Von Herzen – Literarischer Wochenendgruß vom 10.07.15

Liebe literarische Herzensfreunde,

mit dieser etwas ungewöhnlichen Anrede an meine Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes möchte ich Sie diesmal begrüßen.
„So weit die Füße tragen.“ Dieses Zitat steht sinnbildlich für mein Unterwegs-Sein durchs Leben und durch meinen abwechslungsreichen Alltag.

Bei meiner morgendlichen Zeitungsrunde habe ich auf dem Asphalt vor einer Haustür diese Kreidezeichnung eines Kindes entdeckt:

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Es hat mich sehr berührt und später habe ich nach Ende meiner Tour noch schnell dieses Foto gemacht.

Nur Worte, die von Herzen kommen, haben die Kraft, über ihren Schatten springen zu können.

(Ernst Ferstl)

Um einen Stein zu zertrümmern, braucht man einen Hammer,
aber um eine kostbare Vase zu zerbrechen,
genügt eine flüchtige Bewegung
und um das Herz eines Menschen zu treffen,
genügt oft ein einziges Wort…..

(Eugen Drewermann)

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Ein „Natur-Herz“ – entdeckt bei einer Wanderung am Atzelberg-Turm in Kelkheim-Eppenhain – Foto: Gerd Taron

Einfachheit ist die Sprache des Herzen`s,
und erfolgt nicht nur durch Worte,
sondern auch durch kleine Gesten.
Wer aus dem Herzen spricht,
wird selten missverstanden.
ANTONIO CURNETTI

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Auch das ist Kunst, ist Gabe Gottes:
aus ein paar sonnenhellen Tagen,
sich soviel Licht ums Herz zu tragen,
dass, wenn der Sommer längst verweht,
das Leuchten immer noch besteht.

Johann Wolfgang von Goethe

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Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen – Ein „Wolken-Herz“ – Foto: Gerd Taron

Geh wohin Dein Herz Dich trägt

Und wenn sich dann
viele verschiedene Wege vor Dir auftun,
und Du nicht weisst,
welchen Du einschlagen sollst,
dann überlasse es nicht dem Zufall,
sondern setze Dich hin und warte,

atme so tief und vertrauensvoll,
wie Du an dem Tag geatmet hast,
als Du auf die Welt kamst.
lass Dich von nichts ablenken,
warte, warte noch ein wenig,
lausche still und schweigend auf Dein Herz.

Und wenn es dann zu Dir spricht,
dann steh auf und geh,
geh, wohin Dein Herz Dich trägt.

Susanne Tamaro, “Va dove ti porta il coure”
(“Geh wohin Dein Herz Dich trägt”)

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende an dem Sie Ihr Herz sprechen lassen. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. +49 (0)6195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Weihnachtszauber – „Mein Weihnachtsgedicht“ vom 14.12.12

DAs Weihnachtsgedicht vom 14.12.12 wurde von der Kelkheimer Autorin und Künstlerin Anneliese Druhm eingesandt:

 

Weihnachtszauber

 

Silbern schimmert Schnee auf tief geneigten Zweigen

Still ist’s im Wald – nur Eiskristalle tanzen ihren Reigen.

Lautlos fällt Stern um Stern ins schon gemachte Bett.

 

Ein Schlitten folgt den Rufen der Krähen mit ächzenden Kufen.

Hinter hohler Hand ertönt das Echo und

über knisterndes Eis jagen die Pferde im stobenden Schnee.

 

Nur jetzt nicht rasten, kein Blick zurück.

Über schwarzes Wasser kriecht brechendes Eis,

und greift mit eisigen Klauen nach Mantel und klammernder Hand.

 

Dann endlich – in der Ferne ein Licht.

Die Zügel gespannt gleitet der Schlitten durch dampfenden Schnee.

Am hellen Fenster ein lachendes Kindergesicht.

 

Schnell über die Schwelle zum Kamin.

Duftende Äpfel goldbraun gebrannt, funkensprühender holziger Rauch.

Kinder lauschen der schaurigen Geschichten – wie’s war draußen im Wald.

 

Nichts scheint verändert –

wäre da nicht dieser Zauber, dieses Wunder und mein klopfendes Herz.

 

Anneliese Druhm