Das Heil in einem Menschen suchen – Literarischer Wochenendgruß vom 17.03.17

Das Heil in einem Menschen suchen – Literarischer Wochenendgruß vom 17.03.17

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

in unsicheren Zeiten wie diese sehnen wir uns oft nach Menschen, die uns Halt geben. Wir lassen uns von ihren Reden, von ihrer Aura, die sie verbreiten, beeindrucken. Weltliche oder religiöse Führer versprechen uns das Heil auf Erden. Oft ist es Fassade, um Macht auf andere Menschen auszuüben.

Im privaten Bereich ist ähnliches zu beobachten. Es überrascht nicht, dass Single-Börsen oder Single-Gruppen großen Zulauf haben. Mann/Frau sucht den Partner, der mir Sicherheit in allen Lebenslagen gibt. Und wenn es nicht funktioniert, sucht man weiter nach dem Richtigen/der Richtigen.

Durch die starke emotionale Bindung die dadurch entstehen kann, besteht die Gefahr, dass ich mein Selbst aufgebe. Ist es das wert? Kann ich mein Leben nicht auch so gestalten, dass ich mich in einer Beziehung oder Freundschaft nicht in einer Abhängigkeit begebe?

Foto: Christina Eretier

Menschenbeifall

Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll,
seit ich liebe? Warum achtetet ihr mich mehr,
da ich stolzer und wilder,
wortereicher und leerer war?
Ach, der Menge gefällt, was auf den Marktplatz taugt,
und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen;
an das Göttliche glauben
die allein, die es selber sind.

Johann Christian Friedrich Hölderlin

Foto: K.-H. Fischer

Es gibt Menschen die reden viel,
haben aber nichts zu sagen.
Es gibt Menschen die
oberflächlich berühren
und schnell vergessen sind.
Ja und es gibt die Menschen,
die sagen viel ohne zu reden.
Die eine Schwingung hinterlassen,
die sich durch ein Lächeln
tief in die Herzen eingräbt.
Vorsicht bei den Blendern,
die sich anders geben als sie sind,
die es verstehen zu manipulieren,
zu gefallen um sich einzuschmeicheln.
Wölfe im Schafspelz, die es
verstehen zu täuschen.
Menschenkenntnis erreicht man
durch Erfahrungen, die oft bitter sind,
aber einen nicht verbittern lassen sollten.
Denn es ist immer mein Ding,
nur meins wie ich damit umgehe
und was ich daraus mitnehme und lerne.

Marita Henriette

Foto: Gerd Taron

was ist einer gegen so viele?
einer, der hofft gegen so viel verzweiflung?
einer, der auf macht verzichtet gegen so viel korruption?
einer, der heilt gegen so viel vernichtung?
einer, der rettet, gegen so viele richter?
ein lebendiger gegen so viele tote?
einer, der kam und zeigte, einen bruchteil der geschichte –
was ein mensch sein könnte?

inschrift im altarraum, nikolaikirche in leipzig

Foto: Gerd Taron

Es gibt einfach Menschen bei denen hört meine Geduld auf, bei
Menschen die keinen Respekt kennen – nicht tolerant sind Die Rechtschreibung vor dem Inhalt stellen. Die Missionare . Die Rechthaber .

Die, die glauben zu wissen dass es nur mit ihnen geht. Die Menschen die von sich und ihrem Wissen extrem überzeugt sind und andere Meinungen nicht dulden.

Potentielle Kunden – Interessenten die glauben dass die Welt ihnen gehört und die Welt sich ebenfalls um SIE drehen muss . Sorry aber nicht mit mir . Ich kann und bin immer noch in der Dankbaren Situation – NEIN- sagen zu können und es auch zu tun.

Was ist das für eine Grundlage in Rechtfertigung zu kommen oder gar in Verteidigungsmodus ? Neeeee ich liebe und lebe meine – Heitere Gelassenheit – und das Leben ist unter Umständen viel zu kurz und auf alle Fälle zu kostbar dass ich mich damit länger befasse. 😉
So jetzt genieße ich das Leben wieder und mehr ;)AMF

Alexander Maria Faßbender

Foto: Gerd Taron

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.

Georg Christoph Lichtenberg (1, K 293), Schriften und Briefe

Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich nicht in die Abhängigkeit von einem anderen Menschen begeben, sondern Ihren eigenen Weg für Ihr Leben finden.

Ihr/Euer
Gerd Taron

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Ein Kommentar zu “Das Heil in einem Menschen suchen – Literarischer Wochenendgruß vom 17.03.17

  1. […] literarischen Wochenendgruß vom 17.03.17 „Das Heil in einem anderen Menschen suchen“ (https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2017/03/17/das-heil-in-einem-menschen-suchen-literarische… ) habe ich dies thematisiert. Ich halte es für nicht gut, sein Lebensglück auf einen anderen […]

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