In Balance bleiben – Literarischer Wochenendgruß vom 14.08.15

Liebe literarische Freundinnen und Freunde,

das Wetter scheint derzeit aus den Fugen geraten zu sein. In vielen Teilen Deutschlands herrscht seit längerem eine Dürre mit bedrohlichen Ausmaßen. Dazu kommen immer wieder Unwetter, die einzelne Regionen, manchmal nur kleine Orte, treffen.

So wie beim Wetter ist es auch mit unserem eigenen Leben. Da kommen Zeiten, wo alles durcheinander gewirbelt wird. Alles bricht zusammen und später, oft nach längeren, für uns unendlich vorkommenen Perioden scheint wieder die Sonne über unserem Leben. Viele der Leser haben ähnliches sicher schon erlebt.

Wir haben keinen Einfluss auf das Wetter, auch nicht auf die Ereignisse in unserem Leben. Aber ist es nicht schön, wenn wir später sagen oder schreiben können – ich habe das alles durchgestanden? Mein Leben ist wieder im Gleichgewicht.
Die nachfolgenden Mut machenden Gedanken mögen uns Hoffnung und Kraft für unseren Lebensalltag geben.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muss sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.

~Albert Einstein~

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Dein GLAUBE und deine HOFFNUNG
können das Gefäß zum Überfließen bringen.
Alles zählt. Nichts ist unwichtig,
nicht der Schmetterling, der in China mit seinen Flügeln schlägt,
nicht der Teenager, der in einer Mall in Los Angeles sein Geld ausgibt,
nicht die Gebetswachen in Toronto oder die Zinssätze in Japan,
nicht die Sonnenprotuberanzen oder die sich erwärmenden Ozeane,
nicht die Fluten in Indien und die Dürrezeiten in Afrika,
weder die Energie deiner Suche
noch die Wellen des Glücksgefühls in deinem Körper,
nicht die steigende Börse noch der verschwindende Regenwald.
Es gibt eine Balance zwischen dem Leid und dem Hochgefühl,
zwischen Freude und Schmerzen, zwischen jetzt und nie,
zwischen oben und unten, offen und geschlossen,
zwischen Ursache und Wirkung,
und jeder von uns löst es aus und spürt es.
Es läuft durch unsere Knochen, unsere Innereien,
unsere Seele und unseren Geist.
Es färbt und legt fest, es zerfetzt und streicht,
es regt auf und segnet auf geheimnisvolle Weise.
Das Leben entfaltet sich mit Dringlichkeit
inmitten seiner geologischen Zeit.
Du und ich sind beteiligt an jeder Falte,
an jeder Ausdehnung und jeder Kontraktion.
Wir sind ein Teil der Wehen und des Schmerzes,
aus dem etwas Neues geboren wird.
Wir sind Patienten, Hebammen und Ärzte in einem.
Wie eine einzige Stimme einen Politiker
an die Macht bringen kann,
so können einem Gebet,
einem Wunsch Beine oder Flügel wachsen,
oder ein Mund findet Worte,
die in das Brachland einer Seele fallen,
die darauf gewartet hat, berührt zu werden.
Und weil eine Bewegung zu einer anderen führt,
so kommt die Hand zum Auge, das Auge zum Mund,
der Mund zur Seele, die Seele zu den Worten
und die Worte zum Geist,
und eine Welt in einer Welt wird geboren.
Die Entfaltung geschieht, und wieder einmal entsteht Leben.
Die Spiritualität der Veränderung ist kompliziert
und nicht da zu finden, wo wir sonst suchen.
Die Welt liegt nicht in den Händen einiger,
Geld regiert nicht,
und der mutlose Glaube,
dass du und ich nichts tun können in unserer Winzigkeit,
ist nur ein Glaube, den niemand beweisen kann.
Ich wähle es, anders zu glauben und anders zu leben.
Die Entscheidung eines Mannes,
seine Seele nicht zu verkaufen, reicht sehr weit,
und die feste Überzeugung einer Frau
gibt ihr ihr eigenes Leben zurück.
Durch geheimnisvolle Verbindungen ist uns
das Schicksal der Welt in die Hände gelegt.
Dass du vergibst, anstatt nachzutragen,
macht einen Unterschied,
dein Lächeln, dein Wohlwollen, deine Dankbarkeit
haben eine ungeahnte Wirkung.
Sogar deine Sekundenhoffnung zählt
und dein Minutenmut,
deine Tagesfreude und dein Jahresernst.
So hältst du andere Leben in deiner Hand,
jetzt vielleicht meins, ohne dass ich es weiß.
Und wenn ich meine Fehler zugebe,
wenn ich mich gegen ein Vorurteil wehre,
wenn ich in meiner Liebe schöpferisch werde,
wenn ich mir selbst vergebe,
reicht meine Entscheidung bis zu dir,
wo immer du auch bist.
So lieben wir einander, ohne dass wir uns kennen.
Und weil die Welt immer viel mehr war
als nur ein mechanisches System mit physikalischen Gesetzen,
darum sind Ursache und Wirkung
unbegreiflich miteinander verbunden,
und es geschieht immer viel mehr, als wir denken,
und mehr, als wir denken können.
Unermesslich ist die Verbindung,
in die wir eingebettet sind.
Der Segen liegt im Geheimnis,
und das Geheimnis ist in jedem Herzen.
Ulrich Schaffer

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel

„Nur wer Helles und Dunkles, Aufstieg und Niedergang erfahren hat, nur der hat wahrhaftig gelebt.“

Stefan Zweig

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Palmengarten Frankfurt –Foto Gerd Taron

Manchmal braucht man im Leben, einen Moment der Stille,
um wieder das Wesentliche zu hören,
einen Moment mit geschlossenen Augen,
um wieder klar sehen zu können,
einen Moment, um in sich zu gehen und auf das Herz zu hören, damit man das Leben wieder spürt und einen Moment des Rückzugs, um wieder stark zu werden.

Autor unbekannt

Ich wünsche Ihnen, dass Sie an diesem Wochenende, in diesen Tagen Gelegenheiten finden Ihr eigenes Leben ins Gleichgewicht zu bringen oder zu halten.

Ihr/Euer
Gerd Taron

PS: Vielleicht ist ein Ausflug ins Kloster Marienthal im Rheingau eine Möglichkeit dazu – bei Regen fällt die Veranstaltung aus (aktuell unter https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/ :

Auf den Spuren der Franziskaner – das Kloster Marienthal im Rheingau, die älteste Wallfahrtskirche im Rheingau – Ein Besuch in einer handyfreien Zone
Sonntag, 16.08.15 – 12:00 Uhr Wanderung vom Bahnhof Geisenheim um 12 Uhr – (Dauer ca. 1,5 Stunden bis zum Kloster) – Rückkehr zum Bahnhof gegen 18:00 Uhr
Für Bahnfahrer aus dem Rhein-Main-Gebiet:
Die „Rheingau-Linie SE 10“fährt von Frankfurt Hbf um 10:53 Uhr und von Frankfurt-Höchst um 11:03 Uhr Richtung Neuwied zum Bahnhof Geisenheim. Von dort aus geht es dann wie oben beschreiben um Kloster Marienthal.
Wer mit dem Auto direkt zum Kloster fahren möchte, trifft auf die Wandergruppe um 14:00 Uhr direkt am Kloster Marienthal
Ein Programm kann auf Wunsch gerne zugesandt werden.
Um Anmeldung wird gebeten unter:
Gerd Taron
Langstraße 30
65779 Kelkheim-Fischbach
Tel. 06195-676695
Mail: verkauf@taron-antiquariat.de oder taron-antiquariat@gmx.de
Internet: https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

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