Spuren hinterlassen – Literarischer Wochenendgruß vom 26.01.18

Spuren hinterlassen – Literarischer Wochenendgruß vom 26.01.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

am vergangenen Montag hat es in den Morgenstunden bei uns im Taunus wieder einmal geschneit. Wie vielen bekannt ist, bin ich zu dieser Zeit als Zeitungszusteller unterwegs, damit die Frühstücks- oder Arbeitslektüre rechtzeitig zur Verfügung steht.

An diesem Morgen habe ich im Schnee viele Spuren hinterlassen. Jeder konnte, wenn er denn zu dieser Zeit ebenfalls unterwegs war, sehen, an welchen Häusern die Tageszeitungen verteilt wurden.

Meine Spuren im Schnee sind schnell wieder verschwunden, sobald es etwas wärmer wurde.

Dies hat mich inspiriert darüber nachzudenken, welche Spuren wir im Leben hinterlassen. Sind sie schnell wieder verschwunden oder hinterlassen manche einen bleibenden Eindruck?

Foto: Brina Stein

Spuren…

… im Schnee hinterlässt jedes Lebewesen – jeder Mensch. Und so wie ein jeder Spuren im Schnee hinterlässt, so hinterlässt auch ein jeder Mensch Spuren in unserem Herzen. Dabei ist es egal, wie lange er in deinem Leben verweilt, ob er angerauscht kam oder ganz leise in dein Leben eintrat und auf welche Art er aus deinem Leben ging. Einen Menschen kann man nicht besitzen. Sie treten in dein Leben und gehen wieder, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Nichts ist auf dieser Welt ist von Dauer… Wir können uns nur sicher sein, dass wir alle Spuren hinterlassen – auch in dem Herzen des Anderen. Ob Schmerz, Trauer und Wut oder Dankbarkeit, Freude und Liebe. Es sind Momente, in denen wir darüber entscheiden. Egal wie tief Trauer, Wut und Schmerz oder Dankbarkeit, Freude und Liebe sind – verschließe dich diesem Menschen nicht. Vergräme und verabscheue ihn nicht. Vielleicht warst auch du nicht ohne Fehler – so wie der Andere deiner Meinung nach. Aber kann man hier wirklich von Fehler sprechen? Nein – es sind keine Fehler die wir machten. Beide haben immer so gut gehandelt, wie sie es wussten und konnten. Daher nennt es nicht Fehler, sondern Erfahrung die ihr nutzen könnt, um daraus zu lernen und es in Zukunft besser zu machen. Denn so wie die Spuren im Schnee verblassen, so verblassen irgendwann auch die Spuren und Wunden auf einem Herzen…

[© Jennifer Hansen

Foto: Gerd Taron

Spuren am Weg

Es war einmal ein Vater, der zwei Söhne hatte. Je älter und gebrechlicher er wurde, desto mehr dachte er über sein Leben nach. Und manchmal kamen ihm Zweifel, ob er seinen Söhnen wohl das Wichtigste für ihr Leben weitergegeben hatte.

Weil ihm diese Frage nicht losließ, beschloss der Vater seine Söhne mit einem besonderen Auftrag auf eine Reise zu schicken. Er ließ sie zu sich kommen und sagte: “Ich bin alt und gebrechlich geworden. Meine Spuren und Zeichen werden bald verblassen. Nun möchte ich, dass Ihr in die Welt hinaus geht und dort eure ganz persönlichen Spuren und Zeichen hinterlasst.”

Die Söhne taten, wie ihnen geheißen und zogen hinaus in die Welt.

Der Ältere begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken und Löcher zu graben, um seinen Weg zu kennzeichnen.

Der jüngere Sohn jedoch sprach mit den Leuten, denen er begegnete, er ging in die Dörfer und feierte, tanzte und spielte mit den Bewohnern.

Nach einiger Zeit kehrten sie zum Vater zurück.
Der nahm dann gemeinsam mit seinen Söhnen seine letzte und beschwerliche Reise auf sich, um ihre Zeichen zu sehen.

Sie kamen zu den gebundenen Grasbüscheln. Der Wind hatte sie verweht und sie waren kaum noch zu erkennen. Die gekennzeichneten Bäume waren gefällt worden und die Löcher, die der ältere der beiden Söhne gegraben hatte, waren fast alle bereits wieder zugeschüttet.

Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, liefen Kinder und Erwachsene auf den jüngeren Sohn zu und freuten sich, dass sie ihn wiedersahen und luden ihn zum Essen und zum Feiern ein.

Am Ende der Reise sagte der Vater zu seinen Söhnen: “Ihr habt beide versucht, meinen Auftrag, Zeichen zu setzen und Spuren zu hinterlassen, zu erfüllen. Du, mein älterer, hast viel geleistet und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, mein jüngerer, hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben und leben weiter.”

(aus Afrika)

Foto: Elisa Maria Brock

Spuren
.
Alle Dinge, die wir tun,
hinterlassen Spuren.
.
Alle Gespräche, die wir führen,
hinterlassen Gedanken.
.
Alles, was wir sehen,
hinterlässt Bilder in uns.
.
Alles, was wir wahrnehmen,
hinterlässt bei uns Phantasien.
.
Bei Jedem, der uns liebt,
hinterlassen wir Gefühle.
.
Bei Jedem, den wir lieben,
hinterlassen wir uns.
.
Wir hinterlassen Spuren,
egal wohin wir gehen,
egal mit wem wir reden,
egal wen wir lieben,
egal was wir tun

Verfasser unbekannt

Foto: Gerd Taron

Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.“

Antoine de Saint-Exupéry

Foto: Elisa Maria Brock

Spuren

Mit jedem Schritt, den du tust,
und in jeder Begegnung,
die dir geschenkt wird,
hinterlässt du Spuren.
Ich wünsche Dir,
dass du Spuren der Freude
hinterlässt und des Glücks,
Spuren der Hoffnung
und der liebe,
Spuren der Gerechtigkeit
und des Friedens,
und da wo du anderen
weh getan hast,
Vergebung erfährst.
Christa Spilling-Nöker

Ich wünsche, dass wir alle Spuren hinterlassen, an die Sie und ihre Mitmenschen gerne erinnern.

Ihr/Euer

Gerd Taron

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Begegnungen – Literarischer Wochenendgruß vom 26.06.15

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,in den vergangenen Wochen und Monaten sind Menschen aus längst vergangenen Zeiten wieder in mein Leben getreten. Zuletzt meldete sich ein Kollege, mit dem ich vor mehr als 12 Jahren zusammengearbeitet habe.

Dies hat mich zum Thema der neuen Ausgabe geführt: Wieder da sein – sich wieder begegnen. Beziehungen, die aus unterschiedlichsten Gründen für einen kurzen oder längeren Zeitraum unterbrochen waren. Umso schöner ist es zu erleben, dass mancher Kontakt wieder neu auf – und sich belebt.

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Entdeckung auf einem Weg in Bad Soden am Taunus – Foto: Gerd Taron

Es sind die Begegnungen mit Menschen,
die das Leben lebenswert machen.

Guy de Maupassant

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Weiher in Kelkheim-Hornau – Foto: Gerd Taron

Viele MENSCHEN …
habe ich im Laufe
meines Lebens kennen gelernt …

Ich bin dankbar für jeden Einzelnen …
der mich begleitet, geliebt,
getröstet, begeistert und der mir geholfen
hat, denn jeder für sich war und ist
wichtig auf meinem Weg zu mir Selbst.

MENSCHEN …
die lange ein Stück mit
mir auf dem gleichen Weg waren und
sichtbare Spuren in mir hinterlassen haben.

MENSCHEN …
die nur ein kleines Stück
mit mir gegangen sind, deren Spuren aber
nie verblassen.

MENSCHEN …
die ich losgelassen habe,
weil ich erkennen musste, dass sie nicht
gut für mich sind.

MENSCHEN …
von denen ich mich
verabschieden musste, obwohl ich
sie mochte, aber unser Weg war kein
gemeinsamer.

MENSCHEN …
die tief in meinem Herzen
verankert sind, die mich auf meinem
Lebensweg begleiten, zu mir stehn
und mich so nehmen wie ich bin.

MENSCHEN …
die ganz tief in meinem
Herzen sind, die ich aber einen
anderen Weg gehen lassen
musste, damit sich unsere Wege
irgendwann wieder kreuzen !

MENSCHEN …
die mich für immer
verlassen haben, die aber doch tief
in meinem Herzen sind und bleiben.

MENSCHEN …
die mich noch nicht lange
auf meinem Weg begleiten,
bei denen ich jedoch ein tiefes Gefühl
der Verbundenheit und
Gemeinsamkeit empfinde
deshalb weiß ich auch,
dass eine Hand halten,
nicht dasselbe ist wie eine Seele zu berühren …
… …

-unbekannt-

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Frankfurt/Main Hauptbahnhof – Foto: Gerd Taron

Die Erinnerung an bestimmte Menschen habe ich auf dem Bahnhof der Begegnungen, wegen ihrer Bedeutungslosigkeit in das Schließfach des Vergessens eingeschlossen, Menschen jedoch, die mir sehr viel bedeuten und auch sehr wichtig sind, trage ich ständig in meinem Handgepäck mit mir
Autor unbekannt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Es gibt soviel schöne Begegnungen
und alle sind auf Ihre Art mit nichts
auf der Welt zu bezahlen.
(unbekannt)

1005_Mai(a) 189_1-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Ich wünsche dir
einen Sonnenstrahl auf deiner Nase,
der dich kitzelt und dich zum Schmunzeln bringt…
ein Lebewesen, das dir mit Zuneigung entgegenkommt,
dich mit Gefühlen verwöhnt
und dein Herz erwärmt…
Begegnungen, die dich einfach nur erfreuen,
dir hilfreich sind, dich weiter-
und zum Lachen bringen…
Ideen, wie aus deinen Träumen
bald positive Wirklichkeit wird.

(Anne M. Pützer)

Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen immer wieder Menschen in Erinnerung gerufen werden, die sie eines frühen oder späten Tages wiedersehen dürfen und begegnen.

Ein begegnungsvolles Wochenende wünscht Ihnen
Ihr/Euer
Gerd Taron

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. +49 (0)6195 – 676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de

Auf den Spuren – Literarischer Wochenendgruß vom 29.05.15

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes ,

in dieser Woche war ich zu Gast in unserem Museum in Kelkheim im Taunus. Dort wurde die Ausstellung „Das Erbe der Karolinger – Eine Spurensuche in Kelkheim“ eröffnet.

Die Ausstellung erinnert an die Zeit Karls des Großen vor über 1200 Jahren und an die Spuren, die er in unserer Region hinterlassen hat.

Wir sind und werden wahrscheinlich keine so großen Spuren in der Geschichte der Menschheit hinterlassen. Aber ist es nicht doch schön zu wissen und sich bewusst zu werden, dass wir mit unserem Leben Spuren bei unseren Mitmenschen hinterlassen?

Das können liebevolle Momente der Begegnungen sein, ein Lächeln, ein liebes Wort, einfach da sein für den anderen. Mit kleinen Gesten bewirken wie oft mehr als mit großen Taten und hinterlassen Spuren unschätzbaren Wertes.

Dazu habe ich wieder einige Zitate und kleine Geschichten entdeckt.

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Verlegung von Stolpersteinen am 13.03.15 in Königstein im Taunus – Foto: Gerd Taron

Spuren

Alle Dinge, die wir tun,
hinterlassen Spuren.

Alle Gespräche, die wir führen,
hinterlassen Gedanken.

Alles, was wir sehen,
hinterlässt Bilder in uns.

Alles, was wir wahrnehmen,
hinterlässt bei uns Phantasien.

Bei Jedem, der uns liebt,
hinterlassen wir Gefühle.

Bei Jedem, den wir lieben,
hinterlassen wir uns.

Wir hinterlassen Spuren,
egal wohin wir gehen,
egal mit wem wir reden,
egal wen wir lieben,
egal was wir tun.
.
Verfasser unbekannt

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Spuren

Mit jedem Schritt, den du tust,
und in jeder Begegnung,
die dir geschenkt wird,
hinterlässt du Spuren.
Ich wünsche Dir,
dass du Spuren der Freude
hinterlässt und des Glücks,
Spuren der Hoffnung
und der Liebe,
Spuren der Gerechtigkeit
und des Friedens,
und da wo du anderen
weh getan hast,
Vergebung erfährst.
Christa Spilling-Nöker

1304_April(27) 152-03

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Spuren am Weg – eine kurze Geschichte über harte Arbeit und erweichte Herzen

Wie hart arbeitest Du? Und hinterlässt Du dabei Spuren, die bleiben?

Ein Vater hatte zwei Söhne. Er war schon alt und gebrechlich und sinnierte über sein Leben. Dabei kamen ihm Zweifel, ob er seinen Söhnen etwas Wichtiges für ihr Leben mitgegeben konnte. Diese Frage beschäftigte ihn Tag und Nacht.

Dann ließ er seine Söhne zu sich kommen und gab ihnen einen Auftrag: „Meine Söhne. Ich liebe euch sehr. Aber ich werde bald sterben und meine Spuren werden verblassen. Geht hinaus in die Welt und hinterlasst dort eure Spuren und Zeichen!“

Die zwei Söhne machten sich auf den Weg. Der Ältere baute Steintürme entlang des Weges, ritzte Zeichen in Baumrinden, grub Löcher.
Der Jüngere hingegen unterhielt sich mit den Menschen, die ihm begegneten, half, wo er konnte, feierte mit ihnen. Der ältere Sohn machte seinem Bruder Vorwürfe: „Ich arbeite hart, setze Zeichen, wie es uns der Vater aufgetragen hat und du unterhältst dich nur mit Menschen.“

Nach einer Weile machten sie sich wieder Richtung Heimat auf. Auf dem Heimweg kamen ihnen die Menschen entgegen und freuten sich, den jüngeren Bruder wieder zu sehen. Sie luden ihn zum Essen und Feiern ein. Der ältere hingegen fand kaum noch ein Zeichen, das er hinterlassen hatte. Viele Steintürme waren schon abgetragen, einige Bäume mit den eingeritzten Zeichen waren gefällt, die Löcher waren zugeschüttet.

Zurück beim Vater erzählten sie von ihrer Reise und Unternehmungen. Der alte Mann sprach zu ihnen: „Ihr habt beide versucht, Zeichen und Spuren zu hinterlassen. Du, mein ältester, hast hart gearbeitet. Deine Zeichen sind aber schon verblichen.“ Dann wandte er sich seinem jüngeren Sohn zu: „Du hast Spuren und Zeichen in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben erhalten.“ Dann nahm er beide Söhne in den Arm.

Autor: Stiegler Herbert, nach einem afrikanischen Märchen

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Sonnenaufgang am Hof Gimbach in Kelkheim im Taunus – Foto: Gerd Taron

Morgenlicht leuchtet – Morning has broken

Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang
Frühlied der Amsel, Schöpferlied klingt.
Dank für die Lieder, Dank für den Morgen
Dank für das Wort, dem beides entspringt

Sanft fallen Tropfen, sonnendurchleuchtet-
So lag auf erstem Gras erster Tau.
Dank für die Spuren Gottes im Garten,
grünende Frische, vollkommnes Blau.

Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen,
Glanz der zu mir aus Eden aufbricht!
Dank überschwänglich, Dank Gott am Morgen!
Wieder erschaffen grüßt uns sein Licht.

Deutscher Text: Jürgen Henkys 1987/1990 nach dem Englischen „Morning has broken“ von Eleanor Farjeon 1933

Musik: Gälisches Volkslied vor 1900, geistlich von 1933

Bekannt geworden vor allem durch das Lied von Cat Stevens

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Schüler-Graffiti an einer Unterführung in Kelkheim-Fischbach – Foto: Gerd Taron

Unser Gesicht gleicht dem einer Landkarte…
DU kannst den Spuren, die du hinterlassen hast,
auch nach Jahren noch folgen,
den Lachfältchen, die dir galten, dem Kummer, den du auslöstest,
und auch den Tränenfluss kannst du immer noch erkennen.

SEI ACHTSAM im Umgang mit jenen, die du liebst,
du wirst Zeitlebens ein Teil von ihnen sein,
und sei es auch nur in hinterlassenen Spuren, wie diesen….

SCHENKE FREUDE, und LIEBE, und Zuversicht!

Elfi Egger

Ich wünsche Ihnen ein wundervolles Wochenende mit vielen Möglichkeiten, Spuren zu hinterlassen bei Ihren Mitmenschen.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Hinweise:
Die Ausstellung „Das Erbe der Karolinger – Eine Spurensuche in Kelkheim“ ist bis einschließlich 26.07.15 geöffnet. Öffnungszeiten: Mittwoch, Freitag und Sonntag jeweils von 15 – 18 Uhr im Museum Kelkheim, Frankfurter Str. 21, 65779 Kelkheim.
Weitere Informationen unter : http://www.museum-kelkheim.de/

Untenstehend habe ich Ihnen meine besondere Veranstaltungsreihe beigefügt „Auf den Spuren von …“ die am 07.06.15 beginnt und im Rheingau und in Mainz stattfindet.

Auf den Spuren von …

Zu den bekannten literarischen Spaziergängen präsentiere ich in diesem Jahr ein besonderes Programm im Sommer. Im schönen Rheingau und in Mainz wird es literarisch und ein wenig spirituell. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, um neue Kraft zu schöpfen. Genießen Sie die besondere Atmosphäre von Landschaften und Kirchengebäuden. Dazu gibt es ausgesuchte Texte verschiedener Art.

Hier eine Übersicht der Termine:

Sonntag, 07.06.2015 und Sonntag, 02.08.2015 – 14:30 Uhr
Auf den Spuren von Hildegard von Bingen im Rheingau
Von der Wallfahrtskirche zur Abtei St. Hildegard zurück nach Rüdesheim am Rhein

Sonntag, 05.07.2015 – 14:30 Uhr
Auf den Spuren von Marc Chagall und seinen Schülern in Mainz
Ein Gang durch die Altstadt zu St. Stephan und später zum Dom in Mainz

Sonntag, 16.08.2015 – 12:00 Uhr und 14:00 Uhr
Auf den Spuren der Franziskaner – das Kloster Marienthal im Rheingau, die älteste Wallfahrtskirche im Rheingau
Die gehfreudigen unter den Teilnehmern können mit mir vom Bahnhof Geisenheim zu Fuß zum Kloster wandern. Dort treffen wir dann gegen 14 Uhr auf die Autofahrer, die auf die Pilgergruppe warten.

Kostenbeitrag jeweils 10 Euro

Kontakt:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim
Tel. +49(0)6195-676695

Tram of Silence – Ganz im Schweigen Straßenbahn fahren

Das Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität „Heilig Kreuz“ in Frankfurt-Bornheim hatte im Rahmen der „Woche der Stille“ eingeladen.

 Straßenbahn fahren in aller Stille und mit allen Sinnen erleben – ist das möglich?

 Nach mehr als einer Stunde Fahrt mit einer historischen Straßenbahn kann man das nur bejahen.

 Wann sind Sie zum letzten Mal Straßenbahn gefahren, bewusst? Wie war das für Sie? Unruhig, viele Menschen um sie herum, alles so geschäftig?

 Dass es auch einmal anders erlebbar ist, machte diese besondere Fahrt möglich.

 Alle Handy ausgeschaltet, keine Unterhaltung miteinander – nur Schweigen.

 Mit allen Sinnen erleben bedeutete an diesem Abend:

Schweigen

 In der Stille werden Sie sich selbst, die Menschen, die Stadt und die Welt mit allen Sinnen und ganz neu sehen, hören und erleben.

 Schauen

 Hinschauen und verweilen – den Blick wieder lösen – Farben genießen – in Gesichtern lesen – den Bewegungen folgen

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„Von einer Brücke getragen“  – Foto: Gerd Taron

Hören

 Hin und wieder die Augen schließen – horchen auf Rufe, Geräusche, Klänge des Alltags , „Musik der Straße“

Spüren

 Die Erschütterungen der Straßenbahn, die Gefühle, die ihnen kommen, die Nähe oder Distanz der Menschen, der Dinge

Es war interessante Erfahrung, die mich neu bewusst hat werden lassen, in welchem Lärm und Unruhe wir leben und zu wenig Zeit für ruhige Momente gönnen.

 Danke an alle, die diese ungewöhnliche Straßenbahnfahrt möglich gemacht haben.

 Gerd Taron

Oslo Heiligabend – „Mein Weihnachtsgedicht“ vom 15.12.12

Das Weihnachtsgedicht bzw.  Lyrik vom 15.12.12 stammt von der bekannten Autorin aus Kelkheim, Uta Franck. Mein Lieblingsbuch heißt „Kelkheimer Märchen und Sagen“ und darin ist die wunderbare Geschichte vom Bücherprinz enthalten.

Oslo. Heiligabend

Elstern – Stadt                                                                        

filigrane Spuren

im Schnee                                                                        

zur Kirchentür                                                                        

auf der Straße

schwarzer Schnee.

                                                                        

Das kleine Mädchen                                                                        

mit den Schwefelhölzern

im Haustor                                                                        

bin ich                                                                        

zusammen

brennen wir                                                                        

ein Feuerwerk ab                                                                        

sehen

die gebratene Gans                                                                        

im Streichholzlicht                                                                        

der Zigarette

Uta Franck

Aus dem „Kajütenbuch“ mit 6 Originalgrafiken

mehr über Uta Franck unter http://www.uta-franck.de/