Weide meine Lämmer – literarischer Wochenendgruß vom 07.04.17

Weide meine Lämmer – literarischer Wochenendgruß vom 07.04.17

Liebe Freunde des literarischen Wochenendgrußes,

dieses Zitat ist dem Neuen Testament aus dem Johannes-Evangelium, Kapitel 21, Verse 15 – 17 entnommen.

Am kommenden Sonntag feiert die Christenheit den Palmsonntag. Dabei wird an dein Einzug von Jesus nach Jerusalem gedacht, wo er von seinen Anhängern begeistert empfangen wird. Es sollte der Anfang von seinem Ende werden.

Bei aller Unruhe des Umbruchs in jenen Zeiten ähnlich wie in unserer modernen Welt, ruft er trotz aller Bedrängnis zu Gelassenheit auf. Stellvertretend als Symbol wählt er Schafe, die ihre besonderen Eigenschaften haben.

Fpto: Gerd Taron

Dies wurde mir beim Betrachten von Schafherden in meiner unmittelbaren Umgebung bewusst. Sie lassen sich selten durch äußere Umstände beeinflussen. Manchmal sind sehr neugierig, wenn sie bekannte Stimmen erkennen. Und zur Osterzeit gibt es bei Schafen, aber nicht dort, Nachwuchs – die kleinen Osterlämmer.

Foto: Gerd Taron

Wer kann gebieten den Vögeln,
Still zu sein auf der Flur?
Und wer verbieten zu zappeln
Den Schafen unter der Schur?
Stell ich mich wohl ungebärdig,
Wenn mir die Wolle kraust?
Nein! Die Ungebärden entzwingt mir
Der Scherer, der mich zerzaust.
Wer will mir wehren zu singen
Nach Lust zum Himmel hinan.
Den Wolken zu vertrauen.
Wie lieb sie mirs angetan?
Johann Wolfgang von Goethe

Foto: Gerd Taron

Die Natur ist die große Ruhe gegenüber unserer Beweglichkeit. Darum wird sie der Mensch immer mehr lieben, je feiner und beweglicher er werden wird. Sie gibt ihm die großen Züge, die weiten Perspektiven und zugleich das Bild einer bei aller unermüdlichen Entwicklung erhabenen Gelassenheit “ ༺ಌ༺

Christian Morgenstern (1871 – 1914)

Foto: Gerd Taron

Ich wünsche dir Gelassenheit,
und Hoffnung, Mut, Beständigkeit.
Ich wünsch dir Kraft
auch schwach zu sein,
sieh Fehler nach und Fehler ein.
Ich wünsch dir Freunde für dein Leben
und Größe, Feinden zu vergeben.
Ich wünsch dir Träume für den Tag,
und dass ein Stern dir leuchten mag.
Ich wünsch dir Zeit zu allein Zeiten,
lass dich nicht hetzen, lass dich leiten
von deinem Herz, der inneren Uhr,
und gehe nach Verstand nicht nur.
Ich wünsche Glück dir immerzu,
mir wünsche ich, mein Kind, bleib du “ ༺ಌ༺

Ruth W. Lingenfelser (*1952)

Ein gelassenes Wochenende wünscht allen Lesern

Ihr/Euer
Gerd Taron

PS . Ein Veranstaltungshinweis:
Sontag, 09.04.17 – 15 Uhr
Literarischer Frühlings-Spaziergang rund um die Burg Eppstein und der Altstadt von Eppstein.
Treffpunkt: Bahnhof Eppstein
Kostenbeitrag: 5 Euro

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s