Freischwimmen – Anne M. Pützer

FREISCHWIMMEN.

Ich gleite sachte ins Wasser
und stoße mich ab vom sicheren Ufer…
hinein, in das, was man Leben nennt.
Ich mache meine ersten vorsichtigen Züge
in kaltes, unbekanntes Gebiet.
Es sind Versuche,
wie ein routinierter Schwimmer zu wirken.
Nach kurzer Distanz schon
schaue ich mich um
und sehe mein bisheriges,
mir Sicherheit vorgaukelndes Land,
entschwinden.
Soll ich wieder umkehren?
Oder lieber doch weiter schwimmen?
Ich zögere.
Dann atme ich tief durch
und gleite weiter.
ICH SCHWIMME MICH FREI.

Immer wieder sehe ich zurück,
auch mal zu den Seiten hin.
Da ist nichts mehr,
an das ich mich festhalten könnte.
Kein rettendes Land,
kein Geländer,
keine ausgestreckte Hand.
Ich muss es aus eigener Kraft schaffen.
Irgendwann fühle ich meine Kräfte schwinden.
Ich strampele, schlage um mich,
gehe unter.
Hilfe, ich ertrinke!
Doch ich komme wieder hoch,
schnappe nach Luft, atme durch.
Gleite weiter.
ICH SCHWIMME MICH FREI.

Kilometer um Kilometer,
Jahr um Jahr,
lege ich zurück.
Ich verliere die Angst vor der Tiefe unter mir
und fühle wachsende Seelenstärke.
Der stete Wille treibt mich voran,
und meine Neugier
ist mir bleibende Motivation.
Will soviel Neues kennen lernen,
Wissen mir aneignen
und Erfahrungen sammeln.
Ich gleite weiter..
Zufriedenheit atmend,
ein langes Lebenswasser mir wünschend.
ICH SCHWIMME MICH FREI:

(C)Anne M. Pützer

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Foto: Anne M. Pützer

 

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Garten des Lebens – Literarischer Wochenendgruß vom 27.06.14

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

Sommerzeit ist Gartenzeit. Wer jetzt durch die Gegend zieht, sieht überall oft farbenfrohe Gärten. Alles steht in dieser Jahreszeit in voller Blüte. Ich erfreue mich an dem Geschick der vielen Hobby-Gärtner, an den schönen Fotos, die ich immer wieder zu sehen bekomme.

Zeit für mich dem Garten auch einmal als Thema für die neue Ausgabe in den Mittelpunkt zu stellen.

Diese Ausgabe ist einer sehr lieben Freundin gewidmet, die an diesem Tag ihren Geburtstag feiert. Sie hat vor einem Jahr ihr Erstlingswerk „Die unverstandenen Geschenke des Lebens“ veröffentlicht. Ihre Erlebnis-Lesungen über ihr Buch sind immer etwas Besonderes. Mit ihr und ihrem Mann verbindet mich seitdem eine enge Freundschaft.

In ihrem Buch spielt auch ein Garten eine besondere Rolle. Weitere Informationen finden Sie am Ende dieses Wochenendgrußes.

Von Hans Joerg Kampfenkel gibt es dazu wie es zu schöner Gewohnheit geworden ist wieder wunderschöne Fotos.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Lächle,
denn es gibt einen Frühling in deinem Garten,
der die Blüten bringt,
einen Sommer, der die Blätter tanzen und einen Herbst,
der die Früchte reifen lässt.

[Arabisches Sprichwort]

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Der schöne Garten (Auszüge)

Von blühenden Fruchtbäumen schimmert
Der Garten, die kreuzende Gänge
Mit roter Dunkelheit füllen;
Und Zephyr gaukelt umher,
Treibt Wolken von Blüten zur Höhe,
Die sich ergießen und regnen. –
Zwar hat hier Wollust und Hochmut
Nicht Nahrung von Mohren entlehnt
Und sie gepflanzet; nicht Myrten,
Nicht Aloen blicken durchs Fenster –
Das nützliche Schöne vergnüget

Hier reicht mir die blaue Jacinthe
Den Kelch voll kühler Gerüche:
Es steigt unsehbarer Regen
Von lieblichen Düften zur Höhe,
Und füllt die Lüfte mit Balsam.
Die Nachtviole läßt immer
Die stolzeren Blumen den Duft
Verhauchen; sie schließen bedächtig
Ihn ein, im Vorsatz, den Abend
Noch über den Tag zu verschönen! –
Seht hin, wie brüstet der Pfau
Sich dort am farbigen Beete,
Voll Eifersucht über die Kleidung
Der fröhlichen Blumen stolziert er,
Kreist rauschend den grünlichen Schweif
….
Ewald Christian von Kleist (1715 – 1759 – Dichter und preußischer Offizier)
Entdeckt in einem Buch „Lieder und Gedichte aus vier Jahrhunderten“ aus den 1950er Jahren

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

 

Das Leben ist ein wunderschöner Garten,
aber die meisten Leute verbringen ihre Zeit damit,
einen Zaun darum herum zu bauen.

Pavel Kosarin

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füssen,
sondern mit dem Herzen.

Bernhard von Clairvaux

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Warte, bis du in dich selber blickst –
Erkenne, was dort wächst.
O Suchender.
Ein Blatt in diesem Garten
Bedeutet mehr als alle Blätter,
Die im Paradies du findest!

Rumi, Das Lied der Liebe

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Der alte Garten

Kaiserkron‘ und Päonien rot,
Die müssen verzaubert sein,
Denn Vater und Mutter sind lange tot,
Was blühn sie hier so allein?

Der Springbrunn plaudert noch immerfort
Von der alten schönen Zeit,
Eine Frau sitzt eingeschlafen dort,
Ihre Locken bedecken ihr Kleid.

Sie hat eine Laute in der Hand,
Als ob sie im Schlafe spricht,
Mir ist, als hätt‘ ich sie sonst gekannt. –
Still, geh vorbei und weck sie nicht!

Und wenn es dunkelt das Tal entlang,
Streift sie die Saiten sacht,
Da gibt’s einen wunderbaren Klang
Durch den Garten die ganze Nacht.

Joseph von Eichendorff

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Ich wünsche allen schöne Gedanken bei ihrem Streifzug durch den Garten ihres Lebens an diesem Wochenende. Vielleicht haben Sie die Gelegenheit einen schönen Garten aufzusuchen oder Sie nennen einen solchen sogar ihr eigen.

Ihr/Euer

Gerd Taron
Und hier wie eingangs erwähnt weitere Informationen über das Buch „Die unverstandenen Geschenke des Lebens“ und vor allem über die Autorin Karin Schmitt:

http://www.karin-schmitt.eu/
Und wer „unternehmungslustig“ ist und noch keine besonderen Pläne für dieses Wochenende hat, seien die nachstehenden Veranstaltungen empfohlen:

Freitag, 27. Juni 2014 – Beginn 19.30 Uhr
im Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim, Alt-Fechenheim 94

„Herrlichste, beste, erste aller Frauen….“ (Iwan Gontscharow)- Frauenporträts aus Literatur und Geschichte, humorvoll vorgestellt von Viktoria Vonseelen. (www.viktoria-vonseelen.de )
Samstag, 28.06.14 – Beginn: 15:00 Uhr

Literarischer Spaziergang mit Gerd Taron
Treffpunkt: Parkplatz Rettershof Kelkheim-Fischbach
Kostenbeitrag: 5 Euro
Thema: Gedichte und Geschichten rund um den Sommer

Sonntag, 29.06.2014 – Beginn: 15:30 Uhr
Literarischer Nachmittag im Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim, Alt-Fechenheim 94
Gedichte & Geschichten zum Thema Sommer mit Gerd Taron
Eintritt frei – um eine Spende wird gebeten.

 

Taron – Neuigkeiten – Nr. 11 vom 24.06.14

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,
der Sommer ist da – und nicht nur die Natur ist in voller Blüte.
In den kommenden Tagen stehen bei mir und lieben Kolleginnen und Kollegen interessante Veranstaltungen an. Nachstehend ein Überblick:

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Samstag, 28.06.14 – Beginn: 15:00 Uhr
Literarischer Spaziergang
Treffpunkt: Parkplatz Rettershof Kelkheim-Fischbach
Kostenbeitrag: 5 Euro
Thema: Gedichte und Geschichten rund um den Sommer

 

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Sonntag, 29.06.2014 – Beginn: 15:30 Uhr
Literarischer Nachmittag im Café Lounge Jasmin in Frankfurt-Fechenheim, Alt-Fechenheim 94
Gedichte & Geschichten zum Thema Sommer mit Gerd Taron
Eintritt frei – um eine Spende wird gebeten.
Weitere Veranstaltungen im Café Lounge Jasmin:
Freitag, 27. Juni 2014 – Beginn 19.30 Uhr
„Herrlichste, beste, erste aller Frauen….“ (Iwan Gontscharow)- Frauenporträts aus Literatur und Geschichte, humorvoll vorgestellt von Viktoria Vonseelen. (www.viktoria-vonseelen.de )

Samstag, 28.06.2014 – Beginn: 20:00 Uhr
Musikalischer Abend mit Noel http://www.noelpunkt.com
Es erwartet Sie ein musikalischer Abend bei dem Gedanken einen freien Lauf zu lassen und dadurch Welten vor dem inneren Auge zu entdecken

 

Hier noch Rückblicke auf interessanteVeranstaltungen in den letzten Wochen, veröffentlicht auf meiner WordPress-Seite::
Über einen neuen offenen Bücherschrank in Kelkheim:
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2014/06/18/es-gibt-viel-zu-lesen-in-kelkheim-im-taunus-der-neue-offene-bucherschrank/

Uber das Summerfeeling im Kaufhaus Rita Born in Kelkheim am 12.06. unter anderem mit der Autorin Kari Lessir:
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2014/06/17/einkaufen-mit-herz-summerfeeling-im-kaufhaus-rita-born-in-kelkheim/

… und über einen literarischen Männer-Spaziergang am Fechenheimer Main-Ufer:
https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2014/06/24/10-fur-die-literatur-ein-literarischer-spaziergang-am-main-unter-mannern/
Wer den letzten literarischen Wochenendgruß „Alles ist sicher?“ noch einmal nachlesen möchte:

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2014/06/20/alles-ist-sicher-literarischer-wochenendgrus-vom-20-06-14/

Mit sommerlichen Grüßen
Ihr/Euer
Gerd Taron

1:0 für die Literatur – Ein literarischer Spaziergang am Main unter Männern

 

Fechenheim, 15.06.14
Stellen Sie sich vor, es ist Fußball-Weltmeisterschaft und kein Mann geht hin oder schaut fern. Nicht möglich denken Sie? Doch, es soll Männer geben, für die gibt es auch etwas Anderes als Fußball in diesen Tagen.

An einem sonnigen Spät-Frühlingsnachmittag begaben sich drei Männer zu einem literarischen Spaziergang. Start war die wunderschöne Gartenlaube des Café Lounge Jasmin in Alt-Fechenheim.

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Gartenlaube des Café Lounge Jasmin in Alt-Fechenheim

 

Dazu passte das wunderschöne Gedicht von Ewald von Kleist „Der schöne Garten“- hier ein Auszug:
Von blühenden Fruchtbäumen schimmert
Der Garten, die kreuzende Gänge
Mit roter Dunkelheit füllen;
Und Zephyr gaukelt umher,
Treibt Wolken von Blüten zur Höhe,
Die sich ergießen und regnen. –
Zwar hat hier Wollust und Hochmut
Nicht Nahrung von Mohren entlehnt
Und sie gepflanzet; nicht Myrten,
Nicht Aloen blicken durchs Fenster –
Das nützliche Schöne vergnüget
Den Landmann und etwa ein Kranz. –
Durch lange Gewölbe von Nußstrauch
Zeigt sich voll laufender Wolken
Der Himmel, und ferne Gefilde
Voll Seen und buschige Täler,
Umringt mit blauen Gebirgen. –

Auszug aus dem Gedicht von Ewald von Kleist „Der schöne Garten“

 

Über den Linné-Platz ging es dann an das Main-Ufer. Auf der bewaldeten schattigen Seite ließ es sich bei angenehmen Temperaturen gut aushalten.

Wie beschrieb schon einst Joseph von Eichendorff eine Flußlandschaft so schön:

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Am Main-Ufer in Fechenheim
Am Strom

Der Fluß glitt einsam hin und rauschte,
Wie sonst, noch immer, immerfort,
Ich stand am Strand gelehnt und lauschte,
Ach, was ich liebt‘ war lange fort!
Kein Laut, kein Windeshauch, kein Singen
Ging durch den weiten Mittag schwül,
Verträumt die stillen Weiden hingen
Hinab bis in die Wolken kühl.

Die waren alle wie Sirenen
Mit feuchtem, langem grünem Haar,
Und von der alten Zeit voll Sehnen
Sie sangen lies und wunderbar.
Sing, Weide, singe, grüne Weide!
Wie Stimmen aus der Liebsten Grab
Zieht mich dein heimlich Lied voll Leide
Zum Strom von Wehmut mit hinab.

Joseph von Eichendorff

 

Beim weiteren Gang machte die fröhliche Männer-Runde interessante Entdeckungen, wie zum Beispiel dieser Baum:

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Dazu ein Gedicht von Rainer Maria Rilke:

 

REIFEN wie ein Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Winters steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind,
als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit….

 

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Auf einer Bank in der wunderschönen Allee in Fechenheim und einem Streifzug über die Flussauen von Fechenheim endete ein unterhaltsamer literarischer Männer-Nachmittag – ohne die holde Weiblichkeit.

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Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen – dann gerne auch mit weiblichen Mitgängerinnen und Zuhörerinnen
Gerd Taron
Alle Fotos: Gerd Taron (Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet)

 

Alles ist sicher? Literarischer Wochenendgruß vom 20.06.14

Liebe Freundinnen und Freunde des Wortes und des Bildes,
für viele erscheint es, dass wir in unsicheren Zeiten leben. Dabei haben wir zumindest in unserem Land seit 1945 Frieden. Andererseits erleben wir viele in ihrem eigenen Leben zum Teil größere Umbrüche, Pläne müssen umgeschrieben oder aufgegeben werden, Träume platzen. Die Gründe sind vielfältig, Sei es Trennung, Arbeitsplatzverlust, gesundheitliche Probleme usw.
Falsche Versprechungen sollen unsere Probleme lösen und uns in Sicherheit wiegen.
Wenn unser Leben aus der Balance gerät, die Sicherheit verloren geht, führt uns die Hoffnung wieder zurück. Die Fotos von Hans Joerg Kampfenkel mögen dazu beitragen

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Das Verlangen nach Sicherheit
ist der meist zum Scheitern verurteilte Versuch
dem unbändigbaren Chaos Leben
eine geordnete Struktur zu geben.
Nur allzu spät erkennt der Unglücksaspirant,
dass seine selbsterrichtete Mauer nicht nur dem Schutz dient –
sondern ihn ebenso vom Leben trennt.

Wenn dann das stürmische Leben selbst
diese Mauer noch niederreißt,
so taucht er ins reine Chaos ein –
wo er der ungewohnten Freiheit
oft in Form von Angst begegnet!

Hier beginnt der wahre Seiltanz, der darin besteht:
in den Strom des Lebens voll und ganz einzutauchen,
ohne in ihm zu ersaufen.

(Jeremias J. in Anlehnung an Parzifals „Freiheit stirbt mit Sicherheit“)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen,
wird am Ende beides verlieren.

~Benjamin Franklin~

der dringende wunsch nach sicherheit hört dann auf, wenn wir das vertrauen in uns selbst gefunden haben.
Angelika Wende

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Hoffnung

Es reden und träumen die Menschen viel,
von besseren künftigen Tagen,
nach einem glücklichen goldenen Ziel
sieht man sie rennen und jagen;
die Welt wird alt und wird wieder jung,
doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,
sie umflattert den fröhlichen Knaben,
den Jüngling locket ihr Zauberschein,
sie wird mit dem Greis nicht begraben;
denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,
noch im Grabe pflanzt er – die Hoffnung auf.

Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,
erzeugt im Gehirne des Toren,
im Herzen kündet es laut sich an.
Zu was Besser’m sind wir geboren.
Und was die innerer Stimme spricht,
das täuscht die hoffende Seele nicht.

Friedrich von Schiller

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens.

(Friedrich Nietzsche)

Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Hoffnung auch in schweren Zeiten nicht verlieren und Ihre persönliche Lebenssicherheit erhalten oder wiederbekommen.

Ihr/Euer
Gerd Taron

 

 

 

Es gibt viel zu lesen in Kelkheim im Taunus – der neue offene Bücherschrank

Es gibt viel zu lesen in Kelkheim im Taunus
Der neue offene Bücherschrank an der Ecke Großer Haingraben/Bahnstraße

 

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Dieter Stark von der Agenda 21 in Aktion – rechts Sigrun Horn vom Holunder-Hof, die für die Inneneinrichtung des offenen Bücherschranks gesorgt hat

 

Foto: Maren von Hoerschelmann

 

Kelkheim, 13.06.14

Freitagvormittag in der unteren Stadtmitte von Kelkheim: Ein Menschenauflauf vor einer Telefonzelle. Prominente und weniger Prominente versammeln sich.
Was ist geschehen? Entsteht hier etwa eine neue Filmszene für einen Krimi von Nele Neuhaus? Menschen bringen Kisten und Tüten mit gewichtigen Inhalt mit: Der Inhalt: Bücher. Und die sollen in diese Telefonzelle.

 

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Foto: Maren von Hoerschelmann

Jetzt wird klar, was hier in wenigen Minuten geschehen wird: Der erste offene Bücherschrank in Kelkheim wird eingeweiht. Das Oberhaupt der Stadt, Bürgermeister Thomas Horn, lässt es sich nehmen, persönlich diesen literarischen Akt vorzunehmen.

 

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Fotos: Maren von Hoerschelmann

Wie gut, dass es in Kelkheim so viele kleine und große Bücherfreunde gibt. Denn ohne die wäre dies nach langem Ringen gar nicht möglich gewesen – dieser offene Bücherschrank in Form einer altbekannten gelben Telefonzelle.
Dieter Stark und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter von der lokalen Agenda 21, einige Politiker aus dem etwas bunteren Spektrum haben dies ermöglicht. Aber es soll ja auch andere politische Farbtupfer gegeben haben, die an der Verwirklichung beigetragen haben.
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Foto: Maren von Hoerschelmann

Jetzt ist das lesefreudige Publikum, und das sind ja nicht nur die Kelkheimer sondern auch Besucher aus dem großen Umfeld, mit Lesestoff jeglicher Art versorgt. Und so nebenbei kann Mann/Frau seine Bücherschätze sinnvoll loswerden.
Die Bücherwelt blickt in Sachen offenen Bücherschränke nicht mehr nur nach Frankfurt, Mainz, Wiesbaden oder Hofheim, Bad Soden und anderswo. Kelkheim ist auch dabei zu einer lesenswerten Stadt zu werden. Zumindest wird es ab sofort auch sichtbar.

Gerd Taron

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Fotografin Maren von Hoerschelmann und Autor Gerd Taron im Spiegelbild des offenen Bücherschranks.