nahe, aber alle sind sie doch an Bord – unsere Reisegenossen. Verbunden mit uns durch den gemeinsamen Hafen am Anfang und am Ende der Reise. Gemeinsam auf dem großen Schiff, das wir Leben nennen. Könnte diese Verbundenheit nicht tatsächlich bewirken, dass wir Reisende liebenswürdig miteinander umgehen? Und die begrenzte Zeit, die wir miteinander auf dem Schiff haben, so schön wie möglich miteinander verbringen? ”
~ Dr. Peter Kottlorz

Ich wünsche allen eine schöne Ferienzeit.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Hinweis in eigener Sache:

Am Sonntag, 08.07.18 ab 14 Uhr findet zum Thema Reisen ein literarischer Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof statt. Treffpunkt ist der Nebenausgang Gleis 1 Mannheimer Straße.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2018/07/01/gute-reise-ein-literarischer-spaziergang-rund-um-den-frankfurter-hauptbahnhof-am-sonntag-08-07-18-ab-14-uhr/

Gute Reise! – Ein literarischer Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof am Sonntag, 08.07.18 ab 14 Uhr

Gute Reise! – Ein literarischer Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof am Sonntag, 08.07.18 ab 14 Uhr

Treffpunkt: Gleis 1 – Nebenausgang Mannheimer Straße Frankfurter Hauptbahnhof

Liebe Freunde der Kultur,

einige Leser dieser Zeilen befinden sich bereits irgendwo in der weiten Welt am Strand oder sind anderswo unterwegs. Andere freuen sich auf den bevorstehenden Urlaub.

Wie sagte einst Joseph von Eichendorff in „Ahnung und Gegenwart“:

„Es geht doch nichts übers Reisen, wenn man nicht dahin oder dorthin reiset, sondern in die Welt hinein, wie es Gott gefällt! Wie uns aus Wäldern, Bergen, aus blühenden Mädchengesichtern, aus Strömen und alten Burgen das noch unbekannte, überschwengliche Leben ernst und fröhlich aussieht! – Das Leben der meisten ist eine immerwährende Geschäftsreise vom Buttermarkt zum Käsemarkt; das Leben der Poetischen dagegen ein freies, unendliches Reisen nach dem Himmelreich.“

Ein Ort, wo das Reisen beginnen kann, ist der Bahnhof. So war es in meiner Kindheit und Jugend, wenn die Familie zum Urlaub nach Österreich aufbrach.

Alle, die noch zu Hause verweilen, lade ich zu einer Urlaubsreise in das Gestern und das Heute ein.

Zum literarischen Spaziergang am Sonntag, 08.07.18 ab 14 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof kommen besondere Gäste:

Andreina Bonanni, die die Sehnsucht nach Reisen nicht nur in ihrem Heimatland auf besondere Weise kennt.

Franziska Franz, die ein bekanntes Lied der 1950er Jahre auf ungewöhnliche Weise zu Gehör bringt.

Brina Stein, für die das Reisen mehr ist als nur ein „Event“.

Beim Gang durch das Gutleutviertel und zum Main gibt es spannende Geschichten zu hören und zu erleben.

Zum Abschluss kann, wer mag, im Café Nussknacker, Karlsruher Straße 5, an der Südseite des Frankfurter Hauptbahnhofes verweilen.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen am Sonntag, 08.07.18

Ihr/Euer

Gerd Taron