Musik, Musik – Literarischer Wochenendgruß vom 01.06.18

Musik, Musik – Literarischer Wochenendgruß vom 01.06.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

beim Zusammenstellen der Texte und der Fotos zu diesem Thema kam mir sofort ein Schlager von früher in den Sinn. Einige werden sich noch an „Ich brauche keine Millionen … ich brauche nur Musik, Musik, Musik“ erinnern. Dieser Evergreen wurde einst von Marika Rökk gesungen. Musik ist in meinem Leben und sicher auch in Ihrem unverzichtbar. Dabei sind die Stilrichtungen sehr verschieden wie im normalen Leben.

Einige stelle ich mit persönlichen Fotos von lieben Freunden im Foto und den passenden Texten vor. Dazu gibt es auch überraschende Entdeckungen bei meinen Streifzügen durch die unmittelbare Umgebung.

Graffiti an der Eichendorff-Gesamtschule in Kelkheim-Fischbach

Ja, die Musik ist die Sprache der Seelen; ihre Melodien sind sanfte Brisen, die auf den Saiten unserer Empfindungen spielen; sie sind zarte Finger, die an die Türen unseres Gefühls klopfen, und Erinnerungen wecken; sie enthüllen Eindrücke der Vergangenheit, die unter der Decke der Nacht verborgen waren….

Khalil Gibran

Andreina Bonanni (hier Querflöte, aber auch als Saxophonistin aktiv)

Musik und Rhythmus
finden ihren Weg
zu den geheimsten Plätzen
der Seele

Platon

Mezzabellezza – (von links nach rechts: Paul Pfeffer, Christina Eretier, Tom Schilling)

MUSIK.

Musik gibt es für jede Stimmungslage,
von traurig bis heiter,
meistens tanzbar.

Musik lädt zum Träumen ein.
Führt uns weit weg vom Hier und Jetzt.
Dorthin, wo wir sein dürfen, wer wir sind,
wo wir erleben dürfen, was uns sonst versagt bleibt.
Sie verstärkt die Emotionen,
lässt uns schwärmen und auch weinen.

Wir wollen uns bewegen,
wollen klatschen und den Takt schlagen.

Die Musik fährt uns in die Beine,
wir wippen und tippen,
wir drehen und wiegen uns.

Musik ist ein Genuss für die Ohren,
für alle Sinne.
Sie berührt das Herz und die Seele.
Man kann sie hören und fühlen.

Wer Musik liebt, liebt sie leidenschaftlich.
Spürt sie in jeder Körperzelle.
Ist süchtig danach.
Es lebe, in uns, die Musik!

(Anne M. Pützer)

Klavierbegegnungen – mit und bei Christina Boos (https://www.klaviermusik-fuer-alle.de/

Was die Liebe den Menschen,
ist die Musik den Künsten und den Menschen,
denn sie ist ja die Liebe wahrlich selbst;
die reinste ätherische Sprache der Leidenschaft,
tausendseitig allen Farbenwechsel
derselben in allen Gefühlsarten enthaltend
und doch nur einmal wahr,
doch von tausend verschieden fühlenden Menschen
gleichzeitig zu verstehen

Carl Maria von Weber

Skulptur in Bad Soden am Taunus – Foto: Gerd Taron

Ich habe ein Lied
und du ein anderes.
Jeder hat ein Lied,
um die Leere der Herzen zu füllen.
In der Schatzkammer Seele
liegt ein Schatz verborgen,
den singt man nicht laut.
Du und ich,
wir müssen ihn
inwändig zum Klingen bringen,
eine Saite spannen
vom Herzen zum Verstand.
So singen wir die Welt
leise zum Himmel empor.

Salishan

Foto: Petra Krenzer

Sprache
Die Sonne spricht zu uns mit Licht,
Mit Duft und Farbe spricht die Blume,
Mit Wolken, Schnee und Regen spricht
Die Luft. Es lebt im Heiligtume
Der Welt ein unstillbarer Drang,
Der Dinge Stummheit zu durchbrechen,
In Wort, Gebärde, Farbe, Klang
Des Seins Geheimnis auszusprechen.
Hier strömt der Künste lichter Quell,
Es ringt nach Wort, nach Offenbarung,
Nach Geist die Welt und kündet hell
Aus Menschenlippen ewige Erfahrung.
Nach Sprache sehnt sich alles Leben,
In Wort und Zahl, in Farbe, Linie, Ton
Beschwört sich unser dumpfes Streben
Und baut des Sinnes immer höhern Thron.
In einer Blume Rot und Blau,
In eines Dichters Worte wendet
Nach innen sich der Schönfung Bau,
Der stets beginnt und niemals endet.
Und wo sich Wort und Ton gesellt,
Wo Lied erklingt, Kunst sich entfaltet,
Wird jedesmal der Sinn der Welt,
Des ganzen Daseins neu gestaltet,
Und jedes Lied und jedes Buch
Und jedes Bild ist ein Enthüllen,
Ein neuer, tausendster Versuch,
Des Lebens Einheit zu erfüllen.
In diese Einheit einzugehn
Lockt euch die Dichtung, die Musik,
Der Schöpfung Vielfalt zu verstehn
Genügt ein einziger Spiegelblick.
Was uns Verworrenes begegnet,
Wird klar und einfach im Gedicht:
Die Blume lacht, die Wolke regnet,
Die Welt hat Sinn, das Stumme spricht.

Hermann Hesse

Graffiti an der Eichendorff-Gesamtschule in Kelkheim-Fischbach

Nimm Dir Zeit zum Arbeiten, es ist der Preis des Erfolges.
Nimm Dir Zeit zum Nachdenken, es ist die Quelle der Kraft.
Nimm Dir Zeit zum Spielen, es ist das Geheimnis ewiger Jugend.
Nimm Dir Zeit zum Lesen, es ist der Brunnen der Weisheit.
Nimm Dir Zeit für Freundlichkeit, es ist das Tor zum Glück.
Nimm Dir Zeit zum Träumen, es ist der Weg zu den Sternen.
Nimm Dir Zeit zum Rücksicht nehmen, der Tag ist zu kurz um selbstsüchtig zu sein.
Nimm Dir Zeit zum Lachen, es ist die Musik der Seele.
Nimm Dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden, es ist der wahre Reichtum des Lebens.

Irischer Segen

Ich wünsche allen ein fröhliches musikalisches Wochenende.

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Hinweis in eigener Sache

Sonntag, 03.06.2018- Beginn 15:00 Uhr
Literarischer Spaziergang im Woogtal in Königstein im Taunus
Thema: Nutze den Augenblick – Weisheiten von Marc Aurel
Aus einem besonderen Buch stelle ich an wunderschönen Plätzen im Woogtal Weisheiten des römischen Kaisers und Philosophen Marc Aurel vor.
Treffpunkt: Kur- und Stadtinformation Königstein, Hauptstraße 13 a

Kostenbeitrag: 5 Euro

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