Von der Rangliste – Literarischer Wochenendgruß vom 21.07.17

Von der Rangliste – Literarischer Wochenendgruß vom 21.07.17

Liebe Leserinnen und Leser des literarischen Wochenendgrußes,
in welcher Rangliste finden Sie sich wider? Wo sind Sie unter den Top 10 oder Top 100? Mir ist in diesen Tagen neu bewusst geworden, dass vieles in unserem Leben nach Ranglisten bewertet wird. Wir kennen das aus dem Sport, aus der Politik, aus der Wirtschaft und in unserer Gesellschaft. Im Literaturbereich ist es für viele sehr wichtig in einer der vielen Bestsellerlisten zu erscheinen. Je höher der Rang, desto mehr Anerkennung erhalte ich für mein Buch? Nebenbei bemerkt: Die allerwenigsten werden Bestsellerautoren.

In den sozialen Medien, wie z. B. facebook, wird dies besonders deutlich. Da gibt es die „besten 50 Freunde“ oder „Wer ist dein bester Freund von allen“ oder „Wie lauten die für Dich wichtigsten 20 Menschen“. Das sind einige Beispiele.

Was bedeutet es mir persönlich irgendwo in einer Rangliste zu erscheinen? Ist das für mein Selbstwertgefühl so wichtig? Warum wollen wir besser als andere sein?

Wer in irgendeiner Rangliste mal die Nr. 1 war, weiß wie kurzzeitig diese Position ist und mühsam, diese zu behalten. Außerdem ist es oft sehr fragwürdig, wie diese „Rankings“ zusammengestellt werden.
Mein persönlicher Wert ist unabhängig von einer Rangliste. Mir ist es nicht wichtig, wie viele facebook-Freunde ich habe oder wie viele mich kontaktieren.

In meinem realen Freundeskreis gibt es keine Rangliste. Jeder ist mir gleich wichtig und bedeutsam, auch wenn der Kontakt aus verschiedenen Gründen manchmal nicht so intensiv sein kann..

Welche Blume ist hier die schönste? – Foto: Gerd Taron

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks,
und der Anfang der Unzufriedenheit…

Søren Kierkegaard

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Rüdesheim am Rhein – Foto: Gerd Taron

Die sieben Weltwunder

Eine Schulklasse wurde gebeten zu notieren, welches für sie die Sieben Weltwunder wären.

Folgende Rangliste kam zustande:
Pyramiden von Gizeh
Taj Mahal
Grand Canyon
Panamakanal
Empire State Building
St. Peters Dom im Vatikan
Große Mauer China

Die Lehrerin merkte beim Einsammeln der Resultate, dass eine Schülerin noch am Arbeiten war.
Deshalb fragte sie die junge Frau, ob sie Probleme mit ihrer Liste hätte.

Sie antwortete: „Ja. Ich konnte meine Entscheidung nicht ganz treffen. Es gibt so viele Wunder.“

Die Lehrerin sagte:
„Nun, teilen Sie uns das mit, was Sie bisher haben und vielleicht können wir ja helfen.“

Die junge Frau zögerte zuerst und las dann vor.
„Für mich sind das die Sieben Weltwunder:
Sehen
Hören
sich Berühren
Riechen
Fühlen
Lachen …
… und Lieben.“
Im Zimmer wurde es ganz still.

Diese alltäglichen Dinge, die wir als selbstverständlich betrachten und oft gar nicht realisieren, sind wirklich wunderbar. Die kostbarsten Sachen im Leben sind jene, die nicht gekauft und nicht hergestellt werden können.

gefunden auf der Seite: lichtkreis.at

Foto: Gerd Taron

Nicht die Gruppe,
zu der du dich zählst;
nicht der Reichtum,
den du angehäuft;
nicht die Macht,
die du erkämpft;
nicht das Wissen,
das du erworben;
nicht das Ansehen,
das dir entgegengebracht wird,
ist entscheidend.
Entscheidend ist,
dass du auf andere Menschen zugehst,
sie wahr- und annimmst,
deinen Teil beiträgst,
verantwortungsvoll handelst,
bist, was du sein kannst,
liebst,
dein Leben lebst und
Menschlichkeit förderst

Elfi Egger

Foto: Gerd Taron

Genießen heißt: ganz in der Gegenwart sein. Wer ständig vergleicht, kann das, was er gerade erlebt, nicht mit allen Sinnen genießen. Sein ständiges Vergleichen hindert ihn daran, sich auf das einzulassen, was gerade ist.

Anselm Grün

Foto: Hans Joerg Kampfenkel

Wie viel ruhiger würde unser Leben,
wenn wir uns
nicht hetzen und drängen ließen;
nicht meinten,
alles hänge von uns ab;

wie viel entspannter würde unser Leben,
wenn wir darauf verzichteten,
uns mit anderen zu vergleichen;
uns nicht Ziele setzten,.
die außerhalb unserer Möglichkeiten liegen;

wie viel wesentlicher würde unser Leben,
wenn wir darauf vertrauen würden,
dass wir sein dürfen wie wir sind
und wachsen ließen,
was in uns angelegt ist.

Wie viel schöner würde unser Leben,
wenn wir in uns und unseren Mitmenschen
das ganz Besondere und Einmalige sehen
und einander ermutigen würden,
einfach zu sein?

Max Feigenwinter

Viele genießen jetzt die Ferien. Lassen Sie es sich gut gehen im Kreise Ihrer Lieben.

Ihr/Euer

Gerd Taron

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