Lebendiges Wasser – Literarischer Wochenendgruß vom 20.07.18

Lebendiges Wasser – Literarischer Wochenendgruß vom 20.07.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes

In diesem heißen und trockenen Sommer sehnen viele sich nach dem Wasser. Es muss nicht immer das Meer sein, sondern oft reicht ein kleiner Bach, um sich zu erfrischen. Wasser gehört zu den wichtigsten Lebenselementen.

Der Jahreszeit und des derzeitigen Wetters bedingt habe ich einige Texte und passende Fotos zusammengestellt, die den Weg und die Wichtigkeit von Wasser zeigen mögen.

Foto: Gerd Taron

Der Römische Brunnen

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.

C. F. Meyer

Foto: Gerd Taron

An der Quelle

Du bist die Quelle des Lebens,
lass mich den Weg zu ihr finden.

Du bist die Quelle des Glaubens,
lass mich nie an ihrer Klarheit zweifeln.

Du bist die Quelle der Hoffnung,
lass mich aus ihr Kraft schöpfen.

Du bist die Quelle der Liebe,
lass sie nie in mir versiegen.

Irmgard Erath

Foto: Gerd Taron

Die Wasser tragen alles:
Leg‘ nur dein Glück darauf !
Sie heben’s wie auf Händen
zum Sternenlicht hinauf.
Die Wasser tragen alles:
Leg‘ auch dein Leid darauf !
Sie tragen’s nach dem Meere
in nimmermüdem Lauf.

Karl Ernst Knodt

Foto: Gerd Taron

Aus China:

Einen Weisen im alten China fragten einmal seine Schüler:
„Du stehst nun schon so lange vor diesem Fluss und schaust ins Wasser.
Was siehst du denn da?“

Der Weise gab keine Antwort. Er wandte den Blick nicht ab
von dem unablässig strömenden Wasser. Endlich sprach er:

„Das Wasser lehrt uns, wie wir leben sollen.
Wohin es fließt, bringt es Leben und teilt sich aus an alle,
die seiner bedürfen.
Es ist gütig und freigiebig.

Die Unebenheiten des Geländes versteht es auszugleichen.
Es ist gerecht.

Ohne zu zögern in seinem Lauf,
stürzt es sich über Steilwände in die Tiefe.
Es ist mutig.

Seine Oberfläche ist glatt und ebenmäßig,
aber es kann verborgene Tiefen bilden.
Es ist weise.

Felsen, die ihm im Lauf entgegenstehen, umfließt es.
Es ist verträglich.

Aber seine Kraft ist Tag und Nacht am Werk,
das Hindernis zu beseitigen.
Es ist ausdauernd.

Wie viele Windungen es auch auf sich nehmen muss,
niemals verliert es die Richtung zu seinem ewigen Ziel,
dem Meer, aus dem Auge.
Es ist zielbewusst.

Und so oft es auch verunreinigt wird, bemüht es sich doch unablässig,
wieder rein zu werden.
Es hat die Kraft, sich immer wieder zu erneuern.

Das alles ist es, warum ich auf das Wasser schaue.
Es lehrt mich das rechte Leben!“

Foto: Brina Stein

Schaukelnd ruht auf den Wellen der Kahn,
das Wasser gluckst unter den Planken.
Zur Mitte des Sees würde gerne ich fahrn,
zurücklassen all meine Gedanken.
Im dümpelnden Boot triebe ich dahin,
befreit von Alltag und Sorgen.
Der Mond würde silberne Bahnen ziehn
ich fragte mich nicht: was wird wohl morgen?
Sterne würden funkelnd erwachen,
Stille wäre rings um mich her;
tiefe Ruhe – und mein Herz würde lachen;
innerer Frieden – ich wünsche ihn mir sehr!

© Edith Tries

Foto: Brina Stein

Am Horizont

Erinnert dich das Meer an das,
was du vergessen hast –
deine Zugehörigkeit zu Allem?
Es rauscht, als gingst du es nichts an,
aber es ist nicht so.
Jede Welle hat ihr Aufbäumen,
ihren Zusammenbruch, ihr Auslaufen
und ist darin das Gleichnis,
damit wir nicht vergessen,
dass es uns vollkommen gibt.
Achte darauf, wie oft deine Augen
zum Horizont gehen,
auch wenn es da nichts zu sehen gibt.
Dorthin lädst du dich ein,
dorthin bist du eingeladen,
weil der andere von dir,
die andere in dir,
dort stattfindet.
Ulrich ‚Schaffer

Foto: Sitta Derstroff

Das Leben ist, wie das Meer.
Es wiegt Dich sanft und stürmig
im Rhythmus des Großen
und
Ganzen.
Es spült Dich zum Strand Deiner Seele,
lässt Dich an Land gehen
für eine Handvoll Erfahrungen
und
nimmt Dich wieder in sich auf
für die Zeit,
die vergehen muss.
Anja Schindler
Ich wünsche ein erfrischendes Wochenende, ob an einem Bach, einem Fluss oder gar am Meer.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Hinweis in eigener Sache:

Sonntag, 22.07.18 – 15 Uhr – Literarischer Sommer im Woogtal in Königstein im Taunus

Treffpunkt: Kur- und Stadtinformation in Königstein am Taunus, Hauptstraße 13a

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Laute, leise Welt – Literarischer Wochenendgruß vom 13.07.18

Laute, leise Welt – Literarischer Wochenendgruß vom 13.07.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in den vergangenen Wochen befand ich mich in einem Wartezimmer einer Arztpraxis. Wegen der Hitze waren die Fenster geöffnet. Straßenlärm drang in das Zimmer hinein. Neben mir saß eine ältere Dame, die unverhofft ein älteres Ehepaar traf. Sie kannten sich gut und hatten viel zu erzählen. Dies geschah nicht im Flüsterton, sondern so, dass jeder der anderen Wartenden alles mithören konnte.

Nach erfolgreicher Untersuchung begab ich mich in einen Bus. Und höre da: Lautes Gerede in den unterschiedlichsten Sprachen umspülten mein Ohr. Als ich endlich an der Bus-Haltestelle meines geliebten Rettershofes ankam, erwartete mich eine Stille. Ein Säuseln der Bäume, ein paar Vögel das waren zarte Geräusche und kein Vergleich mit dem Lärm der vorigen Stunden.

Mir fällt noch etwas anderes auf: Die Welt wird immer lauter. Wer seine Meinung und seine Überzeugung anderen mitteilen will, schreit sie hinaus. Je aggressiver, je wirkungsvoller? Die leisen Botschaften werden kaum noch gehört und wahrgenommen, so erscheint es mir. Vielleicht führt dieser Wochenendgruß zu neuem Nachdenken. Dies wäre mein großer Wunsch.

Foto: Gerd Taron

Alles Laute ertrinkt im Augenblick.
Alles Leise erfüllt den Augenblick.

(Carl Peter Fröhling)

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die größten Ereignisse – das sind nicht unsre lautesten, sondern unsre stillsten Stunden.

~Friedrich Nietzsche~ Werke II – Also sprach Zarathustra

Betende Gruppe – Foto: Angelika Quast-Fischer

Es sind nicht immer die Lauten stark,
nur weil sie Lautstark sind !
Es gibt so viele, denen das Leben ,
leise besser gelingt.

~Konstantin Wecker~

Foto: Gerd Taron

Leise kommt das Wichtige zu dir

In einer Zeit voller Unruhe, in der es manchmal scheint, als würde nur noch das Laute, Aufdringliche gehört, gilt trotzdem noch, dass das Wichtige sehr oft leise zu uns kommt. Für viele von uns ist es schwer geworden, auf diese zarten Töne zu achten und sie, wenn wir sie hören, auch wertzuschätzen. Wir laufen Gefahr, Gefangene der Vordergründigkeit zu werden. Das Wichtige kommt häufig aus der Welt der größeren Zusammenhänge und aus einer Tiefe, die nicht den Zeitströmungen unterworfen ist. Da gibt es eine Weisheit, die sich von tief in uns meldet und die bei unserem Bewusstsein anklopft und uns zum Leben einlädt. Um sie zu hören, müssen wir uns manchmal von dem abkehren, was sich anbiedert und sich uns aufdrängt.
Wir scheinen in immer größerer Unsicherheit zu leben. Es scheint keine persönliche oder politische Sicherheit mehr zu geben. Wichtig ist es dann, dass wir uns nicht von dem, was uns vom Wichtigen ablenkt, befriedigen lassen. Dies ist die Zeit, die uralten Werte, die uns schon seit Jahrtausenden bewegen, wieder neu zu entdecken: Liebe, Erhaltung des Lebens, Sinnfindung, echte Freiheit, die nicht auf Kosten des andern lebt, und tiefer Respekt vor der Einmaligkeit aller Menschen.

Ulrich Schaffer

Foto: Brina Stein

Leise Menschen,
stille Freundschaften,
stille Worte,
stille Zeichen
übertönen lautstarkes Getue,
überdauern
die Kurzlebigkeit
großer Versprechungen,
leerer Gesten.
(Margot Bickel)

Foto: Gerd Taron

Singet leise, leise, leise, singt ein flüsternd Wiegenlied, von dem Monde lernt die Weise, der so still am Himmel zieht. Singt ein Lied so süß gelinde, wie die Quellen auf den Kieseln, wie die Bienen um die Linde summen, murmeln, flüstern, rieseln…

Clemens Brentano

Paradiesische Zeiten – Bild von Lissy Theissen

Ich mag

warmen Sand unter meinen Füßen,
Vogelgezwitscher im Morgengrauen,
wundervolle Menschen in meinem Leben,
warmen Wind auf meiner Haut,
Träume die gelebt werden,
Umarmungen die von Herzen kommen,
das saftige hellgrün der Bäume im
Frühling,
Sommergewitter,
meine Freunde,
barfuß durch feuchtes Gras laufen,
laut im Auto singen,
das Gefühl, dass das Leben erst losgeht,
der Geruch nach einem Sommerregen
und von frisch gemähtem Gras,
Erinnerungen die mich zum Lächeln bringen,
absolute Stille,
intensive Gespräche und
Diskussionen bei Kerzenschein und
Rotwein, angelächelt werden,
ohne selber gelächelt zu haben,
lachen, bis mir die Tränen kommen,
merken, wenn man ein schläft,
einfach merken,
dass man lebt.
Autor unbekannt

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Hast Du eine Hoffnung, die in Erfüllung gehen soll,
so fange einen Schmetterling, und flüstere ihm Deinen Wunsch !
Schmetterlinge geben keinen Laut von sich, und verraten niemandem etwas, außer dem Himmel ! Laß ihn Deinen Wunsch in den Himmel tragen,
und er wird erhört…

Alte hawaiianische Weisheit

Foto: Gerd Taron

Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben.

Irischer Segenswunsch

Ein stilles, vielleicht auch einmal lautloses Wochenende wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Hitze pur – Nachlese vom literarischen Reise-.Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof

Hitze pur – Nachlese vom literarischen Reise-.Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof

Frankfurt am Main, 08.07.2018

Es war warm, sehr warm. In der Nähe schwitzten die Teilnehmer des Euro-Ironman (zu deutsch Europameisterschaften der Triathleten).

Beim literarischen Spaziergang „Gute Reise“ ging es etwas beschaulicher zu. Die Schattenseiten wurden gesucht und gefunden.

Diese drei Damen sollten im Laufe des Spaziergangs noch eine wichtige Rolle spielen … – Von links nach rechts: Franziska Franz, Brina Stein und Andreina Bonanni – Foto: Gerd Taron

Foto: Gerd Taron

Luftveränderung

Fahre mit der Eisenbahn,
fahre, Junge, fahre!
Auf dem Dach vom Wasserhahn
wehen deine Haare.

Tauch in fremde Städte ein,
lauf in fremden Gassen;
höre fremde Menschen schrein,
trink aus fremden Tassen.

Flieh Betrieb und Telefon,
grab in alten Schmökern,
sieh am Seinekai, mein Sohn,
Weisheit still verhökern.

Lauf in Afrika umher,
reise durch Oasen;
lausche auf ein blaues Meer,
hör den Mistral blasen.

Wie du auch die Welt durchflitzt
Ohne Rast und Ruh –
Hinten auf dem Puffer sitzt
du.

Kurt Tucholsky

Im Behördenzentrum unterhalb der Finanzämter und Arbeitsgerichte gab es eine Uraufführung: Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt …

Foto: Gerd Taron

Die vielseitige Autorin Franziska Franz (Kinderbuch, Liebesroman, Krimis) trug dieses Lied im besonderen „Wiener Schmäh“ aus ihrem Roman „Sara und die Regentage“ vor. Und einen Einblick in das Hotel Sacher in Wien gab es noch als Bonmot dazu.

Mit dem Text von „Zwei kleine Italiener“ aus jener Zeit gab es eine gelungene Überleitung zu Andreina Bonanni.

Foto: Brina Stein – Gerd Taron mit Andreina Bonanni

Im Gespräch mit dem Autor gab Andreina Bonanni Einblicke in das Seelenleben ihrer italienischen Landsleute in den Zeiten des Wirtschaftswunders. Diesmal war Andreina Bonanni nicht mit ihrem Saxophon oder Querflöte unterwegs.

Foto: Gerd Taron

Unterwegs gab es dann noch einen Einblick in das Reisen der 1950er/1960er Jahre.. Mit dem Zug in die „Baltische Pier“ aus dem Buch „Bahnhofsimpressionen“ aus dem Jahre 1959..

Endlich kamen die literarischen Spaziergänger bei der Hitze ans Wasser. Trommelwirbel begleitete die Lesung von Brina Stein aus ihrem Buch „115 Tage an Tisch 10“. Zugegeben – es galt diesmal nicht Brina Stein, sondern den Teilnehmern des Eisen-Ironman“. So viele Trommler hat nicht jeder Autor bei seiner Lesung …

Zum Abschluss trafen sich die Teilnehmer im „Wintergarten“ des Café Nussknacker. Ein Teilnehmer, der literarisch sehr bewandert war, gab, obwohl er den Beginn des literarischen Spazierganges versäumt hatte, eine besondere Kostprobe. Er intonierte das Lied „Schneeflöckchen“ von Conny Froeboess aus den 1960er Jahren.

Bei den Temperaturen war es eine willkommene Abkühlung.

Ein sehr kurzweiliger Nachmittag fand auf diese Weise ein besonderes Ende …

Gerd Taron

PS:

Zu den Mitwirkenden:

Andreina Bonanni: Als Saxophonistin ist sie mit Franco Vicrca (www.expressione-duo.com) unterwegs. Im Rahmen der klassischen Musik (Geige und Querflöte) mit Christina Heim.

Franziska ‚Franz https://franziskafranz.wordpress.com/

Brina Stein: http://www.brina-stein.de/

Auf youtube können sie die Lieder von Rudi Schuricke und Conny Froboess noch einmal hören und sehen:

Zwei kleine Italiener

Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt

Auf Reisen sein – Literarischer Wochenendgruß vom 06.07.18

Auf Reisen sein – Literarischer Wochenendgruß vom 06.07.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

auf Reisen sind derzeit viele in unserem Laube. Ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft – die Menschen in dieser Jahreszeit sind unterwegs und erholen und erkunden neue Landschaften oder vielleicht dabei auch sich selbst. Sie erkunden die Welt, wobei es nicht unbedingt die große weite Welt sein muss. Manchmal liegt das Gute doch so nah.

Daher widmet sich dieser Wochenendgruß dem Thema Reisen mit etwas ungewöhnlichen Texten und schönen Fotos.

Foto: Gerd Taron

Unterwegs immer wieder anhalten,
wahr nehmen, was ist,
uns freuen an dem,
was wir erreicht haben,
annehmen,
dass nicht alles gelungen ist.
Uns Zeit nehmen,
neue Kräfte schöpfen,
uns neu orientieren,
uns leiten lassen von dem,
was für uns wesentlich ist.
Weiterschreiten, wie es mir entspricht,
in der Hoffnung,
dass wir immer mehr werden,
was wir letztlich sein können.

(Max Feigenwinter)

Foto: Brina Stein

Von der Sehnsucht

„Ach“, seufzte die Sehnsucht.

„Was hat sie denn?“, fragte der Pragmatismus die Vernunft.
„Das ist ganz normal, so ist sie halt“, sagte die Vernunft.

Dem Pragmatismus aber tat die Sehnsucht leid.
Also ging er zu ihr und fragte: „Hallo Sehnsucht,
was ist den los?“

„Ach, nichts weiter. Ich würde nur so gerne in die Ferne reisen.“

„Na, das ist doch nicht schwer!“, rief der Pragmatismus.
„Da musst du doch nur eine Reise buchen. Wohin soll es denn gehen?“

„Ach, ich möchte so viele Orte sehen.“

„Dann buchst du eben gleich eine Weltreise.“

„Ach, aber alles kann ich ohnehin nicht sehen.“

„Aber wenigsten etwas.“

„Ach, ich würde immer zu wenig sehen. Es gäbe immer Plätze, zu denen ich auch noch reisen würde.“

„Und so sitzt du lieber hier und seufzt?“

„Ach“, sagte die Sehnsucht.

Da fiel dem Pragmatismus nichts weiter ein.

Tania Konnerth – Geschichten die ein Lächeln schenken

Foto: Gerd Taron

Beim Anblick der Menschen auf Reisen,
meine Gedanken fortgetragen von den Gleisen.
Zugegeben, überaus fantastische Imaginationen,
doch mein Selbst kehrt zurück aus seinen Exkursionen.

So prüfe ich erneut mein Herz
und komme zu folgendem Schluss,
dabei denkend an meine Liebste,
weshalb ich dies jetzt sagen muss:

Das Schönste ist am Reisen,
das Gefühl, angekommen zu sein
und dort zu verweilen

Autor unbekannt

Der Zug des Lebens
.
Das Leben ist wie eine Reise im Zug.
Vor einiger Zeit las ich ein Buch,
worin das Leben mit einer Zugreise verglichen wurde.
Eine sehr interessante Lektüre.
.
Das Leben ist wie eine Reise im Zug:
Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle,
bei manchen Aufenthalten angenehme Überraschungen
und tiefe Traurigkeit bei anderen.
.
Wenn wir geboren werden und in den Zug einsteigen,
treffen wir Menschen, von denen wir glauben,
dass sie uns während unserer ganzen Reise
begleiten werden: unsere Eltern.
Leider ist die Wahrheit eine andere.
Sie steigen bei einer Station aus
und lassen uns ohne ihre Liebe und Zuneigung,
ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft zurück.
.
Allerdings steigen andere Personen,
die für uns sehr wichtig werden, in den Zug ein.
Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde
und diese wunderbaren Menschen, die wir lieben.
Manche dieser Personen die einsteigen,
betrachten die Reise als kleinen Spaziergang.
Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer Reise.
Und es gibt wieder andere im Zug,
die immer da und bereit sind, denen zu helfen,
die es brauchen.
.
Manche hinterlassen beim Aussteigen
eine immer währende Sehnsucht.
Manche steigen ein, und wieder aus,
und wir haben sie kaum bemerkt.
Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere,
die wir am liebsten haben,
sich in einen anderen Waggon setzen
und uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen lassen.
.
Selbstverständlich lassen wir uns nicht davon abhalten,
die Mühe auf uns zu nehmen, sie zu suchen
und uns zu ihrem Wagon durchzukämpfen.
Leider können wir uns manchmal nicht zu ihnen setzen,
da der Platz an ihrer Seite schon besetzt ist.
Versuchen wir mit unseren Mitreisenden gut auszukommen,
und suchen wir das Beste in jedem von ihnen.
.
Erinnern wir uns daran,
dass in jedem Abschnitt der Strecke
einer der Gefährten schwanken kann
und möglicherweise unser Verständnis braucht.
Auch wir werden öfter schwanken
und es wird jemanden geben,
der uns versteht.
.
Das große Mysterium der Reise ist,
dass wir nicht wissen,
wann wir endgültig aussteigen werden und genau so wenig,
wann unsere Mitreisenden aussteigen werden,
nicht einmal der, der gleich neben uns sitzt.
Ich glaube, ich werde wehmütig sein,
wenn ich aus dem Zug für immer aussteige.
.
Die Trennung von einigen Freunden,
die ich während der Reise traf,
wird schmerzhaft sein.
Meine Liebsten allein zu lassen,
wird sehr traurig sein.
.
Aber ich habe die Hoffnung,
dass irgendwann der Zentralbahnhof kommt,
und ich habe das Gefühl, sie ankommen zu sehen,
mit Gepäck, das sie beim Einsteigen noch nicht hatten.
.
Was mich glücklich machen wird, ist der Gedanke,
dass ich mitgeholfen habe
ihr Gepäck zu vermehren und wertvoller zu machen.
.
Schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise haben
und das sich am Ende die Mühe gelohnt hat.
.
Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen
einen leeren Sitz zurücklassen,
der Sehnsucht und schöne Erinnerungen
bei den Weiterreisenden hinterlässt.
Ich wünsche allen eine Gute Reise.
.
Verfasser unbekannt

Foto: Brina Stein

“ Wir leben alle in dieser Welt an Bord eines Schiffes, das von einem Hafen unterwegs ist, den wir nicht kennen, zu einem Hafen, von dem wir nichts wissen. Und wir müssen füreinander die Liebenswürdigkeit von Menschen aufbringen, die sich auf einer gemeinsamen Reise befinden.“ – was für ein schöner Satz des portugiesischen Schriftstellers Fernando Pessoa. Unser Leben als Schiffsreise. Der Hafen, von dem wir ablegen – unbekannt. Der Hafen, in den wir mal einlaufen werden – auch unbekannt. Wir wissen nichts. Wir können nur hoffen, dass da ein Hafen sein wird und dass wir dort zur Ruhe kommen und geborgen sind, endgültig geborgen. Bis dahin sind wir aber auf einem Schiff. Auf einem Schiff, das an wunderschönen Ländern vorbei kommt. Von dem aus wir schreckliche Landschaften sehen. Wir erleben sonnige Tage an Deck aber auch Stürme die uns beuteln. Vielleicht auch Motorschäden, die das Schiff zum Stillstand bringen. Aber immer sind wir umgeben von Menschen an Bord. Vielen Menschen, die in unserer Kabine, die im Oberdeck und noch viel mehr im Unterdeck. Die meisten sehen wir nur von Ferne oder gar nicht. Ein paar wenige sind uns nahe, aber alle sind sie doch an Bord – unsere Reisegenossen. Verbunden mit uns durch den gemeinsamen Hafen am Anfang und am Ende der Reise. Gemeinsam auf dem großen Schiff, das wir Leben nennen. Könnte diese Verbundenheit nicht tatsächlich bewirken, dass wir Reisende liebenswürdig miteinander umgehen? Und die begrenzte Zeit, die wir miteinander auf dem Schiff haben, so schön wie möglich miteinander verbringen? ”
~ Dr. Peter Kottlorz

Ich wünsche allen eine schöne Ferienzeit.

Ihr/Euer

Gerd Taron

Hinweis in eigener Sache:

Am Sonntag, 08.07.18 ab 14 Uhr findet zum Thema Reisen ein literarischer Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof statt. Treffpunkt ist der Nebenausgang Gleis 1 Mannheimer Straße.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/2018/07/01/gute-reise-ein-literarischer-spaziergang-rund-um-den-frankfurter-hauptbahnhof-am-sonntag-08-07-18-ab-14-uhr/

Gute Reise! – Ein literarischer Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof am Sonntag, 08.07.18 ab 14 Uhr

Gute Reise! – Ein literarischer Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof am Sonntag, 08.07.18 ab 14 Uhr

Treffpunkt: Gleis 1 – Nebenausgang Mannheimer Straße Frankfurter Hauptbahnhof

Liebe Freunde der Kultur,

einige Leser dieser Zeilen befinden sich bereits irgendwo in der weiten Welt am Strand oder sind anderswo unterwegs. Andere freuen sich auf den bevorstehenden Urlaub.

Wie sagte einst Joseph von Eichendorff in „Ahnung und Gegenwart“:

„Es geht doch nichts übers Reisen, wenn man nicht dahin oder dorthin reiset, sondern in die Welt hinein, wie es Gott gefällt! Wie uns aus Wäldern, Bergen, aus blühenden Mädchengesichtern, aus Strömen und alten Burgen das noch unbekannte, überschwengliche Leben ernst und fröhlich aussieht! – Das Leben der meisten ist eine immerwährende Geschäftsreise vom Buttermarkt zum Käsemarkt; das Leben der Poetischen dagegen ein freies, unendliches Reisen nach dem Himmelreich.“

Ein Ort, wo das Reisen beginnen kann, ist der Bahnhof. So war es in meiner Kindheit und Jugend, wenn die Familie zum Urlaub nach Österreich aufbrach.

Alle, die noch zu Hause verweilen, lade ich zu einer Urlaubsreise in das Gestern und das Heute ein.

Zum literarischen Spaziergang am Sonntag, 08.07.18 ab 14 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof kommen besondere Gäste:

Andreina Bonanni, die die Sehnsucht nach Reisen nicht nur in ihrem Heimatland auf besondere Weise kennt.

Franziska Franz, die ein bekanntes Lied der 1950er Jahre auf ungewöhnliche Weise zu Gehör bringt.

Brina Stein, für die das Reisen mehr ist als nur ein „Event“.

Beim Gang durch das Gutleutviertel und zum Main gibt es spannende Geschichten zu hören und zu erleben.

Zum Abschluss kann, wer mag, im Café Nussknacker, Karlsruher Straße 5, an der Südseite des Frankfurter Hauptbahnhofes verweilen.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen am Sonntag, 08.07.18

Ihr/Euer

Gerd Taron

Und es ist Sommer – Literarischer Wochenendgruß vom 29.06.18

Und es ist Sommer – Literarischer Wochenendgruß vom 29.06.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in Hessen und anderen Bundesländern haben die Sommerferien begonnen. Nicht nur für Schüler und Lehrer ist es die wohl schönste Zeit des Jahres. Endlich sind keine Pflichten, wie zum Beispiel Hausaufgaben, zu erfüllen. Freie Zeit, die jeder für sich nutzen kann, wie es ihm beliebt.

Die Sonne zeigt sich derzeit in unseren Breitengraden von ihrer besten Seite.. Die Texte dieser Sommer-Ausgabe wurden beim literarischen Sommer-Spaziergang am vergangenen Sonntag rund um den Rettershof präsentiert.

Foto: Gerd Taron

In prächtigen Farben
naht wieder der Sommer.
Der Wind spielt
lächelnd im Haar,
streicht über die Felder,
liebkost deine Wangen.
Du weinst,
weil so schön
es einst war …
In prächtigen Farben
naht wieder der Sommer,
schenkt Blumen
und Wärme und Licht;
Erinnerung wandert
durch Tannenwälder,
die hohen Bäume
sie warten auf
auf dich …
Im Sommer kannst einmal noch
Hitze atmen,
die Liebe, das Sein
und den Tod;
in Farben und Flammen
schlägt alles zusammen –
an diesen Tagen
in Rot.

(Ingrid Streicher)

Foto: Gerd Taron

Soll ich denn einen Sommertag dich nennen,
dich, der an Herrlichkeit die überglänzt?
Dem Mai will Sturm die Blütenpracht nicht gönnen,
und Sommers Herrschaft ist so eng begrenzt.
Oft leuchten seines Blickes Feuerfarben,
doch bald auch hört das goldne Glänzen auf,
bis seine allerletzten Spuren starben
in Wechsel und natürlichem Verlauf.
Dir aber soll der Sommer niemals scheiden,
die Zeit sei fern, dass Schönheit dir verdirbt.
Des Todes gier`ger Blick weiß ich zu meiden:
mein Wort verhütet, dass dein Wesen stirbt.
Solange Ohren hören, Augen sehn,
besteht mein Lied, wirst du im Lied bestehn!
Karl Kraus, Nachdichtung des 18. Sonetts von Shakespeare

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Sommer

Weißt du, wie der Sommer riecht?
Nach Birnen und nach Nelken,
nach Äpfeln und Vergißmeinnicht,
die in der Sonne welken,
nach heißem Sand und kühlem See
und nassen Badehosen,
nach Wasserball und Sonnenkrem,
nach Straßenstaub und Rosen.
Weißt du, wie der Sommer schmeckt?
Nach gelben Aprikosen
und Walderdbeeren, halb versteckt
zwischen Gras und Moosen,
nach Himbeereis, Vanilleeis
und Eis aus Schokolade,
nach Sauerklee vom Wiesenrand
und Brauselimonade.
Weißt du, wie der Sommer klingt?
Nach einer Flötenweise,
die durch die Mittagsstille dringt,
ein Vogel zwitschert leise,
dumpf fällt ein Apfel in das Gras,
der Wind rauscht in den Bäumen,
ein Kind lacht hell, dann schweigt es schnell
und möchte lieber träumen.

Ilse Kleberger

Sommergäste

Kohlweißling flattert durch den Garten,
sucht sich die schönste Blüte aus.
Die Rose lädt ihn freundlich ein,
bald setzt er sich zum süßen Schmaus.
Die Hummeln summen im Lavendel,
dem fremden Gast vom Mittelmeer,
von seinem Duft bald schläfrig trunken,
den Pelz vom Blütenstaube schwer.
Sie lieben auch die Anemonen,
die stolz den Kopf nach oben recken
und ihre rosaroten Blüten
der Sonne froh entgegen strecken.
Die Bienen tun’s den Hummeln gleich
und sammeln fleißig Nektar ein.
Die Ringelblumen bitten herzlich,
bei ihnen auch zu Gast zu sein.
Selbst Löwenmaul und Margueriten,
die ersten Dahlien, gelb und rot,
bewirten gern die Sommergäste.
So leidet niemand derzeit Not.
Es summt und brummt in unserm Garten,
die Amsel zwitschert froh ihr Lied,
das wie die kleine weiße Wolke
am Himmel schnell von dannen zieht.

© Christa Kluge

Foto: Gerd Taron

Sommerpoesie …

Sattes Grün tränkt meine Augen
in einem See von Leben Pur
darf genüsslich Frieden saugen
an dem Busen der Natur
Herz und Seele sind verbunden
tanzen, singen, jubilieren
drehen fröhlich ihre Runden
bis sie sich im Rausch verlieren
Höre Nachtigall und Meise
Lieder voller Harmonie
führen mich auf meiner Reise
durch die Sommerpoesie
Leise flüsternd hör ich´s rauschen
aus des Blätter-Kronen-Kleid
gib mich hin, dem Klang zu lauschen
löse mich aus Raum und Zeit
Sonnenlicht küsst meine Seele
Sommerwind streift meinen Geist
bis dass nichts mehr meinem Wohlsein fehle
und mir meinen Weg des Daseins weist

Cäcilia Wentker

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wie freu‘ ich mich der Sommerwonne!
Wie freu‘ ich mich der Sommerwonne,
Des frischen Grüns in Feld und Wald,
Wenn’s lebt und webt im Glanz der Sonne
Und wenn’s von allen Zweigen schallt!
Ich möchte jedes Blümchen fragen:
Hast du nicht einen Gruß für mich?
Ich möchte jedem Vogel sagen:
Sing, Vöglein, sing und freue dich!
Die Welt ist mein, ich fühl es wieder:
Wer wollte sich nicht ihrer freu’n,
Wenn er durch frohe Frühlingslieder
Sich seine Jugend kann erneu’n?
Kein Sehnen zieht mich in die Ferne,
Kein Hoffen lohnet mich mit Schmerz;
Da wo ich bin, da bin ich gerne,
Denn meine Heimat ist mein Herz.

Hoffmann von Fallersleben

Foto: Gerd Taron

Sommergebet

Es prangen Granatäpfelranken im Garten
Und blühen so warm wie das Tagesverglühen.
Zypressen wie riesige Schattenstandarten
Beginnen im Garten die Nacht zu verfrühen.
Wir heben die Arme empor zu dem Brande,
Ich tauche wie nackt bis zum Herzen in Flammen.
Mein Wesen erschaut sich im Blütengewande:
Auch ich blute auf mit den Baumbräutigamen.
Du Sonne in Scharlach, mit purpurnen Schleppen,
Entfunkelst mir unter Granatäpfelranken.
Ich komme zu dir auf lebendigen Treppen,
Ich gleiche der Abende bebendem Danken.
Ich werde ein Wahn und sein Wallen in Wangen,
Ich bin des Granatapfels fieberndes Blühen,
Die Sprühwürmchen sollen ihr Funkeln empfangen,
Verkündet, entzündet sie, Brüder im Glühen!
Theodor Däubler (1876 – 1934)

Ein sonniges Sommerwochenende mit viel Sonnenschein wünscht Ihnen

Ihr/Euer

Gerd Taron

Mit anderen Augen sehen – Literarischer Wochenendgruß vom 22.06.18

Mit anderen Augen sehen – Literarischer Wochenendgruß vom 22.06.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

jeder der gesunde Augen hat, möge sich darüber freuen, dass er alles scharf sehen kann. Ob das auch im übertragenen Sinne gilt, ist eine andere Angelegenheit.

Menschen, die andere, kranke Augen haben, sehen dafür anderes viel schärfer als der Gesunde. Sie haben gelernt, mit der Krankheit zu leben. Es ist immer wieder beeindruckend wie sie zum Beispiel trotz der „Behinderung“, wunderbare Fotos zustande bringen.

In den vergangenen Tagen habe ich leider auch die Erfahrung erleben müssen, dass einige die mit gesunden Augen leben, kein Verständnis für Menschen mit kranken Augen aufbringen. Da begegnet einem manchmal ein Satz wie „Das müssen Sie doch sehen.“

Im übertragenen Sinne kann dies bedeuten, dass man auf diese Art diese Menschen mit einer solchen Einstellung von der negativen Seite plötzlich kennenlernt. Man sieht dann alles anders.

Dieser Wochenendgruß ist daher all denen gewidmet, die trotz aller Misslichkeiten mit sehenden Augen der Welt begegnen.

Hans Joerg Kampfenkel, der nur noch auf einem Auge sehen kann, hat diese wunderschönen Fotos zu diesem Wochenendgruß beigetragen.

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Augen sind die Tür zum Menschen,
können dich wärmen oder dich frieren lassen,
können eine Wand sein
oder dich ganz sanft umarmen
und die Tür öffnen zum Herzen

Engelbert Schinkel

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Mit unseren Augen entdecken wir das Schöne,
doch nur mit unseren Herzen entdecken wir die Wunder.

© Paulo Coelho

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

..wenn Augen sprechen..
Augen sehen
was das Herz spürt,
doch der Verstand
nicht fühlt.

Augen sprechen,
Herzen fühlen
was sie empfinden,
doch der Verstand
nicht glauben will.

Augen weinen,
Herzen zerbrechen
wenn Worte weiter
den Verstand
manipulieren.

Augen strahlen,
Herzen lächeln,
wenn sich
die Sprache
der Liebe
mit dem Verstand
versteht.

Text: © Monika Heckh

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Deine Augen
sind das
Sprachrohr
Deiner Seele.
Sie erzählen
mir Deine Geschichten,
Geschichten
des Herzens
von Liebe,
von Trauer
und
Glück,
von Freude,
Kinderzeit
und
Lebensknick.
Deine Augen
kennen keine Lüge,
sie kennen alle Wege
und wissen,
wie es war.
Sie bitten um Hilfe,
sie danken mir
und
strafen mich,
wenn ich zu nah
Dir trete.
Doch schenken sie mir Vertrauen,
dann schenke mir
nur den einen
Augenblick
und
ich
erzähl
von Deinem
Leben.
-GABE-

Anja Schindler

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wir haben verlernt, die Augen auf etwas ruhen zu lassen.
Deshalb erkennen wir so wenig….

Jean Giono

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Die Augen sind das Kostbarste, was ein Mensch besitzt und das Einzige, womit er nicht betrügen kann, sein Äußeres kann man beliebig verändern und bei jedem Wort hat man die Wahl zwischen Wahrheit und Lüge, aber Augen sind Fenster zum Innersten, und die Seele lügt nie, deshalb lass Dich nicht von einem perfekten Äußeren blenden, und auch nicht von den gebildetsten Worten verführen, sondern schütze Deine eigenen Augen, um in denen Deines Gegenübers lesen und erkennen zu können, ob es auch wirklich ehrlich zu Dir ist.

Quelle: facebook

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Das Grün der Wiesen ~ erfreue deine Augen.
Das Blau des Himmels ~ überstrahle deinen Kummer.
Die Sanftheit der kommenden Nacht ~
mache alle dunklen Gedanken unsichtbar!

Irischer Segenswunsch

Ich wünsche Ihnen, dass Sie durch dieses Wochenende mit besonders sehenden Augen gehen.

Ihr/Euer

Gerd Taron