Dem Glück auf der Spur

Literarischer Spaziergang rund um Fischbach im Taunus
Fischbach, 26.04.14

Das Glück war mit uns – den literarischen Spaziergängern auf dem Weg durch Fischbach. Denn die Wetteraussichten waren gar nicht gut: Regen, Gewitter sollten den Tag eintrüben. Doch es kam zum Glück alles anders.

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Unter der großen Linde an der katholischen Dreifaltigkeitskirche begann es mit Gedichten von Hermann Ritter von Lingg („Kleines Glück“) und von Heinrich Seidel („Wo wohnt das Glück“).

Der weitere Weg führte über den Paradiesweg zu einer Unterführung im Ort. Dort warteten glückliche Kinder – in Form einer Graffiti-Bemalung der Brückenmauer.

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Dazu gab es eine berührende Geschichte eines kleinen Mädchens von Anne M. Pützer: „Das Mädchen, das immer fror“. Es erzählt von der Begegnung eines kleinen blond gelockten Mädchen, das im Stadtpark auf ein armes schmutzig und verwahrlosten Mädchen trifft.

Was aus dieser Begegnung wird … – wird hier nicht verraten.

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Auf den Höhen von Fischbach mit Blick auf die Streuobstwiesen und den Bergen (Feldberg und Altkönig) gab es Gelegenheit sich auf einer Bank auszuruhen und den Gedichten von Rainer Maria Rilke, Hugo Hoffmann von Fallersleben („O glücklich wer ein Herz gefunden“) und Clemens Brentano („Glück ist gar nicht so selten“) zu lauschen.

WUNDERLICHES Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem? –

Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen
jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen,
und das willig Liegende verschwimmt –

Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; –
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit

Rainer Maria Rilke

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Dazu wurde die Geschichte von der Begegnung eines Wanderers mit einem Schäfer erzählt, die mit der Feststellung endet: Was immer geschieht, es liegt an uns, Glück oder Unglück darin zu sehen.

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Im Dorfpark endete der literarische Spaziergang.

Wie sagte doch der große Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe einst:

Willst du glücklich sein im Leben,
trage bei zu andrer Glück,
denn die Freude die wir geben,
kehrt ins eigne Herz zurück!

Johann Wolfgang von Goethe
Der nächste literarische Spaziergang findet am Samstag, 24.05. um 15:00 Uhr statt. Treffpunkt ist diesmal der große Parkplatz am Rettershof in Kelkheim-Fischbach.

Dann heißt das Thema: Von der Schönheit der Natur.

Gerd Taron

Alle Fotos: Gerd Taron (Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet).

Vom Sehen – Literarischer Wochenendgruß vom 25.04.14

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

es ist herrlich in diesen Tagen durch die Natur zu schreiten. Hier im Taunus blüht es derzeit überall, sei es auf den Streuobstwiesen oder sind es die gelben Rapsfelder, die sich malerisch in die Landschaft einbetten. Eine Wohltat für die Augen.

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Foto: Gerd Taron
Die meisten Menschen wissen gar nicht,
wie schön die Welt ist und wie viel Pracht
in den kleinsten Dingen,
in irgendeiner Blume,
einem Stein,
einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenbart.
Die erwachsenen Menschen,
die Geschäfte und Sorgen haben
und sich mit lauter Kleinigkeiten quälen,
verlieren allmählich ganz den Blick für diese Reichtümer,
welche die Kinder, wenn sie aufmerksam und gut sind, bald bemerken und mit dem ganzen Herzen lieben.
(Rainer Maria Rilke)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Alles wird nun sichtbar
Alles verändert sich,
es fließt mit der Zeit
und doch auch gegen den Strom.
Alles wird nun sichtbar,
es bleibt nichts mehr verborgen,
im Meer der Oberflächlichkeit.
Nichts ist mehr wie es ist,
und doch scheint die Gewohnheit
unverändert zu sein.
Sie zieht noch immer ihre Kreise,
im Netz der Verlogenheit.
Die Wahrheit spricht es aus,
bringt es ans Licht.
Alles bekommt seinen Sinn,
seine wahre und ehrliche Bedeutung,
eine Sprache die im Herzen fühlt
die auch ohne Worte jeder versteht.
Jetzt ist die Zeit gekommen,
wo die Liebe und das Herz
zusammen Hand in Hand
Geschichte schreiben
und sie auch erzählen.
Die Zeit ist reif für Veränderung,
jeder Mensch wird es spüren,
dass die Welt sich nicht nur dreht
sondern auch bewegt,
in eine neue Zeit
und in eine andere Richtung.
Wo die Sprache aus dem Herzen fühlt
und die Gedanken sich mit ihr verbinden.
© Monika Heckh♥

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Um wertvolle Dinge zu sehen,
brauchst du nur dorthin zu blicken,
wohin die große Menge nicht sieht.

Laotse
Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man
es zum allerersten Mal wirklich sieht.

Christian Morgenstern

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Schau auf alles,
als sähest du es zum ersten Mal:
mit den Augen eines Kindes,
voller Staunen.

Joseph Cornell
Ich wünsche Ihnen beim Gang durch die Natur an diesem Wochenende die Augen und das Staunen eines Kindes. Genießen Sie die Blütezeit, die uns die Natur beschert.

Ihr/Euer

Gerd Taron
Zwei Veranstaltungshinweise seien noch angefügt:
Samstag, 26.04.14 um 15:00 Uhr
Literarischer Spaziergang in Kelkheim-Fischbach
Thema: Auf dem Weg zum Glück
Treffpunkt: Fahrschule t 8, Langstraße 17, Kelkheim-Fischbach
Kostenbeitrag. 5 Euro

Sonntag, 27.04.14 um 15:30 Uhr

Literarischer Nachmittag im Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim, Alt-Fechenheim 94

Thema: Geschichten und Gedichte vom Glück

 

Aus dem Rahmen fallen – Anne M. Pützer

Aus dem Rahmen fallen.

 

Aus dem Rahmen fallen.

Komm bitte her
und halte mal,
den Rahmen,
aus dem ich gleich fallen werde.
Ich hab ihn viel zu lang getragen.
Treu und friedlich. Angepasst.
Hab mich ins Korsett gezwängt,
doch dieses wird mir viel zu eng.

Muss Platz mir schaffen.
Atmen können.
Freiheit fühlen.
Tun können,
was immer mir am Glücke fehlt.
©Anne M. Pützer

Taron – Neuigkeiten – Ausgabe Nr. 7 vom 22.04.14

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Liebe Kultur- und Literaturfreunde,
„Nimm dir Zeit zum Glücklichsein, es ist die Quelle der Kraft. Nimm dir Zeit zum Spielen, es ist das Geheimnis der Jugend. Nimm dir Zeit zum Lesen, es ist der Ursprung der Weisheit.“

Ludwig Achim von Arnim
Mit diesem Zitat wünsche ich allen einen glücklichen Start in die neue Woche, die ja bereits gestern am Ostermontag begonnen hat.
Das Thema Glück wird auch meine Veranstaltungen am kommenden Wochenende begleiten:

Samstag, 26.04.14 um 15:00 Uhr
Literarischer Spaziergang in Kelkheim-Fischbach
Thema: Auf dem Weg zum Glück
Treffpunkt: Fahrschule t 8, Langstraße 17, Kelkheim-Fischbach
Kostenbeitrag. 5 Euro

Sonntag, 27.04.14 um 15:30 Uhr

Literarischer Nachmittag im Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim, Alt-Fechenheim 94

Thema: Geschichten und Gedichte vom Glück

Viele glückliche Momente wünscht Ihnen in dieser Woche

Ihr/Euer

Gerd Taron
Taron-Antiquariat – Bücher und mehr
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 49+(0)6195-676695

Internet: http://www.gerdtaronantiquariat.wordpress.com
und
http://www.taron-antiquariat.de

E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de

 

Veranstaltungskalender Mai – Juli 2014 – Café Lounge Jasmin

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Veranstaltungs-Kalender Mai – Juli 2014
Alt Fechenheim 94
60386 Frankfurt
Telefon: (069) 26956584
http://www.cafe-lounge-Jasmin.de

Öffnungszeiten
Mo Mi Do Frei 10:30 -22:00
Samstags 14:00 – 23:00
Sonntag 10:00 – 20:00

Unsere Veranstaltungen sind bis auf wenige Ausnahmen
KOSTENFREI !!
Da die Veranstaltungen für uns nicht kostenfrei sind erheben wir eine
Mindestverzehr von 5 €
Das ist fair für unsere Leistungen
Ebenso für die Künstler / Musiker sollte es selbstverständlich sein,
Eure Wertschätzung für den genossenen Abend mit
einer Hutspende zu entlohnen.
Herzlichen Dank
Euer Café Lounge Team

So 27.04.2014 Literarischer Sonntag mit
Gerd Taron Beginn 15:30 Uhr – Thema: Vom Glück

Sa 03.05.2014 Live Musik Sleepwalker’s Station

Die Band setzt sich in immer wieder neuen und verschiedenartigen Konstellationen um den Singer/Songwriter Daniel del Valle zusammen und so besteht diese mehr als Konzept als Band im traditionellen Sinne zu verstehende Symbiose von zwölf Elementen aus fünf verschiedenen Ländern
Beginn 20 Uhr

Sa 17.05.2014 Live Musik Lauschig
Erlebtes, Erfundenes, Erträumtes, Erlogenes: Die deutschen Texte von Lauschig, egal ob biographisch oder fiktiv, werden stets mit viel Liebe zum Detail in Musik verwandelt. Ob Rock, Folk, Swing oder Pop ist dabei eigentlich egal, die akustische Besetzung drückt jedem Genre ihren eigenen Stempel auf.
Beginn 20 Uhr

Mi 21.05.2014 Live Musik mit 48 Stunden
48 Stunden machen genau das, was sie am meisten lieben: Deutsche Popmusik.
Beginn 20 Uhr

Fr 23.05. 2014 Live Konzert mit dem Frankfurter Jazzmusiker Michael Bernschneider
Beginn 20 Uhr

Sa 24.05.2014 Erlebnisvortrag
„ABC gegen Burnout“
mit Pia Kruse, Heilpraktikerin Von A wie Achtsamkeit, B wie Bewegung, C wie Coaching bis Z wie Ziel
Wie im Alphabet mit den 26 Buchstaben möchte ich mit ihnen erarbeiten, wie aus kleinen Bausteinen zur Gelassenheit etwas ganz Persönliches entstehen kann
Beginn 16:30 Uhr

So 25.05.2014 Literarischer Sonntag mit
Gerd Taron

Beginn 15:30 Uhr – bei schönem Wetter in dre Gartenlaube

Sa 31.05.2014 Live Musik GEORG GRIEG & Band

Blues und Country, Chanson und Folk verbinden Grieg & Band mit lyrischen Texten zu anregenden bis nachdenklichen Songs
Beginn 20 Uhr

Mo 02.06.2014 Live Musik Sascha Reske

Schnee bedeckter Sandstrand und warmer Sommerregen. Eine flackernde Straßenlaterne, die für einen Moment die Dunkelheit durchbricht
Beginn 20 Uhr

Sa 07.06.2014 Live Musik Wuthe und Faust
„Wuthe und Faust“ sind ein Singer-Songwriter-Duo
Beginn 20 Uhr

Fr 13.06.2014 Autoren Lesung Bernar LeSton
Sa 14.06.2014 Live Musik Kirbanu’s
Ausstrahlung, Bescheidenheit und ihr unverwechselbarer Musikstil (in den Bereichen Folk, Pop und Blues), erlauben es ihr, das Publikum vom ersten Ton an zu begeistern.
Beginn 20 Uhr

So 15.06.2014 Literarischer Spaziergang mit Gerd Taron am Ufer des Mains

Beginn. 15:00 Uhr – Treffpunkt im Café Lounge Jasmin

Fr 20.06.2014 Lesung Königserbe Kriminalroman von Dieter Stiewi
Der martialische Mord am zukünftigen Karlspreisträger wenige Tage vor der Preisverleihung hält nicht nur halb Europa,– mit tödlichen Auswirkungen bis heute …
Beginn 19:30 Uhr

Fr 27.06.2014 “Herrlichste, beste, erste aller Frauen….” (Iwan Gontscharow)- Frauenporträts aus Literatur und Geschichte
humorvoll vorgestellt von Viktoria Vonseelen

Beginn 19:30 Uhr

Sa 28.06.2014 Live Konzert Noel Wirzius
Beginn 20 Uhr

So 29.06.2014 Literarischer Sonntag mit
Gerd Taron
Beginn 15:30 Uhr – bei schönem Wetter in der Gartenlaube

Di 01.07.2014 Live Musik Richard de Bastion“

Der gebürtige Engländer Richard de Bastion stand schon in den 60er Jahren auf der Bühne, wo er zusammen mit den Schlagzeugern Jim Capaldi (Traffic) und John Bonham (Led Zeppelin) seine ersten großen Schritte als Keyboarder machte. Als Singer/Songwriter wanderte er 1973 nach Berlin aus. Mit eingängigen Lieder und seinem ungewöhnlichen „Linkshänder“-Gitarrenstil wurde er rasch zu einem der beliebtesten Künstlern der damaligen westdeutschen Folkszene. Bislang veröffentlichte er zahlreiche Alben, stand mit Band oder auch Solo auf unzähligen Bühnen und arbeitete unter anderem mit Peter Maffay und Sally Oldfield zusammen. Mit einer reichhaltigen Sammlung alter und neuer Lieder ist Richard de Bastion nun wieder allein mit seiner Gitarre unterwegs und hat seine aktuelle CD „Sixtyfour“ im Gepäck.
Beginn 20 Uhr
Sa 05.07.2014 Trio Lesung mit Musik

 

Lebensfreude pur – Literarischer Ostergruß 2014

Liebe Literaturfreunde,

zum Osterfest erscheint wieder eine etwas besondere Ausgabe des literarischen Wochenendgrußes.

Ostern – ein Fest der Freude, das vor allem die Christen festlich begehen. Das Fest der Auferstehung, des Lebens. Vom Tod zum Leben – das ist die frohe Botschaft, die uns zum Osterfest übermittelt wird.

Diese Lebensfreude soll Ihnen auch dieser Ostergruß mit Texten und den schönen Fotos von Hans Joerg Kampfenkel vermitteln.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Alles schlummerte. Die Luft, warm und duftgeschwängert, war regungslos;
ab und zu durchflog sie ein Zittern, wie das Zittern des Wassers, das vom Fall eines Zweiges berührt wird.

Man fühlte ein Sehnen, eine Art Durst in dieser warmen Luft.
Ich beugte mich über den Zaun: vor mir streckte ein wilder roter Mohn aus dichtem Gras seinen schlanken Stengel hervor:

Ein großer runder Tropfen nächtlichen Taus glänzte
in dunklem Schimmer auf dem Grund der geöffneten Krone.
Alles umher war wie in sich selbst versunken; alles schien hingestreckt, unbeweglich und erwartungsvoll den Blick nach oben gerichtet zu haben.
Worauf harrte diese blaue, träumende Nacht?…

Turgenjew, Iwan (1818-1883)

 

Der lebt nicht, dessen Haupt nicht im Himmel steht,
auf dessen Brust nicht die Wolken ruhen, dem die Liebe
nicht im Schoße wohnt, und dessen Fuß nicht in der Erde wurzelt.

Clemens Brentano

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Das Leben, das ich selbst gewählt

Eh‘ ich in dieses Erdenleben kam,
ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
da war der Irrtum, der gefangen nahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
da waren Haß und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch war da auch die Freude jener Tage,
die voller Licht und schöner Träume sind,
wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,
und überall der Quell der Gaben rinnt;
wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
wo sich der Mensch, der Menschenpein entwunden,
als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel,
mir ward gezeigt die Wunde, draus ich blute,
mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig‘ Leben schaute,
da hört‘ ein Wesen ich die Frage tun:
Ob dies zu leben ich mich traute,
denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme –
„Dies ist das Leben, das ich leben will!‟,
gab ich zur Antwort mit entschloss‘ner Stimme
und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward geboren ich in diese Welt,
so war‘s, als ich ins neue Leben trat.
Ich klage nicht, wenn ‘s oft mir nicht gefällt,
denn ungeboren hab‘ ich es bejaht.

(Hermann Hesse)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Entdecken Sie – vielleicht nach Tagen der Unruhe, der Hektik oder auch der Trauer – Ihre Lebensfreude oder entdecken Sie sie wieder.

Ich wünsche Ihnen ein lebensfrohes und buntes Osterfest.

Ihr/Euer

Gerd Taron

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

 

Vom Schein und Sein – Literarischer Wochenendgruß vom 11.04.14

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

vor einigen Tagen erhielt ich von einem lieben Menschen das folgende Zitat zugesandt:

„Wenn Menschen glauben, Sie wären ein Diamant – dann täuschen Sie andere.
In der Realität sind sie ein einfacher Stein aus Glas ohne Glanz. Menschlich
ohne Wert & Wärme – leider trifft man diese mehr und mehr in der Gesellschaft & noch öfter im Business.“

Marlis M. Shafi
Diese Worte haben mich nachdenklich gemacht. Wie oft erlebe ich es in meinem Alltag, dass Menschen etwas vorgeben, was sie bei näherer Betrachtung nicht sind. Dies ist nicht nur in der virtuellen Welt so, sondern im ganz normalen Leben. Mann/Frau begegnet ihnen immer wieder und überall und auf verschiedenen Ebenen.

Ich frage mich, warum agieren Menschen so? Auf literarischem Wege versuche ich dem näher zu kommen, wie aus den folgenden Texten (hoffentlich) zu entnehmen ist.

Die Fotos von Hans Joerg Kampfenkel sollen das Thema auch bildlich vertiefen.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

„Bevor man nur noch ein Schatten seiner selbst ist, sollte man mal aus anderen Perspektiven auf sein Leben schauen.“
Autor unbekannt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Wahr ist das Meer,
wahr ist das Gebirge,
wahr der Stein,
wahr der Grashalm
aber der Mensch?
Es ist immer maskiert,
auch wenn er es nicht will
und nicht weiß.

Luigi Pirandello

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Der Wahnsinn

Sie muß immer sinnen: Ich bin … ich bin …
Wer bist du denn, Marie?
Eine Königin, eine Königin!
In die Kniee vor mir, in die Knie!

Sie muß immer weinen: Ich war … ich war …
Wer warst du denn, Marie?
Ein Niemandskind, ganz arm und bar,
und ich kann dir nicht sagen wie.

Und wurdest aus einem solchen Kind
eine Fürstin, vor der man kniet?
Weil die Dinge alle anders sind,
als man sie beim Betteln sieht.

So haben dich die Dinge groß gemacht,
und kannst du noch sagen wann?
Eine Nacht, eine Nacht, über eine Nacht, –
und sie sprachen mich anders an.
Ich trat in die Gasse hinaus und sieh:
die ist wie mit Saiten bespannt;
da wurde Marie Melodie, Melodie …
Und tanzte von Rand zur Rand.
Die Leute schlichen so ängstlich hin,
wie hart an die Häuser gepflanzt, –
denn das darf doch nur eine Königin,
daß sie tanzt in den Gassen tanzt! ….

Rainer Maria Rilke

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
ICH BIN ANDERS.

Ich bin anders.
Laufe nicht mit der Herde.
Bin keine Massenware.
Ich bin nicht gleichförmig,
nicht angepasst,
nicht gehorsam.
Ich lass mich nicht anketten,
nicht beeinflussen,
nicht erziehen,
nicht umdrehen.

Ich habe meinen eigenen Kopf,
meinen eigenen Willen,
meine eigene Meinung.
Ich bin ein Individualist.
Ich kenne mich…und meinen Weg.

(C) Anne M. Pützer
Ich wünsche mir, dass ich Menschen begegne, die mit ihrem Leben das ausstrahlen, was sie nach innen und außen sind und sein möchten.
Lassen Sie uns, nicht nur an diesem Wochenende, einander ohne Maske gegenüber treten. Dann sind wir wirklich so schön wie ein echter Diamant.
Ihr/Euer
Gerd Taron

 

 

Termine Café Lounge Jasmin, Frankfurt, Alt-Fechenheim 94

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Veranstaltungs-Kalender  April / Mai / Juni 2014

Alt Fechenheim 94
60386 Frankfurt
Telefon: (069) 26956584
http://www.cafe-lounge-Jasmin.de

 

Öffnungszeiten
Mo Mi Do Frei 10:30 -22:00
Samstags 14:00 – 23:00
Sonntag 10:00 – 20:00

 

Unsere Veranstaltungen sind bis auf wenige Ausnahmen
KOSTENFREI !!

Da die Veranstaltungen für uns nicht kostenfrei sind erheben wir eine
Mindestverzehr von 5 €
Das ist fair für unsere Leistungen
Ebenso für die Künstler / Musiker sollte es selbstverständlich sein,
Eure Wertschätzung für den genossenen Abend mit
einer Hutspende zu entlohnen.
Herzlichen Dank
Euer Café Lounge Team

 

April 2014

Beginn: 20:00 Uhr

Sa 19.04.2014 Live Musik Thorsten Willer – fällt aus!
Singer/Songwriter WILLER kann bereits auf erfolgreiche Konzerte in ganz Deutschland, sowie Teilen der USA und Kanada zurückblicken. Beginn 20 Uhr

So 27.04.2014 Literarischer Sonntag mit
Gerd Taron Beginn 15:30

Mai 2014

 

Sa 03.05.2014 Live Musik Sleepwalker’s Station
Die Band setzt sich in immer wieder neuen und verschiedenartigen Konstellationen um den Singer/Songwriter Daniel del Valle zusammen und so besteht diese mehr als Konzept als Band im traditionellen Sinne zu verstehende Symbiose von zwölf Elementen aus fünf verschiedenen Ländern ,Beginn 20 Uhr

Sa 17.05.2014 Live Musik Jan Jansohn Quartett
Das Jan Jansohn Quartett bestehend aus Jan Jansohn (Akustische & elektrische Gitarren), Christian Hamm (Saxophon), Ralf Witte (Kontrabass) und Michael Frassine (Schlagzeug) Beginn 20 Uhr

Mi 21.05.2014 Live-Musik mit dem Duo „48 Stunden“

48 Stunden machen genau das, was sie am meisten lieben: Deutsche Popmusik.
Beginn 20 Uhr

Beginn: 20:00 Uhr

Fr 23.05. 2014 Live Konzert mit dem Frankfurter Jazzmusiker Michael Bernschneider
Beginn 20 Uhr
Sa 24.05.2014 Erlebnisvortrag
„ABC gegen Burnout“
mit Pia Kruse, Heilpraktikerin Von A wie Achtsamkeit, B wie Bewegung, C wie Coaching bis Z wie Ziel
Wie im Alphabet mit den 26 Buchstaben möchte ich mit ihnen erarbeiten, wie aus kleinen Bausteinen zur Gelassenheit etwas ganz Persönliches entstehen kann
Beginn 16:30

Fr 23.05. Live-Konzert „Lauschig“

Erlebtes, Erfundenes, Erträumtes, Erlolgenes: Die deutschen Texte von Lauschig, egal ob biographisch oder fiktiv, werden stets mit viel Liebe zum Detail in Musik verwandelt. Ob Rock, Folk, Swing oder Pop ist dabei eigentlich egal, die akustische Besetzung drückt jedem Genre ihren eigenen Stempel auf.

Beginn: 20:00 Uhr

So 2505.2014 Literarischer Sonntag mit
Gerd Taron Beginn 15:30

Sa 31.05.2014 Live Musik GEORG GRIEG & Band
Blues und Country, Chanson und Folk verbinden Grieg & Band mit lyrischen Texten zu anregenden bis nachdenklichen Songs
Beginn 20 Uhr

 

Juni 2014

 

Mo 02.06.2014 Live Musik Sascha Reske
Schnee bedeckter Sandstrand und warmer Sommerregen. Eine flackernde Straßenlaterne, die für einen Moment die Dunkelheit durchbricht
Beginn 20 Uhr

Sa 07.06.2014 Live Musik Wuthe und Faust
„Wuthe und Faust“ sind ein Singer-Songwriter-Duo Beginn 20 Uhr

Sa 14.06.2014 Live Musik Kirbanu’s Ausstrahlung, Bescheidenheit und ihr unverwechselbarer Musikstil (in den Bereichen Folk, Pop und Blues), erlauben es ihr, das Publikum vom ersten Ton an zu begeistern.
Beginn 20 Uhr

20.06.2014 Lesung Königserbe Kriminalroman von Dieter Stiewi
Der martialische Mord am zukünftigen Karlspreisträger wenige Tage vor der Preisverleihung hält nicht nur halb Europa,– mit tödlichen Auswirkungen bis heute … Beginn 19:30

Fr 27.06.2014 „Herrlichste, beste, erste aller Frauen….“ (Iwan Gontscharow)- Frauenporträts aus Literatur und Geschichte, humorvoll vorgestellt von Viktoria Vonseelen   Beginn 19:30

Sa 28.06.2014 Live Konzert Noel Wirzius
Beginn 20 Uhr

So 29.06.2014 Literarischer Sonntag mit Gerd Taron

Beginn 15:30 Uhr

 

 

 

Der Frühling ist da! Literarischer Spaziergang rund um den Rettershof in Fischbach im Taunus

Fischbach, 29.03.14
Es war ein herrlicher Frühlingsnachmittag, als sich die literarischen Spaziergänger auf den Weg machten, um Natur und Literatur zu genießen.

Der Spaziergang begann an einem ungewöhnlichen Ort – unter einer Brücke. Dort hatten Schüler der nahe gelegenen Eichendorff-Schule ein Graffiti gemalt.

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Foto: Gerd Taron
Mit einem Gedicht von Monika Heckh begann Gerd Taron:

Freude sucht ihr Lachen,
fern von allem Lärm.

Freude findet Spass
an allem was gefällt.

Freude teilt das Glück
gern mit Geselligkeit.

Freude fühlt das Leben
auch mit der Herzlichkeit.

Freude versteht es zu geniessen,
in der Unendlichkeit des Seins.
Freude lächelt gern zurück
was der Tag ihr entgegenbringt.

Freude lebt in allem,
was das Herz begehrt.

Freude wächst in dem Gefühl,
was die Augen in ihr sehen.

Freude kommt zu dem,
deren Liebe nie vergeht.
Über die Streuobstwiesen ging es weiter zum literarischen Verweilen in der aufblühenden Natur.

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Foto: Gudrun Bommert
Dazu durften passende Gedichte, wie das von Anne M. Pützer nicht fehlen

Die ersten Frühlingstage.

Die ersten Frühlingstage locken
Mensch und Tier in die Natur.
In den Bäumen ein Frohlocken.
Vögel singen. Freude pur.

Die Sonne scheint und streichelt Seelen,
schenkt Balsam nach der dunklen Zeit.
Dank Licht und Wärme wird nichts fehlen.
Der Frühling ist zum Start bereit.
Es mehret sich nun alles Leben.
Natur hüllt sich ins Blütenkleid.
Liebe wird die Welt beleben.
Genießet voller Dankbarkeit.

©Anne M. Pützer

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Foto: Gudrun Bommert
Ein kurzweiliger Spaziergang mit vielen schönen Gedichten ging schnell zu Ende.

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Foto: Gudrun Bommert

 

Zum Abschluss zitierte Gerd Taron ein Gedicht von Karin Schneider-Jundt:

Lebe!

Lach mit der Sonne und träum’ mit dem Mond.
Glaube ganz fest, dass das Leben sich lohnt.
Öffne dein Herz für die Schönheit der Welt.
Zeige dem andern, dass er dir gefällt.

Sing’ mit den Vögeln und pfeif’ mit dem Wind.
Bleibe im Herzen für immer ein Kind.
Wunder gescheh’n auch in unserer Zeit.
Halte dich offen und für sie bereit.

Wein’ mit dem Regen und schrei’ mit dem Wolf
Kummer und Sorgen, die geben dann auf.
Schenke dem andern dein wahres Gesicht,
wage zu trotzen und schäme dich nicht.

Tanz’ mit den Wolken und spring mit dem Reh,
dann wirst du sehen, verfliegt jedes Weh.
Lerne zu fallen und steh’ wieder auf.
Spuck’ auf die Schrammen und nimm sie in Kauf.

Liebe dein Leben und lebe es heut!
Dann kannst du sagen: „Ich hab’ nichts bereut!“
Liebe den anden und liebe auch dich.
Denke daran: Lass dich niemals im Stich!

Karin Schneider-Jundt

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Foto: Gudrun Bommert

Mein besonderer Dank gilt Gudrun Bommert, die die schönen Fotos zur Verfügung gestellt hat.

Gerd Taron

Der nächste literarische Spaziergang findet am Samstag, 26.04.14 um 15:00 Uhr in Fischbach statt. Weitere Informationen unter:

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

 

Gedanken-Wege – Literarisches in neun Stationen im Bethmannpark von Frankfurt/Main mit Viktoria Vonseelen

Frankfurt am Main, 06.04.14

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Foto: Gerd Taron

Im Bethmannpark eröffnete Gerd Taron, Antiquar, seine Veranstaltungsreihe „Oase der Stille“ bei herrlichem Frühlingswetter. Die Reihe soll dazu dienen in der Hektik des Alltags Zeit der Ruhe zu finden – oft an ungewöhnlichen Orten.

Der nicht so bekannte Bethmannpark im Herzen Frankfurts ist eine Oase, umgeben von Lärm und Geschäftigkeit.

Schon Goethe „lustwandelte“ hier vor den Toren Frankfurts. Besonders schön ist der 1989 angelegte „Garten des himmlischen Friedens“. Hinter weißen Mauern haben chinesische Experten eine Oase der Ruhe angelegt mit original importierten Elementen, wie Pavillons, Pagoden und einem japisgrünen Teich mit Seerosen und einem Lotusfels.

Eine ideale Kulisse für die Sprecherin Viktoria Vonseelen, die in ungewohnter Umgebung, Texte von Dichtern wie Hermann Hesse, Franz Kafka, Rainer Maria Rilke, Eduard Mörike und anderen las.

Auf neun verschiedenen Stationen im Park rezitierte sie einfühlsam jeweils passend von ihr ausgesuchte Gedichte.

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Foto: Gerd Taron

 

Der Schwan

Diese Mühsal, durch noch Ungetanes
Schwer und wie gebunden hinzugehn,
gleicht dem ungeschaffnen Gang des Schwanes.

Und das Sterben, dieses Nichtmehrfassen
jenes Grunds, auf dem wir täglich stehn,
seinem ängstlichen Sich-Niederlassen -:

in die Wasser, die ihn sanft empfangen
und die sich, wie glücklich und vergangen,
unter ihm zurückziehn, Flut um Flut;
während er unendlich und königlicher
und gelassener zu ziehn geruht.

Rainer Maria Rilke

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Foto: Gerd Taron
Viktoria Vonseelen las zum Abschluss aus einem etwas unbekannteren Gedicht von Hermann Hesse
„Und wer sich einmal
ein einziges Mal hingegeben hatte,
nur einmal das große Vertrauen geübt,
und sich dem Schicksal anvertraut hatte,
der war befreit.

Er gehorchte nicht mehr den Erdgesetzen,
er war in den Weltraum gefallen
und schwang im Reigen der Gestirne mit.“

Auszug aus dem nicht so bekannten Gedicht „Hingabe“ von Hermann Hesse

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Foto: Gerd Taron
Mit nachdenklichen und bewegten Gedanken endete dieser besondere Nachmittag. Mit herzlichem Applaus verabschiedeten sich die Teilnehmer von Viktoria Vonseelen und Gerd Taron.

Die Reihe „Oase der Stille“ wird weiter fortgesetzt. Informationen aktuell über

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

Viktoria Vonseelen ist am Freitag, 27.06. um 19:30 Uhr in Frankfurt-Fechenheim mit einem literarischen Abend im Café Lounge Jasmin zu erleben. Der Abend hat das Thema: „Herrlichste, beste, erste aller Frauen“ (Iwan Gontscharow)- Frauenporträts aus Literatur und Geschichte. Wir dürfen uns auf eine humorvolle Rezitation freuen.

Gerd Taron

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Foto: Ursula Schweiss

Alles Goethe oder was? Romantischer Literatur-Nachmittag im Café Lounge Jasmin

Fechenheim, 30.03.14

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Wie an jedem letzten Sonntag im Monat, so auch im Monat März, gab es wieder literarische Köstlichkeiten mit Gerd Taron im Café Lounge Jasmin.

Im Mittelpunkt standen diesmal Gedichte und Geschichten aus der Zeit der Romantik, der Zeit großen Dichter wie Goethe und Schiller.

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Mit der Rhein-Romantik, der Sage von der Loreley, begann der Nachmittag. Er stellte Bettina von Arnim, geborene Brentano, ihren Bruder Clemens Brentano und ihren Ehemann Achim von Arnim mit ihren literarischen Werken vor. Sie lebten und wirkten in jener Zeit um 1800 an Rhein und Main.

Besonders die Liebesbriefe von Bettina (eigentlich Bettine) und ihrer Freundin Karoline Günderrode rührten die Zuhörer an. Aber auch die Gedichte von Bettinas Mann und ihrem Bruder Clemens ließen die Gedanken in schöne Zeiten schwelgen.

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Die Atmosphäre in der Gartenlaube des Café Lounge Jasmin bei herrlichem Wetter passte perfekt zu diesem gelungenen Nachmittag.

Der nächste literarische Nachmittag findet am Sonntag, 27.04 um 15:00 Uhr statt.

Gerd Taron

Alle Fotos: Viktoria Vonseelen

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Veränderung wagen – Literarischer Wochenendgruß vom 04.04.14

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in der letzten Ausgabe habe ich mich mit den frohen Boten des Frühlings beschäftigt. Die Natur verändert ihr Kleid. Neues entsteht, es blüht aller Orten so wunderschön.

Aber wie ist es mit uns? Haben wir uns verändert? Gehen wir den alten Trott weiter? Warum fällt es uns oft so schwer neu zu erblühen, sich zu verändern?

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Anfang

Vor mir liegt
ein neuer Lebensabschnitt
wie ein leeres Blatt,
wie eine leeres Heft
wartet er darauf,
gefüllt zu werden.

Anfang

täglich die Chance,
den Weg zu mir selbst
Schritt für Schritt
zu beginnen
Danke für die Gnade des Anfangs.

Almut Haneberg

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Wilder Vogel
Komm, du wilder Vogel und sing mir ein Lied. Lehre mich wie man seinen Sorgen entflieht. Breite deine Flügel aus, trage mich mit dir hinauf in das weite Himmelsblau, wo ich in die Freiheit schau.
Halt, du bunter Falter, verweile bei mir. Was ist dein Geheimnis – will lernen von dir. Schwebst so leicht durch deinen Tag, ohne Müh‘ und ohne Plag‘. Saugst nur Honig in dich auf, glänzt wie bunter Sternenstaub.
Sag, du stolzer Löwe, du Königsgestalt, wie lernt man zu leben trotz Not und Gewalt? Fühlst dich stark und schön und frei, bist bei allem voll dabei. Zweifelst nie an deinem Wert, wagst all das, was mir verwehrt.
Horch, du zarte Blume, komm raune mir zu: Wie lernt man Vertrauen, wie kommt man zur Ruh? Reckst dich hoch zur Sonne auf, beugst dich still dem Lebenslauf. Wurzelst fest in Nacht und Licht, stirbst nur ab, wenn man dich bricht.
Ja, das ist die Lehre, die ich so erfuhr: Folg, du Menschenkind, dem Gesetz der Natur! Sorg dich nicht um Geld und Gut, hab‘ zum leben großen Mut. Freue dich an jedem Tag, sei trotz Plagen unverzagt!
Text und Melodie: Karin Schneider-Jundt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

BLUMENSEELE
Die Seele ist wie eine Blume,
die tief im Innern von uns blüht.
Sie zeigt sich in den schönsten Farben,
ist stets um unser Wohl bemüht.

Doch diese Blume muss man pflegen,
sonst stirbt sie einen leisen Tod.
Dann lässt sie ihren Kopf bald hängen,
und sie gerät in tiefe Not.

Die Nahrung, die die Seele rettet,
sind Lachen, Liebe, Freundschaft, Glück.
So fängt die Blume an zu blühen,
und gibt der Seele viel zurück.

Doch nährt man sie mit falschen Dingen,
wie Ärger, Eifersucht und Hass,
dann wird die Blume schnell verblühen,
wirkt nur noch traurig, farblos, blass.

Drum sollte jeder immer schauen,
wie es der Blume in ihm geht.
Man muss sich um die Seele kümmern,
damit sie voll in Blüte steht.

Reinhard Staupe

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Dieser Regenbogen, so wunderbar fotografiert von Hans Joerg Kampfenkel, soll uns Hoffnung geben, Veränderungen zuzulassen und zu wagen. Bringen Sie Ihr Leben wieder neu zum Blühen. Aber Vorsicht: Es kann ansteckend auf andere wirken!

Ich wünsche blühendes Wochenende

Ihr/Euer

Gerd Taron

Alle Texte und Fotos: Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet.
Hinweis auf eine besondere Veranstaltung:

 

Gedanken-Wege

Eine Lesung in neun Stationen durch den Bethmann-Park in Frankfurt am Main
Auftaktveranstaltung zur Reihe „Oase der Stille“

Mit Viktoria Vonseelen, Sprecherin und Gerd Taron, Antiquar

Sonntag, 06.04.2014 um 15.00 Uhr

Treffpunkt: Am Eingang des Bethmannparks (Berger Straße) – Frankfurt/Main

Beginn: 15:00 Uhr voraussichtliches Ende: spätestens 17:00 Uhr

Parkmöglichkeiten und Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf Anfrage

Kosten-Beitrag: 10 Euro

Anmeldung bitte an

Gerd Taron, Taron-Antiquariat, Langstraße 30, Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de

oder

Viktoria Vonseelen
E-Mail: voice@viktoria-vonseelen.de

Informationen im Internet unter:
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2014/03/14/gedanken-wege-eine-lesung-in-neun-stationen-mit-viktoria-vonseelen/