Die Entscheidung liegt bei dir – Literarischer Wochenendgruß vom 02.03.18

Die Entscheidung liegt bei dir – Literarischer Wochenendgruß vom 02.03.18

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

wer Veränderung will oder zu Veränderungen veranlasst wird, steht oft vor schwierigen Entscheidungen. In dem Wirrwarr unserer technisierten Zeit ist es für den Einzelnen sehr schwer geworden, die für ihn wichtigen Informationen herauszufiltern. Jeder, der sich zum Beispiel ein neuen Fernseher, eine Kamera oder anderes anschaffen möchte, kann das nachvollziehen.

Genauso verhält es sich mit den menschlichen Beziehungen. Die zahlreichen Single-Börsen im Internet sind ein Beispiel dafür.

Worauf können wir uns also verlassen? Auf den Partner, den guten Freund, die gute Freundin, auf den wohlmeinenden Nachbarn? Oder sollten wir auf unsere „innere Stimme“ – dem Bauchgefühlt – achten?

Einige Anregungen zum Thema Entscheiden möge dieser neue Wochenendgruß geben.

Foto: Maria Singer

Wer entscheidet, ist frei
Zu entscheiden
und gewisse Werte zu setzen,
macht frei.
Nicht frei von Umständen,
aber frei, auf meine Weise
auf diese Umstände zu reagieren.
Freiheit wird uns nicht gegeben,
sie kommt aus uns selbst.
Sie liegt nicht herum,
sondern sie entsteht,
indem wir die Verantwortung für uns selbst
ganz übernehmen, ohne Abstriche,
ohne geheime Schuldzuweisungen,
ohne mildernde Umstände,
ohne Ausreden und Erklärungen,
ohne Vorwürfe gegen Gott und die Welt.
Da entsteht das Wunder eines freien Lebens.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron

Entscheidungen treffen

Der Meister sagt:
Wenn eine Entscheidung ansteht,
solltest Du sie treffen und mit den Konsequenzen leben.
Du kannst im voraus nicht wissen,
wie diese Konsequenzen aussehen werden.
Alle Weissagungskünste sind dazu geschaffen worden,
dem Menschen Ratschläge zu erteilen,
niemals aber dazu, die Zukunft vorauszusagen.
Sie sind ausgezeichnete Ratgeber, aber schlechte Propheten.
In einem der Gebete, die uns Jesus gelehrt hat, heißt es: ‘Dein Wille geschehe.’
Wenn dieser Wille ein Problem mit sich bringt,
so trägt er auch dessen Lösung in sich.
Wenn die Wahrsager tatsächlich die Zukunft voraussehen könnten,
wären alle Wahrsager reich, verheiratet und glücklich…….
aus ‚Der Wanderer‘ von Paulo Coelho

Foto: Maren von Hoerschelmann

Vieles können wir nicht mehr. Das Gefühl der Ohnmacht hat zugenommen. Über unsere Köpfe hinweg wird entschieden, wie die Welt weitergehen wird. Alles wird festgelegt, ohne dass wir gefragt werden. Und die, die sich dazwischenwerfen, werden zermahlen. Und doch bleibt uns das Größte: die freie Entscheidung, uns dem anderen Menschen zuzuwenden oder nicht. Keine Armee, keine Gesetze, weder die steigenden Ölpreise noch die schleichende Inflation kann uns davon abhalten, wenn wir uns dafür entschlossen haben. Außerdem wird gerade in Notsituationen die Liebe erfinderisch. Und plötzlich ist uns Unwichtigen, Ohnmächtigen die Herrschaft der Welt in die Hände gegeben.

Ulrich Schaffer

Foto: Gerd Taron

Mein innerer Kompass

Bei all unseren Entscheidungen, bei all unseren Aufbrüchen – seien es nun große Reisen, neue Projekte oder Pläne – unser „Ampelbild“ ist wichtig. Wir fragen uns immer, bevor wir in eine neue Richtung aufbrechen: Was zeigt die innere Ampel an, wenn wir konkret an ein Projekt, einen Plan oder eine Reise denken. Steht sie auf rot? Oder auf grün? Wenn die Ampel bei einem rot leuchtet, dann bleibe ich tatsächlich stehen und breche nicht auf. Für mich hat diese Ampel etwas mit Gottvertrauen zu tun. In meinem Leben gibt es Chancen und Optionen – und weil ich ein mündiger Mensch bin über Verstand und Intuition verfüge, kann ich mich für eine der Möglichkeiten entscheiden – rot oder grün, stehen oder gehen. Darin liegt eine große Freiheit, die jedoch immer von Gott begleitet wird. Das ist mein Gottesbild. Ich muss nicht warten, bis mir irgendwelche Lösungen auf dem Silbertablett serviert werden, sondern ich kann eine der sich mir bietenden Chancen und Möglichkeiten beim Schopf packen. Diese Freiheit schließt nicht aus, das ich vielleicht immer wieder mit dem Kopf an eine Tür renne, die sich partout nicht öffnen will und die deshalb gar keine echte Chance ist. Aber selbst wenn ich mir die Nase dabei blutig schlage: Es ist meine Entscheidung genau das zu tun.

Und diese Freiheit habe ich nicht nur ich – die hat jeder von uns. Jeder Mensch hat genau zwei Möglichkeiten: bleiben oder aufbrechen, stehen oder gehen, rot oder grün, um beim Bild der Ampel zu bleiben. Auf den inneren Kompass kommt es an. Wichtig bei Entscheidungen ist es ein gutes Gefühl für das richtige Timing zu entwickeln.

Aus dem Buch:

„Meine Reise zum Leben“ – von Rainer Wälde
Auf den Spuren der irischen Mönche
Mit sieben Betrachtungen von Pater Anselm Grün

Erschienen im adeo-Verlag – http://www.adeo-verlag.de
ISBN 978-3-942208-12-3

Andreina Bonanni vom Duo Espressione (www.espressione-duo.com )

Träume nicht davon wie Dein Leben sein sollte.
Tue es einfach
Träume nicht davon mit wem Du deine Zeit verbringen willst.
Mach es einfach
Träume auch nicht von Dingen die Dir wichtig sind.
Nimm sie ernst
Und träume nicht von wichtigen Entscheidungen, die nötig wären.
Setze sie durch
Vor allem gib Deinen Gedanken endlich wieder mehr Aufmerksamkeit
und fang an wieder glücklich und Du selbst zu sein

© Ferran Jorda

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in dieser Zeit den Überblick behalten und die für Sie persönlich richtigen Entscheidungen treffen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

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