Begeisterung – Literarischer Wochenendgruß vom 11.07.14

Liebe literarische Freunde in nah und fern,
in Deutschland ist dank „unserer“ Fußball-Nationalmannschaft und ihrer tollen Spiele eine große Welle der Begeisterung ausgebrochen.
Ein gutes Thema sich diesem Phänomen literarisch zu nähern.
Nicht nur der Fußball auch andere sehr schöne Ereignisse und Begebenheiten entfachen in unserem Leben Begeisterung.

Anne M. Pützer hat dies in ihrer Lyrik so formuliert:

Deine Begeisterung
für das, was du tust
und wofür du einstehst…
wird von anderen belächelt,
mit Kopfschütteln bedacht,
ignoriert
und tot geschwiegen.
Du zweifelst an dir,
versuchst dich von der Richtigkeit deines Tuns
zu überzeugen,
überzeugen zu lassen.
Du weißt,
es ist richtig,
doch die Reaktionen
erschweren dein Weitermachen,
Du fühlst dich ausgebrannt,
das Nicht-ausleben- dürfen,
nicht ankommen bei anderen
höhlt deine Gefühlswelt aus.
Du weißt, du bist gut,
in dem was du tust-
aber keiner nimmt Notiz,
nimmt dich ernst.
Begeisterung will verfliegen.

Aber nicht dein Tun ist falsch,
sondern die Leute um dich herum.
Mach dich auf
und suche dir das richtige Publikum…
jenes, das deine Begeisterung
verdient und teilt.

(Anne M. Pützer)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Mit der echten Begeisterung für etwas sind alle Türen geöffnet…
Autor unbekannt

Menschliches Glück stammt nicht so sehr aus großen Glücksfällen, die sich selten ereignen, als vielmehr aus kleinen glücklichen Umständen, die jeden Tag vorkommen.

(Benjamin Franklin)

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
Gefühle sind ein Teil des Lebens
und man hat sie nicht,
um sie unter Verschluss zu halten,
Gefühle sind zwar schwer zu beschreiben,
sind manchmal schwer zu zeigen,
Gefühle kann man nicht sehn,
man kann sie auch nicht verstehn,
Gefühle sind plötzlich einfach da.

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Foto: Hans Joerg Kampfenkel
In den Zeiten wo es noch kein Fernsehen, kein Radio gab, konnten sich die Menschen an der Natur begeistern. Stellvertretend seien hier die Dichter der Romantik erwähnt, wie z. B. Heinrich Heine, Clemens Brentano, Johann Wolfgang von Goethe.

Bettina von Arnim hat es in einer ihrer Gedichte so formuliert:

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Foto: Gerd Taron

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Hinab ins Tal, mit Rasen sanft begleitet,
Vom Weg durchzogen, der hinüber leitet,
Das weiße Haus inmitten aufgestellt,
Was ist’s, worin sich hier der Sinn gefällt?
Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Erstieg ich auch der Länder steilste Höhen,
Von wo ich könnt die Schiffe fahren sehen
Und Städte fern und nah von Bergen stolz umstellt,
Nichts ist’s, was mir den Blick gefesselt hält.
Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Und könnt ich Paradiese überschauen,
Ich sehnte mich zurück nach jenen Auen,
Wo Deines Daches Zinne meinem Blick sich stellt,
Denn der allein umgrenzet meine Welt.
Ich wünsche Ihnen eine begeisterndes Wochenende, nicht nur beim Finale am Sonntag der Fußball-Weltmeisterschaft

Ihr/Euer
Gerd Taron

 

 

 

 

 

 

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