Von der Tradition – Literarischer Wochenendgruß vom 17.08.18

Von der Tradition – Literarischer Wochenendgruß vom 17.08.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

immer sehen oder hören wir Webebotschaften wie zum Beispiel: Seit mehr als 100 Jahren im Dienste …“ Es werden alte Traditionen beschworen, die die Beständigkeit eines Unternehmens oder einer Institution zeigen sollen, Die neue Altstadt von Frankfurt ist ebenso ein Beispiel dafür, dass Traditionen in Form von alter Architektur wieder belebt wird.

Der Hessenpark in Neu-Anspach im Hintertaunus erfreut sich großer Beliebtheit bei jung und alt. Auf einem großen Gelände können hier alte Handwerke besichtigt wreden, wieder aufgebaute Häuser, sei es eine Schule, eine Synagoge, einen alten „Tante-Emma-Laden“,usw.

Das Erinnern oder die Fortführung von Traditionen geben scheinbar Sicherheit. Alte Zeiten – gute Zeiten?

Es ist wichtig, dass wir unserer Tradition, unserer Herkunft bewusst sind. Wie die Beispiele der neuen Altstadt von Frankfurt oder der Hessenpark zeigen, ist eine Besinnung auf unsere, der eigenen und denen der anderen, Geschichte bedeutsam für unser Leben sind.

Aber nichts ist ewig. Manchmal kann es wichtiger sein, alte Traditionen aufzugeben und den Mut haben, etwas zu verändern.

Festzug anlässlich des Burgfestes in Königstein im Taunus – Foto: Gerd Taron

„Heute finde ich es sehr spannend, Geschichte wiederzuentdecken – auch meine eigene Geschichte, und deshalb breche ich innerlich auf zur Suche nach meinen eigenen Wurzeln, nach meiner eigenen Identität. Denn ich erlebe immer wieder, dass ich meine Gegenwart besser verstehe, wenn ich mich mit meiner Vergangenheit auseinandersetze und beschäftige.“

Aus dem Buch:

„Meine Reise zum Leben“ – von Rainer Wälde
Auf den Spuren der irischen Mönche
Mit sieben Betrachtungen von Pater Anselm Grün

Hessenpark Neu-Anspach – Foto: Gerd Taron

Ein altes Haus

hat eine lange Geschichte.
Es könnte soviel erzählen,
von guten und von schlechten Tagen.
Von seinem Aufbau,
der Blüte seiner Jahre,
von vielen Renovierungen
und von drohendem Verfall.
Ein altes Haus,
in dem schon lange
niemand mehr wohnt.
Verlassen.
Allein.
Darum ranken sich,
mit viel Fantasie,
Legenden.

(Anne M. Pützer)

Hessenpark Neu-Anspach – Alte Schule – Foto: Gerd Taron

Die Geschichte vom Bleistift

Der Junge sah zu, wie die Großmutter einen Brief schrieb. Irgendwann fragte er: “Schreibst du eine Geschichte, die uns passiert ist? Ist es vielleicht sogar eine Geschichte über mich?”
Die Großmutter hielt inne, und mit einem Lächeln sagte sie zu ihrem Enkel: “Es stimmt, ich schreibe über dich. Aber wichtiger als die Worte ist der Bleistift, den ich benutze. Es wäre schön, du würdest einmal so wie er, wenn du groß bist. ”
Der Junge schaute den Bleistift verwirrt an und konnte nichts Besonderes an ihm entdecken. “Aber er ist doch genau wie alle anderen Bleistifte!” “Es kommt darauf an, wie du die Dinge betrachtest. Der Bleistift hat fünf Eigenschaften, und wenn du es schaffst, sie dir zu Eigen zu machen, wirst du zu einem Menschen, der in Frieden mit der Welt lebt.”

Die erste Eigenschaft: du kannst große Dinge tun, solltest aber nie vergessen, dass es eine Hand gibt, die deine Schritte lenkt. Diese Hand nennen wir Gott, und Er soll dich immer Seinem Willen entsprechend führen.

Die zweite Eigenschaft: Manchmal muss ich das Schreiben unterbrechen und den Anspitzer benutzen. Dadurch leidet der Stift ein wenig, aber hinterher ist er wieder spitz. Also lerne, hin und wieder Schmerzen zu ertragen, denn sie werden dich zu einem besseren Menschen machen.

Die dritte Eigenschaft: Damit wir Fehler ausmerzen können, ist der Bleistift mit einem Radiergummi ausgestattet. Du musst begreifen, dass Korrigieren nichts Schlechtes, sondern dringend erforderlich ist, damit wir auf dem rechten Weg bleiben.

Die vierte Eigenschaft: Worauf es beim Bleistift ankommt, ist nicht das Holz oder seine äußere Form, sondern die Graphitmine, die in ihm drinsteckt. Also achte immer auf das, was in dir vorgeht.

Schließlich die fünfte Eigenschaft des Bleistifts: Er hinterlässt immer eine Spur. Auch du musst wissen, dass alles, was du im Leben tust, Spuren hinterlässt, und daher versuchen, was du gerade tust, ganz bewusst zu machen.

Paulo Coelho

Die neue Altstadt von Frankfurt – Foto: Gerd Taron

Mit ungeheurer Beständigkeit
ist die Sonne jeden Morgen wieder da,
hinter Wolken, als wolle sie uns schützen
aber hell und direkt wie sichtbares Glück.
Jeder Tag kann ein Neubeginn sein.
In unseren Haltungen muss nichts endgültig sein.

Ulrich Schaffer

Café Gerster in Mainz – Foto: Gerd Taron

Zu Lebzeiten

Lass uns wieder lernen,
den Augenblick zu genießen,
zu nehmen, was ist,
mit beiden Händen,
hier und jetzt zu leben,
bevor wir das Leben verbracht haben
mit sorgenvollen Blicken in die Zukunft
und den Erinnerungen an die gute alte Zeit.

Jochen Mariss

Festzug anlässlich des Burgfestes in Königstein im Taunus – Foto: Gerd Taron

Nimm die Welt von der leichten Seite, und der Geist wird frei von jeder Last sein. Miss den zehntausend Dingen keine Bedeutung bei, und dein Herz wird nicht verwirrt sein.
Lass dir Leben und Tod gleich wichtig sein, und dein Verstand wird ohne Angst sein.
Nimm gegenüber Wandel und Beständigkeit die gleiche Haltung ein, und nichts wird deine Klarheit trüben.

Laotse

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende, in dem Sie sich vielleicht einmal wieder die Zeit nehmen in alten Fotoalben zu schauen oder ein Lieblingsbuch aus alten Zeiten zu lesen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

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Ein heißer Krimi-Abend – Premierenlesung von und mit Olaf Jahnke und „Die vermisste Freundin“

Ein heißer Krimi-Abend – Premierenlesung von und mit Olaf Jahnke und „Die vermisste Freundin“

Kelkheim, 09.08.18

Einen warmen Sommerabend verbringt man in diesen Tagen normalerweise nicht in einer Buchhandlung. Doch bei der Premierenlesung von Olaf Jahnke in der Buchhandlung Herr in Kelkheim war dies anders. Mehr als 40 Besucher wollten unbedingt bei der Vorstellung des dritten Krimis von Olaf Jahnke dabei sein. Bis auf den letzten Klappstuhl war alles besetzt.

Die Buchhandlung Herr mit Rebekka Remer und ihren Mitarbeitern sorgten für eine gemütliche Wohnzimmer-Atmosphäre.

Der neue Krimi mit Bernaus drittem Fall hat wieder einen lokalen Bezug und führt dann in ein fernes Land – Madagaskar. Martina, eine Entwicklungshelferin aus Kelkheim ist bei ihrem Einsatz in diesem Land spurlos verschwunden. Freundinnen beauftragen Robert Bernau, Martina zu finden. Er begibt sich zusammen mit Julia auf die Spur und reist nach Madagaskar. Auf abenteuerlichen Wegen erreichen sie das Gemeindezentrum fernab von jeglicher Zivilisation.

Spannend und mitreßend erzählt Olaf Jahnke diesen Kriminalfall. Später erklärt er dem Publikum, warum er Madagaskar als Mittelpunkt der Handlung gewählt. Vor vielen Jahren verbrachte er dort einen einmonatigen Urlaub. Daher sind seine Schilderungen sehr realistisch.

Weitere Informationen zum Buch finden Sie am Ende dieses Artikels.

Gerd Taron

Nachstehend habe ich einen fotografischen Streifzug zu diesem Premierenabend zusammengestellt.

Die Mitarbeiter der Buchhandlung sind bereit

Rebekka Remer von der Buchhandlung Herr begrüßt Olaf Jahnke und freut sich auf diesen Abend

Olaf Jahnke in Aktion

Anstehen zum Signieren

Lesungspause in der Sommerluft

Die Autorin Franziska Franz (https://franziskafranz.wordpress.com/ hat ihr persönliches Buch von Olaf Jahnke signieren lassen.

Da konnte die Autoren-Kollegin Brina Stein (www.brina-stein.de ) nicht nachstehen

Bevor es zu spät ist – noch schnell den Krimi als Geschenk verpackt und rechtzeitig weitergegeben.

Rebekka Remer und Olaf Jahnke

Olaf Jahnke

Geschafft – ein glücklicher Olaf Jahnke nach gelungener Premiere

Und zum Abschied gab es noch eine kleine Erinnerung für Olaf Jahnke an diesen Abend

Hier die Informationen zum Buch

Die vermisste Freundin
Erschienen im Größenwahn-Verlag
Softcover-Druckbuch – 16,90 €
e-book-EPUB-Format – 12,99 €
ISBN: 978-3-95771-239-1

Von der Zweisamkeit – Literarischer Wochenendgruß vom 10.08.18

Von der Zweisamkeit – Literarischer Wochenendgruß vom 10.08.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

in der Schöpfungsgeschichte im Alten Testament findet man den schönen Satz: „Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei.“ (1 Mose Kapitel 2, Vers 18)

In diesen Tagen ist es mir besonders aufgefallen, dass in den sozialen Netzwerken neben den bekannten Online-Portalen für Singles zunehmend Angebote für junggebliebene Alleinstehende zu finden sind. Beispielsweise kann Mann oder Frau bei „Herzklopfen 50 +“, „Silver Singles“, „Herzklopfen neu“ oder „Zweisam“ einen neuen Partner für den zweiten Lebensabschnitt kennen lernen.. Andere Internet-Plattformen wollen zum Beispiel „Menschen mit Erfahrung“ zusammenbringen, wobei hier nicht die Partnersuche im Vordergrund steht.

Ist es ein Zeichen unserer Zeit, dass viele diese Internet-Plattformen in Anspruch nehmen, um ihrer Einsamkeit zu entfliehen oder aber keine andere Möglichkeit sehen, zu neuen Kontakten zu kommen?

Es ist ein Geschenk, wenn man einen verlässlichen und vertrauensvollen Partner an seiner Seite weiß. Dazu gehört aber ebenso ein Freundeskreis, mit denen man gemeinsame Interessen und Einstellungen teilen kann. Beziehungen hegen und pflegen und bereit sein, sich auf etwas Neues einzulassen,. ist sehr wichtig für die eigene Gesundheit. Der Mensch ist und bleibt ein soziales Wesen.

Foto: Connie Albers

Anfangs sind Beziehungen schwierig. Genau so wie zum Feuer Rauch gehört, der das Atmen beschwerlich macht und einem Tränen in die Augen treibt, wenn man es anzündet. Brennt es allerdings erst einmal, verflüchtigt sich der Rauch, und die Flammen erleuchten alles ringsum – verbreiten Wärme, Ruhe und möglicherweise lassen sie einen Funken springen, der uns verbrennt.
Aber genau das macht doch eine Beziehung interessant, nicht wahr?

Paulo Coelho

Im selben Fahrwasser – Foto: Martina Pokorny

Das Gegenteil von Einsamkeit ist nicht Zweisamkeit.
Es ist Vertrautheit.

Richard Bach

Foto: Gerd Taron

Das Geheimnis einer lebendigen Beziehung: Zeitweise Federn zu lassen – und doch immer wieder aufeinander zu fliegen.

(Ernst Ferstl)

Foto: Gerd Taron

Freundschaft und Liebe vermögen den Menschen aus seiner Einsamkeit zu befreien und seinem Leben einen neuen und tieferen Sinn zu geben. Dabei wird die Einsamkeit nicht aufgehoben, sondern verwandelt. Echte Freundschaft und Liebe brauchen auch die innere Einsamkeit.

Anselm Grün

Foto: Gerd Taron

Es gibt kaum ein beglückenderes Gefühl, als zu spüren,
dass man für einen anderen Menschen etwas sein kann.
Dabei kommt es gar nicht auf die Zahl,
sondern auf die Intensität an.
Schliesslich sind eben die menschlichen Beziehungen
doch einfach das Wichtigste im Leben.

[© Dietrich Bonhoeffer]

Foto: Gerd Taron

Nur wer es mit sich selbst aushält,
wird es auf die Dauer
mit einem anderen Menschen aushalten.

Alleinsein ist ein Weg zur Selbstfindung.

Die Beziehungen, die du zu anderen aufbaust,
können nur so gut sein wie die Beziehung,
die du zu dir selbst entwickelt hast.

Wenn du die Wertschätzung anderer benötigst,
um dich selbst zu akzeptieren,
gibst du deine Kraft an andere ab
und machst andere zur Autorität über dich.

Mach dein Glück nicht von anderen
Menschen oder Situationen abhängig.
Investiere deine Zeit und Energie lieber
in dein inneres Wachstum und
in die harmonische Gestaltung deines Lebens.

Meditation ist das Bemühen, Gottes Nähe
und Liebe zu spüren.
Je mehr Liebe wir in uns spüren
und weitergeben können,
desto weniger Platz ist für Angst.

Je mehr Liebe wir ausstrahlen können,
desto mehr vergrößert sie sich in uns selbst
und in der Welt.

(Christa Schulte, gekürzter Text)

Foto: Gerd Taron

Die Quelle, die zum Wunder einer glücklichen Beziehung führt,
entspringt dort, wo zwei Menschen das Glück des anderen
genauso am Herzen liegt, wie das eigene.

(Ernst Ferstl)

Foto: Gisela Michaelis

Begegnung

Den Anderen verstehen zu wollen, ist ein Akt der Liebe.

In seltenen Momenten verstehen wir einander, und werden reich mit Begegnung und Übereinkunft beschenkt; mit einer warmen Hand, die sich grüßend auf unser Leben legt. Und wir grüßen zurück, mit erwartungsvollen Händen.

Unser Herz öffnet im Zuhören, im Ansehen, im Zugeneigtsein ein Verstehen, das sättigt, und uns vom Frieden kosten lässt. Immer bleiben wir Suchende, doch ohne Verzweiflung. Immer bleiben wir Sehnende, doch ohne Not, die sich am Anderen lindern will. Wir umarmen einander wie Segnende, und ahnen eine Liebe, die sich selbst genug ist. Und weil die Liebe genügt, darf jeder sein, wie er ist. Und weil jeder sein darf, wie er ist, darf gehen, was unsere tiefste Wirklichkeit verschleiert.

Verstandensein ist ein Geschenk. Mit dem Herzen gesehen werden. Als Erkannte lassen wir oft sinken, was wir als Schutzschild vor unserem Herzen trugen. Als Erkannte erhebt sich in uns der Mensch der wir sind, auf der Asche unserer Irrtümer und Kämpfe, unserer Rechtfertigungen und Einsamkeiten.

Heilsein ist verwoben mit Begegnung. Wir erlösen uns nicht in unseren einsamen Stuben und in unseren leeren Betten. Wohl ist alles bereits in uns, doch sind es die Augen des Anderen, die daran rühren. Denn das Göttliche, und nennten wir es Lebensatem, Liebe oder Glück, ist Begegnung, ist Zweisamkeit, ist ein Werden am Anderen.

Wir ahnen dies, noch während wir den Individualismus preisen, und erinnern uns an das Gesetz der Begegnung, das unseren Herzen seit jeher eingeschrieben ist. Diese Erinnerung zu wagen – mitsamt ihren Tränen über Scheitern und Unterlassung – ändert alles.

Giannina Wedde/KLANGGEBET, http://www.klanggebet.de

Foto: Gerd Taron

Wir brauchen gute Beziehungen untereinander:
von Herz zu Herz, von Mensch zu Mensch.

Dalai Lama

Ich wünsche Ihnen viele liebevolle Beziehungen und die Bereitschaft offen zu sein für die ungewöhnlichen Momente.

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Im Oktober 2017 habe ich hier auf meiner WordPress-Seite einen Artikel „Vom Single-Dasein“ veröffentlicht.Das einzige was sich zwischenzeitlich geändert hat – mein Single-Dasein. Das konnte zu jenem Zeitpunkt noch nicht ahnen. „Et kütt, wie et kütt“, sagt der Rheinländer.

Hier der Link zu diesem Beitrag:

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2017/10/22/vom-single-dasein/

Auf märchenhaften Pfaden – Ein literarischer Spaziergang am Rettershof mit der Autorin Ananta Corte– Erzähl mir Liebe

Auf märchenhaften Pfaden – Ein literarischer Spaziergang am Rettershof mit der Autorin Ananta Corte– Erzähl mir Liebe

Vorstellen und Begrüßen der Autorin Ananta Corte durch Gerd Taron

Kelkheim-Fischbach, 05.08.18

Bei warmen, aber nicht zu heißen Temperaturen hatte ich die große Freude Ananta Corte zu einem literarischen Spaziergang und Lesung am Rettershof zu begrüßen. In etwas ungewohnter Umgebung und in freier Natur las sie an verschiedenen Stationen aus ihrem Roman „Erzähl mir Liebe“.

Erfreulich dass auch das Höchster Kreisblatt mit einer Redakteurin und einem Fotograf erschien. Zum Zeitpunkt dieses Artikels war der Beitrag im Höchster Kreisblatt noch nicht veröffentlicht.

Auf dem Weg zur ersten Station

Unter der Linde las Ananta Corte die Geschichte über das Herz des Zauberers. Ein Zauberer begab sich auf der Suche nach einem Ort, wo er sich niederlassen wollte. Dabei begleitete ihn ein kleines, rot leuchtendes Herz. Auf dem Weg begegnete ihm eine junge Frau an einem Brunnen, wo er rastete.

Es ist der Beginn einer von vielen märchenhaften und berührenden Geschichten aus dem Roman.

An der zweiten Station vor dem Romantik-Schlosshotel Rettershof

An der dritten Station am Torbogen in der Nähe des Schlosshotels las dann Hanno Corte die dritte Geschichte.

Ananta und Hanno Corte vor dem Torbogen

Zum Abschluss gab es wieder im Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“ die Möglichkeit für alle in gemütlicher Runde zu verweilen und sich auszutauschen.

Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“ (http://www.zum-froehlichen-landmann.de/

Ein inspirierender Nachmittag für alle Zuhörer ging viel zu schnell zu Ende.

Gerd Taron

Weitere Informationen zum Buch gibt es hier:

http://www.erzählmirliebe.de/

Wunder des Alltags – Literarischer Wochenendgruß vom 03.08.18

Wunder des Alltags – Literarischer Wochenendgruß vom 03.08.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

„Wunder gibt es immer wieder“ – so sang einst Katja Ebstein. Nena beschrieb mit „Wunder geschehen“ auf ebenfalls musikalische Weise ein besonderes Phänomen.

Es ist nicht die Mondfinsternis, die vergangene Woche Millionen von Menschen in den Bann zog. Diese und andere große Naturschauspiele verstellen den Blick auf die kleinen Wunder in unserem Alltag.

Es sind Begegnungen mit Menschen, ob an der Kasse am Supermarkt, ob auf der Straße oder bei anderer Gelegenheit. Und manchmal, so kann ich es aus eigener Erfahrung berichten, entsteht aus etwas Kleinem ein großes Wunder.

Mit diesem Wochenendgruß möchte ich dem Leser dieser Zeilen in Erinnerung bringen, dass jeden Tag Wunder geschehen. Die Texte und die Fotos von Hans Joerg Kampfenkel und mir mögen Ihren Teil zu einer neuen Sicht von Wundern beitragen.

Foto: Gerd Taron

Jeder einzelne Tag
bringt uns neue Wunder,
wir haben oft keinen Blick
mehr dafür oder sehen es
nicht mehr als solches.
Jedes Lächeln,
eine unverhoffte Freude,
jede Blume,
eine Umarmung von Herzen,
jede Synchronizität,
neugierige Kinderaugen,
eine Geburt,
ein Freund der da ist,
wenn du dich gerade alleine fühlst ……
und das Allerwichtigste ……
DU bist das ALLERTOLLSTE WUNDER überhaupt …….
Conny Nabers

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Stille Wunder,
die unbeobachtet geschehen,
mit denen sich aber das Leben
kraftvoll ausbreitet:
das Entfalten eines einzelnen Birkenblattes;
die Echtheit einer Frage
im Mund eines wissbegierigen Kindes;
die Erneuerung eines verölten Strandes,
den die Wellen mühsam rein waschen;
die Stille, in der wichtige Gedanken
Gestalt annehmen und Veränderung vorbereiten.

Ich will der Hoffnung die Hand hinhalten,
sie füttern, sie pflegen,
sie fliegen lassen
in jede Ecke der Welt.

Ulrich Schaffer

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Kleine Wunder

Wenn wir alle das Schöne, das wir erleben und all die Ereignisse, die uns glücklich machen, als kleine Wunder ansehen, dann ist das Leben einfach wunderbar.

Irmgard Erath

Foto: Gerd Taron

Die sieben Weltwunder

Eine Schulklasse wurde gebeten zu notieren, welches für sie die Sieben Weltwunder wären.

Folgende Rangliste kam zustande:
Pyramiden von Gizeh
Taj Mahal
Grand Canyon
Panamakanal
Empire State Building
St. Peters Dom im Vatikan
Große Mauer China

Die Lehrerin merkte beim Einsammeln der Resultate, dass eine Schülerin noch am Arbeiten war.
Deshalb fragte sie die junge Frau, ob sie Probleme mit ihrer Liste hätte.

Sie antwortete: „Ja. Ich konnte meine Entscheidung nicht ganz treffen. Es gibt so viele Wunder.“

Die Lehrerin sagte:
„Nun, teilen Sie uns das mit, was Sie bisher haben und vielleicht können wir ja helfen.“

Die junge Frau zögerte zuerst und las dann vor.
„Für mich sind das die Sieben Weltwunder:
Sehen
Hören
sich Berühren
Riechen
Fühlen
Lachen …
… und Lieben.“
Im Zimmer wurde es ganz still.

Diese alltäglichen Dinge, die wir als selbstverständlich betrachten und oft gar nicht realisieren, sind wirklich wunderbar. Die kostbarsten Sachen im Leben sind jene, die nicht gekauft und nicht hergestellt werden können.

gefunden auf der Seite: lichtkreis.at,

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wunder

Wenn wir bewusst leben,
werden Wunder sichtbar und fassbar sein.
Geheimnisvoll ist die Struktur der Welt.
Wir sind umgeben von Unerklärlichem
und sind selbst Wunder.
Auch nur einen von uns zu zerstören ist ein Sakrileg.
Wir haben soviel darauf verwandt,
realistisch und geerdet zu sein,
unsere Begeisterung zu zügeln und unsere Träume zu vergessen,
dass wir dabei den Sinn für das Wunderbare verloren haben,
das in jede Faser der Welt hineingewebt worden ist,
auf jede vorstellbare und unvorstellbare Art.
Wir gehen auf Zeiten zu,
in denen unsere Augen mehr und mehr geöffnet werden,
und wir werden nicht nur mit unserer Horn- und Netzhaut sehen,
sondern mit unserem Herzen, dem einzigen Organ,
das die Welt so sieht, wie sie ist, unverzerrt.
Dann wird das Unmögliche alltäglich sein,
Wunder werden aus unserer Liebe hervorgehen,
und wir werden unserer Hoffnung
und unserem Glauben mehr trauen
als den Schlagzeilen, erfüllt von Katastrophen und Unglück.
Wohlwollend werden wir über das lachen,
was wir früher als vernünftig ansahen.
Wir werden ins Licht gehen,
und tiefer und umfassender als je zuvor
sichtbar füreinander werden.
Und so wie die Welt ein Geheimnis ist,
so sind Gedanken Energie,
Glauben ist Sehen,
und Ahnen ist Wissen.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron

Du bist ein Wunder, das auf dieser Welt lebt.
Du bist einmalig, einzigartig, unverwechselbar.
Warum staunst du nicht, warum freust du dich nicht über
dich selbst und über all die anderen um dich herum?
Ist es dir so selbstverständlich, dass du lebst, dass du Zeit bekommst, um zu singen und zu tanzen, Zeit um glücklich zu sein?
Warum denn Zeit verlieren mit sinnlosem Jagen nach Geld? Warum sich haufenweise Sorgen machen um Dinge von morgen und übermorgen?
Warum sich zanken, sich anöden, warum in sinnloser Betriebsamkeit machen und warum schlafen, wenn die Sonne scheint?

Phil Bosmans

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wunder geschehen plötzlich.
Sie lassen sich nicht herbeiwünschen,
sondern kommen ungerufen,
meist in den unwahrscheinlichsten Augenblicken,
und widerfahren denen,
die am wenigsten damit gerechnet haben.

Georg Christoph Lichtenberg

Foto: Gerd Taron
Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben.

~Irischer Segenswunsch~

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende voller persönlicher Wunder. Lassen Sie sie geschehen und einen neuen Blick für Ihr Leben gewinnen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Erzähl mir Liebe – Eine Lesung mit Ananta Corte und ihren Roman mit lieben Freunden auf dem Zauberberg in Kelkheim-Ruppertshain

Erzähl mir Liebe – Eine Lesung mit Ananta Corte und ihren Roman mit lieben Freunden auf dem Zauberberg in Kelkheim-Ruppertshain

Kelkheim-Ruppertshain, im Juni 2018

Liebe Leserinnen und Leser

seit Lesung von Ananta Cortes Roman „Erzähl mir Liebe“ sind bereits einige Tage vergangen. Das ist der Lauf der Zeit und doch möchte ich innehalten und diesem Abend ein paar Worte widmen

Unterhaltsam wurde es in der stimmungsvollen Atmosphäre des Felsenkellers in Kelkheim-Ruppertshain auf dem Zauberberg – immer wieder einen Ausflug wert – als Ananta Corte mit verschiedenen Mitlesern ausgewählte Passagen aus ihrem Buch szenisch vortrug und Christina Eretier und Paul Pfeffer dies sowohl als lesende Stimmen als auch musikalisch begleiteten.

Am 05.08.18 können Sie Ananta Corte ab 15 Uhr bei einer Lesung aus ihrem Roman rund um den Rettershof persönlich erleben.

Weitere Informationen zum Buch finden Sie am Ende dieses Artikels.

Gerd Taron/Ananta Corte

Erzähl mir Liebe – ein Imperativ, eine Aufforderung, macht neugierig.
Der Titel legt nahe, dass Liebe das zentrale Thema dieses ungewöhnlichen Buches ist. Ungewöhnlich, weil die Liebe darin zwar allgegenwärtig ist, jedoch in ganz unterschiedlicher Gestalt erscheint – tabulos, zärtlich, mitleidlos, überraschend, kompromisslos, unberechenbar, bedingungslos. So vielschichtig wie die Menschen, denen sie begegnet. Ungewöhnlich auch durch die wechselnden Perspektiven des Erzählens.
Mit seinem sich damit jeweils wandelnden Stil, seiner verstehenden und detaillierten Betrachtung menschlichen Wesens, ist dieses Buch vermutlich nicht für jeden die geeignete Entspannungslektüre.
Wer jedoch bereit ist, sich auf vielerlei Weise berühren zu lassen, wird mit einer Intensität und Dichte belohnt, die Ihresgleichen suchen.

http://www.erzählmirliebe.de/
18,90 €
zzgl. Versandkosten (3 € innerhalb Deutschlands)
Bestellbar per e-mail unter
bestellung@erzählmirliebe.de
oder telefonisch unter 0611 532 61 47
Eine Leseprobe finden Sie
http://www.essenz-persoenlichkeit.de/files/pdfs/Leseprobe.pdf