Weihnachtszeiten – „Mein Weihnachtsgedicht“ vom 18.12.12

Das heutige Gedicht wurde von Frau Ursula Runge aus Kelkheim eingesandt – herzlichen Dank!

 

In Weihnachtszeiten reis‘ ich gern

Und bin dem Kinderjubel fern

Und geh‘ in den Wald und Schnee allein,

Und manchmal, doch nicht jedes Jahr,

trifft meine gute Stunde ein,

Daß ich von allem, was da war,

Auf einen Augenblick gesunde

Und irgendwo im Wald für eine Stunde

Der Kindheit Duft erfühle tief im Sinn

Und wieder Knabe bin.

 

Hermann Hesse

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