Den Weg weisen – Literarischer Wochenendgruß vom 27.07.18

Den Weg weisen – Literarischer Wochenendgruß vom 27.07.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

die schöne neue Technik macht es möglich. Mit Navi oder per GPS findet Mann/Frau zum richtigen Ziel. Aber manchmal hat der technische Fortschritt seine Tücken. Auf dieses Hilfsmittel ist nicht unbedingt Verlass. So mancher landete auf Abwegen und an Orten, wo es nicht erwünscht war.

Wie mit der Technik verhält es sich auch mit Menschen. Es gibt jene, die angeblich genau wissen, wo es im Leben anderer lang zu gehen hat. Sie versprechen viel und sind oft schwer zu durchschauen. Erst spät merkt man persönlich, dass man in die Irre geführt worden ist.

Der neue Wochenendgruß möge wieder neue Anregungen und Impulse für Ihr eigenes Leben geben.

Foto: Gerd Taron

Gehen

Ich ziehe meine Turnschuhe an,
die, die von ganz alleine gehen.
Dazu die Jacke,
für die jedes Wetter eine Herausforderung ist.
Auf meinen Spaziergängen habe ich ein Ziel,
das auf keiner Landkarte zu finden ist.
Wenn ich mein Ziel wüsste, hätte ich es leicht.
Gehe ich auf das zu,
was ich hinter mir gelassen habe?
Der Nebel über der hereinkommenden Flut,
der Rauch, der sanft
aus dem gemauerten Schornstein aufsteigt,
der Ansturm von Krähen auf meinen Weg,
das stammelnde Alphabet in meinem Kopf,
die Trauer über Tage, die den Namen von Orten und Menschen trägt, scharf wie ein Skalpell,
die Angst vor der Zukunft, mit einem Schmerz,
der dem einer heilenden Wunde ähnelt –
sie alle sind ein Teil des Geheimnisses.
Ich nehme sie auf und verbanne sie alle,
in der Bewegung des Gehens,
auf dem Weg nach Hause zu mir selbst.
Ich frage mich, ob alles,
was wirklich gefunden und gehalten werden kann,
so fest sein muss wie Rauch,
so durchsichtig wie eine Fata Morgana
und uns selbst so nah
wie unser Herz, unsere Lunge und Leber.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron

Auf dem Weg des Lebens stehen oft die falschen Schilder. Sie führen in Sackgassen, oder zu Einbahnstraßen, doch manche führen auch direkt ins Paradies.“

Text: © Monika Heckh

Foto: Gerd Taron

Wohin die Reise geht,
bestimmen wir selbst.
Wir wissen das Ziel,
suchen den Weg,
finden den Ort,
erfahren die Zeit,
wählen unsere Begleiter.
Wir sind es,
welche die Reise planen.
Niemand sonst.
Wohin geht Deine Reise?

Anja Schindler

Foto: Gerd Taron

Es ist nicht immer leicht seinen Weg zu finden.
Den Eigenen.
Den Einzigen.
Den Richtigen.

Denn es gibt so viele Wege.
So viele Möglichkeiten.
So viele Abzweigungen.
So viele Pfade in die unterschiedlichsten Richtungen.

Und nicht jeder unserer Wege ist einfach zu beschreiten.

Denn es gibt so viele Hindernisse.
So viele Schwierigkeiten.
So viele Steine.
So viele verpasste Chancen.

Es gibt kürzere und längere Wege.
Der Eine lang und beschwerlich.
Der Andere heiter und schnell.

Auf all unseren Wegen hinterlassen wir Spuren.

In unserer Erinnerung.
In unserem Herzen.
In unserem Leben.
Nach unserem Leben.

Jeder von uns sollte irgendwann seinen Weg finden.
Seinen ganz eigenen.
Und diesen auch gehen.

Dieser Weg.
Mein Weg.
Ist er richtig oder falsch?

Ich möchte nicht mehr nachdenken.
Ich möchte loslaufen.
Und es herausfinden.
Ich möchte nicht mehr zurückblicken.
Und nach vorn schauen.

Ich werde Ihn finden….MEINEN Weg
(gefunden bei „Gedanken und Gefühlswelt“)

Foto: Gerd Taron

Unterwegs immer wieder anhalten,
wahr nehmen, was ist,
uns freuen an dem,
was wir erreicht haben,
annehmen,
dass nicht alles gelungen ist.
Uns Zeit nehmen,
neue Kräfte schöpfen,
uns neu orientieren,
uns leiten lassen von dem,
was für uns wesentlich ist.
Weiterschreiten, wie es mir entspricht,
in der Hoffnung,
dass wir immer mehr werden,
was wir letztlich sein können.

(Max Feigenwinter)

Foto: Gerd Taron

Segenswunsch

Ich wünsche dir Füße,
die dich auf den Weg bringen
zu dem was wichtig ist
und die nicht stehen bleiben
vor den Schritten, die entscheidend sind.
Ich wünsche dir ein Rückgrat,
mit dem du aufrecht
und aufrichtig leben kannst
und das sich nicht beugt
vor Unterdrückung, Willkür und Macht.
Ich wünsche dir ein Herz,
in dem viele Menschen zu Hause sind
und das nicht müde wird,
Liebe zu üben und Schuld zu verzeihen
Christa Spilling- Nöker
Ich wünsche Ihnen an diesem heißen Sommerwochenende die für Sie wohltuenden Wegweiser.

Ihr/Euer

Gerd Taron

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