Hitze pur – Nachlese vom literarischen Reise-.Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof

Hitze pur – Nachlese vom literarischen Reise-.Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof

Frankfurt am Main, 08.07.2018

Es war warm, sehr warm. In der Nähe schwitzten die Teilnehmer des Euro-Ironman (zu deutsch Europameisterschaften der Triathleten).

Beim literarischen Spaziergang „Gute Reise“ ging es etwas beschaulicher zu. Die Schattenseiten wurden gesucht und gefunden.

Diese drei Damen sollten im Laufe des Spaziergangs noch eine wichtige Rolle spielen … – Von links nach rechts: Franziska Franz, Brina Stein und Andreina Bonanni – Foto: Gerd Taron

Foto: Gerd Taron

Luftveränderung

Fahre mit der Eisenbahn,
fahre, Junge, fahre!
Auf dem Dach vom Wasserhahn
wehen deine Haare.

Tauch in fremde Städte ein,
lauf in fremden Gassen;
höre fremde Menschen schrein,
trink aus fremden Tassen.

Flieh Betrieb und Telefon,
grab in alten Schmökern,
sieh am Seinekai, mein Sohn,
Weisheit still verhökern.

Lauf in Afrika umher,
reise durch Oasen;
lausche auf ein blaues Meer,
hör den Mistral blasen.

Wie du auch die Welt durchflitzt
Ohne Rast und Ruh –
Hinten auf dem Puffer sitzt
du.

Kurt Tucholsky

Im Behördenzentrum unterhalb der Finanzämter und Arbeitsgerichte gab es eine Uraufführung: Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt …

Foto: Gerd Taron

Die vielseitige Autorin Franziska Franz (Kinderbuch, Liebesroman, Krimis) trug dieses Lied im besonderen „Wiener Schmäh“ aus ihrem Roman „Sara und die Regentage“ vor. Und einen Einblick in das Hotel Sacher in Wien gab es noch als Bonmot dazu.

Mit dem Text von „Zwei kleine Italiener“ aus jener Zeit gab es eine gelungene Überleitung zu Andreina Bonanni.

Foto: Brina Stein – Gerd Taron mit Andreina Bonanni

Im Gespräch mit dem Autor gab Andreina Bonanni Einblicke in das Seelenleben ihrer italienischen Landsleute in den Zeiten des Wirtschaftswunders. Diesmal war Andreina Bonanni nicht mit ihrem Saxophon oder Querflöte unterwegs.

Foto: Gerd Taron

Unterwegs gab es dann noch einen Einblick in das Reisen der 1950er/1960er Jahre.. Mit dem Zug in die „Baltische Pier“ aus dem Buch „Bahnhofsimpressionen“ aus dem Jahre 1959..

Endlich kamen die literarischen Spaziergänger bei der Hitze ans Wasser. Trommelwirbel begleitete die Lesung von Brina Stein aus ihrem Buch „115 Tage an Tisch 10“. Zugegeben – es galt diesmal nicht Brina Stein, sondern den Teilnehmern des Eisen-Ironman“. So viele Trommler hat nicht jeder Autor bei seiner Lesung …

Zum Abschluss trafen sich die Teilnehmer im „Wintergarten“ des Café Nussknacker. Ein Teilnehmer, der literarisch sehr bewandert war, gab, obwohl er den Beginn des literarischen Spazierganges versäumt hatte, eine besondere Kostprobe. Er intonierte das Lied „Schneeflöckchen“ von Conny Froeboess aus den 1960er Jahren.

Bei den Temperaturen war es eine willkommene Abkühlung.

Ein sehr kurzweiliger Nachmittag fand auf diese Weise ein besonderes Ende …

Gerd Taron

PS:

Zu den Mitwirkenden:

Andreina Bonanni: Als Saxophonistin ist sie mit Franco Vicrca (www.expressione-duo.com) unterwegs. Im Rahmen der klassischen Musik (Geige und Querflöte) mit Christina Heim.

Franziska ‚Franz https://franziskafranz.wordpress.com/

Brina Stein: http://www.brina-stein.de/

Auf youtube können sie die Lieder von Rudi Schuricke und Conny Froboess noch einmal hören und sehen:

Zwei kleine Italiener

Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt

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