Mit sich selbst befreundet sein – Literarischer Wochenendgruß vom 09.02.18

Mit sich selbst befreundet sein – Literarischer Wochenendgruß vom 09.02.18

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,

das neue Thema ist kein Aufruf zum egoistischen Handeln oder Verhalten. Im Gegenteil. Es möge neue Gedankenanstöße geben, sich über seinen eigenen Selbstwert bewusst zu werden. Viele Gespräche im Freundeskreis haben mich dazu veranlasst, mich diesem Thema neu zu widmen.

Denn nur wer mit sich selbst befreundet ist, kann über die vielen, die nur an sich selbst denken, „großzügig“ hinwegsehen. Wer mit sich selbst im reinen ist, hat die Anerkennung anderer Menschen nicht nötig. Er benötigt keinen Platz in der ersten Reihe des Lebens. Ein in sich ruhender Mensch widersteht den Widrigkeiten des Lebens leichter als andere.

Es ist manchmal ein langer und mühsamer Weg, um zur Selbstliebe = Selbstannahme zu finden. Aber jeder kleiner Schritt lohnt sich.

Wer mit sich selbst befreundet ist, findet dann auch andere, die sich dessen bewusst sind. Das ist die Quintessenz meiner eigener Lebenserfahrungen.

Entdeckt in der Buchhandlung Herr in Kelkheim – Foto: Gerd Taron

Gib nicht auf…

Du wurdest schlecht behandelt?
Deine Gabe wurde ignoriert?
Deine Fähigkeiten belächelt?
Deine Ideen für verrückt erklärt?
Dein Hingabe wurde abgewiesen?
Dein Bemühen wurde nicht honoriert?
Deine Verständnis wurde missbraucht?
Deine Hilfsbereitschaft würde ausgenutzt?
Dein Selbstwert wurde mit Füßen getreten?

Leide nicht länger unter der Abweisung deiner Umgebung
sondern erkenne den Sinn deines Weges.

Deine Mission ist die Selbstliebe.

Sie verwandelt Schmerz in Freude und Angst in Mut.
Sie dient dir dazu, deinen Wert anzuerkennen.

Selbstliebe lehrt dich zu erkennen wer du bist.
Sie ermöglicht dir aufzustehen wenn du hingefallen bist.

(c) Ralf Marohn

Foto: Caitleen Bree

Glück ist
mit allen Sinnen zu leben
sich selbst etwas zu gönnen
nicht immer perfekt sein zu müssen
mit und für andere Menschen zu leben
ein Zuhause zu haben,
wo man sich geborgen fühlt
die Balance zwischen Spannung
und Entspannung zu finden

Autor unbekannt

Foto: Tim-Thilo Fellmer

Die Balance
zu halten in all
den inneren
und
äußeren Stürmen des Lebens,
in der Balance aller Kräfte
sich selbst finden,
die Balance der eigenen
Mitte spüren
und
da bleiben,
sicher,
still,
geborgen
bei sich selbst
in der Liebe,
der Wertschätzung
und
der Leichtigkeit
zu sich selbst
mit uns selbst,
mit den Dingen sein –
das ist wahre Meisterschaft
im Leben!
-BALANCE-

Anja Schindler

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Als ich anfing, mich zu lieben, blieben die Situationen gleich und dennoch veränderte sich etwas.
Als ich anfing mich zu lieben, blieben die Menschen gleich und dennoch veränderte sich etwas.
Als ich anfing mich zu lieben, wurde das Geld nicht mehr und dennoch veränderte sich etwas.
Als ich anfing mich zu lieben, war die Blume immer noch die gleiche Blume und dennoch veränderte sich etwas.

Als ich anfing mich zu lieben…
…sah ich die Situationen nicht mehr mit lieblosen Augen. Ich sah Lernschritte für mich. Situationen, die mir auf meinem Weg zu mir helfen.

…erkannte ich, dass die Menschen nicht böse waren, weil sie böse sein wollten. Ich erkannte, dass sie sich genau wie ich im Außen verlaufen haben. Das auch andere Menschen auf dem Weg zu sich Irrwege gegangen sind.

…suchte ich nicht mehr Befriedigung in materiellen Sachen. Ich fand den Frieden in mir der völlig kostenlos ist.

…sah ich die Farben der Blumen. Die Formen und ihre Einzigartigkeit. Ich konnte mich an etwas erfreuen, was ich zuvor überhaupt nicht wahrgenommen habe.

Früher versuchte ich die Dinge im Außen zu verändern, wenn es mir nicht gut ging. Ich kramte mir die Dinge im Außen so, dass ich zufrieden war. Nur leider brach die Welt immer wieder mal zusammen und ich fing von vorne an. Ich brauchte sehr viel Energie, um diese Welt einigermaßen aufrecht zu erhalten. Innerlich wurde ich immer kranker…meine Seele brannte aus.
Dann ist es passiert… das Leben schleuderte mich aus der Bahn. Es gab mir Zeit, über mich nachzudenken und ich nahm mir zum ersten Mal die Zeit.
Scheinwelt…ich baute mir eine Scheinwelt auf. Eine Welt, die nicht meinem Inneren entsprach. Ich wollte Außen etwas sehen, was nicht meinem Inneren entsprach.

Nun fing ich an, an mir zu arbeiten.

Ich erfuhr, wie wertvoll ich bin. Ich konnte fühlen, wie gut es mir tut, mich selbst wertzuschätzen.
Einfach Menschsein, ohne etwas erreichen zu müssen. Das ist es, was wir alle verlernt haben.
Wir brauchen nichts zu sein…nichts zu tun, um wer zu sein.
Alles was wir glauben zu sein, weil wir etwas erreicht haben, ist nicht annähernd so wundervoll wie das, was wir wirklich sind.

Tief in uns, sind wir wundervolle Wesen der Liebe.
Was müssen wir tun, um dies wieder zu leben ???
Nichts…wir brauchen uns nur akzeptieren, genauso wie wir jetzt sind.

Jeder von uns ist einzigartig. Jeder von uns ist wundervoll. Jeder von uns trägt die Liebe in sich und wir selbst entscheiden, wann wir diese Liebe wieder in die Welt tragen.
Alles was wir in die Welt tragen kommt auch wieder zu uns zurück.

Auch DU bist einzigartig

Walter Müller

Teil der Unendlichkeit – Bild und Foto: Lissy Theissen

Unsere innere Größe
Zart und verletzbar
ist die Balance unseres Lebens.
Wir haben hier keine bleibende Sicherheit,
jede Stunde kann unsere letzte sein.
Auf Messers Schneide reifen und wachsen wir,
oft sogar über uns selbst hinaus.
Diese Gratwanderung ist unsere Berufung.
In der Balance bejahen wir unsere Vorläufigkeit.
Wir lieben die Welt
und tragen unsere Leidenschaft
für unser knappes aber erfülltes Leben
wie einen Schatz in uns.
Es ist Ausdruck unserer inneren Größe,
dass wir uns hier trotz anhaltender Gefährdung
eine Heimat schaffen können
und unserem Leben in all seinen Begrenzungen
eine Leuchtkraft verleihen,
die ausdrückt, dass wir frei sind.
Auch in unserer Hilflosigkeit
können wir größer als Leben und Tod werden:
Wir setzen unseren Anker in das Ewige

Ulrich Schaffer

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende mit frohem Herzen.

Ihr/Euer

Gerd Taron

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