Herbstliche Neuigkeiten – Aktuelle Übersicht der Veranstaltungen von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr

Herbstliche Neuigkeiten – Aktuelle Übersicht der Veranstaltungen von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr

Liebe Freundinnen und Freunde der Kultur,

am 22.09. beginnt der kalendarische Herbst. Es ist draußen kühler geworden und der Herbst hat bereits Einzug gehalten.
Bis Ende Oktober gibt es noch einige literarische Freiluft-Veranstaltungen. Hier die aktuelle Übersicht

Sa 23.09. – 16 Uhr – Literarischer Herbst-Spaziergang rund um den Rettershof

Treffpunkt: An der Linde am Rettershof im Außenbereich

An ausgewählten Stationen rund um den Rettershof werde ich Geschichten und Gedichte über den Herbst.präsentieren.
Bei schlechter Witterung findet die Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Landgasthofes „Zum fröhlichen Landmann“ statt. Dort besteht auch die Möglichkeit, nach dem Spaziergang zu verweilen.
Kostenbeitrag: 5 Euro

Oktober 2017

So 01.10. – 14 Uhr – Literarischer Buchmessen-Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof – Thema: Frankreich, Frankreich – Ehrengastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse – Literarisches aus Frankreich

An verschiedenen Stationen werden französische Gedichte, Liebesgeschichten und Märchen vorgestellt– natürlich in deutsch.

Treffpunkt: An Gleis 1 Haupt-Nebenausgang Mannheimer Straße – gegenüber einem kleinen Supermarkt

Kostenbeitrag: 5 Euro

Fr 06.10. – 17:30 Uhr Literarisches aus Frankreich beim Wochenmarkt in Eppstein

Treffpunkt: Vor der Eppsteiner Weinpresse (Altes Rathaus, Altstadt Eppstein)

Gemeinsam mit der Eppsteiner Weinpresse und dem Mundschenk Ramon Olivella, werden literarische und kulinarische Genüsse präsentiert. Dazu passet das Wein-Thema: „France je t’aime“

So 08.10. – 12:45 Uhr – Literarischer Spaziergang beim Erntedank- und Handwerkerfest am Rettershof

Treffpunkt: An der Linde am Rettershof im Außenbereich

Auf Einladung der Gutsverwaltung Rettershof wird es wieder einen literarischen Erntedank-Spaziergang mit Geschichten und Gedicht zum Thema Ernte.

So 29.10. – 15 Uhr – Literarischer Abschluss-Spaziergang zum Ende der Freiluftsaison

Thema: Zwischen den Zeiten

Es wird literarisches über die Zeit und den Übergang zwischen Herbst und Winter präsentiert.

Treffpunkt: An der Linde am Rettershof im Außenbereich

Bei schlechter Witterung findet die Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Landgasthofes „Zum fröhlichen Landmann“ statt. Dort besteht auch die Möglichkeit, nach dem Spaziergang zu verweilen.

Kostenbeitrag: 5 Euro

… und am 1. Adventwochenende (02.12./03.12.) Fischbacher Weihnachtsmarkt mit meiner literarischen Weihnachtshütte.

Ich wünsche allen ein erholsames Wochenende mit Zeit und Muße für die Literatur.
Ihr/Euer

Gerd Taron

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Einkehren – bei Worten im Gasthaus Lyrisches mit dem Kelkheimer Autor Thomas Berger

Einkehren – bei Worten im Gasthaus
Lyrisches mit dem Kelkheimer Autor Thomas Berger

Hof Gimbach (Kelkheim), 14.09.17

Liebe Literaturfreunde,

wer kehrt nicht gern in ein gemütliches Gasthaus ein – und dann in einem solch schönen Ambiente wie dem Gimbacher Hof?

Margarete Schiela – Inhaberin des Gimbacher Hofes

Wenn dazu ein besonderer lyrischer Leckerbissen geboten wird, schlägt das Herz eines Literaturfreundes höher.
Der weit über die Grenzen bekannte Kelkheimer Autor Thomas Berger präsentierte im Kaminzimmer des Gimbacher Hofes seine facettenreiche Lyrik und mehrere Erzählungen.

Am runden Büchertisch konnten die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer sich einen Überblick über die Werke von Thomas Berger verschaffen. Dazu gehörten auch die neu erschienenen Bücher „Am Wegesrand“, „Andernorts“ und „Reformation als Vermächtnis“ – mehr dazu am Ende dieses Berichtes.

Es gab eine besondere Premiere zu bewundern und zu hören. Zum ersten Mal in seinem Leben als Autor schrieb Thomas Berger ein Märchen. Es trägt den schönen Titel „Im Zaubergarten“. Die Hauptpersonen in diesem Märchen sind die Brüder Robustos und Parvulus und eine alte Frau, die in einem Haus mit einen verwunschenen Garten lebt. Sie spielen der alten Dame oft und manchmal auch üble Streiche als Zeitvertreib. Dies nimmt ein Ende, als ein Schulmeister die beiden auf frischer Tat ertappt. Es kommt zu einer zauberhaften Begegnung zwischen den beiden Strolchen und der alten Frau. Sie zeigt den beiden ihren Garten, wo sich vieles so schön entfalten kann. Zum Schluss sagt die alte Frau zu den beiden „Großes bietet Kleinem Schutz, das sich so entfalten kann.“ Dieser wunderschöne Satz gilt nicht für Pflanzen, sondern sicherlich auch für uns Menschen.

Schwernis
Der Tag ist nicht fern
da erstorben der Vogelsang
schwarz gekleidet der Schnee
lichtscheu die Knospen im Lenz
frostkalt der Sonne Glut
Der Tag ist nicht fern
da für immer du gehst

Thomas Berger

Thomas Berger ist stets auf sprachlicher Entdeckungsreise und immer wieder wird er fündig, wie bei dem Gedicht „Schwernis“. Es ist ein Wort, das heute keiner mehr oder nur noch die wenigsten kennen.
Im weiteren unterhaltsamen Teil des Abends beleuchtete Thomas Berger „Menschen und Eigenheiten – ein Panorama“. Hier ein paar Kostproben:
Ein pedantischer Mensch zählt jedes Mal, wenn es ein neues Telefonbuch gibt, die Seiten nach − es könnte eine fehlen.
Ein geiziger Mensch weint nie; er will keine Flüssigkeit verlieren.
Ein gewalttätiger Mensch hasst Friedfertige – sie bringen ihn zur Raserei.
Ein gutgläubiger Mensch öffnet jedem die Tür – sogar der Schwiegermutter.
Ein bibliophiler Mensch kann sich keinen schöneren Tod vorstellen, als unter herabstürzenden Folianten begraben zu werden.

Es war wieder ein Abend, der viel zu schnell zu Ende ging. Mit seiner sehr sympathischen Art schenkte Thomas Berger den Zuhörern lyrische Leckerbissen. Das ließ das schlechte Wetter draußen schnell vergessen.

Wer mehr über Thomas Berger wissen möchte, hier der Link zu seiner Internet-Seite:
http://www.autor-thomas-berger.de/

Gerd Taron

Alle Fotos: Gerd Taron – Weiterveröffentlichung nur nach Rücksprache gestattet

Nachstehend hier noch einige Impressionen des Abends:

Die Lieblingsbeschäftigung eines jeden Autors: das Signieren

Lyrische Karten von Thomas Berger

Und hier die neu erschienenen Bücher im Überblick:

AM WEGESRAND. Einkehr im Garten der Worte
Edition Märkische LebensArt, Storkow (Mark) 2017 ISBN 978-3-943614-14-5 / 19,95 EUR

ANDERNORTS. Erzählungen
Edition Märkische LebensArt, Storkow (Mark) 2017 ISBN 978-3-943614-15-2 / 17,95 EUR

Reformation als Vermächtnis
Azur Verlag, Wildflecken (Rhön), 1. Aufl. 2017 ISBN 978-3-934634-89-3 / 11,90 EUR

Im Überfluss leben – Literarischer Wochenendgruß vom 15.09.17

Im Überfluss leben – Literarischer Wochenendgruß vom 15.09.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in diesen Tagen liegt wieder Sperrmüll zur Abholung in unserer Straße bereit. An den verschiedensten Ecken kann man die Reste unseres ausgemisteten Wohlstands „besichtigen“.

Wir leben im Überfluss. Und immer wieder höre ich das Klagen darüber, wohin mit den vielen Sachen. Diese Äußerungen und meine Teilnahme am ökumenischen Flohmarkt Ende August haben mir erneut bewusst werden lassen, in welchem materiellen Überfluss wir leben. Bei meinen Besuchen auf Wochenmärkten wird mir dies auch im Hinblick auf die große Vielfalt der Lebensmittel deutlich. Wir haben die Wahl, die manchmal zur Qual wird.

Wäre manchmal weniger nicht besser als noch mehr?

Ein etwas nachdenklicher Wochenendgruß möge Sie in den freien Tagen begleiten

Foto: Gerd Taron

Eile mit Weile
Ja, immer größer wird die Eile:
Man sucht Gewinn, man will Genuß,
Doch bleibet uns an Langeweile
noch immer großer Überfluß.

Und fliegst du wie ein Vogel, fliege !
Die Langeweile läßt nicht ab;
Sie lag mit Dir schon in der Wiege,
Sie geht mit Dir auch in das Grab.

August Hoffmann von Fallersleben

Foto: Gerd Taron

Frei werden

Heute entrümpeln wir Wohnung und Keller,
trennen uns von Ballast,
von Unbrauchbarem, Überflüssigem,
das uns schon lange zur Last wurde,
unnütz im Weg stand, behinderte, einengte,
und stellen es als Sperrmüll vors Haus.

Heute nutzen wir die Gelegenheit,
Platz zu schaffen, um freu und unbelastet zu leben.

Warum nicht auch gleich
unseren Kopf entrümpeln,
uns trennen von unnützen Gedanken,
die uns belasten und einengen:
von Vorurteilen, feindseligen Gefühlen,
Bitterkeit, Bosheit, endlosem Grübeln,
von Erinnerungen an Ärger, Verletzungen,
an überflüssiges Geschwätz.

Heute nutzen wir die Gelegenheit,
Platz zu schaffen für positive Gedanken, Gefühle.

Warum nicht auch gleich
unseren Tag entrümpeln,
uns trennen von Tätigkeiten,
die uns nicht guttun,
die oberflächlich und leer
unsere Zeit totschlagen.

Heute nutzen wir die Gelegenheit,
in unserem Leben Platz zu schaffen,
um unsere kostbare Lebenszeit bewusster zu füllen.

Gisela Baltes

(aus: Gisela Baltes, Meine Wege – deine Wege. Impulstexte zum Kirchenjahr. (c) 2007 Verlag Butzon & Bercker, 47623 Kevelaer, http://www.chrisbuch.de/Spirituelle-Lebenshilfe/Meine-Wege-deine-Wege/889.html)

Foto: Gerd Taron

Ein Leben in Fülle lebt nicht vom Überfluss –
sondern von der Vielfalt.“

Ernst Ferstl

Foto: Gerd Taron

Ich lasse mich nicht unterdrücken
Ich lasse mich nicht unterdrücken
von denen, die Wachstum verneinen,
von Ideen, die das Entfalten verbieten,
von Gesetzen, die das Reifen verhindern.
Ich lasse mich nicht einschüchtern
von Vorschriften,
denen es nur um Sicherheit geht.
Ich lasse mich nicht ersticken
von hübscher Mittelmäßigkeit.
Ich lasse mich nicht zurückhalten
von den Risikoscheuen.
Ich protestiere
gegen die Verneinung des Lebens
und stürme weiter vor.
Wie sollen wir uns sonst treffen?
Das Übliche ernährt uns nicht,
und mitten im Überfluss werden wir sterben.
Ich werde mit mir selbst in Verbindung treten
und mit besonderem Tastsinn
auf dich zu wachsen.
Ich werde dich mit dem inneren Auge sehen,
deine ungesprochenen Worte hören
und weiter als eine Meile mit dir gehen.
Ich werde unvorhersagbar sein
und leben.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron

Voll Blüten

Voll Blüten steht der Pfirsichbaum,
Nicht jede wird zur Frucht,
Sie schimmern hell wie Rosenschaum
Durch Blau und Wolkenflucht.
Wie Blüten gehn Gedanken auf,
Hundert an jedem Tag –
Laß blühen! Laß dem Ding den Lauf!
Frag nicht nach dem Ertrag!
Es muß auch Spiel und Unschuld sein
Und Blütenüberfluß,
Sonst wär die Welt uns viel zu klein
Und Leben kein Genuß.

Hermann Hesse~

Mit diesen Worten eines großen Dichters wünsche ich ein Wochenende zum Genießen des Überflusses, sei es bei einem Spaziergang in der Natur oder anderen Tätigkeiten.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Es lebe die Technik? – Literarischer Wochenendgruß vom 08.09.17

Es lebe die Technik? – Literarischer Wochenendgruß vom 08.09.17

Liebe treuen Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

in diesen Zeiten erscheint es mir, als ob die Technik der neue Heilsbringer sei. Die Digitalisierung wird von Politik und Wirtschaft oft als die Lösung propagiert. Aber ist es wirklich der Weisheit letzter Schluss?

Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue und die Nachrichten lese und höre, kommen mir erhebliche Zweifel an der „Technikgläubigkeit“
Die Technik ist genauso fehlerhaft wie der Mensch selbst. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass hinter der Technik immer der Mensch steht, der zum Beispiel eine Software programmiert hat. Im Gegensatz zu früheren Zeiten kann ein menschlicher Fehler in der digitalen Welt katastrophale Folgen durch Domino-Effekte haben. Die aktuelle Störung auf der stark befahrenen Rheintal-Bahn in Baden-Württemberg ist ein Beispiel. Öfters sind Pendler im Bahnverkehr von „Stellwerksstörungen“ betroffen. Oder wie oft hat das „Navi“ in die Irre geführt.

Im Haushalt erleichtern moderne Geräte die Arbeit. Frauen haben dadurch viel Erleichterung erfahren. Dafür sind sie heute im Berufsleben viel stärker eingespannt, um den Lebensstandard mit dem Partner zu erhalten.

Die Arbeitsbelastung hat in der digitalen Welt zugenommen, statt abzunehmen, wie es uns die Technik glauben machen will.
Und statt einfacher wird, so mein Eindruck, durch die Technik vieles komplizierter. Nicht jeder ist in der Lage, die oft unverständlichen Gebrauchsanleitungen zu verstehen. Das ist keine Frage der Intelligenz.

Vielleicht betrachten Sie manches nach meinen Ausführungen, was die Technik betrifft, kritischer.

Die ungewöhnlichen Fotos dieser Ausgabe haben mir Freunde und Bekannte zur Verfügung gestellt, die ich zum Teil persönlich oder aus den sozialen Werken kenne. Ihnen möchte ich dafür besonders danken.

Foto: Michael Heinz

Speziell für die Technikverhafteten und jene, die das Komplizierte für genial halten – das Komplizierte ist niemals genial, sondern bloß kompliziert. Das Einfache, das Simple, das ist das Geniale…

der Andersmensch

Über den Dächern von Eppstein – Foto: Gerd Taron

Linie 13. Montagmorgen, 8:07 Uhr

„Fahrscheine bitte!“ Neben mir sitzt eine alte kleine Dame – bestimmt schon über 80 Jahre. Und während ich in meiner Tasche nach meinem Ticket krame, sitzt sie regungslos da.

„Werte Frau, Ihren Fahrschein bitte!“ Die alte Dame schaut den Kontrolleur an. Sie lächelt. „Ich habe keinen. Ich fahre gerade zu meinen beiden Engelchen nach Mülheim. Schauen sie, ich könnte ihnen jetzt sagen, dass, der Fahrscheinautomat viel zu kompliziert ist. Oder vorgeben, ich sei verwirrt. Oder einfach sagen, ich leide an Demenz. Wahrscheinlich würden sie mir glauben. Die Wahrheit ist aber, dass wir Ende des Monats haben. Das Geld hat schlicht nicht ausgereicht für ein Ticket. Da ich die Kleinen aber unbedingt sehen wollte, bin ich das Risiko eingegangen.“

Der Kontrolleur ist sichtlich überrascht, ihm fehlen die Worte. „Mir ging es in meinem Leben schon weitaus schlechter,“ führt die Dame fort “ aber gelogen habe ich nie. Junger Mann, schreiben sie mich ruhig auf.“ Sie hält ihm ihren Personalausweis hin. Der Kontrolleur schaut jedoch nicht auf den Ausweis. Er blickt der Dame in die Augen. Holt tief Luft. Und dreht sich um. Er geht zum Ticketautomaten und öffnet sein eigenes Portmonee. Nach ein paar Sekunden kommt er wieder zurück “ Ich habe ihnen ein Ticket gekauft – es gilt für vier Fahrten. Damit können sie ihre Enkel diese Woche zweimal sehen.“ Die alte Dame ist jetzt sprachlos.

Verfasser unbekannt

Foto: Petra Krenzer

Es ist wichtig, was du willst
Du bist umgeben von Institutionen und Systemen,
die alle zu wissen meinen, was du brauchst.
Sie machen dir Angebote und betonen,
wie gut es wäre, wenn du ihnen glauben würdest.
Ratgeber annoncieren ihre Künste,
Wissenschaftler verbessern deine Lebensqualität,
Gurus wollen dich retten,
und für jedes Problem gibt es Techniker und Ärzte,
Politiker und Weltverbesserer, die behaupten,
sie hätten dein Glück im Sinn.
Für alles gibt es einen Durchschnitt,
nach dem gemessen wird.
Die Statistiken häufen sich.
Du bist eine anonyme Zahl.
Darum ist nichts so wichtig
wie die Entscheidungen deines Lebens.
Es ist wichtig, dass du etwas willst,
in der Tiefe deines Wesens,
dass du etwas mit deinem ganzen Herzen glaubst,
dass du wählst, wie du leben willst,
und dass du deine innere Stimme hörst und ihr traust.

Ulrich Schaffer

Foto: SusAnn Langstrump

VOM WERT DER ZEIT
Um den Wert des Jahres zu erfahren,
frage einen Studenten, der im Abschlussexamen durchgefallen ist.
Um den Wert eines Monats zu erfahren,
frage eine Mutter, die ein Kind zu früh zur Welt brachte.
Um den Wert einer Woche zu erfahren, frage einen Herausgeber einer Wochenzeitschrift.
Um den Wert einer Stunde zu erfahren, frage die Verliebten, die darauf warten sich zu sehen.
Um den Wert einer Minute zu erfahren, frage jemanden, der seinen Zug,Bus oder Flug verpasst hat.
Um den Wert einer Sekunde zu erfahren ,frage jemanden ,der einen Unfall überlebt hat.
Um den Wert einer Millisekunde zu erfahren,frage jemanden der bei den olympischen Spielen durch eine Millisekunde gewonnen hat.
DIE ZEIT – WARTET AUF NIEMANDEN

Verfasser unbekannt

Am Rettershof – „Meine Ruhebank“ – Foto: Gerd Taron

Für dieses Wochenende wünsche ich viele erholsame Zeit mit Ihrer Familie und Freunden oder für sich allein. Genießen Sie die stillen Momente, um zur Ruhe zu kommen.

Ihr/Euer
Gerd Taron

Hinweis in eigener Sache: Die Veranstaltung am sonntag, 10.09. „Auf den Spuren von Hildegard von Bingen“ in Rüdesheim fällt wegen der schlechten Witterung aus!

Ich bedeute etwas – Literarischer Wochenendgruß vom 01.09.07

Ich bedeute etwas – Literarischer Wochenendgruß vom 01.09.07

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

nach langen und intensiven Tagen kommt zur gewohnten Zeit der neue Wochenendgruß.

Mir sind in diesen Tagen viele Menschen begegnet und jeder hat, ob beim Museumsuferfest in Frankfurt oder beim Supermarkt nebenan, seinen Eindruck hinterlassen. Darüber freue ich mich und ich bitte um Verständnis, wenn ich nicht jedem die entsprechende Aufmerksamkeit schenken kann.

Foto: Gerd Taron

Im Umgang mit Menschen, die uns viel bedeuten, ist nichts ohne Bedeutung

Ernst Fernstl

Foto: Tim-Thilo Fellmer

Kleine Dinge …
„Kleinigkeiten“
– ein Lächeln
– eine liebe Geste
– ehrliches Interesse
Schon in kleinen Dingen
hört man den Namen
der Freundschaft schwingen
Wohl nicht bedeutungslos:
– ein Lächeln
– eine liebe Geste
– ein nettes Wort
– ehrliches Interesse
Ehrlichkeit
Worte
Gesten
Sie machen uns
zu dem,
was wir sind
zu dem,
was wir hoffen zu sein
Freunde, geliebte Menschen,
die fühlen, reden, schweigen, helfen,
die einfach nur leben
„Kleinigkeiten“ und doch so
bedeutend!

Angela Hökkelberg

Foto: Gerd Taron

Lebe für den Augenblick… eine Geschichte von der Freude…

Es waren einmal ein Junge und ein Mädchen am Strand,
die eine Sandburg bauten. Stundenlang bauten sie Türme, Mauern und einen Graben.
Und während sie bauten, kam die Flut immer näher.

Nachdem sie fast den ganzen Morgen an der Burg
gearbeitet hatten, kam plötzlich eine große Welle und schwemmte die ganze Burg davon.
Ein Erwachsener, der die beiden Kinder
den ganzen Morgen beobachtet hatte,
hatte Mitleid mit den Kindern,
weil sie so viel Arbeit hineingesteckt hatten.

Aber dann sah er, wie sie lachend Hand in Hand
den Strand hinunter rannten.
Da wurde dem Erwachsenen klar, dass es zwar zeitweilig Spaß macht, Imperien aufzubauen, dass aber der Spaß, Freunde zu haben, mit denen man auch dann noch lachen kann, wenn das weggeschwemmt wird,
woran man ein Leben lang gearbeitet hat,
bedeutend größer ist und von längerer Dauer.

Autor unbekannt

Foto: Gerd Taron

Die höchste Disziplin ist, nach den Werten zu leben,
die mir am meisten bedeuten.
Es mag sein, dass ich dafür auf etwas verzichten muss,
z.B. auf Lob, Geld oder gesellschaftlichen Status.
Die Belohnung dafür ist jedoch enorm:

Dadi Janki

Foto: Gerd Taron

Loreley

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldnes Haar.
Sie kämmt es mit goldnem Kamme,
Und singt ein Lied dabey;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodey.
Den Schiffer, im kleinen Schiffe,
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh‘.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Loreley getan.

Heinrich Heine

Ein bedeutsames Wochenende wünscht allen

Ihr/Euer
Gerd Taron

PS:
Vielleicht sehen wir uns beim literarischen Spaziergang am Freitag ab 17:30 Uhr in Eppstein am Wochenmarkt oder beim Hof- und Bücherflohmarkt am Samstag;
Fr 01.09. – 17:30 Uhr – Literarischer Spaziergang zum Ende des Wochenmarktes in Eppstein
Treffpunkt: Vor der Eppsteiner Weinpresse (Altes Rathaus, Altstadt Eppstein)
Sa 02.09. – 10 – 16 Uhr Hof- und Bücherflohmarkt in Kelkheim-Fischbach, Langstraße 30

Auf der Suche nach Orientierung – Literarischer Wochenendgruß vom 25.08.17

Auf der Suche nach Orientierung – Literarischer Wochenendgruß vom 25.08.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

in den Tageszeitungen lese ich immer wieder von “orientieren“. Keiner weiß, wo die Lebensreise hingeht, sei es in unserer Gesellschaft oder im persönlichen Bereich. An wen oder was soll man sich in diesen unruhigen Zeiten orientieren? Haben Sie Orientierungspunkte in Ihrem Leben? Ist das Ihre Familie, Ihr Freundeskreis, andere Menschen oder sind es Werte, wie auch immer sie heißen mögen? Oder sind Sie, wie so viele, auf der Suche?

Ich wünsche Ihnen, dass in Ihrem persönlichen Leben die für Sie richtigen Wegweiser gefunden haben.

Foto: Gerd Taron

Was wir suchen, bewegt uns
Was wir suchen, bewegt uns,
verleiht uns Arme, Beine, einen Mund,
eine verletzliche Seele.
Wir versuchen die Leere zu füllen
und spüren manchmal, dass sie größer wird
durch alles, was wir finden.
Vielleicht ist diese Leere unser verstecktes Glück.
Wenn wir fänden, was uns endgültig erfüllte,
würden wir zu leicht Türen schließen,
die Arme vor der Brust verschränken,
uns abkehren von unbekannten Leuchtfeuern
und meinen, die Herrlichkeit der Welt zu kennen.
Wir brauchen auch das, was schmerzt,
um wach zu bleiben.
Auf geheimnisvolle Weise
lieben wir die Rose
mit ihrem Dorn.
An guten Tagen ahnen wir,
dass die Suche selbst
unser Glück ist.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron

Es gibt Menschen,
die suchen ihr Leben lang
nach Etwas, was sie
nicht sehen können,
nicht fühlen
und
ahnen.
Sie erdenken es,
brauchen es,
sie wollen es,
fordern es,
finden keinen Frieden.
Und in dem Moment,
wo sie begreifen,
dass sie es bereits
lange in den Händen
hielten, geht es still
und es wird niemals
mehr so sein.

Anja Schindler

Foto: Gerd Taron

Menschen suchen ihr Leben lang ein Zuhause, ein Herz und zärtliche Hände, eine stille Gegenwart, die bleibt, auch wenn es keine Worte mehr gibt.

(Phil Bosmans)

Foto: Gerd Taron

Unsere Werte

Wir sind geprägt von einer Kultur, die Quantität betont. Das ist der Ausdruck des Unerwachsenseins. Wer schießt die meisten Tore, wer hat die meisten Stimmen, wer verdient am meisten? Wir leben in einer Welt, in der für viele das Messbare das Wirklichste ist. Alles andere ist nebulös, persönlich und subjektiv. Die Bedeutung, der Sinn, der Gehalt sind nicht messbar.

Unsere Lust, zu sammeln ist Ausdruck dieser Haltung. Wir sammeln Brief¬marken, Autos, Geld, Ideen, Freunde und für manche zählt nur die Anzahl. Aber Anzahl sagt nichts über Inhalt aus. Menge hat nichts mit Qualität zu tun. Man könnte sogar sagen, dass dort, wo die Konzentration auf der Anzahl oder der Menge liegt, die Qualität leidet. Man kann nur eine gewisse Anzahl von Freundschaften wirklich schöpferisch und liebevoll gestalten. Man kann nur einer begrenzten Anzahl von Gedanken in der Tiefe nachgehen.

Sich von der Quantität zur Qualität zu wenden ist ein Entwicklungsschritt, ein Ausdruck des Reifens. Durch gewisse Begrenzungen, die gewöhnlich mit dem Alter kommen, bietet sich diese Umorientierung an. Aber nur deshalb weniger zu tun, weil man mehr nicht schafft, ist nur ein halber Schritt. Es geht darum, zu entdecken, dass in dem „Weniger“ wirklich die ganze Welt enthalten ist.

Es scheint ein Gesetz zu sein: Da, wo durch die Tiefe die Qualität zunimmt, nähert sich das Qualitätvolle der umfassenden Bedeutung des Lebens, in der alle Formen von Quantität enthalten sind. Eine wirklich gute Freundschaft ist ebenso viel wert wie viele Freundschaften. Ein Gedanke in der Tiefe verfolgt, erleuchtet alle anderen Gedanken. Dies zu verstehen ist in der Jugend fast unmöglich. Im Alter aber liegt darin die Erfüllung des Lebens. Wer so älter wird, spürt auch noch seine Jugend und sein mittleres Alter, weil im Älterwerden alle Lebensphasen enthalten sind.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron
Immer wieder anhalten,
wahrnehmen, was ist,
uns freuen an dem,
was wir erreicht haben,
annehmen, dass nicht alles
gelungen ist.
.
Uns Zeit gönnen,
neue Kräfte schöpfen,
uns neu orientieren,
uns leiten lassen von dem,
was für uns wesentlich ist.
.
Weiter schreiten,
wie es mir entspricht,
in der Hoffnung, dass wir
immer mehr werden,
was wir letztlich sein können.
.
Wieder sehen,
was dem Leben Sinn gibt.
Wieder hören,
was meine Seele nährt.
Wieder spüren,
was letztlich wichtig ist.
Wieder aufstehen
und meinen Weg gehen.
.
Verfasser unbekannt,
Ich wünsche Ihnen ein Wochenende, wo Sie zur Ruhe kommen können und neue Orientierung finden.
Ihr/Euer
Gerd Taron

Veranstaltungen von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr – September/Oktober 2017

Veranstaltungen von Taron-Antiquariat – Bücher und mehr – September/Oktober 2017

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

die Sommerferien sind vorbei – was zumindest Hessen betrifft. Der Alltag hat wieder Einzug gehalten. Gönnen Sie sich aber trotzdem zwischen durch eine Pause.

In den Sommerferien habe ich meine literarischen Veranstaltungen für Sie zusammengestellt. Eine Zusammenfassung finden Sie a nachstehend beigefügt.

September 2017:
Fr 01.09. – 17:30 Uhr – Literarischer Spaziergang zum Ende des Wochenmarktes in Eppstein
Treffpunkt: Vor der Eppsteiner Weinpresse (Altes Rathaus, Altstadt Eppstein)
Sa 02.09. – 10 – 16 Uhr Hof- und Bücherflohmarkt in Kelkheim-Fischbach, Langstraße 30
So 10.09. – 14 Uhr Auf den Spuren von Hildegard von Bingen in Rüdesheim
Von der Wallfahrtskirche in Rüdesheim-Eibingen führt der Spaziergang durch die Weinberge hoch zur Benedikterinnen-Abtei St. Hildegard. Dort kann man eine herrliche Aussicht genießen und den großen Klosterladen und das Klostercafé besuchen. An ausgewählten Stellen werden Texte über und von Hildegard von Bingen gelesen.
Treffpunkt: Rüdesheim – Parkplatz Eibinger Tor
Sa 23.09. – 16 Uhr – Literarischer Herbst-Spaziergang rund um den Rettershof

Treffpunkt: An der Linde am Rettershof im Außenbereich

Oktober 2017

So 01.10. – 14 Uhr – Literarischer Buchmessen-Spaziergang rund um den Frankfurter Hauptbahnhof – Thema: Frankreich, Frankreich – Ehrengastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse

Treffpunkt: An Gleis 1 Haupt-Nebenausgang Mannheimer Straße – gegenüber einem kleinen Supermarkt

Fr 06.10. – 17:30 Uhr Literarisches aus Frankreich
Treffpunkt: Vor der Eppsteiner Weinpresse (Altes Rathaus, Altstadt Eppstein)
Das Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse ist in diesem Jahr Frankreich. Dazu lese ich verschiedene französische Gedichte, Liebesgeschichten und Märchen – natürlich in deutsch.
Ramon Olivella, der Eppsteiner Mundschenk, hat dazu passend das Wein-Thema: „France je t’aime

So 08.10. – Literarischer Spaziergang beim Erntedank- und Handwerkerfest am Rettershof – Uhrzeit noch offen

Treffpunkt: An der Linde am Rettershof im Außenbereich

… und am 1. Adventwochenende (02.12./03.12.) Fischbacher Weihnachtsmarkt mit meiner literarischen Weihnachtshütte.

Weitere Informationen bei Gerd Taron, Taron-Antiquariat
Langstraße 30, 65779 Kelkheim-Fischbach, Tel. 06195-676695
E-Mail: verkauf@taron-antiquariat.de Internet: https://gerdtaronantiquariat.wordpress.com/

Ich freue mich auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen
Ihr/Euer

Gerd Taron