Licht in meinem Leben – Literarischer Wochenendgruß vom 01.12.17

Licht in meinem Leben – Literarischer Wochenendgruß vom 01.12.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

am kommenden Wochenende feiern wir den 1. Advent. Überall in den Orten, in den Häusern und in den Gärten und anderswo erstrahlen die vielfältigen Lichter. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Was bringt Licht in Ihrem Leben? Sind es die Familie, liebe Freunde, Nachbarn oder andre liebe Mitmenschen? Haben Sie trotz aller Hektik, die jetzt anbricht, Zeit die kleinen Lichter in Ihrem Leben zu sehen? Was bedeutet für Sie persönlich Advent?

Ich freue mich auf viele lichtvolle Begegnungen, nicht nur beim kommenden Fischbache Weihnachtsmarkt, sondern und vor allem in der Zeit danach. Und Sie?

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Foto: Gerd Taron

Wann fängt Weihnachten an?
Wenn der Schwache
dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke
die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas
mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute
bei dem Stummen verweilt
und begreift,
was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise
laut wird
und das Laute
still,
wenn das Bedeutungsvolle
bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige
wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel
ein winziges Licht
Geborgenheit,
helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht,
sondern du
gehst,
so wie du bist,
drauf zu,
dann,
ja, dann
fängt Weihnachten an.

(Rolf Krenzer)

Foto: Gerd Taron
Manchmal
ein helles Wort,
das die Müdigkeit
vertreibt,
manchmal
eine helfende Hand,
die den Himmel
erschließt,
manchmal
ein Licht,
das ins Herz fällt.
Es ist allein die Liebe,
die das Leben
verwandelt.

(Christa Spilling-Nöker)

Touching Light – Bild: Lissy Theissen

Menschen, die uns lieben, werden für uns zu einem Licht. Licht bedeutet Leben, Heil, Glück, Hoffnung, strahlender Schönheit. Es vertreibt Finsternis, die Angst machen kann, und ordnet das Chaos, das wir mit dem Dunkel verbinden.

Anselm Grün

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Foto: Gerd Taron

Und manchmal sehe ich Menschen
mit jenem sanften Leuchten im Gesicht.
Sie strahlen eine Ruhe aus, die nicht von dieser Welt
und zugleich völlig geerdet ist.
Es ist, als hätte das Leben sie so sehr geschliffen,
dass ihre pure Essenz, ihr wahres Sein
sich in ihrem Ausdruck zeigen darf.
Es sind Menschen, die um tiefes Leid wissen
und in ihrer Hingabe an das, was ist
eine Stille finden, die noch viel tiefer reicht.
Eine Stille, die als lebendiges Licht
aus ihrem Innersten erstrahlt.

Worte: © Béatrice Tanner

Foto: Christina Eretier

Menschen führen Menschen zum Licht, zu einem neuen Lebensstil: Menschen, die sich befreien lassen von Habsucht und Hass. Menschen, die nicht länger an Gewehrläufe glauben. Menschen, die mit wenig zufrieden sind und Zeit für Dinge haben, die kein Geld bringen. Menschen, die keinen Palast brauchen, um prächtig zu leben, und kein dickes Portemonnaie, um gemeinsam Feste zu feiern. Menschen, die Blumen sehen, die Vögel zwitschern hören, die wie ein Kind spielen und in einem Sessel einschlafen können. Liebe Menschen mit viel Licht in Häusern, in Dörfern und Städten.

© Phil Bosmans (1922 – 2012),
belgischer Ordenspriester,
Telefonseelsorger und Schriftsteller,
›der moderne Franziskus

Foto: Gerd Taron

Heute möge dir ein Lichtblick
des Himmels so tief in die
Abgründe deines Herzens
fallen, dass es darin heller,
freundlicher und wärmer wird.
Heute möge dir der Augenblick
eines einzigen freundlichen
Lächelns so gut tun in der Seele,
dass ihr dadurch Flügel wachsen,
die dir neue Spannkraft verleihen.
Heute möge dir ein herzlicher Gruß
so wohltuend in den Ohren klingen,
dass er die Schwere in dir auflöst
und dich staunen lässt über so viel
Wunderbares in deinem Leben.

Paul Weismantel

Foto: Gerd Taron

Mögest du dich berühren lassen von der Schönheit,
die dich umgibt, und den Mut haben,
deiner inneren Stimme zu folgen.
Mögest du beschützt sein auf deinem Weg,
und mit offenem Herzen die Momente des Glücks erkennen,
die das Leben dir schenkt.
Möge Dankbarkeit ein innerer Zustand werden
und das Staunen über das Wunder des Lebens
dein Begleiter sein – kindliche Neugier,
verspielte Leichtigkeit und warmes Lachen.
Mögest du innehalten, dann und wann,
und dich freuen an den Bergen die du erklommen hast,
den Tälern, durch die du gewandelt bist, im Wissen,
wie gross deine innere Kraft ist.
Mögest du die Macht und das Wunder der Hingabe erleben,
und dir deiner Würde bewusst sein, immer mehr.
Möge Licht dich begleiten und Menschen, die dir die Hand reichen,
wenn die Schatten dich besuchen.
Mögest du die Liebe fühlen, die du bist.

Béatrice Tanner

Ich wünsche Ihnen ein erstes Adventwochenende mit vielen wundervollen Lichtern.

Ihr/Euer

Gerd Taron

PS: Vielleicht begegnen wir uns am Wochenende an meiner literarischen Weihnachtshütte beim Fischbacher Weihnachtsmarkt, am Samstag, 02.12. von 15 – 22 Uhr, am Sonntag von 11 – 21 Uhr.

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