Und plötzlich war alles anders

Die Geschichte von Hans Jörg Kampfenkel

Bad Soden am Taunus, 10.01.2014

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Es war vor fast 25 Jahren. Hans Jörg steht kurz vor seinem Abschluss als Diplom-Physiker. Nur noch wenige Monate und eine glänzende berufliche Zukunft steht ihm bevor.

Ein Tag wie jeder anderer – doch dieser Tag sollte sein Leben schlagartig verändern. Hans Jörg kommt zur Tür seines Elternhauses herein, um sich Tischtennis-Sachen zu holen. Plötzlich kippt er um, sein Kopf dreht sich, eine Hilfeschrei. Die niederschmetternde Diagnose später in der Klinik: Hirnblutung.

Viele Jahre sind seit dem vergangen. Mit viel Mühe und großer Unterstützung seiner Eltern werden Sprach- und Lesefähigkeit wieder erlangt. Sein linkes Auge  ist bis heute sehr stark beeinträchtigt.

Schon vor der niederschmetternden Diagnose hat Hans Jörg eine Leidenschaft für sich entdeckt: Die Fotografie. Er besucht Fotokurse an der Universität. Nach dem Unfall schenken ihm seine Eltern eine Kameraausrüstung.

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Vor zwei Jahren trifft ihn ein neuer Schicksalsschlag: Sein Vater verstirbt plötzlich und unerwartet. Er hatte zu ihm ein inniges Verhältnis.

Die Fotografie bedeutet für ihn mehr als anderes: Sie ist für ihn Lebenssinn und gibt ihm Mut, sein Leben zu meistern. In diesem Jahr wird er 50 Jahre alt.

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Ihm und seiner Mutter möchte ich auf diesem Wege eine kleine Freude bereiten. Hans Jörg Kampfenkel wird den literarischen Wochenendgruß ab 17.01. fotografisch mitgestalten und begleiten. Seine wunderschönen Fotos, von denen ich einige bereits bewundern durfte, werden eine Bereicherung für alle sein, nicht nur für mich.

Ich freue mich auf eine gemeinsame Zeit und auf viele neue fotografische Entdeckungen.

Gerd Taron

Alle Fotos: Hans Jörg Kampfenkel, Bad Soden am Taunus – Wiedergabe nur mit Genehmigung gestattet.